Die Gewohnheit des Denkens

Sprü­che, Zita­te und Weis­hei­ten — ech­te Lebenshilfen

Es gibt aber­tau­sen­de Sprü­che, Zita­te und Weis­hei­ten, die wir täg­lich ver­wen­den, ohne wei­ter dar­über nach­zu­den­ken. Wir benut­zen sie meis­tens, weil sie gera­de gut zu einer bestimm­ten Situa­ti­on, Fra­ge­stel­lung oder Aus­sa­ge pas­sen. Aber auch im Gespräch mit Kli­en­ten, Kun­den, in Bera­tung, Coa­ching, The­ra­pie und Super­vi­si­on sind Sprü­che, Zita­te und Apho­ris­men ein her­vor­ra­gen­des Werk­zeug zur Kom­mu­ni­ka­ti­on, Selbst­re­fle­xi­on und Ent­wick­lung för­der­li­cher Gedan­ken und Lebenseinstellungen.

Phi­lo­so­phen, Mys­ti­ker und Gelehr­te aller  Zei­ten, wie Pla­ton, Epi­kur, Kon­fu­zi­us, Rumi, Osho, Lao­tse, Jid­du Krish­na­mur­ti, Eck­hart Tol­le und — um den weib­li­chen Pol nicht zu ver­nach­läs­si­gen — Hil­de­gard von Bin­gen, Tere­sa von Avi­la, Ber­ta von Sutt­ner, Simo­ne de Beau­voir, Mary Woll­stone­craft uvm. haben uns nicht nur schlaue Sprü­che hin­ter­las­sen, die uns beein­dru­cken und vor Ehr­furcht erstar­ren las­sen sol­len. Hin­ter ihren Aus­sa­gen steckt tie­fe Weis­heit und Erkennt­nis­se, die an die nach­fol­gen­den Genera­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wer­den dür­fen. Es han­delt sich bei die­sen Weis­hei­ten um grund­le­gen­de Din­ge, die den Men­schen ein Zusam­men­le­ben leich­ter und schö­ner machen. Es han­delt sich um uni­ver­sel­le Gesetz­mä­ßig­kei­ten des Lebens.

Sprü­che, Zita­te und Weis­hei­ten — ein gutes Werk­zeug in der Kommunikation

Ich per­sön­lich benut­ze auch ger­ne Zita­te, Apho­ris­men und Weis­hei­ten im Gespräch mit ande­ren. Nicht, weil ich damit prot­zen will, son­dern weil ich sie gezielt ein­set­ze, näm­lich spe­zi­ell im Gespräch mit Kli­en­ten, also in der Bera­tung und im Coa­ching. Auch in The­ra­pie und Super­vi­si­on wer­den Apho­ris­men und Zita­te mitt­ler­wei­le sehr erfolg­reich angewandt.

Sie sind ein her­vor­ra­gen­des Werk­zeug, um eige­ne fest­ge­fah­re­ne Mus­ter und Glau­bens­sät­ze zu hin­ter­fra­gen und sei­nen Hori­zont zu erwei­tern. Und zwar in dem Sin­ne, dass sie dazu anre­gen, über den Inhalt nach­zu­den­ken und zu eige­nen Erkennt­nis­sen zu kommen.

Wie könn­te das gemeint sein? Wie inte­re­pre­tie­re ich den Inhalt die­ses Spruchs? Ist das auch mei­ne Wahr­heit? Was macht die­ser Gedan­ke mit mir, wenn ich ihn höre? Wie geht es mir damit? Spü­re ich Widerstand?

Manch­mal hören oder lesen wir ein Zitat, und sofort geht uns das Herz auf. Wir sagen inner­lich ja dazu. Viel­leicht, weil wir im Leben Erfah­run­gen gemacht haben, auf die die­ser bestimm­te Spruch genau zutrifft.

Und dann gibt es Weis­hei­ten, die wir eine zeit­lang in uns wir­ken las­sen müs­sen, um sie zu erfas­sen, um sie zu ver­ste­hen und zu begrei­fen. Oft eröff­nen sich uns beim Phi­lo­so­phie­ren und Dis­ku­tie­ren dar­über ganz neue Wel­ten. Wir ler­nen uns dabei selbst bes­ser ken­nen und stau­nen viel­leicht über uns selbst.

Wenn sich bei bestimm­ten Aus­sa­gen Wider­stand regt, ist das für mich immer ein Zei­chen, genau­er nach­zu­fra­gen: Was genau stimmt mit die­ser Aus­sa­ge nicht? War­um spü­re ich dabei eine Faust im Magen? Wie sehe ich das? Es ist span­nend, mich dabei selbst zu beob­ach­ten. Mit mei­nen Kli­en­ten mache ich es genau­so. Wider­stand ist ein Zei­chen dafür, daß wir etwas nicht an uns her­an­las­sen wol­len — eine Art Schutz­me­cha­nis­mus. Dann ist es ange­sagt, die­sen Wider­stand zu ergrün­den und zu hin­ter­fra­gen. Oft ver­birgt sich dahin­ter eine Angst, etwas zu erfah­ren, das wir nicht wol­len oder zuge­ben zu müs­sen, daß wir mit unse­rer bis­he­ri­gen Ansicht falsch lagen, die Angst vor Gesichts­ver­lust etc. Hier­in liegt aber auch eine gro­ße Chan­ce zu Wachs­tum und Entwicklung.

Einen Spruch pro­vo­ka­tiv zu ver­wen­den kann hel­fen, eine Reak­ti­on hervorzurufen

Ich lie­be es, mit Apho­ris­men, Weis­hei­ten und Zita­ten zu arbei­ten. Ich erfah­re viel über mein Gegen­über, und das hilft mir und mei­nen Kli­en­ten in der Bera­tung oder im Coa­ching. Es geht ja nicht dar­um, mei­nen Gesprächs­part­ner davon zu über­zeu­gen, daß der Gedan­ke, den ich ihm gebe, rich­tig ist und zu sei­ner Wahr­heit wer­den soll. Viel­mehr rege ich dazu an, über eine bestimm­te Aus­sa­ge nach­zu­den­ken, sie in sich wir­ken zu las­sen und zu beob­ach­ten, was pas­siert (men­tal, emo­tio­nal und körperlich).

Dann beginnt der ver­ba­le Aus­tausch dar­über, und wir kön­nen gemein­sam ergrün­den, was gera­de in mei­nem Gesprächs­part­ner los ist und wo der Schuh drückt. Ich nutz­te Zita­te und Sprü­che auch ger­ne, um mein Gegen­über ein wenig zu pro­vo­zie­ren und ihr oder ihm auf die­se Wei­se eine Reak­ti­on zu ent­lo­cken, wenn ich das Gefühl habe, daß es hilf­reich ist.

Ob Weis­hei­ten, Zita­te und Apho­ris­men für Dich ein geeig­ne­tes Werk­zeug sein kön­nen, um pri­vat oder beruf­lich damit zu arbei­ten, kannst Du leicht her­aus­fin­den. Ent­we­der fühlst Du Dich sowie­so schon dazu hin­ge­zo­gen, und falls nicht — tra­ge Dich doch ein­fach für eine Wei­le in mei­nen Ver­tei­ler ein und erhal­ten jeden Mon­tag einen Gedan­ken, der Dich zum Nach­den­ken anregt, Dich moti­viert und Dein Leben schö­ner macht.

MontagsspruchWenn Du ger­ne mit Zita­ten und Sprü­chen arbei­ten möch­test, emp­feh­le ich Dir “Das Pro­blem, der Spruch, die Lösung — Apho­ris­men in Bera­tung, The­ra­pie und Super­vi­si­onvon Lud­ger Küh­ling. Das Arbeits­set besteht aus einem Taschen­buch und 86 Spruchkarten.

Auf Dein per­sön­li­ches Wachstum!

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