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Wie Reinkarnation und Karma deine innere Heilung beschleunigen

Reinkarnation und Karma

Ich hatte heute sehr interessante Gespräche zu den Themen REINKARNATION und KARMA.

Eine Frau meinte,  sie glaube nicht an Reinkarnation, obwohl sie schon einiges darüber gehört und gelesen hatte. Zumindest sei sie hin- und hergerissen, wenn sie darüber nachdenkt. Als ich sie fragte, wohin ihrer Meinung nach die Seele nach dem physischen Tod geht, meinte sie, auch die Seele würde sterben.

Ein Mann sagte, er sei der Meinung, daß Reinkarnation nicht real sein könne, weil er sich das nicht vorstellen kann.

Ich finde diese Gedanken hochspannend. Zeigen sie doch, wie konditioniert und indoktriniert wir sind und wie schwer es vielen fällt, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich für andere Lebensweisheiten zu öffnen. Das ist sehr schade, denn diese eingeschränkte Sichtweise behindert viele Menschen auf ihrem Entwicklungs- und Heilungsprozeß.

Dabei ist die Reinkarnationslehre grundsätzlich keine Frage des Glaubens. Aber bei vielen eben doch! Vor allem in der westlichen Welt, und besonders im Christentum. Und gerade das ist paradox, denn Jesus lehrte die Reinkarnation bereits zu seinen Lebzeiten. Es stand sogar in der Bibel. Allerdings wurde die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach “überarbeitet”, oder besser gesagt, verfälscht. Ganze Passagen wurden entfernt, darunter die Reinkarnationslehre.

hummingbird-hawk-moth-542500_640Es ist nicht erstaunlicher, zweimal geboren zu werden als einmal. Alles in der Natur ist Auferstehung.

Voltaire (1694-1778)

Im Buddhismus gibt es die Reinkarnationslehre ebenso wie im Hinduismus. Die vedischen Schriften gelten als die ältesten Quellen über die Reinkarnationslehre. Sie sind über 5.000 Jahre alt.

Auch im Judentum gibt es die Reinkarnationslehre. So ist im Zohar, dem wohl bedeutendsten Schriftwerk in der Kabbalah zu lesen, daß alle Seelen durch die Prüfungen der Seelenwanderungen gehen.

Reinkarnationslehre im Islam? Ja, auch im Koran steht: “Gott erzeugt Wesen und sendet sie immer wieder zurück, bis sie zu ihm zurückkehren.”

Warum ist die Reinkarnationslehre aus vielen Schriften der Weltreligionen verschwunden?

Bereits beim Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. bereitete dem damaligen Kaiser Konstantin die Reinkarnationslehre großen Verdruß. Der blutrünstige Konstantin wollte die Kirche als Werkzeug zum Ausbau seiner Macht gewinnen.

Er brauchte massenhaft Soldaten, um Kriege zu führen. Da paßte ihm der Reinkarnationsgedanke nicht in den Kram. Was, wenn der einfache Mann weiß, daß er wiedergeboren wird und womöglich auch noch auf der Seite des Feindes? Das würde ihn als Soldaten unbrauchbar machen. Da die damaligen Staatsoberhäupter und kirchlichen Würdenträger das einfache Volk nicht gerade fein behandelten, mußten sie selbst fürchten, sich gemäß dem Prinzip des Karma sowie der Reinkarnationslehre für ihre Schandtaten verantworten zu müssen.

Diese Machtgier, die Konstantin an den Tag legte, hatten natürlich auch nachfolgende Herrscher. Und so wurde versucht, die Reinkarnationslehre komplett aus den christlichen Lehren zu löschen. Aufmerksame Leser stoßen allerdings auch heute immer noch auf Textstellen, die auf die Reinkarnationslehre Jesu Christi hinweisen.

Allerdings stellt sich mir die Frage, warum Herrscher nicht schon früher auf die Idee kamen, die Reinkarnationslehre aus den Schrfiften zu verbannen, denn es dürfte solche Machtgierigen ja auch vor dem Jahr 325 schon gegeben haben, denen der Reinkarnationsgedanke möglicherweise im Wege stand.

Mehr über die Historie der Reinkarnationslehre findest Du auf den Seiten von Jürgen Caspari.

notre-dame-503866_640Mit der Zeit entstand der Ablaß-Handel. Die Kirchen propagierten die Erbsünde, die angeblich mit dem Sündenfall von Adam und Eva herbeigeführt wurde und an dem jeder Mensch als deren Nachfahre seitdem teilhabe. Dann erzählte sie ihren Schäflein, daß sie für einen gewissen Geldbetrag ihre Seele von ihren Sünden reinwaschen und in den Himmel kommen konnten. Falls sie dies nicht täten, würden sie im ewigen Fegefeuer schmoren.

Diese Doktrin hat sich bis in die heutige Zeit gehalten. Denn das Schuldprinzip ist für Kirchen und Regierungen ein lukratives Geschäft, bringt es doch Milliarden in die Kassen. Im Mittelalter florierte der Ablaßhandel, heute sind es Steuern und Abgaben.

Leider brennen sich Glaubenssätze, die wir ungeprüft übernommen haben, dermaßen in unsere Hirnwindungen ein, daß sie unser ganzes Leben beeinflussen, ja oft sogar bestimmen. Deine Eltern wußten es vielleicht nicht besser. Aber Du kannst Dich selbst informieren, Du darfst selbständig denken und nachforschen, wenn Dich etwas interessiert – hier und heute. Ich empfehle Dir, nicht alles zu glauben, was Dir in der Schule, von der Kirche oder von den Mainstream-Medien eingetrichtert wird.

Wie Reinkarnation und Karma deine Heilung beschleunigen

amazing-736877_640Die Rückkehr zum Reinkarnationsgedanken und die Beschäftigung mit dem Karma, also dem Prinzip von Ursache und Wirkung, können Dir eine große Hilfe bei Deinem inneren Friedensprozeß sein. Dein Bewußtsein in diese Richtung auszudehnen, ermöglicht es Dir, ein Feld entstehen zu lassen, in dem Heilung geschehen kann. Besonders dann, wenn Du schwere Gewalt- und Verlusterfahrungen gemacht hast.

Rückführungen sind beispielsweise gut geeignet, um zu erfahren:

  • Ob Du schon einmal gelebt hast
  • Wie Du gelebt und was Du gemacht hast
  • Was Deine Lebensaufgabe war bzw. ist
  • Was mit Deiner Seele nach dem Tod passiert
  • Warum Du bestimmte Erfahrungen (immer wieder) machst…

Wir werden nicht zufällig irgendwohin geboren. Und das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) ist mit der Reinkarnationslehre eng verbunden.

Ich schreibe derzeit an meinem Buch zum Thema Trauma und Universelle Gesetzmäßigkeiten. Es soll bis zum Ende dieses Jahres fertigwerden. Und ich habe hier einige Auszüge für Dich, die sich speziell mit den Themen Karma und Reinkarnation befassen:

Karma – das Prinzip von Ursache und Wirkung

Nichts geschieht rein zufällig, alles folgt einer Ordnung, folgt universellen Gesetzmäßigkeiten.

Aktion = Reaktion oder anders ausgedrückt: Was du säst, das wirst du ernten. Der Ausdruck “Karma” kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Wirken”. Demnach hat jeder Gedanke und jede Handlung Auswirkungen auf alles. Das heißt, jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die in genau der gleichen Qualität zum Absender zurückkehrt. Zeit spielt dabei keine Rolle. Zwischen Ursache und Wirkung können wenige Minuten, aber auch Tage, Monate, Jahre, ja sogar mehrere Leben liegen […].

middle-ages-58069_640Das Karma-Prinzip hilft uns, die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die uns im Leben wiederfahren, zu verstehen. Wird ein Mensch mißhandelt, vergewaltigt oder ermordet, wird ihm nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung irgendwann etwas in genau der gleichen Qualität passieren. Dies kann im aktuellen Leben geschehen oder in einem anderen. Anders ausgedrückt kann man auch sagen: Was du jemandem antust, wirst du selbst erleiden müssen. Oder: was du säst, das wirst du ernten.

Es ist ratsam, nicht nur auf dein Verhalten, sondern auch auf die Qualität deiner Gedanken zu achten. Wie du andere behandelst, so wirst du selbst behandelt werden. Daher kommt auch die Weisheit: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu” (= Kategorischer Imperativ nach Immanuel Kant).

Wenn du also den Wunsch verspürst, dich für eine Tat zu rächen, so ist das nach menschlichen Maßstäben zwar verständlich, doch möglicherweise erzeugst du damit neues Karma. Auf diese Weise wird das Prinzip von Aktion und Reaktion fortgesetzt werden, so lange, bis du dich in eine höhere Bewußtseinsstufe hineinentwickelt hast und das karmische Rad beenden kannst.

Es gibt keine größere Gerechtigkeit im Universum,
 als das Prinzip von Ursache und Wirkung!

mysticism-666965_640Das Leben zwischen den Leben

Was passiert mit der Seele zwischen zwei Inkarnationen? Bevor eine Seele inkarniert, schmiedet sie einen Lebensplan mit allen darin enthaltenen Lernaufgaben, die sie für ihre Weiterentwicklung braucht. Dies geschieht auf den Astralebenen, wo die Seele nach dem physischen Tod “Urlaub” von ihrer Inkarnation macht und darüber reflektiert, ob sie ihre Lektionen gelernt und ihre Lebensaufgabe erfüllt hat. Die Astralebenen sind Orte des Lernens, hier finden wir unseren Seelenpartner, mit dem wir ewig verbunden sind, unsere Ergänzungshälfte oder auch Zwillingsseele. Auch unsere Seelengruppe, der wir angehören, unsere Lichtfamilie, geistigen Helfer und Führer erwarten uns dort und helfen uns, unser Leben zu reflektieren und uns weiterzuentwickeln. Dies tun sie auch, wenn wir inkarniert sind, jedoch haben viele den Zugang zu ihren Geistführern nicht, weil

  • sie sich dessen nicht bewusst sind,
  • sie nicht daran glauben oder
  • der Zugang blockiert ist.

In vielen Rückführungen, die ich leitete, haben meine Klienten sich mit ihrem Geistführer verbunden, der sie auch durch die Rückführung begleitete. Manchmal sind es verstorbene Verwandte, manche Klienten sehen auch Engel. Wieder andere nehmen einfach nur eine Energieform wahr mit einer bestimmten Farbe oder Schwingung. Es sind auch sehr lustige Wesenheiten dabei, die sich gerne mal einen Scherz erlauben, was ihre Gestalt anbetrifft […].

Denn die Geistige Welt ist keineswegs bierernst oder todtraurig. So etwas gibt es nur in der Dualität bei uns Menschen. Unsere geistigen Geschwister haben jede Menge Sinn für Humor, und das zeigen sie uns auch immer wieder. Du würdest erstaunt sein.

Vorbereitung auf die nächste Inkarnation

Damit eine Seele ihre Lektionen in einer neuen Inkarnation lernen kann, braucht sie natürlich Unterstützung. Die bekommt sie von anderen Seelen, die sich zur Verfügung stellen, um der Seele ihre Lernaufgaben zu ermöglichen und sich selbst dabei auch weiterzuentwickeln. Dazu müssen gewisse Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es der Seele erlauben, ihre Erfahrungen als Mensch zu machen. Dies macht sie, in dem sie sich ihre Eltern aussucht.

Mit der Wahl der Eltern bestimmt die Seele innere und äußere Merkmale, wie bestimmte Charaktereigenschaften, Hautfarbe, Nationalität, Religion und die politischen und wirtschaftlichen Umstände, in die sie hineingeboren wird. Sie entscheidet beispielsweise, ob sie in einem kleinen Dorf in Afrika in erbärmlichen Verhältnissen ihre Erfahrungen machen möchte oder lieber im modernen Europa bei wohlhabenden Eltern.

Ebenso sucht sie sich die Zeitschiene aus, in die sie hineingeboren werden will. Zum Beispiel kann sie wählen, ob sie im Mittelalter leben will oder im 21. Jahrhundert oder von uns aus gesehen in der Zukunft, z. B. im Jahr 4.000 n. Chr. Alles, was im Einklang mit den Naturgesetzen steht, ist im Kosmos vorhanden, so auch alle Zeitepochen […].

“Eine kleine Seele spricht mit Gott” von Neal Donald Walsh

cloud-600224_640Eine junge Seele möchte erfahren, was Vergebung bedeutet. Sie beschließt zu inkarnieren, um diese Erfahrung in der Dualität machen zu können. Dabei fällt ihr ein, daß sie dazu ja eine zweite Seele braucht, die sich ihr als Täter zur Verfügung stellt, damit die kleine Seele lernen kann, was Vergebung ist. Und tatsächlich findet sich eine andere Seele, die sich bereit erklärt, der kleinen Seele etwas Schreckliches anzutun, damit sie lernen kann zu vergeben. Als die kleine Seele fragt, warum die andere diese schreckliche Tat für sie tun will, erhält sie zur Antwort: Weil ich dich liebe!

PDF-Icon Die kleine Seele

Vergebung bei Mord?

In vielen Gesprächen mit Angehörigen von Mordopfern habe ich gehört, daß ihnen Vergebung nicht möglich ist, wenn ihr geliebter Mensch absichtlich getötet wurde.

Wenn Du jetzt weißt, daß beide, Opfer und Täter, dies vor ihrer Inkarnation so verabredet haben, könnte Dir das helfen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen und ein größeres Verständnis für die Geschehnisse um Dich herum und in der Welt zu bekommen?

Verstehen ist der erste Schritt auf Deinem inneren Friedensprozess. Wenn es Dir jetzt noch nicht gelingt, dem Täter zu vergeben, ist das völlig in Ordnung. Was nicht geht, geht nicht. Und wenn es in diesem Leben nicht geht, dann vielleicht in einem anderen. Du hast alle Zeit der Welt, und Du darfst Dich in dem Tempo entwickeln, wie es für Dich gut und angenehm ist.


Literatur:

“Jede Seele plant ihren Weg – warum leidvolle Erfahrungen nicht sinnlos sind” von Robert Schwartz

“Seelenverträge: Absprache in Liebe” von Leila Eleisa Ayach

“Rückführung in frühere Leben” von Jan Erik Sigdell

“Ich bin das Licht – eine kleine Seele spricht mit Gott” von Neil Donald Walsh

Hypnose mittels Pendel

Keine Angst vor Hypnose

Hast du Angst vor Hypnose?

Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie Angst vor Hypnose haben. Sie würden zwar gerne eine Hypnosesitzung oder eine Rückführung haben, fürchten aber, dass der Behandler in der Trance mit ihnen etwas machen könnte, das sie nicht wollen oder dass sie in der Hypnose Dinge sagen oder tun könnten, die ihnen im Nachhinein peinlich sein würden…

In vielen Gesprächen, die ich mit Laien bisher über Hypnose geführt habe, trat die Befürchtung zutage, dass der Hypnotiseur die Macht hätte, Menschen nach Belieben zu manipulieren und fernzusteuern.

Das ist Quatsch!

Dieses Vorurteil möchte ich entkräften und dir die Angst vor einer Hypnose nehmen. Denn diese Annahme ist völlig falsch. Der Hypnotiseur hat keineswegs die Macht, dich nach seinem Gutdünken fernzusteuern. Ja, er hat  – genau genommen – nicht einmal die Macht, dich zu hypnotisiern. Ja, du hast richtig gelesen.

Kein Mensch hat jemals einen anderen
Menschen in Trance versetzt!

Wer das von sich behauptet und damit prahlt, ist ein Schwätzer, der lediglich sein Ego polieren will.

Ob du in einen Trancezustand kommst, ist einzig und allein deine Entscheidung. Der Hypnotiseur kann einen noch so tollen Einleitungstext haben und diesen mit den besten Einstreutechniken spicken. Wenn du ihm nicht vertraust oder nicht bereit bist, dich darauf einzulassen und dich (ein Stück weit) fallenzulassen, wirst du nicht in Trance gehen.

Niemand kann dich hypnotisieren,
außer du dich selbst.

Na, wenn das nicht beruhigend ist… Der Hypnotiseur hilft dir lediglich dabei, in den Trancezustand zu gelangen. Er bereitet dir sozusagen den Weg. Er sorgt dafür, dass du dich wohlfühlst und es gemütlich hast. Er hilft dir, dich zu entspannen, damit du deine Aufmerksamkeit von außen nach innen lenken kannst.

Und du darfst gewiss sein, dass unter unter Hypnose keine Dinge tun wirst, vor denen du auch im Wachzustand zurückschrecken würdest. Jeder Mensch hat gewisse Hemmschwellen, die er niemals überschreiten würde. Wenn du also im Wachbewusstsein keinen Mord begehen oder nackt auf dem Tisch tanzen könntest, so wirst du das unter Hypnose auch nicht tun.

Noch einmal:
Kein Mensch kann dich in Trance versetzen,
außer du dich selbst!

Was Hypnose ist und wie genau sie funktioniert, wird in dem Artikel Hypnotherapie und „Hypnosystemische Therapie“ von Gerlinde Meijer & Heribert Döring-Meijer kurz und knackig erklärt. Besser kann ich es nicht beschreiben, deshalb möchte ich dir diesen Artikel sehr ans Herz legen.

Wozu ist eine Hypnose gut?

Durch die Tranceinduktionen wird dem Klienten der Zugang und die Aufmerksamkeit auf unwillkürliche Prozesse, auf das „Unbewusste„ ermöglicht (Meijer G. & H. Döring-Meijer). Mit Hilfe des Unbewussten (auch Unterbewusstsein genannt) können positive und kreative Lösungen erarbeitet werden, die der Klient in der für sich angemessenen Zeit in sein Leben integrieren kann.

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar
Antoine de Saint-Exupéry

Ich selbst arbeite auch sehr gern mit Trance-Sitzungen und Rückführungen. Das Erleben von Empfängnis, Geburt und des eigenen Todes bzw. des Zustandes nach dem Tod sind gut geeignet, um Bewusstseinsbegrenzungen aufzuheben und den geistigen Horizont zu erweitern.

Ein tiefgreifender Heilungsprozess
kann angeregt werden.

Auch hypnotische Sprachmuster nach Milton Erickson (1901-1980), die Arbeit mit Metaphern oder geführte Meditationen sowie Imaginationsübungen sind sehr wirksam und effektiv.

Fakt ist:

Grundsätzlich musst du vor Hypnose keine Angst haben. Wenn du Vertrauen zu deinem  Therapeuten oder Coach hast, musst du dich nicht fürchten. Die meisten Menschen haben meines Erachtens eher Angst vor dem, was sie in der Hypnose sehen oder erleben könnten, z. B. dass sie schon einmal gelebt haben oder dass sie in einem früheren Leben etwas Schreckliches erlebt haben, vielleicht ein Opfer oder ein Schurke gewesen sind.

Diese Vorstellung schreckt viele ab, eine Rückführung oder Hypnosesitzung zu machen. Das ist sehr menschlich und verständlich, denn es besteht die Möglichkeit, dass ihr bisher vertrautes Weltbild im wahrsten Sinne des Worts “ver-rückt” werden könnte. Und das ist für den einen oder anderen ggf. schwer zu verdauen.

Aber du darfst beruhigt sein: Dein Unbewusstes wird nichts freigeben, womit du im Wachzustand und im Alltag nicht umgehen könnten. Eine geniale Schutzmaßnahme des LEBENS, nicht wahr?

In diesem Sinne wünsche ich dir spannende und heilsame Erfahrungen.

 


Literatur und Quellen:

Erickson M.H., E.L. Rossi & S.L. Rossi (1978): Hypnose. – Reihe Leben Lernen, Bd. 35. – Pfeiffer

Meijer, G. & H. Döring-Meijer: Hypnotherapie und „Hypnosystemische Therapie“ – http://www.claro-vita.net

Schmidt, G. (2010):  Wie hypnotisieren wir uns erfolgreich im Alltag – Einführung in hypnosystemisches Empowerment. – Workshop auf dem Kongress “Mentales Stärken” in Heidelberg, Oktober 2010. –  Auditorium Netzwerk.

Zeig, J. (2013): Meine Stimme begleitet Sie überall hin – ein Lehrseminar mit Milton Erickson. – 11. Auflage, Klett-Cotta.


Bildquelle Beitragsbild oben (Taschenuhr): http://www.gateofmindpower.com

 

So viel vor… wie Angst lähmt

Morgen hab ich viel vor

Du gehst am Abend zu Bett mit dem Gedanken an deine To-do-Liste für den nächsten Tag und nimmst dir vor, mindestens zwei Drittel davon abzuarbeiten. Du hast einen Zeitplan gemacht und deine Aktivitäten gut durchdacht und geplant.

Dann klingelt der Wecker, es ist 7.00 Uhr… du haust drauf, drehst dich um und… zum Glück hast du eine Wiederholungsfunktion… es ist 7.10 Uhr… der Wecker klingelt erneut. Du haust nochmal drauf und denkst, ach, nur noch ein paar Minuten… und während du das denkst, schläfst du auch schon  wieder ein. Um 7.20 Uhr klingelt der Wecker in drittes Mal.

Du weißt genau, wenn du jetzt draufhaust und nicht gleich aufstehst, ist der Tag gelaufen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Immer diese Sache mit der Disziplin

Du ärgerst dich über dich selbst, weil du mal wieder nicht die Disziplin hattest, beim ersten Klingeln aus dem Bett zu springen. Dein Mann ist schon seit 2 Stunden aus dem Haus. Du machst dir also erst mal einen Kaffee, dann schaltest du das Frühstücksfernsehen an und drückst dir nebenbei ein Weißmehlbrötchen mit Butter und Marmelade rein.

Mist, auch das noch. Du wolltest doch streng mit dir sein und bis zum Mittagessen nur Obst zu dir nehmen. Du gehst ins Bad, wäschst dir das Gesicht und putzt dir die Zähne. Zum Duschen und Anziehen hast du überhaupt keine Lust. Am liebsten würdest du vor dem Frühstücksfernsehen sitzen bleiben und vergessen, dass du heute so viel zu tun hast. Da fällt dir deine To-do-Liste wieder ein. Du nimmst sie dir vor und… dir wird schlecht.

Du legst sie wieder zur Seite und setzt erst einmal eine Waschmaschine mit Buntwäsche auf. Dann schaltest du deinen PC ein und checkst deine E-Mails – immer noch im Schlafanzug.

Rast- und Ruhelosigkeit

Anstatt den ersten Punkt auf deiner Liste anzugehen, wanderst du rastlos in deiner Wohnung umher. Du hast Angst. Angst vor diesem Telefonanruf, der so unangenehm ist… Angst vor einem “Nein”… Angst vor der Ablehnung deiner neuen Geschäftsidee… Angst vor unangenehmen Fragen, die du (noch) nicht beantworten kannst… Angst, keine Interessenten zu gewinnen und am Ende des Monats deine Rechnungen nicht bezahlen zu können… Du weißt genau, wenn du das heute nicht hinkriegst, wirst du heute Nacht wieder nicht schlafen können.

Du gehst deine To-do-Liste noch einmal durch und suchst dir einen Punkt raus, der dir leichter fällt zu erledigen. Du kannst dabei in deiner Komfortzone bleiben und musst nicht da raus, in diese Welt voller Hyänen, die alle um dasselbe Stück Fleisch kämpfen.

Ok, dieser Punkt ist abgehakt. Mal sehen – was kommt als nächstes? Steuerunterlagen zusammenstellen, einen Zahnarzttermin machen, endlich diesen blöden Nachsendeantrag stellen. Aber dafür müsstest du zur Post – oder kann man das auch online machen? Du gehst ins Internet, um das zu recherchieren. Da fällt dein Blick auf die aktuellen Nachrichten auf der Startseite deines Browsers. Du klickst auf die Überschrift, die dich gerade am meisten fesselt und merkst dabei nicht, wie du dich immer mehr und mehr verzettelst.

Der Druck wird größer

Mittlerweile ist es 14 Uhr. Du hättest immer noch genug Zeit, das eine oder andere von deiner Liste abzuarbeiten. Aber jetzt ist es auch schon egal. Dann mache ich es eben morgen, sagst du zu dir selbst. Du machst dir was zu Essen, bleibst in deinen Schlumperklamotten und machst es dir auf der Couch gemütlich. Beim Zappen durch die Kanäle empfindest du Langeweile. Aber auch so etwas wie Unruhe, der innere Druck baut sich mehr und mehr auf. Deine Laune verschlechtert sich zusehends.

haareraufen[Bildquelle: littlemisswife.com]

Das Telefon klingelt, es ist deine beste Freundin. Du siehst ihre Nummer im Display und beschließt, nicht ranzugehen. Du fühlst dich dermaßen elend, dass du niemanden sehen und mit niemandem sprechen willst, nicht einmal mit ihr.

Das schlechte Gewissen

Damit du das Gefühl hast, wenigstens ein bisschen was getan zu haben, nimmst du dir nochmal deine To-do-Liste vor. Mittlerweile ist es 15.30 Uhr. Deine innere Unruhe wird immer größer, die Anspannung immer stärker. Du fragst dich, was du deinem Mann nachher erzählen wirst, wenn er nach Hause kommt. Dann beschließt du, dich doch noch ein wenig frisch zu machen, ziehst dich an, machst dir die Haare, legst ein wenig Make up auf und rufst deinen Zahnarzt an, um einen Termin zu machen. Ok, dieser Punkt ist erledigt. Dann gehst zur Post und stellst deinen Nachsendeantrag. Prima, auch das wäre geschafft. Deine Laune verbessert sich wieder etwas, und du machst noch deine Einkäufe für’s Abendessen.

17.30 Uhr – du hängst noch schnell die Wäsche auf, danach fängst du mit den Vorbereitungen für’s Abendessen an. Dein Mann kommt nach Hause und sagt: “Na, Schatz, wie war dein Tag? Konntest du alles erledigen, was du dir vorgenommen hast? Ich habe dich heute extra nicht angerufen, um dich nicht zu stören.”

Jetzt hat dein schlechtes Gewissen endgültig die Oberhand. Du hast Stress, und zwar richtigen Stress. Es vibriert in deiner Magengrube, und du fragst dich, ob es irgend etwas gibt, was du zu deiner Rechtfertigung vorbringen kannst. Fieberhaft überlegst du, was du ihm sagen könntest. “Mir ging es heute gar nicht gut. Ich habe schon den ganzen Tag so ein flaues Gefühl im Magen. Ich glaube, ich brüte etwas aus. Ich musste mich vorhin sogar hinlegen. So ein Mist, ich hatte mir so viel vorgenommen und hab wieder nichts geschafft.”

So geht’s nicht weiter

Auch das noch, jetzt lüge ich ihn auch schon an, denkst du dir. So geht das nicht weiter. Der Druck und die Schuldgefühle werden immer größer. Du quälst dich mit Selbstvorwürfen. Du fragst dich: was kann ich nur tun, um mehr Disziplin aufzubringen, die Aufschieberitis und die Angst vor unangenehmen Aufgaben zu überwinden?

Hilfe ist angesagt

Angst ist eine lähmende Energie. Diese Geschichte ist ein klassischer Fall für eine Beratung oder ein Coaching. Hier kannst du gemeinsam mit deinem Coach beleuchten, was hinter deinem Verhaltensmuster  steckt. Wenn du Wert darauf legst, die Ursache für deine Ängste herauszufinden, kannst du das beispielsweise mittels Hypnose oder Rückführung tun.

In der Trance können Dinge wieder erinnert werden, die vergessen wurden, alte Muster und Verhaltensweisen bewusst gemacht und Blockaden gelöst werden.  Mit Hilfe des Unterbewusstseins werden positive und kreative Lösungen erarbeitet, die du in der für dich angemessenen Zeit in dein Leben integrieren kannst.

Du kannst auch mit EFT arbeiten, der Meridianklopftechnik. Sie wird in der Therapie und in der Selbsthilfe eingesetzt, ist sehr leicht zu erlernen und anzuwenden. EFT wirkt oft da, wo sonst nichts mehr hilft. Es wirkt auch dann, wenn du die Ursachen für deine Angst nicht kennst.

Mein Sofort-Tipp:

  • Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Schnell stellt sich sonst ein Gefühl von Überforderung ein.
  • Teile dir deine Vorhaben in kleinere Happen auf.
  • Übelege, welche Dinge du delegieren kannst.
  • Und baue immer einen Zeit-Puffer für unvorhergesehene Dinge ein.
  • Wenn du alleine nicht weiterkommst, hol dir Hilfe. Oft genügt schon ein Gespräch mit einer vertrauten Person.
  • Reicht das nicht aus, suche dir einen Coach, der dich bei deiner Herausforderung unterstützt.

Du darfst es! 🙂