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Wenn Dich mal wieder die Angst packt…

Angst ist kein guter Begleiter

In diesen Tagen höre ich von immer mehr Menschen, daß sie Angst haben bzw. daß sich Ängste in ihnen breit machen, die sie vor einiger Zeit noch nicht hatten:

  • “Angst vor dem Flüchtlingsstrom, der kein Ende nimmt.”
  • “Angst vor radikalem Islamismus und zunehmender Islamisierung in Deutschland und Europa.”
  • “Angst vor Zwangsenteignungen.”
  • “Angst vor großen Einbußen und Verlusten.”
  • “Angst vor (erneutem) Krieg.”
  • “Angst, daß mir oder meiner Familie etwas zustößt.”
  • “Angst, daß “es” wieder passiert.”
  • “Angst vor der Angst.”

Siehst Du Dir die Mainstream-Nachrichten im TV an, hörst Du Mainstream-Radio und liest Du Mainstream-Zeitungen, dann wird Dir ganz anders, nicht wahr? Da stehen nämlich nur negative Meldungen drin. Nachrichten, die den Menschen Angst machen. Nachrichten, die den Menschen Angst machen SOLLEN!

Du magst es glauben oder nicht, aber genau das ist gewollt. Daß Du und ich und alle Menschen Angst haben.

Da stellen sich gleich zwei Fragen:

1. Wer will das?

2. Wozu?

Im Grunde sind die beiden Fragen schnell beantwortet:

Zu 1: Die weltweite Finanzelite.

Zu 2: Um ihre Macht auszubauen und den Planeten zu beherrschen (Neue Weltordnung).

Du mußt wissen, daß es einige Großfamilien, so genannte Clans auf dieser Erde gibt, die seit einigen Jahrhunderten die Macht und die Ressourcen dieses Planeten unter sich aufteilen. Namen wie Rockefeller und Rothschild hast Du sicherlich schon gehört oder davon gelesen. Diese Clans haben so viel Geld, dass man die Zahl nicht einmal aussprechen kann. Seit dem sie die Menschen vom Geld abhängig gemacht haben, bestimmen sie, wo es lang geht. Sie verändern, ignorieren und verbiegen Recht und Gesetz, beeinflussen Politiker auf der ganzen Welt (ja, auch die US-amerikanischen), streuen Zwist und Zwietracht, bestimmen, wer wann gegen wen einen Krieg anzettelt, finanzieren beide Seiten und legen bereits vorher fest, wer “gewinnt”. Sie kontrollieren die Banken und die Medien und machen sich die Welt, wie es ihnen gefällt.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), Gründer der Rothschild-Bankendynastie
 
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
 - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System ihnen feindlich ist." - Gebrüder Rothschild, London, am 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner

euro-96594_640So, jetzt weißt Du’s. Die große Masse der Menschen auf diesem Planeten ist also zu blöd, um zu begreifen, was hier läuft. Das ist eine unverschämte Behauptung der Gebr. Rothschild, nicht wahr. Aber leider haben sie recht. Die breite Masse weiß tatsächlich nicht, was hier läuft. Zu behaupten, sie wären geistig nicht fähig zu begreifen, halte ich allerdings für ein Gerücht. Die meisten Menschen begreifen sehr wohl, wenn man es ihnen einfach erklärt.

Aber einfach ist in dieser Welt nichts – außer der Wahrheit, die ist immer einfach. Wann immer etwas kompliziert wird, weißt Du, daß es mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Die sollen wir nämlich gar nicht wissen. Wir sollen in Unwissenheit, Angst und Abhängigkeit gehalten werden.

Und wie macht man das am besten?

  • Indem man uns erzählt, daß die Rohstoffe knapp werden.
  • Indem man uns erzählt, daß wir von Terror bedroht sind.
  • Indem man uns erzählt, daß wir den Gürtel mal wieder enger schnallen müssen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Rassisten sind, wenn wir uns darüber beschweren, daß unsere Brüdern und Schwestern aus dem Ausland unseren Sozialstaat ausnutzen, während wir von den Jobcentern von einer Maßnahme in die nächste gesteckt werden und mit Sanktionen belegt werden, wenn wir unsere “Mitwirkungspflicht” vernachlässigen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, so etwas wie Nationalstolz zu fühlen oder darüber nachdenken, unsere Heimat zu verteidigen, wenn wir uns bedroht fühlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir eine Kollektivschuld haben und daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, darüber nachzudenken oder gar zu äußern, daß wir keine Lust mehr haben, immer noch unsere “Schuld(en)” aus dem 2. Weltkrieg abzuzahlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir uns weigern, Griechenland oder andere bankrotte Staaten unter den Rettungsschirm zu nehmen.

Und so weiter und so fort…

Merkst Du was?

Die Masse muss dumm und in Angst gehalten werden, sonst lehnt sie sich womöglich auf. Leider sind die Massen sehr leicht zu beeinflussen und zu lenken. Was glaubst Du wohl, warum das TV-Programm immer anspruchsloser wird? Tagsüber gibt es Hartz IV-TV. Und wenn doch einmal eine einigermaßen informative oder anspruchsvolle Sendung gezeigt wird, läuft sie meistens am späten Abend oder nachts.

Die Klatschmagazine sind voll von unnützen Nicht-Informationen, wie zum Beispiel der junge Lover von Heidi Klum, die neue Yacht der Geissens oder die Arsch-OP von Kim Kardashian.

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wieso ich etwas über das Hinterteil von Kim Kardashian weiß?

Nun ja, auch ich gehe hin und wieder zum Friseur, habe einen Fernseher, einen Computer mit Internet und höre beim Autofahren Radio. Mein Mann schaut sich gerne die Nachrichten an, um im Bilde zu sein, wie er immer so schön sagt. Ich renne bei den Nachrichten meistens raus, weil ich diesen gequirlten Mist einfach nicht mehr sehen und hören will. Aber irgendwie läßt es sich nicht vermeiden, daß ich das eine oder andere doch mitbekomme. Und ganz ehrlich: Manchmal schaue ich mir auch was Unterhaltsames im Fernsehen an. Ich will mich nicht ständig mit hochgeistigen Dingen beschäftigen, und da kann ich auch schon mal über den Silikon-Pöter von Kim Kardashian lachen.

Freunde von uns meinen, man müsse sich doch informieren. Es könnte doch sein, daß der 3. Weltkrieg ausbricht, und dann? Nun, ich bin der Meinung, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, erfahre ich es eben eine halbe Stunde später, was soll’s.

In Mary Wollstonecrafts Verteidigung der Rechte der Frau aus dem Jahr 1792 heißt es:

"...Die Masse der Menschheit muß in Unwissenheit erhalten werden, sonst würden die willfährigen Sklaven zur Erkenntnis ihrer Abhängigkeit kommen. Die Menschen beugen sich vor ihren Unterdrückern... Statt auf ihrem angeborenen Recht der Freiheit zu bestehen, kriechen sie im Staube und sagen, wir wollen essen und trinken, denn morgen können wir sterben. Von den Frauen gilt das selbe. Sie erniedrigen sich aus dem gleichen Hang, den Moment zu genießen, und schließlich verachten sie eine Freiheit, die zu erringen sie nicht Kraft genug haben."

Wie lenkt man das gemeine Volk am besten ab?

Vergnügungsparks, Sport- und Konzertveranstaltungen, Kinofilme, Videospiele sowie schlecht bezahlte Jobs halten die Menschen beschäftigt. Wer mit Sorgen um den Arbeitsplatz oder Sorgen um seine Krankheit, mit Kindererziehung oder der Pflege von Familienangehörigen beschäftigt ist, der ist viel zu müde, um sich mit den Geschehnissen in der Welt auseinanderzusetzen. Der kriegt auch nicht mit, daß unsere Politiker uns belügen, daß sich die Balken biegen. Wem das Wasser bis zum Hals steht, der ist nicht in der “Stimmung” über Fragen der Freiheit und des menschlichen Schöpfungspotenzials nachzudenken. Die Medien tun durch einseitige Berichterstattung bzw. Zensur ihr übriges dazu, die Masse der Menschen im Interesse der Machthaber zu manipulieren. Nein, wir haben keine Pressefreiheit, falls Du dieser Meinung gewesen sein solltest.

Minderwertige Nahrungsmittel, Drogen und Medikamente, Strahlung jeglicher Art, jegliche Art von Zwängen, die das System uns auferlegt sowie gezielte Desinformationen an Schulen und Universitäten tragen nicht dazu bei, daß der Mensch sein volles Potenzial entfalten kann. Im Gegenteil, dies soll ja gerade verhindert werden.

Gesetze, die schon lange keine Gültigkeit mehr haben bzw. die noch nie Gültigkeit hatten und dennoch angewendet werden, dienen nicht den Völkern und den Menschen, sondern ausschließlich der Machtelite. Warst Du schon einmal bei Gericht? Hast Du vielleicht selbst schon einmal einen Prozeß erlebt? Hast Du jemals erlebt, daß es bei Gericht um Gerechtigkeit geht? Ein weiser Spruch sagt: “Bei Gericht bekommst Du keine Gerechtigkeit, da bekommst Du ein Urteil.”

All diese Dinge zusammen genommen + Genderwahn + politische Korrektheit können einen Menschen schier in die Verzweiflung treiben. Und genau das, liebe Leserin und lieber Leser, ist gewollt. So, das war nun aber eine Ausnahme. Wie Du sicher schon bemerkt hast, verwende ich überwiegend die männliche Schreibweise. Nicht, um Dich, liebe Leserin zu diskriminieren, sondern weil ich diesen Genderwahnsinn nicht mitmache. Das ist alles.

Woher kommen unsere Ängste?

Ursprünglich sollte dieser Artikel gar nicht so politisch werden. Aber weil gerade in den letzten Wochen und Monaten so viele Menschen ihre Ängste geäußert haben, wollte ich das einmal aufgreifen und beleuchten, woran das liegt. Und da komme ich am Weltgeschehen nun mal nicht vorbei. Denn die Angst der Menschen gründet tief, sehr tief.

Manchmal sind es gar nicht unsere eigenen Ängste, die da ihr Spiel mit uns treiben, sondern wir haben die Angst als Muster von unseren Eltern oder Großeltern übernommen. Besonders, wenn diese den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Vielleicht hast Du schon einmal von Second-Generation-Traumata gehört. Es handelt sich dabei um traumatische Symptome oder Ängste, die mit unserem Leben gar nichts zu tun haben, sondern die wir quasi geerbt haben. Schwere Traumata können das Ergbut verändern. Ein sehr empfehlenswertes Buch hierzu heißt “Wie Traumata in die nächste Generation wirken” von Udo Bear und Gabriele Frick-Baer.

challenge-73325_640Aber natürlich wirken sich auch unsere eigenen Erfahrungen auf unsere psychische, emotionale und mentale Stabilität aus und beeinflussen unser Selbstwertgefühl. Seien es Erfahrungen aus der Kindheit, dem Erwachsenenleben oder auch aus früheren Inkarnationen, die wir immer noch als Erinnerung in unserer DNA tragen und die unseren Charakter formen.

Angst wird durch vielerlei Dinge ausgelöst. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, z. B. Medikamente, schwaches Selbstwertgefühl, Verlust des Arbeitsplatzes uvm.

Und die Machtelite weiß genau, was Menschen Angst macht, sie sind Spezialisten darin. Macht über einen Menschen auszuüben, ist für viele sehr erregend, das geht bis hin zur sexuellen Erregung. Und es gibt auch Menschen, die es scheinbar erregend finden, sich runtermachen zu lassen. Aber die meisten Menschen wollen in Frieden und Harmonie leben. Sie wollen auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Sie wollen Freude geben und Freude empfangen. Sie wollen ein Leben in Liebe, Gerechtigkeit und im Einklang mit dem Kosmos.

Nicht die Menschheit, nicht die Völker sind es, die Krieg wollen, es sind immer nur einige wenige, die den Hals nicht voll bekommen und sich daran aufgeilen, andere zu beherrschen.

Was macht die Angst mit Dir?

Angst fühlt sich grauenhaft an, nicht wahr? Es ist ein Gefühl, wie wenn man unter sich macht. Als hätte man Flugzeuge im Bauch. Herz schlägt bis zum Hals, der Blutdruck steigt, das Blut rauscht in den Ohren. Wir bekommen schweißnasse Hände, der kalte Schweiß steht uns auf der Stirn. Wir werden unruhig und nervös, zittern. Wir spüren ein Beklemmungsgefühl in der Brust, wie die eiserne Faust, die sich um unser Herz schlingt. Die Stimme versagt uns, der Mund wird trocken, der Hals wird eng. Atemnot und Erstickungsgefühle, Bauchschmerzen, Taubheitsgefühle, Schwindel und Benommenheit können sich zeigen.

FreezeandFragmentAngst lähmt. Wenn es uns nicht gelingt, die Angstsituation zu verlassen bzw. bei Gefahr zu kämpfen oder zu fliehen, erstarren wir zu Eis (Freeze). In diesem Zustand von Todesangst, in dieser Schockstarre sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu denken. In diesem Moment wird das Angsterlebnis innerpsychisch als Trauma verarbeitet, und das Erlebnis wird zersplittert (Fragment), so daß es nicht mehr zusammenhängend erinnert werden kann. Dies ist eine Überlebensfunktion, die unser Organismus automatisch abfährt. Hierzu habe ich bereits ausführlich geschrieben. Du kannst dies auch in meiner Publikation SystemischeAuswirkungenFremdtötung nachlesen. Einfach auf den Link klicken und kostenlos herunterladen.

Was machst Du mit der Angst?

Natürlich gibt es begründete Ängste. Und es ist auch gut so, wenn wir die spüren, denn sie schützen uns vor falschen Handlungen bzw. Gefahren. Es gibt aber auch unbegründete Ängste bzw. Angst, von der wir gar nicht wissen, wo sie herkommt. Dann geht es zunächst darum, dies herauszufinden.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Ängsten umzugehen. Verhaltenstherapie soll ja das Mittel der Wahl sein. Das behaupten aber nur “Mainstream-Experten”. Ich persönlich halte nichts davon, wenn den Menschen erzählt wird, sie müssten lernen, mit ihrer Angst zu leben bzw. sie müssten sich der Angst stellen (Konfrontation bzw. Exposition). Das ist meines Erachtens nur ein weiterer Ansatz, wie das System (Krankenkassen, Pharmaindustrie) Menschen in Unwissenheit und Abhängigkeit hält. Bewältigungsstrategien entwickeln und lernen, mit der Angst umzugehen, können allenfalls Schritte auf dem persönlichen Heilungs- oder Friedensprozeß sein, keinesfalls jedoch die Endlösung. Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich weiß nicht, wie Du das siehst.

Eine liebe Kollegin von mir half mir vor einigen Monaten, mit meinen eigenen Ängsten fertigzuwerden. In mir kam plötzlich eine Angst hervor, die mich eiskalt packte. Sie hatte mit meinem jetzigen Leben nur bedingt etwas zu tun. Es waren alte Ängste aus vergangenen Leben, die mein jetziges immer noch beeinflussen. Durch eine bestimmte Situation wurde diese Angst, ich möchte fast sagen, es war Todesangst, noch einmal präsent. Für meinen Geschmack zu präsent, aber ich mußte nun einen Weg finden, damit umzugehen.

Wir sprachen also eine Weile miteinander, und auf einmal sagte meine Kollegin einen Satz, für den ich ihr ewig dankbar sein werde, der mich auf der Stelle beruhigte und mich aus diesem grauenhaften Zustand herausbrachte:

“Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht!”

Ich ließ diesen Satz ein paar Sekunden in mir wirken und spürte sofort, daß er wahr ist.

Wann immer ich in einer Situation bin, die mir Unbehagen bereitet, fällt mir sofort dieser Satz wieder ein: Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht! Ich denke ihn ein paar Mal in Gedanken oder sage ihn mir vor, und augenblicklich stellt sich ein Gefühl der Ruhe und inneren Sicherheit ein.

Ich möchte Dich dazu ermuntern, das auch zu machen, wenn Du Angst in Dir verspürst. Einen Versuch ist es wert, und wenn Du alleine mit Deiner Angst nicht klarkommst, stehe ich Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Denn eins ist klar, Angst beeinflußt unser Denken und Handeln und hindert uns daran, in unsere Schöpferkraft zu kommen. Ein Blog-Beitrag, ein Text im Internet oder ein Buch helfen da nur bedingt und können allenfalls eine Information oder Anregung sein, Dir weitere Hilfen zu holen.

Ob ich noch Ängste habe? Ja, denn ich bin ein Mensch, genau wie Du. Auch bei mir kommen immer wieder Angstgefühle hoch. Auch ich habe Verlustängste und Existenzängste, besonders in diesen Tagen. Mir hilft es, mir diese Ängste anzuschauen und mich zu fragen, ob sie etwas mir mir zu tun haben oder nicht. Wenn sie mir das Leben gar zu schwer machen, hole auch ich mir Rat und Tat von Menschen, die es gut mit mir meinen.

Liebe & Licht,

Sissell

Energieräuber

Energievampire II – 9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

Wie du Dich energetisch schützen und reinigen kannst

Ich hatte Dir in der letzten Woche versprochen, dass ich Dir heute einige Methoden vorstellen will, wie Du dich gegen Energievampire schützen kannst.

Und deshalb mache ich das jetzt auch.

Also, es gibt in der Tat viele Möglichkeiten, sich gegen Energieräuber zu wehren. Da wird sicherlich auch für Dich die eine oder andere dabei sein, die Du gut anwenden kannst.

Claudia Dieckmann vom Institut für Energiearbeit in Wien nennt die Art, sich gegen Energievampire zu wehren “Energetische Selbstverteidigung”.

9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

1. Aufmerksamkeitsentzug

Entziehe dem Energieräuber Deine Aufmerksamkeit, wenn Du merkst, dass Dir das Gespräch mit einer bestimmten Person nicht guttut. Brich das Gespräch ab und verlasse die Situation.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil es sich bei dem Energieräuber um eine Person handelt, die Du nicht einfach loswerden oder stehenlassen kannst (z. B. Chef, Partner etc.), dann schau in eine andere Richtung, höre nicht mehr hin bzw. lass Deine Gedanken schweifen. Drehe dich von der Person etwas weg, wende Dich zur Seite.

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Du kannst selbst abwägen, was Dir passend erscheint.

2. Arme vor dem Solar Plexus verschränken

Das ist ein hochwirksamer Schutz für dein Energiezentrum im 3. Chakra (Machtzentrum). Die Themen dieses Charkas sind: Gedanken, Glaubenssätze, Persönlichkeit, Selbstsicherheit, Wille, Macht, Handeln, Kontrolle. Indem Du die Arme vor dem Bauch verschränkst, hast Du in diesem Moment die Kontrolle und Macht über Dein Energiefeld und lässt keine Fremdenergien hinein. Du hast das sicherlich schon oft gemacht, ohne Dir dessen bewusst zu sein.

3. Beine übereinanderschlagen

Dies bietet Dir Schutz im 1. und 2. Chakra (Wurzelchakra und Sakralchakra).

Themen des Wurzelchakras:
Lebenskraft, Überleben, Sicherheit, Urvertrauen, Körperlichkeit, Beziehung zur materiellen Ebene des Lebens, Stabilität und Durchsetzungskraft.

Themen des Sakralchakras:
Fluss der Lebensenergie, Kanal für die kreative Energie des Lebens (Schöpfungsenergie), Erfahren der Welt, Lebendigkeit, Verlangen/Begehren, Lebensfreude, Emotionen, Lust, Sexualität.

Das Übereinanderschlagen der Beine schützt diesen Bereich. Du machst im wahrsten Sinne des Wortes zu. Auch das tun wir unbewusst ganz oft. Meist haben wir dabei gar nicht die Absicht, unser Energiefeld zu schützen, aber das passiert ganz automatisch.

4. Füße kreuzen

Du sitzt, hast aber keine Möglichkeit, die Beine übererinanderzuschlagen. Dann kreuze einfach die Füße. Auch das unterbricht den Energiefluß. Dein Energiefeld ist damit nicht ganz offen für alles, was von außen auf die einprasselt.

traditional necklace5. Türkise tragen

Das Tragen von echten Türkisen, z. B. einer Türkiskette oder eines Türkisarmbandes lässt keine destruktiven Energien an dich ran bzw. in dein Energiefeld hinein. Sie wirken wie ein energetischer Schutzschild. Du solltest die Türkise allerdings nicht Tag und Nacht tragen, da sie leider auch nichts rauslassen. Daher immer mal für einige Stunden abnehmen, die Türkise mit Kristallsalz reinigen (einfach für 2 Stunden ins trockene Salz legen, bitte kein herkömmliches Speisesalz) und in anschließend in getrommelten Bergkristallchips wieder aufladen (2 Stunden). Bitte achte darauf, daß Du echte Türkise trägst. Im Handel werden oft nachgemachte angeboten, da sie günstiger sind.

6. Belastende Energie ableiten

Fühlst Du Dich schwer, weil jemand seinen Seelenmüll bei Dir abgeladen hat, so solltest Du diese belastende Energie schleunigst wieder loswerden. Es sei denn, Du leidest gern.

Setze dich bequem hin und stelle die Füße parallel auf den Boden. Stell dir nun vor, wie du über deine Fußsohlen deinen emotionalen und energetischen Müll an Mutter Erde übergibst. Bitte sie, Deine Belastungen aufzunehmen und sie in nährende Energien umzuwandeln. Ganz so wieder Wald, der das welke Laub in  nährstoffreichen Humus wandelt.

7. Energie auftanken

So, wie Du Belastungen an Mutter Erde abgegeben hast, kannst du auch nährende Energien von ihr aufnehmen, wenn Du dich leer und ausgelaugt fühlen solltest.

Stell Dir vor, wie aus Deinen Füßen Wurzeln wachsen, die sich tief in das Erdreich graben, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo sie von helfenden Wesen verankert werden. Bitte Mutter Erde, dich mit allem zu versorgen, was Du brauchst. Strecke Deine Arme in den Himmel und spüre das Sonnenlicht auf deinem Gesicht und deinem Körper. Nimm jetzt die nährenden und heilenden Energien der Erde und des Himmels in Dir auf. Tue dies so lange, bis Du das Gefühl hast, dass es genug ist.

Du kannst diese Übungen ganz bewusst, mit Bewegung und Wort ausführen oder sie Dir einfach nur vorstellen. So kannst du sie auch zwischendurch anwenden, wenn Du gerade in einer voll beladenen U-Bahn oder im Aufzug fährst. Wann immer Du Gelegenheit hast, Dein Gesicht in die Sonne zu strecken, nutze sie. Licht ist enorm wichtig. Es hebt die Stimmung und stärkt Dein Energiefeld.

Schutzengel8. Das Blaue Licht von Erzengel Michael

Ich persönlich arbeite gerne mit der Energie von Erzengel Michael. Wenn Dir das komisch vorkommt oder zu spinnert, dann ist diese Übung vielleicht nichts für Dich. Aber vielleichst möchtest Du ja auch ein wenig experimentieren und mal was Neues ausprobieren:

Erzengel Michael übermittelt mit der Energie des blauen Lichtstrahls Schutz, Kraft und Sicherheit. Das Blaue Licht wandelt lähmende Angst in Mut und bringt Dir Deine Handlungsfähigkeit zurück.

Ich bitte Michael dazu um seinen blauen Mantel des Schutzes und der Führung. Ich nehme dabei wahr (vor meinem geistigen Auge wie auch energetisch am ganzen Körper), wie ich vom Blauen Lichtstrahl vollständig eingehüllt werde. Das schöne an dieser Übung ist, dass sie so schnell geht. Du brauchst Michael lediglich um Blaues Licht zu bitten und davon auszugehen, dass es geschieht.

Erzengel Michael wird nicht umsonst mit Schwert und Schild dargestellt. Er hilft Dir dabei, destruktive Verbindungen, die Dich behindern und Dir nicht mehr dienlich sind, mit dem Schwert zu durchtrennen. Bitte ihn einfach darum, wann immer Du es brauchst.

die_violette_flamme9. Die Violette Flamme

Die Violette Flamme der Transformation ist ein wundervolles Geschenk der Geistigen Welt. Ihr Hüter ist St. Germain, der zu seinen Lebzeiten als der Graf von St. Germain bekannt war. Er lebte viele Leben auf dem Planeten Erde und war Meister der Transformation und Manifestation. Mit dem Beginn des Wassermannzeitalters ist er der Hüter der Erde und für die Transformation auf unserem Planeten zuständig.

Bitte St. Germain um die Violette Flamme. Stell Dir vor, wie sie Dich einhüllt und Deine komplette Aura sowie alle Zellen deines Körpers reinigt und klärt. Die Violette Flamme reinigt negative Energien und Wunden auf allen Ebenen Deines Seins, also physisch und geistig. Sie holt alte Verkrustungen aus Deinem System und transformiert sie in kraftvolle, nährende Energien, die Dir dann wieder zur Verfügung stehen.

Ich mache es oft so, dass ich vor dem Einschlafen mit der Violetten Flamme arbeite. Ich bitte sie, wie ein Wirbelwind durch mein komplettes Energiesystem zu fegen und alles zu reinigen, was gereinigt werden muß. Ich vertraue darauf, daß sie weiß, was sie zu tun hat. Dabei schlafe ich regelmäßig ein.

Kommt Dir das komisch vor oder klingt Dir das zu esoterisch? Auch gut. Es gibt ja auch bodenständigere Methoden, um dein Energiefeld zu reinigen und dich vor Energievampiren zu schützen. Du hast einige davon jetzt kennengelernt oder wendest sie womöglich auch schon.

Lerne, Dein persönliches Kraftfeld zu stärken

Wie Du Dein persönliches Kraftfeld stärken, verankern und in bevorstehenden Situationen nutzen kannst, zeige ich Dir im persönlichen Gespräch. Wir brauchen hierfür ca. eine Stunde, dann kannst Du es alleine und brauchst mich dafür nicht mehr!

Kosten: einmalig 75 €

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Bildquellen:

Türkisschmuck: www.edelstein-koenig.de
Schutzengel gesucht: www.shop-027.de
Violette Flamme – http://kristallburg.ch/index.php/die-violette-flamme.html

Der Zauber der Weihnacht – so erzeugst du Frieden und Sicherheit

Denkst du, es ist noch zu früh, um jetzt schon über Weihnachten nachzudenken? Ich finde, über Weihnachten kann man gar nicht früh genug nachdenken. Nein, ich meine nicht den Spekulatius, die Dominosteine oder die Adventskalender, die schon bald wieder in den Supermartregalen zu finden sind. Ich meine den Gedanken oder besser gesagt den Zauber der Weihnacht…

In Zeiten wie diesen,

wo wir täglich, ja sogar stündlich mit dem Flüchtlingsdrama in Europa konfrontiert werden, wo wir durch die veröffentlichte Meinung von Politikern und Regierungen über die Mainstream-Medien manipuliert und eingelullt werden, wo Menschen und Völker gegeneinander aufgehetzt werden, wo Kriege entfacht werden, um eine neue Weltordnung der so genannten Finanz-Elite durchzusetzen, haben die meisten Menschen ihren Blick für’s Wesentliche verloren.

Verwirrung, Unsicherheit, Angst und Hass sind ein Ausdruck fehlender LIEBE. Und wer Verwirrung, Unsicherheit, Angst und Hass absichtlich unter den Menschen verbreitet, der ist von der LIEBE so weit entfernt, wie man nur sein kann.

Und wir regen uns über alles Mögliche auf:  Politiker, Banken, Gesellschaft, Arbeitskollegen, Vorgesetze, Freunde,  ja sogar über unsere eigene Familie.

Außer an Weihnachten: Da sitzen wir mit der “buckligen Verwandtschaft” unterm Christbaum und tun so, als gäbe es für uns nichts Schöneres als das traute Beisammensein im Kreise der Familie. Und soll ich dir was sagen: Viele empfinden das tatsächlich so. Sie streiten sich das ganze Jahr, aber an Weihnachten kehrt plötzlich Frieden ein.

Woran liegt das?

Es fängt schon in der Adventszeit an. Sicherlich sind die vier Wochen bis Heiligabend auch mit Stress verbunden. Da werden Plätzchen gebacken, auf den letzten Drücker Geschenke besorgt, Vorbereitungen getroffen und so weiter und so fort.  Alles, was wir das ganze Jahr über nicht tun und was dann zusätzlich noch auf uns einprasselt.

Und plötzlich, mit einem Mal spüren wir es:

In den ganzen Vorweihnachtsstress mischt sich so ein zartes Gefühl, ganz diffus, noch nicht wirklich spürbar, aber dennoch da. Wir ertappen uns dabei, wie ein Lächeln über unser Gesicht huscht.  Ist es Vorfreude oder vielleicht etwas anderes? Einerseits graut es uns vor den Feiertagen, die für viele ja auch mit Verpflichtungen verknüpft sind, auf die sie lieber verzichten würden. Andererseits lassen wir uns (bewusst oder unbewusst) ganz sanft einfangen vom Zauber der Weihnacht.

Ich spüre, wie ich mehr und mehr bei mir selbst ankomme (Advent = Ankunft).

Der Zauber der Weihnacht – was ist das eigentlich?

Das bunte Treiben des Sommers beruhigt sich, ebenso wie die Naur, draußen wird es still. Und in uns auch. Wir haben nunmehr Gelegenheit, uns auf uns selbst zu besinnen und auf das, was uns wichtig ist. Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen, Zeit für Selbstreflektion.

Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten und behaupten, es sei das Fest der LIEBE.

Viele empfinden das sicher auch so. Außer diejenigen, bei denen die Geschenke an erster Stelle stehen und die Frage, wieviel es dieses Jahr abzusahnen gibt. Aber mit denen will ich mich hier nicht befassen.

Da, wo man die Bedeutung von Weihnachten noch kennt, weiß man, dass der Gedanke der Weihnacht geprägt ist von FREUDE und ZUVERSICHT.

Und jedes Jahr spüren wir es aufs Neue. Ich persönlich fühle mich an diesen Tagen besonders erfüllt von FRIEDEN, STILLE und einer sehr klaren, inneren ZENTRIERTHEIT.

Das ist der Zauber der Weihnacht. Es bedeutet, ganz bei uns zu sein, in unserer Mitte. Wenn wir in unserer Mitte sind, gibt es keine Unsicherheit, keine Angst, keinen Hass und keinen Krieg. Nur Stille, Zentriertheit und Klarheit. Das ist ein Zustand absoluter Sicherheit und Stabilität! Verstehtst du das? Sicherheit kann uns niemals von außen gegeben werden, durch keinen Job, durch keine Polizei und durch keine Regierung. Sicherheit kommt immer aus uns selbst, so wie auch alle anderen Qualitäten immer aus uns selbst kommen.

Jedes Jahr bitte ich darum, den Gedanken von Weihnachten übers ganze Jahr aufrechterhalten zu können. Das mache ich seit ca. 3 Jahren. Doch ich will offen sein: in den ersten beiden Jahren gelang es mir nicht. Spätestens nach Ostern war ich wieder total von meinem Alltag eingefangen und regte mich über Politiker, Banken, Gesellschaft, Arbeitskollegen, Vorgesetze, Freunde,  ja sogar über meine eigene Familie auf.

Den Zauber der Weihnacht weitertragen

In diesem Jahr ging es schon etwas besser. Ich habe zumindest zwischendurch an den Zauber der Weihnacht gedacht. Und es ist mir tatsächlich gelungen, ihn zu fühlen, in mir größer werden zu lassen und diesen wundervollen Gedanken in die Welt hinauszusenden.

Stell dir vor, was passiert, wenn sich plötzlich LIEBE und FRIEDEN überall breitmachen.

Kannst du ansatzweise erahnen, welche Macht jeder Einzelne von uns hat? Wenn immer mehr von uns in eine Haltung von LIEBE, FRIEDEN und ZUVERSICHT kommen, dann werden sich diese Qualitäten recht schnell verbreiten. Wenn wir diesen Gedanken einmal weiterdenken (pardon, aber als Systemikerin kann ich nicht anders) dann entsteht vor unseren Augen ein ganz neues Weltbild. Und es wird nicht nur ein Bild bleiben, sondern zu unserer REALITÄT werden! So funktioniert Schöpfung, du erinnerst dich?

Und dabei ist es gar nicht notwendig, dass ALLE Menschen das tun. Ein gewisser Prozentsatz genügt bereits, um uns aus der Dualität in höhere Qualitäten hineinzuentwickeln.

Das bedeutet, dass alles, was nicht mit diesen Qualitäten in Resonanz geht (also, was nicht auf der selben Wellenlänge liegt), verschwindet. Konstrukte aus Raffgier, Neid, Machtbesessenheit, Korruption, Angst und Krieg fallen in sich zusammen, ebenso wie ihre Konstrukteure.

Sage also bitte nie wieder: “Ich bin allein, ich bin zu klein, ich kann ja doch nichts machen!” Du bist wichtig, so wie jeder Einzelne von uns.  Sonst wärst du nicht hier!

Der Zauber der Weihnacht ist nichts anderes als die BEDINGUNGSLOSE LIEBE zu allem was ist. An die kannst du dich jeden Tag aufs Neue erinnern, du kannst sie in dir erzeugen, allein mit deiner Absicht. Dann kannst du sie in dir fühlen, größer werden lassen und deinem Nachbarn schicken. Du kannst abends mit ihr einschlafen und morgens mit ihr aufwachen. Verstehst du, was ich meine?

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

Früher gehörten Rituale zum Alltag, wie das Ei zum Spinat. Der berufliche sowie der private Alltag wurde zu festen Zeiten und in festgelegten Abläufen gestaltet. Vor dem Essen wurde gebetet, samstags war Badetag und – nicht zu vergessen – sonntags ging man zum Gottesdienst (sofern man religiös war).

Heutzutage werden liebgewonnene Gewohnheiten eher belächelt, vielen sind sie sogar peinlich. Starre Traditionen sind out und müssen aufgebrochen werden. Nur wer flexibel ist, bringt es auf der Erfolgsleiter nach oben. Abenteuer und Adrenalinkicks liegen heute voll im Trend und treffen den Nerv der Zeit.

Dabei ist den meisten von uns gar nicht bewusst, dass unser Alltag trotzdem jede Menge Rituale enthält, die wir aber gar nicht als solche betrachten. Und manchmal handelt es sich um Rituale, die uns gar nicht guttun.

Was meine ich damit?

toothbrush-313768_640Ein Ritual ist, wie wir wissen, eine Handlung nach einem festgelegten und immer wiederkehrenden Ablauf. Die Handlung wiederholt sich immer auf die gleiche oder annähernd ähnliche Weise. Dabei können Rituale sich im Laufe der Zeit durchaus verändern. Zeit, Ort oder Dauer der Handlung sind variabel und ergeben sich aus der Situation heraus. Das heißt, dass sich ein Ritual nicht zwangsläufig in bestimmten Zeitabständen wiederholen muss, sondern dann ausgeführt wird, wenn die Situation es erfordert.

Der Gang ins Fitness-Studio zweimal pro Woche oder der Spaziergang am Sonntagnachmittag sind ebenso Rituale wie das Zähneputzen am Morgen oder die heiße Milch mit Honig vor dem Schlafengehen. Zeitunglesen beim Frühstück oder der Genuss des Feierabendbierchens nach getaner Arbeit gehören ebenfalls dazu.

Welche Rituale führst du täglich aus, ohne dass du dir dessen bewusst bist?

Mache dir einmal bewusst, welche regelmäßig wiederkehrenden Handlungen oder Gewohnheiten du jeden Tag, jede Woche, jeden Monat ausführst. Schreibe sie ruhig einmal auf. Du wirst erstaunt sein, was da alles zu Tage kommt. Und du wirst merken, dass ein Leben ohne Rituale so gut wie unmöglich ist.

Bei Stress und besonders nach traumatischen Erlebnissen können Rituale eine große Kraftquelle sein. Rituale

  • schaffen Struktur
  • geben Halt und Sicherheit
  • geben Orientierung
  • wirken beruhigend auf das Nervensystem
  • bauen Stress ab
  • machen Spaß

Ich habe einige Menschen gefragt, welche Rituale sie ausführen, wenn sie Stress abbauen wollen. Es kamen die unterschiedlichsten Antworten dabei heraus:

  • Eine Kollegin erzählte mir, dass sie eine zeitlang jeden Morgen, bevor sie zur Arbeit ging, erst einmal eine Viertelstunde badete. So machte sie sich fit für den anstrengenden Tag.
  • Eine andere badete jeden Tag nach der Arbeit bzw. vor dem Schlafengehen, um zu entspannen und die Anstrengungen des Tages hinter sich zu lassen.
  • Ich kenne jemanden, der setzt sich nach der Arbeit an seinen Computer zuhause und spielt Autorennen, Solitaire oder Ballerspiele. Er sagt, so könne er am besten entspannen und abschalten. Dazu komme ich später nochmal.
  • yoga-241609_640Eine Bekannte geht einmal in der Woche zum Tai Chi.
  • Ein Freund macht mit seiner Frau zweimal pro Woche Aqua-Gymnastik.
  • Eine Frau malt, wenn sie Stress hat. Wenn sie so richtig genervt ist und die Dinge nicht mehr fließen wollen, schnappt sie sich eine Leinwand und tobt sich mit verschiedenen Farben nach Herzenslust aus.
  • Meine ehemalige Lehrerin trinkt jeden Morgen vor dem Aufstehen eine Tasse Tee im Bett. Ihr Partner bereitet ihn für sie zu und serviert ihn ihr ans Bett.
  • BauchtanzEine Freundin besucht zweimal wöchentlich einen Zumba-Kurs und geht zusätzlich einmal pro Woche noch zum Tanzen, um ihren Alltagsstress abzubauen.
  • Eine andere macht lange Spaziergänge, um ihren Kopf frei zu bekommen.

Ich selbst habe auch verschiedene Rituale zum Stressabbau:

TeezeremonieSo mache ich kleine Achtsamkeitsübungen, wie z. B. einen Moment innehalten und eine Minute lang meinen Atem beobachten. Ich mag auch Kurzmeditationen. Dazu setze ich mich in den Schneidersitz, schließe die Augen und gehe in mich, ohne eine Absicht zu verfolgen oder etwas zu wollen. So komme ich in einen angenehm entspannten Zustand.

Wenn ich unruhig, unkonzentriert oder genervt bin, stehe ich auf und gehe auf meinen Balkon. Dort schaue ich ins Grüne, nehme einige Atemzüge oder setze mich hin und trinke einen Kaffee oder Tee. Manchmal gehe ich auch in den Wald und umarme einen Baum. Diese Mini-Rituale helfen mir, mich zwischendurch ein wenig zu entspannen, Druck und Stress loszulassen.

Rituale, die nicht guttun

ComputerspielSo, nun komme ich noch einmal auf den Freund zurück, der behauptet, mit Computerspielen könne er sich am besten entspannen.

Fakt ist: Das kann er nicht! Erwiesenermaßen können wir nicht entspannen, wenn wir am Computer arbeiten, auch wenn es sich dabei nur um ein Spiel handelt. Wir sind dabei in ständiger Anspannung. Wir fiebern mit und rutschen unruhig auf unserem Stuhl hin und her oder wechseln ständig unsere Sitzhaltung. Die Muskulatur ist angespannt, der Blutdruck erhöht, der Puls geht schneller, die Atmung ist flach, möglicherweise halten wir sogar den Atem an, wenns im Spiel gerade brenzlig wird.  Gewaltvolle Ballerspiele, bei denen wir andere Wesen abwehren oder töten sollen, wirken keinesfalls entspannend auf uns, weder auf Körper, Seele noch Geist.

Selbst wenn wir uns immer wieder sagen, dass es sich NUR um ein Spiel handelt, so nimmt unser Gehirn und unser Unterbewewusstsein die Handlung, die da läuft und in die wir beim Spielen eingebunden sind, als Realität wahr. Die elektrische Strahlung tut ihr Übriges dazu. Nächtliche Unruhe, Schlafstörungen oder Alpträume sind da keine Seltenheit. Wer da am nächsten Tag ausgeruht zur Arbeit oder zur Schule muss, sollte den Abend lieber ruhiger ausklingen lassen als mit Spätnachrichten im Fernsehen oder Computerspielen.

Was mein Freund hier tatsächlich meinte und auch geäußert hat, ist, dass er beim Computerspiel abschalten kann vom Alltagsgeschehen.  Und das glaube ich ihm aufs Wort, denn er ist ein Meister der Alltags-Dissoziation*. Wenn ihm etwas auf den Keks geht, schaltet er innerlich einfach auf einen anderen Kanal um, als hätte er eine eingebaute Fernbedienung. Ich gebe zu, dass ich ihn dafür manchmal beneide.

Allerdings ist er auch Meister im Verdrängen, und bekanntlich drängt das Verdrängte ja irgendwann nach oben. Verdrängung ist ein Schutzmechanismus, der bewusst oder unbewusst eingesetzt wird, um uns nicht zu überfordern. Allerdings ist dies auf Dauer nicht gesund. Manchmal ist die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema sinnvoller. Dann kann der Konflikt offengelegt werden und der damit verbundene Stress und Druck kann ein Ventil finden und abgebaut werden. Über Jahre aufgestauter Druck kann irgendwann zu Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Im schlimmsten Fall schnappt die Psyche über und es kommt zu Spontanhandlungen, wie Suizidversuche oder Amokläufe.

Rituale, die guttun

Du hast vorhin schon einige Rituale kennengelernt, die Menschen anwenden, um  Spannungen und Blockaden zu lösen und wieder frei durchzuatmen oder gut schlafen zu können.

Hier fallen mir noch ein paar Rituale ein, die dir helfen können, Stress abzubauen und zu entspannen:

Rituale am Morgen

  • Kaffee trinkenVor dem Aufstehen ein paar Dehnungsübungen im Bett machen. Recke und strecke dich und gähne dabei laut.
  • Vor dem Duschen die Haut mit einem Handschuh oder einer Bürste trockenbürsten. Dabei von unten nach oben arbeiten zum Herzen hin. So fährst du dein System hoch und machst dich fit für den Tag.
  • Gemütlich frühstücken, ohne Hast…

Rituale am Abend

  • FußbadFrage dich eine Zeitlang vor dem Schlafengehen: was war heute schön – wofür bin ich dankbar – was habe ich heute gelernt – wen liebe ich – wer darf mich lieben?
  • Ein Fußbad oder Vollbad bei Kerzenschein und deiner Lieblingsmusik.
  • Vor dem Einschlafen kannst du gedanklich deinen Körper durchforsten und ihn wahrnehmen. Fang beim Kopf an und gehe dann runter bis in die Zehen. So fährst du dein System runter und kannst gut entspannen. Ich schlafe oft darüber ein.
  • Ein kurzer Spaziergang an der Abendluft (vielleicht musst du sowieso mit dem Hund raus?).
  • Ein Gebet…

Kennst du noch weitere Rituale? Wie verbringst du beispielsweise deine Mittagspause? Welche Rituale hast du für dich entdeckt, um mit Stress fertigzuwerden? Welche funktionieren gut? Welche weniger gut? Vieleicht hast du dir ja eigene Rituale geschaffen.

Beachte:

meditation-609235_640Rituale sollten nicht als Ersatzbefriedigung oder zur Verdrängung verwendet werden. Es hilft auch nichts, besonders viele verschiedene Rituale auszuführen oder ein und dasselbe Rituale dreißig Mal am Tag zu wiederholen. Das wäre kontraproduktiv. Vielmehr sollen Rituale dir helfen, deine Aufmerksamkeit für eine kurze Zeit nach innen zu richten. Je intensiver die damit verbundenen Gefühle sind (im positiven Sinne natürlich), desto besser ist die beruhigende Wirkung auf dein Nervensystem. Die gestörten Informationsflüsse zwischen Nervenzellen werden synchronisiert.

Führe daher deine Rituale achtsam und bewusst aus und lasse sie nicht zur Routine werden. Sonst verlieren sie ihre heilsame Wirkung.

Schreibe mir, ich freue mich auf deine Erfahrungen.


*Begriffserklärung: Alltags-Dissoziation

Dissoziation (= Ausblenden, Abschalten)

Dissoziieren hilft, ein Trauma zu überleben. Grundsätzlich ist Dissoziation ein Alltagsphänomen und das Gegenteil von Assoziation. Wir dissoziieren und assoziieren ständig. Wir fügen zusammen und trennen oder schieben zur Seite. Unser Gehirn filtert aus, was es als

  • zu unwichtig oder
  • zu brisant

einschätzt.

Es gibt Menschen, die im größten Trubel alles um sich herum vergessen. Sie blenden Geräusche und Bewegungen um sie herum aus und vertiefen sich in ein Buch. Wer gut dissoziieren kann, kann sich aus der zusammenhängenden Wahrnehmung der Alltagsrealität einfach “wegbeamen”[1].

Allerdings ist eine gute dissoziative Fähigkeit im Alltag kein unbedingter Hinweis darauf, dass Dissoziation auch in extremen Stress-Situationen als Abwehrmechanismus zum Einsatz kommt.

[1] Huber, M. (2007):  Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1, S. 53 ff. – 3. Aufl., Junfermann Verlag.

Wann entsteht Stress?

Komfortzone = Sicherheit

Wir alle haben eine so genannte Komfortzone, in der wir uns absolut sicher fühlen. Die Komfortzone kann unsere Wohnung sein, aber auch der Arbeitsplatz, an dem wir schon lange sitzen.

Alles, was uns vertraut ist, was uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und in uns kein Ungehaben auslöst, gehört zur Komfortzone. Auch vertraute Personen, wie Familienmitglieder, enge Freunde und Kollegen, mit denen wir schon sehr lange zusammenarbeiten und die wir kennen.

 

Stress-Entstehung

Stretchingzone = Lernen und Wachstum

Wenn wir unsere Komfortzone verlassen, begeben wir uns die so genannte Stretchingzone. Hier findet Lernen und Wachstum statt. Wir lernen neue Menschen kennen, übernehmen neue Aufgaben im Beruf oder erlernen eine neue Sprache, Sportart, Musikinstrument etc. In der Stretchingzone fühlen wir uns nicht mehr ganz so sicher, wir begeben uns auf unbekanntes Terrain. Wir verspüren am ersten Arbeitstag ein nervöses Kribbeln im Bauch, weil wir die neuen Kollegen noch nicht kennen und noch nicht einschätzen können, ob sie uns wohlgesonnen sind.

Je weiter wir uns von unserer Komfortzone entfernen, desto mehr Stress empfinden wir.  Je anspruchsvoller die Aufgaben sind, die uns gestellt werden, desto mehr macht sich Nervosität oder sogar Angst in uns breit.  Begeben wir uns eine eine Gefahrensituation, z. B. der erste Bungee-Sprung, rast unser Puls und die Angst grenzt an Panik. Ist der Bungee-Sprung geschafft, und sind wir heil und wohlbehalten unten angekommen, zittern wir vielleicht noch eine Weile, doch dann mischen sich die ersten Glücksgefühle dazu. Juchee, wir haben es geschafft, unsere Angst zu überwinden.

Du siehst also, ein klitzekleines bisschen Panik kann helfen, dass wir über uns hinaus wachsen.

Panik- und Todeszone

Bewegen wir uns jedoch über längere Zeit in der Panikzone, ist kein Wachstum mehr möglich. Den äußeren Rand der Panikzone bildet die Todeszone, d. h. wenn die Panik zu groß wird und der Organismus nicht über ausreichende Bewältigungsmechanismen verfügt, stirbt der Mensch. Extreme Schockerlebnisse, wie z. B. über lange Zeit immer wiederkehrende traumatische Erfahrungen, können schwere und schwerste psychische und körperliche Gesundheitsschäden nach sich ziehen. Der physische Tod ist die Folge von maximalem, unaushaltbarem Stress.