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Zeit für Dich: Dein schöner Tag in 7 Schritten

Nichts planen wir so akribisch, wie unseren Urlaub. Meist wissen wir schon, wohin wir reisen wollen, ob es ein Strand- oder ein Aktivurlaub werden soll, ob wir in die Sommerfrische fahren oder lieber einen Winterurlaub machen. Wir wälzen Prospekte oder schauen im Internet nach günstigen Reiseangeboten. Wir haben auch eine genaue Vorstellung davon, was wir im Urlaub erleben möchten. Dementsprechend planen wir unser Ausflugs- und Erlebnisprogramm. Natürlich müssen dafür die richtigen Klamotten eingepackt und ggf. noch eingekauft werden. Der Gedanke an den Urlaub zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht, und wir erledigen die Vorbereitungen mühelos und mit einer kindlichen Freude. Wie Du diese Freude auch in Deinem Alltag erleben kannst, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Mach Dir einen schönen Tag

Du arbeitest  viel, hast Stress und freust Dich auf Deinen wohlverdienten Jahresurlaub. Endlich mal wieder ein paar Wochen am Stück ausspannen. Vielleicht kannst Du Dir aber auch keinen Urlaub leisten und bist frustriert, weil Dein Alltag nur aus Arbeit und Überlebenskampf besteht. Dann ist es für Dich vielleicht umso schwieriger, zu entspannen oder gar auszuspannen.

Ja, es ist ist schwierig, aber nicht unmöglich. Und deshalb ist es wichtig, Deinen Tag zu planen, so wie Du einen Urlaub planen würdest.

Was brauchst Du dazu?

Nun, zunächst einmal brauchst Du Deine Erlaubnis. Ja, denn ohne die geht’s nicht. Wenn Du Dir selbst nicht gestattest, einen schönen Tag zu erleben, dann wird es auch nichts. Schnell wirst Du 1000 Ausreden parat haben, warum Du “keine Zeit” hast, einen schönen Tag zu erleben. Die Kinder, der Haushalt, die kranke Großmutter, das knappe Budget usw.

Dabei muss Dein schöner Tag nicht viel kosten, ja er kann sogar ganz ohne finanziellen Aufwand gestaltet werden. Es kommt halt darauf an, wie Du diesen Tag erleben möchtest.

Zeit für Dich: Dein schöner Tag in 7 Schritten

Um Deinen Tag zu planen stelle Dir folgende Fragen:

1.  Vorstellung

  • Wie soll Dein Tag beginnen?
  • Vielleicht mit einer Tasse Kaffee oder Tee?
  • Danach eine Dusche?
  • Ein ausgiebiges Frühstück…?

2. Worauf hast Du Lust?

  • Was willst Du mal wieder machen?
  • Was hast Du schon lange nicht mehr gemacht?
  • Was lässt sich an einem Tag gut bewerkstelligen?
  • Brauchst Du Action oder Ruhe?

3. Wo soll es hingehen?

  • Bleibst Du zuhause oder in Deinem Wohnort?
  • Oder fährst Du raus (über die Stadtgrenze, aufs Land etc.)?
  • Wie kommst Du dahin und wieder zurück?

4. Wen nimmst Du mit?

  • Reist Du alleine?
  • Oder in Begleitung?

5. Was kostet der Spaß?

  • Was darf Dein schöner Tag maximal kosten (Fahrtkosten, Eintritt, Verpflegung etc.)?
  • Wie kannst Du Dir das Geld dafür beschaffen (möglichst ohne Schulden zu machen)?
  • Lässt sich Dein schöner Tag auch ohne zusätzliche Kosten gestalten?

6. Was musst Du im Vorfeld organisieren, um Deinen Tag durchführen zu können?

  • Babysitter organisieren
  • Haustiere versorgen oder woanders unterbringen
  • Pflege eines Angehörigen delegieren
  • Urlaub beantragen etc.

7. Termin festlegen

Mach einen festen Termin und organisiere alles auf diesen Termin hin. Sonst wirst Du es wahrscheinlich nie tun.

Dieser Tag gehört nur Dir, er ist nur für Dich. Du hast ihn Dir verdient, einfach so, weil Du da bist, nicht weil Du vorher eine Leistung vollbracht hast. Das ist nämlich einer der größten Denkfehler, die wir fast alle machen. Wir denken, wenn wir nichts geleistet haben, dürfen wir auch nicht “belohnt” werden. Dein schöner Tag hat aber nichts mit Belohnung zu tun, sondern mit Liebe und Wertschätzung Dir selbst gegenüber. Und wenn es Dir gut geht, geht es Deinen Lieben auch gut. Es ist ja nicht so, als würdest Du nur an Dich denken, nicht wahr? Du versorgst Deine Familie, bist für Deine Freunde da, die Kollegen brauchen Dich usw. Menschen, die nur an sich denken, haben diese Gewissensbisse nicht, die machen einfach, was ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber das bist ja nicht Du.

Erlaube Dir, etwas für Dich zu tun, plane Deinen schönen Tag und dann genieße ihn in vollen Zügen. Gedanken an Reue oder Gewissensbisse lass beiseite. Die vermiesen Dir nur die Stimmung und machen Deinen schönen Tag in Nullkommanix zunichte. Und das wäre äußerst schade, denn damit hättest Du nichts gewonnen, außer noch mehr Frust. Und das willst Du ja nicht und Deine Lieben sicher auch nicht.

Wenn Du Dir keinen ganzen Tag genehmigen willst oder kannst, dann wenigstens ein paar schöne Stunden.

Ideen für einen schönen Tag (oder ein paar schöne Stunden)

  • Mal wieder ein Konzert besuchen
  • Für Freunde kochen
  • Pläne für die Zukunft machen
  • Im Mondschein schwimmen
  • Den Sonnenaufgang/Sonnenuntergang feiern
  • Eine Wanderung mit Rucksack über Stock und Stein
  • Alle gelben Blumen auf einer Wiese zählen
  • Mal wieder einen Schneemann bauen
  • Mit der besten Freundin / dem besten Freund Klingelmännchen spielen
  • Menschen besuchen, die Du lange nicht gesehen hast
  • Barfuß über eine nasse Wiese laufen
  • Auf einer Parkbank sitzen und die Natur bewundern
  • Einer Biene bei der Arbeit zusehen…
Wann wirst Du Dir erlauben, Zeit für Dich zu haben?

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude bei der Vorbereitung Deines Tages.

Rituale zum Jahresende: Silvester- und Neujahrsbräuche

Ich habe Dir in meinen letzten drei Blog-Beiträgen jeweils verschiedene Rituale vorgestellt, die Menschen gerne zelebrieren, besonders in der Advents- und Weihnchtszeit und zum Jahresende. Riten und Bräuche, die Glück und Zufriedenheit versprechen, sind in dieser Zeit besonders beliebt. Im letzten Teil meiner Reihe geht es um Silvester- und Neujahrsbräuche aus aller Welt. Da kannst Du vielleicht etwas Neues für Dich entdecken. Auch wenn Orakel nicht immer halten, was sie prophezeien, so bringen sie doch eine Menge Spaß.

Silvester- und Neujahrsbräuche in Deutschland

lucky-charm-585930_640Raclette, Fondue und Feuerzangenbowle gehören für uns zu Silvester ebenso dazu wie Dinner for One und Bleigießen. Viele putzen am letzten Tag des Jahres nochmal die Wohnung, tragen den Müll raus und begleichen ihre Schulden, um sich von Altlasten zu befreien, leicht und positiv ins Neue Jahr starten zu können. So ist es hierzulande Brauch, an Silvester Marzipanschweinchen zu verschenken oder auch vierblättrigen Klee, der Glück bringt. Punkt 12 ertönt von den Kirchtürmen Glockengeläut und überall gehen kleinere und größere Feuerwerke los. In Berlin am Brandenburger Tor steigt jedes Jahr eine große Silvesterparty mit internationalen Stars und Sternchen, die mehrere hunderttausend Zuschauer musikalisch erfreuen.

feuerzangenbowle-721255_640Es gibt unzählige Rituale zu Silvester und Neujahr. Sie sind von Bundesland zu Bundesland und von Familie zu Familie verschieden. Bei uns zuhause wird abends mit Freunden schön gegessen, sich unterhalten oder ein paar Spiele gespielt. Dann gibt es Feuerzangenbowle.

Um Mitternacht wird mit Sekt oder Champagner angestoßen, danach gibt es entweder eine herzhafte Mitternachtssuppe oder gefüllte Pfannkuchen (Berliner). In meiner Heimat bei Koblenz gibt es traditionell Neujahrskränze aus Hefe. Als ich noch ein Kind war und noch zuhause bei meinen Eltern wohnte, schaute ich an jedem 1. Januar mit meinem Vater das traditionelle Neujahrsskispringen im Fernsehen an.

Silvester- und Neujahrsbräuche in aller Welt

Aber nicht nur bei uns gibt es Silvester- und Neujahrstraditionen, sondern in der ganzen Welt:

grapes-839901_640Spanien: Mitternachtsglocken und Weintrauben

haben dort eine große Bedeutung. Wer es schafft, bei jedem Glockenschlag eine Weintraube zu verzehren, darf sich etwas wünschen. In spanischen Supermärkten werden daher jedes Jahr zu Silvester Weintrauben im 12er-Pack angeboten. Und in den Kneipenvierteln verkaufen fliegende Händler kurz vor 12 noch ein Dutzend Trauben im Plastiktütchen – natürlich zu überhöhten Preisen.

girl-254708_640Italien: Linsen und rote Unterwäsche

Wer in Italien glücklich und erfolgreich sein will, “rutscht” mit roter Unterwäsche ins Neue Jahr. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Tanga oder eine Boxershorts handelt. Wäsche- und Dessousläden stellen daher rechtzeitig ihr Sortiment auf rot um. Zum Essen gibt es traditionell Linsen, diese sollen Geldsegen und Glück bringen.

tiny-people-700921_640Tschechien: Bleigießen und Apfelkernorakel

Auch in Tschechien gibt es ein Mitternachtsessen mit Linsen. Die Linsen symbolisieren einen reichen Geldsegen. Wie in Deutschland wird in den Familien Blei gegossen und orakelt, um welches Symbol es sich hier handeln könnte, ob es wohl Glück oder Unglück bringt. Oft wird aber auch ein Apfel halbiert. Am Kerngehäuse wird dann die Zukunft abgelesen. Wenn die Kerne ein Kreuz bilden, droht Unheil, stehen sie in Sternform, bringen sie Glück.

confetti-985152_640Argentinien: Akten werden zu Konfetti

Um sich symbolisch von Altlasten zu befreien, machen die Menschen in Argentinien am letzten Tag des Jahres aus ihren Dokumenten Konfetti und werfen sie in der Neujahrsnacht aus dem Fenster. Ein lustiger und nützlicher Brauch, wie ich finde.

blooming-640440_640Brasilien: Blumenmeer und weiße Kleider

In Rio de Janeiro an der Copacabana werfen die Menschen Blumen ins Meer. Wenn die Blumen untergehen, erfüllen sich die Wünsche für das kommende Jahr. Werden sie wieder an den Strand gespült, bleibt der Wunsch unerfüllt. Traditionell tragen die Menschen an diesem Tag weiße Kleidung. Sie steht für Reinheit und Frieden und verheißt einen glücklichen Start ins Neue Jahr.

mochi-rice-cakeJapan: Mochis – Glück oder Tod

Zur Jahreswende werden in Japan traditionell Mochis serviert. Das sind Klöße aus klebrigem Reis. Sie sollen Glück für das nächste Jahr bringen und ein langes Leben versprechen. Kurzfristig hat dieser Brauch allerdings schon manchen Japaner das Leben gekostet. Viele sind an der klebrigen Konsistenz der Klöße erstickt. Inzwischen haben die Japaner jedoch gelernt, dies zu verhindern und sind Experten im Erste-Hilfe-Leisten geworden. Sollte ein Tischnachbar rot anlaufen oder bereits am Boden liegen, wenden fünf Schläge zwischen die Schulterblätter die Notsituation ab, und der Erstickende wird vor dem qualvollen Glücksklößchen-Tod bewahrt.

orange-228302_640China: Mandarinen für die Liebe

Im Reich der Mitte werfen Unverheiratete Mandarinen ins Meer und hoffen auf Glück in der Liebe im kommenden Jahr. Gefeiert wird ruhig und besinnlich im Kreise der Familie. Und obwohl die Chinesen das Feuerwerk erfunden haben, gibt es dies an Silvester nicht. Dafür wird das chinesische Neujahrsfest traditionell nach dem Mondkalender begangen. Viele Menschen reisen dann in ihre Heimatdörfer. Fast eine Woche steht die Welt in China dann still. Am Vorabend des Neujahrsfestes (in China der Frühlingsanfang) werden kleine Teigtaschen gegessen. Ihre Form erinnert an alte chinesische Geldstücke und verspricht Glück und Reichtum. Dann kommt endlich das Feuerwerk zum Einsatz, das den ganzen Abend gezündet wird.

Vaeterchen_frostRussland: Väterchen Frost und Schneeflöckchen

Auch in Russland wird das Neujahrsfest nicht am 1. Januar, sondern am 13. Januar gefeiert. Das liegt daran, dass die russisch-orthodoxe Kirche sich nicht nach dem Gregorianischen, sondern nach dem Julianischen Kalender richtet. Weihnachten wird daher erst am 7. Januar gefeiert. In der Neujahrsnacht bringen Väterchen Frost und seine Begleiterin Schneeflöckchen (russ. Snegurotschka) die Geschenke. Nach der Präsidentenrede im Fernsehen stößt die ganze Familie auf das Neue Jahr an.

cape-town-254844_640Südafrika: Karneval am Tafelberg

Am Kap der guten Hoffnung beginnen die Menschen das Neue Jahr mit Karneval. Am 2. Januar ziehen viele bunte Karnevalsgruppen mit Trommeln durch Kapstadt, die Stadt am Fuße des Tafelberges. Etwa 10.000 Teilnehmer nehmen an diesem Fest teil, Tanzgruppen, Bands und Chöre in wunderschönen Kostümen. Mehr als 100.000 Menschen säumen die Straßen zum Stadion (ähnlich wie beim Karneval in Rio). Im Stadion finden karnevalistische Tanz- und Gesangswettbewerbe statt. Die Tradition geht auf den “Emancipation Day” zurück, einem Tag in den 1830er Jahren, an dem die Sklaven ihre neu gewonnene Freiheit feierten.

Vielleicht hast Du das eine oder andere Ritual für Dich entdeckt, das Du gerne mal ausprobieren möchtest. Ich finde die rote Unterwäsche und das Konfetti aus Altakten klasse.

Welche Neujahrsbräuche zelebrierst Du mit Deinen Lieben?

Das war der letzte Beitrag in diesem Jahr. Wir sehen und lesen uns im Januar 2016 wieder. Dann verrate ich Dir, was Dich im Neuen Jahr bei mir erwartet. Du darfst gespannt sein.

Ich wünsche Dir einen schönen vierten Advent, ein zauberhaftes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.


Bildquellen:

Mochis: http://www.yuanfangmagazine.com

Väterchen Frost: Wikipedia (Uneingeschränktes Nutzungsrecht durch den Urheber Imladros)

Alle anderen Bilder: Pixabay

 

Rituale zum Jahresende: Reinigungsrituale für Körper, Seele, Haus und Garten

Hast Du schon Deinen Weihnachtsputz erledigt? Ich muss zugeben, dass ich noch keine wirkliche Lust dazu hatte. Aber ich verspüre bereits den Drang in mir, es in den nächsten Tagen erledigen zu wollen. Ich habe da neulich einen lustigen Spruch gelesen:

PinkGlitzerStaub

Genau. Und wer sagt denn, dass man aus dem leidigen Hausputz nicht auch ein schönes Reinigungsritual machen kann? Herbst- und Weihnachtsputz gehören genauso zu unseren Traditionen, wie der Frühjahrsputz zu Ostern.

Weihnachtsputz und andere Reinigungsrituale

Da heißt es Grundreinigung machen, Schränke und Regale auswischen, Fenster putzen, Gardinen waschen, Silberbesteck polieren und was man sonst noch so anstellt, um die Bude wieder auf Hochglanz zu bringen. Schließlich soll die bucklige Verwandtschaft nichts zu mäkeln haben, wenn sie über die Feiertage einfällt, nicht wahr? Nun gut, das war eher scherzhaft gemeint.

reinigungsserviceSo ein Hausputz hält mich ganz schön auf Trab. Wenn ich erstmal angefangen habe, habe ich nicht eher Ruhe, bis die ganze Wohnung fertig ist. Und je besser ich vorankomme und je mehr ich geschafft habe, desto pingeliger werde ich. Da stört mich plötzlich jedes Staubkorn. Kennst Du das auch?

Wenn alles erledigt ist, gehe ich durch jedes Zimmer und betrachte mein Werk. Danach mache ich mir einen Kaffee, setze ich mich auf’s Sofa und genieße dieses saubere, aufgeräumte Gefühl, das ich jedesmal nach einem solch gründlichen Hausputz habe. Jetzt finde ich meine Wohnung besonders schön und gemütlich. Ich selbst fühle mich auch aufgeräumt. Natürlich bin ich diejenige, die die erste Kaffeetasse aus dem Schrank holt. Und natürlich bin ich die erste, die auf das frisch geputzte Klo geht und die blitzblanke Dusche benutzt. Das habe ich mir schließlich verdient.

Meine Wohnung und ich erstrahlen nun wieder in neuem Glanz. Das fühlt sich richtig gut an. Doch etwas fehlt noch: Die energetische Reinigung.

Reinigungsrituale: So reinigst Du Dich und Dein Heim von dunklen Energien

Luftreinigung mit Salz

Salz_zur_LuftreinigungEs gibt verschiedene Arten, Dein Heim energetisch zu reinigen. So kannst Du beispielsweise eine Schüssel mit Himalaya-Salzbrocken aufstellen und etwas Wasser darüber geben. Lass die Schüssel einige Tage stehen. Wenn Du schwere Energien in der Wohnung hast, kann es sein, dass die Steine einen gräulichen Farbton bekommen. Kipp das Wasser dann weg und brause die inzwischen etwas kleiner gewordenen und kristallin aussehenden Salzbrocken ab und lass sie trocknen. Sie lassen sich so oft verwenden, bis sie förmlich verschwunden sind.

Lichterketten und Windspiele für Balkon und Garten

Nachdem Garten und Balkon winterfest gemacht sind, bietet es sich an, Lichterketten anzubringen und Windspiele aufzuhängen, sofern Du nicht schon welche hast. Licht erhellt das Gemüt, und Windspiele vertreiben durch ihren Klang negative Energien. Ihre Schwingungsfrequenzen wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus, allerdings nur, wenn uns die Klänge gefallen und uns nicht nerven. Welche Klänge bevorzugst Du? Eher hell-klirrende oder lieber dumpf-hölzerne? Es gibt auch Windspiele, die nicht klingen und sich nur im Wind hin und her bzw. auf und ab drehen.

Räuchern

smoking-437715_640Ich liebe es zu räuchern. Dazu nehme ich zwischendurch Räucherstäbchen oder Räucherkegel. Besonders gerne räuchere ich mit Harzen und Kräutern. Dazu nehme ich eine feuerfeste Räucherschale, befülle sie mit Feuersand, lege ein Stück Räucherkohle darauf und entzünde sie. Wenn sie gleichmäßig glimmt, lege ich etwas Weihrauch, Myrrhe oder sonstiges Räucherwerk auf die glimmende Kohle. Ich gehe dann mit der Schale durch jeden Raum und wedele den Rauch in jede Ecke mit der Absicht, sie von dunklen festsitzenden Energien zu reinigen. Danach lüfte ich ordentlich. Du findest im Internet jede Menge Infos zum Thema Räucherrituale, Räucherwerk und auch entsprechende Literatur.

Kerzenlicht, Duft- und Aromaöle sowie Farben dienen ebenfalls der Reinigung und Aufladung mit neuer Energie. Spüre einfach in Dich hinein und erfühle, was Du gerade brauchst. Achte auf den ersten Impuls und vertraue Deiner Intuition. Vielleicht fallen Dir noch weitere Reinigungsrituale ein.

Reinigung des Körpers (innen und außen)

Herbstfasten oder Neujahrsfasten ist wohltuend, um überflüssige Pfunde loszuwerden und uns von Giftstoffen zu reinigen. Wenn der Körper übersäuert ist, sei es durch Weihnachtsplätzchen, Alkohol, Koffein, Medikamente oder auch Stress, kann eine innere Reinigung wahre Wunder bewirken. Überschüssige Säure wird ausgeschieden, der Verdauungstrakt reinigt sich, und der Stoffwechsel kommt wieder in Schwung. Nach einer Fastenkur sieht die Haut wieder straffer und strahlender aus, und Du hast wieder mehr Energie. Wenn Du keine Fastenkur über mehrere Wochen machen möchtest, kannst Du auch zwischendurch einen Fastentag einlegen und nur Säfte, Wasser und Tee zu Dir nehmen. Schnell wirst Du merken, wie gut das tut. Der Organismus wird entlastet, der Kopf wird klarer.

Salzbad

SalzbadIch bade eher selten, weil ich lieber dusche. Aber sich nach einem anstrengenden Tag in ein Salzbad zu legen, hat etwas sehr entspannendes und reinigendes. Gib ein halbes Kilo Steinsalz oder Himalayasalz ins Badewasser und lege Dich ca. 20 min. hinein. Bitte kein handelsübliches Kochsalz (womöglich auch noch jodiert oder fluorisiert) verwenden. Da sind Giftstoffe drin, die kein Mensch braucht. Du wirst Dich danach herrlich entspannt fühlen. Das Salz bindet alle negativen Energien, die Du im Laufe des Tages aufgenommen hast. Mit dem Ablassen des Badewassers fließen auch sie ab.

Wenn Du Vollbäder nicht magst, kannst Du auch ein Fußbad nehmen. Über die Füße scheiden wir viele Giftstoffe und negative Energien aus. Am besten ein Gefäß verwenden, in dem die Füße bis über die Knöchel im Wasser sind. Du kannst eine Handvoll getrommelte Bergkristallstücke hinzugeben, wenn Du unter kalten Füßen leidest. Sie ziehen die Kälte aud dem Körper.

Ich wünsche Dir viel Vergnügen beim Weihnachtsputz und einen sauberen 3. Advent.


Beitragsbilder oben und zum Text “Räuchern”: www.pixabay.de

Bildquelle zum Text “Luftreinigung mit Salz”: Salz zur Luftreinigung © Sylvia Geiss

Bildquelle zum Text “Weihnachtsputz…”: http://hausservice-kontor.businesscard.at

Bildquelle zum Text “Salzbad”: bath accessories © Olga Lyubkina – www.fotolia.de

 

Rituale zum Jahresende: So setzt Du Dir Ziele zum Anfassen

Tust Du Dich schwer damit, Dir Ziele zu setzen? Ich schon. Für mich ist das jedesmal eine riesen Herausforderung. Was will ich haben oder erreichen? Was muss ich dafür tun? Was ist sonst noch notwendig? Kann ich das überhaupt schaffen… usw. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Wir haben viele Wünsche und Träume, und wenn wir daraus keine konkreten Ziele machen, werden sie immer nur Wunschträume bleiben. Heute zeige ich Dir, wie Du aus einem Wunsch ein Ziel machst, damit der Wunsch auch in Erfüllung geht.

Rituale zum Jahresende Teil II – Wie aus einem Wunsch ein Ziel wird

Ist Zielsetzung denn überhaupt notwendig? Immer dieser Stress mit der Planung. Muss ich denn wirklich alles planen und mein Leben von Kopf bis Fuß durchstylen? Diese Fragen tauchen immer wieder auf. Und ehrlich gesagt, frage ich mich das manchmal auch.

Nein, natürlich müssen wir unser Leben nicht komplett durchplanen. Und überhaupt: wir müssen gar nichts! Es ist sogar notwendig, das wir uns zwischendurch einfach mal treiben lassen, die Seele baumeln lassen und nichts tun. Körper und Geist brauchen das zur Erholung und Regeneration. Sonst ist ein Burnout schnell vorprogrammiert.

Aber, wenn wir im Leben etwas erreichen wollen, bestimmte Dinge haben wollen, beruflich erfolgreich sein wollen etc., ist eine Planung hilfreich, um uns unserem Ziel näherzubringen. Wenn Du nicht willst, dass Dein Traum ein Traum bleibt, kommst Du nicht umhin, aktiv zu werden und selbst dafür zu sorgen, dass Dein Traum in Erfüllung geht. Es wird sonst nämlich niemand für Dich tun!

Ja, ich träume auch manchmal davon, dass sich die Dinge wie von selbst erledigen. Dass ich abends einschlafe und am nächsten Tag ist mein Problem gelöst oder mein Wunsch erfüllt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Wir müssen etwas dafür tun und unseren Teil dazu beitragen, dass unser Traum auch wahr werden kann. Und wenn unser Wunsch aus dem Herzen kommt und mit den Gesetzen des Lebens schwingt, wird uns vom Universum alles dazugegeben, was wir zur Verwirklichung brauchen. Doch ganz ohne unsere Mithilfe geht es nicht.

Schließlich muss der kosmische Wunscherfüllungs-Service schon genau wissen, was wir wollen, um uns hilfreich zur Seite zu stehen. Je konkreter wir unseren Wunsch formulieren, je bunter wir ihn ausmalen und je exakter wir ihn beschreiben, desto schneller wird er sich verwirklichen. Dabei gibt es nur ein paar Kleinigkeiten zu beachten, die aber sehr hilfreich sind.

So setzt Du Dir SMARTe Ziele zum Anfassen

Vielleicht hast Du schon einmal etwas von SMARTen Zielen gehört? Wenn ja, weißt Du, was Du tun musst und brauchst hier nicht weiterzulesen. Wenn nicht, könnte Dir die folgende Empfehlung helfen, Deinem Traum zumindest ein Stück näher zu kommen.

Ziele müssen SMART formuliert sein, sonst sind es keine Ziele, sondern bleiben immer nur Wunschträume.

SMARTSMARTE-ZieleSpezifisch
Formuliere Dein Ziel spezifisch, also konkret, eindeutig und präzise. So wird aus einem vagen Wunsch ein echtes Ziel.

Messbar
Um zu sehen, ob Du Dein Ziel erreicht hast, muss es messbar bzw. überprüfbar sein. Frage Dich also: Woran merke ich, dass ich mein Ziel erreicht habe? Das kann z. B. ein Kontoauszug sein mit einer bestimmten Summe darauf. Das kann ein Arbeitsvertrag sein oder die Flugtickets für den lang ersehnten Urlaub.

Attraktiv
Dein Ziel soll attraktiv sein. Formuliere Dein Ziel positiv. Es sollte in Dir ein Schmunzeln oder eine gewisse Vorfreude auslösen, wenn Du daran denkst. Ein Ziel, dass Dich nicht mit Freude erfüllt und Widerstände in Dir auslöst, wirst Du wohl nur mit großem Energieaufwand erreichen.
Tipp: Formuliere positiv und in der Gegenwart, z. B. “Ich wiege …… kg (konkretes Gewicht einsetzen).”

Realistisch
Du kannst Dir Deine Ziele ruhig hoch stecken. Das fordert Dich und fördert zugleich Dein Wachstumspotential. Es darf Dich jedoch nicht überfordern, sonst ist der Frust vorprogrammiert, und Du wirst schnell wieder aufgeben. Dein Ziel muss für Dich erreichbar sein. So bleibst Du motiviert.

Terminiert
Das entscheidende Merkmal eines echten Zieles ist der Termin. Bis wann willst Du Dein Ziel erreicht haben? Setze Dir einen klaren Endtermin, eine Deadline. Wenn Du Dir keinen Termin setzt, schiebst Du dein Ziel immer vor Dir her und verlierst es irgendwann aus den Augen.

Und so machst Du Deine Ziele anfassbar

Ich mache meine Zielsetzung für das kommende Jahr immer zwischen den Jahren, also in den so genannten Raunächten. Ich überlege mir, was ich mir wünsche, was ich haben will oder was ich erreichen will. Dann formuliere ich daraus Ziele nach den oben genannten SMART-Kriterien. So geht’s:

1. Die Zutaten

  • 1 Leinwand (40 x 40 oder größer)
  • Zeitungssausschnitte (aus Magazinen), die Du mit Deinem jeweiligen Ziel verbindest. Sie sorgen dafür, dass die Vorstellung von Deinem Ziel lebendig bleibt.
  • Kleber
  • Farben (Acrylfarben oder Wasserfarben)
  • Pinsel, Schwämmchen oder was Du sonst zum Auftragen der Farben brauchst
  • Deine notierten Ziele
  • 1 Briefumschlag

2. Das Bild

Wenn ich meine Ziele formuliert habe (das kann manchmal einige Tage dauern), nehme ich mir meine Leinwand und blättere die Magazine und Zeitschriften durch. Ich sammle auch oft Zeitungssausschnitte und Fotos, die mir gut gefallen. So habe ich am Jahresende ein beachtliches Repertoire an Bildmaterial. Aber auch Schlagzeilen und Überschriften bzw. Teile davon schneide ich aus.

Dann klebe ich die Zeitungssausschnitte oder Fotos auf, die zu meinen Zielen passen. Die freigebliebenen Flächen male ich mit Farbe aus, verziere hier und da, und fertig ist meine Ziel-Collage.

20151205_143447Dann nehme ich meine zuvor notierten Ziele, stecke sie in den Briefumschlag und befestige ihn an der Rückseite meiner Leinwand. Meine Zielcollage hänge ich in irgendwo hin, wo ich sie ständig sehen kann. Die Bilder prägen sich ins Unterbewusstsein ein und wirken dort.

Im folgenden Jahr nehme ich den Umschlag hervor und schaue nach, welche Ziele ich erreicht habe. Ich bin in der Tat jedesmal erstaunt, wie viel von dem, was ich mir da vorgenommen hatte, tatsächlich wahr geworden ist. Ich liebe dieses Ritual, es hat für mich eine große Kraft.

20151205_143433Noch mehr Spaß macht es, wenn Du diese schöne “Arbeit” in einer Gruppe, z. B. mit der Familie oder mit Freunden machst. Dann könnt Ihr Euch im folgenden Jahr gegenseitig von Euren Errungenschaften berichten. Wenn ein Ziel nicht geklappt hat, dann nimm es mit ins nächste Jahr. Vielleicht musst Du es noch einmal modifzieren oder es hat sich im Laufe des Jahres von selbst erledigt, weil es nicht mehr wichtig ist. Du wirst es wissen.

Viel Vergnügen und einen lichtvollen 2. Advent wünsche ich Dir.


Copyright: Sylvia Geiss

Beitragsbild: pixabay

Rituale zum Jahresende: So verabschiedest Du Dich von hinderlichen Glaubenssätzen

Heute möchte ich Dir ein schönes Ritual zum Jahresende zeigen: Wie Du Dein Jahr Revue passieren lässt und Dich von hinderlichen Glaubenssätzen befreist.

Rituale zum Jahresende – Teil I

Das Jahr Revue passieren lassen

Nimm Dir ein Blatt Papier zur Hand und schreibe einmal auf, was Dir an persönlichen Erlebnissen in diesem Jahr einfällt.

Beginne mit Januar 2015 und schreibe so für jeden Monat des Jahres die Dinge auf, an die Du Dich gut erinnern kannst, positiv wie negativ.

Wenn Du bei allen Monaten etwas aufgeschrieben hast, mache hinter jede Notiz ein Smiley (ein lachendes = positives Erlebnis; ein trauriges = unerfreuliches Erlebnis; ggf. noch ein neutrales Smiley für die Erlebnisse, die Du weder als positiv noch negativ empfandest).

  1. Überwiegen die lachenden oder die weinenden Smileys?
  2. Kannst Du einen “roten Faden” erkennen?
  3. Welches Thema/welche Themen tauchten immer wieder auf?

Am besten macht sich die Übung zu zweit bzw. zu mehreren. Dann könnt ihr anschließend 2er-Gruppen bilden und Euch gegenseitig erzählen, wie Euer Jahr gewesen ist, was ihr erlebt habt, wie ihr damit umgegangen seid und Euren roten Faden identifizieren.  Nehmt Euch dafür pro Person ca. 20 Minuten Zeit, gerne auch mehr.

Euer Gesprächspartner darf auch Fragen stellen. Warum-Fragen sollten allerdings vermieden werden, da das Gegenüber sonst in die Verlegenheit gerät, sich rechtfertigen zu müssen. Das führt zu nichts außer Frust. Aber er könnte zum Beispiel fragen, wie Du mit einer bestimmten Situation umgegangen bist, wie Du sie gemeistert hast, woher Du die Kraft gehabt hast usw. Also wohlwollende, förderliche Fragen.

Hinderliche Glaubenssätze notieren

Wenn ihr Euch gegenseitig Eure Geschichte erzählt habt, notiert Euch bitte, welche Glaubenssätze mit Euren jeweiligen Themen verbunden sind.  Die können oft sehr hinderlich sein.

Wenn Ihr zum Beispiel Geldsorgen hattet, fragt Euch, wie Ihr wirklich über Geld denkt:

  • Geld verdirbt den Charakter
  • Geld ist ein notwendiges Übel
  • Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts
  • Geld allein macht auch nicht glücklich
  • Geld regiert die Welt
  • Ohne Moos nix los…

Wenn Ihr Probleme hattet, Hilfe von anderen anzunehmen:

  • Wenn man nicht alles selber macht, wird es auch nichts
  • Ich muss es alleine schaffen
  • Ich brauche keine Belehrungen von außen, ich kann das selbst
  • Wenn man sich auf andere verlässt, ist man verlassen
  • Das mache ich lieber selber, dann weiß ich, dass es gut wird
  • Ich hab das immer selber gemacht, warum sollte ich das jetzt ändern
  • Ich musste immer alles selbst machen, es war ja niemand da, der mir das hätte abnehmen können…

Und so könnt Ihr es mit jedem Thema, das auf Eurem Jahresrückblick auftaucht, machen.

Nehmt dazu ein weiteres Blatt Papier und notiert Eure Glaubenssätze darauf. Ihr könnt dazu verschiedene Farben verwenden, lasst Eurer Phantasie freien Lauf.

Sich von alten Glaubenssätzen verabschieden

20151128_204623Anschließend rollt Ihr das Blatt mit Euren Glaubenssätzen zusammen und bindet ein schönes Bändchen drumherum. Oder Ihr bastelt ein Schiffchen daraus. Ihr könnt auch Eure Erlebnisse des Jahres, die Ihr zuvor notiert habt, mit einrollen bzw. als Schiffchen falten. Dann könnt Ihr entweder für Euch alleine oder gemeinsam ein Abschiedsritual daraus machen.  paperboat-1014962_640

Verabschiedet Euch von Euren hinderlichen Glaubenssätzen. Bedankt Euch bei ihnen und geht davon aus, dass sie für irgendetwas gut waren. Vielleicht wisst Ihr auch schon wofür. Im Kosmos geschieht nichts ohne Grund.

Bedankt und verabschiedet Euch auch von Euren Erlebnissen des Jahres (auch von den positiven). Damit schafft Ihr Platz für Neues.

Setzt das Schiffchen auf ein fließendes Gewässer und lasst es ziehen.

fire-842312_640Wer Feuerrituale mag, kann sein zusammengerolltes Blatt feierlich dem Feuer übergeben. Feuer transformiert. Vielleicht macht Ihr ein gemütliches Ritual im Kreis der Familie am Kamin daraus… oder mit Freunden am Lagerfeuer.

Keine Sorge – wenn Ihr den einen oder anderen Glaubenssatz wider Erwarten doch noch brauchen solltet, kommt er ganz automatisch zu Euch zurück. Im Kosmos geht auch nichts verloren.

Ich mache diese Übung  immer in der Zeit zwischen den Jahren, während der so genannten Raunächte. In dieser Zeit gelingt es mir am besten, das Jahr Revue passieren zu lassen, mich zu bedanken und Pläne fürs kommende Jahr zu schmieden.

candle-581141_1920In der nächsten Woche verrate ich Dir, wie Du Dir Ziele setzt, die Du anfassen kannst.

Bis dahin wünsche ich DIr einen friedvollen 1. Advent.

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

Mach’s Dir gemütlich

Der Herbst ist da. Sonnig zwar und noch warm am Nachmittag, aber morgens und abends ist es doch schon recht kühl. Da tut eine warme Jacke, ein Schal oder Pullover sehr wohl. Einige Zeit können wir es sicher noch ohne Heizung aushalten, aber dann müssen wir für etwas mehr Wärme in unserer Wohnung sorgen, um uns wohlzufühlen.

Ich habe einen Kaminofen, der eine herrlich behagliche Wärme abgibt. Das Knistern der Holzscheite, der helle Schein des Feuers hinter der Glasscheibe und der leichte Rauchgeruch erwärmen nicht nur meine Wohnstube, sondern auch meine Seele.

Und genau darum geht es im heutigen Beitrag.

12 Dinge, die Dein Herz und Deine Seele erwärmen

1. Eine warme Suppe wirkt wahre Wunder, nicht wahr? Es regnet und stürmt. Du kommst von draußen in die warme Stube und freust Dich über eine schöne heiße Suppe. Wenn Du dann auch noch Deine Lieblingssuppe serviert bekommst, genießt Du sie nochmal so gern.

spice-370114_6402. Scharfe Gewürze haben eine thermische Wirkung auf den Körper. Dir wird warm, und Du kommst sogar ins Schwitzen. Besonders, wenn es draußen kalt ist, ist ein scharfes Essen (sofern Du es verträgst) nicht zu verachten. Abgesehen davon hält Essen Leib und Seele zusammen, nicht wahr?

3. Eine Tasse heißen Tee, Kaffee oder Kakao. Oder das berühmte Glas Milch mit Honig, wenn es kalt ist und Du nicht einschlafen kannst. Für viele ist dies ein allabendliches Ritual.

4. Gemütlich auf dem Sofa in die Decke kuscheln, lesen, Radio hören oder fernsehen. Dabei die Ruhe genießen, allein oder zu zweit. Eine Decke um die Schultern gelegt vermittelt mir immer ein Gefühl von Schutz, Wärme und Geborgenheit.

5. Ein warmes Bad mit Kerzenschein und Deinem Lieblingsschaumbad. In der Badewanne kannst Du Dich zurücklehnen, das warme Wasser genießen und entspannen. Vielleicht hörst Du dazu leise Musik, liest ein Buch oder meditierst.

6. Mit Freunden zusammensein. In gemütlicher Runde was trinken oder gemeinsam essen. Am Lagerfeuer sitzen, die Klampfe rausholen, singen.

7. Kinderlachen ist für mich mit das Schönste, was es gibt. Besonders von ganz kleinen Kindern. Sie lachen aus tiefstem Herzen und glucksen dabei so süß. Wenn ich das höre, halte ich eine Weile inne und labe mich an diesen schönen Tönen.

8. Natürliches Licht: Sonnenlicht erwärmt unseren Körper und unser Gemüt. Kerzenlicht vermittelt Gemütlichkeit und Besinnlichkeit. Ich habe einige Salzkristall-Lampen, in die ich Teelichter stelle. Sie haben eine warme Farbe und machen den Raum behaglich. Besonders in der dunklen Jahreszeit genieße ich jeden Sonnenstrahl und mache es mir so oft es geht mit Kerzen gemütlich.

smoking-437715_6409. Räucherware verströmt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern hat auch eine reinigende Wirkung auf unsere Räume und natürlich auch auf unsere eigenen Energiefelder. Räucherrituale, in denen Kräuter, Harze oder Ghee-Butter verbrannt werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

10. Ätherische Öle regen die Sinne an. Du gibst einfach ein paar Tropfen Deines Lieblings-Duftöls in ein kleines Gefäß mit Wasser und stellst ein Teelicht darunter. Es gibt ja auch sehr hübsche und dekorative Duftlampen zu kaufen. Du kannst auch die Schalen von Zitrusfrüchten auf die Heizung legen. Und wenn Du einen Kaminofen hast, kannst Du im Winter Bratäpfel darauf zubereiten. So hast Du für viele Stunden den herrlichen Apfel-Zimt Duft im ganzen Haus.

11. Farben haben einen großen Einfluß auf unser Wohlbefinden. So ist auch jedem unserer 7 Haupt-Energiezentren (Chakren) eine bestimmte Farbe zugeordnet (von rot bis violett). Dazwischen gibt es natürlich noch viele Abstufungen. Jeder von uns hat bestimmte Lieblingsfarben. Und wenn Du Dich von einer Farbe ganz besonders angezogen fühlst, dann brauchst Du sie vielleicht gerade, um ein bestimmtes Chakra zu stärken. Rot hat zum Beispiel eine wärmende Wirkung, blau wirkt kühlend. Wenn Du also frierst, kann es helfen, einen roten Pulluver oder rote Socken zu tragen.

clef-593912_64012. Musik und Klänge können uns total abtörnen, wenn die Frequenz nicht mit unserer übereinstimmt. Dann empfinden wir Töne oft als “schräg”. Aber natürlich hat Musik auch eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden. Wenn wir unsere Lieblingsmusik hören, geht uns im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf. Wir swingen und singen mit und lassen uns vom Rhythmus mitreißen. Besonders die Musik aus unserer Jugendzeit hat uns sehr geprägt. Wenn wir einen Song hören, der uns damals gut gefiel und den wir vielleicht lange nicht gehört haben, erinnern wir uns schlagartig an die gute alte Zeit und positive Dinge, die wir mit diesem Lied verbunden haben.
Aber auch angenehme Klänge, wie Meditationsmusik, 432 Hertz-Musik oder 60 bpm-Musik, die in der Frequenz unseres Herzschlages spielt, haben eine positive Wirkung auf unsere Stimmung und sogar unsere Gesundheit. Nicht umsonst gibt es Therapien mit Klangschalen oder Trommeln.

Es gibt noch so viel mehr, was das Herz erwärmt und die Seele streichelt. Aber ich will Dir ja nicht alles vorkauen 😉 Ein bisschen was darfst Du Dir auch selbst erdenken. Ja, ich würde mich sogar darüber freuen zu erfahren, welche Dinge, Menschen oder Situationen Dein Herz und Deine Seele erwärmen. Schreibe mir eine E-Mail oder hinterlasse einen Kommentar.

Hier ein paar Rezepte für die kalten Tage, viel Vergnügen.

apfel-ingwer-teeApfel-Ingwer-Tee

Man nehme:
1 Stück frischen Ingwer, ca. 3 bis 4 cm
3 Äpfel (Bioqualität)
5 -10 Pfefferkörner
Süßen nach Belieben

So geht’s:
1 Liter  Wasser zum Kochen bringen. Die Äpfel mit Schale reiben. Wenn Du keine Bio-Äpfel bekommst, dann lieber die Schale entfernen. Den Ingwer in Scheiben schneiden oder ebenfalls reiben und in eine Glaskanne geben.
Mit heißem Wasser überbrühen, die Pfefferkörner dazugeben und etwa 15 Minuten ziehen lassen.
Den Tee abseihen, nach Belieben süßen und gut warm trinken. Du kannst das Apfel-Ingwer-Pfeffer-Gemisch auch ein zweites Mal aufgießen.

Das Original-Rezept stammt aus “Das Magische Kochbuch” von Luisa Francia.

soup-606907_640Kürbissuppe

Man nehme (für 4 Personen):
1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1,5 kg)
2 Rote Zwiebeln
1 Stück Ingwer (ca. 4 bis 5 cm)
1 Knoblauchzehe
2 milde Chilischoten (je nach Geschmack mit oder ohne Kerne)
1-2 TL Kurkuma
Kokosfett
ca. 1,2 Liter Gemüsebrühe
1-2 TL Paprika edelsüß
1/2 TL geriebene Muskatnuß
Pfeffer und Salz nach Belieben

So geht’s:
Den Kürbis halbieren, das Kerngehäuse entfernen und den Kürbis in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.  Knoblauch abziehen und fein hacken. Ingwer schälen und fein hacken. Chili-Schoten (mit oder ohne Kerne) fein hacken.

Einen großen Topf aufstellen, 1 bis 2 TL Kokosfett darin erhitzen. Zwiebeln darin kurz andünsten, Kürbis hinzugeben, mit Kurkuma würzen und andünsten. Ingwer, Knoblauch und Chili dazugeben, kurz mitdünsten. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und ca. 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist.

Zum Schluss mit Paprika, Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken und alles mit einem Pürierstab pürieren. Wenn die Konsistenz zu breiig ist, noch etwas Brühe dazugeben.

Mit Ciabatta oder Baguette-Brot servieren.

Tip:
Ein paar Tropfen Kürbiskernöl und/oder geröstete Kürbiskerne geben der Suppe den letzten Pfiff.

avocado-74260_640Guacamole (Avocadocreme)

Man nehme:
1 reife Avocado
1 EL Zitronensaft
1 Tomate
1 Chili-Schote
Pfeffer
Salz

So geht’s:
Avocado halbieren, Stein herausnehmen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Zitronensaft hinzugeben, um die Braunfärbung zu verhindern. Chilischote fein hacken, Tomate fein würfeln, zum Fruchtfleisch hinzugeben und vermengen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken – fertig.

Guacamole eignet sich als Dip oder als Brotaufstrich.

Tip:
Du kannst etwas Kala Namak (Schwefelsalz) hinzugeben, dann erhält die Avocadocreme einen leichten Eiergeschmack. Schmeckt besonders gut als Brotaufstrich.
Wenn Du es gerne herzhaft magst, dann gib noch etwas fein gehackte Zwiebel dazu.

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

Früher gehörten Rituale zum Alltag, wie das Ei zum Spinat. Der berufliche sowie der private Alltag wurde zu festen Zeiten und in festgelegten Abläufen gestaltet. Vor dem Essen wurde gebetet, samstags war Badetag und – nicht zu vergessen – sonntags ging man zum Gottesdienst (sofern man religiös war).

Heutzutage werden liebgewonnene Gewohnheiten eher belächelt, vielen sind sie sogar peinlich. Starre Traditionen sind out und müssen aufgebrochen werden. Nur wer flexibel ist, bringt es auf der Erfolgsleiter nach oben. Abenteuer und Adrenalinkicks liegen heute voll im Trend und treffen den Nerv der Zeit.

Dabei ist den meisten von uns gar nicht bewusst, dass unser Alltag trotzdem jede Menge Rituale enthält, die wir aber gar nicht als solche betrachten. Und manchmal handelt es sich um Rituale, die uns gar nicht guttun.

Was meine ich damit?

toothbrush-313768_640Ein Ritual ist, wie wir wissen, eine Handlung nach einem festgelegten und immer wiederkehrenden Ablauf. Die Handlung wiederholt sich immer auf die gleiche oder annähernd ähnliche Weise. Dabei können Rituale sich im Laufe der Zeit durchaus verändern. Zeit, Ort oder Dauer der Handlung sind variabel und ergeben sich aus der Situation heraus. Das heißt, dass sich ein Ritual nicht zwangsläufig in bestimmten Zeitabständen wiederholen muss, sondern dann ausgeführt wird, wenn die Situation es erfordert.

Der Gang ins Fitness-Studio zweimal pro Woche oder der Spaziergang am Sonntagnachmittag sind ebenso Rituale wie das Zähneputzen am Morgen oder die heiße Milch mit Honig vor dem Schlafengehen. Zeitunglesen beim Frühstück oder der Genuss des Feierabendbierchens nach getaner Arbeit gehören ebenfalls dazu.

Welche Rituale führst du täglich aus, ohne dass du dir dessen bewusst bist?

Mache dir einmal bewusst, welche regelmäßig wiederkehrenden Handlungen oder Gewohnheiten du jeden Tag, jede Woche, jeden Monat ausführst. Schreibe sie ruhig einmal auf. Du wirst erstaunt sein, was da alles zu Tage kommt. Und du wirst merken, dass ein Leben ohne Rituale so gut wie unmöglich ist.

Bei Stress und besonders nach traumatischen Erlebnissen können Rituale eine große Kraftquelle sein. Rituale

  • schaffen Struktur
  • geben Halt und Sicherheit
  • geben Orientierung
  • wirken beruhigend auf das Nervensystem
  • bauen Stress ab
  • machen Spaß

Ich habe einige Menschen gefragt, welche Rituale sie ausführen, wenn sie Stress abbauen wollen. Es kamen die unterschiedlichsten Antworten dabei heraus:

  • Eine Kollegin erzählte mir, dass sie eine zeitlang jeden Morgen, bevor sie zur Arbeit ging, erst einmal eine Viertelstunde badete. So machte sie sich fit für den anstrengenden Tag.
  • Eine andere badete jeden Tag nach der Arbeit bzw. vor dem Schlafengehen, um zu entspannen und die Anstrengungen des Tages hinter sich zu lassen.
  • Ich kenne jemanden, der setzt sich nach der Arbeit an seinen Computer zuhause und spielt Autorennen, Solitaire oder Ballerspiele. Er sagt, so könne er am besten entspannen und abschalten. Dazu komme ich später nochmal.
  • yoga-241609_640Eine Bekannte geht einmal in der Woche zum Tai Chi.
  • Ein Freund macht mit seiner Frau zweimal pro Woche Aqua-Gymnastik.
  • Eine Frau malt, wenn sie Stress hat. Wenn sie so richtig genervt ist und die Dinge nicht mehr fließen wollen, schnappt sie sich eine Leinwand und tobt sich mit verschiedenen Farben nach Herzenslust aus.
  • Meine ehemalige Lehrerin trinkt jeden Morgen vor dem Aufstehen eine Tasse Tee im Bett. Ihr Partner bereitet ihn für sie zu und serviert ihn ihr ans Bett.
  • BauchtanzEine Freundin besucht zweimal wöchentlich einen Zumba-Kurs und geht zusätzlich einmal pro Woche noch zum Tanzen, um ihren Alltagsstress abzubauen.
  • Eine andere macht lange Spaziergänge, um ihren Kopf frei zu bekommen.

Ich selbst habe auch verschiedene Rituale zum Stressabbau:

TeezeremonieSo mache ich kleine Achtsamkeitsübungen, wie z. B. einen Moment innehalten und eine Minute lang meinen Atem beobachten. Ich mag auch Kurzmeditationen. Dazu setze ich mich in den Schneidersitz, schließe die Augen und gehe in mich, ohne eine Absicht zu verfolgen oder etwas zu wollen. So komme ich in einen angenehm entspannten Zustand.

Wenn ich unruhig, unkonzentriert oder genervt bin, stehe ich auf und gehe auf meinen Balkon. Dort schaue ich ins Grüne, nehme einige Atemzüge oder setze mich hin und trinke einen Kaffee oder Tee. Manchmal gehe ich auch in den Wald und umarme einen Baum. Diese Mini-Rituale helfen mir, mich zwischendurch ein wenig zu entspannen, Druck und Stress loszulassen.

Rituale, die nicht guttun

ComputerspielSo, nun komme ich noch einmal auf den Freund zurück, der behauptet, mit Computerspielen könne er sich am besten entspannen.

Fakt ist: Das kann er nicht! Erwiesenermaßen können wir nicht entspannen, wenn wir am Computer arbeiten, auch wenn es sich dabei nur um ein Spiel handelt. Wir sind dabei in ständiger Anspannung. Wir fiebern mit und rutschen unruhig auf unserem Stuhl hin und her oder wechseln ständig unsere Sitzhaltung. Die Muskulatur ist angespannt, der Blutdruck erhöht, der Puls geht schneller, die Atmung ist flach, möglicherweise halten wir sogar den Atem an, wenns im Spiel gerade brenzlig wird.  Gewaltvolle Ballerspiele, bei denen wir andere Wesen abwehren oder töten sollen, wirken keinesfalls entspannend auf uns, weder auf Körper, Seele noch Geist.

Selbst wenn wir uns immer wieder sagen, dass es sich NUR um ein Spiel handelt, so nimmt unser Gehirn und unser Unterbewewusstsein die Handlung, die da läuft und in die wir beim Spielen eingebunden sind, als Realität wahr. Die elektrische Strahlung tut ihr Übriges dazu. Nächtliche Unruhe, Schlafstörungen oder Alpträume sind da keine Seltenheit. Wer da am nächsten Tag ausgeruht zur Arbeit oder zur Schule muss, sollte den Abend lieber ruhiger ausklingen lassen als mit Spätnachrichten im Fernsehen oder Computerspielen.

Was mein Freund hier tatsächlich meinte und auch geäußert hat, ist, dass er beim Computerspiel abschalten kann vom Alltagsgeschehen.  Und das glaube ich ihm aufs Wort, denn er ist ein Meister der Alltags-Dissoziation*. Wenn ihm etwas auf den Keks geht, schaltet er innerlich einfach auf einen anderen Kanal um, als hätte er eine eingebaute Fernbedienung. Ich gebe zu, dass ich ihn dafür manchmal beneide.

Allerdings ist er auch Meister im Verdrängen, und bekanntlich drängt das Verdrängte ja irgendwann nach oben. Verdrängung ist ein Schutzmechanismus, der bewusst oder unbewusst eingesetzt wird, um uns nicht zu überfordern. Allerdings ist dies auf Dauer nicht gesund. Manchmal ist die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema sinnvoller. Dann kann der Konflikt offengelegt werden und der damit verbundene Stress und Druck kann ein Ventil finden und abgebaut werden. Über Jahre aufgestauter Druck kann irgendwann zu Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Im schlimmsten Fall schnappt die Psyche über und es kommt zu Spontanhandlungen, wie Suizidversuche oder Amokläufe.

Rituale, die guttun

Du hast vorhin schon einige Rituale kennengelernt, die Menschen anwenden, um  Spannungen und Blockaden zu lösen und wieder frei durchzuatmen oder gut schlafen zu können.

Hier fallen mir noch ein paar Rituale ein, die dir helfen können, Stress abzubauen und zu entspannen:

Rituale am Morgen

  • Kaffee trinkenVor dem Aufstehen ein paar Dehnungsübungen im Bett machen. Recke und strecke dich und gähne dabei laut.
  • Vor dem Duschen die Haut mit einem Handschuh oder einer Bürste trockenbürsten. Dabei von unten nach oben arbeiten zum Herzen hin. So fährst du dein System hoch und machst dich fit für den Tag.
  • Gemütlich frühstücken, ohne Hast…

Rituale am Abend

  • FußbadFrage dich eine Zeitlang vor dem Schlafengehen: was war heute schön – wofür bin ich dankbar – was habe ich heute gelernt – wen liebe ich – wer darf mich lieben?
  • Ein Fußbad oder Vollbad bei Kerzenschein und deiner Lieblingsmusik.
  • Vor dem Einschlafen kannst du gedanklich deinen Körper durchforsten und ihn wahrnehmen. Fang beim Kopf an und gehe dann runter bis in die Zehen. So fährst du dein System runter und kannst gut entspannen. Ich schlafe oft darüber ein.
  • Ein kurzer Spaziergang an der Abendluft (vielleicht musst du sowieso mit dem Hund raus?).
  • Ein Gebet…

Kennst du noch weitere Rituale? Wie verbringst du beispielsweise deine Mittagspause? Welche Rituale hast du für dich entdeckt, um mit Stress fertigzuwerden? Welche funktionieren gut? Welche weniger gut? Vieleicht hast du dir ja eigene Rituale geschaffen.

Beachte:

meditation-609235_640Rituale sollten nicht als Ersatzbefriedigung oder zur Verdrängung verwendet werden. Es hilft auch nichts, besonders viele verschiedene Rituale auszuführen oder ein und dasselbe Rituale dreißig Mal am Tag zu wiederholen. Das wäre kontraproduktiv. Vielmehr sollen Rituale dir helfen, deine Aufmerksamkeit für eine kurze Zeit nach innen zu richten. Je intensiver die damit verbundenen Gefühle sind (im positiven Sinne natürlich), desto besser ist die beruhigende Wirkung auf dein Nervensystem. Die gestörten Informationsflüsse zwischen Nervenzellen werden synchronisiert.

Führe daher deine Rituale achtsam und bewusst aus und lasse sie nicht zur Routine werden. Sonst verlieren sie ihre heilsame Wirkung.

Schreibe mir, ich freue mich auf deine Erfahrungen.


*Begriffserklärung: Alltags-Dissoziation

Dissoziation (= Ausblenden, Abschalten)

Dissoziieren hilft, ein Trauma zu überleben. Grundsätzlich ist Dissoziation ein Alltagsphänomen und das Gegenteil von Assoziation. Wir dissoziieren und assoziieren ständig. Wir fügen zusammen und trennen oder schieben zur Seite. Unser Gehirn filtert aus, was es als

  • zu unwichtig oder
  • zu brisant

einschätzt.

Es gibt Menschen, die im größten Trubel alles um sich herum vergessen. Sie blenden Geräusche und Bewegungen um sie herum aus und vertiefen sich in ein Buch. Wer gut dissoziieren kann, kann sich aus der zusammenhängenden Wahrnehmung der Alltagsrealität einfach “wegbeamen”[1].

Allerdings ist eine gute dissoziative Fähigkeit im Alltag kein unbedingter Hinweis darauf, dass Dissoziation auch in extremen Stress-Situationen als Abwehrmechanismus zum Einsatz kommt.

[1] Huber, M. (2007):  Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1, S. 53 ff. – 3. Aufl., Junfermann Verlag.