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Angst frisst die Seele auf: Warum Bewusstseinsarbeit so wichtig ist

Angst ist eine starke negative Kraft. Angst lähmt. Angst wirkt zerstörerisch.  Aus Ängsten entwickeln sich Minderwertigkeitskomplexe, Depressionen, Panik und Phobien. Angst bringt die meisten Menschen dazu, falsche Entscheidungen zu treffen. Aus Angst treffen Menschen oft gar keine Entscheidung. Das führt dazu, daß die meisten im Leben nicht richtig weiterkommen, resignieren, zuerst ihre Träume und schließlich sich selbst aufgeben.

Angst frisst die Seele auf

In meinem Blog-Beitrag “Wenn Dich mal wieder die Angst packt” habe ich bereits über die Entstehung von Ängsten geschrieben und wie sie sich auf unser Leben auswirken. Angst ist für die Machthaber dieser Welt der wichtigste Kontrollmechanismus, um Menschen, Gemeinden, ja ganze Völker in Unwissenheit und Sklaverei zu halten.

Wenn Du denkst, daß ich übertreibe, dann schau Dir die Weltgeschichte einmal an (nein, ich meine nicht die herkömmlichen Geschichtsbücher, darin wirst Du die Wahrheit nicht finden). Du mußt schon hinter die Kulissen schauen, jenseits des Mainstreams, und Dir Deine eigene Meinung bilden.

“Die Herrschenden haben uns intelligent genug gemacht, damit wir uns selbst versklaven, jedoch nicht intelligent genug, das auch zu erkennen.”
– Daniel Prinz –

Um zu erkennen, was hier läuft, wie und warum wir in Angst und Knechtschaft gehalten werden, ist es wichtig, ja so gar unabdingbar, daß wir über unseren Tellerrand hinausschauen und unser Bewußtsein erweitern. Das bedeutet unter anderem, daß wir die Dinge hinterfragen, die uns täglich geschehen. Warum müssen wir zum Beispiel für alles bezahlen? Wo wir doch angeblich als freie Menschen geboren werden und uns Lebensmittel und Waren kostenlos zur Verfügung stehen müßten? Hast Du Dich das jemals gefragt? Wer profitiert davon, daß Du und ich für alles, ja wirklich für alles bezahlen müssen, während die Machtelite niemandem Einblick in ihre Finanzen gewähren muß, wie zum Beispiel der Vatikan?

Nun, um das zu ergründen, müßte ich einen sehr großen Sprung machen, der einige tausend Jahre zurückgeht, als nämlich die ersten Geldverleiher die Szenerie betraten und der Zins und Zinseszins erfunden wurde. Zurück in eine Zeit, in der Herrscher auf ihren Raub- und Eroberungszügen ganze Landstriche verwüsteten und abertausende von Menschen den Tod fanden. Und zurück in die Zeit, in der die klassische Sklaverei abgeschafft und stattdessen die Lohnarbeit eingeführt wurde = moderne Sklaverei.

Aber ich will das hier gar nicht ausschmücken. Dazu kannst Du Dich selbst belesen, wenn es Dich denn wirklich interessiert. Das Internet ist voll von Informationen diesbezgülich.

Menschen haben vor vielem Angst, z. B. vor Jobverlust und damit einhergehenden finanziellen Einbußen, Angst vor Gesichtsverlust, Angst, nicht anerkannt zu werden, nichts wert zu sein uvm.

Du mußt Dein Bewußtsein erweitern, wenn Du (wieder) in Deine Kraft kommen willst.

Warum ist dies so wichtig?

Das nachfolgende Schautafel zeigt die verschiedenen Bewußtseinsebenen von David R. Hawkins, einem amerikanischen Arzt, Bewußseinsforscher und spirituellen Lehrer.

Hawkins’ Hauptanliegen war die Förderung der Spiritualität im Menschen. Nach seiner Erfahrung ist spirituelles Wachstum das grundlegendste und tiefgreifendste Mittel zur Linderung von Leid in dieser Welt.

In über 30-jähriger Forschungsarbeit schlüsselte Hawkins die menschlichen Bewußtseinsebenen mittels kinesiologischer Tests in einer “Skala des Bewußtseins” auf. Er beschrieb diese Ebenen in einer Messwertskala zwischen 0 und 1.000, mit denen man die verschiedenen Bewußtseinsebenen über kinesiologische Muskeltests messen kann. Die Ebene 0 stellt dabei den physischen Tod dar und die tiefste Ebene, auf die ein Mensch sinken kann. Der Wert 700-1.000 bezeichnet den Zustand der Erleuchtung.

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht, wie Du gleich sehen wirst.

Die Ebenen des Bewußtseins nach David R. Hawkins:

BewußtseinsebenenDu siehst, dass der untere Teil von Ebene 0 bis 175 die negativen Eigenschaften abbildet, der obere die positiven, bis hin zur höchsten Bewußtseinsebene, die irdisch erreichbar ist. Der grüne mittlere Teil bildet die Schwelle nach oben und unten.

Wenn wir ständig unten gehalten werden und in Angst, Sorge oder gar Schuld und Scham leben müssen, haben wir auf Dauer das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Ohnmacht (= erlernte Hilflosigkeit). Wir verlieren damit unser Gefühl für unsere Selbstwirksamkeit, ja wir haben gar kein Bewußsein mehr darüber, daß wir überhaupt eine Selbstwirksamkeit haben. Wir verlieren uns dabei selbst.

Viele Menschen glauben in diesem Jammertal der Hoffnungslosigkeit, daß Gott ein strafender Gott ist, der über sie richtet und sie nicht liebt. Sie vergessen dabei völlig, daß sie selbst göttliche Wesen und mit Schöpferkräften ausgestattet sind. Die Schöpferkräfte sind ihnen im Laufe ihres Über-Lebenskampfes abhanden gekommen.

Selbstwirksamkeit – was ist das?

Selbstwirksamkeit meint die Einstellung zu der Wirksamkeit unseres eigenen Handelns, also das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten und in unser Leistungsvermögen. Menschen mit einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung sind der Meinung, daß sie mit ihren Fähigkeiten und Handlungen nicht viel bewirken können. Sie glauben, daß ihr Leben vom Schicksal bestimmt ist, von Lehrern, Chefs, Politikern oder sonst irgendwelchen äußeren Umständen.

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung glauben bzw. wissen, daß sie mit ihrem Handeln etwas bewirken und auch schwierige Situationen und größere Strapazen gut meistern können. Sie verfügen über einen gesunden Optimismus, eine positive geistige Haltung in Bezug auf ihre Fähigkeiten und ihre Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

Wir wirkt sich Deine Selbstwirksamkeitserwartung auf Dein Leben aus?

Deine Selbstwirksamkeitserwartung beeinflußt Deine Gefühle und Dein Verhalten. Erfolg oder Mißerfolg werden durch Deine Selbstwirksamkeitserwartung stark beeinflußt.

Wenn Du davon überzeugt bist, Einfluß auf Dein Leben zu haben, auf Deine Gesundheit und alles, was Dir im Leben geschieht, dann reagierst Du weniger ängstlich. Du bist guter Dinge und voller Zuversicht, daß Du etwas bewirken und erreichen kannst. Du traust Dir mehr zu, hast mehr Widerstandskraft und ein größeres Durchhaltevermögen.

Menschen mit weniger Optimismus und einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung geben schnell auf, wenn es Probleme gibt oder sie eine Niederlage einstecken müssen. Diese Menschen wagen sich oft an nichts Neues heran, weil sie Angst haben und sich nichts zutrauen. Und weil sie nicht an ihre eigenen Fähigkeiten glauben, fühlen sie sich hilflos, rutschen in eine Depression oder entwickeln ein Suchtverhalten.

Wie Du Deine Selbstwirksamkeit stärken kannst

Zunächst ist es wichtig zu wissen, daß unsere Selbstwirksamkeit erlernt ist. Sie zeigt sich in Äußerungen, wie

  • Ich weiß, was ich kann
  • Ich habe das früher schonmal geschafft, dann schaffe ich das jetzt auch
  • Ich vertraue meinen Fähigkeiten etc.

Du kannst Deine Selbstwirksamkeit dadurch stärken,

  • daß Du die Erfahrung machst, schwierige Situationen zu bewältigen
  • daß Du Du Menschen als Vorbild nimmst, die schon da sind, wo Du noch hinwillst
  • daß Du Dich mit Menschen umgibst, die an Dich glauben
  • daß Du lernst, Deine Gefühle zu beinflussen (Angst ist nur ein Gefühl!)
  • daß Du Dir eine positive Lebenseinstellung aneignest

Viele Menschen konnten ihre Selbstwirksamkeit nie entwickeln, weil sie seit ihrer Geburt in Angst und Schrecken leben. Ich denke da an Babys, die in Kinderpornoringe hineingeboren werden oder an Menschen, die schon früh sexuell mißbraucht wurden. Und ich denke an Menschen, die auf irgend eine Art und Weise traumatisiert wurden und die Erfahrung machen mußten, nichts bewirken zu können und der Situation hilflos ausgeliefert waren.

In solchen Fällen ist es nicht mit ein paar Affirmationen getan, sondern es bedarf einer individuellen, auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Therapie.

Mir ist nur wichtig, Dir zu sagen, daß Du – egal, was Du erlebt hast – Deine Selbstwirksamkeit aufbauen und stärken kannst. Nährende Beziehungen, gute Freunde, eine liebende Familie sind da sehr hilfreich. Hol Dir im Zweifelsfall professionelle Hilfe.

Übung:

Erinnere Dich an eine schwierige Situation in Deinem Leben, die Du bewältigt hast. Es muß nichts “Weltbewegendes” gewesen sein, es darf ruhig auch etwas “Kleineres” sein. Wichtig ist, daß Du Dir bewußt machst, daß Du Deine Herausforderung gut gemeistert hast.

  • Wie hast Du das gemacht?
  • Welche Fähigkeiten hast Du dafür gebraucht und eingesetzt?
  • Welche Unterstützung von außen hattest Du?
  • Wie hast Du Dich gefühlt, nachdem die Schwierigkeit übewunden war (was hast Du gemacht, mit wem hast Du gesprochen)?

Mach Dir das bewußt und verweile eine Zeitlang in diesem guten Gefühl! Wenn Du vor einer ähnlichen Herausforderung stehst, brauchst Du dich nur daran zu erinnern, daß Du das schon einmal gut hinbekommen hast.


Bildquellen:

Beitragsbild: Engelsleiter (Wikipedia, gemeinfrei)

Karte des Bewußtseins: © Sylvia Geiss

Über Zufälle und Ungerechtigkeiten

Immer wieder höre ich von Menschen, die ein Familienmitglied oder Freund durch ein Gewaltverbrechen verloren haben, wie ungerecht das doch sei. Besonders dann, wenn das Verbrechen nicht aufgeklärt oder die Täter nicht ihrer “gerechten Strafe” zugeführt werden.

Warum gerade… ?

Auch wenn Kinder unheilbar erkrankt sind und sterben müssen, empfinden wir das als furchtbar ungerecht. Warum darf dieses Kind nicht leben? Es ist doch noch so jung und unschuldig. Es hat niemandem etwas getan.  Wir neigen in diesen Situationen dazu, Gott dafür verantwortlich zu machen und hadern mit ihm. Und ich habe das von Menschen gesehen, die vorher steif und fest behaupteten, überzeugte Atheisten zu sein.

Aber auch andere, zum Teil weniger dramatische Begebenheiten können in uns ein Unrechtsempfinden auslösen, z. B.

  • Obwohl du länger in der Firma bist, wird deine Kollegin vor dir befördert.
  • Die ‘Kleinen’ werden immer ärmer – die ‘Großen’ immer reicher.
  • Männer erhalten für die gleiche Tätigkeit mehr Geld als Frauen.
  • Der Diplomat parkt rotzfrech im Halteverbot, ohne daß es Konsequenzen für ihn hätte – und Du sollst fürs Falschparken ‘bestraft’ werden.
  • Der Große haut den Kleinen.
  • usw.

Dir fallen sicherlich noch tausend andere Dinge ein, die Du als ungerecht empfindest. Und Du könntest bestimmt aufgrund eigener Erfahrungen ein ganzes Buch darüber schreiben…

Woher kommt unser Sinn für Gerechtigkeit?

Wenn ein  Mensch unter großen emotionalen Belastungen steht, z. B. durch ein traumatisches Erlebnis, kann er nicht mehr klar denken. Die Ratio wird ausgeschaltet, und es greifen nur die allernotwendigsten Überlebensmechanismen. Das macht der  Organismus automatisch, um ihn vor dem physischen Tod zu bewahren.

In dieser existenziellen Bedrohung, die mit Todesangst einhergeht, gelangen Menschen zu der Einstellung, über ihr Leben und das, was ihnen geschieht, keinerlei Kontrolle zu haben und absolut hilflos zu sein. Martin Seligman[1] prägte dazu den Begriff “Erlernte Hilflosigkeit”.

Das Wiedererlangen der Kontrolle über Gefühle, Gedanken, Körperfunktionen und Reaktionen ist ein elementarer Bestandteil des Heilungsprozesses.

Kann ein Mensch die traumatischen Symptome der Übererregung (Hyperarousel) wie Angst, Schlaflosigkeit, übersteigerte Schreckhaftigkeit etc. nicht  lindern, verfestigen sich mit der Zeit die gemachten Erfahrungen mit den dabei aufgetretenen Emotionen im Zellgedächtnis des Körpers (siehe “3 Wege, festgehaltene Emotionen aufzulösen”). Und nicht nur das: sie verändern die Gehirnstruktur und die DNA einerseits sowie das Wertesystem eines Menschen andererseits.

Die Grundannahmen des Menschen

Menschen gehen im Allgemeinen davon aus, daß die Welt verstehbar und vorhersehbar ist. Sie glauben an ihre eigene Unversehrtheit. Sie gehen auch davon aus, daß das eigene Ich wertvoll ist und daß sie anderen Menschen vertrauen können. Wie gesagt – grundsätzlich.

Diese Grundannahmen (basierend auf Urvertrauen) werden bei traumatischen Erlebnissen zutiefst erschüttert. Werte verschieben sich. Was gestern noch wichtig war, ist nach dieser Schreckenserfahrung keinen Pfifferling mehr wert.

Doch nicht nur eigene Erfahrungen von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Ohnmacht, sondern auch das Beobachten der Hilflosigkeit von anderen Menschen, wenn z. B. der Größere den Kleineren verprügelt, ein Mitarbeiter sich nicht wehren kann, wenn seine Kollegen ihn verspotten, aber auch unser Unrechtssystem (ich kann es leider nicht anders nennen) lösen in uns das Empfinden von Ungerechtigkeit aus.

Ich habe dieses Thema kürzlich diskutiert und dazu wertvolle Gedanken erhalten:

  • Wir sprechen von Gerechtigkeitssinn und Unrechtsempfinden. Dabei fühlen wir wohl weniger die Gerechtigkeit als die Ungerechtigkeit. Denn Gerechtigkeit ist ja selbstverständlich, die setzen wir voraus. Die Ungerechtigkeit hingegen können wir fast körperlich spüren. Sie bringt uns bis zur Raserei.
  • Ungerechtigkeit ist der Ausdruck einer Disbalance von Chancen und Möglichkeiten. Das heißt, wenn wir die Erfahrung machen, nicht die gleichen Chancen zu haben wie andere, fühlen wir uns unterlegen, unterdrückt und weniger wertvoll.
  • Hier kommt es zu einer ungleichen Verteilung von Energien. Das natürliche Gleichgewicht geht verloren (= Disbalance, Disharmonie). Nach dem Universellen Gesetz der Harmonie und des Ausgleichs strebt der Mensch danach, das natürliche Gleichgewicht des Lebens, seines Lebens, wiederherzustellen (Selbstregulation).
  • Gerechtigkeit empfinden wir dann, wenn unser Bedürfnis nach Genugtuung befriedigt scheint. Wie und wodurch diese Genugtuung erreicht werden kann, muss jeder für sich selbst definieren. Der eine will eine Wiedergutmachung seines entstandenen Schadens, der andere will Rache.

Genugtuung: Wiedergutmachung,  Rache oder was?

Die Wiedergutmachung eines materiellen Schadens kann herbeigeführt werden durch Reparatur oder Ersatz. Aber wie verhält es sich bei seelischen Schäden? Wie könnte hier eine Wiedergutmachung aussehen, wenn der seelische Schaden durch ein Gewaltverbrechen oder dergleichen hervorgerufen wurde?

  • Reparatur/Heilung ist möglich, gelingt aber nicht in allen Fällen.
  • Ersatz für ein Menschenleben, das gewaltsam genommen wurde?…

Ich kenne eine Mutter, die ihren Sohn durch ein Tötungsverbrechen verloren hat. Für sie bestünde Gerechtigkeit in der angemessenen Bestrafung des Täters. Der Täter wurde nach Jugendstrafrecht bestraft und kam mit wenigen Jahren Gefängnis davon. Er konnte während dieser Zeit seinen Führerschein machen, hatte Freigang und bekam  Taschengeld. Die Richterin meinte, man könne doch dem Jungen nicht die Zukunft verbauen. Woraufhin die Mutter entgegnete: “Mein Sohn hat gar keine Zukunft.”

Daß der Gerechtigkeitssinn dieser Mutter empfindlich verletzt wurde, wird jede Mutter nachempfinden können. Eine Wiedergutmachung ist in solchen Fällen natürlich nicht möglich. Ihr Kind ist tot und kommt nicht zurück. Für diese Frau schreit die erlittene Ungerechtigkeit geradezu zum Himmel. Und für den einen oder anderen Leser sicherlich auch.

Aber – ich sage nicht gern aber, doch hier scheint es mir angebracht – selbst wenn diese Mutter Genugtuung erfahren würde, würde es zwar ihr Ego, das auf Rache sinnt, kurzzeitig befriedigen, doch es bringt ihr das Kind nicht wieder. Bald wird das Gefühl der Genugtuung verraucht sein, und was kommt dann? Dann sind sie wieder da: die Ohnmacht, die Leere, der Schmerz.

Es geht also darum, Frieden zu schließen mit der Situation, um wirklich heil zu werden. Doch das ist eine Herausforderung, die die Kraft vieler Menschen übersteigt.

Für meinen Geschmack wird in der Therapie die Seele der Menschen zu wenig bis gar nicht berücksichtigt. Sich um die Seele und das Seelenheil der Menschen zu kümmern, war in früheren Zeiten die Aufgabe von Priestern und Schamanen. Heute wird fast nur noch von Psyche und psychischen Störungen gesprochen, und der Psychotherapeut soll es mit diversen Behandlungsmethoden und Therapieformen richten. Das reicht meines Erachtens nicht aus, um Menschen dazu zu befähigen, SELBSTBEWUßT zu werden und die Mysterien des Lebens zumindest annähernd zu verstehen.

Seelenheil ist immer ein Bewußtseins-, Entwicklungs- und Wachstumsprozeß!

Es gibt noch ein weiteres ABER, das uns einen anderen Blickwinkel beschert und uns dazu verhilft, unser Wertesystem neu zu betrachten. Dazu müssen wir jedoch über den Tellerrand unseres Alltags hinausschauen und unser Bewußtsein etwas ausdehnen, sonst funktoniert es nicht:

Über Zufälle und Ungerechtigkeiten

René Egli, Autor des Erfolgsbuches “Das LOL²A-Prinzip – Die Vollkommenheit der Welt”, schreibt dazu:

"Der Zufall würde allen fundamentalen Lebensgesetzmäßigkeiten widersprechen […]. Wir sind in unserem Denken dermaßen begrenzt, daß wir schlicht und einfach nicht alle Ursachen kennen, und deshalb schieben wir dann zahlreiche Dinge dem Zufall in die Schuhe […]".

"Im Universum gibt es keine Ungerechtigkeit. Stellen Sie sich bitte die monstruöse Ungerechtigkeit vor, wenn jeder Mensch »zufällig« irgendwohin geboren würde. Diese Ungerechtigkeit wäre dermaßen groß, dass sie kaum zu ertragen wäre. Und es würde der universellen Intelligenz, die hinter allem wirkt, ein kümmerliches Zeugnis ausstellen…"

Selbst gestandene Wissenschaftler wie Albert Einstein und Charles Darwin haben zugegeben, daß es keine Zufälle gibt. Der Begründer der Evolutionstheorie betrachtete Schöpfung und Evolution nicht als Widersprüche, sondern als zwei Seiten derselben Medaille:

"Die Unmöglichkeit sich vorzustellen, dass dieses gewaltige und wunderbare Universum einschließlich uns denkenden Wesen durch Zufall entstanden sein könnte, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes zu sein."

Wir begreifen Geschehnisse als Zufälle und Ungerechtigkeiten, weil wir die Zusammenhänge aus unserer Froschperspektive nicht erkennen können. Könnten wir uns in die Lüfte schwingen wie ein Adler, hätten wir schon einen besseren Überblick. Einen Blick auf das Große und Ganze hat unser Höheres Selbst bzw. unser Gottselbst. Dieser unsterbliche Teil von uns kann sehen, wie die Dinge zusammenhängen und warum jemand so oder so handelt. Wir können uns jederzeit mit unserem höheren Bewußtsein verbinden, z. B. in einer Rückführung oder in der Meditation.

Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott wählt, wenn er inkognito bleiben will.

Albert Schweitzer (1875-1965)

Es gibt Menschen, die an einen barmherzigen Gott glauben. Der Glaube an diesen barmherzigen Gott wird durch ein traumatisches Erlebnis ebenfalls stark erschüttert, besonders dann, wenn das Leid einem geliebten Menschen wiederfahren ist. Dann fragen sie sich, wie Gott solche Dinge nur zulassen kann.

Nun, er kann nicht nur, er muss! Denn wenn Gott alle Menschen mit dem freien Willen ausgestattet hat, dann darf er gar nicht in unser Handeln eingreifen. Sonst würde er sich selbst Lügen strafen. Deswegen hat uns die unendliche Weisheit der Schöpfung die Naturgesetze des Lebens geschenkt, an die wir uns halten können oder auch nicht.

Universelle Gesetzmäßigkeiten – die Naturgesetze des Lebens

Im Kosmos gibt es weder Opfer noch Zufälle noch Ungerechtigkeiten! Dies macht das Prinzip von Ursache und Wirkung deutlich, welches auch Karma genannt wird. Ich habe über Karma bereits in einem früheren Artikel geschrieben. Hier nochmal ein kurzer Abriss daraus:

Aktion = Reaktion oder anders ausgedrückt: Was du säst, das wirst du ernten. Der Ausdruck “Karma” kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Wirken”. Demnach hat jeder Gedanke und jede Handlung Auswirkungen auf alles. Das heißt, jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die in genau der gleichen Qualität zum Absender zurückkehrt. Zeit spielt dabei keine Rolle. Zwischen Ursache und Wirkung können wenige Minuten, aber auch Tage, Monate, Jahre, ja sogar mehrere Leben liegen […].

Das Karma-Prinzip hilft uns, die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die uns im Leben wiederfahren, zu verstehen. Wird ein Mensch mißhandelt, vergewaltigt oder ermordet, wird ihm nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung irgendwann etwas in genau der gleichen Qualität passieren. Dies kann im aktuellen Leben geschehen oder in einem anderen. Wie du andere behandelst, so wirst du selbst behandelt werden.

Ich kenne Menschen, die die “Gerechtigkeit” am liebsten selbst in die Hand nehmen würden, weil unser Sicherheits- und Justizsystem versagt hat.  Der Wunsch nach Genugtuung und damit verbundenen Rachegedanken ist menschlich und total verständlich. Allerdings greift auch hier wieder das Prinzip von Ursache und Wirkung.

Die Meisterschaft des Lebens

Wenn wir uns also weiterentwickeln und zum wahren Homo sapiens (= wissender Mensch) werden wollen, müssen wir uns bewusst machen, daß wir uns in der Dualität befinden, wo alles zwei Seiten hat. Gut und Böse, Hell und Dunkel, Gestern und Morgen. Wenn wir das verstanden haben, können wir uns aus der traumatisierenden Dualität hinaus und in höhere Qualitäten hineinentwickeln. Wir sind dann in der Lage, wirklich zu SEHEN.

Es gibt keine größere Gerechtigkeit im Universum, als das Prinzip von Ursache und Wirkung!

Bei Kleinigkeiten können die meisten Menschen sich mit diesem Gedanken vieleicht noch anfreunden und sehen sogar eine gewisse Nachvollziehbarkeit, frei nach dem Motto “kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort”, nicht wahr.

Aber wie sieht es bei den größeren Ereignissen aus: Kannst Du das genauso sehen, wenn Dein geliebter Mensch von einem anderen getötet wurde? Kannst Du das genauso sehen, wenn Dir selbst Gewalt angetan wurde? Kannst Du das auch so sehen, wenn Du in den Nachrichten von Mord und Totschlag, Krieg und Armut hörst?

Vielleicht denkst Du, du hast Glück gehabt, daß Du hier in der westlichen Welt lebst, wo Du nicht von Krieg oder Armut betroffen bist. Möglicherweise bist Du der Meinung, Du hast Glück gehabt, daß Dir selbst oder Deinen Angehörigen bisher nichts Schlimmes passiert ist.

Mag sein. Vielleicht ist dein karmisches Rad beendet oder Du hast Dir ein Leben ausgesucht, in dem keine traumatischen Erlebnisse vorkommen und Du Dich einfach deines Daseins freuen darfst. Ja, auch das kommt vor. Nicht jede Inkarnation ist mega-anstrengend. Es gibt dazwischen ebenso schöne, friedliche und freudvolle Leben, denn auch die sind wichtig für die Entwicklung der Seele und bereichern unseren Erfahrungsschatz ganz enorm.


[1] Martin Seligman, amerikanischer Psychologe (*1942), Buch: “Erlernte Hilflosigkeit”, 1979

Unser spirituelles Bewusstsein

Reines Bewusstsein – der göttliche Kern deines Wesens

Reines Bewusstsein ist der Urgrund allen Seins, aus dem alle Formen kommen. Reines Bewusstsein ist jenseits aller Formen, und doch ist alles, jedes Lebewesen, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Stein und jeder Gegenstand von Bewusstsein durchdrungen. Das reine Bewusstsein enthält das volle Schöpfungspotential. Es ist in sich vollkommen. Aus diesem Bewusstsein heraus entstehen alle Lebewesen, Dinge und Ereignisse.

WieRosen-Tropfen sonst könnten freischwingende Atome und Moleküle die Form eines Wassertropfens, eines Steins, eines Autos oder eines Menschen annehmen und halten, wenn sie nicht das Bewusstsein darüber hätten, dass sie ein Wasserstropfen, ein Stein, ein Auto oder ein Mensch sind?

DeSteinstapelr amerikanische Psychologie George Leonard sagt hierzu: “Damit die Quantentheorie wirklich funktioniert, muß jedes Elektron, umgangssprachlich formuliert, ‘wissen’, was all die anderen Elektronen im Universum tun, um selbst zu ‘wissen’, was es tun soll. 

CorvetteEs ist, als ob sich an jedem Punkt jedes elektromagnetischen Feldes ein winziger Supercomputer befände, der ständig alles berechnet, was im Universum vor sich geht…In einem solchen Universum stehen die Informationen über das Ganze an jedem einzelnen Punkt zur Verfügung.

Gitarrenspieler-mit-PfeifchenDiese Implikationen der Quantentheorie entsprechen der tiefsten Intuition früherer Zeitalter, der unmittelbaren Erfahrung der angesehensten spirituellen Meister und den Gedanken von Philosophen wie Leibniz, Spinoza und Whitehead.”[1]

 

Es gibt einen Ort jenseits von richtig und falsch. Ich werde dich dort treffen.
Rumi (1207-1273)

Wir Menschen haben uns im Laufe der “Evolution” immer mehr vom göttlichen Kern unseres Wesens entfernt . Die meisten von uns sind sich nicht mehr bzw. noch nicht darüber bewusst, dass wir “Gott auf Außenmission” sind. Wir haben verlernt , auf unser Herz zu hören und unserer Intuition zu vertrauen. Intuitives selbstverständliches Wissen um Geschehnisse und Zusammenhänge des Lebens wurde verdrängt von “moderner Wissenschaft”. Beweise müssen her, und wenn es die nicht gibt, dann kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Wir sind auf dieser Erde inkarniert, um menschliche Erfahrungen in der Dualität zu machen.

Tief in unserem Inneren wissen wir, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns erklären können. Wir wissen auch, dass wir mehr sind, als nur eine Ansammlung von Atomen, dass alles mit allem verbunden ist, dass alles vollkommen und perfekt ist.

WohlfühlenAm ehesten wird uns dies bewusst, wenn wir bestimmte Momente erleben. Dies kann ein Moment höchster Ekstase und Glückseligkeit sein, ein Augenblick der Stille, ein liebevoller Blick aus vertrauten Augen oder auch der Zustand einer tiefen Krise oder Niederlage. Es gibt Situationen in unserem Leben, in denen wir uns der wahren Natur der Realität gewahr werden[2].

In diesen Momenten wird uns bewusst, dass es eine Wahrheit jenseits unseres Alltagsdenkens gibt, jenseits von dem, was wir von Eltern, Lehrern und Gesellschaft gelernt haben oder was wir sehen und anfassen können.

Erkenntnis-Wissen


[1] George Leonard “Der Rhythmus des Kosmos”, 1991

[2] Christian Opitz “Abkürzung zur Freiheit”, 2001