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9 Grün­de, die Dich dar­an hin­dern, gesund und glück­lich zu werden

Was brauchst Du, um gesund und glück­lich zu sein?

Du weißt, daß Du alles, was Du zu Dei­ner Hei­lung oder Lösung brauchst, bereits in Dir hast. Ich pre­di­ge es oft genug, und du kannst es auch auf mei­nen Sei­ten immer mal wie­der lesen.

  • War­um fühlst Du Dich dann trotz­dem noch nicht besser?
  • War­um hast Du immer noch nicht die Lösung für Dei­ne Her­aus­for­de­rung gefunden?
  • War­um wol­len Dei­ne Krank­heits­sym­pto­me ein­fach nicht verschwinden?

9 Grün­de, die Dich dar­an hin­dern, gesund und glück­lich zu werden

1. Du glaubst noch nicht wirk­lich dar­an, dass es stimmt

Dein Kopf weiß es, daß Du alles in Dir hast, was Du brauchst. Du kannst aber noch nicht zur Lösung kom­men, weil das dazu­ge­hö­ri­ge Bauch­ge­fühl fehlt. Die gedank­li­che Erkennt­nis ist sozu­sa­gen noch nicht bis auf die Gefühls­ebe­ne vor­ge­drun­gen. Wäh­rend ich das schrei­be, fal­len mir die­se Lied­zei­len von Mark Fors­ter ein: “Bauch sagt Kopf ja. Doch Kopf sagt Bauch nein. Und zwi­schen den bei­den steh’ ich…”

Wenn Du Dich noch an die 4 Schöp­fungs­schrit­te erin­nerst: Alles beginnt mit einem Gedan­ken, dann taucht ein Bild auf, dem ein Gefühl folgt. Zum Schluss kommt die Hand­lung — oder auch nicht. Wenn das Gefühl z. B. Angst ist, und die Angst grö­ßer ist als das Bild, das du im Kopf hast, gewinnt der Teil mit der grö­ße­ren Ener­gie, in dem Fall die Angst, den Schöp­fungs­pro­zeß. Und das kann dazu füh­ren, dass du hand­lungs­un­fä­hig wirst.

2. Du zwei­felst noch an Dei­nen eige­nen Fähigkeiten

Ängs­te und Unsi­cher­hei­ten sind ein schlech­ter Rat­ge­ber, wenn es dar­um geht, Dei­ne eige­nen Fähig­kei­ten zu ent­de­cken und Sta­bi­li­tät auf­zu­bau­en. Die­se nied­rig­schwin­gen­den Ener­gien kön­nen Dich immer wie­der run­ter­zie­hen. Sie kön­nen Dein Sys­tem lahm­le­gen  und Dich dar­an hin­dern, zu erken­nen, was wirk­lich in Dir steckt. Wenn dann noch ein blö­der Spruch aus dem Umfeld kommt, á la “das schaffst du sowie­so nicht…” oder “denkst du, du bist schon soweit” oder “also, ich wür­de mir das an dei­ner Stel­le noch­mal über­le­gen…” etc. pp., dann trägt das nicht gera­de zum Auf­bau Dei­nes Selbst­wert­ge­fühls bei.

Lass Dir von ande­ren nichts ein­re­den, und lass Dir auch nichts aus­re­den. Wenn Du aus tiefs­ter Über­zeu­gung etwas tun oder nicht tun möchtst, bis Du der Ein­zi­ge, der die­se Ent­schei­dung tref­fen kann.  Und letz­ten Endes bist Du auch dafür ver­ant­wort­lich, nicht Dein Nach­bar, Dein Fri­seur oder Dein Ten­nis­leh­rer. Erlau­be Dir, die­se Gedan­ken zuzu­las­sen und sich in Dir aus­zu­brei­ten. So gewinnst Du nach und nach immer mehr Sicherheit.

3. Du traust Dir noch nicht so recht über den Weg, dass dei­ne Unter­neh­mun­gen tat­säch­lich erfolg­reich sein könnten

Du hast schon einen Lösungs­ver­such unter­nom­men, hast aber noch Angst, dass der erhoff­te Erfolg aus­bleibt? Hier möch­te ich Dich wie­der an die 4 Schöp­fungs­schrit­te erin­nern. Dei­ne Absicht mag kraft­voll gewe­sen sein, das Bild in Dei­nem Kopf auch. Wenn aber die Angst oder die Zwei­fel grö­ßer sind… den Satz muss ich nicht mehr zu Ende füh­ren, Du weißt, wie es ausgeht.

Es kommt also dar­auf an, wel­che Ener­gie Dei­ner Absicht folgt. Hilf­reich ist es, eine Art Erfolgs­jour­nal oder Erfolgs­ta­ge­buch zu füh­ren. Schrei­be hier jeden noch so klei­nen Erfolg hin­ein. Und wenn Dich mal wie­der Zwei­fel über­kom­men, dann nimm Dir dei­ne Noti­zen zur Hand, und Du wirst sehen, wie vie­le Erfol­ge Du schon erzielt hast. Es sind weit mehr als die Misserfolge.

Stel­le Dir jeden Abend vor dem Schla­fen­ge­hen die Fra­ge: Was ist mir heu­te gut gelun­gen? Viel­leicht fal­len Dir auch wäh­rend des Tages eini­ge Din­ge ein, dann war­te nicht bis zum Abend, son­dern notie­re sie gleich, damit Du sie nicht vergisst.

4. Du hast Angst davor, dass Dei­ne Unter­neh­mun­gen tat­säch­lich erfolg­reich sein könnten

Kommt Dir das jetzt komisch vor? War­um soll­test Du Angst vor Erfolg haben? Schließ­lich ist es ja genau das, was Du dir wünschst. Oder etwa doch nicht? Stel­le Dir ein­mal ernst­haft die Fra­ge: Was bist Du ohne Dein Drama?

Was tust Du, wenn Du Dei­ne Lösung gefun­den hast? Was tust Du, wenn Du gesund und glück­lich gewor­den bist und Du kein Dra­ma mehr hast? Es könn­te näm­lich pas­sie­ren, dass Du mit einem Mal in ein see­li­sches Loch fällst und sich eine gäh­nen­de Lee­re in Dir breit macht, wenn Du zu Dei­ner Lösung gelangt bist. Dann kannst Du Dir ent­we­der ein neu­es Dra­ma suchen, oder Du kannst die inne­re Lee­re mit etwas aus­fül­len, dass Dir Freu­de und Segen bringt.

Dazu ist es hilf­reich, wenn Du Dir vor­her Gedan­ken dar­über machst. Ent­wick­le eine Zukunftsvision.

5. Du hast noch nicht zu 100 % die Ver­ant­wor­tung für Dich über­nom­men und suchst die “Schuld” für Dei­ne Situa­ti­on noch bei anderen

Ich kann doch nichts dafür, dass ich krank gewor­den bin. Es sind die Viren, die Bak­te­ri­en, Pil­ze oder sonst irgend­wel­che Para­si­ten, die mir das Leben schwer­ma­chen. Nein, lie­ber Leser, das sind — unter uns gesagt — fau­le Aus­re­den. Para­si­ten kön­nen uns nur befal­len und Krank­heits­sysmp­to­me her­vor­ru­fen, wenn wir vor­her auf der seelisch/geistigen Ebe­ne den Nähr­bo­den dafür gelegt haben. Ansons­ten kön­nen sie nicht mit uns in Reso­nanz gehen.

Aber man­che Men­schen kom­men doch schon krank oder mit Behin­de­run­gen auf die Welt, wirfst Du ein? Ja, das stimmt. Weil die See­le, die den Fahr­plan des Lebens bestimmt, es sich so aus­ge­sucht hat, um bestimm­te Lern­er­fah­run­gen zu machen. Im Lau­fe unse­res Lebens dür­fen wir aber erken­nen, daß wir eben die­se oder jene Erfah­rung nicht mehr brau­chen und dür­fen uns von unse­ren Krank­heits­sym­pto­men befrei­en. Mit Behin­de­run­gen ver­hält es sich ähn­lich. Das bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig, dass ein Blin­der wie­der sehen kann oder ein Lah­mer wie­der gehen. Oft sind mit die­sen Lei­den Lebens­auf­ga­ben ver­bun­den, die wir nicht auf Anhieb ver­ste­hen. Und manch­mal reicht ein Leben nicht aus, um heil zu werden.

Du bist für Dei­ne Krank­heit selbst ver­ant­wort­lich. Du hast Dein Leben vor Dei­ner Inkar­na­ti­on auf der See­len­ebe­ne geplant und Dir für Dei­ne Lern­auf­ga­ben natür­lich auch die ent­spre­chen­den Umstän­de geschaf­fen. Eben­so bist Du auch für Dei­ne Gesund­heit ver­ant­wort­lich. Du weißt jetzt, wie Du Dei­ne Selbst­hei­lungs­kräf­te akti­vie­ren kannst. Viel­leicht brauchst Du zusätz­li­che Unter­stüt­zung durch einen The­ra­peu­ten oder ein Heil­mit­tel, alles hat sei­ne Berechtigung.

6. Du hast Dir selbst noch nicht die Erlaub­nis erteilt, wie­der gesund und glück­lich wer­den zu dürfen

Du weißt jetzt, dass Du dir erlaubt hast, krank zu sein bzw. dein See­len­plan hat es so vor­ge­ge­ben. Wer, glaubst Du, kann Dir erlau­ben, wie­der gesund zu wer­den? Dein Arzt wird es sicher nicht tun, denn er ver­liert damit einen “guten” Kun­den und eine Ein­nah­me­quel­le. Die Phar­ma­in­dus­trie wird es Dir eben­falls nicht erlau­ben, für die gilt das glei­che. Je län­ger sich Dich in ihrer Abhän­gig­keit hal­ten kön­nen, des­to mehr ver­die­nen sie an Dir. Mach bit­te nicht den Feh­ler, zu glau­ben, die Medi­ka­men­ten­in­dus­trie wür­de wol­len, dass Du wie­der gesund wirst. Das ist ein Trug­schluss. Ich will damit nicht sagen, dass es kei­ne wirk­sa­men Medi­ka­men­te gibt. Ich will auch nicht sagen, dass es kei­ne ver­ant­wor­tungs­vol­len Ärz­te und Hei­ler gibt. Das maße ich mir nicht an.

Aber, wenn Du Dir selbst nicht erlaubst, wie­der gesund und glück­lich zu wer­den, wer­den selbst die bes­ten Medi­ka­men­te und die bes­ten Ärz­te nichts für Dich tun kön­nen. Hei­len kannst Du Dich immer nur selbst!

7. Dei­ne Prio­ri­tä­ten lie­gen gera­de ganz woanders

Viel­leicht hast Du ja kei­ne Zeit, Dich um Dich und Dei­ne Her­aus­for­de­rung zu küm­mern. Da gibt es womög­lich ein kran­kes Fami­li­en­mit­glied zu pfle­gen oder Din­ge zu erle­di­gen, die kei­nen Auf­schub dul­den, weil die Kon­se­quen­zen zu dras­tisch wären. Das ist völ­lig in Ord­nung. Du ent­schei­dest, wann Du soweit bist.

Über­prü­fe aber hin und wie­der den Zustand Dei­ner Lebens­en­er­gie-Akkus. Wenn die näm­lich leer sind, kannst Du auch nicht mehr für ande­re da sein. Und wel­che Kon­se­quen­zen das für dich und dei­ne Lie­ben hät­te, kannst nur Du wissen.

8. Du bist mit dei­nen Unter­neh­mun­gen schon ein­mal geschei­tert und hast Angst zu versagen

Woll­ten tätest Du schon, aber trau­en tust Du Dich nicht? Ver­sa­gens­ängs­te kön­nen uns sehr läh­men. Die Angst vor Ableh­nung, nicht gut genug oder nicht erfolg­reich zu sein, betrifft vie­le Men­schen. War­um ist das so? Ich den­ke, es liegt dar­an, daß wir stän­dig Din­ge, Situa­tio­nen und ande­re Men­schen in Kate­go­rien ein­tei­len, sie bewer­ten, beur­tei­len und lei­der auch verurteilen.

Wenn wir damit auf­hö­ren wür­den, hät­te alles Lei­den ein Ende. Und wir hät­ten wir uns  über uns selbst hin­aus ent­wi­ckelt, hin zu wahr­haft wei­sen Geschöp­fen. Schließ­lich neh­men wir uns in Anspruch, ein Homo sapi­ens (= wis­sen­der Mensch) zu sein. Dabei ver­ges­sen wir gern, daß Wis­sen und Weis­heit zwei ver­schie­de­ne Din­ge sind und oft gar nichts mit­ein­an­der zu tun haben. Wis­sen haben wir im Kopf und Weis­heit im Her­zen. Es kann nicht scha­den, Herz und Ver­stand mit­ein­an­der in Ein­klang zu bringen.

Ver­traue Dir, es ist nicht schlimm zu schei­tern. Im Gegen­teil, Du hast bereits bewie­sen, daß Du imstan­de bist, etwas zu unter­neh­men. Daß dabei auch mal was schief­geht, ist kein Welt­un­ter­gang. Du kannst aus der Erfah­rung ler­nen und dar­an wach­sen. Jam­mern hilft da nicht viel. Erin­nerst Du Dich, als du noch klein warst und mit Bau­klötz­chen einen Turm gebaut hast? Wenn er umfiel, hast Du ihn wie­der auf­ge­baut. Wie­der und wie­der, ohne zu jam­mern und zu schrei­en. Das hat man Dir erst spä­ter bei­gebracht, richtig?

9. Du hast aufgegeben

Hier fällt mir eine Lebens­weis­heit ein:  “Schwach ist nicht der, der fällt, son­dern der, der nicht mehr aufsteht.”

Viel­leicht bist Du wirk­lich zu schwach zum Auf­ste­hen, weil Dei­ne Kräf­te auf­ge­braucht sind. Wenn Du noch atmen kannst, wenn Du noch den­ken kannst, und wenn Du spre­chen oder Dich ander­wei­tig bemerk­bar machen kannst, kannst Du Dir auch Hil­fe holen. Es sei denn,  Du möch­test ster­ben. Das ist Dei­ne Wahl.

Und schon kommt mir eine Lied­zei­le in den Sinn, dies­mal von Xavier Naidoo: “Was wir allei­ne nicht schaf­fen, das schaf­fen wir dann zusammen…”

Wenn Du also Hil­fe brauchst, um wie­der auf die Bei­ne zu kom­men, dann fra­ge jeman­den, not­falls auch einen Frem­den. Men­schen sind von Natur aus posi­tiv und kon­struk­tiv. Und sie lie­ben es gera­de­zu, ande­ren einen Gefal­len zu tun. Wer für ande­re etwas tun kann, tut damit auch immer etwas für sich.  Du kennst das sicher aus eige­ner Erfah­rung. Nie­mand muss im Leben ganz allei­ne zurecht kom­men. Dafür ist der Mensch nicht gemacht. Wir sind “Rudel­tie­re” und brau­chen die Gemeinschaft.

Was Du zur Akti­vie­rung Dei­ner Selbst­hei­lungs­kräf­te brauchst, ist Dei­ne SELBSTERMÄCHTIGUNG. Was Du für die Umset­zung Dei­nes Lösungs­an­sat­zes benö­tigst, ist Dei­ne SELBSTERMÄCHTIGUNG, ist Dei­ne Erlaub­nis, es zu tun!

Wann wirst Du Dir erlau­ben, gesund und glück­lich zu werden?

Was heißt hier wer­den? Dos­to­jew­ski wuss­te schon: “Der Mensch ist unglück­lich, weil er nicht weiß, daß er glück­lich ist. Das ist alles… Wer das erkennt, der wird gleich glück­lich sein, sofort im sel­ben Augenblick.”

Also noch­mal:
Wann wirst Du Dir erlau­ben, gesund und glück­lich zu SEIN?

11 Tipps bei Mob­bing am Arbeitsplatz

Mob­bing: Psy­cho­ter­ror am Arbeitsplatz

Arbeits­kol­le­gen kön­nen ganz schön gemein sein. Beson­ders, wenn sie der Mei­nung sind, sie sei­en etwas Bes­se­res. Wenn ihnen dann noch dei­ne Nase nicht gefällt, bist du dran, egal, wie nett oder kom­pe­tent du bist.

Dr. Cho­le­ri­kus

57400-mobbingVor vie­len Jah­ren hat­te ich einen Kol­le­gen, der eine Freu­de dar­an zu haben schien, ande­re zu gän­geln und zu pro­vo­zie­ren. Das hat er nicht nur mit mir, son­dern auch mit ande­ren Kol­le­gen gemacht. Er war von cho­le­ri­schem Cha­rak­ter, des­halb nen­ne ich ihn hier Dr. Cho­le­ri­kus. Wir waren bei­de in einer Bun­des­ober­be­hör­de beschäf­tigt. Ich war Refe­rats-Sekre­tä­rin, mein Kol­le­ge hat­te einen Dok­tor­ti­tel, den Beam­ten­sta­tus und eine ent­spre­chend dotier­te Besoldungsgruppe.

Talen­te wer­den nicht immer von allen geschätzt

Ich hat­te immer schon eine schnel­le Auf­fas­sungs­ga­be und konn­te mich rasch in neue The­men­ge­bie­te ein­ar­bei­ten. Mei­ne Arbei­ten erle­dig­te ich nicht nur gewis­sen­haft, son­dern auch noch in einem Tem­po, dass mein Refe­rats­lei­ter immer staun­te und lache und mich frag­te, ob ich zau­bern kön­ne. Und so kam es hin und wie­der vor, dass am Ende mei­ner Arbeit noch viel Zeit übrig war. Frü­her nach Hau­se gehen durf­te ich nicht, schließ­lich hat­te ein Arbeits­tag 7,5 Stun­den, und die muss­ten “abge­ses­sen” wer­den, egal ob man was zu tun hat­te oder nicht. So war das jeden­falls damals im Öffent­li­chen Dienst.

Mein Refe­rats­lei­ter sag­te immer: “Frau Geiss, wenn Sie nach Leis­tung bezahlt wer­den wür­den, hät­ten Sie bereits mit­tags Feierabend.”
Der Lei­ter eines ande­ren Refe­ra­tes mein­te, ich gehör­te mit mei­nen Fähig­kei­ten in die freie Wirt­schaft, dort könn­te ich viel mehr Geld ver­die­nen als im Öffent­li­chen Dienst. Tja, da mag er Recht gehabt haben, aber ich hat­te damals ein klei­nes Kind und war allein­er­zie­hend. Da bot mir der Job in der Behör­de die Sicher­heit, die ich brauch­te. Und ich war glück­lich dort.

My office is my castle

Ich hat­te damals ein win­zig klei­nes Büro, das nach heu­ti­gen EU-Richt­li­ni­en gar nicht mehr als Arbeits­platz durch­ge­hen wür­de. Dar­in befan­den sich ein Akten­schrank, ein Schreib­tisch mit PC, ein Tele­fon und natür­lich ein Dreh­stuhl. Ich lieb­te die­ses Büro. Es war klein, aber es war mein Reich. Mit den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Haus hat­te ich ein super gutes Ver­hält­nis. Das Arbeits­kli­ma wur­de nicht zuletzt durch unse­ren Refe­rats­lei­ter auf einem sehr fami­liä­ren Niveau gehal­ten. Wir haben das alle sehr genossen.

Das Messer im RückenDr. Cho­le­ri­kus hin­ge­gen war ein rich­ti­ger Stink­stie­fel. Er war das, was man “hin­ter­fot­zig” nennt. Zuerst tat er dir freund­lich ins Gesicht, und kaum dass er sich umge­dreht hat­te, ramm­te er dir das Mes­ser in den Rücken. Er konn­te es nicht ertra­gen, wenn ich mal eine hal­be Stun­de Zeit hat­te, um mit ande­ren Kol­le­gIn­nen im Haus ein Schwätz­chen zu hal­ten oder mich für die Arbeit im Labor interessierte.

Und so kam es, dass der wer­te Kol­le­ge immer mal wie­der durch die Blu­me – manch­mal auch sehr direkt – hat­te fal­len las­sen, dass die Frau Geiss wohl ent­we­der zu wenig zu tun oder zu viel frei hät­te. Dabei war es ihm egal, ob ande­re Kol­le­gen dabei waren oder nicht. Ein­mal frag­te ich ihn vor ver­sam­mel­ter Mann­schaft, ob er denn glaub­te, dass ich den gan­zen Tag nur Däum­chen dre­hen wür­de. Wor­auf er ant­wor­te­te: “Nein, nicht den gan­zen!” Mei­ne Kol­le­gIn­nen und ich schau­ten uns nur an, ver­dreh­ten die Augen und grins­ten, weil klar war, dass Dr. Cho­le­ri­kus mal wie­der eine Laus über die Leber gelau­fen sein musste.

Er war auch ein Meis­ter der Unter­stel­lun­gen. Ich erin­ne­re mich, dass er ein paar Mal ver­such­te, mir etwas unter die Wes­te zu jubeln, um mich dann “hoch­ge­hen” zu las­sen. Da ich den Bra­ten aber schon 10 Mei­len gegen den Wind roch, beug­te ich vor und mach­te mir zu allem, was er mir auf­trug, Noti­zen und zeich­ne­te die Arbei­ten, die ich erle­digt hat­te, mit Datum und Kür­zel ab. Oben­drein mach­te ich davon Kopien und ver­wahr­te sie bei mir auf. Wie gut, dass ich das tat.

Nicht mit mir!

Eines Tages kam er zu mir ins Büro und ver­such­te, mich zur Sau zu machen, weil ich angeb­lich eine bestimm­te Auf­ga­be nicht erle­digt hät­te. Ich griff kur­zer­hand in mei­ne Schub­la­de und zog das Beweis­stück her­vor. Das brach­te ihn erst recht auf die Pal­me, denn mit so viel Pfif­fig­keit mei­ner­seits hat­te er nicht gerech­net. Er hielt sich näm­lich für ober­schlau. Da kann­te er aber die Frau Geiss noch nicht. Die hat zwar kei­nen aka­de­mi­schen Grad, steht Dr. Cho­le­ri­kus jedoch in Sachen Intel­li­genz und Stra­ßen­schläue in nichts nach. Ätsch.

Als er dabei war, mich anzu­brül­len, wur­de ich immer ruhi­ger, stand nur da und schau­te ihn an, bis er fer­tig war. Durch die Laut­stär­ke, die er an den Tag leg­te, ließ es sich nicht ver­mei­den, dass die Kol­le­gIn­nen im Haus das mitbekamen.

Rote Karte für MobberDann brüll­te ich zurück: “Du ver­lässt auf der Stel­le mein Büro. Und du kommst erst dann zurück, wenn du wie­der nor­mal gewor­den bist. Dann darfst du mich fra­gen, ob ich wie­der etwas für dich schrei­be. Andern­falls kannst du dich in Zukunft an die Schreib­kanz­lei im Haupt­haus wenden.”

Dr. Cho­le­ri­kus ver­schlug es die Spra­che, er lief puter­rot an und droh­te fast zu ersti­cken. Wut­ent­brannt mach­te er auf dem Absatz kehrt und ver­ließ mein Büro. Drei Tage lang sprach er kein Wort mit mir. Danach behan­del­te er mich mit einer Freund­lich­keit, die schon fast nicht mehr zu ertra­gen war. Nicht dass er sich etwa ent­schul­digt hät­te, nein, das hät­te Dr. Cho­le­ri­kus nicht über sich gebracht. Aber er mach­te sich mit sei­nem Ver­hal­ten zum Gespött des gan­zen Refe­ra­tes. Es war köst­lich und ging mir run­ter wie Öl.

Erst vie­le Jah­re spä­ter erfuhr ich, dass so ein Ver­hal­ten “Mob­bing” genannt wird. Und natür­lich gibt es vie­le, die am Arbeits­platz gemobbt wer­den. Gott sei Dank bin ich mit genü­gend Selbst­be­wusst­sein und Schlag­fer­tig­keit aus­ge­stat­tet, sonst hät­te ich mich gar nicht getraut, mich zu wehren.

Was ist Mobbing?

Wir alle haben eine Ver­mu­tung, was Mob­bing ist, haben es viel­leicht selbst schon erlebt oder kön­nen zumin­dest eini­ge der nach­fol­gen­den Punk­te benennen:

Mobbingarten

Die all­ge­mei­ne Defi­ni­ti­on von Mob­bing geht auf den Psy­cho­lo­gen Heinz Ley­mann (1932–1999) zurück. Er gilt als Pio­nier in der Mobbingforschung:

„Eine Per­son wird an ihrem Arbeits­platz gemobbt, wenn sie im Kon­flikt mit Kol­le­gen oder Vor­ge­setz­ten in eine unter­le­ge­ne Posi­ti­on gekom­men ist und auf sys­te­ma­ti­sche Wei­se über min­des­tens 6 Mona­te hin­weg min­des­tens ein­mal pro Woche einer der fol­gen­den 45 feind­se­li­gen Hand­lun­gen aus­ge­setzt ist:“

Eini­ge die­ser 45 feind­se­li­gen Hand­lun­gen sei­en an die­ser Stel­le auf­ge­führt. Die rest­li­chen fin­dest du unter dem o. g. Link.

  • Gerüch­te wer­den verbreitet
  • Stän­di­ge Kri­tik an der Arbeit oder am Privatleben
  • Man gibt dem Betrof­fe­nen sinn­lo­se Arbeitsaufgaben
  • Man gibt dem Betrof­fe­nen Auf­ga­ben, die sei­ne Qua­li­fi­ka­ti­on weit über­stei­gen, um ihn zu diskreditieren
  • Man nimmt ihm jede Beschäf­ti­gung am Arbeits­platz, so dass er sich nicht ein­mal selbst Auf­ga­ben aus­den­ken kann
  • Hin­ter dem Rücken des Betrof­fe­nen wird schlecht über ihn gesprochen
  • Sexu­el­le Handgreiflichkeiten

Die juris­ti­sche Defi­ni­ti­on von Mob­bing lt. Urteil des Land­ge­richts Thü­rin­gen vom 10.04.2001 (Az. 5 Sa 403/00) lautet:

“Im arbeits­recht­li­chen Ver­ständ­nis erfasst der Begriff des “Mob­bing” fort­ge­setz­te, auf­ein­an­der auf­bau­en­de oder inein­an­der über­grei­fen­de, der Anfein­dung, Schi­ka­ne oder Dis­kri­mi­nie­rung die­nen­de Ver­hal­tens­wei­sen, die nach Art und Ablauf im Regel­fall einer über­ge­ord­ne­ten, von der Rechts­ord­nung nicht gedeck­ten Ziel­set­zung för­der­lich sind und jeden­falls in ihrer Gesamt­heit das all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht oder ande­re eben­so geschütz­te Rech­te wie die Ehre oder die Gesund­heit des Betrof­fe­nen verletzen…” 
zum Voll­text

mobbingKol­le­gIn­nen sind kei­ne Punching-Bälle

Es gibt Men­schen, die loten mit ihrem Ver­hal­ten ihre Gren­zen aus und prü­fen, wie weit sie bei dir gehen kön­nen. Mein Kol­le­ge war so jemand. Er ver­such­te es immer wie­der bei mir. Und je mehr Kon­tra ich ihm gab, des­to grö­ßer wur­de sein Respekt. Im Lau­fe der Zeit wur­de er immer zah­mer. Und wenn er mal wie­der droh­te aus­zu­bre­chen, wies ich ihn in sei­ne Schran­ken und gut war.

Man­che wol­len auch ein­fach nur ihren Frust und ihre Aggres­sio­nen an ihren Kol­le­gIn­nen ablas­sen, weil sie nicht wis­sen, wohin damit. Wenn du so jemand bist, soll­test du dar­über nach­den­ken, ob ein Anti-Aggres­si­ons­trai­ning nicht ange­brach­ter wäre. Kauf dir einen Box­sack und bear­bei­te den nach Her­zens­lust. So sorgst du dafür, dass du, dei­ne Mit­men­schen und dei­ne Bezie­hung zu ihnen heil bleiben.

11 Tipps bei Mob­bing am Arbeitsplatz

11TippsbeiMobbing

Bist du schon ein­mal Opfer von Mob­bing geworden?

Schrei­be mir dei­ne Erfah­run­gen dazu.

  • Wie hast du dich gefühlt?
  • Was hast du gesagt/getan?
  • Konn­test du dich wehren?
  • Wenn ja, wie hast du das angestellt?

Wenn du gemobbt wirst und psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung brauchst, ste­he ich dir für ein kos­ten­lo­ses 15-minü­ti­ges Tele­fo­nat zur Ver­fü­gung. Danach kannst du ent­schei­den, ob du wei­ter mit mir arbei­ten möchtest.

Tel. 030 – 7790 9225


Bild­quel­len:

Bei­trags­bild ganz oben:
Anti-Mob­bing e.V.: http://www.muenster.org/antimobbing/

“Mes­ser im Rücken”
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/experten-analysieren-mobbingfaelle-und-geben-tipps-a-825551.html

“Sor­ry” — Iodilavoro.it
http://www.wirtschaft.ch/Supervision+schuetzt+vor+Mobbing+am+Arbeitsplatz/420600/detail.htm

“Mob­bing – eine schlim­me Sache”:
https://notendur.hi.is/ems/Forum/artikeldeutsch/Gesellschaft/mobbing1.htm