Bergkristalle

Berg­kris­tall: Der Joker unter den Edelsteinen

Kaum ein Stein ist so bekannt wie der Berg­kris­tall — und das auf der gan­zen Welt. Bis zum 17. Jahr­hun­dert glaub­ten die Men­schen, dass es sich beim Berg­kris­tall um ver­stei­ner­tes Eis han­del­te. Die Römer glaub­ten, im Berg­kris­tall sei der Sitz der Göt­ter, und die Bud­dhis­ten erhoff­ten sich bei der Medi­ta­ti­on mit einem Berg­kris­tall voll­kom­me­ne Erleuch­tung. 

BERGKRISTALL: har­mo­ni­sie­rend, Licht­brin­ger, Klar­heit, stim­mungs­auf­hel­lend, beru­hi­gend

Die­ser Quarz ist der Joker unter den Edel­stei­nen. Er kann Infor­ma­tio­nen auf­neh­men und abge­ben, Ener­gien ver­stär­ken oder abmildern.

Geo­lo­gie
Berg­kris­tal­le gehö­ren zu den Quar­zen und sind die zwei­häu­figs­te Mine­ral­an­rei­che­rung in unse­rer Erde. Sie bestehen aus rei­nem Sili­zi­um­oxid und Sauerstoff.

Ent­ste­hung
Aus Kie­sel­säu­re bil­det sich im Lau­fe von Jahr­mil­lio­nen unter gro­ßem Druck und hohen Tem­pe­ra­tu­ren in Hohl­räu­men ein kla­rer Berg­kris­tall. Die Kie­sel­säu­re­lö­sung kühlt nur sehr lang­sam ab. Bis ein Kris­tall “fer­tig” ist, kön­nen vie­le Mil­lio­nen Jah­re vergehen.

Bergkristall - ErdenhüterFund­or­te
Alpen, Bra­si­li­en, USA. Der größ­te Berg­kris­tall der Welt befin­det sich in Bay­ern und kann im Kris­tall­mu­se­um Rie­den­burg im Natur­park Alt­mühl­tal bewun­dert werden. 

Es han­delt sich dabei um eine 3 x 2 m gro­ße, 8 t schwe­re Berg­kris­tall­grup­pe, die 1981 im Wes­ten von Arkan­sas gebor­gen und von einem Bewun­de­rer nach Rie­den­burg gebracht wur­de. Solch gro­ße Kris­tal­le wer­den auch als Erden­hü­ter bezeichnet.

Far­ben
klar bis weiß, manch­mal mit Trü­bun­gen und Einschlüssen

Trans­pa­renz
durchsichtig

Mohs­här­te
Mit einer Mohs­här­te von 7 auf der 10-stel­li­gen Sca­la gehört die­ser Quarz zu den här­te­ren Steinen.

Name
Die Grie­chen nann­ten den Stein Krystal­los, was über­setzt “Eis” bedeutet.

Varie­tä­ten
Manch­mal ent­hal­ten die Kris­tal­le noch ein­ge­schlos­se­nes, Jahr­mil­lio­nen altes Urwas­ser. Die­se wer­den als Enhy­dro-Kris­tal­le bezeichnet.

Beson­ders rei­ne und kla­re Berg­kris­tal­le wer­den auch als Schwing­quar­ze oder Pie­zo­elek­tri­sche Kris­tal­le bezeich­net. Sie bestehen aus rei­nem Sili­zi­um­oxid und haben die Eigen­schaft, dass sie sich durch Druck oder Zug posi­tiv oder nega­tiv aufladen.

Es kommt vor, dass ein Kris­tall auch wei­ter wächst, näm­lich wenn neue “Nah­rung” hin­zu­kommt. Dann ent­steht ein so genann­ter Phan­tom­quarz, d. h. auf dem ers­ten Berg­kris­tall haben sich wei­te­re Mine­ra­li­en abge­la­gert, und man sieht die Grenzlinie.

Zepterkristall
Quel­le: www.hde.ch

Zep­ter­kris­tal­le sind auf bereits gewach­se­ne Kris­tal­le auf­ge­wach­sen. Der Unter­schied zum Phan­tom­quarz liegt dar­in, dass sie äußer­lich über die Kris­tal­le gewach­sen sind und ein gemein­sa­mes Wachs­tum aufweisen.

Beson­der­hei­ten
Es gibt männ­li­che und weib­li­che Berg­kris­tal­le. Sie kris­tal­li­sie­ren rechts gedreht (männ­lich) oder links gedreht (weib­lich) aus. Das bedeu­tet, sie zei­gen in ihren Spit­zen ver­schie­den­ar­ti­ge Kris­tall­struk­tu­ren. Es wur­de fest­ge­stellt, dass der weib­li­che Orga­nis­mus stär­ker auf die männ­li­chen Kris­tal­le reagiert  und der männ­li­che Orga­nis­mus stär­ker auf die weib­li­chen Kris­tal­le anspricht. Wer jedoch expli­zit männ­li­che oder weib­li­che Ener­gien haben möch­te, soll­te einen Kris­tall sei­nes eige­nen Geschlech­tes zur Behand­lung wählen.

Heil­wir­kung / Schutzwirkung
Der Berg­kris­tall hat stark hei­len­de Eigen­schaf­ten in vie­ler­lei Hin­sicht. Er bringt sei­nem Trä­ger Licht und eig­net sich auf­grund sei­ner har­mo­ni­sie­ren­den Eigen­schaf­ten sehr gut als Begleit­stein zu allen ande­ren Heil­stei­nen. Eine kla­re Berg­kris­tall­spit­ze in Ver­bin­dung mit Rosaquarz und Azu­rit bil­det einen her­vor­ra­gen­den Schutz vor Computerstrahlen.

Für mich per­sön­lich sym­bo­li­siert der Berg­kris­tall Rein­heit und Klar­heit. Wenn sich zu vie­le Gedan­ken in mei­nem Kopf tum­meln und ich kei­nen kla­ren Gedan­ken mehr fas­sen kann, neh­me ich einen Berg­kris­tall und tra­ge ihn eine Wei­le mit mir her­um. Schon bald kann ich wie­der klar den­ken und klar sehen.

Kör­per:

  • wirkt vor­beu­gend, hei­lend und rei­ni­gend auf die Blut­ge­fä­ße (Adern, Venen und Herzkranzgefäße)
  • för­dert die Durchblutung
  • löst Abla­ge­run­gen aus den Arte­ri­en­wän­den (Plaques) und
  • führt sie den Ent­gif­tungs­or­ga­nen Leber und Nie­re zu
  • regt den Fett­stoff­wech­sel an (in Ver­bin­dung mit rotem Jas­pis und Magne­sit) und lin­dert Verdauungsprobleme
  • för­dert Entgiftungsprozesse
  • beugt äuße­ren und inne­ren Geschwü­ren und krebs­ar­ti­gen Wuche­run­gen vor
  • beru­higt das Nervensystem
  • aus­glei­chen­de Pro­duk­ti­on roter und wei­ßer Blutkörperchen
  • lin­dert und heilt Leukämie
  • sta­bi­li­siert Blut­druck und Kreislauf
  • lin­dert Kopf­schmer­zen, Rücken­schmer­zen, Gliederschmerzen
  • lin­dert Augen­lei­den, Kurz­sich­tig­keit, Augen­trä­nen und Augen­star (hier den Berg­kris­tall vor­her an der Son­ne erwär­men und auf die Augen auflegen)
  • sorgt für gleich­mä­ßi­gen Muskelaufbau
  • lin­dert Unter­leibs- und Menstruationsbeschwerden
Amethyst mit Bergkristall
Ame­thyst mit Berg­kris­tall (Foto: Syl­via Geiss)

Psy­che:
Der Berg­kris­tall hat die Eigen­schaft, Erd­strah­len und Was­ser­strah­len in sich zu bin­den (beson­ders als Kugel) und die­se in posi­ti­ve Ener­gie umzu­wan­deln. Der Quarz rei­nigt Geist und See­le und löst Ener­gieblo­cka­den. Zudem ver­stärkt er die kris­tal­li­nen Eigen­schaf­ten im Körper. 

Er wirkt stim­mungs­auf­hel­lend, har­mo­ni­sie­rend, ent­span­nend, angst­lin­dernd und beru­higt das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem. Wer an dif­fu­sen, unbe­grün­de­ten Ängs­ten lei­det oder sich in irra­tio­na­le Ängs­te bis hin zur Panik hin­ein­stei­gert, tut gut dar­an, mit einem Berg­kris­tall zu arbeiten.

Der Berg­kris­tall ver­hilft sei­nem Trä­ger zu neu­er Zuver­sicht (spe­zi­ell bei Suchterkrankungen).

Schwing­quar­ze oder pie­zo­elek­tri­sche Kris­tal­le kön­nen wie ein Staub­sauger wir­ken und alles Belas­ten­de und Ver­kramp­fen­de aus Kör­per, Geist und See­le herausbefördern.

Die Zep­ter­kris­tal­le ver­stär­ken die Heil­wir­kun­gen des Berg­kris­talls und eig­nen sich gut als Badezusatz.

Cha­k­ren
Der Berg­kris­tall ist haupt­säch­lich dem Kro­nencha­kra zuge­ord­net. Er ist ein Licht­brin­ger und wirkt durch sei­ne har­mo­ni­sie­ren­den Schwin­gun­gen zugleich auch auf alle ande­ren Cha­k­ren (Wurzel‑, Sexual‑, Solarplexus‑, Herz, Hals‑, Drit­tes Auge und Kro­nencha­kra) ein.

Stern­zei­chen
Löwe

Anwen­dung
Mit Berg­kris­tall ener­ge­ti­sier­tes Was­ser kann getrun­ken wer­den. Auch als Bade­stein ist er her­vor­ra­gend geeig­net, ger­ne zusam­men mit ande­ren Stei­nen. Der Stein kann auch direkt am Kör­per getra­gen oder auf­ge­legt wer­den. Als Medi­ta­ti­ons­stein ver­schafft er Klä­rung, för­dert die Kon­zen­tra­ti­on und hebt und ver­stärkt alle Schwingungen. 

Der Berg­kris­tall hat die Eigen­schaft, in Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Stei­nen deren Wir­kung zu opti­mie­ren. So mäßigt er zu star­ke Stei­ne und ver­stärkt schwä­che­re Stei­ne. So gese­hen ist er ein Joker in jeder Hin­sicht. Der Berg­kris­tall zieht Käl­te aus den Füßen und ist daher sehr gut bei Fuß­bä­dern ein­zu­set­zen (ein­fach eine Hand­voll mit­tel­gro­ße Trom­mel­stei­ne in B‑Qualität mit hin­zu­ge­ben). Du kannst auch Dei­ne Fuß­re­flex­zo­nen damit stimulieren.

Hil­de­gard von Bin­gen emp­fahl, bei kör­per­li­chen Lei­den den Berg­kris­tall vor sei­ner Anwen­dung in der Son­ne zu erwär­men und dann auf die betref­fen­den Stel­len aufzulegen.

Bergkristall-GruppeDu kannst den Stein auch zur Ener­ge­ti­sie­rung von Räu­men auf­stel­len, z. B. eine schö­ne Berg­kris­tall-Grup­pe, eine Kris­tall-Kugel oder in Form der indi­schen Gott­heit Gane­sha, die Schutz­kraft für Haus und Wohnung.

Manns­ho­he Exem­pla­re von meh­re­ren hun­dert Kilo Gewicht wer­den auch als Erden­hü­ter-Kris­tal­le bezeich­net. Sol­che Stei­ne wur­den noch vor eini­gen Jah­ren von so genann­ten “Strah­lern” in der Schweiz gefun­den. In Atlan­tis dien­ten ca. 80 m hohe Berg­kris­tall­spit­zen als “Sen­de­mas­te”. Die Eigen­schaf­ten der natür­lich gewach­se­nen Schwing­quar­ze, Infor­ma­tio­nen auf­neh­men und wie­der abge­ben zu kön­nen, mach­te sich auch die Elek­tro­in­dus­trie zunut­ze. In nahe­zu jedem elek­tro­nisch gesteu­er­ten Gerät ist Sili­zi­um ent­hal­ten (heu­te gezüch­tet, frü­her in Form natür­li­chen Bergkristalls).

Als Dor­je (sprich Dord­sche, aus dem Tibe­ti­schen = Herr der Stei­ne, qua­li­ta­tiv und emo­tio­nal über den Din­gen ste­hend)  gear­bei­tet und senk­recht am Kör­per getra­gen akti­viert der Berg­kris­tall die kör­per­ei­ge­ne Yin-Yang-Ener­gie und öff­net die Ver­bin­dung zwi­schen Him­mel und Erde, ver­bin­det also die irdi­schen mit den himm­li­schen Energien.

Dor­je lei­ten see­li­sche und kör­per­li­che Beschwer­den aus, akti­vie­ren die Kraft­re­ser­ven des Kör­pers und hel­fen, kör­per­ei­ge­ne Kräf­te gezielt und gleich­mä­ßig einzusetzen.

Waa­ge­ge­recht am Kör­per getra­gen bie­ten Dor­je einen Schutz vor angrei­fen­den oder absau­gen­den Ener­gien. Ener­gie-Vam­pi­re haben kei­nen Zugriff auf die Ener­gie-Reser­ven eines Dor­je-Trä­gers. Nega­ti­ve Ein­flüs­se wer­den vom Kör­per abgehalten.

Cross-Dorje Ein Dop­pel-Dor­je oder Cross-Dor­je stellt die ener­ge­ti­sche Öff­nung nach allen Sei­ten dar. Er öff­net blo­ckier­te Cha­k­ren und bie­tet durch sei­ne poten­zier­te Wir­kung einen noch grö­ße­ren Schutz­fak­tor, wie der ein­fa­che Dor­je. Du soll­test des­halb vor dem Kauf eines Cross-Dor­je prü­fen, ob Du die Cha­k­ren­öff­nung und die ein­strö­men­den Ener­gien auch ver­kraf­ten und beherr­schen kannst. Sonst lie­ber erst mal einen ein­fa­chen Dor­je nehmen.

Pfle­ge
Wenn Du viel mit Berg­kris­tal­len arbei­test, soll­test Du sie je nach Anwen­dung min­des­tens 14-tägig rei­ni­gen. Bei sehr inten­si­ven Anwen­dun­gen emp­fiehlt sich eine Rei­ni­gung direkt nach der Anwen­dung. Hier­für genügt es, den Berg­kris­tall tro­cken mit Hima­la­ya-Salz abzu­rei­ben oder ihn für min­des­tens eine hal­be Stun­de in Hima­la­ya-Salz­so­le ein­zu­le­gen. Danach mit kla­rem Was­ser abspülen.

Es gibt Emp­feh­lun­gen, den Quarz in der Son­ne bzw. in einer Berg­kris­tall-Grup­pe aufzuladen.

Warn­hin­wei­se
Bei der Rei­ni­gung von Schmuck­stü­cken mit Salz kön­nen die Poli­tur des Stei­nes, Ver­schlüs­se und Metall­tei­le vom Salz ange­grif­fen werden.

Der Berg­kris­tall ist ein Quarz, er ist durch gro­ße Hit­ze ent­stan­den, und zu gro­ße Hit­ze kann ihn zer­stö­ren. Im Som­mer daher den Berg­kris­tall nicht all­zu lan­ge der pral­len Son­ne aus­set­zen, er kann bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren zerspringen.

Bergkristall-KugelBezug
Der Berg­kris­tall wird in allen Varia­tio­nen ange­bo­ten, als Roh­stein bzw. natür­lich gewach­se­ner Kris­tall, als Trom­mel­stein und Hand­schmeich­ler, als geschlif­fe­ne Schmuck­stei­ne und auch als Kris­tall-Kugel. Es gibt auch künst­lich gewach­se­ne Kris­tal­le, die in ihrer Heil­wir­kung den natür­lich gewach­se­nen in nichts nachstehen. 

Über Berg­kris­tal­le gibt es noch so viel zu sagen. Wenn Du Dich näher mit die­sen Quar­zen befas­sen möch­test, emp­feh­le ich Dir Das Gro­ße Lexi­kon der Heil­stei­ne, Düf­te und Kräu­ter von Ger­hard Guthmann.

Nächs­te Woche: Der magi­sche Karfunkel


Bild­quel­len: Pixabay

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