Einkaufsstress‑2

Einkaufsstress – Teil 2

Shoppen für die Seele?

Shoppen scheint uns weit mehr Vergnügen zu bereiten als gewöhnliches Einkaufen, welches zu unserem Lebensunterhalt dient.

Shoppen macht Spaß. Shoppen ist Freizeitbeschäftigung. Shoppen ist spannend. Shoppen ist entspannend. Shoppen bedeutet Gewinn. Shoppen ist Luxus und Freiheit. Shoppen für die Seele?…

Was ist der Unterschied zwischen Einkaufen und Shoppen? Und warum empfinden wir beim Einkaufen Stress, während wir beim Shoppen regelrecht aufblühen?

bag-159543_1280Was wir über unseren Einkauf denken oder was wir dabei erleben, beeinflusst unser Empfinden und bereitet uns positiven oder negativen Stress. Während unser normaler Feierabend‑, oder Wochenend-Einkauf oft in Distress ausartet, sieht es beim Shopping ganz anders aus. Hier wird das Belohnungssystem in unserem Gehirn aktiviert und Unmengen an Freudehormonen ausgeschüttet. Wir fühlen uns wohl und bereichert, besonders dann, wenn wir das Gefühl haben, ein Super-Schnäppchen gemacht zu haben. Das kann durchaus auch bei einem Lebensmitteleinkauf der Fall sein. Schnäppchen-JägerInnen erleben Glücksgefühle, wenn sie das Gefühl haben, etwas wirklich Gutes und Günstiges ergattert zu haben. Und genauso schnell macht sich Frustration breit, wenn sie nicht das bekommen haben, was sie wollten oder noch schlimmer, wenn sie gar nichts mitnehmen konnten.

Schmerz vermeiden – Freude erleben – so funktioniert unser Gehirn!

Ein normaler Einkauf geht bei vielen oft mit einem Verlustgefühl einher. Wir müssen unser sauer verdientes Geld hergeben für die paar Teile, die morgen schon wieder aufgebraucht sind. Verlust bedeutet für unser Gehirn „Schmerz“. Schmerz wollen wir nicht erleben und versuchen ihn daher zu vermeiden. Lieber nicht so viel Geld ausgeben… lieber behalten, was man hat. Das bedeutet aber auch, dass man sich den einen oder anderen Wunsch versagt. Und das führt wiederum zu Frustration. Wer oft Frust hat, weil er vielleicht jeden Cent zweimal umdrehen muss, schadet auf Dauer seiner Gesundheit.
Dauerfrust → Dauerstress → krank!

Shopping für die Seele?

Beim Shopping fühlen wir uns bereichert. Wir haben Beute gemacht. Wir haben etwas bekommen für unser Geld. Wir haben unsere Wünsche erfüllt.

Vielleicht hast du längst gemerkt, dass unsere Gedanken uns hier einen Streich spielen. Unsere Denkweise beeinflusst, was wir fühlen. Wenn du denkst, du hast für dein Geld nichts bekommen, fühlst du dich schlecht und hast Stress, weil du genau weißt, du musst morgen wieder Geld ausgeben, ohne etwas dafür zu bekommen. Und das Tag für Tag, Monat für Monat.

offer-706847_640Wenn du der Meinung bist, für dein Geld etwas Wertvolles erhalten zu haben, etwas das du gebrauchen kannst oder das dich erfreut, sieht die Sache ganz anders aus, nicht wahr? Du fühlst dich super, jedenfalls so lange, bis dein schlechtes Gewissen dir sagt: „Das hätte jetzt aber auch nicht sein müssen…“. Oder bis du der Meinung bist, dich mal wieder belohnen zu müssen…

Vorsicht, hier besteht Suchtgefahr! Wer ständig shoppen muss, um sich gut zu fühlen, kompensiert damit einen unbewussten psychischen Konflikt, eine Leere, die ausgefüllt wird mit Handtaschen, Schuhen, Akkuschraubern, Videospielen oder sonstigem Schnickschnack.

Was veranlasst uns zum Kauf?

Wir kaufen zu über 90% aus emotionaler Motivation. Diese emotionale Kaufentscheidung rechtfertigen wir dann mit rationalen Begründungen. Wir kaufen, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Abraham Maslow hat die Motive menschlichen Handelns hierarchisch in fünf Grundmotivationen unterteilt.

1. Befriedigung körperlicher Bedürfnisse:
Essen, Trinken, Schlaf, Kleidung, Gesundheit, Sexualität

2. Befriedigung unseres Sicherheitsgefühls:
Das Gefühl, in sicheren Verhältnissen zu leben, sichere Wohnung, sicherer Arbeitsplatz etc.

3. Befriedigung unseres Bedürfnisses nach sozialen Beziehungen:
Familie, Partnerschaft, Freunde, Kollegen, das Gefühl, gebraucht zu werden

4. Befriedigung unseres Bedürfnisses nach sozialer Anerkennung:
Streben nach Wohlstand, Karriere, Macht, Statussymbole, Ruhm bzw. Auszeichnungen

5. Befriedigung unseres Bedürfnisses nach Selbstverwirklichung:
Entfaltung unserer Individualität, Lebenssinn, Werte, Glauben, Religion, Spiritualität

Das viel beachtete, neuere Züricher Modell der sozialen Motivation von Norbert Bischof unterscheidet hingegen nur drei Motivsysteme des Menschen:

1. Sicherheit
Hierunter werden alle Motive zusammengefasst, die die Absicherung der Existenz, des Lebens und der Sicherheit uns nahestehender Menschen betreffen.

2. Erregung
Hierunter fallen alle Motive, die sich auf Stimulanz beziehen, z. B. das Streben nach Abwechslung, nach Abenteuer, neuen Erfahrungen etc.

2. Autonomie
Hier werden Motive vereint, die mit Leistung, Kontrolle, Durchsetzung zu tun haben, z. B. das Streben nach Unabhängigkeit, nach Geltung, Macht und Einfluss.

Das Wissen darum, dass jedes menschliche Handeln durch innere Motivationen gesteuert wird, gibt der Werbeindustrie wichtige Hinweise für die konkrete Gestaltung ihrer Werbung. Hinzu kommen Erkenntnisse aus der modernen Gehirnforschung. Neuromarketing heißt hier das Zauberwort.

Marlboro-ColaFrüher wurde die Werbung positiv gestaltet. Wir sollten uns wohlfühlen, wenn wir die Anzeige oder den Spot im Fernsehen angeschaut haben. Eine angenehme Melodie wurde hinterlegt, eine nette Szene gezeigt, die einerseits den Nutzen des Produktes herausstellte und uns andererseits ein Gefühl von mehr Lebensqualität vermitteln sollte.

Vielleicht kennst du noch die Marlboro-Werbung, die dem Konsumenten ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit suggerierte? Oder die Spots von Coca-Cola, die für Lebensfreude, Spaß und Genuss standen.

Heute weiß man:  Nicht nur positiv präsentierte, auch negative Werbung bleibt beim Konsumenten hängen. Dabei gilt: je nerviger desto besser. Das Brüllen des Werbetextes (speziell in der Radiowerbung), aggressive Hintergrundmusik und die vielfache Wiederholung des Schlagwortes innerhalb kürzester Zeit führen dazu, dass sich der Werbespot so richtig in unsere Nervenbahnen hineindreht. Das ist ähnlich wie bei einem Ohrwurm, den kriegst du so schnell auch nicht mehr aus dem Kopf.

Fazit

Ob wir positive oder negative Werbung sehen… ob wir mit dem Einkauf unsere Grundbedürfnisse befriedigen oder shoppen, um ein Glücksgefühl zu haben – hinter jedem Kauf steckt eine Motivation.

Wenn wir uns bewusst werden, wer oder was unsere Kaufentscheidungen beeinflusst, können wir uns nicht nur vor den Tricks der Werbeindustrie, sondern auch vor gefährlichen Lust- und Frustkäufen schützen. Die Betonung liegt hier auf „gefährlich“. Denn ein gelegentlicher Lust- oder auch Frustkauf schadet nicht, solange er im Rahmen bleibt. Den allerdings musst du selbst festlegen.

Coaching-Tipp

 

 

Mach dir deine Einstellungen und Glaubenssätze übers Einkaufen bewusst. Finde heraus, was genau dir Einkaufsstress bereitet. Sind es die 17 verschiedenen Sorten Ketchup, die dich wuschig machen? Ist es die lange Schlange an der Kasse?

HandtaschenbohrerIst es die Feststellung, dass diese spezielle Handtasche oder Bohrmaschine leider ausverkauft ist und du heute „leer“ ausgehst?

Oder ist es die Vermutung, für dein Geld nicht genug bekommen zu haben? In diesem Fall ist es ratsam, dir eine wertschätzendere Einstellung anzueignen, wenn du Dauerfrust vermeiden willst.

Wie du deinen Blickwinkel veränderst und
eine wertschätzende Grundhaltung entwickelst,
zeige ich dir im persönlichen Coaching. 
Vereinbare gleich deinen Termin!

Die Checkliste Einkaufsstress hilft dir, deine Stressfaktoren beim Einkaufen zu identifizieren. Hier downloaden: Checkliste Einkaufsstress


In der nächsten Woche:
3. und letzter Teil der Einkaufsstress-Reihe: „Wenn Shoppen zum Alptraum wird“

Einkaufsstress‑1

Einkaufsstress – Teil 1:

Schnäppchenjagd im Supermarkt 

Einkaufsstress ist nicht nur ein Modewort, sondern eine ernstzunehmende Angelegenheit. Einkaufen ist anstrengend. Einkaufen ist langweilig. Einkaufen ist eine lästige Pflicht. Einkaufen und dabei jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen, ist Stress pur.

Mann an der WurstthekeDa ist der Mann, der total überfordert vor dem Wurstregal steht und nicht weiß, welche Mortadella nochmal die richtige war. Er weiß wohl, dass es zuhause Stress gibt, wenn er die falsche mitbringt. Also, egal wie er es macht, es wird höchstwahrscheinlich falsch sein…

Und da ist die junge Familie, die jeden Samstag mit kleinem Budget ihren Wocheneinkauf macht. Die Kinder quengeln im Auto, quengeln im Supermarkt und haben keinerlei Verständnis dafür, warum Mama und Papa sich schon wieder an der süßwarenfreien Kasse anstellen. Wo es doch nebenan so herrliche Köstlichkeiten gibt.

Supermarkt FamilieDer vierjährige Daniel wirft sich auf den Boden und schreit, was das Zeug hält. Die Leute, die an den Nachbarkassen anstehen, schauen schon herüber, was denn da wohl los ist.... Mama ist die Situation sichtlich peinlich. Sie versucht verzweifelt, den Jungen zu beruhigen, aber der schreit nur noch lauter. Papa ist da etwas gelassener. Er hebt seinen Sohn auf und geht „…mit ihm schon mal nach draußen“.

Mama bleibt mit der sechsjährigen Lisa und puterrotem Kopf an der Kasse zurück und legt ihre Einkäufe aufs Band. Vor ihr zählt eine ältere Dame beim Bezahlen jeden Cent einzeln ab. Du meine Güte, wie lange dauert das denn noch? – Endlich ist sie dran. Bezahlen, einpacken, und dann nichts wie raus hier.

EiswagenAuf dem Supermarktparkplatz steht ein Eiswagen, den die Kinder natürlich sofort entdecken. Mama und Papa schauen sich an, und jeder entdeckt beim anderen den leicht panischen Ausdruck in den Augen. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt, und da geht es auch schon los. Beide Kinder wie aus einem Mund: „Krieg ich ein Eis…, bitte, ach bitte…, warum nicht... och menno.“ Bevor sich wieder jemand schreiend auf den Boden wirft und strampelt, bestellt Mama „einmal Vanille und einmal Erdbeer.“ – Sehr konsequent. Nun ja, man muss eben Prioritäten setzen. Die Kinder schlecken an ihrem Eis. Und Mama und Papa genießen die Ruhe – wenn auch nur für drei Minuten...

Was sich hier liest wie ein Sketch, ist in Wirklichkeit bitterer Ernst. Viele Familien machen diesen Einkaufsstress Tag für Tag und Woche für Woche immer wieder durch. Besonders wenn das Budget knapp ist, wird der Einkauf zu einer echten Herausforderung. Da muss man manchmal ganz schön jonglieren. Wie viel bekomme ich heute noch für mein Geld? Was brauche ich unbedingt, und worauf kann ich verzichten? Ist noch ein Eis für die Kinder drin? Eigentlich bräuchte ich auch mal wieder eine neue Hose. Soll ich sie mir kaufen oder lieber noch einen Monat damit warten?

SonderangebotEinkaufen ist für viele der reinste Horror. Da häufen sich Angebote über Angebote. Der Briefkasten ist voll mit Werbeprospekten unterschiedlichster Supermärkte, die natürlich alle abgeklappert werden müssen. Schließlich gibt es das Pfund Kaffee bei Aldi um 50 Cent billiger. Dafür hat Lidl die Erdnüsse um 20 % reduziert. Beim Bäcker zwei Blocks weiter schmeckt das Brot besser als in der Bäckerei gegenüber, also wird dort auch noch hingefahren.

Mein Freund Henry sagte mir einmal, ich müsse die Angebote verschiedener Supermärkte nutzen, so würde ich eine Menge Geld sparen. Ich bezweifelte das und war der Meinung, dass sich die viele Hin- und Herfahrerei nicht rechnet. Dennoch machte ich die Probe aufs Exempel. Und was denkst du, was unterm Strich dabei herauskam? Ich sparte nicht einen Cent. Im Gegenteil, ich war erheblich länger unterwegs als sonst, verbrauchte Sprit, weil ich Auto fahren musste, anstatt wie sonst zu Fuß zum Supermarkt gegenüber zu gehen. Ich war in insgesamt vier verschiedenen Supermärkten, musste viermal einen Parkplatz suchen, einen Einkaufswagen holen und in der langen Schlange an der Kasse stehen. Zudem waren die Angebote teilweise schon vergriffen oder gar nicht da, so dass ich auf Ersatzprodukte zurückgreifen musste. Zu guter Letzt musste ich dann doch noch in meinen Stamm-Supermarkt gegenüber gehen, um dort die Sachen zu kaufen, die ich woanders nicht bekommen hatte. Das mache ich garantiert nicht wieder.

Coaching-Tipp

 

 

Ich habe schon lange „Bitte keine Werbung“ an meinem Briefkasten kleben und kaufe ohne Prospekte wesentlich entspannter ein. Ich klappere auch nicht mehr mehrere Geschäfte nach Angeboten ab. Zeit ist Geld. Und meine Zeit kann ich sinnvoller nutzen als sie mit Einkaufen zu verbringen.

Wenn dir der Großeinkauf mit Kind und Kegel den letzten Nerv raubt, frag doch mal die Oma oder lass die Kinder bei deinem Partner oder Partnerin und fahre alleine zum Einkaufen. Wenn du alleinerziehend bist, hat deine Freundin vielleicht mal Zeit oder du hast eine liebe Nachbarin, die so lange auf den Nachwuchs aufpasst. Es muss ja nicht jedes Mal sein, sondern vielleicht jeden zweiten Samstag oder nur einmal im Monat.

Was bereitet dir Stress beim Einkaufen?
Welche Herausforderungen hast du?
Wie hast du sie bisher gemeistert?
Schreibe mir, ich freue mich auf deine Geschichte.

Nächste Woche:
Einkaufsstress Teil 2: Shoppen für die Seele?

Die Heilkraft der Sonne

Die Heilkraft der Sonne

Wie die Sonne unser Gemüt erhellt

Am Sonntag, 3. Mai 2015, ist der Tag der Sonne.

Gesund und ausgeglichen zu sein ist nicht nur eine Frage der Ernährung oder ob wir uns regelmäßig bewegen und ausreichend schlafen. Auch die Sonne spielt eine große Rolle, wenn es um die Erhaltung unserer körperlichen und seelischen Gesundheit geht.

Leider werden der Sonne heutzutage viele schädliche Eigenschaften angedichtet. So soll sie für die Entstehung von Allergien und Hautkrebs verantwortlich sein. Allerdings wurde bei all der Kritik die Ernährung und deren Auswirkung auf unsere Sensibilität bei Sonneneinstrahlung so gut wie gar nicht berücksichtigt. Vielmehr wird dem Verbraucher eingeredet, er müsse Sonnencremes mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor benutzen, um seine Haut vor Rötungen und Krebs zu schützen.

Natürlich gibt es Menschen, die eine extreme Lichtallergie haben und jede noch so geringen Sonneneinstrahlung vermeiden müssen, da sonst ihre Haut aufplatzt und sie enormen Schmerzen ausgesetzt sind. Sie leiden unter einer so genannten Photodermatose. Solche photoallergischen oder phototoxischen Reaktionen der Haut können aber auch bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Nahrungsmitteln auftreten. Doch das soll heute nicht unser Thema sein.

Heute möchte ich die Heilkraft der Sonne mit dir teilen

spring-733507_640Denn die Sonne ist unsere Freundin und Heilerin. Ohne Sonne kein Leben! Besonders für stressgeplagte und ängstliche Menschen ist die Sonne eine große Hilfe. Und ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Bist du nervös, ängstlich oder auf andere Art gestresst? Dann setze oder lege dich eine Zeit lang in die Sonne. Ein paar Minuten genügen, und du wirst merken, wie die Sonnenstrahlen Gesicht und Körper erwärmen und dir in kurzer Zeit das geben, was deine Nerven, dein gesamter Körper und deine Psyche brauchen.

Deine Nervenzellen nehmen das Sonnenlicht auf und wandeln es in Energie um, die dein Körper optimal nutzen kann. Doch nicht nur der Körper, sondern auch unser Gemüt wird durch die Sonne erhellt. Denn durch die Sonneneinstrahlung wird Serotonin produziert, das auch als Glückshormon bezeichnet wird. Es sorgt für gute Laune und wirkt Stimmungsschwankungen und Depressionen entgegen.

SerotoninSunSerotonin reguliert überdies viele lebenswichtige Funktionen in unserem Körper. Es beeinflusst unser Herz-Kreislauf-System, wirkt im Verdauungstrakt und kontrolliert unseren Appetit. Serotonin reguliert die Körpertemperatur, bestimmt, wann wir müde oder wach werden und beeinflusst unser Schmerzempfinden. Nehmen wir genügend Sonnenlicht auf, bildet unser Körper Unmengen positiv wirkender Stoffe, die unsere Gesundheit fördern. Sie stärken unsere Abwehrkräfte, wirken keimtötend und regenerierend.

Wenn du mehr über den Superbotenstoff Serotonin erfahren möchtest, schau hier.

Lichttherapie fördert die Heilung

sunrise-182302_640Wer stundenlang in der Prallsonne sitzt, tut sich damit nicht unbedingt etwas Gutes. Ein Sonnenbrand kann äußerst schmerzhaft sein, und ein Sonnenstich ist ebenfalls sehr unangenehm. Vielleicht kennst du das aus eigener Erfahrung? Es kommt also auf die richtige Dosierung an. Aber ist das nicht bei allem so? Wer sich ausschließlich von Himbeereis ernährt, wird über kurz oder lang auch die Auswirkungen zu spüren bekommen.

Jakob Lorber (1800−1864) hat seine Erkenntnisse über die Heilkraft des Lichtes niedergeschrieben. Willst du mehr darüber erfahren, schau hier. Nachfolgend habe ich ein paar spannende Auszüge seiner Erkenntnisse zusammengestellt, welche positiven Wirkungen Sonnenlicht auf unsere Gesundheit hat.

Sonnenlicht-AugenSonnenlicht über die Augen aufnehmen

„Licht, das über die Augen aufgenommen wird, hat wichtige Wirkungen auf die Reinigung des Blutes: alle 2 h strömt das volle Blutvolumen durch die Augen... Licht-Energie regt Augen/Blut direkt an… alle anderen Funktionen regt es indirekt an“ (Liberman, S. 202)

„Über die Augen eintretendes Licht hat direkten Einfluß auf die Nährstoffe im Blut. Es sorgt für ihre vollständige Verwertung… Bei Fehlbeleuchtung ist Krankheit nicht weit“ (Liberman, S. 203).

„Licht (vor allem UV) dient zur Vernichtung aller Viren mit Hüllen... Infektionskrankheiten, Aids, Herpes-simplex, Masern, Leukämie... ohne dem Blut zu schaden“ (Liberman, S. 148)

 SonnenbadSonnenlicht über die Haut aufnehmen

„Die aufgenommene elektromagnetische Energie wird im zentralen Steuerungs- und Regelsystem des Organismus, dem Hypothalamus, verarbeitet und ausgewertet. Der Hypothalamus ist eine der endokrinen Drüsen des Gehirns und liegt unter dem Thalamus im Zwischenhirn. In ihm befinden sich verschiedene übergeordnete Zentren des autonomen Nervensystems, von denen lebenswichtige vegetative Funktionen gesteuert werden, beispielsweise der Wärme‑, Wasser- und Energiehaushalt des Körpers.“

Sonnenlicht über die Nahrung aufnehmen

Die Nobelpreisträger David Bohm und Albert Szent-Györgyi stellten fanden heraus: „Alle Energie, die wir in unseren Körper aufnehmen, kommt von der Sonne.“

„Jede Frequenz bzw. Farbe des Sonnenlichtes hat einen Nährwert... Die Regenbogenfarben enthalten daher alle Schwingungen für eine ausgewogene (Licht)Nahrung für die Vitalfunktionen aller Organe...“ (Liberman S. 259)

Lichtnahrung„Was unseren Körper wirklich nährt, sind nicht nur die in den Substanzen enthaltenen Mineralien, Vitamine und andere Stoffe, sondern hauptsächlich das in den Pflanzenzellen eingeschlossene Licht (Photonen), das durch den Stoffwechselprozess wieder freigesetzt wird.“ 

„Tierische Produkte, Junkfood, Fastfood, tiefgefrorene oder bestrahlte, mit Mikrowellen zubereitete Nahrung besitzen nur noch sehr reduzierten Nährwert an Licht... Bei toter Nahrung verhungern Körper/Geist/Seele, es führt zu gestörten Organfunktionen, Infektionskrankheiten…“ (Liberman, S. 205)

Der Einfluss des Sonnenlichts auf Psyche und Geist

Sonnenlicht mit allen Frequenzen

  • verbessert die Stimmung und wirkt aufheiternd
  • lindert Niedergeschlagenheit und Depressionen
  • löst geistige Blockaden auf
  • erhöht die geistige Leistungsfähigkeit
  • baut Stress ab: Stress verengt das Sehfeld und ist somit für eine verminderte Informationsverarbeitung und schlechtere Lernfähigkeit verantwortlich (derselbe Effekt wird durch Lärm hervorgerufen). Als Folge davon benötigen viele Leute eine Brille. Und Brillenglas wiederum verhindert meist die Aufnahme von UV-Licht, womit die Stresshormone abgebaut werden könnten“
  • uvm.

Finger weg von Lichtschutzfaktoren

Sonnencreme-RisikoWenn du Pflegeprodukte mit hohem Lichtschutzfaktor benutzt, verhindert dieser, dass die UVB-Strahlen über die Haut aufgenommen werden können. Wir brauchen aber die UVB-Strahlen, damit unser Körper das lebensnotwendige Vitamin D produzieren kann. Dieses kann nämlich nur tagsüber von Frühjahr bis Herbst gebildet werden. Hältst du dich also tagsüber in geschlossenen Räumen auf und bekommst nicht genügend Sonnenlicht ab (geschlossene Fenster lassen nicht alle Wirkstoffe der Sonne durch), solltest du über die Zuführung von natürlichem Vitamin D nachdenken. Das gibt es sogar in veganer Form. Vitamin D stärkt die Knochen, erhöht den Sauerstoffanteil im Blut und hebt dein Energielevel an.

So kannst du die Sonne optimal für dich nutzen

Um welche Uhrzeit ein Aufenthalt in der Sonne am besten ist, darüber streiten sich die Geister. Gut trainierte Sportler können einen Marathon in der prallen Mittagssonne laufen. Für Untrainierte gilt das natürlich nicht, besonders, wenn sie sich ohnehin nicht so oft in der Sonne aufhalten. Grundsätzlich kann man sagen: je länger der Schatten, umso sicherer ist der Aufenthalt in der Sonne.

Lege dich mit dem Kopf Richtung Norden in die Sonne. Die Füße zeigen dabei nach Süden. In dieser Lage schlafen auch nachts die meisten Menschen am besten.

Sonnenschirm„…die Sonne schien ihm auf’s Gehirn, da nahm er einen Sonnenschirm“ (Wilhelm Busch)

Lass dich so oft wie möglich von der Sonne küssen. Aber nicht länger als 1 Stunde am Stück ungeschützt in der Prallsonne aufhalten (Sonnenbrand- und Sonnenstichgefahr). Wenn es nicht anders geht, schütze deine empfindliche Haut mit einem T‑Shirt und benutze eine Kopfbedeckung. Auch solltest du viel Wasser trinken, wenn du länger in der Sonne bist.

Mit der Sonne meditieren

Ich habe neulich einen Sonntagnachmittag im Britzer Garten, dem ehemaligen Buga-Gelände in Berlin verbracht. Abends beim Zubettgehen habe ich immer noch die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht gespürt. Mein ganzer Körper war angenehm warm, sogar meine sonst immer kalten Füße. Ich bin mit einem wunderbaren Gefühl des Friedens und der Entspannung eingeschlafen.

Das hat mich auf die Idee gebracht, daraus „Meine kleine Sonnenstrahl-Meditation“ zu kreieren, die ich gerne mit dir teile.

 


Literatur und Quellen:

Jakob Lorber: Einfluß des Lichts auf die Gesundheit – http://www.j‑lorber.de/shm/licht/gesundheitswirkungen.htm

Jacob Liberman: Die heilende Kraft des Lichts – http://www.jacobliberman.org

Bildquelle Kräuterteller: http://www.wild-ess-kraut.de
Bildquelle Sonnenspray: © ruigsantos – Fotolia.com

Der Baum als Kraftspender

Der Baum als Kraftspender

Am 25. April 2015 ist der Internationale Tag des Baumes.

Hast Du schon einmal einen Baum umarmt?

Nein? Dann wird es aber höchste Zeit.

„Ich mache mich doch nicht zum Volldeppen“, wirfst du ein? Ok, ich gebe zu, es mutet zunächst etwas merkwürdig an, so mitten im Stadtpark einen Baum zu umarmen, vor all den Leuten, die kopfschüttelnd und schmunzelnd an einem vorübergehen.

Baumumarmung-JapanWas, wenn ich dir sage, dass es Baum-Umarmungs-Seminare gibt, bei denen die Teilnehmer/innen auch schon mal 60 Euro für einen geführten Spaziergang hinblättern, nur um einen Baum zu umarmen? Immerhin –  ist jedenfalls günstiger als ein Bungee-Sprung, den gibts ab 100 Euro aufwärts und in 5 Sekunden ist alles vorbei. Dafür hat man dann entweder einen herrlichen Adrenalin-Kick oder den Schock fürs Leben – je nachdem, wie man es erlebt. Es soll allerdings auch Leute geben, die für ein Wochenendseminar mit Baum-Umarmung über 1.000 Euro gezahlt haben. Nun gut, jeder nach seiner Façon.

In Japan ist das Umarmen von Bäumen eine Wissenschaft. Shinrin-yoku, zu deutsch „Waldbaden“, heißt der Begriff, der in den 1980er Jahren vom Japanischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft für den Zustand geprägt wurde, mit dem Wald eins zu werden.

Aber auch hierzulande weiß man, dass ein einfacher Waldspaziergang eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit hat.

EichhörnchenBritzerGartenIch nehme an, die meisten von uns mögen Spaziergänge im Wald.  Im Wald herrscht eine besondere Energie, eine spezielle Atmosphäre. Vor allem bei schönem Wetter halten wir uns gerne dort auf. Die Sonne scheint, die Vögel singen, die Blumen blühen, der Wald duftet.

Du erblickst vielleicht ein Eichhörnchen oder ein Reh und bleibst einige Sekunden verzückt stehen und traust dich fast nicht, dich zu bewegen, um das Tier nicht zu verschrecken. Dann wirst du dir der Magie dieses Moments gewahr und genießt es, ganz bei dir, ganz im Hier und Jetzt zu sein. „Augenblick, verweile noch...“

Ein Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen und Sträuchern. Ein Wald ist ein lebendiges Ökosystem mit hoher Artenvielfalt, eine Lebensgemeinschaft mit der Fähigkeit zur Selbstregulation. Dies ist beispielsweise bei einer Palmölplantage nicht der Fall, die besteht tatsächlich nur aus einer Ansammlung von Palmen, die gezüchtet und abgeerntet werden. In dieser sklavenartig anmutenden Atmosphäre kann kein Mensch Erholung finden. Verstehst du, was ich meine?

„Ok, ein Waldspaziergang ist etwas Schönes, da sind wir uns einig“, sagst du? „Aber es ist doch ein Unterschied, ob ich nur im Wald spazieren gehe oder mir ganz explizit einen Baum aussuche, um ihn zu umarmen.“

Jeder Baum hat seine eigene Schwingung

Ja, das ist es. Und genau das ist der Punkt. Jeder Baum hat eine andere Energie, jeder Baum hat seine ureigene Schwingungsfrequenz, die eine heilende, zumindest aber wohltuende WIrkung auf uns hat.

Eine Eiche hat eine andere Oberflächenstruktur als eine Buche. Auch die Temperatur ist je nach Baumart unterschiedlich. So fühlt sich eine Eiche oder eine alte LInde oft warm an, eine Buche hingegen eher kühl. Und so hat auch jeder Baum seine eigene Kraft und Symbolik.

Ich liebe es, im Wald oder im Park spazieren zu gehen und mich mit dem Rücken gegen einen Baum zu lehnen, zu dem es mich hinzieht. Manchmal lege ich auch nur eine Hand oder beide Hände gegen den Stamm, erspüre seine Energie und lausche dabei nach innen, was er mir wohl zu „sagen“ hat. Du würdest erstaunt sein, was da so alles vor dem inneren Auge oder dem inneren Ohr auftaucht.

BaumumarmungDie Kraft eines Baumes zu erspüren und auf sich wirken zu lassen, ist eine wundervolle Erfahrung. Wer das einmal erlebt hat, wird es immer wieder haben wollen. Es ist einfach zu schön und tut zu gut, als dass ich darauf verzichten möchte.

Du kannst das alleine machen, wenn du dich nicht traust, von anderen gesehen zu weden. Aber besonders schön ist es auch in einer Gruppe. Wenn es alle machen, ist es weniger „peinlich“, nicht wahr.

Nimm die Energie des Baumes auf 

Du kannst mit dem Baum durch die Berührung und auch innerlich Kontakt aufnehmen. Wie fühlt sich der Stamm an? Warm oder kühl? Kannst du spüren, wie die Energie in ihm fließt? Um was für eine Energie handelt es sich? Wie fühlt sie sich an? Ist es die Energie, die dir gerade fehlt und die du über den Baum in dich aufnehmen kannst?

Gib deine Last ab

Oder möchtest du dem Baum etwas von deiner Last abgeben. Dann lehne dich mit dem Rücken an ihn und stell dir dabei vor, wie er dir etwas von deinem „Gepäck“, das du mit dir herumträgst, abnimmt. Stell dir vor, wie der Baum deine Last aufnimmt und über die Blätterkrone ans Universum abgibt oder über seine Wurzeln in Mutter Erde weiterleitet, die alles transformiert.

Du kannst dich auch mit der Stirn an seinen Stamm lehnen. Das mache ich gerne, wenn mir zu viele Gedanken im Hirn herumschwirren und ich den Kopf wieder frei bekommen will. Die Gedanken beruhigen sich, der Druck in Stirn und Schläfen lässt nach.

Zieht es dich zu einem jungen Baum mit schmalem Stamm und verspielten Blättern oder brauchst du eher die Energie eines alten, weisen Baumes, der dir das Gefühl vermittelt, deine Last auch tragen zu können. Was kann er dir mit auf den Weg geben?

Wenn du das Gefühl hast, jetzt ist es genug, dann bedanke dich bei deinem Baum und verabschiede dich. Du kannst ihn jederzeit wieder besuchen.

entspannungWenn dir das alles zu seltsam erscheint, dann spanne dir doch einfach eine Hängematte zwischen zwei Baumstämme und genieße es, getragen und geschaukelt zu werden.

Dabei kannst du die nachfolgende Imaginationsübung machen. Sie dient zum Krafttanken und dauert nur wenige Sekunden bis Minuten:


Baum-Meditation


Quelle des Beitragsbildes ganz oben: „1000-jährige Eiche Bad Blumau“ von Claus Ableiter – Eigenes Werk http://commons.wikimedia.org/wiki/File:1000‑j%C3%A4hrige_Eiche_Bad_Blumau.JPG#/media/File:1000‑j%C3%A4hrige_Eiche_Bad_Blumau.JPG

Lachen – Wellness für die Seele

Lachen tut der Seele gut

Zähneputzen und Duschen gehört bei den meisten von uns zum täglichen Programm. Wir pflegen unseren Körper mit Peelings, Cremes, Massagen. Unsere Haare lassen wir vom Friseur behandeln, wenn sie stumpf und splissig geworden sind. Wir halten unsere Wohnung und unseren Arbeitsplatz sauber. Sogar unser Auto wird regelmäßig gewartet, gewaschen und gewachst, damit das gute Stück lange läuft und schön glänzt.

Nur eines pflegen wir selten mit so viel Hingabe: unsere Psyche

Dabei ist es sehr gewinnbringend, hin und wieder einen „seelischen Hausputz“ zu machen und sich von unnützem Ballast zu befreien.

Wellness für die Seele (Psychohygiene) zu betreiben bedeutet konkret: 

Maßnahmen zur Erhaltung der seelischen Gesundheit und emotionalen Zufriedenheit 

Ein ausreichender Ressourcen-Pool, aus dem wir Kraft schöpfen können, um mit belastenden Ereignissen angemessen umzugehen, ist dabei äußerst wertvoll. Dabei sind nährende Familienbeziehungen und Freunde genauso wichtig wie sinnvolle (Arbeits-) Aufgaben, stabile finanzielle Verhältnisse, Hobbies, gute Ernährung, regelmäßige Bewegung, Spaß an schönen Dingen, Musik, Kunst, Tanz, erfüllende Sexualität und vieles mehr.

Lache.jpgLachen hält jung und gesund

Lachen erhöht die Sauerstoffaufnahme… Lachen führt zur Vermehrung der natürlichen Killerzellen und stärkt die Immunabwehr. Die Lachforschung hat zahlreiche Belege dafür gefunden, warum Lachen tatsächlich gesund ist und dass Menschen, die viel lachen, weniger krankheitsanfällig sind und schneller wieder gesund werden (siehe „Lache, wenn Dir zum Weinen ist!“).

Heftiges Lachen ist richtig körperliche Arbeit: fast sämtliche Muskeln im Körper werden beansprucht. Bei herzhaftem Lachen steigt der Puls auf 120 Schläge pro Minute. Die Atmung wird stark angeregt, so dass es zu einem beschleunigten Austausch von verbrauchter und sauerstoffangereicherter Luft kommt. Die Lungenflügel dehnen sich und nehmen 3 bis 4 Mal so viel Sauerstoff auf wie gewöhnlich. Insgesamt kommt es zu einer besseren Durchblutung der Muskulatur. Das entspannt die Arterien und senkt den Blutdruck, weil auch der Herzschlag zwar zunächst beschleunigt wird, sich dann aber deutlich verlangsamt. Das Zwerchfell hüpft und massiert die inneren Organe. Die Bauchmuskeln spannen sich an, um die Luft mit einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h hinaus zu pressen.

Der durchschnittliche Lachanfall dauert übrigens etwa 6 Sekunden. Nach der starken muskulären Anspannung setzt umgekehrt eine genauso tiefe Entspannung ein. Stresshormone werden abgebaut. Der Effekt auf den Körper ist mit anderem körperlichen Muskeltraining vergleichbar. Auch die Ausschüttung von Hormonen, den so genannten Endorphinen, ist nach einem Lachanfall vergleichbar mit der Hormonausschüttung nach dem Joggen.

lucky-pig-580693_640Körperpflege und Seelenmassage

Achten Sie darauf, dass Sie sich gut ernähren, und zwar zu 80 Prozent basenbildende Lebensmittel und 20 Prozent säurebildende Lebensmittel (in den meisten Fällen ist es umgekehrt!). Nehmen Sie viele natürliche Mineralstoffe zu sich. Mineralien leiten Säuren aus. Schmeißen Sie Ihr billiges Kochsalz weg und nehmen Sie stattdessen Steinsalz oder Himalaya-Kristallsalz, hierin sind alle Mineralstoffe enthalten, aus denen auch Ihr Körper besteht.

Gönnen Sie Ihrem Körper hin und wieder eine Entschlackungskur. Fasten Sie, machen Sie basische Bäder etc. damit die überschüssige Säure nicht kristallisiert und sich an Ihren Zellwänden absetzt, was Sie definitiv krank macht (Arteriosklerose, Alzheimer, Parkinson, um nur einige Krankheiten zu nennen).

Sorgen Sie für ausreichenden Schlaf, machen Sie mal Pause, wenn Ihnen alles zu viel wird, spannen Sie aus. Ich weiß, dass das nicht immer leicht zu organisieren ist, aber es geht, wenn man sich selbst wichtig genug nimmt und nicht die Arbeit, den Chef, die Umstände und was sonst noch alles über sich stellt. Es muss auch nicht immer (viel) Geld kosten. Nehmen Sie sich wichtig – lieben Sie sich selbst. Sie dürfen, sollen und müssen, wenn Sie glücklich sein wollen.

Und sorgen Sie dafür, dass Sie immer viel zu lachen haben! Lachen wirkt nicht nur positiv auf Ihre Seele, sondern auch auf Ihren Körper. Heilungsprozesse können schneller vonstatten gehen, wenn Sie sich freuen und Spaß haben. Sie kennen das sicher aus eigenen Erfahrungen. Wenn Sie als Kind mit Fieber das Bett hüten mussten, und der Ausflug in den Zoo oder Vergnügungspark rückte immer näher, dann waren Sie beinahe schlagartig gesund, nicht wahr? Die Vorfreude darauf hat so viele Glückshormone produziert, dass Sie tatsächlich schneller genesen sind. Leider haben wir Erwachsene heute fast völlig vergessen, wie es sich anfühlt, in Glückseligkeit zu schwelgen.

20150105_102727Lache, wenn Dir zum Weinen ist!

Ich rate Ihnen: tun Sie es so oft wie möglich. Und wenn Sie nichts zu lachen haben, dann schaffen Sie sich die Umstände dafür. Sie haben es in der Hand. Es ist Ihre Entscheidung, wie Sie auf bestimmte Umstände oder Situationen reagieren. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie fröhlich oder miesepetrig sein wollen. Sie sind für sich verantwortlich! Kicken Sie alles aus Ihrem Leben, was Sie runterzieht. Schauen Sie einen lustigen Film, lesen Sie ein witziges Buch, treffen Sie sich mit Freunden, albern Sie herum, spielen Sie Klingelmännchen, hüpfen Sie mit einem Lolly im Mund durch die Stadt und amüsieren sich darüber, wenn die Leute Ihnen kopfschüttelnd hinterher schauen. Oder besuchen Sie ein Lachseminar. Werden Sie wieder zum Kind – es tut sooo gut!

Wer lachen kann, dort wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust am Leben

Werner Finck


Literatur & Quellen:

LachenGeiss, S. (2010): Lache, wenn Dir zum Weinen ist.  Wer niemals lacht, stirbt viel zu früh. – Books on Demand, Norderstedt

www.lachseminare.de

www.michael-titze.de

Kausalität im Gesundheitswesen

Ursachen kennen – Heilung ermöglichen

Die Frage nach der Ursache und dem Zusammenhang von Krankheitssymptomen und dem dahinter stehenden geistig-seelischen Thema sind enorm wichtig bei der Einleitung eines jeden Heilungsprozesses.

Unser bestehendes Gesundheitssystem fragt nicht nach der Ursache von Erkrankungen, sondern behandelt nur die Symptome. Dies ermöglicht Patienten keine wirkliche Genesung, sondern hält ihr Leiden nur künstlich aufrecht.

Ursachen kennenDie fehlende Kausalität im Gesundheitswesen

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir persönlich fehlt die Berücksichtigung der Kausalität in der Heilbehandlung. Was ich damit meine? Ich meine die Frage nach der Ursache meiner Symptome. Die Schulmedizin legt keinen Wert darauf, die Ursache einer Erkrankung herauszufinden. Und wenn doch einmal von Ursachen gesprochen wird, dann kann es sich allenfalls um Pseudo-Ursachen handeln.

Ein Beispiel:

Ein Mann kommt mit einer Erkältung zum Arzt. Der Arzt verschreibt ihm ein Nasenspray und ein Hustenmittel, ggf. noch ein Antibiotikum. Die Schulmedizin lehrt uns, dass hinter einer Erkältung Viren stecken, die bei einem schwachen Immunsystem einen grippalen Infekt mit Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen hervorrufen können. Für Schüttelfrost und Fieber werden Bakterien als Ursache genannt.

Aber:

Was hat mein Immunsystem denn so geschwächt, so dass Viren und Bakterien sich in meinem Körper überhaupt erst breitmachen konnten? Diese Frage stellt die Schulmedizin nicht, sie behandelt nur die Symptome.

Ein ganzheitlich denkender Arzt oder Heilpraktiker würde aber genau da ansetzen. Er würde nach der Ursache forschen. Denn in Wirklichkeit sind nicht Viren oder Bakterien, Pilze oder Parasiten die Ursache von Erkrankungen.

Manchmal ist die Ursache nicht gleich ersichtlich, dann muss sich der Behandler etwas mehr Zeit für seinen Patienten nehmen, um sie herauszufinden. Das wiederum wird aber von den Krankenkassen gar nicht bezahlt. Zeit für den Patienten? Wo kämen wir denn da hin?

Oft kommen auch mehrere Faktoren oder mögliche Ursachen zusammen, zum Beispiel: 
  • falsche Ernährung (Junkfood etc.)
  • Umweltbelastungen, wie Handystrahlung, Elektrosmog, Mikrowellen etc.
  • zu wenig Bewegung
  • emotionale Belastungen und negativer Stress jedweder Art (z. B. fehlende Anerkennung im Beruf, die Trauer um ein geliebtes Wesen, traumatischer Stress etc.)

Nicht zu vergessen, dass hinter jedem Symptom und hinter jeder Erkrankung ein Thema steckt. Körperliche Symptome haben ihre Ursache immer im Seelisch-Geistigen. Es gibt keine Erkrankung mit körperlichen Ursachen!

Das, was sich auf der Körperebene zeigt, ist lediglich das Symptom. Dahinter liegt immer ein Thema, das noch angeschaut und ggf. bearbeitet werden will. Manchmal genügt es auch, das Thema nur anzuschauen, um den Sinn dahinter zu verstehen. Dann kann sich die Blockade lösen. Andere Themen wollen etwas genauer hinterfragt werden.

Das Prinzip des Geistes

Auch wenn wir oft von Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist sprechen, so liegt doch die Ursache immer im Geistigen. Anders kann es gar nicht sein, das würde dem Universellen Prinzip des Geistes und der Schwingung widersprechen.

„Der Geist herrscht über die Materie. Wenn Sie das Prinzip des Geistes verstehen, dann verstehen Sie, dass Sie in Ihrem Kern ein geistiges Wesen sind, das zur Zeit eine Erfahrung in der physischen Realität macht. Ihr Bewusstsein und Ihre Gedanken erschaffen Ihre Erlebniswelt“ (Dr. B. Kohler, 2005).[1]

„…Die Wissenschaftler suchen immer noch nach den primären Bausteinen der materiellen Welt. In unseren Tagen sind sie auf der Suche nach den Quarks, merkwürdigen subatomaren Einheiten… wenn wir an diese merkwürdigen Quarks nahe genug herankommen, schmelzen auch sie weg. Auch sie können keinen Anspruch auf Festigkeit erheben. Selbst ihre Geschwindigkeit und ihre Position ist unklar, und es bleiben von ihnen nur Beziehungen und Schwingungsmuster. Woraus also besteht der Körper? Er besteht aus Leere und Rhythmus. Im Innersten des Körpers, im Herzen der Welt gibt es keine feste Materie: Es gibt nur den Tanz“ (G. Leonard, 1991).[2]

Demzufolge ist Krankheit nichts anderes als eine Disharmonie der Schwingungen.

Sie mögen einwerfen, dass eine Krebserkrankung aber schon eine psychische Beeinträchtigung nach sich ziehen kann. Also war doch die Krebserkrankung die Ursache für deine Depression, denken Sie?

Nein, war sie nicht. Sie haben den Krebs nicht einfach so aus heiterem Himmel oder per Zufall bekommen. Sondern Sie haben im Vorfeld auf der seelisch-geistigen Ebene die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Krebs es sich bei Ihnen gemütlich machen konnte. Sie haben sozusagen eine Resonanz geschaffen, die die Erkrankung in Ihr Leben gezogen hat.

Was ist passiert, dass Ihr Schwingungsfeld derart gestört hat, damit sich ein körperliches Symptom ausbilden konnte?

Wenn wir nicht auf die Stimme unseres Herzens oder das Flüstern unserer Seele hören, macht sie sich über unseren Körper bemerkbar: „Körper, geh du voran, auf mich hört sie/er nicht.“ Dann kommt es zu körperlichen Beeinträchtigungen unterschiedlichster Art, je nachdem, welches (Lern)-Thema gerade für uns ansteht.

Schauen Sie sich das Thema an, das mit dem Krebs zusammenhängt, und verstehen Sie, warum der Krebs bei Ihnen ist und was er Ihnen sagen will, kann dies der erste Schritt zu Ihrer Heilung sein. Einer Heilung ohne Chemo und giftige Medikamente, die Ihr Leiden nur künstlich aufrechterhalten anstatt es zu verbessern.

Das bedingt allerdings, dass Sie Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Ihre Krankheit, und Verantwortung für Ihre Heilung. Das bedeutet auch, dass Sie mit Ihrem Arzt auf Augenhöhe sprechen, anstatt ihn als „Halbgott in Weiß“ über sich zu stellen nach dem Motto „schließlich hat ja studiert, er muss es ja wissen“.

Sie haben alles, was Sie zu Ihrer Heilung brauchen, bereits in sich. Sie wissen es nur (noch) nicht.

Der Job des Arztes oder des Therapeuten sollte sein, Ihnen bei der Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte zu helfen, anstatt sie mit Medikamenten zu unterdrücken. Leider haben viele Ärzte das vergessen oder es wurde ihnen in ihrem Studium erst gar nicht beigebracht. Dahinter stecken ganze Industriezweige, die gar kein Interesse daran haben, dass ein Mensch wirklich heil wird. Stellen Sie sich bitte vor, Patienten würden nach einer Behandlung genesen und bräuchten keine Medikamente oder Therapien mehr. Das würde einen ganzen Industriezweig zum Zusammenbruch bringen. Die Pharmakonzerne hätten erhebliche finanzielle Verluste. Und schließlich hängen da ja auch viele Arbeitsplätze dran, nicht wahr?

Geschulte Pharma-Referenten und das aufgezwungene Gesundheitssystem, das über die Krankenkassen abgewickelt wird, macht es Menschen in Heilberufen, die wirklich helfen wollen, nicht gerade einfach.

Weg von der Schulmedizin?

Ich will nicht behaupten, man könne grundsätzlich auf medizinische Behandlungen oder Medikamente verzichten. Bestimmte Therapien und Arzneistoffe können den Heilprozess wirksam unterstützen. Auch will ich die Schulmedizin nicht verteufeln. Sie hat ihre Berechtigung. Denn wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, bin ich froh, wenn ein Chirurg mich wieder ordentlich zusammenflickt.

Mir ist wichtig zu verstehen, dass die Kausalität in der Behandlung von Erkrankungen eine enorme Wichtigkeit hat. Dies hat große Auswirkungen auf die Behandlung und den Heilungserfolg. Allerdings, und das darf ich an dieser Stelle in aller Deutlichkeit sagen, hat unser Gesundheitssystem kein Interesse daran, dass Menschen wirklich gesund werden. Einige Gründe hatte ich vorhin schon genannt.

Was für die meisten von uns offensichtlich ist, wurde mir in einem offiziellen Gespräch mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales nochmal knallhart und unverfroren ins Gesicht geschleudert:

„Wissen Sie, unser Gesundheitssystem ist so aufgebaut, dass nach der Kausalität von Erkrankungen nicht gefragt wird. Es wird immer nur die jeweilige Erkrankung (Anm. d. Autorin = Symptom) behandelt. Die Ursache spielt dabei keine Rolle.“

Das süffisante Grinsen meiner Gesprächspartnerin schien mir zu sagen: „Und du kleines Würstchen kannst nichts dagegen tun, wir sitzen doch am längeren Hebel“.

Nun, ich gebe zu, dass mich das zuerst ganz schön auf die Palme gebracht hat. Denn im ersten Moment dachte ich, sie hat Recht, es sieht so aus, als könnten wir nichts tun. Ich fühlte mich hilflos und dem System gnadenlos ausgeliefert.

Aber als ich mich wieder beruhigt und mir den Schaum vom Mund gewischt hatte, wurde mir klar, dass es keinen Sinn macht, das bestehende Gesundheitssystem bekämpfen zu wollen. Das würde viel zu viel Energie kosten und am Ende gäbe es Verlierer auf allen Seiten.

Auch Politiker werden krank und sterben

Dabei kann ich deren Haltung gar nicht nachvollziehen. Auch die Funktionäre in den Gremien, Verwaltungen und Ministerien sind Menschen, die krank werden und sterben können. Sie sägen sich mit ihren Entscheidungen den eigenen Ast ab, auf dem sie sitzen. Es sei denn, sie verfügen über genügend Geld und das entsprechende Wissen, um sich heimlich und im Verborgenen bei Schamanen, Geistchirurgen oder sonstigen „Scharlatanen“ behandeln zu lassen, die die Kasse nicht übernimmt. Oder sie haben zu Hause einen Jungbrunnen, in den sie steigen, um dann wie Phoenix aus der Asche geheilt und erfrischt wieder aufzuerstehen. Wenn ich mir allerdings unsere Entscheider so anschaue, scheint mir dies eher unwahrscheinlich zu sein.

Das bringt mich unweigerlich zu der Annahme, dass dahinter wohl ein größerer Plan stecken könnte, dem unsere Gesetzgeber folgen, wissentlich oder unwissentlich. Es mag jeder darüber denken, wie er will. Und man mag mich auch als Verschwörungstheoretikerin verschreien.

Mir fällt da nur immer wieder diese Weisheit von Buckminster Fuller[3] ein, die da heißt:

«Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.»


 

Fußnoten + Literatur:

[1] Dr. Barbara Kohler „Das Prinzip des Geistes“, 2005

[2] George Leonard „Der Rhythmus des Kosmos“, 1991

[3] Buckminster Fuller, US-amerikanischer Architekt, Visionär, Philosoph und Schriftsteller

Video:
Die 5 biologischen Naturgesetze – https://sylvia-geiss.de/die-5-biologischen-naturgesetze – Original-Seite: http://www.neue-mediz.in

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit oder ohne Galle?

Wenn die Galle überläuft

Vor zwei Jahren kam ich mit starken Schmerzen im linken Oberbauch ins Krankenhaus. Es wurde eine Gallenkolik diagnostiziert mit Steinen im Gallengang. Der Oberarzt ordnete für den nächsten Morgen eine endoskopische Untersuchung an. Bei dieser Untersuchung wurden die Steine aus dem Gallengang entfernt. Im Zuge dessen wurde auch der Gang zur Bauchspeicheldrüse untersucht, um sicherzugehen, dass dieser nicht verstopft ist.

Bildquelle: http://heilfastenkur.de/krankheit-19-Gallensteine.htm

Ich wurde am Abend vorher von der Assistenzärztin über die Risiken dieser endoskopischen Untersuchung aufgeklärt. Sie erklärte mir, es könne in wenigen Ausnahmefällen zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommen, nämlich genau dann, wenn das Endoskop in den Bauchspeicheldrüsengang eindringt. Ich bekam Angst und wollte die Endoskopie nicht machen, wollte aber natürlich auch, dass die Steine rauskommen. Irgendwann hätte es sonst lebensgefährlich für mich werden können. Ich legte mich mit dem Gedanken schlafen, dass dies bitte bei mir nicht passieren möge.

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Und wie es im Leben so ist: Wovor man sich fürchtet, das zieht man an wie ein Magnet. Nach dem Erwachen aus der Narkose bekam ich erneut heftige Schmerzen im linken Oberbauch. Intuitiv wusste ich, was los war. Ich informierte die Assistenzärztin darüber, und sie sagte etwas mitleidig lächelnd, dass ich dann wohl zu den besagten Ausnahmefällen gehörte.

KäsebrotEin göttliches Erlebnis

Nachdem ich mich die folgende Nacht hindurch ein ums andere Mal in zahlreiche Kotztüten übergeben hatte, durfte ich die nächsten drei Tage nichts essen. Ich bekam nur etwas Brühe und Tee. Nun ja, meiner Figur tat dies keinen Abbruch. Ich hatte genügend zuzusetzen, wie man so schön sagt. Am 4. Tag bekam ich eine Scheibe Brot mit Käse. Ich erinnere mich wie gestern an dieses göttliche Erlebnis. Ich glaube, ich habe eine halbe Stunde an dieser Brotscheibe gegessen, schön langsam und zig-fach gekaut, damit ich diesen Genuss so lange wie möglich erleben konnte. Noch nie hatte ich ein Käsebrot so genossen. Und ich behielt es sogar drin 🙂

Nach 6 Tagen Krankenhausaufenthalt wollte ich nach Hause, und man gab mir zähneknirschend die Entlassungspapiere. Nur zu gerne hätten sie mich noch ein paar Tage dort behalten mit der Begründung, dass eine weitere Beobachtung meiner Befindlichkeit angesagt wäre. Aber ich war selbständig und musste Geld verdienen. Jeder Unternehmer, der mit eigenen Händen arbeiten muss, wird das verstehen. Kein Geschäft – kein Einkommen.

den Ausgleich suchenOperation – ja oder nein?

Der Oberarzt legte mir nahe, mich in 5 bis 6 Wochen erneut im Krankenhaus zu melden zwecks Entfernung meiner Gallenblase. Ich warf ein, dass die Gallenblase doch immerhin für irgend etwas gut sein müsste, schließlich hätte die Natur uns sonst nicht damit ausgestattet. Die Assistenzärztin wiegelte ab und erklärte, dass die Gallenblase nur eine Speicherfunktion hätte, sonst nichts. Und man könnte auch sehr gut ohne Gallenblase leben.

Ich nahm das zur Kenntnis und war hin- und hergerissen. Was sollte ich tun? Meine Intuition sagte mir, dass ich meine Gallenblase behalten sollte – auf gar keinen Fall operieren lassen. Andererseits hatte ich nicht genügend Kenntnisse und Informationen, um eine adäquate Entscheidung treffen zu können.

Also war klar: Ich musste mit so vielen Leuten wie möglich darüber sprechen.

Lukrative Langzeitkunden

Meiner Bettnachbarin, einer 32-jährigen Frau, wurde 12 Jahre zuvor die Gallenblase entfernt. Sie erzählte mir, dass sie einige Jahre danach Diabetes bekam. Nun lag sie im  Krankenhaus und gab sich ganz in die Hände der Schulmedizin. Und die Schulmedizin hatte mir nicht gesagt, dass sich ein Diabetes entwickeln kann, nachdem einem die Gallenblase entfernt wurde.

IcDiabetesh sprach also mit meiner Internistin darüber und teilte ihr meine Bedenken mit. Auch sie empfahl mir, die Gallenblase entfernen zu lassen. Sie meinte , gerade bei Frauen könnten sich immer wieder Steine bilden und es könne zu Entzündungen kommen. Um dem vorzubeugen, sei es besser, die Blase herausnehmen zu lassen. Sie berichtete mir von einer Patientin, die einige Wochen zuvor qualvoll an Gallenblasenkrebs gestorben war.

Du kannst dir sicher vorstellen, dass meine Ängste damit nicht gerade kleiner wurden. Ich fragte mich, warum bei Patienten eine solche Angst geschürt wird. Die Antwort kam mir sofort in den Sinn: Es gehört wohl zum Kundenbindungssystem der Pharmaindustrie. Ein Patient, bei dem sich nach einer Gallen-OP ein Diabetes entwickelt, ist ein lukrativer  Kunde, der lebenslang behandelt werden muss. Ein einträgliches Geschäft. Mehr zu diesem Thema in meinem Beitrag „Kausalität im Gesundheitswesen“.

„Wer sein Herz ausschütten kann, dem wird die Galle nicht überlaufen“

HerzensangelegenheitAlso sprach ich mit zwei meiner besten Freundinnen, die in der Naturheilkunde sehr bewandert sind sowie mit einer befreundeten Heilpraktikerin.

Alle drei empfahlen mir, auf die Operation zu verzichten und bestärkten mich damit in meiner Intuition.

Das Thema hinter dem Symptom

Ich wusste schon länger, dass das seelisch-geistige Thema hinter den Gallensteinen unterdrückte Wut und Aggressionen sind, die nicht adäquat zum Ausdruck gebracht werden konnten.

Ich habe einen schönen Artikel von Margret Rupprecht gefunden, den ich hier gerne zitieren möchte. Du findest ihn im Original unter: http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis‑z/galle.html

"Während das Herz als Symbol für positive Gefühle gilt, ist bei der Galle genau das Gegenteil der Fall. Galle steht für Ärger, Bitterkeit und Aggression. Wer zornig ist, möchte am liebsten „Gift und Galle spucken". Galle ist ein Synonym für geronnene, feststeckende Gefühle, die ein Mensch nicht zu zeigen wagt und die sich in ihm im wahrsten Wortsinn versteinern. Wer für ein gutes Familienleben sorgt und einen Freundeskreis pflegt, in dem er über alles sprechen kann, was ihn bewegt, wird selten an der Galle erkranken. Denn wenige Organerkrankungen stehen in so engem Zusammenhang mit einem blockierten Gefühlsleben wie die Erkrankungen der Galle. Darin liegt aber auch eine Chance für die Therapie: Wer lernt, einen Zugang zu seinen tieferen Gefühlen zu finden und diese angemessen zum Ausdruck zu bringen, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass auch seine Gallenflüssigkeit wieder fließt und nicht länger durch Entzündung, Stau und Versteinerung Beschwerden verursacht."

Tiefe Erkenntnis ist der erste Schritt zur Heilung

In den 6 Tagen im Krankenhaus hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, und mir ist einiges bewusst geworden. Ich hatte in den letzten Jahren einfach viel zu viel hinuntergeschluckt, anstatt mich zu erheben und zu sagen, was mir nicht passt oder was mich bewegt.hurra pantera

Ich habe mir diese Erkenntnisse sehr zu Herzen genommen, habe den Entschluss gefasst, meine Gefühle mehr zum Ausdruck zu bringen anstatt sie zu schlucken, und bin seitdem beschwerdefrei.

Und ich habe das tiefe Gefühl, dass das so bleibt.

 

 

 


Informationen zu Gallensteinen und deren Behandlung:

http://heilfastenkur.de/krankheit-19-Gallensteine.htm

http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis‑z/galle.html

Bildquellen:

Beitragsbild oben: https://www.kloesterl-apotheke.de

Gallensteine: http://heilfastenkur.de/krankheit-19-Gallensteine.htm

Käsebrot: https://www.flickr.com/photos/capitainb/5636991783

Operation: http://fotos.piqs.de/4/4/b/f/5/8f7cd27aaef687a200374e335fb91d43.jpg

Diabetes: https://www.flickr.com/photos/124826101@N03/15331984653

Herzen: http://fotos.piqs.de/2/4/5/1/8/99e442517c2652416fbdaa87aa7deb8f.jpg

Hurra: http://aragec.com/hurra.html#prettyPhoto%5Bgaleri%5D/1/

Unser spirituelles Bewusstsein

Reines Bewusstsein – der göttliche Kern deines Wesens

Reines Bewusstsein ist der Urgrund allen Seins, aus dem alle Formen kommen. Reines Bewusstsein ist jenseits aller Formen, und doch ist alles, jedes Lebewesen, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Stein und jeder Gegenstand von Bewusstsein durchdrungen. Das reine Bewusstsein enthält das volle Schöpfungspotential. Es ist in sich vollkommen. Aus diesem Bewusstsein heraus entstehen alle Lebewesen, Dinge und Ereignisse.

WieRosen-Tropfen sonst könnten freischwingende Atome und Moleküle die Form eines Wassertropfens, eines Steins, eines Autos oder eines Menschen annehmen und halten, wenn sie nicht das Bewusstsein darüber hätten, dass sie ein Wasserstropfen, ein Stein, ein Auto oder ein Mensch sind?

DeSteinstapelr amerikanische Psychologie George Leonard sagt hierzu: „Damit die Quantentheorie wirklich funktioniert, muß jedes Elektron, umgangssprachlich formuliert, ‘wissen’, was all die anderen Elektronen im Universum tun, um selbst zu ‘wissen’, was es tun soll. 

CorvetteEs ist, als ob sich an jedem Punkt jedes elektromagnetischen Feldes ein winziger Supercomputer befände, der ständig alles berechnet, was im Universum vor sich geht…In einem solchen Universum stehen die Informationen über das Ganze an jedem einzelnen Punkt zur Verfügung.

Gitarrenspieler-mit-PfeifchenDiese Implikationen der Quantentheorie entsprechen der tiefsten Intuition früherer Zeitalter, der unmittelbaren Erfahrung der angesehensten spirituellen Meister und den Gedanken von Philosophen wie Leibniz, Spinoza und Whitehead.“[1]

 

Es gibt einen Ort jenseits von richtig und falsch. Ich werde dich dort treffen.
Rumi (1207−1273)

Wir Menschen haben uns im Laufe der „Evolution“ immer mehr vom göttlichen Kern unseres Wesens entfernt . Die meisten von uns sind sich nicht mehr bzw. noch nicht darüber bewusst, dass wir „Gott auf Außenmission“ sind. Wir haben verlernt , auf unser Herz zu hören und unserer Intuition zu vertrauen. Intuitives selbstverständliches Wissen um Geschehnisse und Zusammenhänge des Lebens wurde verdrängt von „moderner Wissenschaft“. Beweise müssen her, und wenn es die nicht gibt, dann kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Wir sind auf dieser Erde inkarniert, um menschliche Erfahrungen in der Dualität zu machen. 

Tief in unserem Inneren wissen wir, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns erklären können. Wir wissen auch, dass wir mehr sind, als nur eine Ansammlung von Atomen, dass alles mit allem verbunden ist, dass alles vollkommen und perfekt ist.

WohlfühlenAm ehesten wird uns dies bewusst, wenn wir bestimmte Momente erleben. Dies kann ein Moment höchster Ekstase und Glückseligkeit sein, ein Augenblick der Stille, ein liebevoller Blick aus vertrauten Augen oder auch der Zustand einer tiefen Krise oder Niederlage. Es gibt Situationen in unserem Leben, in denen wir uns der wahren Natur der Realität gewahr werden[2].

In diesen Momenten wird uns bewusst, dass es eine Wahrheit jenseits unseres Alltagsdenkens gibt, jenseits von dem, was wir von Eltern, Lehrern und Gesellschaft gelernt haben oder was wir sehen und anfassen können.

Erkenntnis-Wissen


[1] George Leonard „Der Rhythmus des Kosmos“, 1991

[2] Christian Opitz „Abkürzung zur Freiheit“, 2001

Hypnose mittels Pendel

Keine Angst vor Hypnose

Hast du Angst vor Hypnose?

Immer wieder höre ich von Menschen, dass sie Angst vor Hypnose haben. Sie würden zwar gerne eine Hypnosesitzung oder eine Rückführung haben, fürchten aber, dass der Behandler in der Trance mit ihnen etwas machen könnte, das sie nicht wollen oder dass sie in der Hypnose Dinge sagen oder tun könnten, die ihnen im Nachhinein peinlich sein würden...

In vielen Gesprächen, die ich mit Laien bisher über Hypnose geführt habe, trat die Befürchtung zutage, dass der Hypnotiseur die Macht hätte, Menschen nach Belieben zu manipulieren und fernzusteuern.

Das ist Quatsch!

Dieses Vorurteil möchte ich entkräften und dir die Angst vor einer Hypnose nehmen. Denn diese Annahme ist völlig falsch. Der Hypnotiseur hat keineswegs die Macht, dich nach seinem Gutdünken fernzusteuern. Ja, er hat  – genau genommen – nicht einmal die Macht, dich zu hypnotisiern. Ja, du hast richtig gelesen.

Kein Mensch hat jemals einen anderen
Menschen in Trance versetzt!

Wer das von sich behauptet und damit prahlt, ist ein Schwätzer, der lediglich sein Ego polieren will.

Ob du in einen Trancezustand kommst, ist einzig und allein deine Entscheidung. Der Hypnotiseur kann einen noch so tollen Einleitungstext haben und diesen mit den besten Einstreutechniken spicken. Wenn du ihm nicht vertraust oder nicht bereit bist, dich darauf einzulassen und dich (ein Stück weit) fallenzulassen, wirst du nicht in Trance gehen.

Niemand kann dich hypnotisieren,
außer du dich selbst.

Na, wenn das nicht beruhigend ist... Der Hypnotiseur hilft dir lediglich dabei, in den Trancezustand zu gelangen. Er bereitet dir sozusagen den Weg. Er sorgt dafür, dass du dich wohlfühlst und es gemütlich hast. Er hilft dir, dich zu entspannen, damit du deine Aufmerksamkeit von außen nach innen lenken kannst.

Und du darfst gewiss sein, dass unter unter Hypnose keine Dinge tun wirst, vor denen du auch im Wachzustand zurückschrecken würdest. Jeder Mensch hat gewisse Hemmschwellen, die er niemals überschreiten würde. Wenn du also im Wachbewusstsein keinen Mord begehen oder nackt auf dem Tisch tanzen könntest, so wirst du das unter Hypnose auch nicht tun.

Noch einmal:
Kein Mensch kann dich in Trance versetzen,
außer du dich selbst!

Was Hypnose ist und wie genau sie funktioniert, wird in dem Artikel Hypnotherapie und „Hypnosystemische Therapie“ von Gerlinde Meijer & Heribert Döring-Meijer kurz und knackig erklärt. Besser kann ich es nicht beschreiben, deshalb möchte ich dir diesen Artikel sehr ans Herz legen.

Wozu ist eine Hypnose gut?

Durch die Tranceinduktionen wird dem Klienten der Zugang und die Aufmerksamkeit auf unwillkürliche Prozesse, auf das „Unbewusste„ ermöglicht (Meijer G. & H. Döring-Meijer). Mit Hilfe des Unbewussten (auch Unterbewusstsein genannt) können positive und kreative Lösungen erarbeitet werden, die der Klient in der für sich angemessenen Zeit in sein Leben integrieren kann.

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar
Antoine de Saint-Exupéry

Ich selbst arbeite auch sehr gern mit Trance-Sitzungen und Rückführungen. Das Erleben von Empfängnis, Geburt und des eigenen Todes bzw. des Zustandes nach dem Tod sind gut geeignet, um Bewusstseinsbegrenzungen aufzuheben und den geistigen Horizont zu erweitern.

Ein tiefgreifender Heilungsprozess
kann angeregt werden.

Auch hypnotische Sprachmuster nach Milton Erickson (1901−1980), die Arbeit mit Metaphern oder geführte Meditationen sowie Imaginationsübungen sind sehr wirksam und effektiv.

Fakt ist:

Grundsätzlich musst du vor Hypnose keine Angst haben. Wenn du Vertrauen zu deinem  Therapeuten oder Coach hast, musst du dich nicht fürchten. Die meisten Menschen haben meines Erachtens eher Angst vor dem, was sie in der Hypnose sehen oder erleben könnten, z. B. dass sie schon einmal gelebt haben oder dass sie in einem früheren Leben etwas Schreckliches erlebt haben, vielleicht ein Opfer oder ein Schurke gewesen sind.

Diese Vorstellung schreckt viele ab, eine Rückführung oder Hypnosesitzung zu machen. Das ist sehr menschlich und verständlich, denn es besteht die Möglichkeit, dass ihr bisher vertrautes Weltbild im wahrsten Sinne des Worts „ver-rückt“ werden könnte. Und das ist für den einen oder anderen ggf. schwer zu verdauen.

Aber du darfst beruhigt sein: Dein Unbewusstes wird nichts freigeben, womit du im Wachzustand und im Alltag nicht umgehen könnten. Eine geniale Schutzmaßnahme des LEBENS, nicht wahr?

In diesem Sinne wünsche ich dir spannende und heilsame Erfahrungen.

 


Literatur und Quellen:

Erickson M.H., E.L. Rossi & S.L. Rossi (1978): Hypnose. – Reihe Leben Lernen, Bd. 35. – Pfeiffer

Meijer, G. & H. Döring-Meijer: Hypnotherapie und „Hypnosystemische Therapie“ – http://www.claro-vita.net

Schmidt, G. (2010):  Wie hypnotisieren wir uns erfolgreich im Alltag – Einführung in hypnosystemisches Empowerment. – Workshop auf dem Kongress „Mentales Stärken“ in Heidelberg, Oktober 2010. –  Auditorium Netzwerk.

Zeig, J. (2013): Meine Stimme begleitet Sie überall hin – ein Lehrseminar mit Milton Erickson. – 11. Auflage, Klett-Cotta.


Bildquelle Beitragsbild oben (Taschenuhr): http://www.gateofmindpower.com

 

„Entspannungsstress“

Was bitte ist Entspannungsstress?

Heute habe ich mit einer lieben Kollegin telefoniert. Wir hatten uns längere Zeit nicht gesprochen, und sie erzählte mir, dass sie im vergangenen Jahr eine zusätzliche Ausbildung zur Entspannungstrainerin gemacht hat.

Die Ausbildung sei sehr anstrengend gewesen. Den lieben langen Tag habe es eine Entspannungsübung nach der anderen gegeben. Nach jeder Entspannung sei der Organismus wieder „hochgefahren“ worden in einen Zustand der Anspannung, in dem Aufmerksamkeit und Konzentration möglich sind.  Dieser ständige Wechsel von Entspannung und Anspannung habe ihr sehr viel Energie und obendrein den letzten Nerv geraubt. Zum Schluss habe sie regelrechten „Entspannungstress“ gehabt.

Ich musste herzhaft lachen. Den Ausdruck „Entspannungsstress“ hatte ich auch noch nicht gehört und fand ihre Geschichte zunächst sehr amüsant. „Entspannungsstress“ klingt irgendwie paradox, nicht wahr? Doch wenn ich mir vorstelle, wie so ein Ausbildungstag abgelaufen ist und mich in ihre Situation hineinversetze, kann ich sie verstehen.

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Bildquelle: www.simplify.de

Ausbildungen sind immer anstrengend, auch wenn es sich dabei „nur“ um Entspannungsmodule handelt. Denn diese müssen zunächst theoretisch behandelt und verstanden werden, bevor man zur Tat schreitet. Es ist also höchste Konzentration und Aufmerksamkeit gefragt. Wenn dann auch noch zu jeder vollen oder halben Stunde der Organismus vom Anspannungs–  in den Entspannungsmodus und wieder zurück in den Anspannungsmodus umschalten soll, ist dies für Körper und  Psyche sehr kräftezehrend.

So schön und angenehm Entspannungsübungen auch sind, im Rahmen einer straff organisierten Ausbildung können sie – wenn es zuviel wird – sehr nerven. Ich kenne das aus meiner Ausbildung zur Rückführungsbegleiterin. Der ständige Wechsel vom Alpha- in den Beta-Zustand kostet viel Kraft.

Die persönliche Tagesverfassung sowie gruppendynamische Prozesse spielen dabei ebenfalls eine Rolle und können zusätzliche Belastungen bedeuten, mit denen man umgehen muss. All das zusammengenommen kann in unserem System großen Stress auslösen. Und wir kommen abends todmüde und völlig entnervt nach Hause.

Bildquelle: http://gesund.co.at
Bildquelle: http://gesund.co.at

Dr. Gunther Schmidt, Entwickler des hypno-systemischen Ansatzes in der Psychotherapie und Vorsitzender des Milton Erickson-Instituts in Heidelberg, bestätigt das. In seinem Vortrag „Wie hypnotisieren wir uns erfolgreich im Alltag?“ berichtet er von einem Mann, der mit Erektionsproblemen zu ihm in die Praxis kam. Der Mann meinte, Dr. Schmidt müsse unbedingt eine Entspannungs-Hypnose mit ihm machen, um sein Problem zu lösen. Er sei  wohl zu sehr verspannt.

Dr. Schmidt fragte ihn , ob er nicht auch der Meinung sei, dass er in bestimmten Bereichen seines Organismus ein wenig arg entspannt sei. Und ob seine Partnerin, wenn er sie fragen würde, für noch mehr Entspannung in diesem Bereich plädieren würde... 😉

Der Kontext macht den Unterschied

Ob wir entspannt oder angespannt sind, kommt immer auf den Kontext an. Entspannt zu sein ist zwar unser natürlicher Zustand. Kein Baby kommt schlecht gelaunt oder aggressiv zur Welt oder steht ständig unter Strom. Jedoch sind wir nicht 24 Stunden am Tag entspannt. Um im Leben zurecht zu kommen und uns auf Dinge und Situationen zu konzentrieren und zu reagieren, ist eine gewisse Grundanspannung notwendig. Und manchmal auch ein wenig mehr 😉

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung hält uns gesund und stabil. Sicherlich gelingt uns das im Alltag nicht immer. Es ist auch nicht weiter tragisch, wenn wir über einen gewissen Zeitraum Stress ausgesetzt sind, solange es sich nicht um traumatischen Stress handelt. Und auch nicht, solange wir wissen, wir wir uns wieder zurück ins emotionale Gleichgewicht bringen können.

Passiver oder aktiver Stressabbau?

Um Stress abzubauen, sind nicht zwangsläufig Entspannungsübungen in Form von Meditation, Hypnose oder Atemübungen das Mittel der Wahl. Manchmal braucht es etwas anderes, nämlich gezielte Aktivität im Außen. Auch auf ein Kissen oder eine Matratze einzudreschen, eignet sich hervorragend, um Emotionen, wie Wut, Aggressionen und innere Anspannungen zu lösen. Wer sich nach einem anstrengenden Bürotag gerne beim Sqash austobt, einen Waldlauf macht oder zum Fußballtraining geht, schafft auf diese Weise die angesammelten Stresshormone aus seinem System. Sie werden ausgeatmet, ausgeschwitzt und über den Urin ausgeschieden. Zudem setzt die aktive Bewegung enorm viele Freudehormone frei und reguliert damit den Stresspegel wieder auf ein Normalmaß.

Körper und Psyche sind danach spürbar ausgeglichen. Solltest du also einmal unter „Entspannungsstress“ leiden, weißt du jetzt, wie du dem entgegenwirken kannst.

Blümchenblau

 

 

 

 

Sinn und Würde

Die Glaubens-Frage

„Wo komme ich her, wo gehe ich hin, was ist der Sinn des Lebens?“, ist wohl die Frage, die sich jeder früher oder später einmal stellt.

Viele finden Halt im Glauben. Die Spiritualität eines Menschen lässt Rückschlüsse auf seine Einstellung zum Leben und damit auch zu seiner persönlichen Resilienz (Widerstandsfähigkeit) zu. Glaube versetzt Berge, Glaube macht stark.

Dieser Glaube an einen Gott oder eine höhere Macht, die alles lenkt und unsere Geschicke bestimmt, ist nach traumatischen Erfahrungen zunächst schwer erschüttert. Manche Menschen verlieren ihren Glauben an Gott, ans Leben, an die Menschheit und verzweifeln. Vielen Menschen hilft ihr Glaube jedoch, mit dem Schrecklichen fertig zu werden. Sie trösten sich in dem Gedanken, dass…

„dahinter wohl ein größerer Sinn liegt, den ich jetzt noch nicht verstehen kann, …aber später vielleicht, eines Tages…, vielleicht auch erst dann, wenn ich selbst gestorben und bei meinen Angehörigen auf der anderen Seite bin…“

In zahlreichen Gesprächen mit traumatisierten Menschen konnte ich feststellen, dass viele gerne (wieder) an etwas glauben möchten. Sie suchen verzweifelt nach Sicherheit, nach Schutz und Halt, nach Respekt, Anerkennung, Verständnis und Mitgefühl. Sie fühlen sich ausgeschlossen, diskriminiert, stigmatisiert und wertlos.

Spirituelle Aspekte in der Traumaarbeit

Viele haben nach traumatischen Erlebnissen außergewöhnliche Wahrnehmungsfähigkeiten entwickelt und Erfahrungen gemacht, die oft als übernatürlich bezeichnet werden. Und viele hören mir sehr interessiert zu, wenn ich von Dingen, wie Hochsensitivität, Reinkarnation, Rückführung in andere Leben oder von Universellen Gesetzmäßigkeiten spreche.

Da ich weiß, dass keine Seele je verloren geht und nichts ohne Grund geschieht, weil alles, was wir erleben, einer kosmischen Ordnung folgt, hatte ich die Intuition, meine spirituellen Erfahrungen in meine Arbeit mit traumatisierten Menschen einfließen zu lassen. Sehr behutsam und stets voller Respekt für die Weltanschauung jedes Einzelnen.

Die letzte Freiheit des Menschen

Der Wiener Arzt und Psychiater Viktor Frankl kam als Jude ins Konzentrationslager Theresienstadt. Dort erlebte er Dinge, die fernab jeglicher Menschenwürde lagen. Seine erste Frau und seine Eltern wurden im Konzentrationslager ermordet. Er selbst wurde gefoltert und entwürdigt.

Eines Tages wurde er sich dessen bewusst, was er „die letzte Freiheit des Menschen“ nannte. Die Nazis konnten ihn und seine Umgebung kontrollieren, sie konnten mit seinem Körper machen was sie wollten. Er blieb dennoch ein selbstbewusstes Wesen, das beobachten konnte, was mit ihm geschieht. Seine grundlegende Identität war intakt. Er konnte selbst entscheiden, welche Auswirkungen all diese Erlebnisse auf ihn haben würden.

Frankl gründete ein Referat für Psychohygiene, das den Neuankömmlingen über den Schock der ersten Eindrücke hinweghelfen sollte. Er wurde zu einer Inspiration für die Menschen in seiner Umgebung, auch für einige der Wächter. Er unterstützte andere dabei, einen Sinn in ihrem Leiden und Würde in ihrem Gefangensein zu finden.

Unverletzbar

Viktor Frankl beschreibt seine Erlebnisse in dem Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen!“ Er entwickelte die Logotherapie (logos = griech. der Sinn) und Existenzanalyse.

Du magst dich vielleicht fragen, wieso gerade ein Holocaust-Überlebender die Sinn-Frage zum Haupttenor in der Therapie macht?

Nun, ich bin der Meinung, dass die Auseinandersetzung mit Krisensituationen oder traumatischen Erlebnissen Betroffene früher oder später automatisch zu der Frage nach dem Sinn ihres Leidens und nach dem Sinn des Lebens insgesamt führt.

Heilung durch Vergebung?

Ich sehe meine therapeutische Aufgabe darin, Betroffene auf der Suche nach einer für sie befriedigenden Antwort zu unterstützen. Dabei sind abgedroschene Phrasen, wie z. B. „die Zeit heilt alle Wunden“, „Vergebung ist der Schlüssel zu innerem Frieden“ etc. wenig hilfreich. Dort, wo Vergebung nicht gefühlt werden kann, bewirkt sie auch keinen inneren Frieden oder Heilung. Nur das, was fühlbar wird, was als Erkenntnis in dir aufsteigt, was du als innere Weisheit oder als Erleuchtung empfindest, wird dir helfen, deinen Weg der Heilung zu finden.

Kein Zwang in der Therapie

Es gibt Therapeuten, die verlangen von ihren Klienten beim Abschluss einer Familienaufstellung ein Vergebungsritual, unabhängig davon, was die Klienten erlebt haben, z. B. Misshandlung oder Missbrauch durch die eigenen Eltern etc. Menschen zu zwingen, dem Täter zu vergeben, wenn sie es nicht freiwillig tun wollen, halte ich für kriminell. Dieser Zwang kann zu schweren Re-Traumatisierungen führen und ist absolut zu unterlassen!

Gelangst du jedoch von selbst zu der Ansicht, vergeben zu wollen, aus einer inneren Erkenntnis heraus, so ist dies ein Quantensprung in deinem spirituellen Bewusstsein.

Deine Wahrheit ist maßgebend – sonst nichts!

Lass dir also nichts aufdiktieren, weder von Familienangehörigen, Freunden, Kollegen oder Therapeuten. Der Therapeut ist lediglich dazu da, dich bei deinen Fragen zu begleiten und den Prozess deiner Heilung zu unterstützen, indem er gemeinsam mit dir nach Antworten sucht, die deiner Wahrheit entsprechen und die für dich stimmig sind.


Literatur:

Frankl. V. (1984): Sinn-voll heilen. – Herder.

Frankl, V. (1985): Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. – Piper

Frankl, V. (2012) …trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das
Konzentrationslager. – 3. Aufl., Kösel.

Frick-Baer, G. (2009): Aufrichten in Würde. Methoden und Modelle leiborientierter kreativer Traumatherapie. – Affenkönig Verlag.