Schlagwort-Archive: Bewusstsein

Angst frisst die See­le auf: War­um Bewusst­seins­ar­beit so wich­tig ist

Angst ist eine star­ke nega­ti­ve Kraft. Angst lähmt. Angst wirkt zer­stö­re­risch.  Aus Ängs­ten ent­wi­ckeln sich Min­der­wer­tig­keits­kom­ple­xe, Depres­sio­nen, Panik und Pho­bien. Angst bringt die meis­ten Men­schen dazu, fal­sche Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Aus Angst tref­fen Men­schen oft gar kei­ne Ent­schei­dung. Das führt dazu, daß die meis­ten im Leben nicht rich­tig wei­ter­kom­men, resi­gnie­ren, zuerst ihre Träu­me und schließ­lich sich selbst auf­ge­ben.

Angst frisst die See­le auf

In mei­nem Blog-Bei­trag “Wenn Dich mal wie­der die Angst packt” habe ich bereits über die Ent­ste­hung von Ängs­ten geschrie­ben und wie sie sich auf unser Leben aus­wir­ken. Angst ist für die Macht­ha­ber die­ser Welt der wich­tigs­te Kon­troll­me­cha­nis­mus, um Men­schen, Gemein­den, ja gan­ze Völ­ker in Unwis­sen­heit und Skla­ve­rei zu halten.

Wenn Du denkst, daß ich über­trei­be, dann schau Dir die Welt­ge­schich­te ein­mal an (nein, ich mei­ne nicht die her­kömm­li­chen Geschichts­bü­cher, dar­in wirst Du die Wahr­heit nicht fin­den). Du mußt schon hin­ter die Kulis­sen schau­en, jen­seits des Main­streams, und Dir Dei­ne eige­ne Mei­nung bilden.

“Die Herr­schen­den haben uns intel­li­gent genug gemacht, damit wir uns selbst ver­skla­ven, jedoch nicht intel­li­gent genug, das auch zu erkennen.”
- Dani­el Prinz -

Um zu erken­nen, was hier läuft, wie und war­um wir in Angst und Knecht­schaft gehal­ten wer­den, ist es wich­tig, ja so gar unab­ding­bar, daß wir über unse­ren Tel­ler­rand hin­aus­schau­en und unser Bewußt­sein erwei­tern. Das bedeu­tet unter ande­rem, daß wir die Din­ge hin­ter­fra­gen, die uns täg­lich gesche­hen. War­um müs­sen wir zum Bei­spiel für alles bezah­len? Wo wir doch angeb­lich als freie Men­schen gebo­ren wer­den und uns Lebens­mit­tel und Waren kos­ten­los zur Ver­fü­gung ste­hen müß­ten? Hast Du Dich das jemals gefragt? Wer pro­fi­tiert davon, daß Du und ich für alles, ja wirk­lich für alles bezah­len müs­sen, wäh­rend die Macht­eli­te nie­man­dem Ein­blick in ihre Finan­zen gewäh­ren muß, wie zum Bei­spiel der Vatikan? 

Nun, um das zu ergrün­den, müß­te ich einen sehr gro­ßen Sprung machen, der eini­ge tau­send Jah­re zurück­geht, als näm­lich die ers­ten Geld­ver­lei­her die Sze­ne­rie betra­ten und der Zins und Zin­ses­zins erfun­den wur­de. Zurück in eine Zeit, in der Herr­scher auf ihren Raub- und Erobe­rungs­zü­gen gan­ze Land­stri­che ver­wüs­te­ten und aber­tau­sen­de von Men­schen den Tod fan­den. Und zurück in die Zeit, in der die klas­si­sche Skla­ve­rei abge­schafft und statt­des­sen die Lohn­ar­beit ein­ge­führt wur­de = moder­ne Sklaverei.

Aber ich will das hier gar nicht aus­schmü­cken. Dazu kannst Du Dich selbst bele­sen, wenn es Dich denn wirk­lich inter­es­siert. Das Inter­net ist voll von Infor­ma­tio­nen diesbezgülich.

Men­schen haben vor vie­lem Angst, z. B. vor Job­ver­lust und damit ein­her­ge­hen­den finan­zi­el­len Ein­bu­ßen, Angst vor Gesichts­ver­lust, Angst, nicht aner­kannt zu wer­den, nichts wert zu sein uvm.

Du mußt Dein Bewußt­sein erwei­tern, wenn Du (wie­der) in Dei­ne Kraft kom­men willst.

War­um ist dies so wichtig?

Das nach­fol­gen­de Schau­ta­fel zeigt die ver­schie­de­nen Bewußt­s­eins­ebe­nen von David R. Haw­kins, einem ame­ri­ka­ni­schen Arzt, Bewuß­seins­for­scher und spi­ri­tu­el­len Lehrer.

Haw­kins’ Haupt­an­lie­gen war die För­de­rung der Spi­ri­tua­li­tät im Men­schen. Nach sei­ner Erfah­rung ist spi­ri­tu­el­les Wachs­tum das grund­le­gends­te und tief­grei­fends­te Mit­tel zur Lin­de­rung von Leid in die­ser Welt.

In über 30-jäh­ri­ger For­schungs­ar­beit schlüs­sel­te Haw­kins die mensch­li­chen Bewußt­s­eins­ebe­nen mit­tels kine­sio­lo­gi­scher Tests in einer “Ska­la des Bewußt­seins” auf. Er beschrieb die­se Ebe­nen in einer Mess­wert­ska­la zwi­schen 0 und 1.000, mit denen man die ver­schie­de­nen Bewußt­s­eins­ebe­nen über kine­sio­lo­gi­sche Mus­kel­tests mes­sen kann. Die Ebe­ne 0 stellt dabei den phy­si­schen Tod dar und die tiefs­te Ebe­ne, auf die ein Mensch sin­ken kann. Der Wert 700–1.000 bezeich­net den Zustand der Erleuchtung.

Das klingt im ers­ten Moment viel­leicht etwas kom­pli­ziert, ist es aber nicht, wie Du gleich sehen wirst.

Die Ebe­nen des Bewußt­seins nach David R. Hawkins:

BewußtseinsebenenDu siehst, dass der unte­re Teil von Ebe­ne 0 bis 175 die nega­ti­ven Eigen­schaf­ten abbil­det, der obe­re die posi­ti­ven, bis hin zur höchs­ten Bewußt­s­eins­ebe­ne, die irdisch erreich­bar ist. Der grü­ne mitt­le­re Teil bil­det die Schwel­le nach oben und unten.

Wenn wir stän­dig unten gehal­ten wer­den und in Angst, Sor­ge oder gar Schuld und Scham leben müs­sen, haben wir auf Dau­er das Gefühl der Hoff­nungs­lo­sig­keit und der Ohn­macht (= erlern­te Hilf­lo­sig­keit). Wir ver­lie­ren damit unser Gefühl für unse­re Selbst­wirk­sam­keit, ja wir haben gar kein Bewuß­sein mehr dar­über, daß wir über­haupt eine Selbst­wirk­sam­keit haben. Wir ver­lie­ren uns dabei selbst. 

Vie­le Men­schen glau­ben in die­sem Jam­mer­tal der Hoff­nungs­lo­sig­keit, daß Gott ein stra­fen­der Gott ist, der über sie rich­tet und sie nicht liebt. Sie ver­ges­sen dabei völ­lig, daß sie selbst gött­li­che Wesen und mit Schöp­fer­kräf­ten aus­ge­stat­tet sind. Die Schöp­fer­kräf­te sind ihnen im Lau­fe ihres Über-Lebens­kamp­fes abhan­den gekommen. 

Selbst­wirk­sam­keit — was ist das?

Selbst­wirk­sam­keit meint die Ein­stel­lung zu der Wirk­sam­keit unse­res eige­nen Han­delns, also das Ver­trau­en in unse­re eige­nen Fähig­kei­ten und in unser Leis­tungs­ver­mö­gen. Men­schen mit einer nied­ri­gen Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung sind der Mei­nung, daß sie mit ihren Fähig­kei­ten und Hand­lun­gen nicht viel bewir­ken kön­nen. Sie glau­ben, daß ihr Leben vom Schick­sal bestimmt ist, von Leh­rern, Chefs, Poli­ti­kern oder sonst irgend­wel­chen äuße­ren Umständen.

Men­schen mit hoher Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung glau­ben bzw. wis­sen, daß sie mit ihrem Han­deln etwas bewir­ken und auch schwie­ri­ge Situa­tio­nen und grö­ße­re Stra­pa­zen gut meis­tern kön­nen. Sie ver­fü­gen über einen gesun­den Opti­mis­mus, eine posi­ti­ve geis­ti­ge Hal­tung in Bezug auf ihre Fähig­kei­ten und ihre Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

Wir wirkt sich Dei­ne Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung auf Dein Leben aus?

Dei­ne Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung beein­flußt Dei­ne Gefüh­le und Dein Ver­hal­ten. Erfolg oder Mißer­folg wer­den durch Dei­ne Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung stark beeinflußt.

Wenn Du davon über­zeugt bist, Ein­fluß auf Dein Leben zu haben, auf Dei­ne Gesund­heit und alles, was Dir im Leben geschieht, dann reagierst Du weni­ger ängst­lich. Du bist guter Din­ge und vol­ler Zuver­sicht, daß Du etwas bewir­ken und errei­chen kannst. Du traust Dir mehr zu, hast mehr Wider­stands­kraft und ein grö­ße­res Durchhaltevermögen. 

Men­schen mit weni­ger Opti­mis­mus und einer nied­ri­gen Selbst­wirk­sam­keits­er­war­tung geben schnell auf, wenn es Pro­ble­me gibt oder sie eine Nie­der­la­ge ein­ste­cken müs­sen. Die­se Men­schen wagen sich oft an nichts Neu­es her­an, weil sie Angst haben und sich nichts zutrau­en. Und weil sie nicht an ihre eige­nen Fähig­kei­ten glau­ben, füh­len sie sich hilf­los, rut­schen in eine Depres­si­on oder ent­wi­ckeln ein Suchtverhalten.

Wie Du Dei­ne Selbst­wirk­sam­keit stär­ken kannst

Zunächst ist es wich­tig zu wis­sen, daß unse­re Selbst­wirk­sam­keit erlernt ist. Sie zeigt sich in Äuße­run­gen, wie

  • Ich weiß, was ich kann
  • Ich habe das frü­her schon­mal geschafft, dann schaf­fe ich das jetzt auch
  • Ich ver­traue mei­nen Fähig­kei­ten etc.

Du kannst Dei­ne Selbst­wirk­sam­keit dadurch stärken,

  • daß Du die Erfah­rung machst, schwie­ri­ge Situa­tio­nen zu bewältigen
  • daß Du Du Men­schen als Vor­bild nimmst, die schon da sind, wo Du noch hinwillst
  • daß Du Dich mit Men­schen umgibst, die an Dich glauben
  • daß Du lernst, Dei­ne Gefüh­le zu bein­flus­sen (Angst ist nur ein Gefühl!)
  • daß Du Dir eine posi­ti­ve Lebens­ein­stel­lung aneignest

Vie­le Men­schen konn­ten ihre Selbst­wirk­sam­keit nie ent­wi­ckeln, weil sie seit ihrer Geburt in Angst und Schre­cken leben. Ich den­ke da an Babys, die in Kin­der­por­no­rin­ge hin­ein­ge­bo­ren wer­den oder an Men­schen, die schon früh sexu­ell miß­braucht wur­den. Und ich den­ke an Men­schen, die auf irgend eine Art und Wei­se trau­ma­ti­siert wur­den und die Erfah­rung machen muß­ten, nichts bewir­ken zu kön­nen und der Situa­ti­on hilf­los aus­ge­lie­fert waren.

In sol­chen Fäl­len ist es nicht mit ein paar Affir­ma­tio­nen getan, son­dern es bedarf einer indi­vi­du­el­len, auf den jewei­li­gen Men­schen zuge­schnit­te­ne Therapie. 

Mir ist nur wich­tig, Dir zu sagen, daß Du — egal, was Du erlebt hast — Dei­ne Selbst­wirk­sam­keit auf­bau­en und stär­ken kannst. Näh­ren­de Bezie­hun­gen, gute Freun­de, eine lie­ben­de Fami­lie sind da sehr hilf­reich. Hol Dir im Zwei­fels­fall pro­fes­sio­nel­le Hilfe.

Übung:

Erin­ne­re Dich an eine schwie­ri­ge Situa­ti­on in Dei­nem Leben, die Du bewäl­tigt hast. Es muß nichts “Welt­be­we­gen­des” gewe­sen sein, es darf ruhig auch etwas “Klei­ne­res” sein. Wich­tig ist, daß Du Dir bewußt machst, daß Du Dei­ne Her­aus­for­de­rung gut gemeis­tert hast.

  • Wie hast Du das gemacht?
  • Wel­che Fähig­kei­ten hast Du dafür gebraucht und eingesetzt?
  • Wel­che Unter­stüt­zung von außen hat­test Du?
  • Wie hast Du Dich gefühlt, nach­dem die Schwie­rig­keit übewun­den war (was hast Du gemacht, mit wem hast Du gesprochen)?

Mach Dir das bewußt und ver­wei­le eine Zeit­lang in die­sem guten Gefühl! Wenn Du vor einer ähn­li­chen Her­aus­for­de­rung stehst, brauchst Du dich nur dar­an zu erin­nern, daß Du das schon ein­mal gut hin­be­kom­men hast.


Bild­quel­len:

Bei­trags­bild: Engels­lei­ter (Wiki­pe­dia, gemeinfrei)

Kar­te des Bewußt­seins: © Syl­via Geiss

Über Zufäl­le und Ungerechtigkeiten

Immer wie­der höre ich von Men­schen, die ein Fami­li­en­mit­glied oder Freund durch ein Gewalt­ver­bre­chen ver­lo­ren haben, wie unge­recht das doch sei. Beson­ders dann, wenn das Ver­bre­chen nicht auf­ge­klärt oder die Täter nicht ihrer “gerech­ten Stra­fe” zuge­führt werden.

War­um gerade… ?

Auch wenn Kin­der unheil­bar erkrankt sind und ster­ben müs­sen, emp­fin­den wir das als furcht­bar unge­recht. War­um darf die­ses Kind nicht leben? Es ist doch noch so jung und unschul­dig. Es hat nie­man­dem etwas getan.  Wir nei­gen in die­sen Situa­tio­nen dazu, Gott dafür ver­ant­wort­lich zu machen und hadern mit ihm. Und ich habe das von Men­schen gese­hen, die vor­her steif und fest behaup­te­ten, über­zeug­te Athe­is­ten zu sein. 

Aber auch ande­re, zum Teil weni­ger dra­ma­ti­sche Bege­ben­hei­ten kön­nen in uns ein Unrechts­emp­fin­den aus­lö­sen, z. B.

  • Obwohl du län­ger in der Fir­ma bist, wird dei­ne Kol­le­gin vor dir befördert.
  • Die ‘Klei­nen’ wer­den immer ärmer — die ‘Gro­ßen’ immer reicher.
  • Män­ner erhal­ten für die glei­che Tätig­keit mehr Geld als Frauen.
  • Der Diplo­mat parkt rotz­frech im Hal­te­ver­bot, ohne daß es Kon­se­quen­zen für ihn hät­te — und Du sollst fürs Falsch­par­ken ‘bestraft’ werden.
  • Der Gro­ße haut den Kleinen.
  • usw.

Dir fal­len sicher­lich noch tau­send ande­re Din­ge ein, die Du als unge­recht emp­fin­dest. Und Du könn­test bestimmt auf­grund eige­ner Erfah­run­gen ein gan­zes Buch dar­über schreiben…

Woher kommt unser Sinn für Gerechtigkeit?

Wenn ein  Mensch unter gro­ßen emo­tio­na­len Belas­tun­gen steht, z. B. durch ein trau­ma­ti­sches Erleb­nis, kann er nicht mehr klar den­ken. Die Ratio wird aus­ge­schal­tet, und es grei­fen nur die aller­not­wen­digs­ten Über­le­bens­me­cha­nis­men. Das macht der  Orga­nis­mus auto­ma­tisch, um ihn vor dem phy­si­schen Tod zu bewahren.

In die­ser exis­ten­zi­el­len Bedro­hung, die mit Todes­angst ein­her­geht, gelan­gen Men­schen zu der Ein­stel­lung, über ihr Leben und das, was ihnen geschieht, kei­ner­lei Kon­trol­le zu haben und abso­lut hilf­los zu sein. Mar­tin Selig­man[1] präg­te dazu den Begriff “Erlern­te Hilflosigkeit”.

Das Wie­der­erlan­gen der Kon­trol­le über Gefüh­le, Gedan­ken, Kör­per­funk­tio­nen und Reak­tio­nen ist ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des Heilungsprozesses.

Kann ein Mensch die trau­ma­ti­schen Sym­pto­me der Übererre­gung (Hyper­arou­sel) wie Angst, Schlaf­lo­sig­keit, über­stei­ger­te Schreck­haf­tig­keit etc. nicht  lin­dern, ver­fes­ti­gen sich mit der Zeit die gemach­ten Erfah­run­gen mit den dabei auf­ge­tre­te­nen Emo­tio­nen im Zell­ge­dächt­nis des Kör­pers (sie­he “3 Wege, fest­ge­hal­te­ne Emo­tio­nen auf­zu­lö­sen”). Und nicht nur das: sie ver­än­dern die Gehirn­struk­tur und die DNA einer­seits sowie das Wer­te­sys­tem eines Men­schen andererseits.

Die Grund­an­nah­men des Menschen

Men­schen gehen im All­ge­mei­nen davon aus, daß die Welt ver­steh­bar und vor­her­seh­bar ist. Sie glau­ben an ihre eige­ne Unver­sehrt­heit. Sie gehen auch davon aus, daß das eige­ne Ich wert­voll ist und daß sie ande­ren Men­schen ver­trau­en kön­nen. Wie gesagt — grundsätzlich.

Die­se Grund­an­nah­men (basie­rend auf Urver­trau­en) wer­den bei trau­ma­ti­schen Erleb­nis­sen zutiefst erschüt­tert. Wer­te ver­schie­ben sich. Was ges­tern noch wich­tig war, ist nach die­ser Schre­ckens­er­fah­rung kei­nen Pfif­fer­ling mehr wert.

Doch nicht nur eige­ne Erfah­run­gen von Hilf­lo­sig­keit, Aus­ge­lie­fert­sein und Ohn­macht, son­dern auch das Beob­ach­ten der Hilf­lo­sig­keit von ande­ren Men­schen, wenn z. B. der Grö­ße­re den Klei­ne­ren ver­prü­gelt, ein Mit­ar­bei­ter sich nicht weh­ren kann, wenn sei­ne Kol­le­gen ihn ver­spot­ten, aber auch unser Unrechts­sys­tem (ich kann es lei­der nicht anders nen­nen) lösen in uns das Emp­fin­den von Unge­rech­tig­keit aus.

Ich habe die­ses The­ma kürz­lich dis­ku­tiert und dazu wert­vol­le Gedan­ken erhalten:

  • Wir spre­chen von Gerech­tig­keits­sinn und Unrechts­emp­fin­den. Dabei füh­len wir wohl weni­ger die Gerech­tig­keit als die Unge­rech­tig­keit. Denn Gerech­tig­keit ist ja selbst­ver­ständ­lich, die set­zen wir vor­aus. Die Unge­rech­tig­keit hin­ge­gen kön­nen wir fast kör­per­lich spü­ren. Sie bringt uns bis zur Raserei.
  • Unge­rech­tig­keit ist der Aus­druck einer Dis­ba­lan­ce von Chan­cen und Mög­lich­kei­ten. Das heißt, wenn wir die Erfah­rung machen, nicht die glei­chen Chan­cen zu haben wie ande­re, füh­len wir uns unter­le­gen, unter­drückt und weni­ger wertvoll.
  • Hier kommt es zu einer unglei­chen Ver­tei­lung von Ener­gien. Das natür­li­che Gleich­ge­wicht geht ver­lo­ren (= Dis­ba­lan­ce, Dis­har­mo­nie). Nach dem Uni­ver­sel­len Gesetz der Har­mo­nie und des Aus­gleichs strebt der Mensch danach, das natür­li­che Gleich­ge­wicht des Lebens, sei­nes Lebens, wie­der­her­zu­stel­len (Selbst­re­gu­la­ti­on).
  • Gerech­tig­keit emp­fin­den wir dann, wenn unser Bedürf­nis nach Genug­tu­ung befrie­digt scheint. Wie und wodurch die­se Genug­tu­ung erreicht wer­den kann, muss jeder für sich selbst defi­nie­ren. Der eine will eine Wie­der­gut­ma­chung sei­nes ent­stan­de­nen Scha­dens, der ande­re will Rache.

Genug­tu­ung: Wie­der­gut­ma­chung,  Rache oder was?

Die Wie­der­gut­ma­chung eines mate­ri­el­len Scha­dens kann her­bei­ge­führt wer­den durch Repa­ra­tur oder Ersatz. Aber wie ver­hält es sich bei see­li­schen Schä­den? Wie könn­te hier eine Wie­der­gut­ma­chung aus­se­hen, wenn der see­li­sche Scha­den durch ein Gewalt­ver­bre­chen oder der­glei­chen her­vor­ge­ru­fen wurde? 

  • Reparatur/Heilung ist mög­lich, gelingt aber nicht in allen Fällen.
  • Ersatz für ein Men­schen­le­ben, das gewalt­sam genom­men wurde?…

Ich ken­ne eine Mut­ter, die ihren Sohn durch ein Tötungs­ver­bre­chen ver­lo­ren hat. Für sie bestün­de Gerech­tig­keit in der ange­mes­se­nen Bestra­fung des Täters. Der Täter wur­de nach Jugend­straf­recht bestraft und kam mit weni­gen Jah­ren Gefäng­nis davon. Er konn­te wäh­rend die­ser Zeit sei­nen Füh­rer­schein machen, hat­te Frei­gang und bekam  Taschen­geld. Die Rich­te­rin mein­te, man kön­ne doch dem Jun­gen nicht die Zukunft ver­bau­en. Wor­auf­hin die Mut­ter ent­geg­ne­te: “Mein Sohn hat gar kei­ne Zukunft.”

Daß der Gerech­tig­keits­sinn die­ser Mut­ter emp­find­lich ver­letzt wur­de, wird jede Mut­ter nach­emp­fin­den kön­nen. Eine Wie­der­gut­ma­chung ist in sol­chen Fäl­len natür­lich nicht mög­lich. Ihr Kind ist tot und kommt nicht zurück. Für die­se Frau schreit die erlit­te­ne Unge­rech­tig­keit gera­de­zu zum Him­mel. Und für den einen oder ande­ren Leser sicher­lich auch.

Aber — ich sage nicht gern aber, doch hier scheint es mir ange­bracht — selbst wenn die­se Mut­ter Genug­tu­ung erfah­ren wür­de, wür­de es zwar ihr Ego, das auf Rache sinnt, kurz­zei­tig befrie­di­gen, doch es bringt ihr das Kind nicht wie­der. Bald wird das Gefühl der Genug­tu­ung ver­raucht sein, und was kommt dann? Dann sind sie wie­der da: die Ohn­macht, die Lee­re, der Schmerz.

Es geht also dar­um, Frie­den zu schlie­ßen mit der Situa­ti­on, um wirk­lich heil zu wer­den. Doch das ist eine Her­aus­for­de­rung, die die Kraft vie­ler Men­schen übersteigt.

Für mei­nen Geschmack wird in der The­ra­pie die See­le der Men­schen zu wenig bis gar nicht berück­sich­tigt. Sich um die See­le und das See­len­heil der Men­schen zu küm­mern, war in frü­he­ren Zei­ten die Auf­ga­be von Pries­tern und Scha­ma­nen. Heu­te wird fast nur noch von Psy­che und psy­chi­schen Stö­run­gen gespro­chen, und der Psy­cho­the­ra­peut soll es mit diver­sen Behand­lungs­me­tho­den und The­ra­pie­for­men rich­ten. Das reicht mei­nes Erach­tens nicht aus, um Men­schen dazu zu befä­hi­gen, SELBST­BE­WUßT zu wer­den und die Mys­te­ri­en des Lebens zumin­dest annä­hernd zu verstehen.

See­len­heil ist immer ein Bewußtseins‑, Ent­wick­lungs- und Wachstumsprozeß!

Es gibt noch ein wei­te­res ABER, das uns einen ande­ren Blick­win­kel beschert und uns dazu ver­hilft, unser Wer­te­sys­tem neu zu betrach­ten. Dazu müs­sen wir jedoch über den Tel­ler­rand unse­res All­tags hin­aus­schau­en und unser Bewußt­sein etwas aus­deh­nen, sonst funk­to­niert es nicht:

Über Zufäl­le und Ungerechtigkeiten

René Egli, Autor des Erfolgs­bu­ches “Das LOL²A-Prin­zip – Die Voll­kom­men­heit der Welt”, schreibt dazu:

"Der Zufall würde allen fundamentalen Lebensgesetzmäßigkeiten widersprechen […]. Wir sind in unserem Denken dermaßen begrenzt, daß wir schlicht und einfach nicht alle Ursachen kennen, und deshalb schieben wir dann zahlreiche Dinge dem Zufall in die Schuhe […]".

"Im Universum gibt es keine Ungerechtigkeit. Stellen Sie sich bitte die monstruöse Ungerechtigkeit vor, wenn jeder Mensch »zufällig« irgendwohin geboren würde. Diese Ungerechtigkeit wäre dermaßen groß, dass sie kaum zu ertragen wäre. Und es würde der universellen Intelligenz, die hinter allem wirkt, ein kümmerliches Zeugnis ausstellen…"

Selbst gestan­de­ne Wis­sen­schaft­ler wie Albert Ein­stein und Charles Dar­win haben zuge­ge­ben, daß es kei­ne Zufäl­le gibt. Der Begrün­der der Evo­lu­ti­ons­theo­rie betrach­te­te Schöp­fung und Evo­lu­ti­on nicht als Wider­sprü­che, son­dern als zwei Sei­ten der­sel­ben Medaille:

"Die Unmöglichkeit sich vorzustellen, dass dieses gewaltige und wunderbare Universum einschließlich uns denkenden Wesen durch Zufall entstanden sein könnte, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes zu sein."

Wir begrei­fen Gescheh­nis­se als Zufäl­le und Unge­rech­tig­kei­ten, weil wir die Zusam­men­hän­ge aus unse­rer Frosch­per­spek­ti­ve nicht erken­nen kön­nen. Könn­ten wir uns in die Lüf­te schwin­gen wie ein Adler, hät­ten wir schon einen bes­se­ren Über­blick. Einen Blick auf das Gro­ße und Gan­ze hat unser Höhe­res Selbst bzw. unser Gott­selbst. Die­ser unsterb­li­che Teil von uns kann sehen, wie die Din­ge zusam­men­hän­gen und war­um jemand so oder so han­delt. Wir kön­nen uns jeder­zeit mit unse­rem höhe­ren Bewußt­sein ver­bin­den, z. B. in einer Rück­füh­rung oder in der Meditation.

Der Zufall ist das Pseud­onym, das der lie­be Gott wählt, wenn er inko­gni­to blei­ben will.

Albert Schweit­zer (1875–1965)

Es gibt Men­schen, die an einen barm­her­zi­gen Gott glau­ben. Der Glau­be an die­sen barm­her­zi­gen Gott wird durch ein trau­ma­ti­sches Erleb­nis eben­falls stark erschüt­tert, beson­ders dann, wenn das Leid einem gelieb­ten Men­schen wie­der­fah­ren ist. Dann fra­gen sie sich, wie Gott sol­che Din­ge nur zulas­sen kann.

Nun, er kann nicht nur, er muss! Denn wenn Gott alle Men­schen mit dem frei­en Wil­len aus­ge­stat­tet hat, dann darf er gar nicht in unser Han­deln ein­grei­fen. Sonst wür­de er sich selbst Lügen stra­fen. Des­we­gen hat uns die unend­li­che Weis­heit der Schöp­fung die Natur­ge­set­ze des Lebens geschenkt, an die wir uns hal­ten kön­nen oder auch nicht.

Uni­ver­sel­le Gesetz­mä­ßig­kei­ten — die Natur­ge­set­ze des Lebens

Im Kos­mos gibt es weder Opfer noch Zufäl­le noch Unge­rech­tig­kei­ten! Dies macht das Prin­zip von Ursa­che und Wir­kung deut­lich, wel­ches auch Kar­ma genannt wird. Ich habe über Kar­ma bereits in einem frü­he­ren Arti­kel geschrie­ben. Hier noch­mal ein kur­zer Abriss daraus:

Aktion = Reaktion oder anders ausgedrückt: Was du säst, das wirst du ernten. Der Ausdruck “Karma” kommt aus dem Sanskrit und bedeutet “Wirken”. Demnach hat jeder Gedanke und jede Handlung Auswirkungen auf alles. Das heißt, jede Aktion erzeugt eine bestimmte Energie, die in genau der gleichen Qualität zum Absender zurückkehrt. Zeit spielt dabei keine Rolle. Zwischen Ursache und Wirkung können wenige Minuten, aber auch Tage, Monate, Jahre, ja sogar mehrere Leben liegen […].

Das Karma-Prinzip hilft uns, die vermeintlichen Ungerechtigkeiten, die uns im Leben wiederfahren, zu verstehen. Wird ein Mensch mißhandelt, vergewaltigt oder ermordet, wird ihm nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung irgendwann etwas in genau der gleichen Qualität passieren. Dies kann im aktuellen Leben geschehen oder in einem anderen. Wie du andere behandelst, so wirst du selbst behandelt werden.

Ich ken­ne Men­schen, die die “Gerech­tig­keit” am liebs­ten selbst in die Hand neh­men wür­den, weil unser Sicher­heits- und Jus­tiz­sys­tem ver­sagt hat.  Der Wunsch nach Genug­tu­ung und damit ver­bun­de­nen Rache­ge­dan­ken ist mensch­lich und total ver­ständ­lich. Aller­dings greift auch hier wie­der das Prin­zip von Ursa­che und Wirkung.

Die Meis­ter­schaft des Lebens

Wenn wir uns also wei­ter­ent­wi­ckeln und zum wah­ren Homo sapi­ens (= wis­sen­der Mensch) wer­den wol­len, müs­sen wir uns bewusst machen, daß wir uns in der Dua­li­tät befin­den, wo alles zwei Sei­ten hat. Gut und Böse, Hell und Dun­kel, Ges­tern und Mor­gen. Wenn wir das ver­stan­den haben, kön­nen wir uns aus der trau­ma­ti­sie­ren­den Dua­li­tät hin­aus und in höhe­re Qua­li­tä­ten hin­ein­ent­wi­ckeln. Wir sind dann in der Lage, wirk­lich zu SEHEN.

Es gibt kei­ne grö­ße­re Gerech­tig­keit im Uni­ver­sum, als das Prin­zip von Ursa­che und Wirkung!

Bei Klei­nig­kei­ten kön­nen die meis­ten Men­schen sich mit die­sem Gedan­ken viel­eicht noch anfreun­den und sehen sogar eine gewis­se Nach­voll­zieh­bar­keit, frei nach dem Mot­to “klei­ne Sün­den bestraft der lie­be Gott sofort”, nicht wahr.

Aber wie sieht es bei den grö­ße­ren Ereig­nis­sen aus: Kannst Du das genau­so sehen, wenn Dein gelieb­ter Mensch von einem ande­ren getö­tet wur­de? Kannst Du das genau­so sehen, wenn Dir selbst Gewalt ange­tan wur­de? Kannst Du das auch so sehen, wenn Du in den Nach­rich­ten von Mord und Tot­schlag, Krieg und Armut hörst?

Viel­leicht denkst Du, du hast Glück gehabt, daß Du hier in der west­li­chen Welt lebst, wo Du nicht von Krieg oder Armut betrof­fen bist. Mög­li­cher­wei­se bist Du der Mei­nung, Du hast Glück gehabt, daß Dir selbst oder Dei­nen Ange­hö­ri­gen bis­her nichts Schlim­mes pas­siert ist.

Mag sein. Viel­leicht ist dein kar­mi­sches Rad been­det oder Du hast Dir ein Leben aus­ge­sucht, in dem kei­ne trau­ma­ti­schen Erleb­nis­se vor­kom­men und Du Dich ein­fach dei­nes Daseins freu­en darfst. Ja, auch das kommt vor. Nicht jede Inkar­na­ti­on ist mega-anstren­gend. Es gibt dazwi­schen eben­so schö­ne, fried­li­che und freud­vol­le Leben, denn auch die sind wich­tig für die Ent­wick­lung der See­le und berei­chern unse­ren Erfah­rungs­schatz ganz enorm.


[1] Mar­tin Selig­man, ame­ri­ka­ni­scher Psy­cho­lo­ge (*1942), Buch: “Erlern­te Hilf­lo­sig­keit”, 1979

Unser spi­ri­tu­el­les Bewusstsein

Rei­nes Bewusst­sein — der gött­li­che Kern dei­nes Wesens

Rei­nes Bewusst­sein ist der Urgrund allen Seins, aus dem alle For­men kom­men. Rei­nes Bewusst­sein ist jen­seits aller For­men, und doch ist alles, jedes Lebe­we­sen, jede Pflan­ze, jedes Tier, jeder Stein und jeder Gegen­stand von Bewusst­sein durch­drun­gen. Das rei­ne Bewusst­sein ent­hält das vol­le Schöp­fungs­po­ten­ti­al. Es ist in sich voll­kom­men. Aus die­sem Bewusst­sein her­aus ent­ste­hen alle Lebe­we­sen, Din­ge und Ereignisse.

WieRosen-Tropfen sonst könn­ten frei­schwin­gen­de Ato­me und Mole­kü­le die Form eines Was­ser­trop­fens, eines Steins, eines Autos oder eines Men­schen anneh­men und hal­ten, wenn sie nicht das Bewusst­sein dar­über hät­ten, dass sie ein Was­serstrop­fen, ein Stein, ein Auto oder ein Mensch sind?

DeSteinstapelr ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­gie Geor­ge Leo­nard sagt hier­zu: “Damit die Quan­ten­theo­rie wirk­lich funk­tio­niert, muß jedes Elek­tron, umgangs­sprach­lich for­mu­liert, ‘wis­sen’, was all die ande­ren Elek­tro­nen im Uni­ver­sum tun, um selbst zu ‘wis­sen’, was es tun soll. 

CorvetteEs ist, als ob sich an jedem Punkt jedes elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­des ein win­zi­ger Super­com­pu­ter befän­de, der stän­dig alles berech­net, was im Uni­ver­sum vor sich geht…In einem sol­chen Uni­ver­sum ste­hen die Infor­ma­tio­nen über das Gan­ze an jedem ein­zel­nen Punkt zur Verfügung.

Gitarrenspieler-mit-PfeifchenDiese Impli­ka­tio­nen der Quan­ten­theo­rie ent­spre­chen der tiefs­ten Intui­ti­on frü­he­rer Zeit­al­ter, der unmit­tel­ba­ren Erfah­rung der ange­se­hens­ten spi­ri­tu­el­len Meis­ter und den Gedan­ken von Phi­lo­so­phen wie Leib­niz, Spi­no­za und Whit­ehead.”[1]

 

Es gibt einen Ort jen­seits von rich­tig und falsch. Ich wer­de dich dort treffen.
Rumi (1207–1273)

Wir Men­schen haben uns im Lau­fe der “Evo­lu­ti­on” immer mehr vom gött­li­chen Kern unse­res Wesens ent­fernt . Die meis­ten von uns sind sich nicht mehr bzw. noch nicht dar­über bewusst, dass wir “Gott auf Außen­mis­si­on” sind. Wir haben ver­lernt , auf unser Herz zu hören und unse­rer Intui­ti­on zu ver­trau­en. Intui­ti­ves selbst­ver­ständ­li­ches Wis­sen um Gescheh­nis­se und Zusam­men­hän­ge des Lebens wur­de ver­drängt von “moder­ner Wis­sen­schaft”. Bewei­se müs­sen her, und wenn es die nicht gibt, dann kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Wir sind auf die­ser Erde inkar­niert, um mensch­li­che Erfah­run­gen in der Dua­li­tät zu machen. 

Tief in unse­rem Inne­ren wis­sen wir, dass es mehr zwi­schen Him­mel und Erde gibt, als wir uns erklä­ren kön­nen. Wir wis­sen auch, dass wir mehr sind, als nur eine Ansamm­lung von Ato­men, dass alles mit allem ver­bun­den ist, dass alles voll­kom­men und per­fekt ist.

WohlfühlenAm ehes­ten wird uns dies bewusst, wenn wir bestimm­te Momen­te erle­ben. Dies kann ein Moment höchs­ter Eksta­se und Glück­se­lig­keit sein, ein Augen­blick der Stil­le, ein lie­be­vol­ler Blick aus ver­trau­ten Augen oder auch der Zustand einer tie­fen Kri­se oder Nie­der­la­ge. Es gibt Situa­tio­nen in unse­rem Leben, in denen wir uns der wah­ren Natur der Rea­li­tät gewahr wer­den[2].

In die­sen Momen­ten wird uns bewusst, dass es eine Wahr­heit jen­seits unse­res All­tags­den­kens gibt, jen­seits von dem, was wir von Eltern, Leh­rern und Gesell­schaft gelernt haben oder was wir sehen und anfas­sen können.

Erkenntnis-Wissen


[1] Geor­ge Leo­nard “Der Rhyth­mus des Kos­mos”, 1991

[2] Chris­ti­an Opitz “Abkür­zung zur Frei­heit”, 2001