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Wie Reinkar­na­ti­on und Kar­ma dei­ne inne­re Hei­lung beschleunigen

Reinkar­na­ti­on und Karma

Ich hat­te heu­te sehr inter­es­san­te Gesprä­che zu den The­men REINKARNATION und KARMA.

Eine Frau mein­te,  sie glau­be nicht an Reinkar­na­ti­on, obwohl sie schon eini­ges dar­über gehört und gele­sen hat­te. Zumin­dest sei sie hin- und her­ge­ris­sen, wenn sie dar­über nach­denkt. Als ich sie frag­te, wohin ihrer Mei­nung nach die See­le nach dem phy­si­schen Tod geht, mein­te sie, auch die See­le wür­de sterben.

Ein Mann sag­te, er sei der Mei­nung, daß Reinkar­na­ti­on nicht real sein kön­ne, weil er sich das nicht vor­stel­len kann.

Ich fin­de die­se Gedan­ken hoch­span­nend. Zei­gen sie doch, wie kon­di­tio­niert und indok­tri­niert wir sind und wie schwer es vie­len fällt, über den Tel­ler­rand hin­aus­zu­schau­en und sich für ande­re Lebens­weis­hei­ten zu öff­nen. Das ist sehr scha­de, denn die­se ein­ge­schränk­te Sicht­wei­se behin­dert vie­le Men­schen auf ihrem Ent­wick­lungs- und Heilungsprozeß.

Dabei ist die Reinkar­na­ti­ons­leh­re grund­sätz­lich kei­ne Fra­ge des Glau­bens. Aber bei vie­len eben doch! Vor allem in der west­li­chen Welt, und beson­ders im Chris­ten­tum. Und gera­de das ist para­dox, denn Jesus lehr­te die Reinkar­na­ti­on bereits zu sei­nen Leb­zei­ten. Es stand sogar in der Bibel. Aller­dings wur­de die im Lau­fe der Jahr­hun­der­te mehr­fach “über­ar­bei­tet”, oder bes­ser gesagt, ver­fälscht. Gan­ze Pas­sa­gen wur­den ent­fernt, dar­un­ter die Reinkarnationslehre.

hummingbird-hawk-moth-542500_640Es ist nicht erstaun­li­cher, zwei­mal gebo­ren zu wer­den als ein­mal. Alles in der Natur ist Auferstehung.

Vol­taire (1694–1778)

Im Bud­dhis­mus gibt es die Reinkar­na­ti­ons­leh­re eben­so wie im Hin­du­is­mus. Die vedi­schen Schrif­ten gel­ten als die ältes­ten Quel­len über die Reinkar­na­ti­ons­leh­re. Sie sind über 5.000 Jah­re alt.

Auch im Juden­tum gibt es die Reinkar­na­ti­ons­leh­re. So ist im Zohar, dem wohl bedeu­tends­ten Schrift­werk in der Kab­ba­lah zu lesen, daß alle See­len durch die Prü­fun­gen der See­len­wan­de­run­gen gehen.

Reinkar­na­ti­ons­leh­re im Islam? Ja, auch im Koran steht: “Gott erzeugt Wesen und sen­det sie immer wie­der zurück, bis sie zu ihm zurückkehren.”

War­um ist die Reinkar­na­ti­ons­leh­re aus vie­len Schrif­ten der Welt­re­li­gio­nen verschwunden?

Bereits beim Kon­zil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. berei­te­te dem dama­li­gen Kai­ser Kon­stan­tin die Reinkar­na­ti­ons­leh­re gro­ßen Ver­druß. Der blut­rüns­ti­ge Kon­stan­tin woll­te die Kir­che als Werk­zeug zum Aus­bau sei­ner Macht gewinnen.

Er brauch­te mas­sen­haft Sol­da­ten, um Krie­ge zu füh­ren. Da paß­te ihm der Reinkar­na­ti­ons­ge­dan­ke nicht in den Kram. Was, wenn der ein­fa­che Mann weiß, daß er wie­der­ge­bo­ren wird und womög­lich auch noch auf der Sei­te des Fein­des? Das wür­de ihn als Sol­da­ten unbrauch­bar machen. Da die dama­li­gen Staats­ober­häup­ter und kirch­li­chen Wür­den­trä­ger das ein­fa­che Volk nicht gera­de fein behan­del­ten, muß­ten sie selbst fürch­ten, sich gemäß dem Prin­zip des Kar­ma sowie der Reinkar­na­ti­ons­leh­re für ihre Schand­ta­ten ver­ant­wor­ten zu müssen.

Die­se Macht­gier, die Kon­stan­tin an den Tag leg­te, hat­ten natür­lich auch nach­fol­gen­de Herr­scher. Und so wur­de ver­sucht, die Reinkar­na­ti­ons­leh­re kom­plett aus den christ­li­chen Leh­ren zu löschen. Auf­merk­sa­me Leser sto­ßen aller­dings auch heu­te immer noch auf Text­stel­len, die auf die Reinkar­na­ti­ons­leh­re Jesu Chris­ti hinweisen.

Aller­dings stellt sich mir die Fra­ge, war­um Herr­scher nicht schon frü­her auf die Idee kamen, die Reinkar­na­ti­ons­leh­re aus den Schrfif­ten zu ver­ban­nen, denn es dürf­te sol­che Macht­gie­ri­gen ja auch vor dem Jahr 325 schon gege­ben haben, denen der Reinkar­na­ti­ons­ge­dan­ke mög­li­cher­wei­se im Wege stand.

Mehr über die His­to­rie der Reinkar­na­ti­ons­leh­re fin­dest Du auf den Sei­ten von Jür­gen Cas­pa­ri.

notre-dame-503866_640Mit der Zeit ent­stand der Ablaß-Han­del. Die Kir­chen pro­pa­gier­ten die Erb­sün­de, die angeb­lich mit dem Sün­den­fall von Adam und Eva her­bei­ge­führt wur­de und an dem jeder Mensch als deren Nach­fah­re seit­dem teil­ha­be. Dann erzähl­te sie ihren Schäf­lein, daß sie für einen gewis­sen Geld­be­trag ihre See­le von ihren Sün­den rein­wa­schen und in den Him­mel kom­men konn­ten. Falls sie dies nicht täten, wür­den sie im ewi­gen Fege­feu­er schmoren.

Die­se Dok­trin hat sich bis in die heu­ti­ge Zeit gehal­ten. Denn das Schuld­prin­zip ist für Kir­chen und Regie­run­gen ein lukra­ti­ves Geschäft, bringt es doch Mil­li­ar­den in die Kas­sen. Im Mit­tel­al­ter flo­rier­te der Ablaß­han­del, heu­te sind es Steu­ern und Abgaben.

Lei­der bren­nen sich Glau­bens­sät­ze, die wir unge­prüft über­nom­men haben, der­ma­ßen in unse­re Hirn­win­dun­gen ein, daß sie unser gan­zes Leben beein­flus­sen, ja oft sogar bestim­men. Dei­ne Eltern wuß­ten es viel­leicht nicht bes­ser. Aber Du kannst Dich selbst infor­mie­ren, Du darfst selb­stän­dig den­ken und nach­for­schen, wenn Dich etwas inter­es­siert — hier und heu­te. Ich emp­feh­le Dir, nicht alles zu glau­ben, was Dir in der Schu­le, von der Kir­che oder von den Main­stream-Medi­en ein­ge­trich­tert wird.

Wie Reinkar­na­ti­on und Kar­ma dei­ne Hei­lung beschleunigen

amazing-736877_640Die Rück­kehr zum Reinkar­na­ti­ons­ge­dan­ken und die Beschäf­ti­gung mit dem Kar­ma, also dem Prin­zip von Ursa­che und Wir­kung, kön­nen Dir eine gro­ße Hil­fe bei Dei­nem inne­ren Frie­dens­pro­zeß sein. Dein Bewußt­sein in die­se Rich­tung aus­zu­deh­nen, ermög­licht es Dir, ein Feld ent­ste­hen zu las­sen, in dem Hei­lung gesche­hen kann. Beson­ders dann, wenn Du schwe­re Gewalt- und Ver­lus­ter­fah­run­gen gemacht hast.

Rück­füh­run­gen sind bei­spiels­wei­se gut geeig­net, um zu erfahren:

  • Ob Du schon ein­mal gelebt hast
  • Wie Du gelebt und was Du gemacht hast
  • Was Dei­ne Lebens­auf­ga­be war bzw. ist
  • Was mit Dei­ner See­le nach dem Tod passiert
  • War­um Du bestimm­te Erfah­run­gen (immer wie­der) machst…

Wir wer­den nicht zufäl­lig irgend­wo­hin gebo­ren. Und das Prin­zip von Ursa­che und Wir­kung (Kar­ma) ist mit der Reinkar­na­ti­ons­leh­re eng verbunden.

Ich schrei­be der­zeit an mei­nem Buch zum The­ma Trau­ma und Uni­ver­sel­le Gesetz­mä­ßig­kei­ten. Es soll bis zum Ende die­ses Jah­res fer­tig­wer­den. Und ich habe hier eini­ge Aus­zü­ge für Dich, die sich spe­zi­ell mit den The­men Kar­ma und Reinkar­na­ti­on befassen:

Kar­ma – das Prin­zip von Ursa­che und Wirkung

Nichts geschieht rein zufäl­lig, alles folgt einer Ord­nung, folgt uni­ver­sel­len Gesetzmäßigkeiten.

Akti­on = Reak­ti­on oder anders aus­ge­drückt: Was du säst, das wirst du ern­ten. Der Aus­druck “Kar­ma” kommt aus dem Sans­krit und bedeu­tet “Wir­ken”. Dem­nach hat jeder Gedan­ke und jede Hand­lung Aus­wir­kun­gen auf alles. Das heißt, jede Akti­on erzeugt eine bestimm­te Ener­gie, die in genau der glei­chen Qua­li­tät zum Absen­der zurück­kehrt. Zeit spielt dabei kei­ne Rol­le. Zwi­schen Ursa­che und Wir­kung kön­nen weni­ge Minu­ten, aber auch Tage, Mona­te, Jah­re, ja sogar meh­re­re Leben liegen […].

middle-ages-58069_640Das Kar­ma-Prin­zip hilft uns, die ver­meint­li­chen Unge­rech­tig­kei­ten, die uns im Leben wie­der­fah­ren, zu ver­ste­hen. Wird ein Mensch miß­han­delt, ver­ge­wal­tigt oder ermor­det, wird ihm nach dem Gesetz von Ursa­che und Wir­kung irgend­wann etwas in genau der glei­chen Qua­li­tät pas­sie­ren. Dies kann im aktu­el­len Leben gesche­hen oder in einem ande­ren. Anders aus­ge­drückt kann man auch sagen: Was du jeman­dem antust, wirst du selbst erlei­den müs­sen. Oder: was du säst, das wirst du ernten.

Es ist rat­sam, nicht nur auf dein Ver­hal­ten, son­dern auch auf die Qua­li­tät dei­ner Gedan­ken zu ach­ten. Wie du ande­re behan­delst, so wirst du selbst behan­delt wer­den. Daher kommt auch die Weis­heit: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch kei­nem andern zu” (= Kate­go­ri­scher Impe­ra­tiv nach Imma­nu­el Kant).

Wenn du also den Wunsch ver­spürst, dich für eine Tat zu rächen, so ist das nach mensch­li­chen Maß­stä­ben zwar ver­ständ­lich, doch mög­li­cher­wei­se erzeugst du damit neu­es Kar­ma. Auf die­se Wei­se wird das Prin­zip von Akti­on und Reak­ti­on fort­ge­setzt wer­den, so lan­ge, bis du dich in eine höhe­re Bewußt­s­eins­stu­fe hin­ein­ent­wi­ckelt hast und das kar­mi­sche Rad been­den kannst.

Es gibt keine größere Gerechtigkeit im Universum,
 als das Prinzip von Ursache und Wirkung!

mysticism-666965_640Das Leben zwi­schen den Leben

Was pas­siert mit der See­le zwi­schen zwei Inkar­na­tio­nen? Bevor eine See­le inkar­niert, schmie­det sie einen Lebens­plan mit allen dar­in ent­hal­te­nen Lern­auf­ga­ben, die sie für ihre Wei­ter­ent­wick­lung braucht. Dies geschieht auf den Astral­ebe­nen, wo die See­le nach dem phy­si­schen Tod “Urlaub” von ihrer Inkar­na­ti­on macht und dar­über reflek­tiert, ob sie ihre Lek­tio­nen gelernt und ihre Lebens­auf­ga­be erfüllt hat. Die Astral­ebe­nen sind Orte des Ler­nens, hier fin­den wir unse­ren See­len­part­ner, mit dem wir ewig ver­bun­den sind, unse­re Ergän­zungs­hälf­te oder auch Zwil­lings­see­le. Auch unse­re See­len­grup­pe, der wir ange­hö­ren, unse­re Licht­fa­mi­lie, geis­ti­gen Hel­fer und Füh­rer erwar­ten uns dort und hel­fen uns, unser Leben zu reflek­tie­ren und uns wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dies tun sie auch, wenn wir inkar­niert sind, jedoch haben vie­le den Zugang zu ihren Geist­füh­rern nicht, weil

  • sie sich des­sen nicht bewusst sind,
  • sie nicht dar­an glau­ben oder
  • der Zugang blo­ckiert ist.

In vie­len Rück­füh­run­gen, die ich lei­te­te, haben mei­ne Kli­en­ten sich mit ihrem Geist­füh­rer ver­bun­den, der sie auch durch die Rück­füh­rung beglei­te­te. Manch­mal sind es ver­stor­be­ne Ver­wand­te, man­che Kli­en­ten sehen auch Engel. Wie­der ande­re neh­men ein­fach nur eine Ener­gie­form wahr mit einer bestimm­ten Far­be oder Schwin­gung. Es sind auch sehr lus­ti­ge Wesen­hei­ten dabei, die sich ger­ne mal einen Scherz erlau­ben, was ihre Gestalt anbetrifft […].

Denn die Geis­ti­ge Welt ist kei­nes­wegs bier­ernst oder tod­trau­rig. So etwas gibt es nur in der Dua­li­tät bei uns Men­schen. Unse­re geis­ti­gen Geschwis­ter haben jede Men­ge Sinn für Humor, und das zei­gen sie uns auch immer wie­der. Du wür­dest erstaunt sein.

Vor­be­rei­tung auf die nächs­te Inkarnation

Damit eine See­le ihre Lek­tio­nen in einer neu­en Inkar­na­ti­on ler­nen kann, braucht sie natür­lich Unter­stüt­zung. Die bekommt sie von ande­ren See­len, die sich zur Ver­fü­gung stel­len, um der See­le ihre Lern­auf­ga­ben zu ermög­li­chen und sich selbst dabei auch wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dazu müs­sen gewis­se Rah­men­be­din­gun­gen geschaf­fen wer­den, die es der See­le erlau­ben, ihre Erfah­run­gen als Mensch zu machen. Dies macht sie, in dem sie sich ihre Eltern aussucht.

Mit der Wahl der Eltern bestimmt die See­le inne­re und äuße­re Merk­ma­le, wie bestimm­te Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, Haut­far­be, Natio­na­li­tät, Reli­gi­on und die poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Umstän­de, in die sie hin­ein­ge­bo­ren wird. Sie ent­schei­det bei­spiels­wei­se, ob sie in einem klei­nen Dorf in Afri­ka in erbärm­li­chen Ver­hält­nis­sen ihre Erfah­run­gen machen möch­te oder lie­ber im moder­nen Euro­pa bei wohl­ha­ben­den Eltern.

Eben­so sucht sie sich die Zeit­schie­ne aus, in die sie hin­ein­ge­bo­ren wer­den will. Zum Bei­spiel kann sie wäh­len, ob sie im Mit­tel­al­ter leben will oder im 21. Jahr­hun­dert oder von uns aus gese­hen in der Zukunft, z. B. im Jahr 4.000 n. Chr. Alles, was im Ein­klang mit den Natur­ge­set­zen steht, ist im Kos­mos vor­han­den, so auch alle Zeitepochen […].

“Eine klei­ne See­le spricht mit Gott” von Neal Donald Walsh

cloud-600224_640Eine jun­ge See­le möch­te erfah­ren, was Ver­ge­bung bedeu­tet. Sie beschließt zu inkar­nie­ren, um die­se Erfah­rung in der Dua­li­tät machen zu kön­nen. Dabei fällt ihr ein, daß sie dazu ja eine zwei­te See­le braucht, die sich ihr als Täter zur Ver­fü­gung stellt, damit die klei­ne See­le ler­nen kann, was Ver­ge­bung ist. Und tat­säch­lich fin­det sich eine ande­re See­le, die sich bereit erklärt, der klei­nen See­le etwas Schreck­li­ches anzu­tun, damit sie ler­nen kann zu ver­ge­ben. Als die klei­ne See­le fragt, war­um die ande­re die­se schreck­li­che Tat für sie tun will, erhält sie zur Ant­wort: Weil ich dich liebe!

PDF-Icon Die klei­ne Seele

Ver­ge­bung bei Mord?

In vie­len Gesprä­chen mit Ange­hö­ri­gen von Mord­op­fern habe ich gehört, daß ihnen Ver­ge­bung nicht mög­lich ist, wenn ihr gelieb­ter Mensch absicht­lich getö­tet wurde.

Wenn Du jetzt weißt, daß bei­de, Opfer und Täter, dies vor ihrer Inkar­na­ti­on so ver­ab­re­det haben, könn­te Dir das hel­fen, die Din­ge mit ande­ren Augen zu sehen und ein grö­ße­res Ver­ständ­nis für die Gescheh­nis­se um Dich her­um und in der Welt zu bekommen?

Ver­ste­hen ist der ers­te Schritt auf Dei­nem inne­ren Frie­dens­pro­zess. Wenn es Dir jetzt noch nicht gelingt, dem Täter zu ver­ge­ben, ist das völ­lig in Ord­nung. Was nicht geht, geht nicht. Und wenn es in die­sem Leben nicht geht, dann viel­leicht in einem ande­ren. Du hast alle Zeit der Welt, und Du darfst Dich in dem Tem­po ent­wi­ckeln, wie es für Dich gut und ange­nehm ist.


Lite­ra­tur:

“Jede See­le plant ihren Weg — war­um leid­vol­le Erfah­run­gen nicht sinn­los sind” von Robert Schwartz

“See­len­ver­trä­ge: Abspra­che in Lie­be” von Lei­la Elei­sa Ayach

“Rück­füh­rung in frü­he­re Leben” von Jan Erik Sigdell

“Ich bin das Licht — eine klei­ne See­le spricht mit Gott” von Neil Donald Walsh

Hypnose mittels Pendel

Kei­ne Angst vor Hypnose

Hast du Angst vor Hypnose?

Immer wie­der höre ich von Men­schen, dass sie Angst vor Hyp­no­se haben. Sie wür­den zwar ger­ne eine Hyp­no­se­sit­zung oder eine Rück­füh­rung haben, fürch­ten aber, dass der Behand­ler in der Tran­ce mit ihnen etwas machen könn­te, das sie nicht wol­len oder dass sie in der Hyp­no­se Din­ge sagen oder tun könn­ten, die ihnen im Nach­hin­ein pein­lich sein würden…

In vie­len Gesprä­chen, die ich mit Lai­en bis­her über Hyp­no­se geführt habe, trat die Befürch­tung zuta­ge, dass der Hyp­no­ti­seur die Macht hät­te, Men­schen nach Belie­ben zu mani­pu­lie­ren und fernzusteuern.

Das ist Quatsch!

Die­ses Vor­ur­teil möch­te ich ent­kräf­ten und dir die Angst vor einer Hyp­no­se neh­men. Denn die­se Annah­me ist völ­lig falsch. Der Hyp­no­ti­seur hat kei­nes­wegs die Macht, dich nach sei­nem Gut­dün­ken fern­zu­steu­ern. Ja, er hat  — genau genom­men — nicht ein­mal die Macht, dich zu hyp­no­ti­si­ern. Ja, du hast rich­tig gelesen.

Kein Mensch hat jemals einen anderen
Men­schen in Tran­ce versetzt!

Wer das von sich behaup­tet und damit prahlt, ist ein Schwät­zer, der ledig­lich sein Ego polie­ren will.

Ob du in einen Tran­ce­zu­stand kommst, ist ein­zig und allein dei­ne Ent­schei­dung. Der Hyp­no­ti­seur kann einen noch so tol­len Ein­lei­tungs­text haben und die­sen mit den bes­ten Ein­streu­tech­ni­ken spi­cken. Wenn du ihm nicht ver­traust oder nicht bereit bist, dich dar­auf ein­zu­las­sen und dich (ein Stück weit) fal­len­zu­las­sen, wirst du nicht in Tran­ce gehen.

Nie­mand kann dich hypnotisieren,
außer du dich selbst.

Na, wenn das nicht beru­hi­gend ist… Der Hyp­no­ti­seur hilft dir ledig­lich dabei, in den Tran­ce­zu­stand zu gelan­gen. Er berei­tet dir sozu­sa­gen den Weg. Er sorgt dafür, dass du dich wohl­fühlst und es gemüt­lich hast. Er hilft dir, dich zu ent­span­nen, damit du dei­ne Auf­merk­sam­keit von außen nach innen len­ken kannst.

Und du darfst gewiss sein, dass unter unter Hyp­no­se kei­ne Din­ge tun wirst, vor denen du auch im Wach­zu­stand zurück­schre­cken wür­dest. Jeder Mensch hat gewis­se Hemm­schwel­len, die er nie­mals über­schrei­ten wür­de. Wenn du also im Wach­be­wusst­sein kei­nen Mord bege­hen oder nackt auf dem Tisch tan­zen könn­test, so wirst du das unter Hyp­no­se auch nicht tun.

Noch ein­mal:
Kein Mensch kann dich in Tran­ce versetzen,
außer du dich selbst!

Was Hyp­no­se ist und wie genau sie funk­tio­niert, wird in dem Arti­kel Hyp­no­the­ra­pie und „Hyp­no­sys­te­mi­sche The­ra­pie“ von Ger­lin­de Mei­jer & Heri­bert Döring-Mei­jer kurz und kna­ckig erklärt. Bes­ser kann ich es nicht beschrei­ben, des­halb möch­te ich dir die­sen Arti­kel sehr ans Herz legen.

Wozu ist eine Hyp­no­se gut?

Durch die Tran­ce­in­duk­tio­nen wird dem Kli­en­ten der Zugang und die Auf­merk­sam­keit auf unwill­kür­li­che Pro­zes­se, auf das „Unbe­wuss­te„ ermög­licht (Mei­jer G. & H. Döring-Mei­jer). Mit Hil­fe des Unbe­wuss­ten (auch Unter­be­wusst­sein genannt) kön­nen posi­ti­ve und krea­ti­ve Lösun­gen erar­bei­tet wer­den, die der Kli­ent in der für sich ange­mes­se­nen Zeit in sein Leben inte­grie­ren kann.

Man sieht nur mit dem Her­zen gut, das Wesent­li­che bleibt für die Augen unsicht­bar
Antoi­ne de Saint-Exupéry

Ich selbst arbei­te auch sehr gern mit Tran­ce-Sit­zun­gen und Rück­füh­run­gen. Das Erle­ben von Emp­fäng­nis, Geburt und des eige­nen Todes bzw. des Zustan­des nach dem Tod sind gut geeig­net, um Bewusst­seins­be­gren­zun­gen auf­zu­he­ben und den geis­ti­gen Hori­zont zu erweitern.

Ein tief­grei­fen­der Heilungsprozess
kann ange­regt werden.

Auch hyp­no­ti­sche Sprach­mus­ter nach Mil­ton Erick­son (1901–1980), die Arbeit mit Meta­phern oder geführ­te Medi­ta­tio­nen sowie Ima­gi­na­ti­ons­übun­gen sind sehr wirk­sam und effektiv.

Fakt ist:

Grund­sätz­lich musst du vor Hyp­no­se kei­ne Angst haben. Wenn du Ver­trau­en zu dei­nem  The­ra­peu­ten oder Coach hast, musst du dich nicht fürch­ten. Die meis­ten Men­schen haben mei­nes Erach­tens eher Angst vor dem, was sie in der Hyp­no­se sehen oder erle­ben könn­ten, z. B. dass sie schon ein­mal gelebt haben oder dass sie in einem frü­he­ren Leben etwas Schreck­li­ches erlebt haben, viel­leicht ein Opfer oder ein Schur­ke gewe­sen sind.

Die­se Vor­stel­lung schreckt vie­le ab, eine Rück­füh­rung oder Hyp­no­se­sit­zung zu machen. Das ist sehr mensch­lich und ver­ständ­lich, denn es besteht die Mög­lich­keit, dass ihr bis­her ver­trau­tes Welt­bild im wahrs­ten Sin­ne des Worts “ver-rückt” wer­den könn­te. Und das ist für den einen oder ande­ren ggf. schwer zu verdauen.

Aber du darfst beru­higt sein: Dein Unbe­wuss­tes wird nichts frei­ge­ben, womit du im Wach­zu­stand und im All­tag nicht umge­hen könn­ten. Eine genia­le Schutz­maß­nah­me des LEBENS, nicht wahr?

In die­sem Sin­ne wün­sche ich dir span­nen­de und heil­sa­me Erfahrungen.

 


Lite­ra­tur und Quellen:

Erick­son M.H., E.L. Ros­si & S.L. Ros­si (1978): Hyp­no­se. — Rei­he Leben Ler­nen, Bd. 35. — Pfeiffer

Mei­jer, G. & H. Döring-Mei­jer: Hyp­no­the­ra­pie und „Hyp­no­sys­te­mi­sche The­ra­pie“ — http://www.claro-vita.net

Schmidt, G. (2010):  Wie hyp­no­ti­sie­ren wir uns erfolg­reich im All­tag — Ein­füh­rung in hyp­no­sys­te­mi­sches Empower­ment. — Work­shop auf dem Kon­gress “Men­ta­les Stär­ken” in Hei­del­berg, Okto­ber 2010. —  Audi­to­ri­um Netz­werk.

Zeig, J. (2013): Mei­ne Stim­me beglei­tet Sie über­all hin — ein Lehrs­e­mi­nar mit Mil­ton Erick­son. — 11. Auf­la­ge, Klett-Cotta.


Bild­quel­le Bei­trags­bild oben (Taschen­uhr): http://www.gateofmindpower.com

 

So viel vor… wie Angst lähmt

Mor­gen hab ich viel vor

Du gehst am Abend zu Bett mit dem Gedan­ken an dei­ne To-do-Lis­te für den nächs­ten Tag und nimmst dir vor, min­des­tens zwei Drit­tel davon abzu­ar­bei­ten. Du hast einen Zeit­plan gemacht und dei­ne Akti­vi­tä­ten gut durch­dacht und geplant.

Dann klin­gelt der Wecker, es ist 7.00 Uhr… du haust drauf, drehst dich um und… zum Glück hast du eine Wie­der­ho­lungs­funk­ti­on… es ist 7.10 Uhr… der Wecker klin­gelt erneut. Du haust noch­mal drauf und denkst, ach, nur noch ein paar Minu­ten… und wäh­rend du das denkst, schläfst du auch schon  wie­der ein. Um 7.20 Uhr klin­gelt der Wecker in drit­tes Mal. 

Du weißt genau, wenn du jetzt drauf­haust und nicht gleich auf­stehst, ist der Tag gelau­fen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Immer die­se Sache mit der Disziplin

Du ärgerst dich über dich selbst, weil du mal wie­der nicht die Dis­zi­plin hat­test, beim ers­ten Klin­geln aus dem Bett zu sprin­gen. Dein Mann ist schon seit 2 Stun­den aus dem Haus. Du machst dir also erst mal einen Kaf­fee, dann schal­test du das Früh­stücks­fern­se­hen an und drückst dir neben­bei ein Weiß­mehl­bröt­chen mit But­ter und Mar­me­la­de rein. 

Mist, auch das noch. Du woll­test doch streng mit dir sein und bis zum Mit­tag­essen nur Obst zu dir neh­men. Du gehst ins Bad, wäschst dir das Gesicht und putzt dir die Zäh­ne. Zum Duschen und Anzie­hen hast du über­haupt kei­ne Lust. Am liebs­ten wür­dest du vor dem Früh­stücks­fern­se­hen sit­zen blei­ben und ver­ges­sen, dass du heu­te so viel zu tun hast. Da fällt dir dei­ne To-do-Lis­te wie­der ein. Du nimmst sie dir vor und… dir wird schlecht.

Du legst sie wie­der zur Sei­te und setzt erst ein­mal eine Wasch­ma­schi­ne mit Bunt­wä­sche auf. Dann schal­test du dei­nen PC ein und checkst dei­ne E‑Mails — immer noch im Schlafanzug.

Rast- und Ruhelosigkeit

Anstatt den ers­ten Punkt auf dei­ner Lis­te anzu­ge­hen, wan­derst du rast­los in dei­ner Woh­nung umher. Du hast Angst. Angst vor die­sem Tele­fon­an­ruf, der so unan­ge­nehm ist… Angst vor einem “Nein”… Angst vor der Ableh­nung dei­ner neu­en Geschäfts­idee… Angst vor unan­ge­neh­men Fra­gen, die du (noch) nicht beant­wor­ten kannst… Angst, kei­ne Inter­es­sen­ten zu gewin­nen und am Ende des Monats dei­ne Rech­nun­gen nicht bezah­len zu kön­nen… Du weißt genau, wenn du das heu­te nicht hin­kriegst, wirst du heu­te Nacht wie­der nicht schla­fen können.

Du gehst dei­ne To-do-Lis­te noch ein­mal durch und suchst dir einen Punkt raus, der dir leich­ter fällt zu erle­di­gen. Du kannst dabei in dei­ner Kom­fort­zo­ne blei­ben und musst nicht da raus, in die­se Welt vol­ler Hyä­nen, die alle um das­sel­be Stück Fleisch kämpfen. 

Ok, die­ser Punkt ist abge­hakt. Mal sehen — was kommt als nächs­tes? Steu­er­un­ter­la­gen zusam­men­stel­len, einen Zahn­arzt­ter­min machen, end­lich die­sen blö­den Nach­sen­de­an­trag stel­len. Aber dafür müss­test du zur Post — oder kann man das auch online machen? Du gehst ins Inter­net, um das zu recher­chie­ren. Da fällt dein Blick auf die aktu­el­len Nach­rich­ten auf der Start­sei­te dei­nes Brow­sers. Du klickst auf die Über­schrift, die dich gera­de am meis­ten fes­selt und merkst dabei nicht, wie du dich immer mehr und mehr verzettelst.

Der Druck wird größer

Mitt­ler­wei­le ist es 14 Uhr. Du hät­test immer noch genug Zeit, das eine oder ande­re von dei­ner Lis­te abzu­ar­bei­ten. Aber jetzt ist es auch schon egal. Dann mache ich es eben mor­gen, sagst du zu dir selbst. Du machst dir was zu Essen, bleibst in dei­nen Schlum­per­kla­mot­ten und machst es dir auf der Couch gemüt­lich. Beim Zap­pen durch die Kanä­le emp­fin­dest du Lan­ge­wei­le. Aber auch so etwas wie Unru­he, der inne­re Druck baut sich mehr und mehr auf. Dei­ne Lau­ne ver­schlech­tert sich zusehends.

haareraufen[Bild­quel­le: littlemisswife.com]

Das Tele­fon klin­gelt, es ist dei­ne bes­te Freun­din. Du siehst ihre Num­mer im Dis­play und beschließt, nicht ran­zu­ge­hen. Du fühlst dich der­ma­ßen elend, dass du nie­man­den sehen und mit nie­man­dem spre­chen willst, nicht ein­mal mit ihr.

Das schlech­te Gewissen

Damit du das Gefühl hast, wenigs­tens ein biss­chen was getan zu haben, nimmst du dir noch­mal dei­ne To-do-Lis­te vor. Mitt­ler­wei­le ist es 15.30 Uhr. Dei­ne inne­re Unru­he wird immer grö­ßer, die Anspan­nung immer stär­ker. Du fragst dich, was du dei­nem Mann nach­her erzäh­len wirst, wenn er nach Hau­se kommt. Dann beschließt du, dich doch noch ein wenig frisch zu machen, ziehst dich an, machst dir die Haa­re, legst ein wenig Make up auf und rufst dei­nen Zahn­arzt an, um einen Ter­min zu machen. Ok, die­ser Punkt ist erle­digt. Dann gehst zur Post und stellst dei­nen Nach­sen­de­an­trag. Pri­ma, auch das wäre geschafft. Dei­ne Lau­ne ver­bes­sert sich wie­der etwas, und du machst noch dei­ne Ein­käu­fe für’s Abendessen.

17.30 Uhr — du hängst noch schnell die Wäsche auf, danach fängst du mit den Vor­be­rei­tun­gen für’s Abend­essen an. Dein Mann kommt nach Hau­se und sagt: “Na, Schatz, wie war dein Tag? Konn­test du alles erle­di­gen, was du dir vor­ge­nom­men hast? Ich habe dich heu­te extra nicht ange­ru­fen, um dich nicht zu stören.”

Jetzt hat dein schlech­tes Gewis­sen end­gül­tig die Ober­hand. Du hast Stress, und zwar rich­ti­gen Stress. Es vibriert in dei­ner Magen­gru­be, und du fragst dich, ob es irgend etwas gibt, was du zu dei­ner Recht­fer­ti­gung vor­brin­gen kannst. Fie­ber­haft über­legst du, was du ihm sagen könn­test. “Mir ging es heu­te gar nicht gut. Ich habe schon den gan­zen Tag so ein flau­es Gefühl im Magen. Ich glau­be, ich brü­te etwas aus. Ich muss­te mich vor­hin sogar hin­le­gen. So ein Mist, ich hat­te mir so viel vor­ge­nom­men und hab wie­der nichts geschafft.”

So geht’s nicht weiter

Auch das noch, jetzt lüge ich ihn auch schon an, denkst du dir. So geht das nicht wei­ter. Der Druck und die Schuld­ge­füh­le wer­den immer grö­ßer. Du quälst dich mit Selbst­vor­wür­fen. Du fragst dich: was kann ich nur tun, um mehr Dis­zi­plin auf­zu­brin­gen, die Auf­schie­be­ri­tis und die Angst vor unan­ge­neh­men Auf­ga­ben zu überwinden?

Hil­fe ist angesagt

Angst ist eine läh­men­de Ener­gie. Die­se Geschich­te ist ein klas­si­scher Fall für eine Bera­tung oder ein Coa­ching. Hier kannst du gemein­sam mit dei­nem Coach beleuch­ten, was hin­ter dei­nem Ver­hal­tens­mus­ter  steckt. Wenn du Wert dar­auf legst, die Ursa­che für dei­ne Ängs­te her­aus­zu­fin­den, kannst du das bei­spiels­wei­se mit­tels Hyp­no­se oder Rück­füh­rung tun.

In der Tran­ce kön­nen Din­ge wie­der erin­nert wer­den, die ver­ges­sen wur­den, alte Mus­ter und Ver­hal­tens­wei­sen bewusst gemacht und Blo­cka­den gelöst wer­den.  Mit Hil­fe des Unter­be­wusst­seins wer­den posi­ti­ve und krea­ti­ve Lösun­gen erar­bei­tet, die du in der für dich ange­mes­se­nen Zeit in dein Leben inte­grie­ren kannst.

Du kannst auch mit EFT arbei­ten, der Meri­dian­klopf­tech­nik. Sie wird in der The­ra­pie und in der Selbst­hil­fe ein­ge­setzt, ist sehr leicht zu erler­nen und anzu­wen­den. EFT wirkt oft da, wo sonst nichts mehr hilft. Es wirkt auch dann, wenn du die Ursa­chen für dei­ne Angst nicht kennst. 

Mein Sofort-Tipp:

  • Nimm dir nicht zu viel auf ein­mal vor. Schnell stellt sich sonst ein Gefühl von Über­for­de­rung ein.
  • Tei­le dir dei­ne Vor­ha­ben in klei­ne­re Hap­pen auf.
  • Übe­le­ge, wel­che Din­ge du dele­gie­ren kannst.
  • Und baue immer einen Zeit-Puf­fer für unvor­her­ge­se­he­ne Din­ge ein.
  • Wenn du allei­ne nicht wei­ter­kommst, hol dir Hil­fe. Oft genügt schon ein Gespräch mit einer ver­trau­ten Person.
  • Reicht das nicht aus, suche dir einen Coach, der dich bei dei­ner Her­aus­for­de­rung unterstützt.

Du darfst es! 🙂