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Über Zufälle und Ungerechtigkeiten

Immer wieder höre ich von Menschen, die ein Familienmitglied oder Freund durch ein Gewaltverbrechen verloren haben, wie ungerecht das doch sei. Besonders dann, wenn das Verbrechen nicht aufgeklärt oder die Täter nicht ihrer “gerechten Strafe” zugeführt werden.

Warum gerade… ?

Auch wenn Kinder unheilbar erkrankt sind und sterben müssen, empfinden wir das als furchtbar ungerecht. Warum darf dieses Kind nicht leben? Es ist doch noch so jung und unschuldig. Es hat niemandem etwas getan.  Wir neigen in diesen Situationen dazu, Gott dafür verantwortlich zu machen und hadern mit ihm. Und ich habe das von Menschen gesehen, die vorher steif und fest behaupteten, überzeugte Atheisten zu sein.

Aber auch andere, zum Teil weniger dramatische Begebenheiten können in uns ein Unrechtsempfinden auslösen, z. B.

  • Obwohl du länger in der Firma bist, wird deine Kollegin vor dir befördert.
  • Die ‘Kleinen’ werden immer ärmer – die ‘Großen’ immer reicher.
  • Männer erhalten für die gleiche Tätigkeit mehr Geld als Frauen.
  • Der Diplomat parkt rotzfrech im Halteverbot, ohne daß es Konsequenzen für ihn hätte – und Du sollst fürs Falschparken ‘bestraft’ werden.
  • Der Große haut den Kleinen.
  • usw.

Dir fallen sicherlich noch tausend andere Dinge ein, die Du als ungerecht empfindest. Und Du könntest bestimmt aufgrund eigener Erfahrungen ein ganzes Buch darüber schreiben…

Woher kommt unser Sinn für Gerechtigkeit?

Wenn ein  Mensch unter großen emotionalen Belastungen steht, z. B. durch ein traumatisches Erlebnis, kann er nicht mehr klar denken. Die Ratio wird ausgeschaltet, und es greifen nur die allernotwendigsten Überlebensmechanismen. Das macht der  Organismus automatisch, um ihn vor dem physischen Tod zu bewahren.

In dieser existenziellen Bedrohung, die mit Todesangst einhergeht, gelangen Menschen zu der Einstellung, über ihr Leben und das, was ihnen geschieht, keinerlei Kontrolle zu haben und absolut hilflos zu sein. Martin Seligman[1] prägte dazu den Begriff “Erlernte Hilflosigkeit”.

Das Wiedererlangen der Kontrolle über Gefühle, Gedanken, Körperfunktionen und Reaktionen ist ein elementarer Bestandteil des Heilungsprozesses.

Kann ein Mensch die traumatischen Symptome der Übererregung (Hyperarousel) wie Angst, Schlaflosigkeit, übersteigerte Schreckhaftigkeit etc. nicht  lindern, verfestigen sich mit der Zeit die gemachten Erfahrungen mit den dabei aufgetretenen Emotionen im Zellgedächtnis des Körpers (siehe “3 Wege, festgehaltene Emotionen aufzulösen”). Und nicht nur das: sie verändern die Gehirnstruktur und die DNA einerseits sowie das Wertesystem eines Menschen andererseits.

Die Grundannahmen des Menschen

Menschen gehen im Allgemeinen davon aus, daß die Welt verstehbar und vorhersehbar ist. Sie glauben an ihre eigene Unversehrtheit. Sie gehen auch davon aus, daß das eigene Ich wertvoll ist und daß sie anderen Menschen vertrauen können. Wie gesagt – grundsätzlich.

Diese Grundannahmen (basierend auf Urvertrauen) werden bei traumatischen Erlebnissen zutiefst erschüttert. Werte verschieben sich. Was gestern noch wichtig war, ist nach dieser Schreckenserfahrung keinen Pfifferling mehr wert.

Doch nicht nur eigene Erfahrungen von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Ohnmacht, sondern auch das Beobachten der Hilflosigkeit von anderen Menschen, wenn z. B. der Größere den Kleineren verprügelt, ein Mitarbeiter sich nicht wehren kann, wenn seine Kollegen ihn verspotten, aber auch unser Unrechtssystem (ich kann es leider nicht anders nennen) lösen in uns das Empfinden von Ungerechtigkeit aus.

Ich habe dieses Thema kürzlich diskutiert und dazu wertvolle Gedanken erhalten:

  • Wir sprechen von Gerechtigkeitssinn und Unrechtsempfinden. Dabei fühlen wir wohl weniger die Gerechtigkeit als die Ungerechtigkeit. Denn Gerechtigkeit ist ja selbstverständlich, die setzen wir voraus. Die Ungerechtigkeit hingegen können wir fast körperlich spüren. Sie bringt uns bis zur Raserei.
  • Ungerechtigkeit ist der Ausdruck einer Disbalance von Chancen und Möglichkeiten. Das heißt, wenn wir die Erfahrung machen, nicht die gleichen Chancen zu haben wie andere, fühlen wir uns unterlegen, unterdrückt und weniger wertvoll.
  • Hier kommt es zu einer ungleichen Verteilung von Energien. Das natürliche Gleichgewicht geht verloren (= Disbalance, Disharmonie). Nach dem Universellen Gesetz der Harmonie und des Ausgleichs strebt der Mensch danach, das natürliche Gleichgewicht des Lebens, seines Lebens, wiederherzustellen (Selbstregulation).
  • Gerechtigkeit empfinden wir dann, wenn unser Bedürfnis nach Genugtuung befriedigt scheint. Wie und wodurch diese Genugtuung erreicht werden kann, muss jeder für sich selbst definieren. Der eine will eine Wiedergutmachung seines entstandenen Schadens, der andere will Rache.

Genugtuung: Wiedergutmachung,  Rache oder was?

Die Wiedergutmachung eines materiellen Schadens kann herbeigeführt werden durch Reparatur oder Ersatz. Aber wie verhält es sich bei seelischen Schäden? Wie könnte hier eine Wiedergutmachung aussehen, wenn der seelische Schaden durch ein Gewaltverbrechen oder dergleichen hervorgerufen wurde?

  • Reparatur/Heilung ist möglich, gelingt aber nicht in allen Fällen.
  • Ersatz für ein Menschenleben, das gewaltsam genommen wurde?…

Ich kenne eine Mutter, die ihren Sohn durch ein Tötungsverbrechen verloren hat. Für sie bestünde Gerechtigkeit in der angemessenen Bestrafung des Täters. Der Täter wurde nach Jugendstrafrecht bestraft und kam mit wenigen Jahren Gefängnis davon. Er konnte während dieser Zeit seinen Führerschein machen, hatte Freigang und bekam  Taschengeld. Die Richterin meinte, man könne doch dem Jungen nicht die Zukunft verbauen. Woraufhin die Mutter entgegnete: “Mein Sohn hat gar keine Zukunft.”

Daß der Gerechtigkeitssinn dieser Mutter empfindlich verletzt wurde, wird jede Mutter nachempfinden können. Eine Wiedergutmachung ist in solchen Fällen natürlich nicht möglich. Ihr Kind ist tot und kommt nicht zurück. Für diese Frau schreit die erlittene Ungerechtigkeit geradezu zum Himmel. Und für den einen oder anderen Leser sicherlich auch.

Aber – ich sage nicht gern aber, doch hier scheint es mir angebracht – selbst wenn diese Mutter Genugtuung erfahren würde, würde es zwar ihr Ego, das auf Rache sinnt, kurzzeitig befriedigen, doch es bringt ihr das Kind nicht wieder. Bald wird das Gefühl der Genugtuung verraucht sein, und was kommt dann? Dann sind sie wieder da: die Ohnmacht, die Leere, der Schmerz.

Es geht also darum, Frieden zu schließen mit der Situation, um wirklich heil zu werden. Doch das ist eine Herausforderung, die die Kraft vieler Menschen übersteigt.

Für meinen Geschmack wird in der Therapie die Seele der Menschen zu wenig bis gar nicht berücksichtigt. Sich um die Seele und das Seelenheil der Menschen zu kümmern, war in früheren Zeiten die Aufgabe von Priestern und Schamanen. Heute wird fast nur noch von Psyche und psychischen Störungen gesprochen, und der Psychotherapeut soll es mit diversen Behandlungsmethoden und Therapieformen richten. Das reicht meines Erachtens nicht aus, um Menschen dazu zu befähigen, SELBSTBEWUßT zu werden und die Mysterien des Lebens zumindest annähernd zu verstehen.

Seelenheil ist immer ein Bewußtseins-, Entwicklungs- und Wachstumsprozeß!

Es gibt noch ein weiteres ABER, das uns einen anderen Blickwinkel beschert und uns dazu verhilft, unser Wertesystem neu zu betrachten. Dazu müssen wir jedoch über den Tellerrand unseres Alltags hinausschauen und unser Bewußtsein etwas ausdehnen, sonst funktoniert es nicht:

Über Zufälle und Ungerechtigkeiten

René Egli, Autor des Erfolgsbuches “Das LOL²A-Prinzip – Die Vollkommenheit der Welt”, schreibt dazu:

"Der Zufall würde allen fundamentalen Lebensgesetzmäßigkeiten widersprechen […]. Wir sind in unserem Denken dermaßen begrenzt, daß wir schlicht und einfach nicht alle Ursachen kennen, und deshalb schieben wir dann zahlreiche Dinge dem Zufall in die Schuhe […]".

"Im Universum gibt es keine Ungerechtigkeit. Stellen Sie sich bitte die monstruöse Ungerechtigkeit vor, wenn jeder Mensch »zufällig« irgendwohin geboren würde. Diese Ungerechtigkeit wäre dermaßen groß, dass sie kaum zu ertragen wäre. Und es würde der universellen Intelligenz, die hinter allem wirkt, ein kümmerliches Zeugnis ausstellen…"

Selbst gestandene Wissenschaftler wie Albert Einstein und Charles Darwin haben zugegeben, daß es keine Zufälle gibt. Der Begründer der Evolutionstheorie betrachtete Schöpfung und Evolution nicht als Widersprüche, sondern als zwei Seiten derselben Medaille:

"Die Unmöglichkeit sich vorzustellen, dass dieses gewaltige und wunderbare Universum einschließlich uns denkenden Wesen durch Zufall entstanden sein könnte, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes zu sein."

Wir begreifen Geschehnisse als Zufälle und Ungerechtigkeiten, weil wir die Zusammenhänge aus unserer Froschperspektive nicht erkennen können. Könnten wir uns in die Lüfte schwingen wie ein Adler, hätten wir schon einen besseren Überblick. Einen Blick auf das Große und Ganze hat unser Höheres Selbst bzw. unser Gottselbst. Dieser unsterbliche Teil von uns kann sehen, wie die Dinge zusammenhängen und warum jemand so oder so handelt. Wir können uns jederzeit mit unserem höheren Bewußtsein verbinden, z. B. in einer Rückführung oder in der Meditation.

Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.

Albert Schweitzer (1875-1965)

Es gibt Menschen, die an einen barmherzigen Gott glauben. Der Glaube an diesen barmherzigen Gott wird durch ein traumatisches Erlebnis ebenfalls stark erschüttert, besonders dann, wenn das Leid einem geliebten Menschen wiederfahren ist. Dann fragen sie sich, wie Gott solche Dinge nur zulassen kann.

Nun, er kann nicht nur, er muss! Denn wenn Gott alle Menschen mit dem freien Willen ausgestattet hat, dann darf er gar nicht in unser Handeln eingreifen. Sonst würde er sich selbst Lügen strafen. Deswegen hat uns die unendliche Weisheit der Schöpfung die Naturgesetze des Lebens geschenkt, an die wir uns halten können oder auch nicht.

Universelle Gesetzmäßigkeiten – die Naturgesetze des Lebens

Im Kosmos gibt es weder Opfer noch Zufälle noch Ungerechtigkeiten! Dies macht das Prinzip von Ursache und Wirkung deutlich, welches auch Karma genannt wird. Ich habe über Karma bereits in einem früheren Artikel geschrieben. Hier nochmal ein kurzer Abriss daraus:

Aktion = Reaktion oder anders ausgedrückt: Was du säst, das wirst du ernten. Der Ausdruck “Karma” kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Wirken”. Demnach hat jeder Gedanke und jede Handlung Auswirkungen auf alles. Das heißt, jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die in genau der gleichen Qualität zum Absender zurückkehrt. Zeit spielt dabei keine Rolle. Zwischen Ursache und Wirkung können wenige Minuten, aber auch Tage, Monate, Jahre, ja sogar mehrere Leben liegen […].

Das Karma-Prinzip hilft uns, die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die uns im Leben wiederfahren, zu verstehen. Wird ein Mensch mißhandelt, vergewaltigt oder ermordet, wird ihm nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung irgendwann etwas in genau der gleichen Qualität passieren. Dies kann im aktuellen Leben geschehen oder in einem anderen. Wie du andere behandelst, so wirst du selbst behandelt werden.

Ich kenne Menschen, die die “Gerechtigkeit” am liebsten selbst in die Hand nehmen würden, weil unser Sicherheits- und Justizsystem versagt hat.  Der Wunsch nach Genugtuung und damit verbundenen Rachegedanken ist menschlich und total verständlich. Allerdings greift auch hier wieder das Prinzip von Ursache und Wirkung.

Die Meisterschaft des Lebens

Wenn wir uns also weiterentwickeln und zum wahren Homo sapiens (= wissender Mensch) werden wollen, müssen wir uns bewusst machen, daß wir uns in der Dualität befinden, wo alles zwei Seiten hat. Gut und Böse, Hell und Dunkel, Gestern und Morgen. Wenn wir das verstanden haben, können wir uns aus der traumatisierenden Dualität hinaus und in höhere Qualitäten hineinentwickeln. Wir sind dann in der Lage, wirklich zu SEHEN.

Es gibt keine größere Gerechtigkeit im Universum, als das Prinzip von Ursache und Wirkung!

Bei Kleinigkeiten können die meisten Menschen sich mit diesem Gedanken vieleicht noch anfreunden und sehen sogar eine gewisse Nachvollziehbarkeit, frei nach dem Motto “kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort”, nicht wahr.

Aber wie sieht es bei den größeren Ereignissen aus: Kannst Du das genauso sehen, wenn Dein geliebter Mensch von einem anderen getötet wurde? Kannst Du das genauso sehen, wenn Dir selbst Gewalt angetan wurde? Kannst Du das auch so sehen, wenn Du in den Nachrichten von Mord und Totschlag, Krieg und Armut hörst?

Vielleicht denkst Du, du hast Glück gehabt, daß Du hier in der westlichen Welt lebst, wo Du nicht von Krieg oder Armut betroffen bist. Möglicherweise bist Du der Meinung, Du hast Glück gehabt, daß Dir selbst oder Deinen Angehörigen bisher nichts Schlimmes passiert ist.

Mag sein. Vielleicht ist dein karmisches Rad beendet oder Du hast Dir ein Leben ausgesucht, in dem keine traumatischen Erlebnisse vorkommen und Du Dich einfach deines Daseins freuen darfst. Ja, auch das kommt vor. Nicht jede Inkarnation ist mega-anstrengend. Es gibt dazwischen ebenso schöne, friedliche und freudvolle Leben, denn auch die sind wichtig für die Entwicklung der Seele und bereichern unseren Erfahrungsschatz ganz enorm.


[1] Martin Seligman, amerikanischer Psychologe (*1942), Buch: “Erlernte Hilflosigkeit”, 1979

7 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest

Eine liebe Kollegin sagte kürzlich zu mir, ich solle in meinem nächsten Blog- Artikel doch etwas über Schönheit schreiben. Ich hatte zuvor in einem gemeinsamen Gespräch geäußert, daß ich einen Sinn für Schönheit und Ästhetik habe und mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Bei meinem Partner hingegen müssen Dinge und Gegenstände in erster Linie zweckmäßig und praktisch sein. Bei mir müssen sie zweckmäßig, praktisch und schön sein. Und manchmal müssen sie gar keinen funktionellen Nutzen haben, sondern einfach nur schön sein. Ob das ein typisch weiblicher Spleen ist, weiß ich nicht. Denn sicherlich gibt es auch Männer, die der Schönheit nicht abgeneigt, ja zuweilen sogar verfallen sind.

Fragen über Fragen

Nun stehe ich also vor der Herausforderung, einen Artikel über Schönheit zu schreiben und grüble darüber, was Schönheit mit meinem Thema “Stress- und Traumaentalstung” zu tun hat und wie ich da einen Brückenschlag hinbekomme. Doch zuvor will ich einer ganz anderen Frage nachgehen, nämlich:

Was ist Schönheit?

Schönheit ist ein abstrakter Begriff. Mit der Bedeutung des Wortes Schönheit – als Gegensatz zur Häßlichkeit – beschäftigt sich vor allem die philosophische Disziplin der Ästhetik. Welche Wertmaßstäbe dem Ausdruck „Schönheit“ zu Grunde liegen und wie diese zustande kommen, ist auch Untersuchungsgegenstand von Natur- und Geisteswissenschaften. Im Alltag wird als „schön“ meist etwas bezeichnet, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterläßt: Ein schöner Körper, ein schönes Musikstück, eine schöne Bewegungsabfolge im Tanz, aber auch Erlebnisse wie z. B. Gestreichelt-Werden. Eine Nähe zu Begriffen wie Harmonie und Symmetrie fällt auf, eine Abgrenzung gegenüber sinnlicher Überwältigung oder dem „nur“ Hübschen, dem das Besondere fehlt, ist nicht immer leicht (Wikipedia).

Schade, daß ich hier mit Dir keinen Dialog führen kann. Mich würde brennend interessieren, was Schönheit für Dich bedeutet? Wen oder was findest Du schön? Du kannst das auf Anhieb vielleicht gar nicht so sagen. Aber es läßt sich in einem ersten Schritt ganz gut über folgende Fragen herausfinden:

sea-418742_640Was ist zum Beispiel Deine Lieblingsfarbe, Lieblingslied, Lieblingstanz, Lieblingskleidungsstück, Lieblingsduft, Lieblingsblume, Lieblingsbaum, Lieblingstier, Lieblingsbuch, Lieblingskünstler… Welche Musikrichtung hörst Du am liebsten? Welche Filme magst Du am meisten? Welche Speisen ißt du am liebsten? Welchen Einrichtungsstil bevorzugst Du? Welcher Typ Mann oder Frau gefällt Dir am besten? Wohin fährst Du am liebsten in Urlaub?

Nun wollen wir einen Schritt weiter gehen:

Warum findest Du die o. g. Aufzählungen schön? Was genau gefällt Dir an jeder einzelnen so gut? Erinnere Dich und beschreibe.

abensberg-114292_640Und nun wollen wir noch etwas tiefer gehen:

Welche Gefühle erzeugen all diese Schönheiten in Dir? Was empfindest Du zum Beispiel, wenn Du Deine Lieblingsmusik hörst? Wie verändern sich Dein Gesichtsausdruck, Deine Körperhaltung, Deine Stimmung, Deine Gedanken?

Welche Gefühle entstehen in Dir, wenn Dir der köstliche Duft Deiner Lieblingsspeise in die Nase steigt? Welche Gedanken denkst Du dabei?

Was empfindest Du, wenn Du nach Hause kommst und es Dir in Deinem Lieblingssessel gemütlich machst? Aus welchem Material ist er gemacht, welche Farben hat er, wie fühlt sich der Stoff an? Wie fühlst Du Dich, wenn Du darin sitzt?

Was fühlst Du, wenn Du Deinem Lieblingsmensch in die Augen schaust? Welche Gedanken kommen Dir? Welche körperlichen Reaktionen nimmst Du wahr?

makeup-377618_640Schönheit ist relativ

Was der eine schön findet, findet ein anderer häßlich. Wir haben oben schon gelernt, daß jeder Mensch individuelle Wertmaßstäbe hat, an denen er Schönheit festmacht. Der eine findet ein ungeschminktes Gesicht schön, der andere steht auf dezentes Make-up, weil er der Meinung ist, daß damit die natürliche Schönheit noch unterstrichen wird. Wieder ein anderer findet starkes Make-up cool, weil sich damit die Partien kaschieren lassen, die nicht so schön sind. Maskenbildner und Photohop-Künstler können aus einem häßlichen Entlein einen schönen Schwan machen. Der eine findet Dünne schön, der andere steht auf Mollige.

man-63198_640Der eine verbindet Schönheit mit Jugend. Ein anderer findet Lachfalten toll und wettergegerbte Gesichter. Der eine mag blau, der andere grün. Warum wir bestimmte Vorlieben haben, will ich hier nicht ergründen, damit sollen sich die Wissenschaftler befassen.

Wir haben oben auch schon erfahren, daß Schönheit mit Begriffen wie Symmetrie und Harmonie in Verbindung gebracht wird. So finden wir harmonische Klänge schön und ebenmäßige Gesichter. Wir bevorzugen Menschen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ober- und Unterkörper, zwischen Oberweite und Taille usw. Diese optischen Merkmale haben wiederum Einfluß auf unser Balzverhalten…

Wahre Schönheit kommt von innen

Immer wieder hört man Aussagen wie: “Äußerlichkeiten sind nicht alles, auf die inneren Werte kommt es an.” Ja, das stimmt. Denn es gibt nach unseren individuellen Wertmaßstäben auch schöne und häßliche Charaktereigenschaften.

Aber ich meine noch etwas anderes, wenn ich sage, daß wahre Schönheit von innen kommt. Ich meine damit das Strahlen, das ein Mensch hat, wenn es ihm gut geht und er glücklich ist. Bei Verliebten kann man dies besonders gut beobachten. Auch Schwangere oder Frauen, die gerade ihre fruchtbaren Tage haben, bekommen oft weichere Gesichtszüge, die als angenehm und attraktiv empfunden werden. Auch wenn es sich um äußere Merkmale handelt, so kommt diese Schönheit doch von innen heraus, wenn z. B. bestimmte Hormone ausgeschüttet werden.

Selbst, wenn die Symmetrie in einem Gesicht nicht ganz stimmt, so finden wir mit Sicherheit Merkmale, die uns gefallen, ja für manche ist gerade das besonders anziehend. Sieht ein Mensch nicht gerade aus wie ein Model, so kann er trotzdem schön und attraktiv für uns sein. Vielleicht ist es ja gerade die Narbe auf der Wange, die ausgeprägte Nase oder das hervorstehende Kinn, an dem wir Gefallen finden. Manch einer ist äußerlich vielleicht unattraktiv, hat aber eine wunderschöne Stimme, die uns tief berührt.

fruits-562357_640Auch die Nahrung, die wir zu uns nehmen, hat großen Einfluß auf unsere Schönheit. Wenn wir unseren Körper mit allen Nährstoffen versorgen, die er braucht, fühlen wir uns nicht nur besser, wir sehen auch besser aus.

Wenn unsere Seele ebenfalls gut genährt ist, z. B. mit wohlwollenden Worten, Streicheleinheiten, Erfolgserlebnissen, einem gutem Selbstwertgefühl und Liebe, so wird diese innere Schönheit äußerlich sichtbar – wir strahlen das aus, was in uns ist. Und das ist es, was uns anziehend und schön für andere macht.

So, und nun kommen wir zu der Frage, über die ich zu Anfang grübelte: Wie passt Schönheit zum Thema Stress- und Traumaentlastung?

Nun, ich meine: super! Denn mit der Beantwortung der obigen Fragen hast Du gleich  mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, genauer gesagt 7 auf einen Streich.

vincent-van-gogh-91991_6407 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest:

  1. Du hast Deinen Fokus auf Angenehmes gelenkt.
  2. Damit bist Du der Negativspirale destruktiver Gedanken und Gefühle entkommen.
  3. Du hast angenehme Gedanken und Gefühle in Dir erzeugt (selber!).
  4. Dabei hast Du jede Menge Freudehormone produziert, die die Stresshormone auffressen.
  5. Durch die Beschäftigung mit dem Angenehmen warst Du in einer positiven Trance und hast Deine beiden Gehirnhälften harmonisiert.
  6. Du hast Dein Stresslevel drastisch runtergefahren.
  7. Du hast aktiv etwas für Deine Gesundheit getan.

Ist es nicht herrlich, was Schönheit alles bewirken kann 😉 ? Zum Schluss möchte ich Dir noch eine letzte Frage stellen:

Wie viel Schönheit ist in Deinem Leben?


Mein Coaching-Tipp für Dich:

Sieh Dich um und nimm wahr, was schön für Dich ist. Wenn Du auf Anhieb nichts findest, suche danach. Suche so lange, bis Du etwas gefunden hast, das Du als schön empfindest, und wenn es noch so klein ist.

Wenn Du einem Menschen begegnest, den Du nicht magst: Finde etwas an ihm, das schön ist. Jeder Mensch hat irgendetwas Schönes an sich oder in sich. Suche, bist Du es gefunden hast. Und dann beobachte, was mit Dir passiert.


Fotos: pixabay

Wie Reinkarnation und Karma deine innere Heilung beschleunigen

Reinkarnation und Karma

Ich hatte heute sehr interessante Gespräche zu den Themen REINKARNATION und KARMA.

Eine Frau meinte,  sie glaube nicht an Reinkarnation, obwohl sie schon einiges darüber gehört und gelesen hatte. Zumindest sei sie hin- und hergerissen, wenn sie darüber nachdenkt. Als ich sie fragte, wohin ihrer Meinung nach die Seele nach dem physischen Tod geht, meinte sie, auch die Seele würde sterben.

Ein Mann sagte, er sei der Meinung, daß Reinkarnation nicht real sein könne, weil er sich das nicht vorstellen kann.

Ich finde diese Gedanken hochspannend. Zeigen sie doch, wie konditioniert und indoktriniert wir sind und wie schwer es vielen fällt, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich für andere Lebensweisheiten zu öffnen. Das ist sehr schade, denn diese eingeschränkte Sichtweise behindert viele Menschen auf ihrem Entwicklungs- und Heilungsprozeß.

Dabei ist die Reinkarnationslehre grundsätzlich keine Frage des Glaubens. Aber bei vielen eben doch! Vor allem in der westlichen Welt, und besonders im Christentum. Und gerade das ist paradox, denn Jesus lehrte die Reinkarnation bereits zu seinen Lebzeiten. Es stand sogar in der Bibel. Allerdings wurde die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach “überarbeitet”, oder besser gesagt, verfälscht. Ganze Passagen wurden entfernt, darunter die Reinkarnationslehre.

hummingbird-hawk-moth-542500_640Es ist nicht erstaunlicher, zweimal geboren zu werden als einmal. Alles in der Natur ist Auferstehung.

Voltaire (1694-1778)

Im Buddhismus gibt es die Reinkarnationslehre ebenso wie im Hinduismus. Die vedischen Schriften gelten als die ältesten Quellen über die Reinkarnationslehre. Sie sind über 5.000 Jahre alt.

Auch im Judentum gibt es die Reinkarnationslehre. So ist im Zohar, dem wohl bedeutendsten Schriftwerk in der Kabbalah zu lesen, daß alle Seelen durch die Prüfungen der Seelenwanderungen gehen.

Reinkarnationslehre im Islam? Ja, auch im Koran steht: “Gott erzeugt Wesen und sendet sie immer wieder zurück, bis sie zu ihm zurückkehren.”

Warum ist die Reinkarnationslehre aus vielen Schriften der Weltreligionen verschwunden?

Bereits beim Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. bereitete dem damaligen Kaiser Konstantin die Reinkarnationslehre großen Verdruß. Der blutrünstige Konstantin wollte die Kirche als Werkzeug zum Ausbau seiner Macht gewinnen.

Er brauchte massenhaft Soldaten, um Kriege zu führen. Da paßte ihm der Reinkarnationsgedanke nicht in den Kram. Was, wenn der einfache Mann weiß, daß er wiedergeboren wird und womöglich auch noch auf der Seite des Feindes? Das würde ihn als Soldaten unbrauchbar machen. Da die damaligen Staatsoberhäupter und kirchlichen Würdenträger das einfache Volk nicht gerade fein behandelten, mußten sie selbst fürchten, sich gemäß dem Prinzip des Karma sowie der Reinkarnationslehre für ihre Schandtaten verantworten zu müssen.

Diese Machtgier, die Konstantin an den Tag legte, hatten natürlich auch nachfolgende Herrscher. Und so wurde versucht, die Reinkarnationslehre komplett aus den christlichen Lehren zu löschen. Aufmerksame Leser stoßen allerdings auch heute immer noch auf Textstellen, die auf die Reinkarnationslehre Jesu Christi hinweisen.

Allerdings stellt sich mir die Frage, warum Herrscher nicht schon früher auf die Idee kamen, die Reinkarnationslehre aus den Schrfiften zu verbannen, denn es dürfte solche Machtgierigen ja auch vor dem Jahr 325 schon gegeben haben, denen der Reinkarnationsgedanke möglicherweise im Wege stand.

Mehr über die Historie der Reinkarnationslehre findest Du auf den Seiten von Jürgen Caspari.

notre-dame-503866_640Mit der Zeit entstand der Ablaß-Handel. Die Kirchen propagierten die Erbsünde, die angeblich mit dem Sündenfall von Adam und Eva herbeigeführt wurde und an dem jeder Mensch als deren Nachfahre seitdem teilhabe. Dann erzählte sie ihren Schäflein, daß sie für einen gewissen Geldbetrag ihre Seele von ihren Sünden reinwaschen und in den Himmel kommen konnten. Falls sie dies nicht täten, würden sie im ewigen Fegefeuer schmoren.

Diese Doktrin hat sich bis in die heutige Zeit gehalten. Denn das Schuldprinzip ist für Kirchen und Regierungen ein lukratives Geschäft, bringt es doch Milliarden in die Kassen. Im Mittelalter florierte der Ablaßhandel, heute sind es Steuern und Abgaben.

Leider brennen sich Glaubenssätze, die wir ungeprüft übernommen haben, dermaßen in unsere Hirnwindungen ein, daß sie unser ganzes Leben beeinflussen, ja oft sogar bestimmen. Deine Eltern wußten es vielleicht nicht besser. Aber Du kannst Dich selbst informieren, Du darfst selbständig denken und nachforschen, wenn Dich etwas interessiert – hier und heute. Ich empfehle Dir, nicht alles zu glauben, was Dir in der Schule, von der Kirche oder von den Mainstream-Medien eingetrichtert wird.

Wie Reinkarnation und Karma deine Heilung beschleunigen

amazing-736877_640Die Rückkehr zum Reinkarnationsgedanken und die Beschäftigung mit dem Karma, also dem Prinzip von Ursache und Wirkung, können Dir eine große Hilfe bei Deinem inneren Friedensprozeß sein. Dein Bewußtsein in diese Richtung auszudehnen, ermöglicht es Dir, ein Feld entstehen zu lassen, in dem Heilung geschehen kann. Besonders dann, wenn Du schwere Gewalt- und Verlusterfahrungen gemacht hast.

Rückführungen sind beispielsweise gut geeignet, um zu erfahren:

  • Ob Du schon einmal gelebt hast
  • Wie Du gelebt und was Du gemacht hast
  • Was Deine Lebensaufgabe war bzw. ist
  • Was mit Deiner Seele nach dem Tod passiert
  • Warum Du bestimmte Erfahrungen (immer wieder) machst…

Wir werden nicht zufällig irgendwohin geboren. Und das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) ist mit der Reinkarnationslehre eng verbunden.

Ich schreibe derzeit an meinem Buch zum Thema Trauma und Universelle Gesetzmäßigkeiten. Es soll bis zum Ende dieses Jahres fertigwerden. Und ich habe hier einige Auszüge für Dich, die sich speziell mit den Themen Karma und Reinkarnation befassen:

Karma – das Prinzip von Ursache und Wirkung

Nichts geschieht rein zufällig, alles folgt einer Ordnung, folgt universellen Gesetzmäßigkeiten.

Aktion = Reaktion oder anders ausgedrückt: Was du säst, das wirst du ernten. Der Ausdruck “Karma” kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Wirken”. Demnach hat jeder Gedanke und jede Handlung Auswirkungen auf alles. Das heißt, jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die in genau der gleichen Qualität zum Absender zurückkehrt. Zeit spielt dabei keine Rolle. Zwischen Ursache und Wirkung können wenige Minuten, aber auch Tage, Monate, Jahre, ja sogar mehrere Leben liegen […].

middle-ages-58069_640Das Karma-Prinzip hilft uns, die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die uns im Leben wiederfahren, zu verstehen. Wird ein Mensch mißhandelt, vergewaltigt oder ermordet, wird ihm nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung irgendwann etwas in genau der gleichen Qualität passieren. Dies kann im aktuellen Leben geschehen oder in einem anderen. Anders ausgedrückt kann man auch sagen: Was du jemandem antust, wirst du selbst erleiden müssen. Oder: was du säst, das wirst du ernten.

Es ist ratsam, nicht nur auf dein Verhalten, sondern auch auf die Qualität deiner Gedanken zu achten. Wie du andere behandelst, so wirst du selbst behandelt werden. Daher kommt auch die Weisheit: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu” (= Kategorischer Imperativ nach Immanuel Kant).

Wenn du also den Wunsch verspürst, dich für eine Tat zu rächen, so ist das nach menschlichen Maßstäben zwar verständlich, doch möglicherweise erzeugst du damit neues Karma. Auf diese Weise wird das Prinzip von Aktion und Reaktion fortgesetzt werden, so lange, bis du dich in eine höhere Bewußtseinsstufe hineinentwickelt hast und das karmische Rad beenden kannst.

Es gibt keine größere Gerechtigkeit im Universum,
 als das Prinzip von Ursache und Wirkung!

mysticism-666965_640Das Leben zwischen den Leben

Was passiert mit der Seele zwischen zwei Inkarnationen? Bevor eine Seele inkarniert, schmiedet sie einen Lebensplan mit allen darin enthaltenen Lernaufgaben, die sie für ihre Weiterentwicklung braucht. Dies geschieht auf den Astralebenen, wo die Seele nach dem physischen Tod “Urlaub” von ihrer Inkarnation macht und darüber reflektiert, ob sie ihre Lektionen gelernt und ihre Lebensaufgabe erfüllt hat. Die Astralebenen sind Orte des Lernens, hier finden wir unseren Seelenpartner, mit dem wir ewig verbunden sind, unsere Ergänzungshälfte oder auch Zwillingsseele. Auch unsere Seelengruppe, der wir angehören, unsere Lichtfamilie, geistigen Helfer und Führer erwarten uns dort und helfen uns, unser Leben zu reflektieren und uns weiterzuentwickeln. Dies tun sie auch, wenn wir inkarniert sind, jedoch haben viele den Zugang zu ihren Geistführern nicht, weil

  • sie sich dessen nicht bewusst sind,
  • sie nicht daran glauben oder
  • der Zugang blockiert ist.

In vielen Rückführungen, die ich leitete, haben meine Klienten sich mit ihrem Geistführer verbunden, der sie auch durch die Rückführung begleitete. Manchmal sind es verstorbene Verwandte, manche Klienten sehen auch Engel. Wieder andere nehmen einfach nur eine Energieform wahr mit einer bestimmten Farbe oder Schwingung. Es sind auch sehr lustige Wesenheiten dabei, die sich gerne mal einen Scherz erlauben, was ihre Gestalt anbetrifft […].

Denn die Geistige Welt ist keineswegs bierernst oder todtraurig. So etwas gibt es nur in der Dualität bei uns Menschen. Unsere geistigen Geschwister haben jede Menge Sinn für Humor, und das zeigen sie uns auch immer wieder. Du würdest erstaunt sein.

Vorbereitung auf die nächste Inkarnation

Damit eine Seele ihre Lektionen in einer neuen Inkarnation lernen kann, braucht sie natürlich Unterstützung. Die bekommt sie von anderen Seelen, die sich zur Verfügung stellen, um der Seele ihre Lernaufgaben zu ermöglichen und sich selbst dabei auch weiterzuentwickeln. Dazu müssen gewisse Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es der Seele erlauben, ihre Erfahrungen als Mensch zu machen. Dies macht sie, in dem sie sich ihre Eltern aussucht.

Mit der Wahl der Eltern bestimmt die Seele innere und äußere Merkmale, wie bestimmte Charaktereigenschaften, Hautfarbe, Nationalität, Religion und die politischen und wirtschaftlichen Umstände, in die sie hineingeboren wird. Sie entscheidet beispielsweise, ob sie in einem kleinen Dorf in Afrika in erbärmlichen Verhältnissen ihre Erfahrungen machen möchte oder lieber im modernen Europa bei wohlhabenden Eltern.

Ebenso sucht sie sich die Zeitschiene aus, in die sie hineingeboren werden will. Zum Beispiel kann sie wählen, ob sie im Mittelalter leben will oder im 21. Jahrhundert oder von uns aus gesehen in der Zukunft, z. B. im Jahr 4.000 n. Chr. Alles, was im Einklang mit den Naturgesetzen steht, ist im Kosmos vorhanden, so auch alle Zeitepochen […].

“Eine kleine Seele spricht mit Gott” von Neal Donald Walsh

cloud-600224_640Eine junge Seele möchte erfahren, was Vergebung bedeutet. Sie beschließt zu inkarnieren, um diese Erfahrung in der Dualität machen zu können. Dabei fällt ihr ein, daß sie dazu ja eine zweite Seele braucht, die sich ihr als Täter zur Verfügung stellt, damit die kleine Seele lernen kann, was Vergebung ist. Und tatsächlich findet sich eine andere Seele, die sich bereit erklärt, der kleinen Seele etwas Schreckliches anzutun, damit sie lernen kann zu vergeben. Als die kleine Seele fragt, warum die andere diese schreckliche Tat für sie tun will, erhält sie zur Antwort: Weil ich dich liebe!

PDF-Icon Die kleine Seele

Vergebung bei Mord?

In vielen Gesprächen mit Angehörigen von Mordopfern habe ich gehört, daß ihnen Vergebung nicht möglich ist, wenn ihr geliebter Mensch absichtlich getötet wurde.

Wenn Du jetzt weißt, daß beide, Opfer und Täter, dies vor ihrer Inkarnation so verabredet haben, könnte Dir das helfen, die Dinge mit anderen Augen zu sehen und ein größeres Verständnis für die Geschehnisse um Dich herum und in der Welt zu bekommen?

Verstehen ist der erste Schritt auf Deinem inneren Friedensprozess. Wenn es Dir jetzt noch nicht gelingt, dem Täter zu vergeben, ist das völlig in Ordnung. Was nicht geht, geht nicht. Und wenn es in diesem Leben nicht geht, dann vielleicht in einem anderen. Du hast alle Zeit der Welt, und Du darfst Dich in dem Tempo entwickeln, wie es für Dich gut und angenehm ist.


Literatur:

“Jede Seele plant ihren Weg – warum leidvolle Erfahrungen nicht sinnlos sind” von Robert Schwartz

“Seelenverträge: Absprache in Liebe” von Leila Eleisa Ayach

“Rückführung in frühere Leben” von Jan Erik Sigdell

“Ich bin das Licht – eine kleine Seele spricht mit Gott” von Neil Donald Walsh

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

Mach’s Dir gemütlich

Der Herbst ist da. Sonnig zwar und noch warm am Nachmittag, aber morgens und abends ist es doch schon recht kühl. Da tut eine warme Jacke, ein Schal oder Pullover sehr wohl. Einige Zeit können wir es sicher noch ohne Heizung aushalten, aber dann müssen wir für etwas mehr Wärme in unserer Wohnung sorgen, um uns wohlzufühlen.

Ich habe einen Kaminofen, der eine herrlich behagliche Wärme abgibt. Das Knistern der Holzscheite, der helle Schein des Feuers hinter der Glasscheibe und der leichte Rauchgeruch erwärmen nicht nur meine Wohnstube, sondern auch meine Seele.

Und genau darum geht es im heutigen Beitrag.

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

1. Eine warme Suppe wirkt wahre Wunder, nicht wahr? Es regnet und stürmt. Du kommst von draußen in die warme Stube und freust Dich über eine schöne heiße Suppe. Wenn Du dann auch noch Deine Lieblingssuppe serviert bekommst, genießt Du sie nochmal so gern.

spice-370114_6402. Scharfe Gewürze haben eine thermische Wirkung auf den Körper. Dir wird warm, und Du kommst sogar ins Schwitzen. Besonders, wenn es draußen kalt ist, ist ein scharfes Essen (sofern Du es verträgst) nicht zu verachten. Abgesehen davon hält Essen Leib und Seele zusammen, nicht wahr?

3. Eine Tasse heißen Tee, Kaffee oder Kakao. Oder das berühmte Glas Milch mit Honig, wenn es kalt ist und Du nicht einschlafen kannst. Für viele ist dies ein allabendliches Ritual.

4. Gemütlich auf dem Sofa in die Decke kuscheln, lesen, Radio hören oder fernsehen. Dabei die Ruhe genießen, allein oder zu zweit. Eine Decke um die Schultern gelegt vermittelt mir immer ein Gefühl von Schutz, Wärme und Geborgenheit.

5. Ein warmes Bad mit Kerzenschein und Deinem Lieblingsschaumbad. In der Badewanne kannst Du Dich zurücklehnen, das warme Wasser genießen und entspannen. Vielleicht hörst Du dazu leise Musik, liest ein Buch oder meditierst.

6. Mit Freunden zusammensein. In gemütlicher Runde was trinken oder gemeinsam essen. Am Lagerfeuer sitzen, die Klampfe rausholen, singen.

7. Kinderlachen ist für mich mit das Schönste, was es gibt. Besonders von ganz kleinen Kindern. Sie lachen aus tiefstem Herzen und glucksen dabei so süß. Wenn ich das höre, halte ich eine Weile inne und labe mich an diesen schönen Tönen.

8. Natürliches Licht: Sonnenlicht erwärmt unseren Körper und unser Gemüt. Kerzenlicht vermittelt Gemütlichkeit und Besinnlichkeit. Ich habe einige Salzkristall-Lampen, in die ich Teelichter stelle. Sie haben eine warme Farbe und machen den Raum behaglich. Besonders in der dunklen Jahreszeit genieße ich jeden Sonnenstrahl und mache es mir so oft es geht mit Kerzen gemütlich.

smoking-437715_6409. Räucherware verströmt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern hat auch eine reinigende Wirkung auf unsere Räume und natürlich auch auf unsere eigenen Energiefelder. Räucherrituale, in denen Kräuter, Harze oder Ghee-Butter verbrannt werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

10. Ätherische Öle regen die Sinne an. Du gibst einfach ein paar Tropfen Deines Lieblings-Duftöls in ein kleines Gefäß mit Wasser und stellst ein Teelicht darunter. Es gibt ja auch sehr hübsche und dekorative Duftlampen zu kaufen. Du kannst auch die Schalen von Zitrusfrüchten auf die Heizung legen. Und wenn Du einen Kaminofen hast, kannst Du im Winter Bratäpfel darauf zubereiten. So hast Du für viele Stunden den herrlichen Apfel-Zimt Duft im ganzen Haus.

11. Farben haben einen großen Einfluß auf unser Wohlbefinden. So ist auch jedem unserer 7 Haupt-Energiezentren (Chakren) eine bestimmte Farbe zugeordnet (von rot bis violett). Dazwischen gibt es natürlich noch viele Abstufungen. Jeder von uns hat bestimmte Lieblingsfarben. Und wenn Du Dich von einer Farbe ganz besonders angezogen fühlst, dann brauchst Du sie vielleicht gerade, um ein bestimmtes Chakra zu stärken. Rot hat zum Beispiel eine wärmende Wirkung, blau wirkt kühlend. Wenn Du also frierst, kann es helfen, einen roten Pulluver oder rote Socken zu tragen.

clef-593912_64012. Musik und Klänge können uns total abtörnen, wenn die Frequenz nicht mit unserer übereinstimmt. Dann empfinden wir Töne oft als “schräg”. Aber natürlich hat Musik auch eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden. Wenn wir unsere Lieblingsmusik hören, geht uns im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf. Wir swingen und singen mit und lassen uns vom Rhythmus mitreißen. Besonders die Musik aus unserer Jugendzeit hat uns sehr geprägt. Wenn wir einen Song hören, der uns damals gut gefiel und den wir vielleicht lange nicht gehört haben, erinnern wir uns schlagartig an die gute alte Zeit und positive Dinge, die wir mit diesem Lied verbunden haben.
Aber auch angenehme Klänge, wie Meditationsmusik, 432 Hertz-Musik oder 60 bpm-Musik, die in der Frequenz unseres Herzschlages spielt, haben eine positive Wirkung auf unsere Stimmung und sogar unsere Gesundheit. Nicht umsonst gibt es Therapien mit Klangschalen oder Trommeln.

Es gibt noch so viel mehr, was das Herz erwärmt und die Seele streichelt. Aber ich will Dir ja nicht alles vorkauen 😉 Ein bisschen was darfst Du Dir auch selbst erdenken. Ja, ich würde mich sogar darüber freuen zu erfahren, welche Dinge, Menschen oder Situationen Dein Herz und Deine Seele erwärmen. Schreibe mir eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar.

Hier ein paar Rezepte für die kalten Tage, viel Vergnügen.

apfel-ingwer-teeApfel-Ingwer-Tee

Man nehme:
1 Stück frischen Ingwer, ca. 3 bis 4 cm
3 Äpfel (Bioqualität)
5 -10 Pfefferkörner
Süßen nach Belieben

So geht’s:
1 Liter  Wasser zum Kochen bringen. Die Äpfel mit Schale reiben. Wenn Du keine Bio-Äpfel bekommst, dann lieber die Schale entfernen. Den Ingwer in Scheiben schneiden oder ebenfalls reiben und in eine Glaskanne geben.
Mit heißem Wasser überbrühen, die Pfefferkörner dazugeben und etwa 15 Minuten ziehen lassen.
Den Tee abseihen, nach Belieben süßen und gut warm trinken. Du kannst das Apfel-Ingwer-Pfeffer-Gemisch auch ein zweites Mal aufgießen.

Das Original-Rezept stammt aus “Das Magische Kochbuch” von Luisa Francia.

soup-606907_640Kürbissuppe

Man nehme (für 4 Personen):
1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1,5 kg)
2 Rote Zwiebeln
1 Stück Ingwer (ca. 4 bis 5 cm)
1 Knoblauchzehe
2 milde Chilischoten (je nach Geschmack mit oder ohne Kerne)
1-2 TL Kurkuma
Kokosfett
ca. 1,2 Liter Gemüsebrühe
1-2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL geriebene Muskatnuß
Pfeffer und Salz nach Belieben

So geht’s:
Den Kürbis halbieren, das Kerngehäuse entfernen und den Kürbis in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.  Knoblauch abziehen und fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Chili-Schoten (mit oder ohne Kerne) fein hacken.

Einen großen Topf aufstellen, 1 bis 2 TL Kokosfett darin erhitzen. Zwiebeln darin kurz andünsten, Kürbis hinzugeben, mit Kurkuma würzen und andünsten. Ingwer, Knoblauch und Chili dazugeben, kurz mitdünsten. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist.

Zum Schluss mit Paprika, Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken und alles mit einem Pürierstab pürieren. Wenn die Konsistenz zu breiig ist, noch etwas Brühe dazugeben.

Mit Ciabatta oder Baguette-Brot servieren.

Tip:
Ein paar Tropfen Kürbiskernöl und/oder geröstete Kürbiskerne geben der Suppe den letzten Pfiff.

avocado-74260_640Guacamole (Avocadocreme)

Man nehme:
1 reife Avocado
1 EL Zitronensaft
1 Tomate
1 Chili-Schote
Pfeffer
Salz

So geht’s:
Avocado halbieren, Stein herausnehmen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Zitronensaft hinzugeben, um die Braunfärbung zu verhindern. Chilischote fein hacken, Tomate fein würfeln, zum Fruchtfleisch hinzugeben und vermengen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken – fertig.

Guacamole eignet sich als Dip oder als Brotaufstrich.

Tip:
Du kannst etwas Kala Namak (Schwefelsalz) hinzugeben, dann erhält die Avocadocreme einen leichten Eiergeschmack. Schmeckt besonders gut als Brotaufstrich.
Wenn Du es gerne herzhaft magst, dann gib noch etwas fein gehackte Zwiebel dazu.