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Fehldiagnose Betreuung

Aufgrund einer Fehldiagnose wurde Frau M. eine Betreuung aufgezwungen, die ihr das Leben zur Hölle machen sollte… Unfähigkeit oder Vorsatz?

Eine Demenz, die keine ist

Es macht mich echt wütend, wenn Menschen von sogenannten Fachleuten eine Demenz diagnostiziert wird, die gar keine ist. Frau M., die ich vor ca. 2 Monaten kennenlernte, mußte sich vor einigen Jahren einer Operation unterziehen. Unmittelbar nach der Operation – Frau M. war noch im Krankenhaus – wurde bei ihr eine Demenz diagnostiziert. Der Arzt meinte, daß die Symptomatik darauf schließen ließe. Und das, obwohl Frau M. gerade erst eine schwere OP hinter sich hatte und noch nicht einmal zuhause war.

Frau M. ist Anfang siebzig und keineswegs dement. Sie ist sehr klar und orientiert, kann chronologisch und in der richtigen Reihenfolge erzählen und hat auch keine Erinnerungslücken. Ihr Kurzzeitgedächtnis funktioniert hervorragend und das Langzeitgedächtnis ebenso. Ich staune immer wieder, wie strukturiert Frau M. ist und wie gefaßt sie wirkt, besonders dann, wenn sie mir davon berichtet, was sich in den letzten zwei Jahren bei ihr abgespielt hat. Ich an ihrer Stelle wäre längst ausgeflippt.

Doch Frau M. ist verzweifelt. Noch während ihres Krankenhausaufenthaltes wurde ihr ein Betreuer zugewiesen, der ihr ihr Geld wegnahm, ihre Wohnung auflöste und sie in ein 1-Zimmer-Appartement steckte. Der Haushalt wurde fast komplett aufgelöst. Ihr blieben nur noch ein paar Möbel und etwas Geschirr, ein paar Bücher und Dekoartikel, mit denen sie ihr Appartment einrichten konnte. Ein Appartment, daß viel zu klein ist, in dem Frau M. fast erstickt. Der Betreuer gab ihr im Monat gerade einmal so viel Geld, wie der aktuelle Hartz IV-Satz beträgt. Manchmal war es sogar noch weniger. Frau M. konnte sich plötzlich nichts mehr leisten und mußte um jeden Cent betteln. Und das, obwohl sie eine stattliche Pension hat. Frau M. war früher Beamtin und hat gut verdient.

Nachtigall, ick hör dir trappsen

Als ich ihre Geschichte zunächst von einem gemeinsamen Bekannten hörte, gingen bei mir alle Alarmglocken an. Ich wollte Frau M. unbedingt selbst sprechen. Mittlerweile haben wir uns ein paarmal getroffen und uns viel miteinander unterhalten. Ich konnte Frau M. des öfteren beobachten, wie sie sprach, wie sie sich bewegte, wie sie ihren Haushalt führte usw.

Und sofort war für mich klar: Diese Frau ist keineswegs dement! Doch warum stellte der Arzt im Krankenhaus diese Fehldiagnose? Und warum wurde ihr noch während des Krankenhausaufenthaltes ein Betreuer zugewiesen, ein wildfremder Mann, den sie gar nicht kannte und der von einer Betreuungsagentur kam? Der Arzt müßte Frau M. dann mit großer Wahrscheinlichkeit eine schwere Form der Demenz diagnostiziert haben, die den Einsatz eines Betreuers “notwendig” machte. Warum räumte der Betreuer noch während ihres Krankenhausaufenthaltes Frau M.’s Wohnung aus und löste ihren Haushalt auf?

Frau M. war bis zu diesem Zeitpunkt ein selbstbewußter Mensch mit einer festen Persönlichkeit. Sie fragte nach, wenn sie etwas nicht verstand und sagte unmißverständlich, was sie davon hielt, wenn ihr etwas nicht gefiel. Kurz und gut: Frau M. hatte ihre eigene Meinung und die vertrat sie auch, freundlich, aber bestimmt.

Daran ist nichts Verwerfliches. Im Gegenteil, diese Einstellung ist sehr gesund. Ich habe Frau M. als einen sehr vernünftig denkenden Menschen kennengelernt, die sagt, was sie bewegt und durchaus in der Lage ist, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Und wenn sie das Gefühl hatte, daß hier eine Fehldiagnose vorlag, war es ihr gutes Recht, das anzusprechen und sich eine zweite und sogar dritte Meinung einzuholen. Doch das wurde ihr verwehrt.

Was hat der Betreuer mit Frau M.’s Geld gemacht?

Bis heute hat Frau M. von ihrem Betreuer keinen Nachweis darüber erhalten, was mit ihrem Hausstand passierte und was er mit ihrem Geld gemacht hat. Sie hatte ihn mehrfach um Auskunft und Rechenschaft ersucht. Schließlich handelt es sich um ihr Eigentum und sie hat ein Recht darauf, zu erfahren, was damit geschehen ist. Denn selbst, wenn ein Betreuer bestellt ist, so darf er mit dem Eigentum der zu betreuenden Person nicht machen, was er will, er muß es verwalten und im Falle des Ablebens den Nachlaß regeln..

Es liegt der Verdacht nahe, daß Frau M. in ein Komplott hineingeraten ist. Denn anders läßt sich dieses Verhalten des Krankenhauses bzw. des behandelnden Arztes und des Betreuers nicht erklären. Eine alleinstehende Frau mit einer guten Pension – leichte Beute?

Das liest sich wie ein Krimi, nicht wahr. Und es ist auch einer. Meine Nase sagt mir, daß die ganze Sache gewaltig zum Himmel stinkt.

Warum Fehldiagnosen und das gängige Betreuungsrecht Dich Dein letztes Hemd kosten können

In Deutschland kann jeder unter das sogenannte Betreuung gestellt werden. Das kann’s ja wohl nicht sein. Man könnte glatt auf die Idee kommen, da steckte Methode dahinter. Der Jurist Alexander Paetow rät daher jedem, kein Krankenhaus ohne Anwalt zu betreten und nicht mit Psychiatern zu sprechen. Die Gutgläubigkeit der Patienten werde nur ausgenutzt. Alles könne gegen den Patienten verwendet werden.

Das seit 1992 geltende Betreuungsrecht sollte Menschen die sogenannte Entmündigung ersparen bzw. ihre Rechte stärken, so hieß es offiziell. In Wahrheit vereinfacht das Betreuungsrecht eine Entmündigung sogar noch. Und der Willkür sind damit Tür und Tor geöffnet.

Der Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Kaleck kam in seinem 2008 veröffentlichten Gutachten zu dem Schluß, daß das gängige Betreuungsrecht in Deutschland gegen die UN-Konvention über die Rechte nicht nur behinderter Menschen verstößt.

Die Willkür der deutschen Betreuungsmaschinerie (ein Auszug aus dem Artikel von Susanne Härpfer):

Der Münchner Anwalt, Prof. Volker Thieler kämpft seit Jahren gegen Betreuungen. “Der Mensch verliert im Betreuungsrecht seine Menschenwürde”, kritisiert er. “Im Betreuungsrecht ist der Schutz der Familie außer Kraft gesetzt. Der Richter kann machen, was er will”, warnt Thieler.

Der Richter kann behaupten, die Angehörigen seien zu weit weg, es ginge ihnen nur um´s Geld, sie seien zu alt, oder er schiebt ihnen Alkoholismus unter. Noch nicht einmal der Ehepartner erfährt etwas, er hat kein Recht, die Akten einzusehen. Irgendeinen Grund gibt es immer.

Thieler schildert die Willkür, die es gibt, mitten in Deutschland. Er prangert den juristischen Missstand an:

Es ist sehr schwierig, das anzufechten. Die Macht ist unglaublich. Ein Betreuer kann sämtliche Entscheidungen treffen. Er kann entscheiden, dass der Betreute nicht mehr telefonieren kann, nicht mehr Post entgegen nehmen darf, nicht mehr aus dem Haus gehen, dass er seine Wohnung verliert, er kann ihn in geschlossene Anstalten einweisen. Sogenannte Betreuung ist in Wahrheit ein enormer Eingriff in die Menschenrechte. Der Betreute verliert eigentlich sämtliche Rechte.

Prof. Volker Thieler

Fazit

Eins steht fest: Dement ist Frau M. nicht. Sie hatte allenfalls ein Delir, welches im Rahmen von Operationen als Durchgangssyndrom bezeichnet wird und meist nach einigen Monaten wieder verschwindet. Das hätte der Arzt differentialdiagnostisch abgrenzen müssen. Zudem ist Frau M. Diabetikerin, was das Risiko für ein Delir, besonders kurz nach einer OP erhöht. Ist der Arzt nun unfähig oder einfach nur korrupt? Beides wäre fatal für seine Patienten. Eine Fehldiagnose bleibt es allemal. Und sie ist bis heute nicht revidiert worden.

Ich bleibe auf jeden Fall an der Sache dran und werde beizeiten berichten, wie es mit Frau M. weitergeht.

Schreibt mir

Wenn ihr auch Erfahrungen mit Fehldiagnosen habt oder ähnliche Fälle wie den von Frau M. kennt, freue ich mich auf Eure Mitteilungen. Ihr könnt dazu die Kommentarfunktion nutzen.


Beitragsbild: Gustav Staedtler


Im Artikel “Verwirrtheitszustände im Alter” (Dt. Ärzteblatt 2012, 109(21)) wird das Delir gut erklärt. Obwohl viele Fachausdrücke drin vorkommen, ist der Artikel auch für Laien zu verstehen. Hier ein Auszug daraus, um das Delir von der Demenz zu unterscheiden:

"... Bei der Syndromdiagnostik ist die Demenz die wichtigste Differenzialdiagnose. Wichtige Kriterien, die für ein Delir und gegen eine Demenz sprechen, sind ein akuter Krankheitsbeginn, ein fluktuierender Verlauf mit einer Störung des Tag-Nacht-Rhythmus und eine Störung von Bewusstseinshelligkeit und Aufmerksamkeitsniveau. Vor allem bei Hochbetagten sind Mischbilder von Delir und Demenz viel häufiger als rein delirante Zustände (15). Oft sind Delir und Demenz im Querschnitt nicht sicher zu unterscheiden und können erst im Krankheitsverlauf voneinander differenziert werden." 

(Quelle: http://www.aerzteblatt.de/archiv/126278)

Eine ausführlichere Darstellung zur Unterscheidung zwischen Delir und Demenz bietet der Aufsatz von Prof. Dr. med. Volker Faust (http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/Int.1-Akute_Verwirrtheitszustaende_Delir.pdf)

Differential-Diagnostik Delir-Demenz

Pusteblume

Wie aus Angst Friede wird

Von Friede, Freude, Eierkuchen kann in diesen Tagen wohl keine Rede sein. Wohin ich auch höre, machen sich die Menschen nicht nur Sorgen um ihre Zukunft, viele haben sogar richtiggehend Angst. Angst vor Terror, Angst vor Krieg, Angst vor Enteignung, Angst vor dem Verlust ihrer Sicherheit, Angst vor Gewalttaten uvm.

Die Propagandamaschinerie von Politikdarstellern und Leitmedien funktioniert bestens, um Menschen zu manipulieren und ihnen einzureden, daß es unvermeidbar sei, im Rahmen der Sicherheit ein Stück Souveränität abzugeben. Nun, wenn man bedenkt, daß die BRD seit 1945 nicht souverän gewesen ist und es bis heute nicht ist, frage ich mich, von wessen Souveränität wir hier sprechen?

Viele Menschen im Land wissen das auch, und viele spüren schon lange, daß hier etwas gewaltig zum Himmel stinkt. Die meisten von ihnen können es aber nicht in Worte fassen, was zugegebenermaßen auch ziemlich schwierig ist. Denn in einem Satz läßt sich das, was hier seit vielen Jahren läuft, nicht beschreiben.

Was soll bloß werden?

Dennoch läßt sich dieses unterschwellige Gefühl von Mißtrauen gegenüber den Führern des Landes, Wut über die vermeintliche Unfähigkeit unserer Politikdarsteller und die Angst vor einem erneuten Krieg nicht wegdiskutieren. Ich sage bewußt “vermeintlich”, denn die meisten unserer Politiker sind durchaus nicht unfähig, im Gegenteil: sie machen ihren Job hervorragend! Sie tun nämlich nichts anderes, als ihren Auftrag zu erfüllen. Ein Auftrag, der ihnen von der Hauptsiegermacht USA aufgebrummt wurde und den wir alle vier Jahre mittragen, indem wir unsere vermeintliche “Bürgerpflicht” erfüllen und dieses Spiel der Großen und Mächtigen mit unserem Kreuzchen auf dem Stimmzettel auch noch unterstützen.

Der amtierende US-Präsident sagte zu Beginn seiner ersten Amtsperiode, daß Deutschland ein besetztes Land sei und daß dies auch so bleiben werde.

Der Auftrag der BRD-Regierung heißt, zuerst das deutsche Volksvermögen und dann das deutsche Volk abzuwickeln (= Sequestrationsbesatzung; Sequester = Zwangsverwalter). Genau das ist es, was hier passiert. Die massenhaften “Zuwanderungen” sowie die Abschaffung der Geburtenbücher und Kataster sind nur einige Beispiele des offenkundigen Wahnsinns, der hier im Zuge der Globalisierung inszeniert wird. Kein Wunder, daß viele Menschen Angst haben. Ist Dir übrigens schon aufgefallen, daß seit einigen Monaten von den so genannten Flüchtlingsströmen überhaupt nichts mehr im Fernsehen kommt?

Wir haben gerade das alljährliche politische Sommerloch, und das wird mit aberwitzigen und abstrusen Nachrichten gefüllt, damit das gemeine Volk etwas zum Diskutieren hat und nicht auf “dumme Gedanken” kommt, wie etwa darüber nachzudenken, was um uns herum so passiert und gewisse Dinge einmal zu hinterfragen. “Nachrichten” bedeutet übrigens das, was nachgerichtet wurde. Welchen Wahrheitsgehalt die Meldungen in den Leitmedien haben, ist also mehr als fraglich. Und auch das macht vielen Menschen Unmut und Angst.

Zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden lernen

Die meisten Menschen sind jedoch schon so sehr konditioniert, daß sie zwischen Wahrheit und Lüge nicht mehr unterscheiden können. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Wahrheit ist ein Gefühl. Ob etwas wahr ist oder nicht, kannst du mit Hilfe der Weisheit Deines Körpers überprüfen, und zwar jede einzelne Aussage, die irgendjemand tätigt und jede Meldung, die du siehst oder hörst. Sicher hast Du schon einmal vom kinesiologischen Muskeltest gehört.

Nun, der kinesiologische Muskeltest ist eine wundervolle Methode, um herauszubekommen, ob mir etwas gut tut oder nicht, ob ich ein Medikament vertrage oder ob die Lebensmittel, die ich zu mir nehme, förderlich für meine Gesundheit sind, ob mir mein Nachbar wohlgesonnen ist oder nicht usw.

Das sagt aber noch nicht, wie wir am besten mit Unsicherheit und Angst umgehen können. Von Friede, Freude, Eierkuchen sind wir also immer noch weit entfernt.

Angst ist auch ein Gefühl, und zwar ein sehr mächtiges. Angst lähmt. Wer ständig in Angst lebt, ist nicht mehr in der Lage, klar zu denken und adäquate Entscheidungen zu treffen, geschweige denn klug und besonnen zu handeln. In einem meiner Beiträge habe ich bereits darüber geschrieben (“Wenn dich mal wieder die Angst packt”).

Was machen wir mit der Angst?

Ich merke bei mir selbst, daß mich die Ängste meiner Mitmenschen nicht unberührt lassen und ihre ängstlichen, ja schon fast panikartigen Befürchtungen von Terror und Krieg auch bei mir eine Wirkung erzielen. Hinzu kommt, daß ich in den letzten Tagen geradezu bombardiert wurde mit Meldungen, in denen von einem bevorstehenden 3. Weltkrieg die Rede ist. Ich muß zugeben, daß ich zeitweilig richtig Mühe damit hatte, nicht auf deren  dramatisierende Geschichten einzusteigen.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Steigen wir auf die Dramen der anderen ein, zieht uns das Lebensenergie ohne Ende! Deshalb ist es wichtig, daß wir uns selbst beobachten, was wir denken, wie wir denken, was wir fühlen, was wir sagen und was wir tun. Diese Dinge sind enorm wichtig für unser Leben im Jetzt und sie formen unsere Zukunft.

Das Gesetz der Anziehung (Resonanzprinzip)

Das, was wir heute denken, wird morgen zu unserer Realität. So funktioniert Schöpfung. Was willst Du schöpfen? Angst oder Liebe, Konflikt oder Friede?

Wenn mein Kopf voll ist mit Vorstellungen von Bedrohung und Gewalt, dann ziehe ich genau das an, was ich nicht haben will. So funktioniert das Resonanzprinzip.

Paß also bitte darauf auf, was sich in deinem Oberstübchen abspielt und was es mit Dir macht, wenn die Medien Dir wieder mal einen Floh ins Ohr setzen wollen. Steig nicht auf alles ein, was irgendwelche Politikdarsteller an geistigem Dünnpfiff von sich geben. Das ist gewollt, da steckt Methode dahinter, auch wenn Du das vielleicht nicht glauben magst. Du mußt mir auch nicht glauben. Ich fände es viel besser, wenn Du alles hinterfragen und überprüfen würdest, was Dir komisch vorkommt. Nur so stellst Du sicher, daß Dir so schnell keiner mehr ein X für ein U vormachen kann. Das ist Deine Verantwortung. Und das ist Dein Anteil an der Erschaffung einer Zukunft, die die Mehrheit der Menschen in diesem Land und auf diesem Planeten sich wünschen. 

Wie aus Angst Friede wird

Kein Fernsehen mehr gucken, keine Nachrichten mehr hören, das zieht Dich runter, macht Dich wütend, frustriert und ängstlich. Wenn morgen der Krieg ausbrechen sollte, erfährst Du es eine halbe Stunde später, na und? Bis dahin kannst Du Dich darin üben, förderliche Gedanken zu entwickeln und einmal in Dich hineinzuspüren, welche Gefühle diese Gedanken in Dir auslösen. Wenn es friedvolle und freudvolle Gefühle sind, verharre darin, so lange und so oft Du kannst. Denn was Du aussendest, kehrt in der gleichen Qualität zu Dir zurück.

Denke oder sage laut: “Ich gehe in Resonanz zur Bedingungslosen Liebe“. Dann beobachte, was passiert. Immer wenn Du im Zustand de LIEBE bist, hat die Angst keine Chance, von Dir Besitz zu ergreifen. Je öfter Du diese Übung machst, desto mehr wirst Du feststellen, welch eine kraftvolle, positive Wirkung dies hat und wie sich Dein Leben verändert.

Denke oder sage laut: “Friede sei mit Dir.” Beobachte, was es mit Dir macht.

Denke oder sage laut: “Friede sei mit mir.” Denn auch das ist wichtig. Wenn Du Frieden statt Kampf in Dir spürst, wird sich das auf Dein Umfeld und Deine Mitmenschen übertragen. So einfach geht Schöpfung. Jeder kann das tun, auch Du!

Foto: Selbstliebe

Wie Du Deine Selbstliebe (wieder) findest

Selbstliebe ist etwas ganz Natürliches. Schon Jesus sagte: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst! Er meinte damit nicht: Liebe Deinen Nächsten mehr als Dich selbst! Wer sich selbst nicht (genug) liebt, kann nicht heil werden. Wer die Interessen von anderen stets über seine eigenen stellt, verleugnet sich selbst. Das kann sogar bis zur völligen Selbstaufgabe gehen. Dieses Verhalten ist keineswegs gesund und nicht zu befürworten. Aber es kommt leider viel zu oft vor. Gewalt und Unterdrückung versetzen Menschen in Angst. Und Angst ist bekanntlich das Gegenteil von Liebe. Wie Du Deine Selbstliebe (wieder) findest, erfährst Du hier.

Fehlende Selbstliebe verhindert die Heilung

Sich selbst zu lieben, fällt vielen Menschen schwer. Wir wurden als Kinder bereits dazu erzogen, andere über uns selbst zu stellen. Im deutschen Sprachgebrauch gilt es als höflich, die andere Person zuerst zu nennen, so heißt es beispielsweise “…meine Schwester und ich…” oder  “…mein Freund und ich…” Im Englischen ist das ganz anders, dort heißt es “…me and my parents…” (ich und meine Eltern) oder “… me and my husband…” (ich und mein Ehemann) usw. Ich weiß nicht, wie es sich mit anderen Sprachen verhält. Jedenfalls drückt die Nennung der eigenen Person vor der anderen ein gewisses Selbstbewusstsein aus.

Was aber, wenn ein Mensch misshandelt, herabgewürdigt und gedemütigt wird, z. B. durch Folter, sexuelle Übergriffe oder Psychoterror? Die körperlichen Wunden heilen vielleicht mit der Zeit, aber was ist mit den seelischen Wunden? Wenn diesem Menschen obendrein das Gefühl vermittelt wird, er sei an seiner Situation doch selbst schuld, kann dies dazu führen, dass die Selbstliebe auf ein Minimum schwindet oder sogar ganz auf der Strecke bleibt.

Menschen, die nicht über genügend Selbstbewusstsein bzw. Selbstliebe verfügen, sind leichter verwundbar. Deren Selbstwertgefühl wird mit einem Mal schwer erschüttert und leidet massiv unter der körperlichen und/oder psychischen Misshandlung.

Es lohnt sich aber, nach einem traumatischen Erlebnis – auch nach mehreren traumatischen Erfahrungen – Dein Selbstwertgefühl wieder aufzubauen und an der Wiederherstellung Deiner Selbstliebe zu arbeiten, denn

  • Du hast ein Recht darauf, dass die Verletzung aufhört!
  • Du hast ein Recht darauf, Dich selbst achten und lieben zu dürfen!
  • Du hast ein Recht darauf, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen!

Und zwar einzig und allein aus dem Grund, weil Du hier bist.

Selbstliebe kann man lernen

Wie Du Selbstliebe (wieder) lernen kannst, möchte ich Dir nachfolgend zeigen. Es ist nämlich so, dass Du – egal wie alt Du inzwischen bist – lernen kannst, Dich selbst zu achten und zu lieben. Das braucht vielleicht ein wenig Zeit, vielleicht auch viel Zeit, aber es ist machbar!

Wenn die Liebe (wieder) Teil Deines Bewusstseins geworden ist, kannst Du an Deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Die Liebe ist der Grundstein dafür.

Liebe ist eine Himmelsmacht

Werde zu dem, was Du haben möchtest. Willst Du mehr Liebe in Dein Leben ziehen, so musst Du diese Qualität in Dir erzeugen und damit einen Resonanzkörper bilden. Du hast keine Liebe in Dir, sie ist abgestorben, meinst Du?

Da muss ich Dir entschieden widersprechen: Du hast sehr wohl Liebe in Dir. Du bist Liebe! Dass Du sie momentan nicht so recht wahrnehmen kannst, liegt daran, dass sie überlagert ist von anderen Qualitäten, die sich in den Vordergrund gedrängt haben, z. B. Schrecken, Wut, Trauer etc.

Liebe ist die stärkste Macht im Universum. Unser natürlicher Zustand ist es, entspannt, friedvoll und in der Liebe zu sein. Kein Baby kommt böse, berechnend oder korrupt auf die Welt.

Du bist ein liebenswerter Mensch. Du bist es wert, geliebt zu werden. Einfach so, weil es Dich gibt. Liebe ist nichts, was man sich verdienen muss. Liebe ist immer da. Sie ist allumfassend und bedingungslos. Es ist genug Liebe für alle da. Liebe kann niemals zur Neige gehen. Bedingungslose Liebe ist eine unversiegbare Quelle und erschafft sich aus sich heraus immer wieder neu.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der menschlichen Liebe, die aus dem Ego kommt, die allzu gerne instrumentalisiert wird, an Bedingungen geknüpft ist und mit der Abhängigkeiten geschaffen werden, z. B.:

“Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann würdest du…” oder

“Wenn du aufhörst zu weinen, hat Mami dich wieder lieb” usw.

Diese Manipulationen sind emotionale Erpressung und haben mit LIEBE nicht das Geringste zu tun! LIEBE bedeutet, jemanden auch dann zu akzeptieren, wenn er gerade nicht das tut, was ich von ihm erwarte oder wenn er nicht so aussieht, wie ich ihn gerne hätte. Und was für die Liebe zu anderen gilt, gilt auch für die Liebe zu mir selbst. Selbstliebe heißt, mich so anzunehmen, wie ich bin, mit all meinen Unzulänglichkeiten und Spleens, mit Bierbauch, Rettungsringen, Haarausfall, Hängebrüsten und schlechter Laune.

Es ist paradox, aber wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, kann ich mich verändern.

Carl Rogers (1902-1987)

Wenn ich mich selbst, mein Kind, meinen Mann, meinen Lehrer etc. so akzeptiere, wie sie sind, ohne sie verändern zu wollen, dann passieren Wunder.

Veränderung kann also nur geschehen, wenn wir lernen, uns und alles um uns herum so zu lieben, wie es ist. Eine wahrlich große Herausforderung in einer Welt, die wir in Gut und Böse eingeteilt haben, nicht wahr? Wenn Du nicht weißt, wie Du das machen kannst, wenn der Zugang zu Deinem Herzen – aus welchen Gründen auch immer – versperrt ist, kommt hier eine kleine Übung mit großer Wirkung, die Dich in Kontakt mit der Bedingungslosen Liebe bringt.

Kontakt mit der Bedingungslosen Liebe

Sorge dafür, dass Du für einige Minuten ungestört bist. Mache es Dir bequem. Setze oder lege Dich hin. Nimm ein paar Atemzüge und beobachte Deinen Atem, wie er durch Deinen Körper strömt. Du musst ihn nicht beeinflussen, lass ihn einfach kommen und gehen. Lass auch Deine Gedanken kommen und wieder gehen.

Jetzt sprich Deine Absicht aus, in Kontakt mit der Allumfassenden bzw. Bedingungslosen Liebe zu kommen (in Gedanken oder laut):

“Ich gehe in Kontakt zur Allumfassenden Liebe” oder

“Ich schwinge mit der Bedingungslosen Liebe”.

Hilfreich ist die Vorstellung, dass du LIEBE einatmest, verbunden mit der Affirmation:

“Ich atme Bedingungslose Liebe ein” oder

“Ich lade die Bedingungslose Liebe in mein Leben ein, sie durchströmt meinen Körper, meinen Geist und meine Seele”.

Im Idealfall geht Dir jetzt das Herz auf und Du spürst ein Wohlgefühl in Deiner Brust. Wenn Du nicht gleich etwas spürst, mach Dir nichts daraus, Deine Absicht genügt. Sei Dir dessen gewiss, dass Du in Kontakt mit der LIEBE bist und Deine Schwingungen sich erhöhen. Bedenke, dass die traumatische Energie, die vielleicht noch in deinem Nervensystem gebunden ist, sich erst lösen muss. Mit dieser Übung wird Dir dies nach und nach gelingen.

Vielleicht spürst Du aber auch schon beim ersten Mal, dass Dein Herzzentrum (Herz-Chakra) sich weitet und Du ein angenehmes Gefühl von Wärme, Leichtigkeit oder Freude wahrnimmst, und sei dieses Gefühl auch noch so klein. Nimm es wahr und würdige es. Mache diese Übung immer wieder, am besten jeden Tag, gerne auch mehrmals am Tag. Nach einer Weile musst Du Dich dazu nicht mehr zurückziehen oder hinlegen. Du kannst jederzeit und überall mit der Bedingungslosen Liebe in Kontakt gehen. Die Übung dauert nur ein paar Sekunden oder Minuten. Dein Gedanke, in Resonanz mit der Bedingungslosen Liebe zu gehen oder die Vorstellung, LIEBE einzuatmen, genügt.

Wenn du möchtest, kannst Du mit der Zeit die Meditation noch erweitern:

Nimm das Wohlgefühl war, das sich einstellt, wenn Du in Kontakt mit der Bedingungslosen Liebe bist. Spüre, in welchen Regionen im Körper Du es fühlst. Genieße es. Hat es eine Form oder eine Farbe? Lass dieses Wohlgefühl größer werden und sich richtig in Dir breit machen. So groß, dass es Deinen ganzen Körper durchdringt. Und noch größer, so groß, dass es über Deinen physischen Körper hinausgeht. Noch größer, so groß, dass es den Raum, in dem Du Dich befindest, ausfüllt. Dann noch größer, so groß, dass es das Haus, in dem du wohnst, ausfüllt. Und nochmal größer, so groß, dass es die Stadt, in der du lebst, erwärmt. Nun, kannst du das Wohlgefühl noch größer werden lassen? So groß, dass es das ganze Land umschließt, den Kontinent, die Erde?

Übung macht den Meister!

Neue Erkenntnisse wollen nicht nur bestaunt, sondern auch trainiert werden. Nur so können wir sie in unseren Alltag integrieren, so können sie wirken und unser Leben angenehmer machen. Und die nächste Gelegenheit zum Üben kommt bestimmt. In Kontakt mit der Liebe zu sein, ist das Wichtigste bei Deinem inneren Friedensprozess.

Auf der Netzseite Hopeful-Wounds gibt eine Betroffene von sexualisierter Gewalt Überlebenstipps für dunkle Stunden. Diese Überlebenstipps sind für alle Menschen mit traumatischen Erfahrungen wertvoll, nicht nur für Opfer sexualisierter Gewalt. Wenn Dein Selbstwertgefühl – durch wen oder was auch immer – in Mitleidenschaft gezogen wurde und Du einen Weg zurück ins Lebens suchst, wirf einen Blick auf diese Seite.

Buchtipp:
Der achtsame Weg zur Selbstliebe:
Wie man sich von destruktiven Gedanken und Gefühlen befreit (Christopher Germer, 2011)

Leere Bank - Einsamkeit

Warum heuchelst Du Lebenslust, obwohl Du einsam bist?

Würdest Du einem fremden Menschen gegenüber zugeben, dass Du Dich einsam fühlst? Warum glauben wir, uns verstellen zu müssen, wenn wir jemanden kennenlernen wollen? Warum gehen wir davon aus, jemanden nur dann für uns gewinnen zu können, wenn wir uns als “toller Hecht” oder “starke Powerfrau” präsentieren? Warum heucheln wir Lebenslust, obwohl wir einsam sind?

Viele Menschen sind einsam – zu viele

Norman und Magde sind vor einigen Tagen in Jaipur angekommen und wohnen im gleichen Hotel. Beide sind im gesetzten Alter und Singles. Beide hoffen, auf ihre “alten Tage” in Indien noch ein klein wenig Glück zu finden.

Eines Abends sitzt Norman in der Lounge eines schicken Hotels im gleichen Ort. Da taucht Magde plötzlich auf, die ebenfalls auf Streifzug ist, entdeckt Norman und setzt sich zu ihm. Dem gefällt das nicht sonderlich, und er bedeutet Magde, dass sie ihm gerade die Tour vermasselt. Denn die Lady dort an der Bar sehe ihn dauern an. “So, wie man ein Museumsstück ansieht”, gibt Magde spöttisch zurück.

“Warum spotten Sie?”, fragt Norman enttäuscht. “Ich möchte mich nur wieder jung fühlen, spüren, dass ich gebraucht werde, so wie ich andere brauche, und sei es nur für eine Nacht – eine wundervolle Nacht. Sie kennen dieses Gefühl doch auch?”

Magde versteht und arrangiert mit weiblichem Geschick die Zusammenkunft von Norman und der Lady an der Bar. Ihr Name ist Carol. Sie möchte wissen, was Norman so treibt. Er stammelt etwas von Import-Export-Geschäften und versucht krampfhaft, lustig und locker zu sein. Seine Bemerkungen Carol gegenüber sind allerdings so plump und sein Lachen so aufgesetzt, dass es Magde alsbald zu viel wird und sie unter einem Vorwand das Weite sucht.

Das Gespräch zwischen Norman und Carol wird immer holpriger. Beide wissen nicht recht, was sie noch sagen sollen und schweigen betreten. Carol fühlt sich sichtlich unwohl und will die Situation verlassen: “Wissen Sie, unsere kleine Plauderei war sehr nett, nur…”

“Nein, war sie nicht”, erwidert Norman und ärgert sich über sich selbst.

“Nein, war sie nicht”, gibt Carol zu, “aber ich muss jetzt wirklich gehen”.

“Hören Sie, Carol, können wir die ganze Heuchelei nicht lassen und nochmal anfangen? Ich bin nicht charmant oder besonders schlagfertig…” Nach einer kleinen Pause blickt er ihr ins Gesicht und offenbart ihr mit ruhiger, fester Stimme: “Mein Name ist Norman – und ich bin einsam.” —

“Mein Name ist Carol, und ich bin es auch.”

Was glaubst Du, wie die Geschichte weitergeht? Nun, wenn Du den Film “Best Exotic Marigold Hotel” gesehen hast, dann weißt Du es. Und wenn nicht, hast Du vielleicht Muße, darüber nachzudenken, wie es wohl sein könnte.

Was tust Du, wenn Du einsam bist?

Wie gehst Du mit Einsamkeit um? Ziehst Du Dich zurück und versinkst in Traurigkeit, Selbstmitleid und Lethargie? Oder bist Du eher daran interessiert, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beenden?

Frauen haben meist eine beste Freundin, die sie anrufen. Männer  gehen vielleicht mit ihrem besten Freund oder Kumpel ein Bier trinken. Aber nach dem Telefonat und nach dem Kneipenbesuch sind beide wieder alleine. Und dann kommen die Gedanken zurück und drehen ihre Runden, immer und immer wieder. Doch damit ist es natürlich nicht getan. Das Gefühl der Einsamkeit ist so erdrückend.

Wenn Du jung bist, kommst Du damit vielleicht eine Zeitlang klar. Irgendwann kommt schon der Richtige oder die Richtige. Aber wenn Du im fortgeschrittenen Alter bist, sinken die Chancen, nochmal jemanden kennenzulernen, der sich für eine Beziehung eignet. Man selbst ist vielleicht auch nicht mehr so flexibel. Nicht jeder gibt sich mit einem One-Night-Stand zufrieden, aber viele wären schon glücklich, nur eine Nacht mit jemandem zu verbringen und das Gefühl zu haben, doch noch begehrenswert und liebenswert zu sein. Nähe, Intimität, Geborgenheit, Wärme und Haut-an-Haut-Gefühl sind nicht nur was für junge Leute, sondern erst recht auch für Ältere. Denn die haben das oft jahrelang vermisst.

Bist Du bereit, die Maske fallen zu lassen?

In der Geschichte von Norman und Carol hat mich am meisten beeindruckt, dass Norman sich getraut hat, sein Befinden anzusprechen. Als er mit dem Rücken an der Wand stand und seine Chancen bei Carol endgültig zu schwinden drohten, als er merkte, dass das alte Konzept nicht mehr funktioniert, konnte er plötzlich seine Maske fallen lassen und sich so zeigen, wie er ist. Er entspannte sich total, und auch Carol konnte sich nun entspannen. Wie wundervoll. Das ist die Basis für einen Neuanfang – Offenheit und Ehrlichkeit.

Ich finde es ziemlich merkwürdig und frage mich, warum wir es offensichtlich nötig haben, andere zu manipulieren, in dem wir etwas heucheln, was gar nicht vorhanden ist. Aber irgendwann kommt die andere Seite von uns ja sowieso zum Vorschein. Doch meist haben wir dann unsere Partner schon sicher oder glauben es zumindest.

Der erste Eindruck ist nicht mehr zu korrigieren, so heißt es jedenfalls. Aber die Geschichte von Norman und Carol zeigt, dass das nicht stimmt. Der erste Eindruck ist sehr wohl zu korrigieren. Der Punkt ist, dass wir oft keine zweite Chance dafür bekommen.

Ist es nicht seltsam, dass wir die gleichen Muster immer wieder abfahren? Und es funktioniert auch jedes Mal aufs Neue – jedenfalls eine Zeitlang. Vielleicht braucht man ein gewisses Alter oder viel Lebenserfahrung, um damit aufhören zu können. Was denkst Du?

Das Bewusstsein unserer eigenen Endlichkeit lässt uns anders handeln

Wie würde Norman wohl als jüngerer Mensch – sagen wir im Alter von 25 oder 35 gehandelt haben? Ob er genau so ehrlich gewesen wäre und zugegeben hätte, dass er sich einsam fühlt? Ich glaube nicht. Ich glaube, es ist das Bewusstsein unserer eigenen Endlichkeit, das uns im Alter direkter, ehrlicher und zielstrebiger werden lässt, wenn wir etwas erreichen oder haben wollen.

Mit 20 halten wir uns für unsterblich und glauben, wir haben alle Zeit der Welt. Aber dann sind wir auf einmal nicht mehr 20, sondern 50, 60, 70 oder noch älter. Da ist für pubertäres Geplänkel und sinnloses Drumherum keine Zeit. Da packt man die Gelegenheit beim Schopf, da kommt man auf den Punkt. Schließlich will man noch etwas voneinander haben, und man weiß nie, wie lange es noch geht, nicht wahr? Das weiß man mit 20 zwar auch nicht, aber in dem Alter denkt man noch nicht an sein irdisches Ende.

Nicht, dass ein Kennenlernen im Alter nicht verspielt, romantisch und nett sein kann, aber es hat eine andere Qualität als in jüngeren Jahren. Wenn wir erkannt haben, dass wir uns selbst und anderen nichts mehr beweisen müssen, brauchen wir uns auch nicht mehr zu verstellen. Wir können uns so geben, wie wir sind – und das ganz locker und selbstbewusst.

Mein Tipp:

Wenn Du einsam bist und daran etwas ändern willst, finde einen Menschen, dem Du das mitteilen möchtest (auf welchem Weg auch immer). Jemanden, der das versteht. Vielleicht jemanden, dem es genauso geht. Es kann ein bekannter Mensch sein oder auch ein ganz fremder. Das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass Du Dir bewusst machst, was Dich bewegt. Hör auf, so zu tun, als sei alles in Ordnung. Es ist keine Schande, einsam zu sein. Es gibt unzählige Menschen, die sich einsam fühlen, die sich – genau wie Du – nicht trauen, das zuzugeben und glücklich wären, wenn sie jemanden wie Norman oder Carol treffen würden.


Filmtipp:


Best Exotic Marigold Hotel (2012)

Der Film ist ein Plädoyer für das Alter und das Altern…

Kaktus- Symbol für Resilienz

Resilienz: 7 Geheimnisse seelischer Abwehrkräfte

Verlierst Du in kritischen Situationen leicht die Nerven? Fühlst Du Dich schnell überfordert? Konflikte sind für Dich der Horror? Du bist schnell gereizt, wenn nicht alles glatt läuft? Unvorhergesehene Dinge bereiten Dir immensen Streß? Ein kleiner Streit mit Deinem Partner versaut Dir das ganze Wochenende? Dann solltest Du Deine seelische Widerstandsfähigkeit ausbauen. Resilienz heißt das Zauberwort… ganzen Artikel lesen

Gemütlich auf dem Sofa mit Tee und gutem Buch

Mach es Dir in Dir selbst gemütlich

“… mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst Du die Sorgen und den Alltag weg…” – singt Balu der Bär im Dschungelbuch. Wir singen ein Prosit der Gemütlichkeit, wenn wir eine schöne Zeit mit netten Menschen verleben. Gemütlichkeit ist doch was Herrliches, oder? Aber was ist denn eigentlich Gemütlichkeit? Und was bedeutet es, in sich selbst zuhause zu sein, in sich zu ruhen? Könntest Du das auf Anhieb sagen, wenn Dich jemand fragt? …ganzen Artikel lesen

Stand up for your needs – für Deine Bedürfnisse einstehen

Seine Bedürfnisse zu kennen ist das eine, sie zu äußern das andere. Aber für die Befriedigung seiner Bedürfnisse einzustehen und sie durchzusetzen, ist nochmal ein Zacken schärfer.

Kennst Du Deine Bedürfnisse?

Damit meine ich nicht das Verlangen nach etwas, was Dir kurzfristig Befriedigung verschafft und danach immer und immer wieder erzeugt werden muß, um die Leere in Dir zu füllen.

Ich meine echte Bedürfnisse, wie z. B. das Bedürfnis nach Ruhe, das Bedürfnis nach Ordnung oder das Bedürfnis nach Sicherheit.

Ich treffe mich einmal im Monat mit ein paar Berufskolleginnen. Wir sind alle etwa im gleichen Alter und jede von uns hat mit kleineren und größeren Hürden im Leben zu kämpfen. Bei unseren Treffen sprechen wir über unsere beruflichen und privaten Erfolge und Mißerfolge und beratschlagen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.

Meist kristallisiert sich im Laufe des Abends ein bestimmtes Thema heraus, über das sich dann angeregt ausgetauscht wird. Ich nehme aus unseren Gesprächen oft interessante Impulse und neue Sichtweisen mit, die ich dann die Tat umsetze. Na ja, zumindest versuche ich es. Gestern ergab sich das Thema “Für seine Bedürfnisse einstehen”.

Das Bedürfnis nach Ordnung und Orientierung

colorful-1172727_640Anke erzählte uns dabei die Geschichte von einer Weiterbildung, die sie vor einigen Jahren machte. Diese Weiterbildung gliederte sich in verschiedene Module. Und in jedem neuen Modul kamen neue Teilnehmer hinzu.

Die “alten” Teilnehmer hatten bereits ihre festen Sitzplätze mit den dazugehörigen Sitznachbarn. Und jedes Mal, wenn ein neues Modul begann, setzten die Neuen sich einfach auf den Platz, der ihnen gerade gefiel, und die ganze Sitzordnung geriet durcheinander.

Anke kam an diesem Tag ein paar Minuten zu spät zum Unterricht, und wie der Teufel es will, saß auf ihrem Stammplatz ein Mann. Er hatte eine Managerposition inne und war es gewohnt, Anweisungen zu geben. Anke schaute sich kurz im Raum um und bemerkte, daß die Sitzordnung völlig durcheinander war. Jeder, auch die alten Teilnehmer, saß auf einem anderen Platz als beim letzten Ausbildungsmodul.

Du sitzt auf meinem Stuhl

Anke war nicht auf den Mund gefallen, ging zu dem Mann und sagte zu ihm: “Das ist mein Platz, Du sitzt auf meinem Stuhl.” Der Mann schaute sie amüsiert an und meinte nur, sie könne sich ja da vorne in die erste Reihe setzen, da sei ja noch was frei.

Anke bestand jedoch darauf, daß sie auf ihrem Platz sitzen konnte. Ihre beiden Sitznachbarn saßen auch nicht mehr dort, wo sie sonst gesessen hatten. Die anderen Teilnehmer/innen und die Dozentin waren sichtlich genervt von Ankes Beharrlichkeit und meinten, ihr Verhalten sei überzogen. Aber Anke war es nunmal wichtig, daß sie in einer Weiterbildung auf ihrem festen Platz sitzen kann mit den Sitznachbarn, die sie gerne neben sich hat. Es ist ja auch eine Frage der Sympathie und auch der Energie. Man will nicht jeden neben sich sitzen haben und will auch nicht neben jedem sitzen. Und wenn man den ganzen Tag in einer Weiterbildung verbringt, ist es schon wichtig, eine gewisse Ordnung (in diesem Fall Sitzordnung) einzuhalten. Sonst sucht jeden Tag jeder einen neuen Platz. Das war für Anke ein absolutes No-Go. Und dies machte sie auch deutlich.

Stand up for your needs – für Deine Bedürfnisse einstehen

Der Typ auf ihrem Platz schien sichtlich darüber amüsiert zu sein, wie Anke sich ereiferte und immer aufgeregter wurde. Auch die anderen Teilnehmer/innen machten inzwischen ihre Bemerkungen. Aber unsere Anke stand hinter dem Stuhl, auf dem der Typ saß und sagte zu ihm: “Ich bleibe so lange hinter Dir stehen, bis Du aufstehst.”

chaos-485493_640Das imponierte ihm wohl, denn er war es als Manager nicht gewohnt, dass ihm jemand derartig Paroli bot. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Typ stand tatsächlich auf und räumte Ankes Platz.

Doch nicht nur das, plötzlich gab es eine Heidenunruhe im Raum, weil die anderen Teilnehmer auch auf ihre angestammten Plätze wollten, besonders die beiden Kollegen rechts und links von Anke, mit denen sie von Anfang an zusammengesessen hatte.

Nachdem dann jeder seinen neuen bzw. alten Platz eingenommen hatte, konnte der Unterricht endlich beginnen.

Für seine Bedürfnisse einzustehen lohnt sich

Doch glaube bitte nicht, lieber Leser, dass Anke sich bei dieser Aktion wohlgefühlt hätte. Ganz im Gegenteil. Sie fühlte sich sehr alleine gelassen und raunte sogar noch ihre beiden Sitznachbarn an, warum sie ihr ihre Plätze nicht freigehalten hatten. Die ganze Aktion war sehr unschön und war ihr auch sichtlich peinlich. Man sprach noch zwei Tage lang darüber. Anke entschuldigte sich bei den Teilnehmern für die Umstände, machte aber unmißverständlich klar, worum es ihr ging und warum ihr dies so wichtig war.

Das Ende vom Lied war: Am nächsten Tag gaben die anderen Teilnehmer zu, daß Anke genau richtig gehandelt hatte. Sie hatten sich zwar fürchterlich geärgert, aber nicht über Ankes Verhalten, sondern mehr darüber, daß sie selbst nicht den Mumm gehabt hatten, für ihre Bedürfnisse einzustehen. Viele Teilnehmer bestätigten, daß sie auch gerne auf ihrem alten Platz gesässen hätten, aber als die Neuen diese besetzt hatten, hätten sie sich eben gefügt.

Man könnte jetzt denken, dass Anke wohl etwas engstirnig, kleinkariert oder gar rücksichtslos sei. Aber weit gefehlt. Sie ist eine Frau mit einem herrlichen Humor, die in schwierigen Konfliktsituationen total souverän reagieren kann. Und wenn es um Bedürfnisse geht, die ihr absolut wichtig sind, benennt und erklärt sie das glasklar und steht dafür ein.

Wer kann das schon von sich behaupten? Kannst Du für das, was Dir wichtig ist, einstehen und es durchsetzen? Nicht mit Gewalt, sondern mit Überzeugungskraft.

Mut kostet Kraft

stone-538794_640Viele nehmen sich heutzutage rücksichtislos, was sie haben wollen, ohne darüber nachzudenken, was das für Konsequenzen haben könnte und ob sie andere damit vor den Kopf stoßen, so wie die neuen Teilnehmer in Ankes Kurs.

Da war es gut und richtig, dass Anke deutlich gemacht hatte, daß das so nicht geht.

Allerdings kostete sie diese Aktion ganz schön viel Kraft. Es war ihr keineswegs einerlei, dazustehen und ihre Position zu verteidigen, während alle sie anstarrten und die ganze Aufmerksamkeit auf ihr lag. Aber es mußte sein, und im Endeffekt bekam sie von den anderen die Bestätigung dafür.

Der Typ, mit dem sie sich um ihren Platz stritt, ist Anke ein guter Freund geworden. Die beiden verstehen sich super und kommen bestens miteinander aus.

Was lernen wir daraus?

cloud-705732_640Wenn Du Deine Bedürfnisse und Motive klar und nachvollziehbar zum Ausdruck bringst, gibst Du anderen die Möglichkeit, Dich besser zu verstehen und sich entsprechend zu verhalten. Menschen brauchen Orientierung und klare Ansagen. Damit fahren sie am besten. Leider können nur wenige solche klaren Ansagen machen, ohne anderen damit Schaden zuzufügen.

Und es braucht Mut, sich gegen die versammelte Mannschaft zu stellen und sich zu behaupten. Doch bei Anke hat es zum Erfolg geführt, und für die anderen war es auch nicht zum Nachteil.

“Die Gewohnheit des Denkens sagt nichts über dessen Richtigkeit aus.”

– Thorwald Dethlefsen –

Echte Freunde

“Echte Fründe ston zesamme,
ston zesamme su wie eine Jott un Pott.
Echte Fründe ston zesamme,
eß och dih Jlöck op Jöck un läuf dir fott.
Fründe, Fründe, Fründe en dr Nut,
jon´er hundert, hundert op e Lut…” (Übersetzung am Ende des Artikels)

Ja, ja, ich weiß: Karneval ist vorbei. Der Aschermittwoch hat die närrische Zeit beendet und die Fastenzeit eingeläutet. Trotzdem möchte ich heute dieses Kölsche Lied  der Höhner zitieren, das nicht nur zur Karnevalszeit hochaktuell ist, sondern jeden Tag im Jahr. Denn in der Not kann man gute Freunde immer gebrauchen, gell. Leider gibt es so wenige davon, ich meine, die echten! Manchmal sonnen sich andere einfach nur in unserem Licht oder heften sich an uns wie die Schmeißfliegen, und wenn’s dann mal brenzlig wird, schwirren sie davon, wie selbige. Echte Freunde sind mit Gold nicht aufzuwiegen…

Was macht für Dich eine echte Freundschaft aus?

Tust Du Dich schwer mit dem Begriff Freundschaft? Warum nennt man den einen Freund und der andere, mit dem man viel mehr und öfter zu tun hat, ist ‘nur’ ein Bekannter?

Wie viele Menschen gibt es, die Du Freunde nennst? Nein ich meine nicht Deine Facebook-Freunde und nicht Deine Kumpel, auch nicht die guten Bekannten oder die alten Bekannten. Eine Thekenbekanntschaft ist kein Freund. Obwohl natürlich aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft werden kann.

Wie genau definierst Du Freundschaft? Wann darf sich jemand Dein Freund oder Deine Freundin nennen?

Mein Lebensgefährte hat einen Freund, mit dem er seit der 3. Klasse befreundet ist. Die beiden haben ihre Kindheit und Jugend miteinander verbracht, haben (Liebes-)Kummer und Freude geteilt, sind zusammen mit einer alten Rostlaube nach Paris gefahren, haben geheiratet, Trauzeugen und Patenschaften übernommen und was man halt so macht als Freunde. Heute sind beide über 60 und  immer noch befreundet. Die gemeinsamen Unternehmungen sind weniger geworden, man sieht sich nicht mehr so oft wie früher, aber es wird mindestens zweimal im Monat miteinander telefoniert. Wenn wir zusammen sind, werden die alten Geschichten von früher erzählt, und wir schmeißen uns jedesmal weg vor Lachen. Einmal hat mein Lebenspartner sogar für seine Freunde, die in Not waren, seinen Job gekündigt, weil der Chef ihm keinen Urlaub geben wollte, um zu ihnen zu fahren und ihnen zu helfen.

Ich habe eine Freundin, die ich nur sehr unregelmäßig sehe und spreche. Da ich in Berlin wohne und sie am Bodensee, telefonieren oder skypen wir meistens miteinander. Ich nenne sie Freundin, weil ich mit ihr meine tiefsten Gedanken teile und sie die ihren mit mir. Sie ist meine Freundin, weil sie mir keinen Schmu um die Backe streicht, sondern mir die Wahrheit knallhart ins Gesicht sagt (liebevoll, aber unverblümt). Wir hauen uns unsere Wahrheiten um die Ohren. Wir bauen uns gegenseitig auf und wachsen aneinander und miteinander. Manchmal sprechen wir uns viele Monate (zuletzt sogar über ein Jahr) nicht. Und dennoch ist es so, als hätten wir uns gestern erst gesehen. Wir haben eine tiefe Herzensverbindung, ich würde sogar sagen, Seelenverbindung.

Für mich hat eine Freundschaft nichts damit zu tun, wie oft man sich sieht, spricht oder wie oft man miteinander ausgeht. Freundschaft heißt für mich, da zu sein. Ich weiß, dass meine Freundin vom Bodensee da ist. Und ich bin auch da, nicht nur für sie , auch für andere Menschen, mit denen ich befreundet bin und die ich lange nicht gesehen habe. Da sein bedeutet nicht, an einem bestimmten Ort zu sein. Verstehst Du, was ich meine?

“Wenn ein Schicksalsschlag dich trifft,
musst du einen Freund haben,
dem du trauen und auf den du bauen kannst.”

(Mr. Hobbs in “Der kleine Lord”)

Hast Du eine Freundin oder einen Freund, die Du nachts um drei anrufen kannst, wenn es sein muss? Gibt es Menschen, die Dich nachts um drei anrufen können?

Jemanden zu haben, bei dem man sich ausweinen und bei dem man sich Erdrückendes von der Seele reden kann, hat etwas unglaublich Entlastendes und Befreiendes. Das offene Ohr eines Freundes bei einem Glas Bier bewirkt manchmal mehr als ein Gespräch bei einem Therapeuten. Es muss auch nicht immer gleich eine Lösung her, zuhören reicht oft schon.

Der Begriff “Freund” oder “Freundin” wird teilweise sehr lax verwendet. Und obwohl ich nicht jeden meinen Freund nennen würde, ist es bei mir dennoch so, dass sich Begriffe wie “Freunde oder Freundschaft” irgendwie aufzulösen scheinen. Sie haben für mich nicht mehr diesselbe Bedeutung wie früher. Ich merke, dass, je mehr ich in mir zuhause bin, ich gar keine Freunde mehr habe. Das klingt seltsam und widersprüchlich, nicht wahr? Und doch fühlt es sich total richtig an. Denn das Gefühl, dass ich in mir habe, geht über Freundschaft weit hinaus. Es ist ein Gefühl von bedingungsloser Annahme, von Liebe zu allem was ist. Es gelingt mir nicht immer, dieses Gefühl über mehrere Stunden oder gar einen ganzen Tag zu halten. Aber ich rufe es mir immer wieder in Erinnerung und übe und übe und übe… Smily-rot

Hier eine kleine Übung für Dich. Beantworte Dir selbst einmal folgende Fragen:

Wen liebst Du?
Wer darf Dich lieben?
Wofür bist Du dankbar?
Wem vertraust Du?
Kannst Du Dich selbst lieben?


Wenn Du nicht aus dem Rheinland kommst oder des Kölschen Dialektes nicht mächtig bist, hier eine Übersetzung und Erklärung des Refrains von “Echte Fründe”:

Echte Freunde halten zusammen,
halten zusammen wie ein Gott und Pott (urkölsches Familiencredo: Wir beten zu einem Gott und essen aus einem Topf; Abk. ‘Jott un Pott’)
Echte Freunde halten zusammen,

ist auch dein Glück unterwegs und läuft dir fort.
Freunde, Freunde, Freunde in der Not,
gehen hundert, hundert auf ein Lot…
(Lot = alte Gewichtseinheit, ca. 14 – 18 g. Bedeutung: Die Freundschaft von 100 “Freunden” wiegt gerade mal so viel wie 1 Lot, d. h. es bleiben Dir in der Not nicht viele Freunde übrig. Wenn Du Glück hast, gerade mal einer, und das ist dann eben ein echter Freund.)

Angst frisst die Seele auf: Warum Bewusstseinsarbeit so wichtig ist

Angst ist eine starke negative Kraft. Angst lähmt. Angst wirkt zerstörerisch.  Aus Ängsten entwickeln sich Minderwertigkeitskomplexe, Depressionen, Panik und Phobien. Angst bringt die meisten Menschen dazu, falsche Entscheidungen zu treffen. Aus Angst treffen Menschen oft gar keine Entscheidung. Das führt dazu, daß die meisten im Leben nicht richtig weiterkommen, resignieren, zuerst ihre Träume und schließlich sich selbst aufgeben.

Angst frisst die Seele auf

In meinem Blog-Beitrag “Wenn Dich mal wieder die Angst packt” habe ich bereits über die Entstehung von Ängsten geschrieben und wie sie sich auf unser Leben auswirken. Angst ist für die Machthaber dieser Welt der wichtigste Kontrollmechanismus, um Menschen, Gemeinden, ja ganze Völker in Unwissenheit und Sklaverei zu halten.

Wenn Du denkst, daß ich übertreibe, dann schau Dir die Weltgeschichte einmal an (nein, ich meine nicht die herkömmlichen Geschichtsbücher, darin wirst Du die Wahrheit nicht finden). Du mußt schon hinter die Kulissen schauen, jenseits des Mainstreams, und Dir Deine eigene Meinung bilden.

“Die Herrschenden haben uns intelligent genug gemacht, damit wir uns selbst versklaven, jedoch nicht intelligent genug, das auch zu erkennen.”
– Daniel Prinz –

Um zu erkennen, was hier läuft, wie und warum wir in Angst und Knechtschaft gehalten werden, ist es wichtig, ja so gar unabdingbar, daß wir über unseren Tellerrand hinausschauen und unser Bewußtsein erweitern. Das bedeutet unter anderem, daß wir die Dinge hinterfragen, die uns täglich geschehen. Warum müssen wir zum Beispiel für alles bezahlen? Wo wir doch angeblich als freie Menschen geboren werden und uns Lebensmittel und Waren kostenlos zur Verfügung stehen müßten? Hast Du Dich das jemals gefragt? Wer profitiert davon, daß Du und ich für alles, ja wirklich für alles bezahlen müssen, während die Machtelite niemandem Einblick in ihre Finanzen gewähren muß, wie zum Beispiel der Vatikan?

Nun, um das zu ergründen, müßte ich einen sehr großen Sprung machen, der einige tausend Jahre zurückgeht, als nämlich die ersten Geldverleiher die Szenerie betraten und der Zins und Zinseszins erfunden wurde. Zurück in eine Zeit, in der Herrscher auf ihren Raub- und Eroberungszügen ganze Landstriche verwüsteten und abertausende von Menschen den Tod fanden. Und zurück in die Zeit, in der die klassische Sklaverei abgeschafft und stattdessen die Lohnarbeit eingeführt wurde = moderne Sklaverei.

Aber ich will das hier gar nicht ausschmücken. Dazu kannst Du Dich selbst belesen, wenn es Dich denn wirklich interessiert. Das Internet ist voll von Informationen diesbezgülich.

Menschen haben vor vielem Angst, z. B. vor Jobverlust und damit einhergehenden finanziellen Einbußen, Angst vor Gesichtsverlust, Angst, nicht anerkannt zu werden, nichts wert zu sein uvm.

Du mußt Dein Bewußtsein erweitern, wenn Du (wieder) in Deine Kraft kommen willst.

Warum ist dies so wichtig?

Das nachfolgende Schautafel zeigt die verschiedenen Bewußtseinsebenen von David R. Hawkins, einem amerikanischen Arzt, Bewußseinsforscher und spirituellen Lehrer.

Hawkins’ Hauptanliegen war die Förderung der Spiritualität im Menschen. Nach seiner Erfahrung ist spirituelles Wachstum das grundlegendste und tiefgreifendste Mittel zur Linderung von Leid in dieser Welt.

In über 30-jähriger Forschungsarbeit schlüsselte Hawkins die menschlichen Bewußtseinsebenen mittels kinesiologischer Tests in einer “Skala des Bewußtseins” auf. Er beschrieb diese Ebenen in einer Messwertskala zwischen 0 und 1.000, mit denen man die verschiedenen Bewußtseinsebenen über kinesiologische Muskeltests messen kann. Die Ebene 0 stellt dabei den physischen Tod dar und die tiefste Ebene, auf die ein Mensch sinken kann. Der Wert 700-1.000 bezeichnet den Zustand der Erleuchtung.

Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht, wie Du gleich sehen wirst.

Die Ebenen des Bewußtseins nach David R. Hawkins:

BewußtseinsebenenDu siehst, dass der untere Teil von Ebene 0 bis 175 die negativen Eigenschaften abbildet, der obere die positiven, bis hin zur höchsten Bewußtseinsebene, die irdisch erreichbar ist. Der grüne mittlere Teil bildet die Schwelle nach oben und unten.

Wenn wir ständig unten gehalten werden und in Angst, Sorge oder gar Schuld und Scham leben müssen, haben wir auf Dauer das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Ohnmacht (= erlernte Hilflosigkeit). Wir verlieren damit unser Gefühl für unsere Selbstwirksamkeit, ja wir haben gar kein Bewußsein mehr darüber, daß wir überhaupt eine Selbstwirksamkeit haben. Wir verlieren uns dabei selbst.

Viele Menschen glauben in diesem Jammertal der Hoffnungslosigkeit, daß Gott ein strafender Gott ist, der über sie richtet und sie nicht liebt. Sie vergessen dabei völlig, daß sie selbst göttliche Wesen und mit Schöpferkräften ausgestattet sind. Die Schöpferkräfte sind ihnen im Laufe ihres Über-Lebenskampfes abhanden gekommen.

Selbstwirksamkeit – was ist das?

Selbstwirksamkeit meint die Einstellung zu der Wirksamkeit unseres eigenen Handelns, also das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten und in unser Leistungsvermögen. Menschen mit einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung sind der Meinung, daß sie mit ihren Fähigkeiten und Handlungen nicht viel bewirken können. Sie glauben, daß ihr Leben vom Schicksal bestimmt ist, von Lehrern, Chefs, Politikern oder sonst irgendwelchen äußeren Umständen.

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung glauben bzw. wissen, daß sie mit ihrem Handeln etwas bewirken und auch schwierige Situationen und größere Strapazen gut meistern können. Sie verfügen über einen gesunden Optimismus, eine positive geistige Haltung in Bezug auf ihre Fähigkeiten und ihre Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

Wir wirkt sich Deine Selbstwirksamkeitserwartung auf Dein Leben aus?

Deine Selbstwirksamkeitserwartung beeinflußt Deine Gefühle und Dein Verhalten. Erfolg oder Mißerfolg werden durch Deine Selbstwirksamkeitserwartung stark beeinflußt.

Wenn Du davon überzeugt bist, Einfluß auf Dein Leben zu haben, auf Deine Gesundheit und alles, was Dir im Leben geschieht, dann reagierst Du weniger ängstlich. Du bist guter Dinge und voller Zuversicht, daß Du etwas bewirken und erreichen kannst. Du traust Dir mehr zu, hast mehr Widerstandskraft und ein größeres Durchhaltevermögen.

Menschen mit weniger Optimismus und einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung geben schnell auf, wenn es Probleme gibt oder sie eine Niederlage einstecken müssen. Diese Menschen wagen sich oft an nichts Neues heran, weil sie Angst haben und sich nichts zutrauen. Und weil sie nicht an ihre eigenen Fähigkeiten glauben, fühlen sie sich hilflos, rutschen in eine Depression oder entwickeln ein Suchtverhalten.

Wie Du Deine Selbstwirksamkeit stärken kannst

Zunächst ist es wichtig zu wissen, daß unsere Selbstwirksamkeit erlernt ist. Sie zeigt sich in Äußerungen, wie

  • Ich weiß, was ich kann
  • Ich habe das früher schonmal geschafft, dann schaffe ich das jetzt auch
  • Ich vertraue meinen Fähigkeiten etc.

Du kannst Deine Selbstwirksamkeit dadurch stärken,

  • daß Du die Erfahrung machst, schwierige Situationen zu bewältigen
  • daß Du Du Menschen als Vorbild nimmst, die schon da sind, wo Du noch hinwillst
  • daß Du Dich mit Menschen umgibst, die an Dich glauben
  • daß Du lernst, Deine Gefühle zu beinflussen (Angst ist nur ein Gefühl!)
  • daß Du Dir eine positive Lebenseinstellung aneignest

Viele Menschen konnten ihre Selbstwirksamkeit nie entwickeln, weil sie seit ihrer Geburt in Angst und Schrecken leben. Ich denke da an Babys, die in Kinderpornoringe hineingeboren werden oder an Menschen, die schon früh sexuell mißbraucht wurden. Und ich denke an Menschen, die auf irgend eine Art und Weise traumatisiert wurden und die Erfahrung machen mußten, nichts bewirken zu können und der Situation hilflos ausgeliefert waren.

In solchen Fällen ist es nicht mit ein paar Affirmationen getan, sondern es bedarf einer individuellen, auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Therapie.

Mir ist nur wichtig, Dir zu sagen, daß Du – egal, was Du erlebt hast – Deine Selbstwirksamkeit aufbauen und stärken kannst. Nährende Beziehungen, gute Freunde, eine liebende Familie sind da sehr hilfreich. Hol Dir im Zweifelsfall professionelle Hilfe.

Übung:

Erinnere Dich an eine schwierige Situation in Deinem Leben, die Du bewältigt hast. Es muß nichts “Weltbewegendes” gewesen sein, es darf ruhig auch etwas “Kleineres” sein. Wichtig ist, daß Du Dir bewußt machst, daß Du Deine Herausforderung gut gemeistert hast.

  • Wie hast Du das gemacht?
  • Welche Fähigkeiten hast Du dafür gebraucht und eingesetzt?
  • Welche Unterstützung von außen hattest Du?
  • Wie hast Du Dich gefühlt, nachdem die Schwierigkeit übewunden war (was hast Du gemacht, mit wem hast Du gesprochen)?

Mach Dir das bewußt und verweile eine Zeitlang in diesem guten Gefühl! Wenn Du vor einer ähnlichen Herausforderung stehst, brauchst Du dich nur daran zu erinnern, daß Du das schon einmal gut hinbekommen hast.


Bildquellen:

Beitragsbild: Engelsleiter (Wikipedia, gemeinfrei)

Karte des Bewußtseins: © Sylvia Geiss

Wie wird ein Mensch zum Opfer – Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich beleuchten, wie der Opferbegriff durch die EU definiert ist. Welche Personen sind als Opfer zu bezeichnen und als solche zu behandeln? Warum verweigert die Bundesregierung die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht? Der Unterschied zwischen Opferstatus und Opferrolle. Wie Du aus deiner Opferrolle aussteigen kannst. Hinweise auf Hilfseinrichtungen und Beratungsstellen.

Wer ist Opfer nach der Richtlinie 2012/29/EU?

Die RICHTLINIE 2012/29/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 25. Oktober 2012 legt die Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten fest. Diese Mindeststandards sind für alle Mitgliedsstaaten der EU zu übernehmen und bis zum 16. November 2015, also morgen, in nationales Recht umzusetzen.

Die Definition des Opferbegriffs findest Du in Kapitel I Allgemeine Bestimmungen, Artikel 2, Begriffsbestimmungen – hier ein Auszug:

1.. Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck  

a) „Opfer“  

i) eine natürliche Person, die eine körperliche, geistige oder seelische Schädigung oder einen wirtschaftlichen Verlust, der direkte Folge einer Straftat war, erlitten hat; 
  
ii) Familienangehörige einer Person, deren Tod eine direkte Folge einer Straftat ist, und die durch den Tod dieser Person eine Schädigung erlitten haben; 14.11.2012 DE Amtsblatt der Europäischen Union L 315/65 
 
b) „Familienangehörige“ den Ehepartner des Opfers, die Person, die mit dem Opfer stabil und dauerhaft in einer festen intimen Lebensgemeinschaft zusammenlebt und mit ihm einen gemeinsamen Haushalt führt, sowie die Angehörigen in direkter Linie, die Geschwister und die Unterhaltsberechtigten des Opfers;  

c) „Kind“ eine Person, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat...

Sind Angehörige von Tötungsfällen auch Opfer oder nur Hinterbliebene?

Die oben genannten Begriffsbestimmungen beantworten ganz klar die Frage nach dem Status Angehörigen der Opfer von Tötungsverbrechen. Sie sind definitiv Opfer und keine Hinterbliebenen. Die Anerkennung als Opfer ist für die Angehörigen enorm wichtig. Denn sie erleiden nach der gewaltsamen Tötung ihres Angehörigen schwere und schwerste Traumatisierungen und damit verbundene Folgen, wie z. B. Chronifizierung der traumatischen Symptone, Retraumatisierungen durch Behörden, Institutionen, Therapeuten und das persönliche Umfeld, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsplatzverlust und damit verbundene finanzielle Einbußen, sozialer Rückzug, körperliche Erkrankungen infolge des erlittenen Schocks durch das Tötungsverbrechen uvm. Durch die Anerkennung als Opfer haben die Angehörigen natürlich auch die Rechte eines Opfers, nämlich auf Opferentschädigungsleistungen, Rentenzahlungen, regenerative Maßnahmen, wie Therapie, Kur und dergleichen.

Das 3. Opferrechtsreformgesetz der BRD sieht allerdings nicht die Anerkennung der Angehörigen von Mord- und Tötungsverbrechen als Opfer vor. Im Gesetzesentwurf wird nicht von Opfern gesprochen, sondern von Verletzten. Überdies wird im Gesetzesentwurf der Focus auf die Psychosoziale Prozessbegleitung bei Opfern von Gewalttaten gelegt. Die Bundesregierung meint, hierdurch die Vorgaben der Richtlinie zu erfüllen und zur Verbesserung des Opferschutzes beizutragen. Es geht aber bei der Richtlinie nicht nur um den Schutz der Opfer bei Strafgerichtsprozessen, sondern eben auch um die Rechte und die Unterstützung der Opfer nach einer Gewalttat.

Die Anerkennung als Opfer durch die öffentliche Hand

Es wurde bereits seitens unserer Politikdarsteller (anders kann ich sie nicht bezeichnen) laut gesagt und bestätigt meine Vermutung, dass es hier einmal mehr ums liebe Geld geht. Die Rechte und Unterstützung der Opfer müssten ggf. neu definiert werden. Man kann überdies definitiv nicht abschätzen, in welcher Höhe sich die finanziellen Belastungen auf das System bewegen (Rentenzahlungen, Kosten für regenerative Maßnahmen, wie Kuren, Psychotherapie usw.).

Statt dessen beschäftigt man sich lieber mit dem Schutz der Opfer bei Gerichtsprozessen und zwackt von irgendwoher Gelder für die Ausbildung Psychosozialer Prozessbegleiter ab. Diese Kosten sind wohl überschaubarer. Die Psychosozialen Prozessbegleiter dürfen jedoch mit dem Opfer nicht über den Fall sprechen und haben vor Gericht auch kein Zeugnisverweigerungsrecht.

Inwiefern dies zum Schutz des Opfers vor weiteren Re-Traumatisierungen im Gerichtsprozess beitragen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Doch gehen wir einmal davon aus, es wäre so: So scheint mir die Maßnahme der Psychosozialen Prozessbegleitung bei weitem nicht ausreichend, um die Vorgaben der EU-Richtlinie zu erfüllen. Zumal eben nicht jeder Fall vor Gericht landet. In vielen Fällen wird erst gar nicht ermittelt oder der Fall wird vorzeitig niedergelegt.

Doch dies liest man in keiner Zeitung, und das kommt auch nicht im Fernsehen. Darüber hinaus wollen unsere Politikdarsteller mit Mord und Totschlag nicht konfrontiert werden und nehmen – sobald das Gespräch darauf kommt – systematisch eine Abwehrhaltung ein. So als gäbe es dies in unserem Land nicht.

Die EU-Richtlinie fordert ganz klar die Umsetzung in nationales Recht. Doch die Bundesregierung weigert sich bzw. setzt nur einen kleinen Teil davon um. Auf Nachfragen wurde von einem Parteimitglied gesagt, dass die BRD ein souveräner Staat sei und selbst entscheiden könne, welche Punkte umgesetzt würden und welche nicht.

Und dies ist ein Irrtum. Es handelt sich hier nicht um “könnte” und “sollte”, sondern um eine EU-Richtlinie, die ein Gesetz darstellt und umgesetzt werden MUSS! Darüber hinaus ist die BRD eben kein souveräner Staat, wie uns dies immer weisgemacht werden soll. Politiker wie Siegmar Gabriel und Wolfgang Schäuble haben dies in der Vergangenheit bereits öffentlich geäußert, und sogar das Bundesverfassungsgericht hat bestätigt, dass die BRD seit 1945 nie wieder souverän gewesen ist. Aber dies würde hier zu weit führen. Darüber kannst Du Dich selbst belesen. Das Internet ist voll von Informationen zu diesem Thema.

Opferstatus: primär oder sekundär?

Angehörige von Mord- und Tötungsopfern sind nach Meinung der öffentlichen Hand keine Primäropfer, sondern Sekundäropfer. Damit fallen sie durch ein Raster. Zwar wird ihnen eine Traumatisierung nicht abgesprochen, aber es wird ihnen abgesprochen, einen Schockschaden erlitten zu haben, der es rechtfertigt, Opferentschädigungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Erst nach vielem Hin und Her und zahlreichen Gutachten, denen sich die Betroffenen stellen müssen, wird im Einzelfall entschieden, ob hier eine frühzeitige Berentung oder dergleichen erfolgen kann.

Angehörige von Mord- und Tötungsverbrechen sind keine Hinterbliebenen und keine Sekundäropfer – sie sind PRIMÄROPFER! Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies, und ich werde es auch noch einmal erklären, damit auch der Letzte es versteht:

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Bei Angehörigen von Verletzten lebt das eigentliche Opfer (Primäropfer) noch. Damit sind die Angehörigen Sekundäropfer. Denn es besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit der Regeneration des Betroffenen. Auch der Weg zurück ins gesellschaftliche und Berufsleben scheint zumindest theoretisch machbar. Die Angehörigen können das Opfer dabei unterstützen.

Anders sieht es bei Angehörigen von Mord- und Tötungsfällen aus. Das Gewaltverbrechen an ihrem Familienmitglied geht für die Angehörigen mit einer Vernichtungserfahrung einher. Das eigentliche Opfer, also das Primäropfer, ist tot. Damit wird der Angehörige zum Primäropfer.

Wir haben mit Leuten aus der Politik, in Behörden und Institutionen gesprochen, die das genauso sehen. Aber leider ist diese Erkenntnis noch nicht überall angekommen und wird von den Verantwortlichen in der Gesetzgebung immer noch blockiert.

Opferrolle

Vielleicht bist du durch ein Gewaltdelikt am eigenen Leib zum Opfer geworden oder durch den gewaltsamen Tod eines Angehörigen. Für die Erlangung des Opferstatus kämpfst du vielleicht schon seit langer Zeit. Dieses Anerkenntnis durch den Gesetzgeber ist für dich von immenser Bedeutung. Doch dies allein ist nicht ausreichend. Du wünschst dir, dass Behörden, Opferberatungsstellen, Institutionen, Polizisten, Sachbearbeiter etc., nicht zuletzt Familie und Freunde deinen Opferstatus ebenfalls anerkennen. Du wünschst dir Verständnis und Mitgefühl für dein Leiden, anstatt unwürdige Befragungen, Antragsformulare, die keiner versteht, geschweige denn ausfüllen kann und unsensible, unqualifizierte Bemerkungen, die im schlimmsten Fall zu einer Re-Traumatisierung führen können.

Wenn das Verbrechen im Ausland passiert ist, hast du vielleicht die Erfahrung gemacht, dass von den deutschen Behörden gar nicht erst ermittelt wurde oder die ausländischen Behörden den “Fall” nicht weiter verfolgten und schnell zu den Akten legten. Niemand wollte die Verantwortung für das Verbrechen übernehmen. Und als ob du durch den Verlust deines geliebten Menschen oder die Misshandlungen am eigenen Leib nicht schon genug leiden würdest, erfährst du durch Behörden und Institutionen nur Spott, Hohn, Diskriminierung und Stigmatisierung. Vielleicht hast du dir auch anhören müssen, dass du an dem Tod deines Familienmitgliedes oder an deiner Vergewaltigung selbst die Schuld tragen oder zumindest mit schuld sein sollst.

All dies trägt nicht gerade zu deiner Heilung bei. Vielleicht bist du durch das traumatische Erlebnis krank geworden, hast darüber deinen Arbeitsplatz verloren, möglicherweise sogar dein Zuhause. Freunde und Kollegen, ja sogar Familienmitglieder wenden sich von dir ab. Das Trauma hat tiefe Spuren hinterlassen. Der Schmerz und das Leid sind dir näher als Freude, Glück und Ganzheit. Vielleicht hast du dich selbst schon mit Suizidgedanken getragen oder sogar einen Selbsttötungsversuch hinter dir…

Durch die Geschehnisse bist du in eine Rolle gedrängt worden, die du vorher nicht innehattest – in eine Opferrolle. Denn die Gewalttat hat deine Persönlichkeit, dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl niedergeschlagen. Erfährst du keine Gerechtigkeit (wenn es das überhaupt gibt) und kannst du nicht wieder heil werden, besteht die Gefahr, in eine Opferhaltung zu verfallen und darin zu verharren (unbewusst natürlich). Damit könntest du immer wieder Personen und Ereignisse in dein Leben ziehen, die dir nicht guttun. Langfristig führt dies zu immer größeren seelischen und körperlichen Schäden (Traumafolgeschäden). Du solltest also deine Opferhaltung so schnell wie möglich aufgeben und aus der Opferrolle aussteigen.

Die Opferrolle verlassen

Die Opferrolle verlassen? Das würde ja bedeuten, dass du dein Opfersein aufgeben müsstest. Und das, wo du doch so hart um die Anerkennung deines Opferstatus kämpfst.

Ja und Nein. Wir müssen hier zwei Dinge auseinanderhalten, nämlich Opferstatus und Opferrolle!

Zum einen kämpfst du um die gesetzliche Anerkennung als Opfer mit all den dazugehörigen Rechten = Opferstatus. Du bist also kein Hinterbliebener, sondern Opfer. Dies ist für dich sehr wichtig und bildet die Basis für deinen Weg zurück ins Leben und in die Gesellschaft.

Die Anerkennung deines Opferstatus bedeutet jedoch nicht, dass du für den Rest deines Lebens als Opfer abgestempelt bist und in dieser Opferrolle verharren musst. Als Opfer der Umstände, der Politik, der Gesellschaft, als armes, kleines hilfloses Wesen, das im Leben nicht zurechtkommt. Diese Opferrolle oder Opferhaltung wurde dir aufgedrückt oder du hast sie unbewusst eigenommen, und möglicherweise wirst du sie ohne Hilfe nicht wieder los.

Hinweise auf Hilfseinrichtungen und Opferberatungsstellen

Wenn du wieder ins Leben zurück willst, solltest du dir unbedingt Hilfe suchen. Das kann ein guter Freund sein, eine vertraute Person, ein Priester, ein Arzt, Heilpraktiker, Schamane, ein Therapeut oder eine Beratungsstelle oder Hilfsorganisation. Ebenso können Traumaambulanzen oder Krankenhäuser eine Anlaufstelle für dich sein.

Im Folgenden habe ich einige Hilfsorganisationen und Opferberatungsstellen aufgeführt, an die du dich wenden kannst, wenn du Hilfe brauchst. Die Aufzählung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber im Zeitalter des Internets sollte es nicht allzu schwierig sein, eine passende Hilfsmöglichkeit auch in deiner Nähe zu finden:

ANUAS e.V.
Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-, Tötungs-, Suizid- und Vermisstenfällen
Erich-Kurz-Str. 5
10319 Berlin
Telefon: 030 / 25 04 51 51
E-Mail: info@anuas.de
Internet: www.anuas.de
– bundesweit tätig

Opferhilfe Baden-Württemberg
Landesstiftung Opferschutz
Neckarstr. 145
70190 Stuttgart
Tel.: 0711 284 64 54
E-Mail: landesstiftung-opferschutz@arcor.de
Internet: www.landesstiftung-opferschutz.de

Opferhilfe Bayern
Stiftung Opferhilfe Bayern
Prielmayerstr. 7
80335 München
Tel. 089 / 5597 – 1362
E-Mail: info@sob.bayern.de
Internet: www.opferhilfebayern.de

Opferhilfe Berlin e.V.
Oldenburger Str. 38
10551 Berlin
Telefon 030 / 3952867
E-Mail: info@opferhilfe-berlin.de
Internet: www.opferhilfe-berlin.de

Opferhilfe Hamburg e.V.
Paul-Nevermann-Platz 2-4
22765 Hamburg
Telefon 040 / 38 19 93
E-Mail: mail@opferhilfe-hamburg.de
Internet: www.opferhilfe-hamburg.de

Opferhilfe Land Brandenburg e.V.
Jägerstr. 36
14467 Potsdam
Telefon 0331 / 280 27 25
E-Mail: potsdam@opferhilfe-brandenburg.de
Internet: www.opferhilfe-brandenburg.de

Opferhilfe Mecklenburg-Vorpommern
Verein “Hilfe für Opfer von Straftaten M-V”
Schröderstraße 22
18055 Rostock
Telefon 0381 / 4907460
E-Mail: info@opferhilfe-mv.de
Internet: www.opferhilfe-mv.de

Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Geschäftsstelle beim Oberlandesgericht Oldenburg
Mühlenstraße 5
26122 Oldenburg
Telefon 0441 / 220-1111
E-Mail: Opferhilfe@justiz.niedersachsen.de
Internet: www.opferhilfe.niedersachsen.de
– es gibt in Niedersachsen noch weitere Opferhilfebüros

Opferschutz Rheinland-Pfalz
beim Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MJV)
Diether-von-Isenburg-Str. 1
55116 Mainz
Tel: 06131 / 16-4800
E-Mail: poststelle@mjv.rlp.de
Internet: www.opferschutz.rlp.de

Opferhilfe Saarland
Internet: www.saarland.de/53239.htm

Opferhilfe Sachsen e.V.
Geschäftsstelle
Heinrichstraße 12
01097 Dresden
Telefon: 0351 / 811 38 98
E-Mail: gfma@opferhilfe-sachsen.de
Internet: www.opferhilfe-sachsen.de
– weitere Beratungsstellen in Sachsen (siehe www.opferhilfe-sachsen.de)

Opferhilfe Schleswig-Holstein
Landesstiftung Opferschutz Schleswig-Holstein
Zum Brook 4
24143 Kiel
Telefon 0431 / 560230
E-Mail: leitung@)stiftung-opferschutz-sh.de
Internet: www.stiftung-opferschutz-sh.de

Opferhilfe Thüringen e.V.
Die Website der Opferhilfen in Thüringen vereinigt Beiträge verschiedener kooperierender Einrichtungen, die jeweils für die von ihnen eingestellten Beiträge verantwortlich sind.
Internet: www.opferhilfe-thueringen.de

WEISSER RING e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Weberstraße 16
55130 Mainz
Tel. 06131 / 83 03-0
E-Mail: info@weisser-ring.de
Internet: www.weisser-ring.de
– bundesweit tätig

Wenn Dich mal wieder die Angst packt…

Angst ist kein guter Begleiter

In diesen Tagen höre ich von immer mehr Menschen, daß sie Angst haben bzw. daß sich Ängste in ihnen breit machen, die sie vor einiger Zeit noch nicht hatten:

  • “Angst vor dem Flüchtlingsstrom, der kein Ende nimmt.”
  • “Angst vor radikalem Islamismus und zunehmender Islamisierung in Deutschland und Europa.”
  • “Angst vor Zwangsenteignungen.”
  • “Angst vor großen Einbußen und Verlusten.”
  • “Angst vor (erneutem) Krieg.”
  • “Angst, daß mir oder meiner Familie etwas zustößt.”
  • “Angst, daß “es” wieder passiert.”
  • “Angst vor der Angst.”

Siehst Du Dir die Mainstream-Nachrichten im TV an, hörst Du Mainstream-Radio und liest Du Mainstream-Zeitungen, dann wird Dir ganz anders, nicht wahr? Da stehen nämlich nur negative Meldungen drin. Nachrichten, die den Menschen Angst machen. Nachrichten, die den Menschen Angst machen SOLLEN!

Du magst es glauben oder nicht, aber genau das ist gewollt. Daß Du und ich und alle Menschen Angst haben.

Da stellen sich gleich zwei Fragen:

1. Wer will das?

2. Wozu?

Im Grunde sind die beiden Fragen schnell beantwortet:

Zu 1: Die weltweite Finanzelite.

Zu 2: Um ihre Macht auszubauen und den Planeten zu beherrschen (Neue Weltordnung).

Du mußt wissen, daß es einige Großfamilien, so genannte Clans auf dieser Erde gibt, die seit einigen Jahrhunderten die Macht und die Ressourcen dieses Planeten unter sich aufteilen. Namen wie Rockefeller und Rothschild hast Du sicherlich schon gehört oder davon gelesen. Diese Clans haben so viel Geld, dass man die Zahl nicht einmal aussprechen kann. Seit dem sie die Menschen vom Geld abhängig gemacht haben, bestimmen sie, wo es lang geht. Sie verändern, ignorieren und verbiegen Recht und Gesetz, beeinflussen Politiker auf der ganzen Welt (ja, auch die US-amerikanischen), streuen Zwist und Zwietracht, bestimmen, wer wann gegen wen einen Krieg anzettelt, finanzieren beide Seiten und legen bereits vorher fest, wer “gewinnt”. Sie kontrollieren die Banken und die Medien und machen sich die Welt, wie es ihnen gefällt.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), Gründer der Rothschild-Bankendynastie
 
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
 - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System ihnen feindlich ist." - Gebrüder Rothschild, London, am 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner

euro-96594_640So, jetzt weißt Du’s. Die große Masse der Menschen auf diesem Planeten ist also zu blöd, um zu begreifen, was hier läuft. Das ist eine unverschämte Behauptung der Gebr. Rothschild, nicht wahr. Aber leider haben sie recht. Die breite Masse weiß tatsächlich nicht, was hier läuft. Zu behaupten, sie wären geistig nicht fähig zu begreifen, halte ich allerdings für ein Gerücht. Die meisten Menschen begreifen sehr wohl, wenn man es ihnen einfach erklärt.

Aber einfach ist in dieser Welt nichts – außer der Wahrheit, die ist immer einfach. Wann immer etwas kompliziert wird, weißt Du, daß es mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Die sollen wir nämlich gar nicht wissen. Wir sollen in Unwissenheit, Angst und Abhängigkeit gehalten werden.

Und wie macht man das am besten?

  • Indem man uns erzählt, daß die Rohstoffe knapp werden.
  • Indem man uns erzählt, daß wir von Terror bedroht sind.
  • Indem man uns erzählt, daß wir den Gürtel mal wieder enger schnallen müssen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Rassisten sind, wenn wir uns darüber beschweren, daß unsere Brüdern und Schwestern aus dem Ausland unseren Sozialstaat ausnutzen, während wir von den Jobcentern von einer Maßnahme in die nächste gesteckt werden und mit Sanktionen belegt werden, wenn wir unsere “Mitwirkungspflicht” vernachlässigen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, so etwas wie Nationalstolz zu fühlen oder darüber nachdenken, unsere Heimat zu verteidigen, wenn wir uns bedroht fühlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir eine Kollektivschuld haben und daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, darüber nachzudenken oder gar zu äußern, daß wir keine Lust mehr haben, immer noch unsere “Schuld(en)” aus dem 2. Weltkrieg abzuzahlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir uns weigern, Griechenland oder andere bankrotte Staaten unter den Rettungsschirm zu nehmen.

Und so weiter und so fort…

Merkst Du was?

Die Masse muss dumm und in Angst gehalten werden, sonst lehnt sie sich womöglich auf. Leider sind die Massen sehr leicht zu beeinflussen und zu lenken. Was glaubst Du wohl, warum das TV-Programm immer anspruchsloser wird? Tagsüber gibt es Hartz IV-TV. Und wenn doch einmal eine einigermaßen informative oder anspruchsvolle Sendung gezeigt wird, läuft sie meistens am späten Abend oder nachts.

Die Klatschmagazine sind voll von unnützen Nicht-Informationen, wie zum Beispiel der junge Lover von Heidi Klum, die neue Yacht der Geissens oder die Arsch-OP von Kim Kardashian.

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wieso ich etwas über das Hinterteil von Kim Kardashian weiß?

Nun ja, auch ich gehe hin und wieder zum Friseur, habe einen Fernseher, einen Computer mit Internet und höre beim Autofahren Radio. Mein Mann schaut sich gerne die Nachrichten an, um im Bilde zu sein, wie er immer so schön sagt. Ich renne bei den Nachrichten meistens raus, weil ich diesen gequirlten Mist einfach nicht mehr sehen und hören will. Aber irgendwie läßt es sich nicht vermeiden, daß ich das eine oder andere doch mitbekomme. Und ganz ehrlich: Manchmal schaue ich mir auch was Unterhaltsames im Fernsehen an. Ich will mich nicht ständig mit hochgeistigen Dingen beschäftigen, und da kann ich auch schon mal über den Silikon-Pöter von Kim Kardashian lachen.

Freunde von uns meinen, man müsse sich doch informieren. Es könnte doch sein, daß der 3. Weltkrieg ausbricht, und dann? Nun, ich bin der Meinung, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, erfahre ich es eben eine halbe Stunde später, was soll’s.

In Mary Wollstonecrafts Verteidigung der Rechte der Frau aus dem Jahr 1792 heißt es:

"...Die Masse der Menschheit muß in Unwissenheit erhalten werden, sonst würden die willfährigen Sklaven zur Erkenntnis ihrer Abhängigkeit kommen. Die Menschen beugen sich vor ihren Unterdrückern... Statt auf ihrem angeborenen Recht der Freiheit zu bestehen, kriechen sie im Staube und sagen, wir wollen essen und trinken, denn morgen können wir sterben. Von den Frauen gilt das selbe. Sie erniedrigen sich aus dem gleichen Hang, den Moment zu genießen, und schließlich verachten sie eine Freiheit, die zu erringen sie nicht Kraft genug haben."

Wie lenkt man das gemeine Volk am besten ab?

Vergnügungsparks, Sport- und Konzertveranstaltungen, Kinofilme, Videospiele sowie schlecht bezahlte Jobs halten die Menschen beschäftigt. Wer mit Sorgen um den Arbeitsplatz oder Sorgen um seine Krankheit, mit Kindererziehung oder der Pflege von Familienangehörigen beschäftigt ist, der ist viel zu müde, um sich mit den Geschehnissen in der Welt auseinanderzusetzen. Der kriegt auch nicht mit, daß unsere Politiker uns belügen, daß sich die Balken biegen. Wem das Wasser bis zum Hals steht, der ist nicht in der “Stimmung” über Fragen der Freiheit und des menschlichen Schöpfungspotenzials nachzudenken. Die Medien tun durch einseitige Berichterstattung bzw. Zensur ihr übriges dazu, die Masse der Menschen im Interesse der Machthaber zu manipulieren. Nein, wir haben keine Pressefreiheit, falls Du dieser Meinung gewesen sein solltest.

Minderwertige Nahrungsmittel, Drogen und Medikamente, Strahlung jeglicher Art, jegliche Art von Zwängen, die das System uns auferlegt sowie gezielte Desinformationen an Schulen und Universitäten tragen nicht dazu bei, daß der Mensch sein volles Potenzial entfalten kann. Im Gegenteil, dies soll ja gerade verhindert werden.

Gesetze, die schon lange keine Gültigkeit mehr haben bzw. die noch nie Gültigkeit hatten und dennoch angewendet werden, dienen nicht den Völkern und den Menschen, sondern ausschließlich der Machtelite. Warst Du schon einmal bei Gericht? Hast Du vielleicht selbst schon einmal einen Prozeß erlebt? Hast Du jemals erlebt, daß es bei Gericht um Gerechtigkeit geht? Ein weiser Spruch sagt: “Bei Gericht bekommst Du keine Gerechtigkeit, da bekommst Du ein Urteil.”

All diese Dinge zusammen genommen + Genderwahn + politische Korrektheit können einen Menschen schier in die Verzweiflung treiben. Und genau das, liebe Leserin und lieber Leser, ist gewollt. So, das war nun aber eine Ausnahme. Wie Du sicher schon bemerkt hast, verwende ich überwiegend die männliche Schreibweise. Nicht, um Dich, liebe Leserin zu diskriminieren, sondern weil ich diesen Genderwahnsinn nicht mitmache. Das ist alles.

Woher kommen unsere Ängste?

Ursprünglich sollte dieser Artikel gar nicht so politisch werden. Aber weil gerade in den letzten Wochen und Monaten so viele Menschen ihre Ängste geäußert haben, wollte ich das einmal aufgreifen und beleuchten, woran das liegt. Und da komme ich am Weltgeschehen nun mal nicht vorbei. Denn die Angst der Menschen gründet tief, sehr tief.

Manchmal sind es gar nicht unsere eigenen Ängste, die da ihr Spiel mit uns treiben, sondern wir haben die Angst als Muster von unseren Eltern oder Großeltern übernommen. Besonders, wenn diese den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Vielleicht hast Du schon einmal von Second-Generation-Traumata gehört. Es handelt sich dabei um traumatische Symptome oder Ängste, die mit unserem Leben gar nichts zu tun haben, sondern die wir quasi geerbt haben. Schwere Traumata können das Ergbut verändern. Ein sehr empfehlenswertes Buch hierzu heißt “Wie Traumata in die nächste Generation wirken” von Udo Bear und Gabriele Frick-Baer.

challenge-73325_640Aber natürlich wirken sich auch unsere eigenen Erfahrungen auf unsere psychische, emotionale und mentale Stabilität aus und beeinflussen unser Selbstwertgefühl. Seien es Erfahrungen aus der Kindheit, dem Erwachsenenleben oder auch aus früheren Inkarnationen, die wir immer noch als Erinnerung in unserer DNA tragen und die unseren Charakter formen.

Angst wird durch vielerlei Dinge ausgelöst. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, z. B. Medikamente, schwaches Selbstwertgefühl, Verlust des Arbeitsplatzes uvm.

Und die Machtelite weiß genau, was Menschen Angst macht, sie sind Spezialisten darin. Macht über einen Menschen auszuüben, ist für viele sehr erregend, das geht bis hin zur sexuellen Erregung. Und es gibt auch Menschen, die es scheinbar erregend finden, sich runtermachen zu lassen. Aber die meisten Menschen wollen in Frieden und Harmonie leben. Sie wollen auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Sie wollen Freude geben und Freude empfangen. Sie wollen ein Leben in Liebe, Gerechtigkeit und im Einklang mit dem Kosmos.

Nicht die Menschheit, nicht die Völker sind es, die Krieg wollen, es sind immer nur einige wenige, die den Hals nicht voll bekommen und sich daran aufgeilen, andere zu beherrschen.

Was macht die Angst mit Dir?

Angst fühlt sich grauenhaft an, nicht wahr? Es ist ein Gefühl, wie wenn man unter sich macht. Als hätte man Flugzeuge im Bauch. Herz schlägt bis zum Hals, der Blutdruck steigt, das Blut rauscht in den Ohren. Wir bekommen schweißnasse Hände, der kalte Schweiß steht uns auf der Stirn. Wir werden unruhig und nervös, zittern. Wir spüren ein Beklemmungsgefühl in der Brust, wie die eiserne Faust, die sich um unser Herz schlingt. Die Stimme versagt uns, der Mund wird trocken, der Hals wird eng. Atemnot und Erstickungsgefühle, Bauchschmerzen, Taubheitsgefühle, Schwindel und Benommenheit können sich zeigen.

FreezeandFragmentAngst lähmt. Wenn es uns nicht gelingt, die Angstsituation zu verlassen bzw. bei Gefahr zu kämpfen oder zu fliehen, erstarren wir zu Eis (Freeze). In diesem Zustand von Todesangst, in dieser Schockstarre sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu denken. In diesem Moment wird das Angsterlebnis innerpsychisch als Trauma verarbeitet, und das Erlebnis wird zersplittert (Fragment), so daß es nicht mehr zusammenhängend erinnert werden kann. Dies ist eine Überlebensfunktion, die unser Organismus automatisch abfährt. Hierzu habe ich bereits ausführlich geschrieben. Du kannst dies auch in meiner Publikation SystemischeAuswirkungenFremdtötung nachlesen. Einfach auf den Link klicken und kostenlos herunterladen.

Was machst Du mit der Angst?

Natürlich gibt es begründete Ängste. Und es ist auch gut so, wenn wir die spüren, denn sie schützen uns vor falschen Handlungen bzw. Gefahren. Es gibt aber auch unbegründete Ängste bzw. Angst, von der wir gar nicht wissen, wo sie herkommt. Dann geht es zunächst darum, dies herauszufinden.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Ängsten umzugehen. Verhaltenstherapie soll ja das Mittel der Wahl sein. Das behaupten aber nur “Mainstream-Experten”. Ich persönlich halte nichts davon, wenn den Menschen erzählt wird, sie müssten lernen, mit ihrer Angst zu leben bzw. sie müssten sich der Angst stellen (Konfrontation bzw. Exposition). Das ist meines Erachtens nur ein weiterer Ansatz, wie das System (Krankenkassen, Pharmaindustrie) Menschen in Unwissenheit und Abhängigkeit hält. Bewältigungsstrategien entwickeln und lernen, mit der Angst umzugehen, können allenfalls Schritte auf dem persönlichen Heilungs- oder Friedensprozeß sein, keinesfalls jedoch die Endlösung. Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich weiß nicht, wie Du das siehst.

Eine liebe Kollegin von mir half mir vor einigen Monaten, mit meinen eigenen Ängsten fertigzuwerden. In mir kam plötzlich eine Angst hervor, die mich eiskalt packte. Sie hatte mit meinem jetzigen Leben nur bedingt etwas zu tun. Es waren alte Ängste aus vergangenen Leben, die mein jetziges immer noch beeinflussen. Durch eine bestimmte Situation wurde diese Angst, ich möchte fast sagen, es war Todesangst, noch einmal präsent. Für meinen Geschmack zu präsent, aber ich mußte nun einen Weg finden, damit umzugehen.

Wir sprachen also eine Weile miteinander, und auf einmal sagte meine Kollegin einen Satz, für den ich ihr ewig dankbar sein werde, der mich auf der Stelle beruhigte und mich aus diesem grauenhaften Zustand herausbrachte:

“Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht!”

Ich ließ diesen Satz ein paar Sekunden in mir wirken und spürte sofort, daß er wahr ist.

Wann immer ich in einer Situation bin, die mir Unbehagen bereitet, fällt mir sofort dieser Satz wieder ein: Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht! Ich denke ihn ein paar Mal in Gedanken oder sage ihn mir vor, und augenblicklich stellt sich ein Gefühl der Ruhe und inneren Sicherheit ein.

Ich möchte Dich dazu ermuntern, das auch zu machen, wenn Du Angst in Dir verspürst. Einen Versuch ist es wert, und wenn Du alleine mit Deiner Angst nicht klarkommst, stehe ich Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Denn eins ist klar, Angst beeinflußt unser Denken und Handeln und hindert uns daran, in unsere Schöpferkraft zu kommen. Ein Blog-Beitrag, ein Text im Internet oder ein Buch helfen da nur bedingt und können allenfalls eine Information oder Anregung sein, Dir weitere Hilfen zu holen.

Ob ich noch Ängste habe? Ja, denn ich bin ein Mensch, genau wie Du. Auch bei mir kommen immer wieder Angstgefühle hoch. Auch ich habe Verlustängste und Existenzängste, besonders in diesen Tagen. Mir hilft es, mir diese Ängste anzuschauen und mich zu fragen, ob sie etwas mir mir zu tun haben oder nicht. Wenn sie mir das Leben gar zu schwer machen, hole auch ich mir Rat und Tat von Menschen, die es gut mit mir meinen.

Liebe & Licht,

Sissell

Stressverstärkende Gedanken

Die 5 höllischsten Stressverstärker-Strategien

Die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst

Unsere Erfahrungen machen uns zu dem, was wir sind. Jeden Tag machen wir Erfahrungen, die unser Denken, unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen, z. B.

  • Ein Autofahrer schnappt dir den letzten freien Parkplatz vor der Nase weg
  • Der Chef hat dir heute wieder mal eine extra Arbeit aufgebrummt
  • Die Bäckereiverkäuferin ist zickig und unfreundlich zu dir
  • Der Gemüsehändler hat dir einen angeschmuddelten Salat eingepackt
  • Deine Partnerin wirft dir vor, dass du ihr nie zuhörst…

Unsere Gedanken bestimmen unsere Realität und was wir fühlen


Prof. Gerd Kaluza, vom GKM-Institut für Gesundheitspsychologie in Marburg, unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Bewertungsvorgänge:

1. Die Situation einschätzen:

“Bewertungen, die eine Einschätzung der Situation bzw. der jeweiligen Anforderungen beinhalten. Anforderungen können entweder als neutral-irrelevant, als angenehm-positiv oder als bedrohlich-schädlich bewertet werden.”

Wenn also eine Herausforderung als bedrohlich oder schädlich eingeschätzt wird, spricht man von einer stressauslösenden Bewertung.

“In eine solche Bewertung gehen die gespeicherten Erfahrungen mit früheren vergleichbaren Situationen ein. Persönliche Bedürfnisse, Motive und Ziele stellen […] die Messlatte dar, an der die persönliche Bedeutung der aktuellen Situation eingeschätzt wird, so Kaluza.”

2. Eigene Bewältigungsmöglichkeiten einschätzen:

Hier werden die eigenen Kompetenzen (interne Ressourcen) im Umgang mit der jeweiligen Herausforderung bewertet. Aber auch Unterstützungsmöglichkeiten durch Dritte, auf die bei der Bewältigung der Aufgabe zurückgegriffen werden kann (externe Ressourcen). Diese Bewältigungsmöglichkeiten werden entweder als ausreichend oder aus nicht ausreichend eingeschätzt. Die letztere Bewertung löst Stress aus, ist also ein stresserzeugender Gedanke.

Dabei spielen unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit eine wichtige Rolle. Welche Bewältigungsmöglichkeiten hatten wir früher in vergleichbaren Situationen? Diese Erfahrungen sind sehr prägend und können uns zu der Überzeugung gebracht haben “Ich bin hilflos”. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der so genannten erlernten Hilflosigkeit (M. Seligman). Diese erlernte Hilflosigkeit wirkt auch in der aktuellen Situation, und wir fühlen uns bei einer bestimmten Anforderung, die an uns gestellt wird, hilflos ausgeliefert.

Haben wir die Erfahrung gemacht, sehr wohl über ausreichende Bewältigungsmöglichkeiten zu verfügen, können diese Erfahrungen unser Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten stärken. Für die aktuelle Situation kann dies bedeuten, dass wir uns selbst vertrauen und uns etwas zutrauen. Wir fühlen uns der Aufgabe gewachsen.

Ein Beispiel:

Dein Chef brummt dir eine neue Aufgabe auf mit der Äußerung, dass er dafür eine/n kompetente/n Mitarbeiter/in braucht. Jetzt kommt es darauf an, wie du die neue Herausforderung einschätzt und wie du deine eigenen Fähigkeiten bewertest.

  1. neutral-irrelevant: “Kein Problem. Das mach ich mit links.”
  2. bedrohlich-schädlich: “Oh, Gott, hoffentlich geht das mal gut. Was, wenn ich das ich das vergeige?”
  3. angenehm-positiv: “Endlich kann ich zeigen, was in mir steckt. Ich freue mich auf die neue Chance.”

Da du dich selbst am besten kennst, wirst du wissen, wie du dich in solchen Situationen fühlst und ob dir die neue Herausforderung eher angenehm oder eher unangenehm ist.

Stress ist das Ergebnis unserer persönlichen Bewertungen

Wenn du auf destruktiven Stress stehst und dich mal wieder richtig unter Druck setzen willst, gibt es eine Sache, die höchst wirksam ist und die du unbedingt tun solltest:

Stressverstärkende Gedanken denken!

Ja, du hast richtig gelesen. Fahre dazu alle stressverschärfenden Denkmuster ab, die du kennst. Dir fällt gerade keins ein? Kein Problem, ich habe die effektivsten für dich zusammengestellt.

Noch ein Tipp: Halte dich bitte genau an die Anweisungen, sonst funktioniert es nicht!

Und hier sind sie – die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst

Strategie 1: “Das darf doch nicht wahr sein”

Dieser Gedanke taucht auf, wenn du eine unangenehme oder schwierige Situation nicht hinnehmen willst. Du weigerst dich, diese Realität zu akzeptieren. Du hast z. B. im Straßenverkehr einen Unfall verursacht, beim Fußball einen Elfmeter verschossen, der die Meisterschaft kostet. Dein Partner hat dich einen Tag vor der Hochzeit sitzenlassen usw.

In diesen Situationen hat unser Gehirn mächtig viel Platz für Gedanken, wie “das darf doch nicht wahr sein”, “das gibt’s doch nicht”, “das glaube ich jetzt nicht” usw.

Wenn du diese Gedanken denkst, kannst du darauf wetten, dass innerhalb kürzester Zeit die Kampfhormone in deinem System die Oberhand gewinnen. Ärger und körperliche Erregung machen sich breit und werden verstärkt. Du spürst einen Widerstand in der Magengegend und wahrscheinlich auch im Hals.

Ich wette, es gelingt dir mühelos, dich mit diesem Gedanken so richtig in deinen Ärger hineinzusteigern. Gut gemacht. Jetzt wird er dich garantiert daran hindern, dich konstruktiv mit der jeweiligen Situation auseinanderzusetzen und das Beste daraus zu machen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, dich schnurstracks in die Stress-Hölle zu katapultieren.

Es gibt jedoch noch eine andere Variante dieses “Nicht-wahr-haben-wollens”. Manche Menschen verleugnen regelrecht die Realität. Sie ignorieren, was passiert ist und blenden die Tatsachen aus. Hierbei handelt es sich jedoch um einen psychologischen Schutzmechanismus, der dich davor bewahrt, von allzu schmerzhaften Gefühlen, wie Angst oder Trauer überwältigt zu werden. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn du vom Tod eines geliebten Wesens erfährst oder eine schlimme Krankheitsdiagnose bekommen hast.

Strategie 2: “Alles Scheiße, deine Elli!”

Eine sehr einfache und effektive Strategie, um dir das Leben zur Hölle zu machen, ist es, wenn du deine Aufmerksamkeit ausschließlich auf die Dinge richtest, die schiefgelaufen sind, die dich stören oder dich sonst wie nerven. Das ist doch sicherlich kein Problem für dich, oder? Na bitte, das dachte ich mir doch.

Mit dieser Vorgehensweise gibst du deinen negativen Erfahrungen eine überdimensionale Bedeutung. Und das Beste daran ist, dass du jeglichen vernünftigen Maßstab verlierst und die positiven Dinge einfach ausblendest.

Eine blöde Bemerkung von deiner Freundin, eine kleine Kritik deines Chefs oder ein verschüttetes Glas Wein können dir das ganze Wochenende versauen.

Schließlich fängst du an, diese negativen Erfahrungen zu verallgemeinern mit Gedanken wie “Immer mache ich alles falsch” oder “Ich bin einfach nicht gut genug” usw.

Mit diesen Gedankenschleifen im Kopf kannst du dich mental so einstellen, dass du garantiert auch noch den Rest des Tages Frust verspürst und diesen sogar mit ins Bett nimmst. Jetzt hast du dich auch noch um den Schlaf gebracht. Ist es nicht faszinierend, wie gut das funktioniert?

Strategie 3: Horrorszenarien oder das Ausmalen negativer Konsequenzen

Du stehst vor einer wichtigen Prüfung, einem Vorstellungsgespräch oder einer Operation? Dann tust du gut daran, dir in allen Farben deren negativen Ausgang auszumalen. Bitte sei hier so kreativ wie möglich und entwerfe dir die fantastischsten Horrorszenarien, wenn du dir das Leben zur Hölle machen willst. Stell dir vor, wie du bei der Prüfung scheiterst und mit Pauken und Trompeten durchfällst. Stell dir vor, wie du beim Vorstellungsgespräch mit puterrotem Kopf dasitzt und keinen Ton hervorbringst. Und stelle dir vor, dass du während der Operation vorzeitig aus der Narkose aufwachst.

Das hilft ungemein, die Kampfhormone in deinem System in kürzester Zeit zum Blubbern zu bringen und zu spüren, wie die Angst dir die Kehle zuschnürt.

Auch solltest du tunlichst Gedanken an frühere, ähnliche Situationen oder Erfahrungen vermeiden, in denen du derartige Herausforderungen mit Bravur gemeistert hast.

In der bevorstehenden Situation selbst wird dann mit großer Wahrscheinlichkeit genau das eintreten, wovor du Angst hast. Aber das war ja der Sinn der Sache, oder etwa nicht?

Du siehst, auch diese Strategie funktioniert hervorragend, wenn du dich genau an die Anweisungen hältst.

Strategie 4: Nimm alles möglichst persönlich

Bist du heute Morgen auf dem Bettvorleger ausgerutscht? Hat deine Tochter eine schlechte Note nach Hause gebracht? Streikt der Drucker? Hat dein Nachbar dich schon wieder nicht gegrüßt? Oder bist du in ein Hundehäufchen getreten?

Dann solltest du diese Ereignisse oder Verhaltensweisen unbedingt persönlich nehmen. Rede dir immer wieder ein, dass all dies nur geschieht, um dich persönlich anzugreifen, zu beleidigen oder herabzusetzen.

Hilfreich ist es auch, wenn du dir selbst die Schuld an allem gibst. So wirst du im Laufe des Tages immer wieder Gelegenheiten finden, wo du dich aufregen kannst und in die Luft gehen, wie das HB-Männchen etc.

Praktiziere dies regelmäßig, wenn du deinen Blutdruck dauerhaft erhöhen möchtest oder dir sonst jegliche Aufregung im Leben fehlt.

Strategie 5: Betone stets deine Schwächen

Richte deine Aufmerksamkeit stets auf deine Schwächen, Defizite und Misserfolge. Setze dich ausschließlich mit deinen Schwächen auseinander und ignoriere deine Stärken und Erfolge. Das untergräbt dein Selbstvertrauen, das du eigentlich bräuchtest, um den täglichen Anforderungen des Lebens gelassen und sicher entgegengehen zu können.
Bedenke: Steter Tropfen höhlt den Stein!

So, nun weißt du, was du tun kannst, um dir selbst das Leben schwer zu machen.

Was denn? Du willst das gar nicht? Ja, wozu habe ich dir dann diese nützlichen Tipps zusammengestellt?

Okay, ich habe auch eine gute Nachricht für dich: Du hast nämlich die Wahl! Jawohl. Du kannst selbst bestimmen, was du denken und wie du dich fühlen willst. Positiv oder negativ.

Ist das nicht großartig? Welch eine Macht dir das gibt!

Das bedeutet allerdings auch, dass du für deine Gedanken verantwortlich bist. Denn sie bestimmen deine Realität oder, wie der französische Physiker J.E. Charon sagte:

“Die Welt ist, was ich von ihr denke!”

Du wirst dich vielleicht fragen, wie das gehen soll mit der freien Wahl der Gedanken. Schließlich hast du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, die dich bis heute geprägt und dein Denken und Verhalten bestimmt haben. Und nun komme ich daher und verlange vor dir, den Schalter umzulegen und alles anders zu sehen als bisher? Diese Vorstellung läuft dem Gefühl in deiner Magengrube gerade total zuwider?

Oh ja, das glaube ich dir.

Nur, wenn du dir das Leben nicht selbst zur Hölle machen willst, indem du immer wieder die gleichen zerstörerischen Denk- und Verhaltensmuster abfährst, solltest du allmählich damit beginnen, etwas zu verändern.

Und Veränderungen sind (fast) immer mit einem unangenehmen Gefühl verbunden, nicht wahr? Schließlich müssen wir unsere Komfortzone verlassen und uns auf unbekanntes Terrain begeben, wenn wir etwas Neues lernen und uns weiterentwickeln wollen.

Die gute Nachricht: Es gibt nicht nur stressverstärkende Gedanken, sondern auch stressreduzierende, förderliche Gedanken. Darauf komme ich nächste Woche zu sprechen.

Bis dahin kannst du selbst einmal prüfen, welche der vorhin genannten stressverstärkenden Strategien bei dir mehr und welche weniger ausgeprägt sind.

Ach, übrigens: Kennst du die Geschichte von Peter Pan? Erinnerst du dich noch an seinen Ausspruch

“Ein wundervoller Gedanke, und du kannst fliegen”

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Montagsspruch