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Wenn Dich mal wie­der die Angst packt…

Angst ist kein guter Begleiter

In die­sen Tagen höre ich von immer mehr Men­schen, daß sie Angst haben bzw. daß sich Ängs­te in ihnen breit machen, die sie vor eini­ger Zeit noch nicht hatten:

  • “Angst vor dem Flücht­lings­strom, der kein Ende nimmt.”
  • “Angst vor radi­ka­lem Isla­mis­mus und zuneh­men­der Isla­mi­sie­rung in Deutsch­land und Europa.”
  • “Angst vor Zwangsenteignungen.”
  • “Angst vor gro­ßen Ein­bu­ßen und Verlusten.”
  • “Angst vor (erneu­tem) Krieg.”
  • “Angst, daß mir oder mei­ner Fami­lie etwas zustößt.”
  • “Angst, daß “es” wie­der passiert.”
  • “Angst vor der Angst.”

Siehst Du Dir die Main­stream-Nach­rich­ten im TV an, hörst Du Main­stream-Radio und liest Du Main­stream-Zei­tun­gen, dann wird Dir ganz anders, nicht wahr? Da ste­hen näm­lich nur nega­ti­ve Mel­dun­gen drin. Nach­rich­ten, die den Men­schen Angst machen. Nach­rich­ten, die den Men­schen Angst machen SOLLEN!

Du magst es glau­ben oder nicht, aber genau das ist gewollt. Daß Du und ich und alle Men­schen Angst haben.

Da stel­len sich gleich zwei Fragen:

1. Wer will das?

2. Wozu?

Im Grun­de sind die bei­den Fra­gen schnell beantwortet:

Zu 1: Die welt­wei­te Finanzelite.

Zu 2: Um ihre Macht aus­zu­bau­en und den Pla­ne­ten zu beherr­schen (Neue Weltordnung).

Du mußt wis­sen, daß es eini­ge Groß­fa­mi­li­en, so genann­te Clans auf die­ser Erde gibt, die seit eini­gen Jahr­hun­der­ten die Macht und die Res­sour­cen die­ses Pla­ne­ten unter sich auf­tei­len. Namen wie Rocke­fel­ler und Roth­schild hast Du sicher­lich schon gehört oder davon gele­sen. Die­se Clans haben so viel Geld, dass man die Zahl nicht ein­mal aus­spre­chen kann. Seit dem sie die Men­schen vom Geld abhän­gig gemacht haben, bestim­men sie, wo es lang geht. Sie ver­än­dern, igno­rie­ren und ver­bie­gen Recht und Gesetz, beein­flus­sen Poli­ti­ker auf der gan­zen Welt (ja, auch die US-ame­ri­ka­ni­schen), streu­en Zwist und Zwie­tracht, bestim­men, wer wann gegen wen einen Krieg anzet­telt, finan­zie­ren bei­de Sei­ten und legen bereits vor­her fest, wer “gewinnt”. Sie kon­trol­lie­ren die Ban­ken und die Medi­en und machen sich die Welt, wie es ihnen gefällt.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), Gründer der Rothschild-Bankendynastie
 
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
 - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System ihnen feindlich ist." - Gebrüder Rothschild, London, am 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner

euro-96594_640So, jetzt weißt Du’s. Die gro­ße Mas­se der Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten ist also zu blöd, um zu begrei­fen, was hier läuft. Das ist eine unver­schäm­te Behaup­tung der Gebr. Roth­schild, nicht wahr. Aber lei­der haben sie recht. Die brei­te Mas­se weiß tat­säch­lich nicht, was hier läuft. Zu behaup­ten, sie wären geis­tig nicht fähig zu begrei­fen, hal­te ich aller­dings für ein Gerücht. Die meis­ten Men­schen begrei­fen sehr wohl, wenn man es ihnen ein­fach erklärt.

Aber ein­fach ist in die­ser Welt nichts — außer der Wahr­heit, die ist immer ein­fach. Wann immer etwas kom­pli­ziert wird, weißt Du, daß es mit der Wahr­heit nicht mehr viel zu tun hat. Die sol­len wir näm­lich gar nicht wis­sen. Wir sol­len in Unwis­sen­heit, Angst und Abhän­gig­keit gehal­ten werden.

Und wie macht man das am besten?

  • Indem man uns erzählt, daß die Roh­stof­fe knapp werden.
  • Indem man uns erzählt, daß wir von Ter­ror bedroht sind.
  • Indem man uns erzählt, daß wir den Gür­tel mal wie­der enger schnal­len müssen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Ras­sis­ten sind, wenn wir uns dar­über beschwe­ren, daß unse­re Brü­dern und Schwes­tern aus dem Aus­land unse­ren Sozi­al­staat aus­nut­zen, wäh­rend wir von den Job­cen­tern von einer Maß­nah­me in die nächs­te gesteckt wer­den und mit Sank­tio­nen belegt wer­den, wenn wir unse­re “Mit­wir­kungs­pflicht” vernachlässigen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, so etwas wie Natio­nal­stolz zu füh­len oder dar­über nach­den­ken, unse­re Hei­mat zu ver­tei­di­gen, wenn wir uns bedroht fühlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir eine Kol­lek­tiv­schuld haben und daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, dar­über nach­zu­den­ken oder gar zu äußern, daß wir kei­ne Lust mehr haben, immer noch unse­re “Schuld(en)” aus dem 2. Welt­krieg abzuzahlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir uns wei­gern, Grie­chen­land oder ande­re bank­rot­te Staa­ten unter den Ret­tungs­schirm zu nehmen.

Und so wei­ter und so fort…

Merkst Du was?

Die Mas­se muss dumm und in Angst gehal­ten wer­den, sonst lehnt sie sich womög­lich auf. Lei­der sind die Mas­sen sehr leicht zu beein­flus­sen und zu len­ken. Was glaubst Du wohl, war­um das TV-Pro­gramm immer anspruchs­lo­ser wird? Tags­über gibt es Hartz IV-TV. Und wenn doch ein­mal eine eini­ger­ma­ßen infor­ma­ti­ve oder anspruchs­vol­le Sen­dung gezeigt wird, läuft sie meis­tens am spä­ten Abend oder nachts.

Die Klatsch­ma­ga­zi­ne sind voll von unnüt­zen Nicht-Infor­ma­tio­nen, wie zum Bei­spiel der jun­ge Lover von Hei­di Klum, die neue Yacht der Geis­sens oder die Arsch-OP von Kim Kardashian.

Du fragst Dich jetzt viel­leicht, wie­so ich etwas über das Hin­ter­teil von Kim Kar­da­shi­an weiß?

Nun ja, auch ich gehe hin und wie­der zum Fri­seur, habe einen Fern­se­her, einen Com­pu­ter mit Inter­net und höre beim Auto­fah­ren Radio. Mein Mann schaut sich ger­ne die Nach­rich­ten an, um im Bil­de zu sein, wie er immer so schön sagt. Ich ren­ne bei den Nach­rich­ten meis­tens raus, weil ich die­sen gequirl­ten Mist ein­fach nicht mehr sehen und hören will. Aber irgend­wie läßt es sich nicht ver­mei­den, daß ich das eine oder ande­re doch mit­be­kom­me. Und ganz ehr­lich: Manch­mal schaue ich mir auch was Unter­halt­sa­mes im Fern­se­hen an. Ich will mich nicht stän­dig mit hoch­geis­ti­gen Din­gen beschäf­ti­gen, und da kann ich auch schon mal über den Sili­kon-Pöter von Kim Kar­da­shi­an lachen.

Freun­de von uns mei­nen, man müs­se sich doch infor­mie­ren. Es könn­te doch sein, daß der 3. Welt­krieg aus­bricht, und dann? Nun, ich bin der Mei­nung, wenn es tat­säch­lich dazu kom­men soll­te, erfah­re ich es eben eine hal­be Stun­de spä­ter, was soll’s.

In Mary Woll­stone­crafts Ver­tei­di­gung der Rech­te der Frau aus dem Jahr 1792 heißt es:

"...Die Masse der Menschheit muß in Unwissenheit erhalten werden, sonst würden die willfährigen Sklaven zur Erkenntnis ihrer Abhängigkeit kommen. Die Menschen beugen sich vor ihren Unterdrückern... Statt auf ihrem angeborenen Recht der Freiheit zu bestehen, kriechen sie im Staube und sagen, wir wollen essen und trinken, denn morgen können wir sterben. Von den Frauen gilt das selbe. Sie erniedrigen sich aus dem gleichen Hang, den Moment zu genießen, und schließlich verachten sie eine Freiheit, die zu erringen sie nicht Kraft genug haben."

Wie lenkt man das gemei­ne Volk am bes­ten ab?

Ver­gnü­gungs­parks, Sport- und Kon­zert­ver­an­stal­tun­gen, Kino­fil­me, Video­spie­le sowie schlecht bezahl­te Jobs hal­ten die Men­schen beschäf­tigt. Wer mit Sor­gen um den Arbeits­platz oder Sor­gen um sei­ne Krank­heit, mit Kin­der­er­zie­hung oder der Pfle­ge von Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen beschäf­tigt ist, der ist viel zu müde, um sich mit den Gescheh­nis­sen in der Welt aus­ein­an­der­zu­set­zen. Der kriegt auch nicht mit, daß unse­re Poli­ti­ker uns belü­gen, daß sich die Bal­ken bie­gen. Wem das Was­ser bis zum Hals steht, der ist nicht in der “Stim­mung” über Fra­gen der Frei­heit und des mensch­li­chen Schöp­fungs­po­ten­zi­als nach­zu­den­ken. Die Medi­en tun durch ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung bzw. Zen­sur ihr übri­ges dazu, die Mas­se der Men­schen im Inter­es­se der Macht­ha­ber zu mani­pu­lie­ren. Nein, wir haben kei­ne Pres­se­frei­heit, falls Du die­ser Mei­nung gewe­sen sein solltest.

Min­der­wer­ti­ge Nah­rungs­mit­tel, Dro­gen und Medi­ka­men­te, Strah­lung jeg­li­cher Art, jeg­li­che Art von Zwän­gen, die das Sys­tem uns auf­er­legt sowie geziel­te Des­in­for­ma­tio­nen an Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten tra­gen nicht dazu bei, daß der Mensch sein vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten kann. Im Gegen­teil, dies soll ja gera­de ver­hin­dert werden.

Geset­ze, die schon lan­ge kei­ne Gül­tig­keit mehr haben bzw. die noch nie Gül­tig­keit hat­ten und den­noch ange­wen­det wer­den, die­nen nicht den Völ­kern und den Men­schen, son­dern aus­schließ­lich der Macht­eli­te. Warst Du schon ein­mal bei Gericht? Hast Du viel­leicht selbst schon ein­mal einen Pro­zeß erlebt? Hast Du jemals erlebt, daß es bei Gericht um Gerech­tig­keit geht? Ein wei­ser Spruch sagt: “Bei Gericht bekommst Du kei­ne Gerech­tig­keit, da bekommst Du ein Urteil.”

All die­se Din­ge zusam­men genom­men + Gen­der­wahn + poli­ti­sche Kor­rekt­heit kön­nen einen Men­schen schier in die Ver­zweif­lung trei­ben. Und genau das, lie­be Lese­rin und lie­ber Leser, ist gewollt. So, das war nun aber eine Aus­nah­me. Wie Du sicher schon bemerkt hast, ver­wen­de ich über­wie­gend die männ­li­che Schreib­wei­se. Nicht, um Dich, lie­be Lese­rin zu dis­kri­mi­nie­ren, son­dern weil ich die­sen Gen­der­wahn­sinn nicht mit­ma­che. Das ist alles.

Woher kom­men unse­re Ängste?

Ursprüng­lich soll­te die­ser Arti­kel gar nicht so poli­tisch wer­den. Aber weil gera­de in den letz­ten Wochen und Mona­ten so vie­le Men­schen ihre Ängs­te geäu­ßert haben, woll­te ich das ein­mal auf­grei­fen und beleuch­ten, wor­an das liegt. Und da kom­me ich am Welt­ge­sche­hen nun mal nicht vor­bei. Denn die Angst der Men­schen grün­det tief, sehr tief.

Manch­mal sind es gar nicht unse­re eige­nen Ängs­te, die da ihr Spiel mit uns trei­ben, son­dern wir haben die Angst als Mus­ter von unse­ren Eltern oder Groß­el­tern über­nom­men. Beson­ders, wenn die­se den 2. Welt­krieg mit­er­lebt haben. Viel­leicht hast Du schon ein­mal von Second-Genera­ti­on-Trau­ma­ta gehört. Es han­delt sich dabei um trau­ma­ti­sche Sym­pto­me oder Ängs­te, die mit unse­rem Leben gar nichts zu tun haben, son­dern die wir qua­si geerbt haben. Schwe­re Trau­ma­ta kön­nen das Erg­but ver­än­dern. Ein sehr emp­feh­lens­wer­tes Buch hier­zu heißt “Wie Trau­ma­ta in die nächs­te Genera­ti­on wir­ken” von Udo Bear und Gabrie­le Frick-Baer.

challenge-73325_640Aber natür­lich wir­ken sich auch unse­re eige­nen Erfah­run­gen auf unse­re psy­chi­sche, emo­tio­na­le und men­ta­le Sta­bi­li­tät aus und beein­flus­sen unser Selbst­wert­ge­fühl. Sei­en es Erfah­run­gen aus der Kind­heit, dem Erwach­se­nen­le­ben oder auch aus frü­he­ren Inkar­na­tio­nen, die wir immer noch als Erin­ne­rung in unse­rer DNA tra­gen und die unse­ren Cha­rak­ter formen.

Angst wird durch vie­ler­lei Din­ge aus­ge­löst. Meist ist es eine Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen Fak­to­ren, z. B. Medi­ka­men­te, schwa­ches Selbst­wert­ge­fühl, Ver­lust des Arbeits­plat­zes uvm.

Und die Macht­eli­te weiß genau, was Men­schen Angst macht, sie sind Spe­zia­lis­ten dar­in. Macht über einen Men­schen aus­zu­üben, ist für vie­le sehr erre­gend, das geht bis hin zur sexu­el­len Erre­gung. Und es gibt auch Men­schen, die es schein­bar erre­gend fin­den, sich run­ter­ma­chen zu las­sen. Aber die meis­ten Men­schen wol­len in Frie­den und Har­mo­nie leben. Sie wol­len auf Augen­hö­he mit ihren Mit­men­schen kom­mu­ni­zie­ren. Sie wol­len Freu­de geben und Freu­de emp­fan­gen. Sie wol­len ein Leben in Lie­be, Gerech­tig­keit und im Ein­klang mit dem Kosmos.

Nicht die Mensch­heit, nicht die Völ­ker sind es, die Krieg wol­len, es sind immer nur eini­ge weni­ge, die den Hals nicht voll bekom­men und sich dar­an auf­gei­len, ande­re zu beherrschen.

Was macht die Angst mit Dir?

Angst fühlt sich grau­en­haft an, nicht wahr? Es ist ein Gefühl, wie wenn man unter sich macht. Als hät­te man Flug­zeu­ge im Bauch. Herz schlägt bis zum Hals, der Blut­druck steigt, das Blut rauscht in den Ohren. Wir bekom­men schweiß­nas­se Hän­de, der kal­te Schweiß steht uns auf der Stirn. Wir wer­den unru­hig und ner­vös, zit­tern. Wir spü­ren ein Beklem­mungs­ge­fühl in der Brust, wie die eiser­ne Faust, die sich um unser Herz schlingt. Die Stim­me ver­sagt uns, der Mund wird tro­cken, der Hals wird eng. Atem­not und Ersti­ckungs­ge­füh­le, Bauch­schmer­zen, Taub­heits­ge­füh­le, Schwin­del und Benom­men­heit kön­nen sich zeigen.

FreezeandFragmentAngst lähmt. Wenn es uns nicht gelingt, die Angst­si­tua­ti­on zu ver­las­sen bzw. bei Gefahr zu kämp­fen oder zu flie­hen, erstar­ren wir zu Eis (Free­ze). In die­sem Zustand von Todes­angst, in die­ser Schock­star­re sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu den­ken. In die­sem Moment wird das Angst­er­leb­nis inner­psy­chisch als Trau­ma ver­ar­bei­tet, und das Erleb­nis wird zer­split­tert (Frag­ment), so daß es nicht mehr zusam­men­hän­gend erin­nert wer­den kann. Dies ist eine Über­le­bens­funk­ti­on, die unser Orga­nis­mus auto­ma­tisch abfährt. Hier­zu habe ich bereits aus­führ­lich geschrie­ben. Du kannst dies auch in mei­ner Publi­ka­ti­on Sys­te­mi­sche­Aus­wir­kun­gen­Fremd­tö­tung nach­le­sen. Ein­fach auf den Link kli­cken und kos­ten­los herunterladen.

Was machst Du mit der Angst?

Natür­lich gibt es begrün­de­te Ängs­te. Und es ist auch gut so, wenn wir die spü­ren, denn sie schüt­zen uns vor fal­schen Hand­lun­gen bzw. Gefah­ren. Es gibt aber auch unbe­grün­de­te Ängs­te bzw. Angst, von der wir gar nicht wis­sen, wo sie her­kommt. Dann geht es zunächst dar­um, dies herauszufinden.

Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, mit Ängs­ten umzu­ge­hen. Ver­hal­tens­the­ra­pie soll ja das Mit­tel der Wahl sein. Das behaup­ten aber nur “Main­stream-Exper­ten”. Ich per­sön­lich hal­te nichts davon, wenn den Men­schen erzählt wird, sie müss­ten ler­nen, mit ihrer Angst zu leben bzw. sie müss­ten sich der Angst stel­len (Kon­fron­ta­ti­on bzw. Expo­si­ti­on). Das ist mei­nes Erach­tens nur ein wei­te­rer Ansatz, wie das Sys­tem (Kran­ken­kas­sen, Phar­ma­in­dus­trie) Men­schen in Unwis­sen­heit und Abhän­gig­keit hält. Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien ent­wi­ckeln und ler­nen, mit der Angst umzu­ge­hen, kön­nen allen­falls Schrit­te auf dem per­sön­li­chen Hei­lungs- oder Frie­dens­pro­zeß sein, kei­nes­falls jedoch die End­lö­sung. Das ist für mich nicht akzep­ta­bel. Ich weiß nicht, wie Du das siehst.

Eine lie­be Kol­le­gin von mir half mir vor eini­gen Mona­ten, mit mei­nen eige­nen Ängs­ten fer­tig­zu­wer­den. In mir kam plötz­lich eine Angst her­vor, die mich eis­kalt pack­te. Sie hat­te mit mei­nem jet­zi­gen Leben nur bedingt etwas zu tun. Es waren alte Ängs­te aus ver­gan­ge­nen Leben, die mein jet­zi­ges immer noch beein­flus­sen. Durch eine bestimm­te Situa­ti­on wur­de die­se Angst, ich möch­te fast sagen, es war Todes­angst, noch ein­mal prä­sent. Für mei­nen Geschmack zu prä­sent, aber ich muß­te nun einen Weg fin­den, damit umzugehen.

Wir spra­chen also eine Wei­le mit­ein­an­der, und auf ein­mal sag­te mei­ne Kol­le­gin einen Satz, für den ich ihr ewig dank­bar sein wer­de, der mich auf der Stel­le beru­hig­te und mich aus die­sem grau­en­haf­ten Zustand herausbrachte:

“Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht!”

Ich ließ die­sen Satz ein paar Sekun­den in mir wir­ken und spür­te sofort, daß er wahr ist.

Wann immer ich in einer Situa­ti­on bin, die mir Unbe­ha­gen berei­tet, fällt mir sofort die­ser Satz wie­der ein: Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht! Ich den­ke ihn ein paar Mal in Gedan­ken oder sage ihn mir vor, und augen­blick­lich stellt sich ein Gefühl der Ruhe und inne­ren Sicher­heit ein.

Ich möch­te Dich dazu ermun­tern, das auch zu machen, wenn Du Angst in Dir ver­spürst. Einen Ver­such ist es wert, und wenn Du allei­ne mit Dei­ner Angst nicht klar­kommst, ste­he ich Dir ger­ne mit Rat und Tat zur Sei­te. Denn eins ist klar, Angst beein­flußt unser Den­ken und Han­deln und hin­dert uns dar­an, in unse­re Schöp­fer­kraft zu kom­men. Ein Blog-Bei­trag, ein Text im Inter­net oder ein Buch hel­fen da nur bedingt und kön­nen allen­falls eine Infor­ma­ti­on oder Anre­gung sein, Dir wei­te­re Hil­fen zu holen.

Ob ich noch Ängs­te habe? Ja, denn ich bin ein Mensch, genau wie Du. Auch bei mir kom­men immer wie­der Angst­ge­füh­le hoch. Auch ich habe Ver­lust­ängs­te und Exis­tenz­ängs­te, beson­ders in die­sen Tagen. Mir hilft es, mir die­se Ängs­te anzu­schau­en und mich zu fra­gen, ob sie etwas mir mir zu tun haben oder nicht. Wenn sie mir das Leben gar zu schwer machen, hole auch ich mir Rat und Tat von Men­schen, die es gut mit mir meinen.

Lie­be & Licht,

Sis­sell

Stressverstärkende Gedanken

Die 5 höl­lischs­ten Stressverstärker-Strategien

Die 5 wirk­sams­ten Stra­te­gien, mit denen du schnur­stracks in die Stress-Höl­le fährst

Unse­re Erfah­run­gen machen uns zu dem, was wir sind. Jeden Tag machen wir Erfah­run­gen, die unser Den­ken, unse­re Gefüh­le und unser Ver­hal­ten beein­flus­sen, z. B.

  • Ein Auto­fah­rer schnappt dir den letz­ten frei­en Park­platz vor der Nase weg
  • Der Chef hat dir heu­te wie­der mal eine extra Arbeit aufgebrummt
  • Die Bäcke­rei­ver­käu­fe­rin ist zickig und unfreund­lich zu dir
  • Der Gemü­se­händ­ler hat dir einen ange­schmud­del­ten Salat eingepackt
  • Dei­ne Part­ne­rin wirft dir vor, dass du ihr nie zuhörst…

Unse­re Gedan­ken bestim­men unse­re Rea­li­tät und was wir fühlen


Prof. Gerd Kalu­za, vom GKM-Insti­tut für Gesund­heits­psy­cho­lo­gie in Mar­burg, unter­schei­det grund­sätz­lich zwei ver­schie­de­ne Bewertungsvorgänge:

1. Die Situa­ti­on ein­schät­zen:

“Bewer­tun­gen, die eine Ein­schät­zung der Situa­ti­on bzw. der jewei­li­gen Anfor­de­run­gen beinhal­ten. Anfor­de­run­gen kön­nen ent­we­der als neu­tral-irrele­vant, als ange­nehm-posi­tiv oder als bedroh­lich-schäd­lich bewer­tet werden.”

Wenn also eine Her­aus­for­de­rung als bedroh­lich oder schäd­lich ein­ge­schätzt wird, spricht man von einer stress­aus­lö­sen­den Bewertung.

“In eine sol­che Bewer­tung gehen die gespei­cher­ten Erfah­run­gen mit frü­he­ren ver­gleich­ba­ren Situa­tio­nen ein. Per­sön­li­che Bedürf­nis­se, Moti­ve und Zie­le stel­len […] die Mess­lat­te dar, an der die per­sön­li­che Bedeu­tung der aktu­el­len Situa­ti­on ein­ge­schätzt wird, so Kaluza.”

2. Eige­ne Bewäl­ti­gungs­mög­lich­kei­ten ein­schät­zen:

Hier wer­den die eige­nen Kom­pe­ten­zen (inter­ne Res­sour­cen) im Umgang mit der jewei­li­gen Her­aus­for­de­rung bewer­tet. Aber auch Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten durch Drit­te, auf die bei der Bewäl­ti­gung der Auf­ga­be zurück­ge­grif­fen wer­den kann (exter­ne Res­sour­cen). Die­se Bewäl­ti­gungs­mög­lich­kei­ten wer­den ent­we­der als aus­rei­chend oder aus nicht aus­rei­chend ein­ge­schätzt. Die letz­te­re Bewer­tung löst Stress aus, ist also ein stres­s­erzeu­gen­der Gedanke.

Dabei spie­len unse­re Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit eine wich­ti­ge Rol­le. Wel­che Bewäl­ti­gungs­mög­lich­kei­ten hat­ten wir frü­her in ver­gleich­ba­ren Situa­tio­nen? Die­se Erfah­run­gen sind sehr prä­gend und kön­nen uns zu der Über­zeu­gung gebracht haben “Ich bin hilf­los”. Wir spre­chen in die­sem Zusam­men­hang von der so genann­ten erlern­ten Hilf­lo­sig­keit (M. Selig­man). Die­se erlern­te Hilf­lo­sig­keit wirkt auch in der aktu­el­len Situa­ti­on, und wir füh­len uns bei einer bestimm­ten Anfor­de­rung, die an uns gestellt wird, hilf­los ausgeliefert.

Haben wir die Erfah­rung gemacht, sehr wohl über aus­rei­chen­de Bewäl­ti­gungs­mög­lich­kei­ten zu ver­fü­gen, kön­nen die­se Erfah­run­gen unser Ver­trau­en in unse­re eige­nen Fähig­kei­ten stär­ken. Für die aktu­el­le Situa­ti­on kann dies bedeu­ten, dass wir uns selbst ver­trau­en und uns etwas zutrau­en. Wir füh­len uns der Auf­ga­be gewachsen.

Ein Bei­spiel:

Dein Chef brummt dir eine neue Auf­ga­be auf mit der Äuße­rung, dass er dafür eine/n kompetente/n Mitarbeiter/in braucht. Jetzt kommt es dar­auf an, wie du die neue Her­aus­for­de­rung ein­schätzt und wie du dei­ne eige­nen Fähig­kei­ten bewertest.

  1. neu­tral-irrele­vant: “Kein Pro­blem. Das mach ich mit links.”
  2. bedroh­lich-schäd­lich: “Oh, Gott, hof­fent­lich geht das mal gut. Was, wenn ich das ich das vergeige?”
  3. ange­nehm-posi­tiv: “End­lich kann ich zei­gen, was in mir steckt. Ich freue mich auf die neue Chance.”

Da du dich selbst am bes­ten kennst, wirst du wis­sen, wie du dich in sol­chen Situa­tio­nen fühlst und ob dir die neue Her­aus­for­de­rung eher ange­nehm oder eher unan­ge­nehm ist.

Stress ist das Ergeb­nis unse­rer per­sön­li­chen Bewertungen

Wenn du auf destruk­ti­ven Stress stehst und dich mal wie­der rich­tig unter Druck set­zen willst, gibt es eine Sache, die höchst wirk­sam ist und die du unbe­dingt tun solltest:

Stress­ver­stär­ken­de Gedan­ken den­ken!

Ja, du hast rich­tig gele­sen. Fah­re dazu alle stress­ver­schär­fen­den Denk­mus­ter ab, die du kennst. Dir fällt gera­de keins ein? Kein Pro­blem, ich habe die effek­tivs­ten für dich zusammengestellt.

Noch ein Tipp: Hal­te dich bit­te genau an die Anwei­sun­gen, sonst funk­tio­niert es nicht!

Und hier sind sie – die 5 wirk­sams­ten Stra­te­gien, mit denen du schnur­stracks in die Stress-Höl­le fährst

Stra­te­gie 1: “Das darf doch nicht wahr sein”

Dieser Gedan­ke taucht auf, wenn du eine unan­ge­neh­me oder schwie­ri­ge Situa­ti­on nicht hin­neh­men willst. Du wei­gerst dich, die­se Rea­li­tät zu akzep­tie­ren. Du hast z. B. im Stra­ßen­ver­kehr einen Unfall ver­ur­sacht, beim Fuß­ball einen Elf­me­ter ver­schos­sen, der die Meis­ter­schaft kos­tet. Dein Part­ner hat dich einen Tag vor der Hoch­zeit sit­zen­las­sen usw.

In die­sen Situa­tio­nen hat unser Gehirn mäch­tig viel Platz für Gedan­ken, wie “das darf doch nicht wahr sein”, “das gibt’s doch nicht”, “das glau­be ich jetzt nicht” usw.

Wenn du die­se Gedan­ken denkst, kannst du dar­auf wet­ten, dass inner­halb kür­zes­ter Zeit die Kampf­hor­mo­ne in dei­nem Sys­tem die Ober­hand gewin­nen. Ärger und kör­per­li­che Erre­gung machen sich breit und wer­den ver­stärkt. Du spürst einen Wider­stand in der Magen­ge­gend und wahr­schein­lich auch im Hals.

Ich wet­te, es gelingt dir mühe­los, dich mit die­sem Gedan­ken so rich­tig in dei­nen Ärger hin­ein­zu­stei­gern. Gut gemacht. Jetzt wird er dich garan­tiert dar­an hin­dern, dich kon­struk­tiv mit der jewei­li­gen Situa­ti­on aus­ein­an­der­zu­set­zen und das Bes­te dar­aus zu machen. Herz­li­chen Glück­wunsch, du hast es geschafft, dich schnur­stracks in die Stress-Höl­le zu katapultieren.

Es gibt jedoch noch eine ande­re Vari­an­te die­ses “Nicht-wahr-haben-wol­lens”. Man­che Men­schen ver­leug­nen regel­recht die Rea­li­tät. Sie igno­rie­ren, was pas­siert ist und blen­den die Tat­sa­chen aus. Hier­bei han­delt es sich jedoch um einen psy­cho­lo­gi­schen Schutz­me­cha­nis­mus, der dich davor bewahrt, von all­zu schmerz­haf­ten Gefüh­len, wie Angst oder Trau­er über­wäl­tigt zu wer­den. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn du vom Tod eines gelieb­ten Wesens erfährst oder eine schlim­me Krank­heits­dia­gno­se bekom­men hast.

Stra­te­gie 2: “Alles Schei­ße, dei­ne Elli!”

Eine sehr ein­fa­che und effek­ti­ve Stra­te­gie, um dir das Leben zur Höl­le zu machen, ist es, wenn du dei­ne Auf­merk­sam­keit aus­schließ­lich auf die Din­ge rich­test, die schief­ge­lau­fen sind, die dich stö­ren oder dich sonst wie ner­ven. Das ist doch sicher­lich kein Pro­blem für dich, oder? Na bit­te, das dach­te ich mir doch.

Mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se gibst du dei­nen nega­ti­ven Erfah­run­gen eine über­di­men­sio­na­le Bedeu­tung. Und das Bes­te dar­an ist, dass du jeg­li­chen ver­nünf­ti­gen Maß­stab ver­lierst und die posi­ti­ven Din­ge ein­fach ausblendest.

Eine blö­de Bemer­kung von dei­ner Freun­din, eine klei­ne Kri­tik dei­nes Chefs oder ein ver­schüt­te­tes Glas Wein kön­nen dir das gan­ze Wochen­en­de versauen.

Schließ­lich fängst du an, die­se nega­ti­ven Erfah­run­gen zu ver­all­ge­mei­nern mit Gedan­ken wie “Immer mache ich alles falsch” oder “Ich bin ein­fach nicht gut genug” usw.

Mit die­sen Gedan­ken­schlei­fen im Kopf kannst du dich men­tal so ein­stel­len, dass du garan­tiert auch noch den Rest des Tages Frust ver­spürst und die­sen sogar mit ins Bett nimmst. Jetzt hast du dich auch noch um den Schlaf gebracht. Ist es nicht fas­zi­nie­rend, wie gut das funktioniert?

Stra­te­gie 3: Hor­ror­sze­na­ri­en oder das Aus­ma­len nega­ti­ver Konsequenzen

Du stehst vor einer wich­ti­gen Prü­fung, einem Vor­stel­lungs­ge­spräch oder einer Ope­ra­ti­on? Dann tust du gut dar­an, dir in allen Far­ben deren nega­ti­ven Aus­gang aus­zu­ma­len. Bit­te sei hier so krea­tiv wie mög­lich und ent­wer­fe dir die fan­tas­tischs­ten Hor­ror­sze­na­ri­en, wenn du dir das Leben zur Höl­le machen willst. Stell dir vor, wie du bei der Prü­fung schei­terst und mit Pau­ken und Trom­pe­ten durch­fällst. Stell dir vor, wie du beim Vor­stel­lungs­ge­spräch mit puter­ro­tem Kopf dasitzt und kei­nen Ton her­vor­bringst. Und stel­le dir vor, dass du wäh­rend der Ope­ra­ti­on vor­zei­tig aus der Nar­ko­se aufwachst.

Das hilft unge­mein, die Kampf­hor­mo­ne in dei­nem Sys­tem in kür­zes­ter Zeit zum Blub­bern zu brin­gen und zu spü­ren, wie die Angst dir die Keh­le zuschnürt.

Auch soll­test du tun­lichst Gedan­ken an frü­he­re, ähn­li­che Situa­tio­nen oder Erfah­run­gen ver­mei­den, in denen du der­ar­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen mit Bra­vur gemeis­tert hast.

In der bevor­ste­hen­den Situa­ti­on selbst wird dann mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit genau das ein­tre­ten, wovor du Angst hast. Aber das war ja der Sinn der Sache, oder etwa nicht?

Du siehst, auch die­se Stra­te­gie funk­tio­niert her­vor­ra­gend, wenn du dich genau an die Anwei­sun­gen hältst.

Stra­te­gie 4: Nimm alles mög­lichst persönlich

Bist du heu­te Mor­gen auf dem Bett­vor­le­ger aus­ge­rutscht? Hat dei­ne Toch­ter eine schlech­te Note nach Hau­se gebracht? Streikt der Dru­cker? Hat dein Nach­bar dich schon wie­der nicht gegrüßt? Oder bist du in ein Hun­de­häuf­chen getreten?

Dann soll­test du die­se Ereig­nis­se oder Ver­hal­tens­wei­sen unbe­dingt per­sön­lich neh­men. Rede dir immer wie­der ein, dass all dies nur geschieht, um dich per­sön­lich anzu­grei­fen, zu belei­di­gen oder herabzusetzen.

Hilf­reich ist es auch, wenn du dir selbst die Schuld an allem gibst. So wirst du im Lau­fe des Tages immer wie­der Gele­gen­hei­ten fin­den, wo du dich auf­re­gen kannst und in die Luft gehen, wie das HB-Männ­chen etc.

Prak­ti­zie­re dies regel­mä­ßig, wenn du dei­nen Blut­druck dau­er­haft erhö­hen möch­test oder dir sonst jeg­li­che Auf­re­gung im Leben fehlt.

Stra­te­gie 5: Beto­ne stets dei­ne Schwächen

Rich­te dei­ne Auf­merk­sam­keit stets auf dei­ne Schwä­chen, Defi­zi­te und Miss­erfol­ge. Set­ze dich aus­schließ­lich mit dei­nen Schwä­chen aus­ein­an­der und igno­rie­re dei­ne Stär­ken und Erfol­ge. Das unter­gräbt dein Selbst­ver­trau­en, das du eigent­lich bräuch­test, um den täg­li­chen Anfor­de­run­gen des Lebens gelas­sen und sicher ent­ge­gen­ge­hen zu können.
Beden­ke: Ste­ter Trop­fen höhlt den Stein!

So, nun weißt du, was du tun kannst, um dir selbst das Leben schwer zu machen.

Was denn? Du willst das gar nicht? Ja, wozu habe ich dir dann die­se nütz­li­chen Tipps zusammengestellt?

Okay, ich habe auch eine gute Nach­richt für dich: Du hast näm­lich die Wahl! Jawohl. Du kannst selbst bestim­men, was du den­ken und wie du dich füh­len willst. Posi­tiv oder negativ.

Ist das nicht groß­ar­tig? Welch eine Macht dir das gibt!

Das bedeu­tet aller­dings auch, dass du für dei­ne Gedan­ken ver­ant­wort­lich bist. Denn sie bestim­men dei­ne Rea­li­tät oder, wie der fran­zö­si­sche Phy­si­ker J.E. Cha­ron sagte:

“Die Welt ist, was ich von ihr denke!”

Du wirst dich viel­leicht fra­gen, wie das gehen soll mit der frei­en Wahl der Gedan­ken. Schließ­lich hast du in der Ver­gan­gen­heit schlech­te Erfah­run­gen gemacht, die dich bis heu­te geprägt und dein Den­ken und Ver­hal­ten bestimmt haben. Und nun kom­me ich daher und ver­lan­ge vor dir, den Schal­ter umzu­le­gen und alles anders zu sehen als bis­her? Die­se Vor­stel­lung läuft dem Gefühl in dei­ner Magen­gru­be gera­de total zuwider?

Oh ja, das glau­be ich dir.

Nur, wenn du dir das Leben nicht selbst zur Höl­le machen willst, indem du immer wie­der die glei­chen zer­stö­re­ri­schen Denk- und Ver­hal­tens­mus­ter abfährst, soll­test du all­mäh­lich damit begin­nen, etwas zu verändern.

Und Ver­än­de­run­gen sind (fast) immer mit einem unan­ge­neh­men Gefühl ver­bun­den, nicht wahr? Schließ­lich müs­sen wir unse­re Kom­fort­zo­ne ver­las­sen und uns auf unbe­kann­tes Ter­rain bege­ben, wenn wir etwas Neu­es ler­nen und uns wei­ter­ent­wi­ckeln wollen.

Die gute Nach­richt: Es gibt nicht nur stress­ver­stär­ken­de Gedan­ken, son­dern auch stress­re­du­zie­ren­de, för­der­li­che Gedan­ken. Dar­auf kom­me ich nächs­te Woche zu sprechen.

Bis dahin kannst du selbst ein­mal prü­fen, wel­che der vor­hin genann­ten stress­ver­stär­ken­den Stra­te­gien bei dir mehr und wel­che weni­ger aus­ge­prägt sind.

Ach, übri­gens: Kennst du die Geschich­te von Peter Pan? Erin­nerst du dich noch an sei­nen Ausspruch

“Ein wun­der­vol­ler Gedan­ke, und du kannst fliegen”

Tra­ge dich in den Ver­tei­ler  ein und erhal­te jeden Mon­tag von mir einen wun­der­vol­len Gedan­ken, der dei­ne Flü­gel mehr und mehr wach­sen lässt.

Montagsspruch

Alko­hol als Überlebensstrategie

“Das Leben lässt sich nur noch im Suff ertragen…”

Hat man ein­mal einen über den Durst getrun­ken, kommt einem die­ser Satz schon mal über die Lip­pen. Er ist aller­dings sel­ten ernst gemeint und kommt eher mit einem Augen­zwin­kern daher. Jam­mern wir doch nur all­zu­ger­ne auf hohem Niveau. Doch das gilt nicht für alle. 

Für vie­le Men­schen ist die­ser locker daher­ge­sag­te Spruch alles ande­re als wit­zig. Er ist bit­te­rer Ernst. Denn ihr Leben lässt sich in der Tat nur noch im Suff ertra­gen. Vie­le haben über Jah­re hin­weg eine Alko­hol­ab­hän­gig­keit ent­wi­ckelt, um sich zu betäu­ben, um den Schmerz, den sie in sich tra­gen, nicht füh­len zu müssen. 

Mit “Suff­köp­pen” wol­len wir nicht ger­ne etwas zu tun haben. Nun, wenn uns eine frem­de Per­son nicht behagt, kön­nen wir nase­rümp­fend die Stra­ßen­sei­te wech­seln. Doch was, wenn die­ser alko­hol­ab­hän­gi­ge Mensch ein Fami­li­en­mit­glied ist? Was, wenn es sich bei die­sem Alko­hol­süch­ti­gen um den eige­nen Part­ner, die Eltern oder das eige­ne Kind handelt? 

Ein Schluck zur Erleichterung

Es gibt immer einen Grund, war­um ein Mensch eine Alko­hol­ab­hän­gig­keit ent­wi­ckelt. Nie­mand gerät per Zufall in eine Alko­hol­sucht. Abge­se­hen davon, dass es kei­ne Zufäl­le gibt. Der Mensch trinkt, um see­li­sche Belas­tun­gen leich­ter zu ertra­gen. Man spricht hier auch vom Erleich­te­rungs­trin­ker oder Alpha-Trin­ker (n. Jellinek). 

Kei­ne Fei­er ohne Meier

Es gibt Men­schen, die kei­ne Gele­gen­heit aus­las­sen, zu denen Alko­hol kon­su­miert wird (Gele­gen­heits­trin­ker bzw. Beta-Trin­ker). Sie las­sen sich leicht zum Trin­ken ver­lei­ten und sind sucht­ge­fähr­det. Durch ihr Trink­ver­hal­ten schä­di­gen sie ihre Gesundheit. 

Immer mehr, immer mehr, immer mehr…

Ist der Mensch erst ein­mal zum Sucht­trin­ker (Gam­ma-Trin­ker) gewor­den, kommt es beim Trin­ken häu­fig zu Kon­troll­ver­lust. Regel­rech­te Sauf­ex­zes­se und unauf­fäl­li­ge Pha­sen wech­seln sich ab. Bereits der ers­te Schluck Alko­hol löst ein unstill­ba­res Ver­lan­gen (Cra­ving) aus.

Ent­zugs­er­schei­nun­gen

Irgend­wann schmeckt die Plör­re nicht mehr. Lei­der ist es dann oft zu spät. Man kann nicht mehr auf­hö­ren zu trin­ken, kommt nicht mehr vom Alko­hol los. Ohne ein gewis­ses Pen­sum an “Sprit” ist der Tag nicht mehr zu bewäl­ti­gen (Spie­gel­trin­ker bzw. Del­ta-Trin­ker). Sind alko­ho­li­sche Geträn­ke nicht sofort ver­füg­bar, kommt Panik auf. Der Mensch lei­det an Ent­zugs­er­schei­nun­gen, wird unru­hig, ner­vös und fängt an zu zittern. 

Spä­tes­tens jetzt ist klar, dass es sich bei die­sem Trink­ver­hal­ten um eine aus­ge­wach­se­ne Alko­hol­ab­hän­gig­keit handelt. 

War ich das etwa?

So genann­te Quar­tals­säu­fer (Epsi­lon-Trin­ker) kön­nen über vie­le Mona­te absti­nent leben und ohne Alko­hol aus­kom­men. Dann folgt eine Pha­se exzes­si­ven Alko­hol­kon­sums, wobei der Trin­ker kei­ne Kon­trol­le über sein Trink­ver­hal­ten hat. Tage­lan­ge Sauf­ge­la­ge kön­nen zu vor­über­ge­hen­dem Gedächt­nis­schwund, dem berühm­ten Film­riss (Black­out) füh­ren. Danach folgt in der Regel wie­der eine Pha­se der Abstinenz.

Trin­ken als Überlebensstrategie

Wie ich vor­hin schon ange­führt habe, haben die­se Men­schen einen Grund für ihr Tun. Sie trin­ken, um inne­re Span­nun­gen abzu­bau­en und sich selbst vor uner­träg­li­chem See­len­schmerz zu schüt­zen. Der Alko­hol­kon­sum ist zunächst eine Bewäl­ti­gungs­stra­te­gie, so absurd das auch klin­gen mag.

Men­schen haben alles, was sie für ihre Lösung brau­chen, bereits in sich. Und sie tun immer das Bes­te, was sie gera­de tun kön­nen, um grö­ße­ren Scha­den von sich abzu­wen­den — bewusst oder unbewusst!

In der sys­te­mi­schen The­ra­pie und Bera­tung spricht man von res­sour­cen­ori­en­tier­tem Ver­hal­ten. Und wenn die ein­zi­ge Res­sour­ce dar­in besteht, durch Trin­ken die­sen tie­fen Schmerz nicht spü­ren zu müs­sen, ist dies erst ein­mal posi­tiv zu sehen und ent­spre­chend zu würdigen.

Dass dies auf Dau­er kei­ne Lösung ist, ist son­nen­klar. Dar­über brau­chen wir nicht zu dis­ku­tie­ren. Doch wir soll­ten uns immer vor Augen hal­ten, dass nie­mand aus Jux und Tol­le­rei zum Säu­fer wird. Dahin­ter steckt immer ein See­len­schmerz, ein unüber­wäl­tig­ba­rer Stress bzw. ein Trau­ma. Eine Alko­hol­ent­zugs­the­ra­pie mit anschlie­ßen­der Trau­ma­the­ra­pie ist hier drin­gend angesagt.

Ver­ur­tei­len wir also nicht vor­schnell den Pen­ner auf der Stra­ße. Wir ken­nen nicht sei­ne Geschich­te, sind nicht in sei­nen Schu­hen gegan­gen und haben nicht sein Leben gelebt.

Love & Light,

Sis­sell

 

{Bild­quel­le Bei­trags­fo­to oben: http://www.thinkstockphotos.de}

Was ist eine Krise?

Begriffs­de­fi­ni­ti­on Krise

„Kri­se“ ist ein aus dem Grie­chi­schen stam­men­des Sub­stan­tiv zum alt­grie­chi­schen Verb krín­ein, wel­ches „tren­nen“ und „(unter-)scheiden“ bedeu­tet (auf das glei­che Verb geht auch das Sub­stan­tiv „Kri­tik“ zurück). Es bezeich­net „(Ent-)Scheidung“, „ent­schei­den­de Wen­dung“ (Duden) und bedeu­tet eine „schwie­ri­ge Situa­ti­on, Zeit, die den Höhe- und Wen­de­punkt einer gefähr­li­chen Ent­wick­lung dar­stellt“ (Duden). Dass es sich hier­bei um einen Wen­de­punkt han­delt, kann jedoch oft erst kon­sta­tiert wer­den, nach­dem die Kri­se abge­wen­det oder been­det wur­de. Nimmt die Ent­wick­lung einen dau­er­haft nega­ti­ven Ver­lauf, so spricht man von einer Kata­stro­phe (wört­lich in etwa „Nie­der­gang“).

“Kri­se ist ein Ereig­nis oder eine Situa­ti­on, die als untrag­ba­re Schwie­rig­keit wahr­ge­nom­men wird und wel­che die für die betrof­fe­ne Per­son vor­han­de­nen oder im Moment zur Ver­fü­gung ste­hen­den Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien über­for­dert “ (James & Gil­li­land 2001).”

Kurz und knackig:

Kri­se = emo­tio­na­ler Aus­nah­me­zu­stand durch psy­cho­so­zia­le Belas­tun­gen — aku­te Über­for­de­rung – zeit­lich befristet.

 “Als pro­to­ty­pi­scher Aus­lö­ser für Kri­sen gel­ten ‘kri­ti­sche Lebens­er­eig­nis­se’. Das sind (erwar­te­te oder uner­war­te­te) Lebens­er­eig­nis­se mit einer beson­de­ren affek­ti­ven Tönung, die von der Per­son als Ein­schnit­te, Über­gän­ge oder Zäsu­ren im Lebens­lauf betrach­tet wer­den und erheb­li­che Anpas­sungs­leis­tun­gen erfor­dern (Filipp 1997).”

Kri­sen­ty­pen

a) Lebens­ver­än­de­rungs- oder Entwicklungskrise

Bei Ver­än­de­rungs­kri­sen han­delt es sich um Kri­sen, die in sozia­len oder bio­lo­gi­schen Über­gangs- oder Aus­nah­me­si­tua­tio­nen auf­tre­ten können.

 Sozia­le Ausnahmesituationen:

  • Ver­las­sen des Elternhauses
  • Hei­rat
  • Geburt
  • Beren­tung
  • Tren­nung
  • Part­ner­ver­lust
  • Wohn­ort­wech­sel
  • Arbeits­lo­sig­keit
  • Unter­brin­gung im Altersheim

 Bio­lo­gi­sche Ausnahmesituationen:

  • Puber­tät
  • Wech­sel­jah­re
  • Krank­heit
  • Behin­de­rung

“Kenn­zeich­nend für die Lebens­ver­än­de­rungs­kri­se ist, dass hier der “kri­ti­sche Zustand” erst nach einer län­ge­ren Pha­se erreicht wird, nach­dem die Per­son in ihren Bewäl­ti­gungs­ver­su­chen geschei­tert und erschöpft ist (Ber­ger & Rie­cher-Röss­ler 2004).”

Ab wann wird es kritisch?

Es gibt kei­ne objek­ti­ve Situa­ti­on, die zwangs­läu­fig eine Kri­se im Men­schen aus­löst. Jeder beur­teilt sei­ne Situa­ti­on indi­vi­du­ell und sub­jek­tiv. Ob wir eine Situa­ti­on als kri­tisch erle­ben, hängt von unse­rer Ein­schät­zung ab: 

  1. Ein­schät­zung der Bedro­hung der Situation
  2. Ein­schät­zung der Handlungsmöglichkeiten
  3. Ein­schät­zung des Erfol­ges der eige­nen Handlungen

Es kann also sein, dass sich zwei Per­so­nen „objek­tiv“ in der glei­chen Lage befin­den, wobei die eine sich „in einer Kri­se ste­ckend“ emp­fin­det und die ande­re die Bedro­hung als nicht gefähr­lich oder ein­engend ansieht.

b) trau­ma­ti­sche Kri­se (Psy­cho­t­rau­ma)

Ein Trau­ma ent­steht durch ein über­wäl­ti­gen­des Ereig­nis, das zu schnell, zu hef­tig, zu früh und/oder unvor­be­rei­tet auf den Men­schen ein­wirkt, so dass der Orga­nis­mus eine über­mäch­ti­ge Bedro­hung sei­ner Exis­tenz erlebt und die nor­ma­len Bewäl­ti­gungs­me­cha­nis­men über­for­dert sind. Dies gilt für Men­schen und Säugetiere.

Der ICD-10* defi­niert Psy­cho­t­rau­ma wie folgt:

  • kurz oder lang anhal­ten­de Ereig­nis­se von
  • außer­ge­wöhn­li­cher Bedro­hung mit
  • kata­stro­pha­lem Aus­maß, die nahe­zu bei jedem
  • tief­grei­fen­de Ver­zweif­lung aus­lö­sen würden

Für trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen ist unser Orga­nis­mus nicht ein­ge­rich­tet. Den­noch erlei­den Men­schen und Tie­re schreck­li­che Erfah­run­gen, die Ohn­macht, Todes­angst und Hilf­lo­sig­keit hervorrufen.

*Inter­na­tio­nal Clas­si­fi­ca­ti­on of Desea­ses (aktu­ell in der 10. Fassung)


Lite­ra­tur­an­ga­ben:

Ber­ger P. & A. Rie­cher-Röss­ler (2004): Defi­ni­ti­on von Kri­se und Kri­sen­as­ses­ment. In: Rie­cher-Röss­ler A, Ber­ger P, Yil­maz AT, Stieg­litz RD (Hrsg.) Psych­ia­trisch-psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Kri­sen­in­ter­ven­ti­on. Göt­tin­gen: Hog­re­fe, S. 19–30.

Filipp, H.S. (1997): Kri­ti­sche Lebens­er­eig­nis­se. Mün­chen, Urban & Schwarzenberg.

James, R.K. & B.E. Gil­li­land (2001): Cri­sis inter­ven­ti­on stra­te­gies. Paci­fic Gro­ve, CA, Brooks/Cole.