Archiv der Kategorie: Selbsthilfe

Rituale zum Jahresende: So setzt Du Dir Ziele zum Anfassen

Tust Du Dich schwer damit, Dir Ziele zu setzen? Ich schon. Für mich ist das jedesmal eine riesen Herausforderung. Was will ich haben oder erreichen? Was muss ich dafür tun? Was ist sonst noch notwendig? Kann ich das überhaupt schaffen… usw. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Wir haben viele Wünsche und Träume, und wenn wir daraus keine konkreten Ziele machen, werden sie immer nur Wunschträume bleiben. Heute zeige ich Dir, wie Du aus einem Wunsch ein Ziel machst, damit der Wunsch auch in Erfüllung geht.

Rituale zum Jahresende Teil II – Wie aus einem Wunsch ein Ziel wird

Ist Zielsetzung denn überhaupt notwendig? Immer dieser Stress mit der Planung. Muss ich denn wirklich alles planen und mein Leben von Kopf bis Fuß durchstylen? Diese Fragen tauchen immer wieder auf. Und ehrlich gesagt, frage ich mich das manchmal auch.

Nein, natürlich müssen wir unser Leben nicht komplett durchplanen. Und überhaupt: wir müssen gar nichts! Es ist sogar notwendig, das wir uns zwischendurch einfach mal treiben lassen, die Seele baumeln lassen und nichts tun. Körper und Geist brauchen das zur Erholung und Regeneration. Sonst ist ein Burnout schnell vorprogrammiert.

Aber, wenn wir im Leben etwas erreichen wollen, bestimmte Dinge haben wollen, beruflich erfolgreich sein wollen etc., ist eine Planung hilfreich, um uns unserem Ziel näherzubringen. Wenn Du nicht willst, dass Dein Traum ein Traum bleibt, kommst Du nicht umhin, aktiv zu werden und selbst dafür zu sorgen, dass Dein Traum in Erfüllung geht. Es wird sonst nämlich niemand für Dich tun!

Ja, ich träume auch manchmal davon, dass sich die Dinge wie von selbst erledigen. Dass ich abends einschlafe und am nächsten Tag ist mein Problem gelöst oder mein Wunsch erfüllt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Wir müssen etwas dafür tun und unseren Teil dazu beitragen, dass unser Traum auch wahr werden kann. Und wenn unser Wunsch aus dem Herzen kommt und mit den Gesetzen des Lebens schwingt, wird uns vom Universum alles dazugegeben, was wir zur Verwirklichung brauchen. Doch ganz ohne unsere Mithilfe geht es nicht.

Schließlich muss der kosmische Wunscherfüllungs-Service schon genau wissen, was wir wollen, um uns hilfreich zur Seite zu stehen. Je konkreter wir unseren Wunsch formulieren, je bunter wir ihn ausmalen und je exakter wir ihn beschreiben, desto schneller wird er sich verwirklichen. Dabei gibt es nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten, die aber sehr hilfreich sind.

So setzt Du Dir SMARTe Ziele zum Anfassen

Vielleicht hast Du schon einmal etwas von SMARTen Zielen gehört? Wenn ja, weißt Du, was Du tun musst und brauchst hier nicht weiterzulesen. Wenn nicht, könnte Dir die folgende Empfehlung helfen, Deinem Traum zumindest ein Stück näher zu kommen.

Ziele müssen SMART formuliert sein, sonst sind es keine Ziele, sondern bleiben immer nur Wunschträume.

SMARTSMARTE-ZieleSpezifisch
Formuliere Dein Ziel spezifisch, also konkret, eindeutig und präzise. So wird aus einem vagen Wunsch ein echtes Ziel.

Messbar
Um zu sehen, ob Du Dein Ziel erreicht hast, muss es messbar bzw. überprüfbar sein. Frage Dich also: Woran merke ich, dass ich mein Ziel erreicht habe? Das kann z. B. ein Kontoauszug sein mit einer bestimmten Summe darauf. Das kann ein Arbeitsvertrag sein oder die Flugtickets für den lang ersehnten Urlaub.

Attraktiv
Dein Ziel soll attraktiv sein. Formuliere Dein Ziel positiv. Es sollte in Dir ein Schmunzeln oder eine gewisse Vorfreude auslösen, wenn Du daran denkst. Ein Ziel, dass Dich nicht mit Freude erfüllt und Widerstände in Dir auslöst, wirst Du wohl nur mit großem Energieaufwand erreichen.
Tipp: Formuliere positiv und in der Gegenwart, z. B. “Ich wiege …… kg (konkretes Gewicht einsetzen).”

Realistisch
Du kannst Dir Deine Ziele ruhig hoch stecken. Das fordert Dich und fördert zugleich Dein Wachstumspotential. Es darf Dich jedoch nicht überfordern, sonst ist der Frust vorprogrammiert, und Du wirst schnell wieder aufgeben. Dein Ziel muss für Dich erreichbar sein. So bleibst Du motiviert.

Terminiert
Das entscheidende Merkmal eines echten Zieles ist der Termin. Bis wann willst Du Dein Ziel erreicht haben? Setze Dir einen klaren Endtermin, eine Deadline. Wenn Du Dir keinen Termin setzt, schiebst Du dein Ziel immer vor Dir her und verlierst es irgendwann aus den Augen.

Und so machst Du Deine Ziele anfassbar

Ich mache meine Zielsetzung für das kommende Jahr immer zwischen den Jahren, also in den so genannten Raunächten. Ich überlege mir, was ich mir wünsche, was ich haben will oder was ich erreichen will. Dann formuliere ich daraus Ziele nach den oben genannten SMART-Kriterien. So geht’s:

1. Die Zutaten

  • 1 Leinwand (40 x 40 oder größer)
  • Zeitungssausschnitte (aus Magazinen), die Du mit Deinem jeweiligen Ziel verbindest. Sie sorgen dafür, dass die Vorstellung von Deinem Ziel lebendig bleibt.
  • Kleber
  • Farben (Acrylfarben oder Wasserfarben)
  • Pinsel, Schwämmchen oder was Du sonst zum Auftragen der Farben brauchst
  • Deine notierten Ziele
  • 1 Briefumschlag

2. Das Bild

Wenn ich meine Ziele formuliert habe (das kann manchmal einige Tage dauern), nehme ich mir meine Leinwand und blättere die Magazine und Zeitschriften durch. Ich sammle auch oft Zeitungssausschnitte und Fotos, die mir gut gefallen. So habe ich am Jahresende ein beachtliches Repertoire an Bildmaterial. Aber auch Schlagzeilen und Überschriften bzw. Teile davon schneide ich aus.

Dann klebe ich die Zeitungssausschnitte oder Fotos auf, die zu meinen Zielen passen. Die freigebliebenen Flächen male ich mit Farbe aus, verziere hier und da, und fertig ist meine Ziel-Collage.

20151205_143447Dann nehme ich meine zuvor notierten Ziele, stecke sie in den Briefumschlag und befestige ihn an der Rückseite meiner Leinwand. Meine Zielcollage hänge ich in irgendwo hin, wo ich sie ständig sehen kann. Die Bilder prägen sich ins Unterbewusstsein ein und wirken dort.

Im folgenden Jahr nehme ich den Umschlag hervor und schaue nach, welche Ziele ich erreicht habe. Ich bin in der Tat jedesmal erstaunt, wie viel von dem, was ich mir da vorgenommen hatte, tatsächlich wahr geworden ist. Ich liebe dieses Ritual, es hat für mich eine große Kraft.

20151205_143433Noch mehr Spaß macht es, wenn Du diese schöne “Arbeit” in einer Gruppe, z. B. mit der Familie oder mit Freunden machst. Dann könnt Ihr Euch im folgenden Jahr gegenseitig von Euren Errungenschaften berichten. Wenn ein Ziel nicht geklappt hat, dann nimm es mit ins nächste Jahr. Vielleicht musst Du es noch einmal modifzieren oder es hat sich im Laufe des Jahres von selbst erledigt, weil es nicht mehr wichtig ist. Du wirst es wissen.

Viel Vergnügen und einen lichtvollen 2. Advent wünsche ich Dir.


Copyright: Sylvia Geiss

Beitragsbild: pixabay

Rituale zum Jahresende: So verabschiedest Du Dich von hinderlichen Glaubenssätzen

Heute möchte ich Dir ein schönes Ritual zum Jahresende zeigen: Wie Du Dein Jahr Revue passieren lässt und Dich von hinderlichen Glaubenssätzen befreist.

Rituale zum Jahresende – Teil I

Das Jahr Revue passieren lassen

Nimm Dir ein Blatt Papier zur Hand und schreibe einmal auf, was Dir an persönlichen Erlebnissen in diesem Jahr einfällt.

Beginne mit Januar 2015 und schreibe so für jeden Monat des Jahres die Dinge auf, an die Du Dich gut erinnern kannst, positiv wie negativ.

Wenn Du bei allen Monaten etwas aufgeschrieben hast, mache hinter jede Notiz ein Smiley (ein lachendes = positives Erlebnis; ein trauriges = unerfreuliches Erlebnis; ggf. noch ein neutrales Smiley für die Erlebnisse, die Du weder als positiv noch negativ empfandest).

  1. Überwiegen die lachenden oder die weinenden Smileys?
  2. Kannst Du einen “roten Faden” erkennen?
  3. Welches Thema/welche Themen tauchten immer wieder auf?

Am besten macht sich die Übung zu zweit bzw. zu mehreren. Dann könnt ihr anschließend 2er-Gruppen bilden und Euch gegenseitig erzählen, wie Euer Jahr gewesen ist, was ihr erlebt habt, wie ihr damit umgegangen seid und Euren roten Faden identifizieren.  Nehmt Euch dafür pro Person ca. 20 Minuten Zeit, gerne auch mehr.

Euer Gesprächspartner darf auch Fragen stellen. Warum-Fragen sollten allerdings vermieden werden, da das Gegenüber sonst in die Verlegenheit gerät, sich rechtfertigen zu müssen. Das führt zu nichts außer Frust. Aber er könnte zum Beispiel fragen, wie Du mit einer bestimmten Situation umgegangen bist, wie Du sie gemeistert hast, woher Du die Kraft gehabt hast usw. Also wohlwollende, förderliche Fragen.

Hinderliche Glaubenssätze notieren

Wenn ihr Euch gegenseitig Eure Geschichte erzählt habt, notiert Euch bitte, welche Glaubenssätze mit Euren jeweiligen Themen verbunden sind.  Die können oft sehr hinderlich sein.

Wenn Ihr zum Beispiel Geldsorgen hattet, fragt Euch, wie Ihr wirklich über Geld denkt:

  • Geld verdirbt den Charakter
  • Geld ist ein notwendiges Übel
  • Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts
  • Geld allein macht auch nicht glücklich
  • Geld regiert die Welt
  • Ohne Moos nix los…

Wenn Ihr Probleme hattet, Hilfe von anderen anzunehmen:

  • Wenn man nicht alles selber macht, wird es auch nichts
  • Ich muss es alleine schaffen
  • Ich brauche keine Belehrungen von außen, ich kann das selbst
  • Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen
  • Das mache ich lieber selber, dann weiß ich, dass es gut wird
  • Ich hab das immer selber gemacht, warum sollte ich das jetzt ändern
  • Ich musste immer alles selbst machen, es war ja niemand da, der mir das hätte abnehmen können…

Und so könnt Ihr es mit jedem Thema, das auf Eurem Jahresrückblick auftaucht, machen.

Nehmt dazu ein weiteres Blatt Papier und notiert Eure Glaubenssätze darauf. Ihr könnt dazu verschiedene Farben verwenden, lasst Eurer Phantasie freien Lauf.

Sich von alten Glaubenssätzen verabschieden

20151128_204623Anschließend rollt Ihr das Blatt mit Euren Glaubenssätzen zusammen und bindet ein schönes Bändchen drumherum. Oder Ihr bastelt ein Schiffchen daraus. Ihr könnt auch Eure Erlebnisse des Jahres, die Ihr zuvor notiert habt, mit einrollen bzw. als Schiffchen falten. Dann könnt Ihr entweder für Euch alleine oder gemeinsam ein Abschiedsritual daraus machen.  paperboat-1014962_640

Verabschiedet Euch von Euren hinderlichen Glaubenssätzen. Bedankt Euch bei ihnen und geht davon aus, dass sie für irgendetwas gut waren. Vielleicht wisst Ihr auch schon wofür. Im Kosmos geschieht nichts ohne Grund.

Bedankt und verabschiedet Euch auch von Euren Erlebnissen des Jahres (auch von den positiven). Damit schafft Ihr Platz für Neues.

Setzt das Schiffchen auf ein fließendes Gewässer und lasst es ziehen.

fire-842312_640Wer Feuerrituale mag, kann sein zusammengerolltes Blatt feierlich dem Feuer übergeben. Feuer transformiert. Vielleicht macht Ihr ein gemütliches Ritual im Kreis der Familie am Kamin daraus… oder mit Freunden am Lagerfeuer.

Keine Sorge – wenn Ihr den einen oder anderen Glaubenssatz wider Erwarten doch noch brauchen solltet, kommt er ganz automatisch zu Euch zurück. Im Kosmos geht auch nichts verloren.

Ich mache diese Übung  immer in der Zeit zwischen den Jahren, während der so genannten Raunächte. In dieser Zeit gelingt es mir am besten, das Jahr Revue passieren zu lassen, mich zu bedanken und Pläne fürs kommende Jahr zu schmieden.

candle-581141_1920In der nächsten Woche verrate ich Dir, wie Du Dir Ziele setzt, die Du anfassen kannst.

Bis dahin wünsche ich DIr einen friedvollen 1. Advent.

Trauma und Trauer

Wie unterscheidet man Trauma und Trauer?

Die aktuellen Meldungen in den Nachrichten berichten von Menschen, die trauernd vor einem Meer aus Blumen für die Opfer der jüngsten Terroranschläge in Paris stehen. Wann immer solche Schreckensereignisse passieren, sei es durch Bombenattentate, Flugzeugabstürze oder Naturkatastrophen – wird sofort von trauernden Menschen gesprochen.

Trauma und Trauer – zwei verschiedene Schuhe

Trauern tun Menschen, die Freunde und Angehörige verloren haben, sicherlich, und zwar jeder auf seine ganz individuelle Weise.

Allerdings muss man hier auch ganz klar sagen, dass Trauer einerseits ein Gefühl des Verlustes und des Schmerzes und andererseits auch ein Prozess ist. Trauer setzt nicht unmittelbar nach einem Schreckensereignis ein. Im Vordergrund steht hierbei nicht das schmerzliche Gefühl, sondern der Schock.

Experten werden hier vielleicht einwerfen, dass die Schockphase einen Teil des Trauerprozesses darstellt. Nun, wenn man die in den 1970er Jahren entwickelten Trauerphasen zugrundelegt, mag das theoretisch so anmuten. In der Praxis sieht die Sache aber oft ganz anders aus.

Schauen wir uns zunächst die vier Trauerphasen einmal an:

Das Vierphasenmodell der Trauer nach Yorick Spiegel

(Quelle: www.trauerphasen.de)

Der Theologe Yorick Spiegel hat mit seiner Habilitationsschrift „Der Prozeß des Trauerns. Analyse und Beratung“ aus dem Jahr 1972 ein ebenfalls vierphasiges Modell vorgelegt, welches die Schwerpunkte jedoch ein wenig anders setzt als Verena Kast. Er orientiert sich mehr an den Gefühlen und dem Umgang damit und beobachtet dabei unterschiedliche Verhaltensweisen, die für die Phasen charakteristisch sind.

DIE SCHOCKPHASE
Diese Phase setzt unmittelbar nach dem Erhalt der Todesnachricht ein und lässt die Menschen in einen Zustand der Lähmung verfallen. Wie groß der Schock ist und wie lange diese Phase dauert (einige Stunden oder wenige Tage), hängt unter anderem davon ab, ob der Tod erwartet wurde  – aufgrund einer Krankheit oder hohen Alters -, oder ob er völlig unerwartet eingetreten ist – Unfall, Suizid oder ähnliches.     

Die Reaktionen während dieses Schocks können sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen nehmen ihre Umwelt gar nicht mehr wahr und sind kaum ansprechbar, andere brechen völlig zusammen, wieder andere widmen sich Routinetätigkeiten, als wäre nichts geschehen. In dieser Phase werden die Betroffenen meistens von Angehörigen und Freunden unterstützt, die ihnen auch dabei helfen, ihre Emotionen zu kontrollieren – was den Übergang zur nächsten Phase einleitet.    

DIE KONTROLLIERTE PHASE    
Gerade in den ersten Tagen nach einem Todesfall muss der Mensch trotz des möglichen Zusammenbruchs seiner Welt funktionieren und agieren, da es neben der Beerdigung unzählige Dinge zu erledigen gilt. Daher werden in dieser Phase durch eigene und fremde Aktivitäten die Emotionen kontrolliert, um einen möglichen Zusammenbruch zu verhindern und notwendige Dinge erledigen zu können.         
Der betroffene Mensch versucht selbst, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten, und er wird dabei von Angehörigen und Freunden aktiv unterstützt. Der Trauernde soll so entlastet werden, damit er die eigenen Kräfte zur Selbstkontrolle aufbringen kann. Die starke emotionale Selbstkontrolle in Verbindung mit den geschäftigen und hektischen Tagen kurz nach einem Todesfall erzeugt beim trauernden Menschen allerdings eine gewisse Distanz, als zöge ein Film an ihm vorüber, an dem er nicht beteiligt ist. In dieser Phase der Kontrolle stellt sich oft ein Gefühl der Leere ein, da man die Emotionen ja zurück gestellt hat und deshalb nichts so richtig spüren kann. Die kontrollierte Phase endet meistens nach der hektischen Zeit bis zur Beerdigung, wenn Verwandte und Freunde wieder abgereist sind.     

DIE PHASE DER REGRESSION     
Der Alltag ohne den Verstorbenen setzt ein, und die intensive Hilfe und Unterstützung der ersten Tage sind nicht mehr in diesem Umfang vorhanden. Nun wird der Trauernde mit aller Macht mit dem Alltag ohne den verlorenen Menschen konfrontiert, er zieht sich von der Welt zurück, verspürt eine Fülle unterschiedlicher Emotionen und fühlt sich ob des Zusammenbruchs seiner Welt oft hilflos und gelähmt.
Hilfsangebote und Aufmunterungsversuche von Freunden und Angehörigen werden zwar einerseits gewünscht, andererseits aber doch oft abgelehnt, weil sie zum Teil als sinnlos oder als zu anstrengend empfunden werden. In dieser Phase fühlt sich der Trauernde weder der Welt der Lebenden so richtig zugehörig noch der untergegangenen Welt mit dem Verstorbenen, von dem er sich noch nicht gelöst hat; er versinkt in Hilflosigkeit, Depression und Verzweiflung und verspürt ein Gefühl der Unwirklichkeit.       

In dieser Phase werden die trauernden Menschen oft von Schlaflosigkeit geplagt, die eine permanente Müdigkeit und Mattigkeit zur Folge hat. Auch Appetitlosigkeit und ein Mangel an Antriebskraft stellen sich ein, oft ist allein das Anziehen ein schwerer und anstrengender, irgendwie sinnloser  Schritt. Zur inneren und äußeren Entlastung greifen etliche Menschen dann zu Hilfsmitteln wie Tabletten, Drogen oder Alkohol, was zu einem echten Problem werden kann, wenn dies zu häufig oder zu lange geschieht.    

DIE PHASE DER ADAPTION   

Langsame Rückkehr ins Leben und neue Beziehungsfähigkeit. Der Trauernde versucht, langsam wieder in sein altes Leben zurückzukommen, aber der Verlust wird immer im Herzen bleiben. Doch der Trauernde kann sich nicht ewig zurückziehen.     

Die Trauerbewältigung läuft in dieser Phase keineswegs kontinuierlich ab: Kurzzeitige Rückschritte in vorherige Stadien des Trauerprozesses sind möglich. Dabei kann die ganze Schwere der Trauer wieder da sein, doch klingen die Abschnitte meist schneller ab.   

Hier muss ich  ein Veto einlegen:

Wenn Du Dir die in der Schockphase beschriebenen Symnptome anschaust, wirst Du feststellen, dass es sich hierbei um akute Belastungsreaktionen handelt, die in ihrer Schwere variieren und traumatische Ausmaße annehmen können. Wie lange diese Phase dauert, hängt eben nicht nur davon ab, ob der Tod erwartet wurde oder ob es sich um einen Unfall, Suizid oder ein Verbrechen handelte.

Es kommt in erster Linie auf die innerpsychische Verarbeitung an.

Wie reagiert der Organismus bei einem Schockerlebnis (Trauma)?

Fight or Flight

Die natürliche Reaktion des Organismus auf ein überwältigendes Ereignis ist eine enorme Mobilisierung von Überlebensenergie. Diese wird zum Zwecke des Kampfes oder zur Flucht aufgebaut.

Veränderungen im sympathischen Teil des autonomen Nervensystems ermöglichen Muskeln und lebenswichtigen Organen eine stärkere Versorgung mit Blutglucose. Den Skelettmuskeln wird somit mehr Energie zugeführt wird, was den Organismus in die Lage versetzt, besser kämpfen oder vor gefährlichen Situationen fliehen zu können (Huber 2007, S. 41).

Freeze and Fragment

Sind in dem entsprechenden Moment weder Kampf noch Flucht möglich, erstarrt der Mensch und das gesamte Ereignis wird mit Hilfe der hohen Energie zum Schutz des Menschen “eingefroren” (Freeze).

Vom Moment der Freeze-Reaktion an, wenn also die Schockstarre beginnt, ist klar: Jetzt findet für den Menschen das Ereignis als Trauma statt und nicht mehr “nur” als belastendes Lebensereignis.

Mit Freeze ist aber auch eine Lähmungsreaktion gemeint: »Es ist, als ob das Gehirn sich sagt: Ich bringe den Organismus nicht erfolgreich aus der Situation heraus, und ich kann den aggressiven Reiz nicht äußerlich niederringen – also muss ich genau dies intern tun: Ich mache den aggressiven Reiz unschädlich und erlaube dem Organismus, sich innerlich davon zu distanzieren. Eine Flut von Endorphinen – schmerzbetäubenden körperlichen Opiaten – hilft bei diesem “geistigen Wegtreten” und der “Neutralisierung” akuter Todesangst. Auch das Noradrenalin aus der Nebennierenrinde, das zunächst zum “Tunnelblick” verhilft, kann, wenn viel davon durch den Körper rast, die normalerweise integrative Wahrnehmung blockieren. Der Mensch müsste jetzt eigentlich schreien, um Hilfe rufen, weinend zusammenbrechen – doch oft bedeutet die “Freeze”-Reaktion nichts anderes als eine Entfremdung vom Geschehen. Viele Menschen werden erst deutlich später diese eigentlich normalen Reaktionen bekommen – wenn sie hinterher in Sicherheit sind und ihr gesamtes Hirn wieder “heruntergeschaltet” ist aus dem Alarmzustand und schreien. Aber die meisten tun es jetzt noch nicht, nicht wenn innerlich erst einmal alles erstarrt” (Huber 2007, S. 43).

In dieser inneren Schockstarre bleibt der Mensch gefangen: die Entfaltung der Lebensenergie wird unterdrückt, es kommt zu einer Unterbrechung der Verbindung zum eigenen Selbst, zu anderen Menschen, zur Natur und zur eigenen geistigen Quelle. Wenn die überschüssige Energie nach dem Ereignis nicht wieder aufgelöst werden kann, bleibt sie im Nervensystem gebunden (Jean Shahbaz, www.traumaheilung-berlin.de).

“Dann … kommt das Mittel des Fragmentierens [Hervorhebung im Original] hinzu: Die Erfahrung wird zersplittert, und diese Splitter werden so “weggedrückt”, dass das äußere Ereignis nicht mehr (jedenfalls nicht ohne spätere gezielte Anstrengungen) zusammenhängend wahrgenommen und erinnert werden kann” (Huber 2007, S. 43).

Dies sind die Schutzmechanismus, die Menschen eine Zeitlang nach dem belastenden Ereignis funktionieren lassen.

Es ist nach meinem Dafürhalten nicht ganz einfach, zwischen Trauma und Schockphase während des Trauerprozesses zu unterscheiden. Umso wichtiger ist es, dass man hier genauer hinschaut und traumatische Symptome nicht einfach als Trauer oder komplizierte Trauer abtut.

Speziell bei Menschen mit Morderfahrungen erlebe ich das immer wieder. Zu oft diagnostizieren so genannte “Experten” diesen Menschen eine komplizierte Trauer, weil sie nicht sehen oder es nicht wahrhaben wollen, dass hier ein Psychotrauma mit  dazugehörigen Traumafolgereaktionen  vorliegt. Zumal wenn die Symptome dabei sind, zu chronifizieren, heißt es oft: “Ach was, das ist kein Trauma, der oder diejenige kommt bloß mit ihrer Trauer nicht klar.”

Solange der Mensch in seinem Trauma steckt, welches noch nicht bearbeitet ist, und solange die Angehörigen noch damit beschäftigt sind, sich um Dinge wie Beerdigung, der Aufklärung des Verbrechens, der Wahrnehmung von Prozess- und Gerichtsterminen uvm. zu kümmern, haben sie gar keine Zeit zu trauern. Sie funktionieren wie Roboter. Viele Betroffene berichten mir, dass sie erst dann trauern können, wenn der Mörder hinter Schloss und Riegel sitzt und der Prozess endlich abgeschlossen ist. Danach könnten sie sich emotional mit dem Tod und dem Abschied von ihrem geliebten Menschen auseinandersetzen und realisieren, dass der Verstorbene nicht zurückkommt.

Erst der Abschluss des Mordprozesses, das Schließen der Akten und die endgültige Gewissheit, alles getan zu haben, was zur Aufklärung und Ergreifung des Mörders geführt hat, gibt den Angehörigen die Möglichkeit, überhaupt erst mit der Trauerarbeit beginnen zu können. Bis es soweit ist, vergehen mitunter dahin viele Jahre. Bis dahin funktionieren die Betroffenen nur und “halten sich irgendwie am Leben”.

Leider muss man hier sagen, gibt es Fälle, die gar nicht vor Gericht kommen, wo der Leichnam nicht vorhanden ist oder eine vermisste Person nicht gefunden wird. Das macht die Sache noch schwieriger.

Sicherlich setzt irgendwann der Trauerprozess ein. Nämlich dann, wenn die Hinterbliebenen sich damit auseinander setzen. Wenn ihnen wirklich bewusst wird, dass das Geschehene nicht rückgängig gemacht werden und der Verstorbene nicht mehr zurückkommen kann.

Ich will auch nicht grundsätzlich sagen, dass es im Trauerprozess keine Schockphase gibt. Verena Kast nennt sie die Phase des “Nicht-wahrhaben-wollens”. Die ist sicherlich vorhanden. Aber ich würde diese Phase auch nicht grundsätzlich in den Trauerprozess schieben. Dies kann man nur dann tun, wenn sichergestellt ist, dass es sich bei der Symptomatik nicht um traumatische Symptome handelt.

Trauer kommt nicht in Phasen, sondern in Wellen

(Quelle: www.trauerphasen.de)

Die Forschungen von Prof. George Bonanno haben ergeben, dass Trauer und Schmerz nicht in den bisher angenommenen Phasen auftreten, sondern dass sie vielmehr in Wellen kommen, die mit der Zeit immer kürzer und weniger intensiv werden…

So pendelt der trauernde Mensch hin und her – Sehnsucht, Kummer, Leere und Schmerz sind verlustbezogene Prozesse, Ablenkung, kurzfristige Verdrängung, vorwärtsgerichtetes Denken und Momente der Freude sind regenerative Prozesse…

Wie lange darf man trauern?

Viele erhalten die Diagnose “Anpassungsstörung”, “Depression” oder dergleichen., wenn die Symptomatik länger als 6 Monate anhält bzw. die Symptome sich nicht abschwächen.

Meines Erachtens ist es nicht als pathologisch zu betrachten, wenn ein Mensch nach einer “angemessenen” Zeit noch immer trauert und sich an die neue Situation nicht “anpassen” kann. Nach meiner Erkenntnis sollen Menschen sich deshalb anpassen, damit die bestehenden Systeme, in denen sie sich bewegen, aufrechterhalten werden und möglichst reibungslos funktionieren. Dies dürfte vor allem im Interesse von Krankenkassen, Politikern und Arbeitgebern sein.

Jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll, und genauso einzigartig und wertvoll sind seine Lösungsversuche und Bewältigungsstrategien. Menschen, die einen Angehörigen durch ein Gewaltverbrechen verloren haben, werden nie aufhören zu trauern. Und das müssen sie auch nicht. Niemand kann mir vorschreiben, wie lange und wie stark ich zu trauern habe.

Warum wird die Kausalität bei Traumafolgestörungen nicht anerkannt?

Mir ist wichtig zu verstehen, dass die Kausalität in der Behandlung von
Erkrankungen eine enorme Wichtigkeit hat. Dies hat große Auswirkungen auf die
Behandlung und den Heilungserfolg. Allerdings, und das darf ich an dieser Stelle in
aller Deutlichkeit sagen, hat unser Gesundheitssystem kein Interesse daran, dass
Menschen wirklich gesund werden.

Was für die meisten von uns offensichtlich ist, wurde mir in einem offiziellen
Gespräch mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales nochmal
knallhart und unverfroren ins Gesicht geschleudert:

“Wissen Sie, unser Gesundheitssystem ist so aufgebaut, dass nach der Kausalität von Erkrankungen nicht gefragt wird. Es wird immer nur die jeweilige Erkrankung (= Symptom, Anm. d. Autorin) behandelt. Die Ursache spielt dabei keine Rolle.”

Das süffisante Grinsen meiner Gesprächspartnerin schien mir zu sagen: “Und du
kleines Würstchen kannst nichts dagegen tun, wir sitzen doch am längeren Hebel”.

Wie paradox!

Denn auch die Funktionäre in den Gremien, Verwaltungen und Ministerien sind Menschen, die krank werden und sterben können. Anscheinend sind sich diese Leute ihrer eigenen Verletzbarkeit und Endlichkeit gar nicht bewusst. Es sei denn, sie verfügen über genügend Geld und das entsprechende Wissen, um sich  heimlich und im Verborgenen bei Schamanen, Geistchirurgen oder “Scharlatanen” behandeln zu lassen. Oder sie haben zu Hause einen Jungbrunnen, in den sie steigen, um dann wie Phoenix aus der Asche geheilt und erfrischt wieder aufzuerstehen.

Wenn ich mir allerdings unsere Entscheider so anschaue, scheint mir dies eher
unwahrscheinlich zu sein. Das bringt mich unweigerlich zu der Annahme, dass dahinter ein größerer Plan steckt, dem unsere Gesetzgeber folgen, wissentlich oder unwissentlich. Es mag jeder darüber denken, wie er will. Und man mag mich auch als
Verschwörungstheoretikerin verschreien. Wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, wird bald merken, wie der Hase wirklich läuft.

Mir fällt da einmal mehr diese Weisheit von Buckminster Fuller ein, die da heißt:

«Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft.
Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.»


Literatur:

Huber, M. (2007): Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung, Teil 1 – 3. Auflage, Junfermann.

Shah, H. & T. Weber (2015): Trauer und Trauma: Die Hilflosigkeit der Betroffenen und der Helfer und warum es so schwer ist, die jeweils andere Seite zu verstehen. – 2. korr. Auflage, Asanger.

Wie wird ein Mensch zum Opfer – Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich beleuchten, wie der Opferbegriff durch die EU definiert ist. Welche Personen sind als Opfer zu bezeichnen und als solche zu behandeln? Warum verweigert die Bundesregierung die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht? Der Unterschied zwischen Opferstatus und Opferrolle. Wie Du aus deiner Opferrolle aussteigen kannst. Hinweise auf Hilfseinrichtungen und Beratungsstellen.

Wer ist Opfer nach der Richtlinie 2012/29/EU?

Die RICHTLINIE 2012/29/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 25. Oktober 2012 legt die Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten fest. Diese Mindeststandards sind für alle Mitgliedsstaaten der EU zu übernehmen und bis zum 16. November 2015, also morgen, in nationales Recht umzusetzen.

Die Definition des Opferbegriffs findest Du in Kapitel I Allgemeine Bestimmungen, Artikel 2, Begriffsbestimmungen – hier ein Auszug:

1.. Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck  

a) „Opfer“  

i) eine natürliche Person, die eine körperliche, geistige oder seelische Schädigung oder einen wirtschaftlichen Verlust, der direkte Folge einer Straftat war, erlitten hat; 
  
ii) Familienangehörige einer Person, deren Tod eine direkte Folge einer Straftat ist, und die durch den Tod dieser Person eine Schädigung erlitten haben; 14.11.2012 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 315/65 
 
b) „Familienangehörige“ den Ehepartner des Opfers, die Person, die mit dem Opfer stabil und dauerhaft in einer festen intimen Lebensgemeinschaft zusammenlebt und mit ihm einen gemeinsamen Haushalt führt, sowie die Angehörigen in direkter Linie, die Geschwister und die Unterhaltsberechtigten des Opfers;  

c) „Kind“ eine Person, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat...

Sind Angehörige von Tötungsfällen auch Opfer oder nur Hinterbliebene?

Die oben genannten Begriffsbestimmungen beantworten ganz klar die Frage nach dem Status Angehörigen der Opfer von Tötungsverbrechen. Sie sind definitiv Opfer und keine Hinterbliebenen. Die Anerkennung als Opfer ist für die Angehörigen enorm wichtig. Denn sie erleiden nach der gewaltsamen Tötung ihres Angehörigen schwere und schwerste Traumatisierungen und damit verbundene Folgen, wie z. B. Chronifizierung der traumatischen Symptone, Retraumatisierungen durch Behörden, Institutionen, Therapeuten und das persönliche Umfeld, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsplatzverlust und damit verbundene finanzielle Einbußen, sozialer Rückzug, körperliche Erkrankungen infolge des erlittenen Schocks durch das Tötungsverbrechen uvm. Durch die Anerkennung als Opfer haben die Angehörigen natürlich auch die Rechte eines Opfers, nämlich auf Opferentschädigungsleistungen, Rentenzahlungen, regenerative Maßnahmen, wie Therapie, Kur und dergleichen.

Das 3. Opferrechtsreformgesetz der BRD sieht allerdings nicht die Anerkennung der Angehörigen von Mord- und Tötungsverbrechen als Opfer vor. Im Gesetzesentwurf wird nicht von Opfern gesprochen, sondern von Verletzten. Überdies wird im Gesetzesentwurf der Focus auf die Psychosoziale Prozessbegleitung bei Opfern von Gewalttaten gelegt. Die Bundesregierung meint, hierdurch die Vorgaben der Richtlinie zu erfüllen und zur Verbesserung des Opferschutzes beizutragen. Es geht aber bei der Richtlinie nicht nur um den Schutz der Opfer bei Strafgerichtsprozessen, sondern eben auch um die Rechte und die Unterstützung der Opfer nach einer Gewalttat.

Die Anerkennung als Opfer durch die öffentliche Hand

Es wurde bereits seitens unserer Politikdarsteller (anders kann ich sie nicht bezeichnen) laut gesagt und bestätigt meine Vermutung, dass es hier einmal mehr ums liebe Geld geht. Die Rechte und Unterstützung der Opfer müssten ggf. neu definiert werden. Man kann überdies definitiv nicht abschätzen, in welcher Höhe sich die finanziellen Belastungen auf das System bewegen (Rentenzahlungen, Kosten für regenerative Maßnahmen, wie Kuren, Psychotherapie usw.).

Statt dessen beschäftigt man sich lieber mit dem Schutz der Opfer bei Gerichtsprozessen und zwackt von irgendwoher Gelder für die Ausbildung Psychosozialer Prozessbegleiter ab. Diese Kosten sind wohl überschaubarer. Die Psychosozialen Prozessbegleiter dürfen jedoch mit dem Opfer nicht über den Fall sprechen und haben vor Gericht auch kein Zeugnisverweigerungsrecht.

Inwiefern dies zum Schutz des Opfers vor weiteren Re-Traumatisierungen im Gerichtsprozess beitragen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Doch gehen wir einmal davon aus, es wäre so: So scheint mir die Maßnahme der Psychosozialen Prozessbegleitung bei weitem nicht ausreichend, um die Vorgaben der EU-Richtlinie zu erfüllen. Zumal eben nicht jeder Fall vor Gericht landet. In vielen Fällen wird erst gar nicht ermittelt oder der Fall wird vorzeitig niedergelegt.

Doch dies liest man in keiner Zeitung, und das kommt auch nicht im Fernsehen. Darüber hinaus wollen unsere Politikdarsteller mit Mord und Totschlag nicht konfrontiert werden und nehmen – sobald das Gespräch darauf kommt – systematisch eine Abwehrhaltung ein. So als gäbe es dies in unserem Land nicht.

Die EU-Richtlinie fordert ganz klar die Umsetzung in nationales Recht. Doch die Bundesregierung weigert sich bzw. setzt nur einen kleinen Teil davon um. Auf Nachfragen wurde von einem Parteimitglied gesagt, dass die BRD ein souveräner Staat sei und selbst entscheiden könne, welche Punkte umgesetzt würden und welche nicht.

Und dies ist ein Irrtum. Es handelt sich hier nicht um “könnte” und “sollte”, sondern um eine EU-Richtlinie, die ein Gesetz darstellt und umgesetzt werden MUSS! Darüber hinaus ist die BRD eben kein souveräner Staat, wie uns dies immer weisgemacht werden soll. Politiker wie Siegmar Gabriel und Wolfgang Schäuble haben dies in der Vergangenheit bereits öffentlich geäußert, und sogar das Bundesverfassungsgericht hat bestätigt, dass die BRD seit 1945 nie wieder souverän gewesen ist. Aber dies würde hier zu weit führen. Darüber kannst Du Dich selbst belesen. Das Internet ist voll von Informationen zu diesem Thema.

Opferstatus: primär oder sekundär?

Angehörige von Mord- und Tötungsopfern sind nach Meinung der öffentlichen Hand keine Primäropfer, sondern Sekundäropfer. Damit fallen sie durch ein Raster. Zwar wird ihnen eine Traumatisierung nicht abgesprochen, aber es wird ihnen abgesprochen, einen Schockschaden erlitten zu haben, der es rechtfertigt, Opferentschädigungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Erst nach vielem Hin und Her und zahlreichen Gutachten, denen sich die Betroffenen stellen müssen, wird im Einzelfall entschieden, ob hier eine frühzeitige Berentung oder dergleichen erfolgen kann.

Angehörige von Mord- und Tötungsverbrechen sind keine Hinterbliebenen und keine Sekundäropfer – sie sind PRIMÄROPFER! Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies, und ich werde es auch noch einmal erklären, damit auch der Letzte es versteht:

Anuas_Plakat_klein

Bei Angehörigen von Verletzten lebt das eigentliche Opfer (Primäropfer) noch. Damit sind die Angehörigen Sekundäropfer. Denn es besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit der Regeneration des Betroffenen. Auch der Weg zurück ins gesellschaftliche und Berufsleben scheint zumindest theoretisch machbar. Die Angehörigen können das Opfer dabei unterstützen.

Anders sieht es bei Angehörigen von Mord- und Tötungsfällen aus. Das Gewaltverbrechen an ihrem Familienmitglied geht für die Angehörigen mit einer Vernichtungserfahrung einher. Das eigentliche Opfer, also das Primäropfer, ist tot. Damit wird der Angehörige zum Primäropfer.

Wir haben mit Leuten aus der Politik, in Behörden und Institutionen gesprochen, die das genauso sehen. Aber leider ist diese Erkenntnis noch nicht überall angekommen und wird von den Verantwortlichen in der Gesetzgebung immer noch blockiert.

Opferrolle

Vielleicht bist du durch ein Gewaltdelikt am eigenen Leib zum Opfer geworden oder durch den gewaltsamen Tod eines Angehörigen. Für die Erlangung des Opferstatus kämpfst du vielleicht schon seit langer Zeit. Dieses Anerkenntnis durch den Gesetzgeber ist für dich von immenser Bedeutung. Doch dies allein ist nicht ausreichend. Du wünschst dir, dass Behörden, Opferberatungsstellen, Institutionen, Polizisten, Sachbearbeiter etc., nicht zuletzt Familie und Freunde deinen Opferstatus ebenfalls anerkennen. Du wünschst dir Verständnis und Mitgefühl für dein Leiden, anstatt unwürdige Befragungen, Antragsformulare, die keiner versteht, geschweige denn ausfüllen kann und unsensible, unqualifizierte Bemerkungen, die im schlimmsten Fall zu einer Re-Traumatisierung führen können.

Wenn das Verbrechen im Ausland passiert ist, hast du vielleicht die Erfahrung gemacht, dass von den deutschen Behörden gar nicht erst ermittelt wurde oder die ausländischen Behörden den “Fall” nicht weiter verfolgten und schnell zu den Akten legten. Niemand wollte die Verantwortung für das Verbrechen übernehmen. Und als ob du durch den Verlust deines geliebten Menschen oder die Misshandlungen am eigenen Leib nicht schon genug leiden würdest, erfährst du durch Behörden und Institutionen nur Spott, Hohn, Diskriminierung und Stigmatisierung. Vielleicht hast du dir auch anhören müssen, dass du an dem Tod deines Familienmitgliedes oder an deiner Vergewaltigung selbst die Schuld tragen oder zumindest mit schuld sein sollst.

All dies trägt nicht gerade zu deiner Heilung bei. Vielleicht bist du durch das traumatische Erlebnis krank geworden, hast darüber deinen Arbeitsplatz verloren, möglicherweise sogar dein Zuhause. Freunde und Kollegen, ja sogar Familienmitglieder wenden sich von dir ab. Das Trauma hat tiefe Spuren hinterlassen. Der Schmerz und das Leid sind dir näher als Freude, Glück und Ganzheit. Vielleicht hast du dich selbst schon mit Suizidgedanken getragen oder sogar einen Selbsttötungsversuch hinter dir…

Durch die Geschehnisse bist du in eine Rolle gedrängt worden, die du vorher nicht innehattest – in eine Opferrolle. Denn die Gewalttat hat deine Persönlichkeit, dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl niedergeschlagen. Erfährst du keine Gerechtigkeit (wenn es das überhaupt gibt) und kannst du nicht wieder heil werden, besteht die Gefahr, in eine Opferhaltung zu verfallen und darin zu verharren (unbewusst natürlich). Damit könntest du immer wieder Personen und Ereignisse in dein Leben ziehen, die dir nicht guttun. Langfristig führt dies zu immer größeren seelischen und körperlichen Schäden (Traumafolgeschäden). Du solltest also deine Opferhaltung so schnell wie möglich aufgeben und aus der Opferrolle aussteigen.

Die Opferrolle verlassen

Die Opferrolle verlassen? Das würde ja bedeuten, dass du dein Opfersein aufgeben müsstest. Und das, wo du doch so hart um die Anerkennung deines Opferstatus kämpfst.

Ja und Nein. Wir müssen hier zwei Dinge auseinanderhalten, nämlich Opferstatus und Opferrolle!

Zum einen kämpfst du um die gesetzliche Anerkennung als Opfer mit all den dazugehörigen Rechten = Opferstatus. Du bist also kein Hinterbliebener, sondern Opfer. Dies ist für dich sehr wichtig und bildet die Basis für deinen Weg zurück ins Leben und in die Gesellschaft.

Die Anerkennung deines Opferstatus bedeutet jedoch nicht, dass du für den Rest deines Lebens als Opfer abgestempelt bist und in dieser Opferrolle verharren musst. Als Opfer der Umstände, der Politik, der Gesellschaft, als armes, kleines hilfloses Wesen, das im Leben nicht zurechtkommt. Diese Opferrolle oder Opferhaltung wurde dir aufgedrückt oder du hast sie unbewusst eigenommen, und möglicherweise wirst du sie ohne Hilfe nicht wieder los.

Hinweise auf Hilfseinrichtungen und Opferberatungsstellen

Wenn du wieder ins Leben zurück willst, solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Das kann ein guter Freund sein, eine vertraute Person, ein Priester, ein Arzt, Heilpraktiker, Schamane, ein Therapeut oder eine Beratungsstelle oder Hilfsorganisation. Ebenso können Traumaambulanzen oder Krankenhäuser eine Anlaufstelle für dich sein.

Im Folgenden habe ich einige Hilfsorganisationen und Opferberatungsstellen aufgeführt, an die du dich wenden kannst, wenn du Hilfe brauchst. Die Aufzählung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber im Zeitalter des Internets sollte es nicht allzu schwierig sein, eine passende Hilfsmöglichkeit auch in deiner Nähe zu finden:

ANUAS e.V.
Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-, Tötungs-, Suizid- und Vermisstenfällen
Erich-Kurz-Str. 5
10319 Berlin
Telefon: 030 / 25 04 51 51
E-Mail: info@anuas.de
Internet: www.anuas.de
– bundesweit tätig

Opferhilfe Baden-Württemberg
Landesstiftung Opferschutz
Neckarstr. 145
70190 Stuttgart
Tel.: 0711 284 64 54
E-Mail: landesstiftung-opferschutz@arcor.de
Internet: www.landesstiftung-opferschutz.de

Opferhilfe Bayern
Stiftung Opferhilfe Bayern
Prielmayerstr. 7
80335 München
Tel. 089 / 5597 – 1362
E-Mail: info@sob.bayern.de
Internet: www.opferhilfebayern.de

Opferhilfe Berlin e.V.
Oldenburger Str. 38
10551 Berlin
Telefon 030 / 3952867
E-Mail: info@opferhilfe-berlin.de
Internet: www.opferhilfe-berlin.de

Opferhilfe Hamburg e.V.
Paul-Nevermann-Platz 2-4
22765 Hamburg
Telefon 040 / 38 19 93
E-Mail: mail@opferhilfe-hamburg.de
Internet: www.opferhilfe-hamburg.de

Opferhilfe Land Brandenburg e.V.
Jägerstr. 36
14467 Potsdam
Telefon 0331 / 280 27 25
E-Mail: potsdam@opferhilfe-brandenburg.de
Internet: www.opferhilfe-brandenburg.de

Opferhilfe Mecklenburg-Vorpommern
Verein “Hilfe für Opfer von Straftaten M-V”
Schröderstraße 22
18055 Rostock
Telefon 0381 / 4907460
E-Mail: info@opferhilfe-mv.de
Internet: www.opferhilfe-mv.de

Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Geschäftsstelle beim Oberlandesgericht Oldenburg
Mühlenstraße 5
26122 Oldenburg
Telefon 0441 / 220-1111
E-Mail: Opferhilfe@justiz.niedersachsen.de
Internet: www.opferhilfe.niedersachsen.de
– es gibt in Niedersachsen noch weitere Opferhilfebüros

Opferschutz Rheinland-Pfalz
beim Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MJV)
Diether-von-Isenburg-Str. 1
55116 Mainz
Tel: 06131 / 16-4800
E-Mail: poststelle@mjv.rlp.de
Internet: www.opferschutz.rlp.de

Opferhilfe Saarland
Internet: www.saarland.de/53239.htm

Opferhilfe Sachsen e.V.
Geschäftsstelle
Heinrichstraße 12
01097 Dresden
Telefon: 0351 / 811 38 98
E-Mail: gfma@opferhilfe-sachsen.de
Internet: www.opferhilfe-sachsen.de
– weitere Beratungsstellen in Sachsen (siehe www.opferhilfe-sachsen.de)

Opferhilfe Schleswig-Holstein
Landesstiftung Opferschutz Schleswig-Holstein
Zum Brook 4
24143 Kiel
Telefon 0431 / 560230
E-Mail: leitung@)stiftung-opferschutz-sh.de
Internet: www.stiftung-opferschutz-sh.de

Opferhilfe Thüringen e.V.
Die Website der Opferhilfen in Thüringen vereinigt Beiträge verschiedener kooperierender Einrichtungen, die jeweils für die von ihnen eingestellten Beiträge verantwortlich sind.
Internet: www.opferhilfe-thueringen.de

WEISSER RING e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Weberstraße 16
55130 Mainz
Tel. 06131 / 83 03-0
E-Mail: info@weisser-ring.de
Internet: www.weisser-ring.de
– bundesweit tätig

3 Wege, festgehaltene Emotionen aufzulösen

Festgehaltene Emotionen lassen uns ständig in der Vergangenheit verweilen und grübeln. Sie hinterlassen tiefe Spuren in unseren Gesichtern. Doch was sind eigentlich Emotionen und wie halten wir sie fest? Wenn uns negative Emotionen alt aussehen lassen, warum lassen wir sie dann nicht einfach los? Und überhaupt – geht das denn so einfach?

Was sind Emotionen?

“Jeder scheint zu wissen, was Emotionen [von latein. emotio = heftige Bewegung, emovere = aufwühlen, heraustreiben; E emotions] sind – bis er sie definieren soll. Doch es gibt weder eine einheitliche Theorie noch eine interdisziplinär akzeptierte Definition von Emotionen. Klaus R. Scherer spricht von einem “regelrechten Wildwuchs von Theorievorschlägen”. Manche Forscher definieren Emotionen als körperliche Reaktionen, die sich im stammesgeschichtlichen Kampf ums Überleben entwickelt haben, andere als mentale Zustände, die einsetzen, wenn das Gehirn körperliche Reaktionen […] repräsentiert…
Manche halten körperliche Reaktionen für irrelevant und meinen, Emotionen spielen sich ausschließlich im Gehirn ab, andere sehen sie als Formen des Handelns oder Redens […]. – Der Begriff Emotionen wird ähnlich mehrdeutig verwendet wie der Begriff Gefühle (E feelings)… ” (Rüdiger Vaas, Essay über Emotionen im Lexikon der Neurowissenschaften)

António Damásio³ trennt zwischen Emotionen („emotions“), die er als durch somatische Marker verursachte Körperzustände beschreibt, und Empfindungen („feelings“), die das bewußte Wahrnehmen der emotionalen Körperzustände darstellen.

Somatische Marker – das emotionale Gedächtnis unseres Körpers

António Damásio stellte fest, daß alle Erfahrungen eines Menschen im Laufe seines Lebens in den Zellen unseres Körpers (Körpergedächtnis) gespeichert werden. Das bedeutet, sämtliche Erfahrungen eines Menschen werden emotional bewertet und nach einem einfachen Prinzip abgespeichert:

  • Hat die gemachte Erfahrung einen positiven Eindruck auf das eigene Wohlbefinden hinterlassen, wird sie mit einem guten Gefühl gespeichert (markiert).
  • Hat sie ein negatives Befinden hinterlassen wird sie mit einem schlechten Gefühl abgespeichert.

Dieses emotionale Erfahrungsgedächtnis teilt sich über ein körperliches Signalsystem mit.

Die Signale zeigen sich als  körperliche Symptome, wie z. B. erhöhter Herzschlag,  Muskelzucken oder schwitzende Hände, eine Blockade im Knie, eine Verspannung in Schulter oder Rücken.

retriever-348572_640Beispiel: zwei Menschen betrachten das Bild eines Hundes

  1. Der Erste fängt an zu strahlen, das Herz geht ihm auf, er lacht und freut sich. Das Betrachten des Bildes löst Gefühle des Wohlbefindens in ihm aus. Denn er denkt sofort an seinen eigenen Hund hat, mit dem er  als Kind viele glückliche Erlebnisse teilte.
  2. Der Zweite reagiert mit einem finsteren Gesichtsausdruck, spürt, wie sich sein Magen zusammenkrampft, seine Muskulatur sich anspannt und wendet sich schließlich von dem Bild ab. Denn er wurde als Kind von einem fremden Hund gebissen.

Du kennst solche Beispiele sicherlich zahlreich aus Deinen eigenen Erfahrungen.

Stehen wir vor einer wichtigen Entscheidung, können wir diese körperlichen Signale als Hilfsmitel einsetzen. Sie signalisieren uns innerhalb von Millisekunden “Stop” oder “Go”.

In jeder Lebenssituation können die somatischen Marker genutzt werden. Der erste Schritt ist es, sie wahrzunehmen. Der zweite Schritt kann ein Hinterfragen oder eine Analyse sein: Wann und in welchen Situationen kommt diese Reaktion?

Von Peter Levine, dem Begründer des Somatic Experiencing (= traumatherapeutisches Verfahren, das den Körper mit einbezieht), wissen wir, daß die massive Überlebensenergie (Stresshormone), die bei einem Schockerlebnis im Körper aufgebaut wird, auch wieder abgebaut werden muß. Kann dies nicht geschehen, bleibt sie im Nervensystem gebunden und richtet auf Dauer verheerende Schäden an. Der Körper übersäuert und wird in seiner Funktionalität beeinträchtigt.

Ist ein Mensch von Schmerzen geplagt, sieht man das in seinem Gesicht. Auch seelische Schmerzen stehen ihm im Gesicht geschrieben. Manche Erlebnisse sind so nachhaltig, daß sie regelrecht ins Gesicht gemeißelt zu sein scheinen. Die Augenbrauen sind ständig zusammengezogen, die Stirn gerunzelt, die Augen haben dunkle Ränder, die Wangen fallen ein, es bilden sich tiefe Furchen um Nase und Mund.

Nicht nur der körperliche Schmerz, sondern ebenso die damit verbunden seelischen Empfindungen sind in unserem Zellgedächtnis gespeichert. Werden sie nicht aufgelöst, verändern sie die DNA und haben somit auch Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen.

3 Wege, festgehaltene Emotionen aufzulösen

Um wieder zu mehr Wohlbefinden und in der Folge zu einem gesünderen, jüngeren Aussehen zu gelangen, ist es ratsam, die festgehaltenen Erfahrungen und Emotionen im Körper aufzulösen. Hier zeige ich Dir drei Möglichkeiten, wie du das machen kannst.

1. Die Meridian-Klopftechnik

Meridian-KlopftechnikIch arbeite sehr gerne mit EFT (Emotional Freedom Techniques), der so genannten Meridian-KIopftechnik. Hierbei werden bestimmte Meridianpunkte an Kopf und Oberkörper in einer bestimmten Reihenfolge leicht geklopft. Die Technik kann therapeutisch und als Selbsthilfewerkzeug angewendet werden. Auch im traumatherapeutischen Kontext läßt sich EFT sehr gut einsetzen.

Allerdings sollte der Therapeut vorher unbedingt sicherstellen, daß die Methode nicht triggert4.

Auch Visualisierungsübungen, Imagination und Meditation sind hervorragend zum Lösen emotionaler Belastungen geeignet, so zum Beispiel die Arbeit mit der Lichtsäule:

2. Die heilende Lichtsäule

forest-56930_640Stell Dir vor, du stehst auf einer Waldlichtung, inmitten einer Säule aus weiß-goldenem Licht. Du bist vollständig umgeben und eingehüllt von diesem Licht, das Dich schützt und heilt und Dich mit allem versorgt, was Du brauchst. Es ist ein angenehmes Licht. Es wärmt Dich oder bringt Dir Kühlung, je nach dem, was Du gerade benötigst.

Du kannst jetzt diesem heilenden, Dich schützenden Licht all Deine festgehaltenen Emotionen, die in Deinen Körperzellen gespeichert sind, übergeben und es bitten, sie mit sich zu nehmen.

Bitte dann das Licht, die negativen Emotionen zu transformieren und sie Dir in Form von positiver Lebenskraft wieder zur Verfügung zu stellen.

Nimm wahr, welche Farbe das Licht jetzt hat, das Dich sanft umhüllt. Vielleicht erstrahlt es in Deiner Lieblingsfarbe, vielleicht aber auch in einer Farbe, mit der Du gar nicht gerechnet hast, die Dir aber als wohltuend und angemessen erscheint. Ist es eine kräftige Farbe oder eher pastell? Wo spürst Du in Deinem Körper eine Veränderung?

Und zu guter Letzt möchte ich Dir noch zeigen, wie Du festgehaltene Emotionen im Gesicht auflösen kannst. Das heißt, nicht ich zeige Dir das, sondern die russische Kinesiologin, Schamanin und Buchautorin Lumira.

3. Verjüngung mit Lumira – festgehaltene, erstarrte und eingeschlossene Emotionen im Gesicht auflösen – Livemeditation:

Lumira: Festgehaltene Emotionen im Gesicht auflösen

 

Pfeile Gif   Klicke auf das Bild, um das Video zu sehen 

 


¹physiologisch = körperliche/chemische Lebensvorgänge betreffend

²behavioral = verhaltensbezogen

³António Damásio = portugiesischer Neurowissenschaftler + Fachbuchautor

4Trigger = Auslöser, die an die angstbesetzte Situation erinnern (z. B. Geräusche, Gerüche, Berührungen etc.)


Fotos: pixabay

7 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest

Eine liebe Kollegin sagte kürzlich zu mir, ich solle in meinem nächsten Blog- Artikel doch etwas über Schönheit schreiben. Ich hatte zuvor in einem gemeinsamen Gespräch geäußert, daß ich einen Sinn für Schönheit und Ästhetik habe und mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Bei meinem Partner hingegen müssen Dinge und Gegenstände in erster Linie zweckmäßig und praktisch sein. Bei mir müssen sie zweckmäßig, praktisch und schön sein. Und manchmal müssen sie gar keinen funktionellen Nutzen haben, sondern einfach nur schön sein. Ob das ein typisch weiblicher Spleen ist, weiß ich nicht. Denn sicherlich gibt es auch Männer, die der Schönheit nicht abgeneigt, ja zuweilen sogar verfallen sind.

Fragen über Fragen

Nun stehe ich also vor der Herausforderung, einen Artikel über Schönheit zu schreiben und grüble darüber, was Schönheit mit meinem Thema “Stress- und Traumaentalstung” zu tun hat und wie ich da einen Brückenschlag hinbekomme. Doch zuvor will ich einer ganz anderen Frage nachgehen, nämlich:

Was ist Schönheit?

Schönheit ist ein abstrakter Begriff. Mit der Bedeutung des Wortes Schönheit – als Gegensatz zur Häßlichkeit – beschäftigt sich vor allem die philosophische Disziplin der Ästhetik. Welche Wertmaßstäbe dem Ausdruck „Schönheit“ zu Grunde liegen und wie diese zustande kommen, ist auch Untersuchungsgegenstand von Natur- und Geisteswissenschaften. Im Alltag wird als „schön“ meist etwas bezeichnet, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterläßt: Ein schöner Körper, ein schönes Musikstück, eine schöne Bewegungsabfolge im Tanz, aber auch Erlebnisse wie z. B. Gestreichelt-Werden. Eine Nähe zu Begriffen wie Harmonie und Symmetrie fällt auf, eine Abgrenzung gegenüber sinnlicher Überwältigung oder dem „nur“ Hübschen, dem das Besondere fehlt, ist nicht immer leicht (Wikipedia).

Schade, daß ich hier mit Dir keinen Dialog führen kann. Mich würde brennend interessieren, was Schönheit für Dich bedeutet? Wen oder was findest Du schön? Du kannst das auf Anhieb vielleicht gar nicht so sagen. Aber es läßt sich in einem ersten Schritt ganz gut über folgende Fragen herausfinden:

sea-418742_640Was ist zum Beispiel Deine Lieblingsfarbe, Lieblingslied, Lieblingstanz, Lieblingskleidungsstück, Lieblingsduft, Lieblingsblume, Lieblingsbaum, Lieblingstier, Lieblingsbuch, Lieblingskünstler… Welche Musikrichtung hörst Du am liebsten? Welche Filme magst Du am meisten? Welche Speisen ißt du am liebsten? Welchen Einrichtungsstil bevorzugst Du? Welcher Typ Mann oder Frau gefällt Dir am besten? Wohin fährst Du am liebsten in Urlaub?

Nun wollen wir einen Schritt weiter gehen:

Warum findest Du die o. g. Aufzählungen schön? Was genau gefällt Dir an jeder einzelnen so gut? Erinnere Dich und beschreibe.

abensberg-114292_640Und nun wollen wir noch etwas tiefer gehen:

Welche Gefühle erzeugen all diese Schönheiten in Dir? Was empfindest Du zum Beispiel, wenn Du Deine Lieblingsmusik hörst? Wie verändern sich Dein Gesichtsausdruck, Deine Körperhaltung, Deine Stimmung, Deine Gedanken?

Welche Gefühle entstehen in Dir, wenn Dir der köstliche Duft Deiner Lieblingsspeise in die Nase steigt? Welche Gedanken denkst Du dabei?

Was empfindest Du, wenn Du nach Hause kommst und es Dir in Deinem Lieblingssessel gemütlich machst? Aus welchem Material ist er gemacht, welche Farben hat er, wie fühlt sich der Stoff an? Wie fühlst Du Dich, wenn Du darin sitzt?

Was fühlst Du, wenn Du Deinem Lieblingsmensch in die Augen schaust? Welche Gedanken kommen Dir? Welche körperlichen Reaktionen nimmst Du wahr?

makeup-377618_640Schönheit ist relativ

Was der eine schön findet, findet ein anderer häßlich. Wir haben oben schon gelernt, daß jeder Mensch individuelle Wertmaßstäbe hat, an denen er Schönheit festmacht. Der eine findet ein ungeschminktes Gesicht schön, der andere steht auf dezentes Make-up, weil er der Meinung ist, daß damit die natürliche Schönheit noch unterstrichen wird. Wieder ein anderer findet starkes Make-up cool, weil sich damit die Partien kaschieren lassen, die nicht so schön sind. Maskenbildner und Photohop-Künstler können aus einem häßlichen Entlein einen schönen Schwan machen. Der eine findet Dünne schön, der andere steht auf Mollige.

man-63198_640Der eine verbindet Schönheit mit Jugend. Ein anderer findet Lachfalten toll und wettergegerbte Gesichter. Der eine mag blau, der andere grün. Warum wir bestimmte Vorlieben haben, will ich hier nicht ergründen, damit sollen sich die Wissenschaftler befassen.

Wir haben oben auch schon erfahren, daß Schönheit mit Begriffen wie Symmetrie und Harmonie in Verbindung gebracht wird. So finden wir harmonische Klänge schön und ebenmäßige Gesichter. Wir bevorzugen Menschen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ober- und Unterkörper, zwischen Oberweite und Taille usw. Diese optischen Merkmale haben wiederum Einfluß auf unser Balzverhalten…

Wahre Schönheit kommt von innen

Immer wieder hört man Aussagen wie: “Äußerlichkeiten sind nicht alles, auf die inneren Werte kommt es an.” Ja, das stimmt. Denn es gibt nach unseren individuellen Wertmaßstäben auch schöne und häßliche Charaktereigenschaften.

Aber ich meine noch etwas anderes, wenn ich sage, daß wahre Schönheit von innen kommt. Ich meine damit das Strahlen, das ein Mensch hat, wenn es ihm gut geht und er glücklich ist. Bei Verliebten kann man dies besonders gut beobachten. Auch Schwangere oder Frauen, die gerade ihre fruchtbaren Tage haben, bekommen oft weichere Gesichtszüge, die als angenehm und attraktiv empfunden werden. Auch wenn es sich um äußere Merkmale handelt, so kommt diese Schönheit doch von innen heraus, wenn z. B. bestimmte Hormone ausgeschüttet werden.

Selbst, wenn die Symmetrie in einem Gesicht nicht ganz stimmt, so finden wir mit Sicherheit Merkmale, die uns gefallen, ja für manche ist gerade das besonders anziehend. Sieht ein Mensch nicht gerade aus wie ein Model, so kann er trotzdem schön und attraktiv für uns sein. Vielleicht ist es ja gerade die Narbe auf der Wange, die ausgeprägte Nase oder das hervorstehende Kinn, an dem wir Gefallen finden. Manch einer ist äußerlich vielleicht unattraktiv, hat aber eine wunderschöne Stimme, die uns tief berührt.

fruits-562357_640Auch die Nahrung, die wir zu uns nehmen, hat großen Einfluß auf unsere Schönheit. Wenn wir unseren Körper mit allen Nährstoffen versorgen, die er braucht, fühlen wir uns nicht nur besser, wir sehen auch besser aus.

Wenn unsere Seele ebenfalls gut genährt ist, z. B. mit wohlwollenden Worten, Streicheleinheiten, Erfolgserlebnissen, einem gutem Selbstwertgefühl und Liebe, so wird diese innere Schönheit äußerlich sichtbar – wir strahlen das aus, was in uns ist. Und das ist es, was uns anziehend und schön für andere macht.

So, und nun kommen wir zu der Frage, über die ich zu Anfang grübelte: Wie passt Schönheit zum Thema Stress- und Traumaentlastung?

Nun, ich meine: super! Denn mit der Beantwortung der obigen Fragen hast Du gleich  mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, genauer gesagt 7 auf einen Streich.

vincent-van-gogh-91991_6407 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest:

  1. Du hast Deinen Fokus auf Angenehmes gelenkt.
  2. Damit bist Du der Negativspirale destruktiver Gedanken und Gefühle entkommen.
  3. Du hast angenehme Gedanken und Gefühle in Dir erzeugt (selber!).
  4. Dabei hast Du jede Menge Freudehormone produziert, die die Stresshormone auffressen.
  5. Durch die Beschäftigung mit dem Angenehmen warst Du in einer positiven Trance und hast Deine beiden Gehirnhälften harmonisiert.
  6. Du hast Dein Stresslevel drastisch runtergefahren.
  7. Du hast aktiv etwas für Deine Gesundheit getan.

Ist es nicht herrlich, was Schönheit alles bewirken kann 😉 ? Zum Schluss möchte ich Dir noch eine letzte Frage stellen:

Wie viel Schönheit ist in Deinem Leben?


Mein Coaching-Tipp für Dich:

Sieh Dich um und nimm wahr, was schön für Dich ist. Wenn Du auf Anhieb nichts findest, suche danach. Suche so lange, bis Du etwas gefunden hast, das Du als schön empfindest, und wenn es noch so klein ist.

Wenn Du einem Menschen begegnest, den Du nicht magst: Finde etwas an ihm, das schön ist. Jeder Mensch hat irgendetwas Schönes an sich oder in sich. Suche, bist Du es gefunden hast. Und dann beobachte, was mit Dir passiert.


Fotos: pixabay

Wenn Dich mal wieder die Angst packt…

Angst ist kein guter Begleiter

In diesen Tagen höre ich von immer mehr Menschen, daß sie Angst haben bzw. daß sich Ängste in ihnen breit machen, die sie vor einiger Zeit noch nicht hatten:

  • “Angst vor dem Flüchtlingsstrom, der kein Ende nimmt.”
  • “Angst vor radikalem Islamismus und zunehmender Islamisierung in Deutschland und Europa.”
  • “Angst vor Zwangsenteignungen.”
  • “Angst vor großen Einbußen und Verlusten.”
  • “Angst vor (erneutem) Krieg.”
  • “Angst, daß mir oder meiner Familie etwas zustößt.”
  • “Angst, daß “es” wieder passiert.”
  • “Angst vor der Angst.”

Siehst Du Dir die Mainstream-Nachrichten im TV an, hörst Du Mainstream-Radio und liest Du Mainstream-Zeitungen, dann wird Dir ganz anders, nicht wahr? Da stehen nämlich nur negative Meldungen drin. Nachrichten, die den Menschen Angst machen. Nachrichten, die den Menschen Angst machen SOLLEN!

Du magst es glauben oder nicht, aber genau das ist gewollt. Daß Du und ich und alle Menschen Angst haben.

Da stellen sich gleich zwei Fragen:

1. Wer will das?

2. Wozu?

Im Grunde sind die beiden Fragen schnell beantwortet:

Zu 1: Die weltweite Finanzelite.

Zu 2: Um ihre Macht auszubauen und den Planeten zu beherrschen (Neue Weltordnung).

Du mußt wissen, daß es einige Großfamilien, so genannte Clans auf dieser Erde gibt, die seit einigen Jahrhunderten die Macht und die Ressourcen dieses Planeten unter sich aufteilen. Namen wie Rockefeller und Rothschild hast Du sicherlich schon gehört oder davon gelesen. Diese Clans haben so viel Geld, dass man die Zahl nicht einmal aussprechen kann. Seit dem sie die Menschen vom Geld abhängig gemacht haben, bestimmen sie, wo es lang geht. Sie verändern, ignorieren und verbiegen Recht und Gesetz, beeinflussen Politiker auf der ganzen Welt (ja, auch die US-amerikanischen), streuen Zwist und Zwietracht, bestimmen, wer wann gegen wen einen Krieg anzettelt, finanzieren beide Seiten und legen bereits vorher fest, wer “gewinnt”. Sie kontrollieren die Banken und die Medien und machen sich die Welt, wie es ihnen gefällt.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), Gründer der Rothschild-Bankendynastie
 
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
 - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System ihnen feindlich ist." - Gebrüder Rothschild, London, am 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner

euro-96594_640So, jetzt weißt Du’s. Die große Masse der Menschen auf diesem Planeten ist also zu blöd, um zu begreifen, was hier läuft. Das ist eine unverschämte Behauptung der Gebr. Rothschild, nicht wahr. Aber leider haben sie recht. Die breite Masse weiß tatsächlich nicht, was hier läuft. Zu behaupten, sie wären geistig nicht fähig zu begreifen, halte ich allerdings für ein Gerücht. Die meisten Menschen begreifen sehr wohl, wenn man es ihnen einfach erklärt.

Aber einfach ist in dieser Welt nichts – außer der Wahrheit, die ist immer einfach. Wann immer etwas kompliziert wird, weißt Du, daß es mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Die sollen wir nämlich gar nicht wissen. Wir sollen in Unwissenheit, Angst und Abhängigkeit gehalten werden.

Und wie macht man das am besten?

  • Indem man uns erzählt, daß die Rohstoffe knapp werden.
  • Indem man uns erzählt, daß wir von Terror bedroht sind.
  • Indem man uns erzählt, daß wir den Gürtel mal wieder enger schnallen müssen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Rassisten sind, wenn wir uns darüber beschweren, daß unsere Brüdern und Schwestern aus dem Ausland unseren Sozialstaat ausnutzen, während wir von den Jobcentern von einer Maßnahme in die nächste gesteckt werden und mit Sanktionen belegt werden, wenn wir unsere “Mitwirkungspflicht” vernachlässigen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, so etwas wie Nationalstolz zu fühlen oder darüber nachdenken, unsere Heimat zu verteidigen, wenn wir uns bedroht fühlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir eine Kollektivschuld haben und daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, darüber nachzudenken oder gar zu äußern, daß wir keine Lust mehr haben, immer noch unsere “Schuld(en)” aus dem 2. Weltkrieg abzuzahlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir uns weigern, Griechenland oder andere bankrotte Staaten unter den Rettungsschirm zu nehmen.

Und so weiter und so fort…

Merkst Du was?

Die Masse muss dumm und in Angst gehalten werden, sonst lehnt sie sich womöglich auf. Leider sind die Massen sehr leicht zu beeinflussen und zu lenken. Was glaubst Du wohl, warum das TV-Programm immer anspruchsloser wird? Tagsüber gibt es Hartz IV-TV. Und wenn doch einmal eine einigermaßen informative oder anspruchsvolle Sendung gezeigt wird, läuft sie meistens am späten Abend oder nachts.

Die Klatschmagazine sind voll von unnützen Nicht-Informationen, wie zum Beispiel der junge Lover von Heidi Klum, die neue Yacht der Geissens oder die Arsch-OP von Kim Kardashian.

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wieso ich etwas über das Hinterteil von Kim Kardashian weiß?

Nun ja, auch ich gehe hin und wieder zum Friseur, habe einen Fernseher, einen Computer mit Internet und höre beim Autofahren Radio. Mein Mann schaut sich gerne die Nachrichten an, um im Bilde zu sein, wie er immer so schön sagt. Ich renne bei den Nachrichten meistens raus, weil ich diesen gequirlten Mist einfach nicht mehr sehen und hören will. Aber irgendwie läßt es sich nicht vermeiden, daß ich das eine oder andere doch mitbekomme. Und ganz ehrlich: Manchmal schaue ich mir auch was Unterhaltsames im Fernsehen an. Ich will mich nicht ständig mit hochgeistigen Dingen beschäftigen, und da kann ich auch schon mal über den Silikon-Pöter von Kim Kardashian lachen.

Freunde von uns meinen, man müsse sich doch informieren. Es könnte doch sein, daß der 3. Weltkrieg ausbricht, und dann? Nun, ich bin der Meinung, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, erfahre ich es eben eine halbe Stunde später, was soll’s.

In Mary Wollstonecrafts Verteidigung der Rechte der Frau aus dem Jahr 1792 heißt es:

"...Die Masse der Menschheit muß in Unwissenheit erhalten werden, sonst würden die willfährigen Sklaven zur Erkenntnis ihrer Abhängigkeit kommen. Die Menschen beugen sich vor ihren Unterdrückern... Statt auf ihrem angeborenen Recht der Freiheit zu bestehen, kriechen sie im Staube und sagen, wir wollen essen und trinken, denn morgen können wir sterben. Von den Frauen gilt das selbe. Sie erniedrigen sich aus dem gleichen Hang, den Moment zu genießen, und schließlich verachten sie eine Freiheit, die zu erringen sie nicht Kraft genug haben."

Wie lenkt man das gemeine Volk am besten ab?

Vergnügungsparks, Sport- und Konzertveranstaltungen, Kinofilme, Videospiele sowie schlecht bezahlte Jobs halten die Menschen beschäftigt. Wer mit Sorgen um den Arbeitsplatz oder Sorgen um seine Krankheit, mit Kindererziehung oder der Pflege von Familienangehörigen beschäftigt ist, der ist viel zu müde, um sich mit den Geschehnissen in der Welt auseinanderzusetzen. Der kriegt auch nicht mit, daß unsere Politiker uns belügen, daß sich die Balken biegen. Wem das Wasser bis zum Hals steht, der ist nicht in der “Stimmung” über Fragen der Freiheit und des menschlichen Schöpfungspotenzials nachzudenken. Die Medien tun durch einseitige Berichterstattung bzw. Zensur ihr übriges dazu, die Masse der Menschen im Interesse der Machthaber zu manipulieren. Nein, wir haben keine Pressefreiheit, falls Du dieser Meinung gewesen sein solltest.

Minderwertige Nahrungsmittel, Drogen und Medikamente, Strahlung jeglicher Art, jegliche Art von Zwängen, die das System uns auferlegt sowie gezielte Desinformationen an Schulen und Universitäten tragen nicht dazu bei, daß der Mensch sein volles Potenzial entfalten kann. Im Gegenteil, dies soll ja gerade verhindert werden.

Gesetze, die schon lange keine Gültigkeit mehr haben bzw. die noch nie Gültigkeit hatten und dennoch angewendet werden, dienen nicht den Völkern und den Menschen, sondern ausschließlich der Machtelite. Warst Du schon einmal bei Gericht? Hast Du vielleicht selbst schon einmal einen Prozeß erlebt? Hast Du jemals erlebt, daß es bei Gericht um Gerechtigkeit geht? Ein weiser Spruch sagt: “Bei Gericht bekommst Du keine Gerechtigkeit, da bekommst Du ein Urteil.”

All diese Dinge zusammen genommen + Genderwahn + politische Korrektheit können einen Menschen schier in die Verzweiflung treiben. Und genau das, liebe Leserin und lieber Leser, ist gewollt. So, das war nun aber eine Ausnahme. Wie Du sicher schon bemerkt hast, verwende ich überwiegend die männliche Schreibweise. Nicht, um Dich, liebe Leserin zu diskriminieren, sondern weil ich diesen Genderwahnsinn nicht mitmache. Das ist alles.

Woher kommen unsere Ängste?

Ursprünglich sollte dieser Artikel gar nicht so politisch werden. Aber weil gerade in den letzten Wochen und Monaten so viele Menschen ihre Ängste geäußert haben, wollte ich das einmal aufgreifen und beleuchten, woran das liegt. Und da komme ich am Weltgeschehen nun mal nicht vorbei. Denn die Angst der Menschen gründet tief, sehr tief.

Manchmal sind es gar nicht unsere eigenen Ängste, die da ihr Spiel mit uns treiben, sondern wir haben die Angst als Muster von unseren Eltern oder Großeltern übernommen. Besonders, wenn diese den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Vielleicht hast Du schon einmal von Second-Generation-Traumata gehört. Es handelt sich dabei um traumatische Symptome oder Ängste, die mit unserem Leben gar nichts zu tun haben, sondern die wir quasi geerbt haben. Schwere Traumata können das Ergbut verändern. Ein sehr empfehlenswertes Buch hierzu heißt “Wie Traumata in die nächste Generation wirken” von Udo Bear und Gabriele Frick-Baer.

challenge-73325_640Aber natürlich wirken sich auch unsere eigenen Erfahrungen auf unsere psychische, emotionale und mentale Stabilität aus und beeinflussen unser Selbstwertgefühl. Seien es Erfahrungen aus der Kindheit, dem Erwachsenenleben oder auch aus früheren Inkarnationen, die wir immer noch als Erinnerung in unserer DNA tragen und die unseren Charakter formen.

Angst wird durch vielerlei Dinge ausgelöst. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, z. B. Medikamente, schwaches Selbstwertgefühl, Verlust des Arbeitsplatzes uvm.

Und die Machtelite weiß genau, was Menschen Angst macht, sie sind Spezialisten darin. Macht über einen Menschen auszuüben, ist für viele sehr erregend, das geht bis hin zur sexuellen Erregung. Und es gibt auch Menschen, die es scheinbar erregend finden, sich runtermachen zu lassen. Aber die meisten Menschen wollen in Frieden und Harmonie leben. Sie wollen auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Sie wollen Freude geben und Freude empfangen. Sie wollen ein Leben in Liebe, Gerechtigkeit und im Einklang mit dem Kosmos.

Nicht die Menschheit, nicht die Völker sind es, die Krieg wollen, es sind immer nur einige wenige, die den Hals nicht voll bekommen und sich daran aufgeilen, andere zu beherrschen.

Was macht die Angst mit Dir?

Angst fühlt sich grauenhaft an, nicht wahr? Es ist ein Gefühl, wie wenn man unter sich macht. Als hätte man Flugzeuge im Bauch. Herz schlägt bis zum Hals, der Blutdruck steigt, das Blut rauscht in den Ohren. Wir bekommen schweißnasse Hände, der kalte Schweiß steht uns auf der Stirn. Wir werden unruhig und nervös, zittern. Wir spüren ein Beklemmungsgefühl in der Brust, wie die eiserne Faust, die sich um unser Herz schlingt. Die Stimme versagt uns, der Mund wird trocken, der Hals wird eng. Atemnot und Erstickungsgefühle, Bauchschmerzen, Taubheitsgefühle, Schwindel und Benommenheit können sich zeigen.

FreezeandFragmentAngst lähmt. Wenn es uns nicht gelingt, die Angstsituation zu verlassen bzw. bei Gefahr zu kämpfen oder zu fliehen, erstarren wir zu Eis (Freeze). In diesem Zustand von Todesangst, in dieser Schockstarre sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu denken. In diesem Moment wird das Angsterlebnis innerpsychisch als Trauma verarbeitet, und das Erlebnis wird zersplittert (Fragment), so daß es nicht mehr zusammenhängend erinnert werden kann. Dies ist eine Überlebensfunktion, die unser Organismus automatisch abfährt. Hierzu habe ich bereits ausführlich geschrieben. Du kannst dies auch in meiner Publikation SystemischeAuswirkungenFremdtötung nachlesen. Einfach auf den Link klicken und kostenlos herunterladen.

Was machst Du mit der Angst?

Natürlich gibt es begründete Ängste. Und es ist auch gut so, wenn wir die spüren, denn sie schützen uns vor falschen Handlungen bzw. Gefahren. Es gibt aber auch unbegründete Ängste bzw. Angst, von der wir gar nicht wissen, wo sie herkommt. Dann geht es zunächst darum, dies herauszufinden.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Ängsten umzugehen. Verhaltenstherapie soll ja das Mittel der Wahl sein. Das behaupten aber nur “Mainstream-Experten”. Ich persönlich halte nichts davon, wenn den Menschen erzählt wird, sie müssten lernen, mit ihrer Angst zu leben bzw. sie müssten sich der Angst stellen (Konfrontation bzw. Exposition). Das ist meines Erachtens nur ein weiterer Ansatz, wie das System (Krankenkassen, Pharmaindustrie) Menschen in Unwissenheit und Abhängigkeit hält. Bewältigungsstrategien entwickeln und lernen, mit der Angst umzugehen, können allenfalls Schritte auf dem persönlichen Heilungs- oder Friedensprozeß sein, keinesfalls jedoch die Endlösung. Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich weiß nicht, wie Du das siehst.

Eine liebe Kollegin von mir half mir vor einigen Monaten, mit meinen eigenen Ängsten fertigzuwerden. In mir kam plötzlich eine Angst hervor, die mich eiskalt packte. Sie hatte mit meinem jetzigen Leben nur bedingt etwas zu tun. Es waren alte Ängste aus vergangenen Leben, die mein jetziges immer noch beeinflussen. Durch eine bestimmte Situation wurde diese Angst, ich möchte fast sagen, es war Todesangst, noch einmal präsent. Für meinen Geschmack zu präsent, aber ich mußte nun einen Weg finden, damit umzugehen.

Wir sprachen also eine Weile miteinander, und auf einmal sagte meine Kollegin einen Satz, für den ich ihr ewig dankbar sein werde, der mich auf der Stelle beruhigte und mich aus diesem grauenhaften Zustand herausbrachte:

“Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht!”

Ich ließ diesen Satz ein paar Sekunden in mir wirken und spürte sofort, daß er wahr ist.

Wann immer ich in einer Situation bin, die mir Unbehagen bereitet, fällt mir sofort dieser Satz wieder ein: Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht! Ich denke ihn ein paar Mal in Gedanken oder sage ihn mir vor, und augenblicklich stellt sich ein Gefühl der Ruhe und inneren Sicherheit ein.

Ich möchte Dich dazu ermuntern, das auch zu machen, wenn Du Angst in Dir verspürst. Einen Versuch ist es wert, und wenn Du alleine mit Deiner Angst nicht klarkommst, stehe ich Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Denn eins ist klar, Angst beeinflußt unser Denken und Handeln und hindert uns daran, in unsere Schöpferkraft zu kommen. Ein Blog-Beitrag, ein Text im Internet oder ein Buch helfen da nur bedingt und können allenfalls eine Information oder Anregung sein, Dir weitere Hilfen zu holen.

Ob ich noch Ängste habe? Ja, denn ich bin ein Mensch, genau wie Du. Auch bei mir kommen immer wieder Angstgefühle hoch. Auch ich habe Verlustängste und Existenzängste, besonders in diesen Tagen. Mir hilft es, mir diese Ängste anzuschauen und mich zu fragen, ob sie etwas mir mir zu tun haben oder nicht. Wenn sie mir das Leben gar zu schwer machen, hole auch ich mir Rat und Tat von Menschen, die es gut mit mir meinen.

Liebe & Licht,

Sissell

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

Mach’s Dir gemütlich

Der Herbst ist da. Sonnig zwar und noch warm am Nachmittag, aber morgens und abends ist es doch schon recht kühl. Da tut eine warme Jacke, ein Schal oder Pullover sehr wohl. Einige Zeit können wir es sicher noch ohne Heizung aushalten, aber dann müssen wir für etwas mehr Wärme in unserer Wohnung sorgen, um uns wohlzufühlen.

Ich habe einen Kaminofen, der eine herrlich behagliche Wärme abgibt. Das Knistern der Holzscheite, der helle Schein des Feuers hinter der Glasscheibe und der leichte Rauchgeruch erwärmen nicht nur meine Wohnstube, sondern auch meine Seele.

Und genau darum geht es im heutigen Beitrag.

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

1. Eine warme Suppe wirkt wahre Wunder, nicht wahr? Es regnet und stürmt. Du kommst von draußen in die warme Stube und freust Dich über eine schöne heiße Suppe. Wenn Du dann auch noch Deine Lieblingssuppe serviert bekommst, genießt Du sie nochmal so gern.

spice-370114_6402. Scharfe Gewürze haben eine thermische Wirkung auf den Körper. Dir wird warm, und Du kommst sogar ins Schwitzen. Besonders, wenn es draußen kalt ist, ist ein scharfes Essen (sofern Du es verträgst) nicht zu verachten. Abgesehen davon hält Essen Leib und Seele zusammen, nicht wahr?

3. Eine Tasse heißen Tee, Kaffee oder Kakao. Oder das berühmte Glas Milch mit Honig, wenn es kalt ist und Du nicht einschlafen kannst. Für viele ist dies ein allabendliches Ritual.

4. Gemütlich auf dem Sofa in die Decke kuscheln, lesen, Radio hören oder fernsehen. Dabei die Ruhe genießen, allein oder zu zweit. Eine Decke um die Schultern gelegt vermittelt mir immer ein Gefühl von Schutz, Wärme und Geborgenheit.

5. Ein warmes Bad mit Kerzenschein und Deinem Lieblingsschaumbad. In der Badewanne kannst Du Dich zurücklehnen, das warme Wasser genießen und entspannen. Vielleicht hörst Du dazu leise Musik, liest ein Buch oder meditierst.

6. Mit Freunden zusammensein. In gemütlicher Runde was trinken oder gemeinsam essen. Am Lagerfeuer sitzen, die Klampfe rausholen, singen.

7. Kinderlachen ist für mich mit das Schönste, was es gibt. Besonders von ganz kleinen Kindern. Sie lachen aus tiefstem Herzen und glucksen dabei so süß. Wenn ich das höre, halte ich eine Weile inne und labe mich an diesen schönen Tönen.

8. Natürliches Licht: Sonnenlicht erwärmt unseren Körper und unser Gemüt. Kerzenlicht vermittelt Gemütlichkeit und Besinnlichkeit. Ich habe einige Salzkristall-Lampen, in die ich Teelichter stelle. Sie haben eine warme Farbe und machen den Raum behaglich. Besonders in der dunklen Jahreszeit genieße ich jeden Sonnenstrahl und mache es mir so oft es geht mit Kerzen gemütlich.

smoking-437715_6409. Räucherware verströmt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern hat auch eine reinigende Wirkung auf unsere Räume und natürlich auch auf unsere eigenen Energiefelder. Räucherrituale, in denen Kräuter, Harze oder Ghee-Butter verbrannt werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

10. Ätherische Öle regen die Sinne an. Du gibst einfach ein paar Tropfen Deines Lieblings-Duftöls in ein kleines Gefäß mit Wasser und stellst ein Teelicht darunter. Es gibt ja auch sehr hübsche und dekorative Duftlampen zu kaufen. Du kannst auch die Schalen von Zitrusfrüchten auf die Heizung legen. Und wenn Du einen Kaminofen hast, kannst Du im Winter Bratäpfel darauf zubereiten. So hast Du für viele Stunden den herrlichen Apfel-Zimt Duft im ganzen Haus.

11. Farben haben einen großen Einfluß auf unser Wohlbefinden. So ist auch jedem unserer 7 Haupt-Energiezentren (Chakren) eine bestimmte Farbe zugeordnet (von rot bis violett). Dazwischen gibt es natürlich noch viele Abstufungen. Jeder von uns hat bestimmte Lieblingsfarben. Und wenn Du Dich von einer Farbe ganz besonders angezogen fühlst, dann brauchst Du sie vielleicht gerade, um ein bestimmtes Chakra zu stärken. Rot hat zum Beispiel eine wärmende Wirkung, blau wirkt kühlend. Wenn Du also frierst, kann es helfen, einen roten Pulluver oder rote Socken zu tragen.

clef-593912_64012. Musik und Klänge können uns total abtörnen, wenn die Frequenz nicht mit unserer übereinstimmt. Dann empfinden wir Töne oft als “schräg”. Aber natürlich hat Musik auch eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden. Wenn wir unsere Lieblingsmusik hören, geht uns im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf. Wir swingen und singen mit und lassen uns vom Rhythmus mitreißen. Besonders die Musik aus unserer Jugendzeit hat uns sehr geprägt. Wenn wir einen Song hören, der uns damals gut gefiel und den wir vielleicht lange nicht gehört haben, erinnern wir uns schlagartig an die gute alte Zeit und positive Dinge, die wir mit diesem Lied verbunden haben.
Aber auch angenehme Klänge, wie Meditationsmusik, 432 Hertz-Musik oder 60 bpm-Musik, die in der Frequenz unseres Herzschlages spielt, haben eine positive Wirkung auf unsere Stimmung und sogar unsere Gesundheit. Nicht umsonst gibt es Therapien mit Klangschalen oder Trommeln.

Es gibt noch so viel mehr, was das Herz erwärmt und die Seele streichelt. Aber ich will Dir ja nicht alles vorkauen 😉 Ein bisschen was darfst Du Dir auch selbst erdenken. Ja, ich würde mich sogar darüber freuen zu erfahren, welche Dinge, Menschen oder Situationen Dein Herz und Deine Seele erwärmen. Schreibe mir eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar.

Hier ein paar Rezepte für die kalten Tage, viel Vergnügen.

apfel-ingwer-teeApfel-Ingwer-Tee

Man nehme:
1 Stück frischen Ingwer, ca. 3 bis 4 cm
3 Äpfel (Bioqualität)
5 -10 Pfefferkörner
Süßen nach Belieben

So geht’s:
1 Liter  Wasser zum Kochen bringen. Die Äpfel mit Schale reiben. Wenn Du keine Bio-Äpfel bekommst, dann lieber die Schale entfernen. Den Ingwer in Scheiben schneiden oder ebenfalls reiben und in eine Glaskanne geben.
Mit heißem Wasser überbrühen, die Pfefferkörner dazugeben und etwa 15 Minuten ziehen lassen.
Den Tee abseihen, nach Belieben süßen und gut warm trinken. Du kannst das Apfel-Ingwer-Pfeffer-Gemisch auch ein zweites Mal aufgießen.

Das Original-Rezept stammt aus “Das Magische Kochbuch” von Luisa Francia.

soup-606907_640Kürbissuppe

Man nehme (für 4 Personen):
1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1,5 kg)
2 Rote Zwiebeln
1 Stück Ingwer (ca. 4 bis 5 cm)
1 Knoblauchzehe
2 milde Chilischoten (je nach Geschmack mit oder ohne Kerne)
1-2 TL Kurkuma
Kokosfett
ca. 1,2 Liter Gemüsebrühe
1-2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL geriebene Muskatnuß
Pfeffer und Salz nach Belieben

So geht’s:
Den Kürbis halbieren, das Kerngehäuse entfernen und den Kürbis in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.  Knoblauch abziehen und fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Chili-Schoten (mit oder ohne Kerne) fein hacken.

Einen großen Topf aufstellen, 1 bis 2 TL Kokosfett darin erhitzen. Zwiebeln darin kurz andünsten, Kürbis hinzugeben, mit Kurkuma würzen und andünsten. Ingwer, Knoblauch und Chili dazugeben, kurz mitdünsten. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist.

Zum Schluss mit Paprika, Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken und alles mit einem Pürierstab pürieren. Wenn die Konsistenz zu breiig ist, noch etwas Brühe dazugeben.

Mit Ciabatta oder Baguette-Brot servieren.

Tip:
Ein paar Tropfen Kürbiskernöl und/oder geröstete Kürbiskerne geben der Suppe den letzten Pfiff.

avocado-74260_640Guacamole (Avocadocreme)

Man nehme:
1 reife Avocado
1 EL Zitronensaft
1 Tomate
1 Chili-Schote
Pfeffer
Salz

So geht’s:
Avocado halbieren, Stein herausnehmen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Zitronensaft hinzugeben, um die Braunfärbung zu verhindern. Chilischote fein hacken, Tomate fein würfeln, zum Fruchtfleisch hinzugeben und vermengen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken – fertig.

Guacamole eignet sich als Dip oder als Brotaufstrich.

Tip:
Du kannst etwas Kala Namak (Schwefelsalz) hinzugeben, dann erhält die Avocadocreme einen leichten Eiergeschmack. Schmeckt besonders gut als Brotaufstrich.
Wenn Du es gerne herzhaft magst, dann gib noch etwas fein gehackte Zwiebel dazu.

Energieräuber

Energievampire II – 9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

Wie du Dich energetisch schützen und reinigen kannst

Ich hatte Dir in der letzten Woche versprochen, dass ich Dir heute einige Methoden vorstellen will, wie Du dich gegen Energievampire schützen kannst.

Und deshalb mache ich das jetzt auch.

Also, es gibt in der Tat viele Möglichkeiten, sich gegen Energieräuber zu wehren. Da wird sicherlich auch für Dich die eine oder andere dabei sein, die Du gut anwenden kannst.

Claudia Dieckmann vom Institut für Energiearbeit in Wien nennt die Art, sich gegen Energievampire zu wehren “Energetische Selbstverteidigung”.

9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

1. Aufmerksamkeitsentzug

Entziehe dem Energieräuber Deine Aufmerksamkeit, wenn Du merkst, dass Dir das Gespräch mit einer bestimmten Person nicht guttut. Brich das Gespräch ab und verlasse die Situation.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil es sich bei dem Energieräuber um eine Person handelt, die Du nicht einfach loswerden oder stehenlassen kannst (z. B. Chef, Partner etc.), dann schau in eine andere Richtung, höre nicht mehr hin bzw. lass Deine Gedanken schweifen. Drehe dich von der Person etwas weg, wende Dich zur Seite.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Du kannst selbst abwägen, was Dir passend erscheint.

2. Arme vor dem Solar Plexus verschränken

Das ist ein hochwirksamer Schutz für dein Energiezentrum im 3. Chakra (Machtzentrum). Die Themen dieses Charkas sind: Gedanken, Glaubenssätze, Persönlichkeit, Selbstsicherheit, Wille, Macht, Handeln, Kontrolle. Indem Du die Arme vor dem Bauch verschränkst, hast Du in diesem Moment die Kontrolle und Macht über Dein Energiefeld und lässt keine Fremdenergien hinein. Du hast das sicherlich schon oft gemacht, ohne Dir dessen bewusst zu sein.

3. Beine übereinanderschlagen

Dies bietet Dir Schutz im 1. und 2. Chakra (Wurzelchakra und Sakralchakra).

Themen des Wurzelchakras:
Lebenskraft, Überleben, Sicherheit, Urvertrauen, Körperlichkeit, Beziehung zur materiellen Ebene des Lebens, Stabilität und Durchsetzungskraft.

Themen des Sakralchakras:
Fluss der Lebensenergie, Kanal für die kreative Energie des Lebens (Schöpfungsenergie), Erfahren der Welt, Lebendigkeit, Verlangen/Begehren, Lebensfreude, Emotionen, Lust, Sexualität.

Das Übereinanderschlagen der Beine schützt diesen Bereich. Du machst im wahrsten Sinne des Wortes zu. Auch das tun wir unbewusst ganz oft. Meist haben wir dabei gar nicht die Absicht, unser Energiefeld zu schützen, aber das passiert ganz automatisch.

4. Füße kreuzen

Du sitzt, hast aber keine Möglichkeit, die Beine übererinanderzuschlagen. Dann kreuze einfach die Füße. Auch das unterbricht den Energiefluß. Dein Energiefeld ist damit nicht ganz offen für alles, was von außen auf die einprasselt.

traditional necklace5. Türkise tragen

Das Tragen von echten Türkisen, z. B. einer Türkiskette oder eines Türkisarmbandes lässt keine destruktiven Energien an dich ran bzw. in dein Energiefeld hinein. Sie wirken wie ein energetischer Schutzschild. Du solltest die Türkise allerdings nicht Tag und Nacht tragen, da sie leider auch nichts rauslassen. Daher immer mal für einige Stunden abnehmen, die Türkise mit Kristallsalz reinigen (einfach für 2 Stunden ins trockene Salz legen, bitte kein herkömmliches Speisesalz) und in anschließend in getrommelten Bergkristallchips wieder aufladen (2 Stunden). Bitte achte darauf, daß Du echte Türkise trägst. Im Handel werden oft nachgemachte angeboten, da sie günstiger sind.

6. Belastende Energie ableiten

Fühlst Du Dich schwer, weil jemand seinen Seelenmüll bei Dir abgeladen hat, so solltest Du diese belastende Energie schleunigst wieder loswerden. Es sei denn, Du leidest gern.

Setze dich bequem hin und stelle die Füße parallel auf den Boden. Stell dir nun vor, wie du über deine Fußsohlen deinen emotionalen und energetischen Müll an Mutter Erde übergibst. Bitte sie, Deine Belastungen aufzunehmen und sie in nährende Energien umzuwandeln. Ganz so wieder Wald, der das welke Laub in  nährstoffreichen Humus wandelt.

7. Energie auftanken

So, wie Du Belastungen an Mutter Erde abgegeben hast, kannst du auch nährende Energien von ihr aufnehmen, wenn Du dich leer und ausgelaugt fühlen solltest.

Stell Dir vor, wie aus Deinen Füßen Wurzeln wachsen, die sich tief in das Erdreich graben, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo sie von helfenden Wesen verankert werden. Bitte Mutter Erde, dich mit allem zu versorgen, was Du brauchst. Strecke Deine Arme in den Himmel und spüre das Sonnenlicht auf deinem Gesicht und deinem Körper. Nimm jetzt die nährenden und heilenden Energien der Erde und des Himmels in Dir auf. Tue dies so lange, bis Du das Gefühl hast, dass es genug ist.

Du kannst diese Übungen ganz bewusst, mit Bewegung und Wort ausführen oder sie Dir einfach nur vorstellen. So kannst du sie auch zwischendurch anwenden, wenn Du gerade in einer voll beladenen U-Bahn oder im Aufzug fährst. Wann immer Du Gelegenheit hast, Dein Gesicht in die Sonne zu strecken, nutze sie. Licht ist enorm wichtig. Es hebt die Stimmung und stärkt Dein Energiefeld.

Schutzengel8. Das Blaue Licht von Erzengel Michael

Ich persönlich arbeite gerne mit der Energie von Erzengel Michael. Wenn Dir das komisch vorkommt oder zu spinnert, dann ist diese Übung vielleicht nichts für Dich. Aber vielleichst möchtest Du ja auch ein wenig experimentieren und mal was Neues ausprobieren:

Erzengel Michael übermittelt mit der Energie des blauen Lichtstrahls Schutz, Kraft und Sicherheit. Das Blaue Licht wandelt lähmende Angst in Mut und bringt Dir Deine Handlungsfähigkeit zurück.

Ich bitte Michael dazu um seinen blauen Mantel des Schutzes und der Führung. Ich nehme dabei wahr (vor meinem geistigen Auge wie auch energetisch am ganzen Körper), wie ich vom Blauen Lichtstrahl vollständig eingehüllt werde. Das schöne an dieser Übung ist, dass sie so schnell geht. Du brauchst Michael lediglich um Blaues Licht zu bitten und davon auszugehen, dass es geschieht.

Erzengel Michael wird nicht umsonst mit Schwert und Schild dargestellt. Er hilft Dir dabei, destruktive Verbindungen, die Dich behindern und Dir nicht mehr dienlich sind, mit dem Schwert zu durchtrennen. Bitte ihn einfach darum, wann immer Du es brauchst.

die_violette_flamme9. Die Violette Flamme

Die Violette Flamme der Transformation ist ein wundervolles Geschenk der Geistigen Welt. Ihr Hüter ist St. Germain, der zu seinen Lebzeiten als der Graf von St. Germain bekannt war. Er lebte viele Leben auf dem Planeten Erde und war Meister der Transformation und Manifestation. Mit dem Beginn des Wassermannzeitalters ist er der Hüter der Erde und für die Transformation auf unserem Planeten zuständig.

Bitte St. Germain um die Violette Flamme. Stell Dir vor, wie sie Dich einhüllt und Deine komplette Aura sowie alle Zellen deines Körpers reinigt und klärt. Die Violette Flamme reinigt negative Energien und Wunden auf allen Ebenen Deines Seins, also physisch und geistig. Sie holt alte Verkrustungen aus Deinem System und transformiert sie in kraftvolle, nährende Energien, die Dir dann wieder zur Verfügung stehen.

Ich mache es oft so, dass ich vor dem Einschlafen mit der Violetten Flamme arbeite. Ich bitte sie, wie ein Wirbelwind durch mein komplettes Energiesystem zu fegen und alles zu reinigen, was gereinigt werden muß. Ich vertraue darauf, daß sie weiß, was sie zu tun hat. Dabei schlafe ich regelmäßig ein.

Kommt Dir das komisch vor oder klingt Dir das zu esoterisch? Auch gut. Es gibt ja auch bodenständigere Methoden, um dein Energiefeld zu reinigen und dich vor Energievampiren zu schützen. Du hast einige davon jetzt kennengelernt oder wendest sie womöglich auch schon.

Lerne, Dein persönliches Kraftfeld zu stärken

Wie Du Dein persönliches Kraftfeld stärken, verankern und in bevorstehenden Situationen nutzen kannst, zeige ich Dir im persönlichen Gespräch. Wir brauchen hierfür ca. eine Stunde, dann kannst Du es alleine und brauchst mich dafür nicht mehr!

Kosten: einmalig 75 €

Vereinbare gleich Deinen persönlichen Termin.


Bildquellen:

Türkisschmuck: www.edelstein-koenig.de
Schutzengel gesucht: www.shop-027.de
Violette Flamme – http://kristallburg.ch/index.php/die-violette-flamme.html

Finger-Yoga: 5 Mudras, mit denen du deine Nerven beruhigst und Stress abbaust

Mit Fingerübungen zu innerer Ruhe und Gelassenheit

Unsere Alltagswelt ist sehr hektisch und von Terminen und Verpflichtungen bestimmt. Oft nehmen wir uns nicht einmal Zeit, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder eine Minute aus dem Fenster zu sehen und den Blick ins Grüne schweifen zu lassen.

Mudras, auch Finger-Yoga genannt, werden hauptsächlich während einer Meditation angewandt. Sie werden im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 30 oder 45 Minuten gehalten, um ihre volle Wirkung besser zu erreichen.

Doch wusstest du auch, wie einfach und bequem sich Mudras in den Alltag einbauen lassen?

Oft genügt schon eine kurze Fingerübung, um die Energien deines Körper zu harmonisieren, z. B. im Fahrstuhl, in der U-Bahn, aber auch in der Badewanne, wenn du dich ohnehin einige Minuten entspannst.

Finger-Yoga ist hervorragend geeignet, um körperliche Beschwerden und seelische Belastungen zu behandeln und zu heilen. Mudras helfen dir, Stress abzubauen und steigern dein Wohlbefinden.

Wenn du Schwierigkeiten hast, in einen meditativen Zustand zu kommen, helfen dir Mudras dabei, deine Aufmerksamkeit von außen nach innen zu ziehen.

Es gibt komplexere Mudras, die zunächst ein wenig Übung erfordern. Es gibt aber auch ganz einfache. Wenn du dir die komplexen Fingerübungen nicht gut merken kannst oder nicht ausführen magst, sei unbesorgt. Oft genügt es bereits, wenn du einen Finger mit der anderen Hand hältst, um eine Besserung deines Befindens zu erreichen.

Dabei brauchst du dir nur zu merken, welche Emotionen den einzelnen Fingern zugeordnet werden:

  • Der Daumen             –   reguliert die Sorgen
  • Der Zeigefinger      –   verringert die Angst
  • Der Mittelfinger     –   vertreibt die Wut
  • Der Ringfinger        –   mildert die Trauer
  • Der kleine Finger  –   zügelt die Übereifrigkeit

Finger-Yoga: 5 Mudras, mit denen du deine Nerven beruhigst und Stress abbaust

Heute möchte ich dir fünf Fingerübungen vorstellen, mit denen du in kurzer Zeit zu innerer Ruhe und mehr Gelassenheit kommst:

1.Die Hakini-Mudra für einen tiefen Atem

Hakini-MudraMit der Hakini-Mudra kannst du deinen Atem vertiefen und deinen gesamten Organismus lockern. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, die Aufnahmefähigkeit gesteigert und gleichzeitig die Entspannung gefördert.

So gehts:

  • Lege alle Fingerspitzen aufeinander.
  • Atme tief durch die Nase ein und noch tiefer durch den Mund wieder aus. Lass deine Zunge dabei locker im Mundraum liegen.
  • Bereits nach den ersten Atemzügen wirst du spüren, wie deine Atmung tiefer und dein Zwerchfell weicher wird.
  • Du kannst die Übung im Stehen oder im Sitzen machen.

2. Die Shakti-Mudra bei innerer Unruhe

Shakti-MudraWenn du nervös und unruhig bist und keine Möglichkeit findest, diese innere Anspannung durch Bewegung, wie Radfahren, Joggen, Tanzen oder sonstiges wieder loszuwerden, kann eine kurze Meditation oder das Halten der Shakti-Mudra dir von großem Nutzen sein.

Die Shakti-Mudra verstärkt ebenfalls die Tiefenatmung. Überdies beruhigt sie und erleichtert das Einschlafen. Sie ist daher am Abend vor dem Zubettgehen gut geeignet.

So gehts:

  • Beuge die Daumen der Hände in die Handflächen und lege Zeige- und Mittelfinger locker darüber.
  • Die Ringfinger und kleinen Finger berühren die Spitzen der entsprechenden Finger der anderen Hand.
  • Halte die Shakti-Mudra höchstens für 10 Minuten und nicht öfter als dreimal am Tag, da sie sonst zu Trägheit führen kann.

3. Die Dhyani-Mudra – auf dem Weg zu innerer Stille

Dhyani-MudraDie Dhyani-Mudra ist eine klassische Fingerhaltung während einer Meditation. Du hast sie sicher schon oft gesehen oder auch selbst ausgeführt. Sie hilft dir, zu innerer Stille zu finden.

So gehts:

  • Lege beide Hände wie Schalen in deinen Schoß. Dabei liegt die linke Hand auf der rechten. Die beiden Daumen berühren sich an den Spitzen und bilden einen Henkel zu den Händeschalen.
  • Schließe die Augen und richte deinen Blick auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen (drittes Auge). Das bewusste Denken wird erschwert und die Versenkung in Entspannung unterstützt.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Wenn sorgenvolle Gedanken sich dazwischendrängen, kehre mit deiner Aufmerksamkeit immer wieder auf deine Atmung zurück.
  • Du kannst dir ein Mantra als Hilfestellung nehmen. Denke z. B.  das Mantra “Om” oder “Ruhe” oder “Frieden”. So kannst du beim Einatmen “Ruhe” denken und beim Ausatmen “Frieden”. Dabei lenkst du dein Bewusstsein auf dein gewünschtes Ziel.

4. Die Ksepana-Mudra zum Loslassen

Ksepana-MudraDie Ksepana-Mudra wird auch als Geste des Loslassens bezeichnet. Sie hilft dir, dich leichter zu entspannen. Du kannst sie im Stehen oder Sitzen anwenden.

So gehts:

  • Lege deine gestreckten Zeigefinger aufeinander.
  • Die Daumen überkreuzen sich, die anderen Finger sind verschränkt.
  • Zwischen den Handflächen ist ein Hohlraum. Halte die Hände locker nach unten.
  • Atme ca. 10 bis 15 Mal ein und etwas tiefer wieder aus.
  • Nimm danach frischen Atem und neue Energie auf. Dazu strecke die Arme nach oben, so dass die Handflächen zum Himmel zeigen.
  • Nun atme tief ein, diesmal liegt die Betonung auf dem Einatmen.
  • Übe beide Haltungen ca. 3 Mal im Wechsel.
  • Die Ksepana-Mudra regt die Ausscheidung von Flüssigkeiten über den Dickdarm, den Schweiß und die Atemluft an. So findet gleichzeitig eine Entgiftung statt.

5. Die Tiefenentspannungs-Mudra bei Stress im Alltag

Damit du dich wirklich entspannen kannst, ist es hilfreich, Alltagsbelastungen loszulassen. Ja, ja, ich weiß. Das mit dem Loslassen ist so eine Sache, nicht wahr? Es fällt vielen Menschen schwer, den Kopf freizubekommen. Aber du kannst es lernen, es ist leichter als du denkst.

Wir beginnen mit einer kleinen Loslassübung, bevor wir in die Tiefenentspannungs-Mudra einsteigen:

  • Nimm dir einen kleinen Ball oder einen weichen Gegenstand, der gut in der Hand liegt. Während du ihn im Bogen von einer Hand in die andere wirfst, denke  oder – noch besser – sprich dabei die Worte “Werfen” – “Fangen”.
  • Nun lass den Ball bewusst fallen. Sage dir laut und deutlich: “Loslassen”.
  • Danach schüttle deinen Körper kräftig aus.
  • Übe dies täglich einige Minuten.

Nach der Loslass-Übung eignet sich besonders gut die oben unter Punkt 4 beschriebene Ksepana-Mudra – Geste des Loslassens. Führe sie im Anschluss an die Loslassübung aus, aber nicht zu lange, da sonst auch unverbrauchte Energie mit abfließt, und das willst du ja nicht.

Tiefenentspannungs-MudraJetzt die Tiefenentspannungs-Mudra.

So gehts:

  • Setze dich bequem hin, schließe die Augen und richte deinen inneren Blick auf die Nasenwurzel zwischen den Augenbrauen (drittes Auge).
  • Bilde nun mit Daumen und Zeigefinger jeder Hand einen Kreis und lege die Fingerspitzen der übrigen Finger auf die der anderen Hand.
  • Die beiden Kreise berühren sich an den Verbindungspunkten.

Diese Mudra wirkt tief entspannend. Sie löst auch Spannungen im Kopf und fördert das Einschlafen.

Buchtipp:

Mit Humor geht alles besser

Humor als Kraftquelle

“Die Zeit verödet alle Wunden, ernstlich ›heilen‹ kann sie allenfalls ein schier göttlicher Humor und all die positiven Emotionen, die er mit sich bringt.”
Peter Rudl

Der Spruch würde sich auch sehr gut für meine Montagszitate eignen. Aber ich möchte heute ein bisschen mehr über Humor schreiben. Gerade weil Humor eine großartige Kraftquelle ist, mit Stress und Belastungen umzugehen und die Dinge leichter zu nehmen.

Heute ist ein sehr heißer Sommertag, und mir steht der Sinn nach etwas Leichtigkeit und Lachen. In meinem Büchlein “Lache, wenn Dir zum Weinen ist!” sind dem Humor einige Seiten gewidmet. Ohne Sinn für Humor hätten wir wahrscheinlich gar nichts zu lachen.

ostrich-502124_640 Was genau ist Humor eigentlich?

Das lateinische Wort “humor” bedeutet Feuchtigkeit, Saft. Wo Humor ist, erscheint die Welt nicht als spröde oder trocken. Vielmehr wird sie von einer Feuchtigkeit durchdrungen, die die Objekte miteinander verbindet.

Die antike Medizin bezeichnete die Körpersäfte eines Menschen (Blut, Galle, Schleim) als “humores”¹. Nach der mittelalterlichen Temperamentenlehre hängt ein “guter Humor” von einem ausgeglichenen Verhältnis dieser Säfte ab, woraus sich der entsprechende Gemütszustand herleitet.

Im 16. Jahrhunder bedeutete “humour” im Englischen Stimmung, Laune, aber auch ein von den Normen abweichendes, exzentrisches Verhalten². Seite dem 18. Jahrhundert bezeichnet das Wort “Humor” die heiter-gelassene Gemütsverfassung inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Lebens³.

“Humor sollte so trocken sein,
dass kein Auge trocken bleibt.”
Werner Hinz

Auf der Internteseite “Stupidedia” habe ich vor einigen Jahren doch tatsächlich etwas über die Lebensgewohnheiten und Eigenarten des Humors herausgefunden, die ich dir auf gar keinen Fall vorenthalten will:

"Der Humor gilt als einer der Abkömmliche des Hummers, allerdings mit Ohren. Sein Bruder ist der Tumor. Bei einer Rektalgeburt ist oft die Rede vom 'Arsch mit Ohren'.
Der Humor ist bei den Franzosen eine beliebte Spezialität. Er wird eiskalt und je nach Geschmack auch staubtrocken serviert.
Meist erkennt man einen Humor daran, dass man trotzdem lacht. Dies ist aber sehr gefährlich, da der Humor dies wegen seiner Ohren hören kann und sich schnell beleidigt fühlt.
Der bayerische Humor ist eine Unterart des deutschen Humors. Er ist sehr scheu und zeigt sich meist nur in Hopfenblütentee getränkter Umgebung. Dann fällt er jedoch durch lautes Bellen auf, das aber nur durch die wilden Bewohner dieses Landes gedeutet werden kann. Auswärtige, so genannte 'Saupreißn', können das Bellen des bayerischen Humors kaum verstehen und leugnen daher vehement seine Existenz."

Verschiedene Arten des Humors

Der britische Humor besticht durch seine Bissigkeit und Trockenheit. Er kennt keine Grenzen und schreckt auch nicht vor realen Katastrophen oder dem Tod zurück. Nonsens ist ebenfalls charakteristisch für den britschen Humor. Hierbei wird ein Sachverhalt scherzhaft grob falsch dargestellt, losgelöst von Sinn und Logik.

funny-671759_640Schwarzer Humor behandelt als normalerweise ernst betrachtete oder makabre Themen, wie Verbrechen, Krankheit und Tod in satirischer oder bewusst verharmlosender Weise. Oft werden dabei von der Gesellschaft aktuell stark beachtete Themen verwendet. Nicht selten ist schwarzer Humor Gegenstand von Diskussionen, bei denen es um die Frage geht, ob man sich über bestimmte Dinge lustig machen darf und wo die Grenzen des guten Geschmacks liegen. Besonders gilt dies für religiöse oder sexuelle Themen.

Ich erinnere mich hier an die britischen Comedians Marty Feldman (Das Leben des Brian), Mr. Bean alias Rowan Atkinson, Monty Python’s Flying Circus oder die Benny Hill Show, die weit über die Grenzen Groß Britanniens bekannt sind.

“Humor ist, wenn man trotzdem lacht”
Otto Julius Bierbaum

Galgenhumor ist eine Art von Humor, der zunächst ziemlich makaber anmutet. Aber ich finde, er ist eine große Ressource, mit den alltäglichen Widrigkeiten des Lebens ebenso wie mit größeren Belastungen, ja sogar traumatischen Erlebnissen fertig zu werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurden massenhaft Witze gerissen über die schrecklichen Geschehnisse im Holocaust. Das war damals eine wichtige Kraftquelle der Überlebenden, mit den Schrecken umzugehen. So konnten sie ihre Gefühle, Empfindungen und Gedanken externalisieren (nach außen verlagern).

Wirklich begreifen oder fassen, wie Menschen anderen Menschen solches Leid zufügen können, war aufgrund der schweren Traumata, die fast alle seinerzeit erlebten, gar nicht möglich.

Das Witzemachen über die Vorkommen dieser Schreckensherrschaft verlieh dem Ganzen etwas Abstraktes und Groteskes. So seltsam das vielleicht klingt, aber es ermöglichte Familien, Gemeinschaften und Völkern, den Horror und das Entsetzen gemeinsam besser zu ertragen.

Wer lachen kann,
dort, wo er hätte heulen können,
bekommt wieder Lust am Leben
Werner Finck

traffic-sign-480725_640Warum müssen wir lachen, wenn jemand einen Witz erzählt?

Es ist das Kontrasterlebnis: Der Zusammenprall von Vernunft und Unvernunft bringt den normlen Ablauf unseres Denkens zu einer Art Entgleisung.

“Wir können nicht mehr…”, heißt es bei solchen Gelegenheitn häufig, und so überlassen wir uns eben der Spontanreaktion unseres Körper, die sich im Lachen entbindet.

Humor – männlich oder weiblich?

Worüber lachen Männer und Frauen? Das ist eine gute Frage. Humor an sich ist natürlich weder männlich noch weiblich. Allerdings sind die Vorstellungen davon, was lustig ist und was nicht, bei Männern und Frauen verschieden.

Es wird auch behauptet, dass Männer mehr Humor hätten als Frauen. Wahr ist wohl eher, dass Frauen nur selten lustig finden, worüber Männer lachen und umgekehrt.

Und dann gibt es da noch die These, dass der größte Witzbold bei den Frauen die besten Chancen hat. Stimmt das wirklich? Spürt doch einmal in euch hinein, liebe Geschlechtsgenossinnen. Und wenn ihr ganz ehrlich zu euch selbst seid, müsst auch ihr zugeben, dass es euch eben doch nicht egal ist, wie der Mann aussieht, der euer Herz zum Glühen bringt, sondern dass auch der Intellekt des Auserwählten eine große Rolle spielt. Oder, wie Michael Mittermeier, seines Zeichens Comedian, es in seinen Shows immer sehr treffend ausdrückte: “Du, ich hab ‘nen neuen Freund. Der ist zwar strunzdoof und sieht aus wie Quasimodo, aber er ist soooooo witzig…”

Humor ist also eine Kraftquelle, um mit Stress besser fertigzuwerden.

Hast du Humor? Bist du ein frohsinniger Mensch, oder schaust du eher ernst und griesgrämig drein?

Lacher-im-Spiegel2Mit Humor geht alles besser

Auch wenn dir nicht zum Lachen zumute ist, so hilft es doch, Stresshormone zu reduzieren. Dabei muss es nicht einmal ein echtes Lachen sein, es genügt, wenn du mit dem Gesichtsmuskel auf einen Nerv drückst, der dem Gehirn signalisiert: Achtung, Freudehormone ausschütten.

Die 60-Sekunden-Strategie von Vera F. Birkenbihl zeigt dir, wie es geht.

Humor kann man lernen

Wenn du mehr über den Humor als Kraftquelle erfahren möchtest, empfehle ich dir einen Blick auf die Seite von tamala. Dort gibt es verschiedene Humor-Trainings, um die eigene Widerstandskraft zu stärken, die Kommunikation und damit Beziehungen zu verbessern und um die emotionale Intelligenz zu stärken.

Ich wünsche dir viel Vergnügen und immer eine Prise Humor im Repertoire.


¹ M. Titze/H. Gröner: “Was bin ich für ein Mensch?” – Freiburg 1989

² Preisendanz in “Historisches Wörterbuch der Philosophie”, Band III, Darmstadt 1980

³ dtv Brockhaus Lexikon, BAnd 8, München 1984

Mentale Stresskompetenz

Mentale Stresskompetenz

Am Anfang war… der Gedanke!

Dieses Zitat kennst du sicherlich anders, nicht wahr? Heißt es nicht ursprünglich “Am Anfang war das Wort”? Ja, so lautet das bekannte Bibel-Zitat.

Aber es stimmt nicht ganz. Der altgriechische Ausdruck “logos” hat einen großen Bedeutungsspielraum. So wird er im Sinne von Wort und Rede sowie deren Gehalt (= Sinn) gebraucht. “Logos” bezeichnet auch das geistige Vermögen und dessen Schöpfungen (z. B. Vernunft), aber auch den Gesamtsinn der Wirklichkeit. Darüber hinaus deutet der Wortteil “-log-” auch auf die philosophisch-mathematische Disziplin der Logik hin, also der Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns.

Wenn du dir einmal vor Augen führst, wie Schöpfungsprozesse ablaufen, wirst du feststellen, dass alles seinen Ursprung im Geistigen hat. Schöpfungsprozesse laufen immer, ob konstruktiv oder destruktiv, ob bewusst oder im Hintergrund, sie finden ständig statt. Sie funktionieren in 4 Zyklen:

1. Alles beginnt mit einem Gedanken

Jede Schöpfung beginnt mit einer Absicht, also dem bewussten Willen, etwas zu tun. Diese Absicht entsteht in deinen Gedanken. Und das ist auch logisch, denn bevor du ein Wort  hervorbringst, hast du dir in der Regel überlegt, was du sagen willst. Es soll auch Leute geben, die reden und dann erst nachdenken. Da kommen dann die unbewussten Schöpfungen zum Vorschein, wie z. B. Freud’sche Versprecher oder irgend ein unsinniges Zeug. Aber ob bewusst oder unbewusst: Wenn du den Mund aufmachst, um ein Wort hervorzubringen (sinnig oder unsinnig), musst du vorher die Absicht dazu gehabt haben, sonst funktioniert es nicht.

2. Die Vorstellung/das Bild

Je genauer ich mir etwas vorstellen kann, desto größer ist die Chance, dass sich mein Bild auch verwirklicht. Das Bild gibt der Schöpfung die Richtung. Wenn meine Absicht und meine Vorstellung nicht übereinstimmen, verwirklicht sich das Bild, auch wenn die Absicht noch so stark gewesen sein mag.

Das bedeutet im Klartext: Alles, was du dir vorstellen kannst, kann zu deiner Realität werden. Und damit das geschehen kann, braucht es Zyklus Nr. 3.

3. Die Emotion

Die Emotion ist der Motor, der die Dinge ans Laufen bringt. Sie sollte kraftvoll und positiv sein. Wenn die Emotion der Absicht und der Vorstellung widerspricht, dann verwirklicht sich die Emotion. Wenn meine Angst vor dem Scheitern also größer ist, als die Vorstellung von z. B. einer erfüllenden Beziehung oder einem erfolgreichen Job, siegt die Angst. Der Part mit der größeren Energie gewinnt den Schöpfungsprozess.

Emotionen gehören zu den wertvollsten Eigenschaften des Menschen. Es gibt, genau wie bei der Absicht, keine vergangenen und keine zukünftigen Emotionen. Emotionen und Gefühle spüren wir immer im Hier & Jetzt.

4. Die Handlung

Ohne Handlung keine Schöpfung. Nur das Tun ist der Maßstab für alles, was sich im Hier & Jetzt manifestiert. Wenn ich die drei vorherigen Punkte nicht umsetze, macht das Ganze keinen Sinn. Nur unser Tun vollendet den Schöpfungszyklus. Dabei gibt es keine Abkürzung, der Schöpfungszyklus muss vollständig durchlaufen werden, sonst kann er nicht funktionieren.

Förderliche Gedanken entwickeln

judge-300552_640Wie du bereits aus meinem letzten Blog-Beitrag “Die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst” weißt, bestimmen deine Gedanken deine Realität und was du fühlst. Umgekehrt beeinflussen deine Emotionen wiederum deine Gedanken und wie du dich verhältst. Das kann zu einem Teufelskreis werden, zu einer Endlosspirale, aus der du möglicherweise ohne einen Hinweis von außen nicht wieder herauskommst.

Wenn du ständig in negativen Gedankenschleifen drinhängst und du schon auf dem Zahnfleisch gehst, weil dir das fast deine gesamte Lebensenergie raubt, solltest du dringend damit beginnen, förderliche Gedanken und Einstellungen zu entwickeln.

Wie kannst du das machen?

Zunächst einmal solltest du dir darüber bewusst werden, dass du dich jederzeit  entscheiden kannst, wie du Situationen, Dinge, die passieren und andere Menschen bewertest und einschätzt. Du hast die Macht dazu! Das ist doch schonmal ein förderlicher Gedanke, nicht wahr? Falls du es nicht glaubst, möchte ich dir kurz und knapp die Geschichte von Viktor Frankl erzählen:

Der österreichische Arzt und Psychotherapeut Viktor Frankl wurde von den Nazis ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo seine erste Frau und seine Eltern ermordet wurden. Er selbst wurde gefoltert und entwürdigt. Eines Tages wurde er sich dessen bewusst, was er “die letzte Freiheit des Menschen” nannte. Die Aufseher im KZ konnten ihn und seine Umgebung kontrollieren und mit seinem Körper machen was sie wollten. Er blieb trotzdem ein selbstbewusstes Wesen, das beobachten konnte, was mit ihm geschieht. Seine grundlegende Identität war intakt. Er konnte selbst entscheiden, welche Auswirkungen all diese Erlebnisse auf ihn haben würden.

“Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellungen zu den Dingen”
Viktor Frankl (1905-1997)

Dies zu erkennen ist der erste Schritt auf deinem Weg, dein eigener Stress-Experte zu werden. Darauf kannst du aufbauen.

board-765311_640Um deine mentale Stresskompetenz zu stärken, wird es also ab jetzt darum gehen, deine persönlichen Stressverstärker zu identifizieren, selbstkritisch zu reflektieren und neue förderliche Gedanken und Einstellungen zu entwickeln.

Mit der Zeit gewinnst du mehr und mehr die Kontrolle über deine eigenen, oft automatisierten stressverstärkenden Gedanken. Du lernst, dass du nicht nur das Opfer deiner früheren Erfahrungen oder deiner äußeren Umstände bist, sondern auch, dass du dich weiterentwickeln kannst.

Du kannst lernen, deine Stressverstärker – selbst wenn du sie nicht komplett loswirst –  dann doch zumindest abzumildern, aufzuweichen und nach und nach eine positivere Einstellung und förderlichen gedanklichen Umgang mit den Anforderungen des Lebens zu enwickeln.

Dabei ist es wichtig, keinen naiven Optimismus walten zu lassen, in Form von positiven Affirmationen, wie “Chaka, du schaffst es!” – Das hilft vielleicht kurzfristig, aber nicht nachhaltig. Wichtig ist, dass du das, was du da sagst, auch so meinst, dass du es fühlen und umsetzen kannst. Nur dann wird es zu einer Erfahrung, die es dir erlaubt, einen gesunden Optimismus zu entwickeln und kompetent mit Belastungen umzugehen.

Optimismus besteht darin, aus einer Situation das Beste (= Optimum) zu machen
Viktor Frankl (1905-1977)

Ziel des mentalen Stressmanagements ist es also, dich dazu zu befähigen, aus jeder Situation das Beste zu machen.


Melde dich für das kostenlose Montagszitat an und erhalte jeden Montag einen wundervollen Gedanken, der dich zum Fliegen bringt!

Montagsspruch