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Zeit für Dich: Dein schö­ner Tag in 7 Schritten

Nichts pla­nen wir so akri­bisch, wie unse­ren Urlaub. Meist wis­sen wir schon, wohin wir rei­sen wol­len, ob es ein Strand- oder ein Aktiv­ur­laub wer­den soll, ob wir in die Som­mer­fri­sche fah­ren oder lie­ber einen Win­ter­ur­laub machen. Wir wäl­zen Pro­spek­te oder schau­en im Inter­net nach güns­ti­gen Rei­se­an­ge­bo­ten. Wir haben auch eine genaue Vor­stel­lung davon, was wir im Urlaub erle­ben möch­ten. Dem­entspre­chend pla­nen wir unser Aus­flugs- und Erleb­nis­pro­gramm. Natür­lich müs­sen dafür die rich­ti­gen Kla­mot­ten ein­ge­packt und ggf. noch ein­ge­kauft wer­den. Der Gedan­ke an den Urlaub zau­bert uns ein Lächeln ins Gesicht, und wir erle­di­gen die Vor­be­rei­tun­gen mühe­los und mit einer kind­li­chen Freu­de. Wie Du die­se Freu­de auch in Dei­nem All­tag erle­ben kannst, ver­ra­te ich Dir in die­sem Artikel.

Mach Dir einen schö­nen Tag

Du arbei­test  viel, hast Stress und freust Dich auf Dei­nen wohl­ver­dien­ten Jah­res­ur­laub. End­lich mal wie­der ein paar Wochen am Stück aus­span­nen. Viel­leicht kannst Du Dir aber auch kei­nen Urlaub leis­ten und bist frus­triert, weil Dein All­tag nur aus Arbeit und Über­le­bens­kampf besteht. Dann ist es für Dich viel­leicht umso schwie­ri­ger, zu ent­span­nen oder gar auszuspannen.

Ja, es ist ist schwie­rig, aber nicht unmög­lich. Und des­halb ist es wich­tig, Dei­nen Tag zu pla­nen, so wie Du einen Urlaub pla­nen würdest.

Was brauchst Du dazu?

Nun, zunächst ein­mal brauchst Du Dei­ne Erlaub­nis. Ja, denn ohne die geht’s nicht. Wenn Du Dir selbst nicht gestat­test, einen schö­nen Tag zu erle­ben, dann wird es auch nichts. Schnell wirst Du 1000 Aus­re­den parat haben, war­um Du “kei­ne Zeit” hast, einen schö­nen Tag zu erle­ben. Die Kin­der, der Haus­halt, die kran­ke Groß­mutter, das knap­pe Bud­get usw.

Dabei muss Dein schö­ner Tag nicht viel kos­ten, ja er kann sogar ganz ohne finan­zi­el­len Auf­wand gestal­tet wer­den. Es kommt halt dar­auf an, wie Du die­sen Tag erle­ben möchtest.

Zeit für Dich: Dein schö­ner Tag in 7 Schritten

Um Dei­nen Tag zu pla­nen stel­le Dir fol­gen­de Fragen:

1.  Vor­stel­lung

  • Wie soll Dein Tag beginnen?
  • Viel­leicht mit einer Tas­se Kaf­fee oder Tee?
  • Danach eine Dusche?
  • Ein aus­gie­bi­ges Frühstück…?

2. Wor­auf hast Du Lust?

  • Was willst Du mal wie­der machen?
  • Was hast Du schon lan­ge nicht mehr gemacht?
  • Was lässt sich an einem Tag gut bewerkstelligen?
  • Brauchst Du Action oder Ruhe?

3. Wo soll es hingehen?

  • Bleibst Du zuhau­se oder in Dei­nem Wohnort?
  • Oder fährst Du raus (über die Stadt­gren­ze, aufs Land etc.)?
  • Wie kommst Du dahin und wie­der zurück?

4. Wen nimmst Du mit?

  • Reist Du alleine?
  • Oder in Begleitung?

5. Was kos­tet der Spaß?

  • Was darf Dein schö­ner Tag maxi­mal kos­ten (Fahrt­kos­ten, Ein­tritt, Ver­pfle­gung etc.)?
  • Wie kannst Du Dir das Geld dafür beschaf­fen (mög­lichst ohne Schul­den zu machen)?
  • Lässt sich Dein schö­ner Tag auch ohne zusätz­li­che Kos­ten gestalten?

6. Was musst Du im Vor­feld orga­ni­sie­ren, um Dei­nen Tag durch­füh­ren zu können?

  • Baby­sit­ter organisieren
  • Haus­tie­re ver­sor­gen oder woan­ders unterbringen
  • Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen delegieren
  • Urlaub bean­tra­gen etc.

7. Ter­min festlegen

Mach einen fes­ten Ter­min und orga­ni­sie­re alles auf die­sen Ter­min hin. Sonst wirst Du es wahr­schein­lich nie tun.

Die­ser Tag gehört nur Dir, er ist nur für Dich. Du hast ihn Dir ver­dient, ein­fach so, weil Du da bist, nicht weil Du vor­her eine Leis­tung voll­bracht hast. Das ist näm­lich einer der größ­ten Denk­feh­ler, die wir fast alle machen. Wir den­ken, wenn wir nichts geleis­tet haben, dür­fen wir auch nicht “belohnt” wer­den. Dein schö­ner Tag hat aber nichts mit Beloh­nung zu tun, son­dern mit Lie­be und Wert­schät­zung Dir selbst gegen­über. Und wenn es Dir gut geht, geht es Dei­nen Lie­ben auch gut. Es ist ja nicht so, als wür­dest Du nur an Dich den­ken, nicht wahr? Du ver­sorgst Dei­ne Fami­lie, bist für Dei­ne Freun­de da, die Kol­le­gen brau­chen Dich usw. Men­schen, die nur an sich den­ken, haben die­se Gewis­sens­bis­se nicht, die machen ein­fach, was ihnen gefällt, ohne Rück­sicht auf Ver­lus­te. Aber das bist ja nicht Du.

Erlau­be Dir, etwas für Dich zu tun, pla­ne Dei­nen schö­nen Tag und dann genie­ße ihn in vol­len Zügen. Gedan­ken an Reue oder Gewis­sens­bis­se lass bei­sei­te. Die ver­mie­sen Dir nur die Stim­mung und machen Dei­nen schö­nen Tag in Null­kom­ma­nix zunich­te. Und das wäre äußerst scha­de, denn damit hät­test Du nichts gewon­nen, außer noch mehr Frust. Und das willst Du ja nicht und Dei­ne Lie­ben sicher auch nicht.

Wenn Du Dir kei­nen gan­zen Tag geneh­mi­gen willst oder kannst, dann wenigs­tens ein paar schö­ne Stunden.

Ideen für einen schö­nen Tag (oder ein paar schö­ne Stunden)

  • Mal wie­der ein Kon­zert besuchen
  • Für Freun­de kochen
  • Plä­ne für die Zukunft machen
  • Im Mond­schein schwimmen
  • Den Sonnenaufgang/Sonnenuntergang feiern
  • Eine Wan­de­rung mit Ruck­sack über Stock und Stein
  • Alle gel­ben Blu­men auf einer Wie­se zählen
  • Mal wie­der einen Schnee­mann bauen
  • Mit der bes­ten Freun­din / dem bes­ten Freund Klin­gel­männ­chen spielen
  • Men­schen besu­chen, die Du lan­ge nicht gese­hen hast
  • Bar­fuß über eine nas­se Wie­se laufen
  • Auf einer Park­bank sit­zen und die Natur bewundern
  • Einer Bie­ne bei der Arbeit zusehen…
Wann wirst Du Dir erlau­ben, Zeit für Dich zu haben?

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Dir viel Freu­de bei der Vor­be­rei­tung Dei­nes Tages.

Ritua­le zum Jah­res­en­de: Sil­ves­ter- und Neujahrsbräuche

Ich habe Dir in mei­nen letz­ten drei Blog-Bei­trä­gen jeweils ver­schie­de­ne Ritua­le vor­ge­stellt, die Men­schen ger­ne zele­brie­ren, beson­ders in der Advents- und Weih­nchts­zeit und zum Jah­res­en­de. Riten und Bräu­che, die Glück und Zufrie­den­heit ver­spre­chen, sind in die­ser Zeit beson­ders beliebt. Im letz­ten Teil mei­ner Rei­he geht es um Sil­ves­ter- und Neu­jahrs­bräu­che aus aller Welt. Da kannst Du viel­leicht etwas Neu­es für Dich ent­de­cken. Auch wenn Ora­kel nicht immer hal­ten, was sie pro­phe­zei­en, so brin­gen sie doch eine Men­ge Spaß.

Sil­ves­ter- und Neu­jahrs­bräu­che in Deutschland

lucky-charm-585930_640Raclette, Fon­due und Feu­er­zan­gen­bow­le gehö­ren für uns zu Sil­ves­ter eben­so dazu wie Din­ner for One und Blei­gie­ßen. Vie­le put­zen am letz­ten Tag des Jah­res noch­mal die Woh­nung, tra­gen den Müll raus und beglei­chen ihre Schul­den, um sich von Alt­las­ten zu befrei­en, leicht und posi­tiv ins Neue Jahr star­ten zu kön­nen. So ist es hier­zu­lan­de Brauch, an Sil­ves­ter Mar­zi­pan­schwein­chen zu ver­schen­ken oder auch vier­blätt­ri­gen Klee, der Glück bringt. Punkt 12 ertönt von den Kirch­tür­men Glo­cken­ge­läut und über­all gehen klei­ne­re und grö­ße­re Feu­er­wer­ke los. In Ber­lin am Bran­den­bur­ger Tor steigt jedes Jahr eine gro­ße Sil­ves­ter­par­ty mit inter­na­tio­na­len Stars und Stern­chen, die meh­re­re hun­dert­tau­send Zuschau­er musi­ka­lisch erfreuen.

feuerzangenbowle-721255_640Es gibt unzäh­li­ge Ritua­le zu Sil­ves­ter und Neu­jahr. Sie sind von Bun­des­land zu Bun­des­land und von Fami­lie zu Fami­lie ver­schie­den. Bei uns zuhau­se wird abends mit Freun­den schön geges­sen, sich unter­hal­ten oder ein paar Spie­le gespielt. Dann gibt es Feuerzangenbowle. 

Um Mit­ter­nacht wird mit Sekt oder Cham­pa­gner ange­sto­ßen, danach gibt es ent­we­der eine herz­haf­te Mit­ter­nachts­sup­pe oder gefüll­te Pfann­ku­chen (Ber­li­ner). In mei­ner Hei­mat bei Koblenz gibt es tra­di­tio­nell Neu­jahrs­krän­ze aus Hefe. Als ich noch ein Kind war und noch zuhau­se bei mei­nen Eltern wohn­te, schau­te ich an jedem 1. Janu­ar mit mei­nem Vater das tra­di­tio­nel­le Neu­jahrs­ski­sprin­gen im Fern­se­hen an.

Sil­ves­ter- und Neu­jahrs­bräu­che in aller Welt

Aber nicht nur bei uns gibt es Sil­ves­ter- und Neu­jahrs­tra­di­tio­nen, son­dern in der gan­zen Welt:

grapes-839901_640Spa­ni­en: Mit­ter­nachts­glo­cken und Weintrauben

haben dort eine gro­ße Bedeu­tung. Wer es schafft, bei jedem Glo­cken­schlag eine Wein­trau­be zu ver­zeh­ren, darf sich etwas wün­schen. In spa­ni­schen Super­märk­ten wer­den daher jedes Jahr zu Sil­ves­ter Wein­trau­ben im 12er-Pack ange­bo­ten. Und in den Knei­pen­vier­teln ver­kau­fen flie­gen­de Händ­ler kurz vor 12 noch ein Dut­zend Trau­ben im Plas­tik­tüt­chen — natür­lich zu über­höh­ten Preisen.

girl-254708_640Ita­li­en: Lin­sen und rote Unterwäsche

Wer in Ita­li­en glück­lich und erfolg­reich sein will, “rutscht” mit roter Unter­wä­sche ins Neue Jahr. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob es sich um einen Tan­ga oder eine Boxer­shorts han­delt. Wäsche- und Des­sous­lä­den stel­len daher recht­zei­tig ihr Sor­ti­ment auf rot um. Zum Essen gibt es tra­di­tio­nell Lin­sen, die­se sol­len Geld­se­gen und Glück bringen.

tiny-people-700921_640Tsche­chi­en: Blei­gie­ßen und Apfelkernorakel

Auch in Tsche­chi­en gibt es ein Mit­ter­nachts­es­sen mit Lin­sen. Die Lin­sen sym­bo­li­sie­ren einen rei­chen Geld­se­gen. Wie in Deutsch­land wird in den Fami­li­en Blei gegos­sen und ora­kelt, um wel­ches Sym­bol es sich hier han­deln könn­te, ob es wohl Glück oder Unglück bringt. Oft wird aber auch ein Apfel hal­biert. Am Kern­ge­häu­se wird dann die Zukunft abge­le­sen. Wenn die Ker­ne ein Kreuz bil­den, droht Unheil, ste­hen sie in Stern­form, brin­gen sie Glück.

confetti-985152_640Argen­ti­ni­en: Akten wer­den zu Konfetti

Um sich sym­bo­lisch von Alt­las­ten zu befrei­en, machen die Men­schen in Argen­ti­ni­en am letz­ten Tag des Jah­res aus ihren Doku­men­ten Kon­fet­ti und wer­fen sie in der Neu­jahrs­nacht aus dem Fens­ter. Ein lus­ti­ger und nütz­li­cher Brauch, wie ich finde.

blooming-640440_640Bra­si­li­en: Blu­men­meer und wei­ße Kleider

In Rio de Janei­ro an der Copa­ca­ba­na wer­fen die Men­schen Blu­men ins Meer. Wenn die Blu­men unter­ge­hen, erfül­len sich die Wün­sche für das kom­men­de Jahr. Wer­den sie wie­der an den Strand gespült, bleibt der Wunsch uner­füllt. Tra­di­tio­nell tra­gen die Men­schen an die­sem Tag wei­ße Klei­dung. Sie steht für Rein­heit und Frie­den und ver­heißt einen glück­li­chen Start ins Neue Jahr.

mochi-rice-cakeJapan: Mochis — Glück oder Tod

Zur Jah­res­wen­de wer­den in Japan tra­di­tio­nell Mochis ser­viert. Das sind Klö­ße aus kleb­ri­gem Reis. Sie sol­len Glück für das nächs­te Jahr brin­gen und ein lan­ges Leben ver­spre­chen. Kurz­fris­tig hat die­ser Brauch aller­dings schon man­chen Japa­ner das Leben gekos­tet. Vie­le sind an der kleb­ri­gen Kon­sis­tenz der Klö­ße erstickt. Inzwi­schen haben die Japa­ner jedoch gelernt, dies zu ver­hin­dern und sind Exper­ten im Ers­te-Hil­fe-Leis­ten gewor­den. Soll­te ein Tisch­nach­bar rot anlau­fen oder bereits am Boden lie­gen, wen­den fünf Schlä­ge zwi­schen die Schul­ter­blät­ter die Not­si­tua­ti­on ab, und der Ersti­cken­de wird vor dem qual­vol­len Glücks­klöß­chen-Tod bewahrt.

orange-228302_640Chi­na: Man­da­ri­nen für die Liebe

Im Reich der Mit­te wer­fen Unver­hei­ra­te­te Man­da­ri­nen ins Meer und hof­fen auf Glück in der Lie­be im kom­men­den Jahr. Gefei­ert wird ruhig und besinn­lich im Krei­se der Fami­lie. Und obwohl die Chi­ne­sen das Feu­er­werk erfun­den haben, gibt es dies an Sil­ves­ter nicht. Dafür wird das chi­ne­si­sche Neu­jahrs­fest tra­di­tio­nell nach dem Mond­ka­len­der began­gen. Vie­le Men­schen rei­sen dann in ihre Hei­mat­dör­fer. Fast eine Woche steht die Welt in Chi­na dann still. Am Vor­abend des Neu­jahrs­fes­tes (in Chi­na der Früh­lings­an­fang) wer­den klei­ne Teig­ta­schen geges­sen. Ihre Form erin­nert an alte chi­ne­si­sche Geld­stü­cke und ver­spricht Glück und Reich­tum. Dann kommt end­lich das Feu­er­werk zum Ein­satz, das den gan­zen Abend gezün­det wird.

Vaeterchen_frostRuss­land: Väter­chen Frost und Schneeflöckchen

Auch in Russ­land wird das Neu­jahrs­fest nicht am 1. Janu­ar, son­dern am 13. Janu­ar gefei­ert. Das liegt dar­an, dass die rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che sich nicht nach dem Gre­go­ria­ni­schen, son­dern nach dem Julia­ni­schen Kalen­der rich­tet. Weih­nach­ten wird daher erst am 7. Janu­ar gefei­ert. In der Neu­jahrs­nacht brin­gen Väter­chen Frost und sei­ne Beglei­te­rin Schnee­flöck­chen (russ. Sne­gu­rot­sch­ka) die Geschen­ke. Nach der Prä­si­den­ten­re­de im Fern­se­hen stößt die gan­ze Fami­lie auf das Neue Jahr an.

cape-town-254844_640Süd­afri­ka: Kar­ne­val am Tafelberg

Am Kap der guten Hoff­nung begin­nen die Men­schen das Neue Jahr mit Kar­ne­val. Am 2. Janu­ar zie­hen vie­le bun­te Kar­ne­vals­grup­pen mit Trom­meln durch Kap­stadt, die Stadt am Fuße des Tafel­ber­ges. Etwa 10.000 Teil­neh­mer neh­men an die­sem Fest teil, Tanz­grup­pen, Bands und Chö­re in wun­der­schö­nen Kos­tü­men. Mehr als 100.000 Men­schen säu­men die Stra­ßen zum Sta­di­on (ähn­lich wie beim Kar­ne­val in Rio). Im Sta­di­on fin­den kar­ne­va­lis­ti­sche Tanz- und Gesangs­wett­be­wer­be statt. Die Tra­di­ti­on geht auf den “Eman­ci­pa­ti­on Day” zurück, einem Tag in den 1830er Jah­ren, an dem die Skla­ven ihre neu gewon­ne­ne Frei­heit feierten.

Viel­leicht hast Du das eine oder ande­re Ritu­al für Dich ent­deckt, das Du ger­ne mal aus­pro­bie­ren möch­test. Ich fin­de die rote Unter­wä­sche und das Kon­fet­ti aus Alt­ak­ten klasse. 

Wel­che Neu­jahrs­bräu­che zele­brierst Du mit Dei­nen Lieben?

Das war der letz­te Bei­trag in die­sem Jahr. Wir sehen und lesen uns im Janu­ar 2016 wie­der. Dann ver­ra­te ich Dir, was Dich im Neu­en Jahr bei mir erwar­tet. Du darfst gespannt sein.

Ich wün­sche Dir einen schö­nen vier­ten Advent, ein zau­ber­haf­tes Weih­nachts­fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.


Bild­quel­len:

Mochis: http://www.yuanfangmagazine.com

Väter­chen Frost: Wiki­pe­dia (Unein­ge­schränk­tes Nut­zungs­recht durch den Urhe­ber Imladros)

Alle ande­ren Bil­der: Pixabay

 

Ritua­le zum Jah­res­en­de: Rei­ni­gungs­ri­tua­le für Kör­per, See­le, Haus und Garten

Hast Du schon Dei­nen Weih­nachts­putz erle­digt? Ich muss zuge­ben, dass ich noch kei­ne wirk­li­che Lust dazu hat­te. Aber ich ver­spü­re bereits den Drang in mir, es in den nächs­ten Tagen erle­di­gen zu wol­len. Ich habe da neu­lich einen lus­ti­gen Spruch gelesen:

PinkGlitzerStaub

Genau. Und wer sagt denn, dass man aus dem lei­di­gen Haus­putz nicht auch ein schö­nes Rei­ni­gungs­ri­tu­al machen kann? Herbst- und Weih­nachts­putz gehö­ren genau­so zu unse­ren Tra­di­tio­nen, wie der Früh­jahrs­putz zu Ostern.

Weih­nachts­putz und ande­re Reinigungsrituale

Da heißt es Grund­rei­ni­gung machen, Schrän­ke und Rega­le aus­wi­schen, Fens­ter put­zen, Gar­di­nen waschen, Sil­ber­be­steck polie­ren und was man sonst noch so anstellt, um die Bude wie­der auf Hoch­glanz zu brin­gen. Schließ­lich soll die buck­li­ge Ver­wandt­schaft nichts zu mäkeln haben, wenn sie über die Fei­er­ta­ge ein­fällt, nicht wahr? Nun gut, das war eher scherz­haft gemeint.

reinigungsserviceSo ein Haus­putz hält mich ganz schön auf Trab. Wenn ich erst­mal ange­fan­gen habe, habe ich nicht eher Ruhe, bis die gan­ze Woh­nung fer­tig ist. Und je bes­ser ich vor­an­kom­me und je mehr ich geschafft habe, des­to pin­ge­li­ger wer­de ich. Da stört mich plötz­lich jedes Staub­korn. Kennst Du das auch?

Wenn alles erle­digt ist, gehe ich durch jedes Zim­mer und betrach­te mein Werk. Danach mache ich mir einen Kaf­fee, set­ze ich mich auf’s Sofa und genie­ße die­ses sau­be­re, auf­ge­räum­te Gefühl, das ich jedes­mal nach einem solch gründ­li­chen Haus­putz habe. Jetzt fin­de ich mei­ne Woh­nung beson­ders schön und gemüt­lich. Ich selbst füh­le mich auch auf­ge­räumt. Natür­lich bin ich die­je­ni­ge, die die ers­te Kaf­fee­tas­se aus dem Schrank holt. Und natür­lich bin ich die ers­te, die auf das frisch geputz­te Klo geht und die blitz­blan­ke Dusche benutzt. Das habe ich mir schließ­lich verdient.

Mei­ne Woh­nung und ich erstrah­len nun wie­der in neu­em Glanz. Das fühlt sich rich­tig gut an. Doch etwas fehlt noch: Die ener­ge­ti­sche Reinigung.

Rei­ni­gungs­ri­tua­le: So rei­nigst Du Dich und Dein Heim von dunk­len Energien

Luft­rei­ni­gung mit Salz

Salz_zur_LuftreinigungEs gibt ver­schie­de­ne Arten, Dein Heim ener­ge­tisch zu rei­ni­gen. So kannst Du bei­spiels­wei­se eine Schüs­sel mit Hima­la­ya-Salz­bro­cken auf­stel­len und etwas Was­ser dar­über geben. Lass die Schüs­sel eini­ge Tage ste­hen. Wenn Du schwe­re Ener­gien in der Woh­nung hast, kann es sein, dass die Stei­ne einen gräu­li­chen Farb­ton bekom­men. Kipp das Was­ser dann weg und brau­se die inzwi­schen etwas klei­ner gewor­de­nen und kris­tal­lin aus­se­hen­den Salz­bro­cken ab und lass sie trock­nen. Sie las­sen sich so oft ver­wen­den, bis sie förm­lich ver­schwun­den sind.

Lich­ter­ket­ten und Wind­spie­le für Bal­kon und Garten

Nach­dem Gar­ten und Bal­kon win­ter­fest gemacht sind, bie­tet es sich an, Lich­ter­ket­ten anzu­brin­gen und Wind­spie­le auf­zu­hän­gen, sofern Du nicht schon wel­che hast. Licht erhellt das Gemüt, und Wind­spie­le ver­trei­ben durch ihren Klang nega­ti­ve Ener­gien. Ihre Schwin­gungs­fre­quen­zen wir­ken sich posi­tiv auf unser Wohl­be­fin­den aus, aller­dings nur, wenn uns die Klän­ge gefal­len und uns nicht ner­ven. Wel­che Klän­ge bevor­zugst Du? Eher hell-klir­ren­de oder lie­ber dumpf-höl­zer­ne? Es gibt auch Wind­spie­le, die nicht klin­gen und sich nur im Wind hin und her bzw. auf und ab drehen.

Räu­chern

smoking-437715_640Ich lie­be es zu räu­chern. Dazu neh­me ich zwi­schen­durch Räu­cher­stäb­chen oder Räuch­er­ke­gel. Beson­ders ger­ne räu­che­re ich mit Har­zen und Kräu­tern. Dazu neh­me ich eine feu­er­fes­te Räu­cher­scha­le, befül­le sie mit Feu­er­sand, lege ein Stück Räu­cher­koh­le dar­auf und ent­zün­de sie. Wenn sie gleich­mä­ßig glimmt, lege ich etwas Weih­rauch, Myr­rhe oder sons­ti­ges Räu­cher­werk auf die glim­men­de Koh­le. Ich gehe dann mit der Scha­le durch jeden Raum und wede­le den Rauch in jede Ecke mit der Absicht, sie von dunk­len fest­sit­zen­den Ener­gien zu rei­ni­gen. Danach lüf­te ich ordent­lich. Du fin­dest im Inter­net jede Men­ge Infos zum The­ma Räu­cher­ri­tua­le, Räu­cher­werk und auch ent­spre­chen­de Literatur.

Ker­zen­licht, Duft- und Aro­ma­öle sowie Far­ben die­nen eben­falls der Rei­ni­gung und Auf­la­dung mit neu­er Ener­gie. Spü­re ein­fach in Dich hin­ein und erfüh­le, was Du gera­de brauchst. Ach­te auf den ers­ten Impuls und ver­traue Dei­ner Intui­ti­on. Viel­leicht fal­len Dir noch wei­te­re Rei­ni­gungs­ri­tua­le ein.

Rei­ni­gung des Kör­pers (innen und außen)

Herbst­fas­ten oder Neu­jahrs­fas­ten ist wohl­tu­end, um über­flüs­si­ge Pfun­de los­zu­wer­den und uns von Gift­stof­fen zu rei­ni­gen. Wenn der Kör­per über­säu­ert ist, sei es durch Weih­nachts­plätz­chen, Alko­hol, Kof­fe­in, Medi­ka­men­te oder auch Stress, kann eine inne­re Rei­ni­gung wah­re Wun­der bewir­ken. Über­schüs­si­ge Säu­re wird aus­ge­schie­den, der Ver­dau­ungs­trakt rei­nigt sich, und der Stoff­wech­sel kommt wie­der in Schwung. Nach einer Fas­ten­kur sieht die Haut wie­der straf­fer und strah­len­der aus, und Du hast wie­der mehr Ener­gie. Wenn Du kei­ne Fas­ten­kur über meh­re­re Wochen machen möch­test, kannst Du auch zwi­schen­durch einen Fas­ten­tag ein­le­gen und nur Säf­te, Was­ser und Tee zu Dir neh­men. Schnell wirst Du mer­ken, wie gut das tut. Der Orga­nis­mus wird ent­las­tet, der Kopf wird klarer.

Salz­bad

SalzbadIch bade eher sel­ten, weil ich lie­ber dusche. Aber sich nach einem anstren­gen­den Tag in ein Salz­bad zu legen, hat etwas sehr ent­span­nen­des und rei­ni­gen­des. Gib ein hal­bes Kilo Stein­salz oder Hima­la­ya­salz ins Bade­was­ser und lege Dich ca. 20 min. hin­ein. Bit­te kein han­dels­üb­li­ches Koch­salz (womög­lich auch noch jodiert oder flu­ori­siert) ver­wen­den. Da sind Gift­stof­fe drin, die kein Mensch braucht. Du wirst Dich danach herr­lich ent­spannt füh­len. Das Salz bin­det alle nega­ti­ven Ener­gien, die Du im Lau­fe des Tages auf­ge­nom­men hast. Mit dem Ablas­sen des Bade­was­sers flie­ßen auch sie ab.

Wenn Du Voll­bä­der nicht magst, kannst Du auch ein Fuß­bad neh­men. Über die Füße schei­den wir vie­le Gift­stof­fe und nega­ti­ve Ener­gien aus. Am bes­ten ein Gefäß ver­wen­den, in dem die Füße bis über die Knö­chel im Was­ser sind. Du kannst eine Hand­voll getrom­mel­te Berg­kris­tall­stü­cke hin­zu­ge­ben, wenn Du unter kal­ten Füßen lei­dest. Sie zie­hen die Käl­te aud dem Körper.

Ich wün­sche Dir viel Ver­gnü­gen beim Weih­nachts­putz und einen sau­be­ren 3. Advent.


Bei­trags­bil­der oben und zum Text “Räu­chern”: www.pixabay.de

Bild­quel­le zum Text “Luft­rei­ni­gung mit Salz”: Salz zur Luft­rei­ni­gung © Syl­via Geiss

Bild­quel­le zum Text “Weih­nachts­putz…”: http://hausservice-kontor.businesscard.at

Bild­quel­le zum Text “Salz­bad”: bath access­ories © Olga Lyub­ki­na — www.fotolia.de

 

Ritua­le zum Jah­res­en­de: So setzt Du Dir Zie­le zum Anfassen

Tust Du Dich schwer damit, Dir Zie­le zu set­zen? Ich schon. Für mich ist das jedes­mal eine rie­sen Her­aus­for­de­rung. Was will ich haben oder errei­chen? Was muss ich dafür tun? Was ist sonst noch not­wen­dig? Kann ich das über­haupt schaf­fen… usw. Dabei ist es eigent­lich ganz ein­fach, wenn man weiß, wie es geht. Wir haben vie­le Wün­sche und Träu­me, und wenn wir dar­aus kei­ne kon­kre­ten Zie­le machen, wer­den sie immer nur Wunsch­träu­me blei­ben. Heu­te zei­ge ich Dir, wie Du aus einem Wunsch ein Ziel machst, damit der Wunsch auch in Erfül­lung geht.

Ritua­le zum Jah­res­en­de Teil II — Wie aus einem Wunsch ein Ziel wird

Ist Ziel­set­zung denn über­haupt not­wen­dig? Immer die­ser Stress mit der Pla­nung. Muss ich denn wirk­lich alles pla­nen und mein Leben von Kopf bis Fuß durch­sty­len? Die­se Fra­gen tau­chen immer wie­der auf. Und ehr­lich gesagt, fra­ge ich mich das manch­mal auch. 

Nein, natür­lich müs­sen wir unser Leben nicht kom­plett durch­pla­nen. Und über­haupt: wir müs­sen gar nichts! Es ist sogar not­wen­dig, das wir uns zwi­schen­durch ein­fach mal trei­ben las­sen, die See­le bau­meln las­sen und nichts tun. Kör­per und Geist brau­chen das zur Erho­lung und Rege­ne­ra­ti­on. Sonst ist ein Bur­nout schnell vorprogrammiert.

Aber, wenn wir im Leben etwas errei­chen wol­len, bestimm­te Din­ge haben wol­len, beruf­lich erfolg­reich sein wol­len etc., ist eine Pla­nung hilf­reich, um uns unse­rem Ziel näher­zu­brin­gen. Wenn Du nicht willst, dass Dein Traum ein Traum bleibt, kommst Du nicht umhin, aktiv zu wer­den und selbst dafür zu sor­gen, dass Dein Traum in Erfül­lung geht. Es wird sonst näm­lich nie­mand für Dich tun!

Ja, ich träu­me auch manch­mal davon, dass sich die Din­ge wie von selbst erle­di­gen. Dass ich abends ein­schla­fe und am nächs­ten Tag ist mein Pro­blem gelöst oder mein Wunsch erfüllt. Aber ganz so ein­fach ist es nicht. Wir müs­sen etwas dafür tun und unse­ren Teil dazu bei­tra­gen, dass unser Traum auch wahr wer­den kann. Und wenn unser Wunsch aus dem Her­zen kommt und mit den Geset­zen des Lebens schwingt, wird uns vom Uni­ver­sum alles dazu­ge­ge­ben, was wir zur Ver­wirk­li­chung brau­chen. Doch ganz ohne unse­re Mit­hil­fe geht es nicht.

Schließ­lich muss der kos­mi­sche Wunsch­er­fül­lungs-Ser­vice schon genau wis­sen, was wir wol­len, um uns hilf­reich zur Sei­te zu ste­hen. Je kon­kre­ter wir unse­ren Wunsch for­mu­lie­ren, je bun­ter wir ihn aus­ma­len und je exak­ter wir ihn beschrei­ben, des­to schnel­ler wird er sich ver­wirk­li­chen. Dabei gibt es nur ein paar Klei­nig­kei­ten zu beach­ten, die aber sehr hilf­reich sind.

So setzt Du Dir SMAR­Te Zie­le zum Anfassen

Viel­leicht hast Du schon ein­mal etwas von SMAR­Ten Zie­len gehört? Wenn ja, weißt Du, was Du tun musst und brauchst hier nicht wei­ter­zu­le­sen. Wenn nicht, könn­te Dir die fol­gen­de Emp­feh­lung hel­fen, Dei­nem Traum zumin­dest ein Stück näher zu kommen.

Zie­le müs­sen SMART for­mu­liert sein, sonst sind es kei­ne Zie­le, son­dern blei­ben immer nur Wunschträume. 

SMARTSMARTE-ZieleSpezi­fisch
For­mu­lie­re Dein Ziel spe­zi­fisch, also kon­kret, ein­deu­tig und prä­zi­se. So wird aus einem vagen Wunsch ein ech­tes Ziel.

Mess­bar
Um zu sehen, ob Du Dein Ziel erreicht hast, muss es mess­bar bzw. über­prüf­bar sein. Fra­ge Dich also: Wor­an mer­ke ich, dass ich mein Ziel erreicht habe? Das kann z. B. ein Kon­to­aus­zug sein mit einer bestimm­ten Sum­me dar­auf. Das kann ein Arbeits­ver­trag sein oder die Flug­ti­ckets für den lang ersehn­ten Urlaub.

Attrak­tiv
Dein Ziel soll attrak­tiv sein. For­mu­lie­re Dein Ziel posi­tiv. Es soll­te in Dir ein Schmun­zeln oder eine gewis­se Vor­freu­de aus­lö­sen, wenn Du dar­an denkst. Ein Ziel, dass Dich nicht mit Freu­de erfüllt und Wider­stän­de in Dir aus­löst, wirst Du wohl nur mit gro­ßem Ener­gie­auf­wand erreichen.
Tipp: For­mu­lie­re posi­tiv und in der Gegen­wart, z. B. “Ich wie­ge …… kg (kon­kre­tes Gewicht einsetzen).”

Realis­tisch
Du kannst Dir Dei­ne Zie­le ruhig hoch ste­cken. Das for­dert Dich und för­dert zugleich Dein Wachs­tums­po­ten­ti­al. Es darf Dich jedoch nicht über­for­dern, sonst ist der Frust vor­pro­gram­miert, und Du wirst schnell wie­der auf­ge­ben. Dein Ziel muss für Dich erreich­bar sein. So bleibst Du motiviert.

Termi­niert
Das ent­schei­den­de Merk­mal eines ech­ten Zie­les ist der Ter­min. Bis wann willst Du Dein Ziel erreicht haben? Set­ze Dir einen kla­ren End­ter­min, eine Dead­line. Wenn Du Dir kei­nen Ter­min setzt, schiebst Du dein Ziel immer vor Dir her und ver­lierst es irgend­wann aus den Augen.

Und so machst Du Dei­ne Zie­le anfassbar

Ich mache mei­ne Ziel­set­zung für das kom­men­de Jahr immer zwi­schen den Jah­ren, also in den so genann­ten Rau­näch­ten. Ich über­le­ge mir, was ich mir wün­sche, was ich haben will oder was ich errei­chen will. Dann for­mu­lie­re ich dar­aus Zie­le nach den oben genann­ten SMART-Kri­te­ri­en. So geht’s:

1. Die Zutaten

  • 1 Lein­wand (40 x 40 oder größer)
  • Zei­tungs­saus­schnit­te (aus Maga­zi­nen), die Du mit Dei­nem jewei­li­gen Ziel ver­bin­dest. Sie sor­gen dafür, dass die Vor­stel­lung von Dei­nem Ziel leben­dig bleibt. 
  • Kle­ber
  • Far­ben (Acryl­far­ben oder Wasserfarben)
  • Pin­sel, Schwäm­m­chen oder was Du sonst zum Auf­tra­gen der Far­ben brauchst
  • Dei­ne notier­ten Ziele
  • 1 Brief­um­schlag

2. Das Bild

Wenn ich mei­ne Zie­le for­mu­liert habe (das kann manch­mal eini­ge Tage dau­ern), neh­me ich mir mei­ne Lein­wand und blät­te­re die Maga­zi­ne und Zeit­schrif­ten durch. Ich samm­le auch oft Zei­tungs­saus­schnit­te und Fotos, die mir gut gefal­len. So habe ich am Jah­res­en­de ein beacht­li­ches Reper­toire an Bild­ma­te­ri­al. Aber auch Schlag­zei­len und Über­schrif­ten bzw. Tei­le davon schnei­de ich aus.

Dann kle­be ich die Zei­tungs­saus­schnit­te oder Fotos auf, die zu mei­nen Zie­len pas­sen. Die frei­ge­blie­be­nen Flä­chen male ich mit Far­be aus, ver­zie­re hier und da, und fer­tig ist mei­ne Ziel-Collage. 

20151205_143447Dann neh­me ich mei­ne zuvor notier­ten Zie­le, ste­cke sie in den Brief­um­schlag und befes­ti­ge ihn an der Rück­sei­te mei­ner Lein­wand. Mei­ne Ziel­col­la­ge hän­ge ich in irgend­wo hin, wo ich sie stän­dig sehen kann. Die Bil­der prä­gen sich ins Unter­be­wusst­sein ein und wir­ken dort.

Im fol­gen­den Jahr neh­me ich den Umschlag her­vor und schaue nach, wel­che Zie­le ich erreicht habe. Ich bin in der Tat jedes­mal erstaunt, wie viel von dem, was ich mir da vor­ge­nom­men hat­te, tat­säch­lich wahr gewor­den ist. Ich lie­be die­ses Ritu­al, es hat für mich eine gro­ße Kraft.

20151205_143433Noch mehr Spaß macht es, wenn Du die­se schö­ne “Arbeit” in einer Grup­pe, z. B. mit der Fami­lie oder mit Freun­den machst. Dann könnt Ihr Euch im fol­gen­den Jahr gegen­sei­tig von Euren Errun­gen­schaf­ten berich­ten. Wenn ein Ziel nicht geklappt hat, dann nimm es mit ins nächs­te Jahr. Viel­leicht musst Du es noch ein­mal modif­zie­ren oder es hat sich im Lau­fe des Jah­res von selbst erle­digt, weil es nicht mehr wich­tig ist. Du wirst es wissen.

Viel Ver­gnü­gen und einen licht­vol­len 2. Advent wün­sche ich Dir.


Copy­right: Syl­via Geiss

Bei­trags­bild: pixabay

Ritua­le zum Jah­res­en­de: So ver­ab­schie­dest Du Dich von hin­der­li­chen Glaubenssätzen

Heu­te möch­te ich Dir ein schö­nes Ritu­al zum Jah­res­en­de zei­gen: Wie Du Dein Jahr Revue pas­sie­ren lässt und Dich von hin­der­li­chen Glau­bens­sät­zen befreist.

Ritua­le zum Jah­res­en­de — Teil I

Das Jahr Revue pas­sie­ren lassen

Nimm Dir ein Blatt Papier zur Hand und schrei­be ein­mal auf, was Dir an per­sön­li­chen Erleb­nis­sen in die­sem Jahr einfällt.

Begin­ne mit Janu­ar 2015 und schrei­be so für jeden Monat des Jah­res die Din­ge auf, an die Du Dich gut erin­nern kannst, posi­tiv wie negativ.

Wenn Du bei allen Mona­ten etwas auf­ge­schrie­ben hast, mache hin­ter jede Notiz ein Smi­ley (ein lachen­des = posi­ti­ves Erleb­nis; ein trau­ri­ges = uner­freu­li­ches Erleb­nis; ggf. noch ein neu­tra­les Smi­ley für die Erleb­nis­se, die Du weder als posi­tiv noch nega­tiv empfandest).

  1. Über­wie­gen die lachen­den oder die wei­nen­den Smileys?
  2. Kannst Du einen “roten Faden” erkennen?
  3. Wel­ches Thema/welche The­men tauch­ten immer wie­der auf? 

Am bes­ten macht sich die Übung zu zweit bzw. zu meh­re­ren. Dann könnt ihr anschlie­ßend 2er-Grup­pen bil­den und Euch gegen­sei­tig erzäh­len, wie Euer Jahr gewe­sen ist, was ihr erlebt habt, wie ihr damit umge­gan­gen seid und Euren roten Faden iden­ti­fi­zie­ren.  Nehmt Euch dafür pro Per­son ca. 20 Minu­ten Zeit, ger­ne auch mehr. 

Euer Gesprächs­part­ner darf auch Fra­gen stel­len. War­um-Fra­gen soll­ten aller­dings ver­mie­den wer­den, da das Gegen­über sonst in die Ver­le­gen­heit gerät, sich recht­fer­ti­gen zu müs­sen. Das führt zu nichts außer Frust. Aber er könn­te zum Bei­spiel fra­gen, wie Du mit einer bestimm­ten Situa­ti­on umge­gan­gen bist, wie Du sie gemeis­tert hast, woher Du die Kraft gehabt hast usw. Also wohl­wol­len­de, för­der­li­che Fragen.

Hin­der­li­che Glau­bens­sät­ze notieren

Wenn ihr Euch gegen­sei­tig Eure Geschich­te erzählt habt, notiert Euch bit­te, wel­che Glau­bens­sät­ze mit Euren jewei­li­gen The­men ver­bun­den sind.  Die kön­nen oft sehr hin­der­lich sein.

Wenn Ihr zum Bei­spiel Geld­sor­gen hat­tet, fragt Euch, wie Ihr wirk­lich über Geld denkt:

  • Geld ver­dirbt den Charakter
  • Geld ist ein not­wen­di­ges Übel
  • Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts
  • Geld allein macht auch nicht glücklich
  • Geld regiert die Welt
  • Ohne Moos nix los…

Wenn Ihr Pro­ble­me hat­tet, Hil­fe von ande­ren anzunehmen:

  • Wenn man nicht alles sel­ber macht, wird es auch nichts
  • Ich muss es allei­ne schaffen
  • Ich brau­che kei­ne Beleh­run­gen von außen, ich kann das selbst
  • Wenn man sich auf ande­re ver­lässt, ist man verlassen
  • Das mache ich lie­ber sel­ber, dann weiß ich, dass es gut wird
  • Ich hab das immer sel­ber gemacht, war­um soll­te ich das jetzt ändern
  • Ich muss­te immer alles selbst machen, es war ja nie­mand da, der mir das hät­te abneh­men können…

Und so könnt Ihr es mit jedem The­ma, das auf Eurem Jah­res­rück­blick auf­taucht, machen. 

Nehmt dazu ein wei­te­res Blatt Papier und notiert Eure Glau­bens­sät­ze dar­auf. Ihr könnt dazu ver­schie­de­ne Far­ben ver­wen­den, lasst Eurer Phan­ta­sie frei­en Lauf.

Sich von alten Glau­bens­sät­zen verabschieden

20151128_204623Anschlie­ßend rollt Ihr das Blatt mit Euren Glau­bens­sät­zen zusam­men und bin­det ein schö­nes Bänd­chen drum­her­um. Oder Ihr bas­telt ein Schiff­chen dar­aus. Ihr könnt auch Eure Erleb­nis­se des Jah­res, die Ihr zuvor notiert habt, mit ein­rol­len bzw. als Schiff­chen fal­ten. Dann könnt Ihr ent­we­der für Euch allei­ne oder gemein­sam ein Abschieds­ri­tu­al dar­aus machen. paperboat-1014962_640

Ver­ab­schie­det Euch von Euren hin­der­li­chen Glau­bens­sät­zen. Bedankt Euch bei ihnen und geht davon aus, dass sie für irgend­et­was gut waren. Viel­leicht wisst Ihr auch schon wofür. Im Kos­mos geschieht nichts ohne Grund. 

Bedankt und ver­ab­schie­det Euch auch von Euren Erleb­nis­sen des Jah­res (auch von den posi­ti­ven). Damit schafft Ihr Platz für Neues.

Setzt das Schiff­chen auf ein flie­ßen­des Gewäs­ser und lasst es ziehen. 

fire-842312_640Wer Feu­erri­tua­le mag, kann sein zusam­men­ge­roll­tes Blatt fei­er­lich dem Feu­er über­ge­ben. Feu­er trans­for­miert. Viel­leicht macht Ihr ein gemüt­li­ches Ritu­al im Kreis der Fami­lie am Kamin dar­aus… oder mit Freun­den am Lagerfeuer.

Kei­ne Sor­ge — wenn Ihr den einen oder ande­ren Glau­bens­satz wider Erwar­ten doch noch brau­chen soll­tet, kommt er ganz auto­ma­tisch zu Euch zurück. Im Kos­mos geht auch nichts verloren.

Ich mache die­se Übung  immer in der Zeit zwi­schen den Jah­ren, wäh­rend der so genann­ten Rau­näch­te. In die­ser Zeit gelingt es mir am bes­ten, das Jahr Revue pas­sie­ren zu las­sen, mich zu bedan­ken und Plä­ne fürs kom­men­de Jahr zu schmieden.

candle-581141_1920In der nächs­ten Woche ver­ra­te ich Dir, wie Du Dir Zie­le setzt, die Du anfas­sen kannst.

Bis dahin wün­sche ich DIr einen fried­vol­len 1. Advent.

12 Din­ge, die Dein Herz und Dei­ne See­le erwärmen

Mach’s Dir gemütlich

Der Herbst ist da. Son­nig zwar und noch warm am Nach­mit­tag, aber mor­gens und abends ist es doch schon recht kühl. Da tut eine war­me Jacke, ein Schal oder Pull­over sehr wohl. Eini­ge Zeit kön­nen wir es sicher noch ohne Hei­zung aus­hal­ten, aber dann müs­sen wir für etwas mehr Wär­me in unse­rer Woh­nung sor­gen, um uns wohlzufühlen.

Ich habe einen Kamin­ofen, der eine herr­lich behag­li­che Wär­me abgibt. Das Knis­tern der Holz­schei­te, der hel­le Schein des Feu­ers hin­ter der Glas­schei­be und der leich­te Rauch­ge­ruch erwär­men nicht nur mei­ne Wohn­stu­be, son­dern auch mei­ne Seele.

Und genau dar­um geht es im heu­ti­gen Beitrag.

12 Din­ge, die Dein Herz und Dei­ne See­le erwärmen

1. Eine war­me Sup­pe wirkt wah­re Wun­der, nicht wahr? Es reg­net und stürmt. Du kommst von drau­ßen in die war­me Stu­be und freust Dich über eine schö­ne hei­ße Sup­pe. Wenn Du dann auch noch Dei­ne Lieb­lings­sup­pe ser­viert bekommst, genießt Du sie noch­mal so gern.

spice-370114_6402. Schar­fe Gewür­ze haben eine ther­mi­sche Wir­kung auf den Kör­per. Dir wird warm, und Du kommst sogar ins Schwit­zen. Beson­ders, wenn es drau­ßen kalt ist, ist ein schar­fes Essen (sofern Du es ver­trägst) nicht zu ver­ach­ten. Abge­se­hen davon hält Essen Leib und See­le zusam­men, nicht wahr?

3. Eine Tas­se hei­ßen Tee, Kaf­fee oder Kakao. Oder das berühm­te Glas Milch mit Honig, wenn es kalt ist und Du nicht ein­schla­fen kannst. Für vie­le ist dies ein all­abend­li­ches Ritu­al.

4. Gemüt­lich auf dem Sofa in die Decke kuscheln, lesen, Radio hören oder fern­se­hen. Dabei die Ruhe genie­ßen, allein oder zu zweit. Eine Decke um die Schul­tern gelegt ver­mit­telt mir immer ein Gefühl von Schutz, Wär­me und Geborgenheit.

5. Ein war­mes Bad mit Ker­zen­schein und Dei­nem Lieb­lings­schaum­bad. In der Bade­wan­ne kannst Du Dich zurück­leh­nen, das war­me Was­ser genie­ßen und ent­span­nen. Viel­leicht hörst Du dazu lei­se Musik, liest ein Buch oder meditierst.

6. Mit Freun­den zusam­men­sein. In gemüt­li­cher Run­de was trin­ken oder gemein­sam essen. Am Lager­feu­er sit­zen, die Klamp­fe raus­ho­len, singen.

7. Kin­der­la­chen ist für mich mit das Schöns­te, was es gibt. Beson­ders von ganz klei­nen Kin­dern. Sie lachen aus tiefs­tem Her­zen und gluck­sen dabei so süß. Wenn ich das höre, hal­te ich eine Wei­le inne und labe mich an die­sen schö­nen Tönen.

8. Natür­li­ches Licht: Son­nen­licht erwärmt unse­ren Kör­per und unser Gemüt. Ker­zen­licht ver­mit­telt Gemüt­lich­keit und Besinn­lich­keit. Ich habe eini­ge Salz­kris­tall-Lam­pen, in die ich Tee­lich­ter stel­le. Sie haben eine war­me Far­be und machen den Raum behag­lich. Beson­ders in der dunk­len Jah­res­zeit genie­ße ich jeden Son­nen­strahl und mache es mir so oft es geht mit Ker­zen gemütlich.

smoking-437715_6409. Räu­cher­wa­re ver­strömt nicht nur einen ange­neh­men Duft, son­dern hat auch eine rei­ni­gen­de Wir­kung auf unse­re Räu­me und natür­lich auch auf unse­re eige­nen Ener­gie­fel­der. Räu­cher­ri­tua­le, in denen Kräu­ter, Har­ze oder Ghee-But­ter ver­brannt wer­den, erfreu­en sich zuneh­men­der Beliebtheit.

10. Äthe­ri­sche Öle regen die Sin­ne an. Du gibst ein­fach ein paar Trop­fen Dei­nes Lieb­lings-Duf­töls in ein klei­nes Gefäß mit Was­ser und stellst ein Tee­licht dar­un­ter. Es gibt ja auch sehr hüb­sche und deko­ra­ti­ve Duft­lam­pen zu kau­fen. Du kannst auch die Scha­len von Zitrus­früch­ten auf die Hei­zung legen. Und wenn Du einen Kamin­ofen hast, kannst Du im Win­ter Brat­äp­fel dar­auf zube­rei­ten. So hast Du für vie­le Stun­den den herr­li­chen Apfel-Zimt Duft im gan­zen Haus.

11. Far­ben haben einen gro­ßen Ein­fluß auf unser Wohl­be­fin­den. So ist auch jedem unse­rer 7 Haupt-Ener­gie­zen­tren (Cha­k­ren) eine bestimm­te Far­be zuge­ord­net (von rot bis vio­lett). Dazwi­schen gibt es natür­lich noch vie­le Abstu­fun­gen. Jeder von uns hat bestimm­te Lieb­lings­far­ben. Und wenn Du Dich von einer Far­be ganz beson­ders ange­zo­gen fühlst, dann brauchst Du sie viel­leicht gera­de, um ein bestimm­tes Cha­kra zu stär­ken. Rot hat zum Bei­spiel eine wär­men­de Wir­kung, blau wirkt küh­lend. Wenn Du also frierst, kann es hel­fen, einen roten Pul­lu­ver oder rote Socken zu tragen.

clef-593912_64012. Musik und Klän­ge kön­nen uns total abtör­nen, wenn die Fre­quenz nicht mit unse­rer über­ein­stimmt. Dann emp­fin­den wir Töne oft als “schräg”. Aber natür­lich hat Musik auch eine posi­ti­ve Wir­kung auf unser Wohl­be­fin­den. Wenn wir unse­re Lieb­lings­mu­sik hören, geht uns im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes das Herz auf. Wir swin­gen und sin­gen mit und las­sen uns vom Rhyth­mus mit­rei­ßen. Beson­ders die Musik aus unse­rer Jugend­zeit hat uns sehr geprägt. Wenn wir einen Song hören, der uns damals gut gefiel und den wir viel­leicht lan­ge nicht gehört haben, erin­nern wir uns schlag­ar­tig an die gute alte Zeit und posi­ti­ve Din­ge, die wir mit die­sem Lied ver­bun­den haben.
Aber auch ange­neh­me Klän­ge, wie Medi­ta­ti­ons­mu­sik, 432 Hertz-Musik oder 60 bpm-Musik, die in der Fre­quenz unse­res Herz­schla­ges spielt, haben eine posi­ti­ve Wir­kung auf unse­re Stim­mung und sogar unse­re Gesund­heit. Nicht umsonst gibt es The­ra­pien mit Klang­scha­len oder Trommeln.

Es gibt noch so viel mehr, was das Herz erwärmt und die See­le strei­chelt. Aber ich will Dir ja nicht alles vor­kau­en 😉 Ein biss­chen was darfst Du Dir auch selbst erdenken. Ja, ich wür­de mich sogar dar­über freu­en zu erfah­ren, wel­che Din­ge, Men­schen oder Situa­tio­nen Dein Herz und Dei­ne See­le erwär­men. Schrei­be mir eine E‑Mail oder hin­ter­las­se einen Kommentar.

Hier ein paar Rezep­te für die kal­ten Tage, viel Vergnügen.

apfel-ingwer-teeApfel-Ing­wer-Tee

Man neh­me:
1 Stück fri­schen Ing­wer, ca. 3 bis 4 cm
3 Äpfel (Bio­qua­li­tät)
5 ‑10 Pfefferkörner
Süßen nach Belieben

So geht’s:
1 Liter  Was­ser zum Kochen brin­gen. Die Äpfel mit Scha­le rei­ben. Wenn Du kei­ne Bio-Äpfel bekommst, dann lie­ber die Scha­le ent­fer­nen. Den Ing­wer in Schei­ben schnei­den oder eben­falls rei­ben und in eine Glas­kan­ne geben.
Mit hei­ßem Was­ser über­brü­hen, die Pfef­fer­kör­ner dazu­ge­ben und etwa 15 Minu­ten zie­hen lassen.
Den Tee absei­hen, nach Belie­ben süßen und gut warm trin­ken. Du kannst das Apfel-Ing­wer-Pfef­fer-Gemisch auch ein zwei­tes Mal aufgießen.

Das Ori­gi­nal-Rezept stammt aus “Das Magi­sche Koch­buch” von Lui­sa Francia.

soup-606907_640Kür­bis­sup­pe

Man neh­me (für 4 Personen):
1 Hok­kai­do-Kür­bis (ca. 1,5 kg)
2 Rote Zwiebeln
1 Stück Ing­wer (ca. 4 bis 5 cm)
1 Knoblauchzehe
2 mil­de Chi­li­scho­ten (je nach Geschmack mit oder ohne Kerne)
1–2 TL Kurkuma
Kokosfett
ca. 1,2 Liter Gemüsebrühe
1–2 TL Papri­ka edelsüß
1/2 TL gerie­be­ne Muskatnuß
Pfef­fer und Salz nach Belieben

So geht’s:
Den Kür­bis hal­bie­ren, das Kern­ge­häu­se ent­fer­nen und den Kür­bis in ca. 3 cm gro­ße Wür­fel schnei­den. Zwie­beln schä­len und in klei­ne Wür­fel schnei­den.  Knob­lauch abzie­hen und fein hacken. Ing­wer schä­len und fein hacken. Chi­li-Scho­ten (mit oder ohne Ker­ne) fein hacken.

Einen gro­ßen Topf auf­stel­len, 1 bis 2 TL Kokos­fett dar­in erhit­zen. Zwie­beln dar­in kurz andüns­ten, Kür­bis hin­zu­ge­ben, mit Kur­ku­ma wür­zen und andüns­ten. Ing­wer, Knob­lauch und Chi­li dazu­ge­ben, kurz mit­düns­ten. Alles mit Gemü­se­brü­he auf­gie­ßen und ca. 20 Minu­ten köcheln, bis der Kür­bis weich ist.

Zum Schluss mit Papri­ka, Mus­kat, Pfef­fer und Salz abschme­cken und alles mit einem Pürier­stab pürie­ren. Wenn die Kon­sis­tenz zu brei­ig ist, noch etwas Brü­he dazugeben.

Mit Cia­bat­ta oder Baguette-Brot servieren.

Tip:
Ein paar Trop­fen Kür­bis­kern­öl und/oder gerös­te­te Kür­bis­ker­ne geben der Sup­pe den letz­ten Pfiff.

avocado-74260_640Gua­ca­mo­le (Avo­ca­do­creme)

Man neh­me:
1 rei­fe Avocado
1 EL Zitronensaft
1 Tomate
1 Chili-Schote
Pfeffer
Salz

So geht’s:
Avo­ca­do hal­bie­ren, Stein her­aus­neh­men und mit einem Löf­fel das Frucht­fleisch aus der Scha­le lösen. Frucht­fleisch mit einer Gabel zer­drü­cken. Zitro­nen­saft hin­zu­ge­ben, um die Braun­fär­bung zu ver­hin­dern. Chi­li­scho­te fein hacken, Toma­te fein wür­feln, zum Frucht­fleisch hin­zu­ge­ben und ver­men­gen. Mit Pfef­fer und Salz abschme­cken — fertig.

Gua­ca­mo­le eig­net sich als Dip oder als Brotaufstrich.

Tip:
Du kannst etwas Kala Namak (Schwe­fel­salz) hin­zu­ge­ben, dann erhält die Avo­ca­do­creme einen leich­ten Eier­ge­schmack. Schmeckt beson­ders gut als Brotaufstrich.
Wenn Du es ger­ne herz­haft magst, dann gib noch etwas fein gehack­te Zwie­bel dazu.

So hel­fen dir Ritua­le, Stress abzubauen

So hel­fen dir Ritua­le, Stress abzubauen

Frü­her gehör­ten Ritua­le zum All­tag, wie das Ei zum Spi­nat. Der beruf­li­che sowie der pri­va­te All­tag wur­de zu fes­ten Zei­ten und in fest­ge­leg­ten Abläu­fen gestal­tet. Vor dem Essen wur­de gebe­tet, sams­tags war Bade­tag und — nicht zu ver­ges­sen — sonn­tags ging man zum Got­tes­dienst (sofern man reli­gi­ös war).

Heut­zu­ta­ge wer­den lieb­ge­won­ne­ne Gewohn­hei­ten eher belä­chelt, vie­len sind sie sogar pein­lich. Star­re Tra­di­tio­nen sind out und müs­sen auf­ge­bro­chen wer­den. Nur wer fle­xi­bel ist, bringt es auf der Erfolgs­lei­ter nach oben. Aben­teu­er und Adre­na­lin­kicks lie­gen heu­te voll im Trend und tref­fen den Nerv der Zeit.

Dabei ist den meis­ten von uns gar nicht bewusst, dass unser All­tag trotz­dem jede Men­ge Ritua­le ent­hält, die wir aber gar nicht als sol­che betrach­ten. Und manch­mal han­delt es sich um Ritua­le, die uns gar nicht guttun.

Was mei­ne ich damit?

toothbrush-313768_640Ein Ritu­al ist, wie wir wis­sen, eine Hand­lung nach einem fest­ge­leg­ten und immer wie­der­keh­ren­den Ablauf. Die Hand­lung wie­der­holt sich immer auf die glei­che oder annä­hernd ähn­li­che Wei­se. Dabei kön­nen Ritua­le sich im Lau­fe der Zeit durch­aus ver­än­dern. Zeit, Ort oder Dau­er der Hand­lung sind varia­bel und erge­ben sich aus der Situa­ti­on her­aus. Das heißt, dass sich ein Ritu­al nicht zwangs­läu­fig in bestimm­ten Zeit­ab­stän­den wie­der­ho­len muss, son­dern dann aus­ge­führt wird, wenn die Situa­ti­on es erfordert.

Der Gang ins Fit­ness-Stu­dio zwei­mal pro Woche oder der Spa­zier­gang am Sonn­tag­nach­mit­tag sind eben­so Ritua­le wie das Zäh­ne­put­zen am Mor­gen oder die hei­ße Milch mit Honig vor dem Schla­fen­ge­hen. Zei­tung­le­sen beim Früh­stück oder der Genuss des Fei­er­abend­bier­chens nach geta­ner Arbeit gehö­ren eben­falls dazu.

Wel­che Ritua­le führst du täg­lich aus, ohne dass du dir des­sen bewusst bist?

Mache dir ein­mal bewusst, wel­che regel­mä­ßig wie­der­keh­ren­den Hand­lun­gen oder Gewohn­hei­ten du jeden Tag, jede Woche, jeden Monat aus­führst. Schrei­be sie ruhig ein­mal auf. Du wirst erstaunt sein, was da alles zu Tage kommt. Und du wirst mer­ken, dass ein Leben ohne Ritua­le so gut wie unmög­lich ist.

Bei Stress und beson­ders nach trau­ma­ti­schen Erleb­nis­sen kön­nen Ritua­le eine gro­ße Kraft­quel­le sein. Rituale

  • schaf­fen Struktur
  • geben Halt und Sicherheit
  • geben Ori­en­tie­rung
  • wir­ken beru­hi­gend auf das Nervensystem
  • bau­en Stress ab
  • machen Spaß

Ich habe eini­ge Men­schen gefragt, wel­che Ritua­le sie aus­füh­ren, wenn sie Stress abbau­en wol­len. Es kamen die unter­schied­lichs­ten Ant­wor­ten dabei heraus:

  • Eine Kol­le­gin erzähl­te mir, dass sie eine zeit­lang jeden Mor­gen, bevor sie zur Arbeit ging, erst ein­mal eine Vier­tel­stun­de bade­te. So mach­te sie sich fit für den anstren­gen­den Tag.
  • Eine ande­re bade­te jeden Tag nach der Arbeit bzw. vor dem Schla­fen­ge­hen, um zu ent­span­nen und die Anstren­gun­gen des Tages hin­ter sich zu lassen.
  • Ich ken­ne jeman­den, der setzt sich nach der Arbeit an sei­nen Com­pu­ter zuhau­se und spielt Auto­rennen, Soli­taire oder Bal­ler­spie­le. Er sagt, so kön­ne er am bes­ten ent­span­nen und abschal­ten. Dazu kom­me ich spä­ter nochmal.
  • yoga-241609_640Eine Bekann­te geht ein­mal in der Woche zum Tai Chi.
  • Ein Freund macht mit sei­ner Frau zwei­mal pro Woche Aqua-Gymnastik.
  • Eine Frau malt, wenn sie Stress hat. Wenn sie so rich­tig genervt ist und die Din­ge nicht mehr flie­ßen wol­len, schnappt sie sich eine Lein­wand und tobt sich mit ver­schie­de­nen Far­ben nach Her­zens­lust aus.
  • Mei­ne ehe­ma­li­ge Leh­re­rin trinkt jeden Mor­gen vor dem Auf­ste­hen eine Tas­se Tee im Bett. Ihr Part­ner berei­tet ihn für sie zu und ser­viert ihn ihr ans Bett.
  • BauchtanzEine Freun­din besucht zwei­mal wöchent­lich einen Zum­ba-Kurs und geht zusätz­lich ein­mal pro Woche noch zum Tan­zen, um ihren All­tags­stress abzubauen.
  • Eine ande­re macht lan­ge Spa­zier­gän­ge, um ihren Kopf frei zu bekommen.

Ich selbst habe auch ver­schie­de­ne Ritua­le zum Stressabbau:

TeezeremonieSo mache ich klei­ne Acht­sam­keits­übun­gen, wie z. B. einen Moment inne­hal­ten und eine Minu­te lang mei­nen Atem beob­ach­ten. Ich mag auch Kurz­me­di­ta­tio­nen. Dazu set­ze ich mich in den Schnei­der­sitz, schlie­ße die Augen und gehe in mich, ohne eine Absicht zu ver­fol­gen oder etwas zu wol­len. So kom­me ich in einen ange­nehm ent­spann­ten Zustand.

Wenn ich unru­hig, unkon­zen­triert oder genervt bin, ste­he ich auf und gehe auf mei­nen Bal­kon. Dort schaue ich ins Grü­ne, neh­me eini­ge Atem­zü­ge oder set­ze mich hin und trin­ke einen Kaf­fee oder Tee. Manch­mal gehe ich auch in den Wald und umar­me einen Baum. Die­se Mini-Ritua­le hel­fen mir, mich zwi­schen­durch ein wenig zu ent­span­nen, Druck und Stress loszulassen.

Ritua­le, die nicht guttun

ComputerspielSo, nun kom­me ich noch ein­mal auf den Freund zurück, der behaup­tet, mit Com­pu­ter­spie­len kön­ne er sich am bes­ten entspannen.

Fakt ist: Das kann er nicht! Erwie­se­ner­ma­ßen kön­nen wir nicht ent­span­nen, wenn wir am Com­pu­ter arbei­ten, auch wenn es sich dabei nur um ein Spiel han­delt. Wir sind dabei in stän­di­ger Anspan­nung. Wir fie­bern mit und rut­schen unru­hig auf unse­rem Stuhl hin und her oder wech­seln stän­dig unse­re Sitz­hal­tung. Die Mus­ku­la­tur ist ange­spannt, der Blut­druck erhöht, der Puls geht schnel­ler, die Atmung ist flach, mög­li­cher­wei­se hal­ten wir sogar den Atem an, wenns im Spiel gera­de brenz­lig wird.  Gewalt­vol­le Bal­ler­spie­le, bei denen wir ande­re Wesen abweh­ren oder töten sol­len, wir­ken kei­nes­falls ent­span­nend auf uns, weder auf Kör­per, See­le noch Geist.

Selbst wenn wir uns immer wie­der sagen, dass es sich NUR um ein Spiel han­delt, so nimmt unser Gehirn und unser Unter­be­we­wusst­sein die Hand­lung, die da läuft und in die wir beim Spie­len ein­ge­bun­den sind, als Rea­li­tät wahr. Die elek­tri­sche Strah­lung tut ihr Übri­ges dazu. Nächt­li­che Unru­he, Schlaf­stö­run­gen oder Alp­träu­me sind da kei­ne Sel­ten­heit. Wer da am nächs­ten Tag aus­ge­ruht zur Arbeit oder zur Schu­le muss, soll­te den Abend lie­ber ruhi­ger aus­klin­gen las­sen als mit Spät­nach­rich­ten im Fern­se­hen oder Computerspielen.

Was mein Freund hier tat­säch­lich mein­te und auch geäu­ßert hat, ist, dass er beim Com­pu­ter­spiel abschal­ten kann vom All­tags­ge­sche­hen.  Und das glau­be ich ihm aufs Wort, denn er ist ein Meis­ter der All­tags-Dis­so­zia­ti­on*. Wenn ihm etwas auf den Keks geht, schal­tet er inner­lich ein­fach auf einen ande­ren Kanal um, als hät­te er eine ein­ge­bau­te Fern­be­die­nung. Ich gebe zu, dass ich ihn dafür manch­mal beneide.

Aller­dings ist er auch Meis­ter im Ver­drän­gen, und bekannt­lich drängt das Ver­dräng­te ja irgend­wann nach oben. Ver­drän­gung ist ein Schutz­me­cha­nis­mus, der bewusst oder unbe­wusst ein­ge­setzt wird, um uns nicht zu über­for­dern. Aller­dings ist dies auf Dau­er nicht gesund. Manch­mal ist die Aus­ein­an­der­set­zung mit einem bestimm­ten The­ma sinn­vol­ler. Dann kann der Kon­flikt offen­ge­legt wer­den und der damit ver­bun­de­ne Stress und Druck kann ein Ven­til fin­den und abge­baut wer­den. Über Jah­re auf­ge­stau­ter Druck kann irgend­wann zu Blut­hoch­druck, Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall füh­ren. Im schlimms­ten Fall schnappt die Psy­che über und es kommt zu Spon­tan­hand­lun­gen, wie Sui­zid­ver­su­che oder Amokläufe.

Ritua­le, die guttun

Du hast vor­hin schon eini­ge Ritua­le ken­nen­ge­lernt, die Men­schen anwen­den, um  Span­nun­gen und Blo­cka­den zu lösen und wie­der frei durch­zu­at­men oder gut schla­fen zu können.

Hier fal­len mir noch ein paar Ritua­le ein, die dir hel­fen kön­nen, Stress abzu­bau­en und zu entspannen:

Ritua­le am Morgen

  • Kaffee trinkenVor dem Auf­ste­hen ein paar Deh­nungs­übun­gen im Bett machen. Recke und stre­cke dich und gäh­ne dabei laut.
  • Vor dem Duschen die Haut mit einem Hand­schuh oder einer Bürs­te tro­cken­bürs­ten. Dabei von unten nach oben arbei­ten zum Her­zen hin. So fährst du dein Sys­tem hoch und machst dich fit für den Tag.
  • Gemüt­lich früh­stü­cken, ohne Hast…

Ritua­le am Abend

  • FußbadFra­ge dich eine Zeit­lang vor dem Schla­fen­ge­hen: was war heu­te schön — wofür bin ich dank­bar — was habe ich heu­te gelernt — wen lie­be ich — wer darf mich lieben?
  • Ein Fuß­bad oder Voll­bad bei Ker­zen­schein und dei­ner Lieblingsmusik.
  • Vor dem Ein­schla­fen kannst du gedank­lich dei­nen Kör­per durch­fors­ten und ihn wahr­neh­men. Fang beim Kopf an und gehe dann run­ter bis in die Zehen. So fährst du dein Sys­tem run­ter und kannst gut ent­span­nen. Ich schla­fe oft dar­über ein.
  • Ein kur­zer Spa­zier­gang an der Abend­luft (viel­leicht musst du sowie­so mit dem Hund raus?).
  • Ein Gebet…

Kennst du noch wei­te­re Ritua­le? Wie ver­bringst du bei­spiels­wei­se dei­ne Mit­tags­pau­se? Wel­che Ritua­le hast du für dich ent­deckt, um mit Stress fer­tig­zu­wer­den? Wel­che funk­tio­nie­ren gut? Wel­che weni­ger gut? Viel­eicht hast du dir ja eige­ne Ritua­le geschaffen.

Beach­te:

meditation-609235_640Ritua­le soll­ten nicht als Ersatz­be­frie­di­gung oder zur Ver­drän­gung ver­wen­det wer­den. Es hilft auch nichts, beson­ders vie­le ver­schie­de­ne Ritua­le aus­zu­füh­ren oder ein und das­sel­be Ritua­le drei­ßig Mal am Tag zu wie­der­ho­len. Das wäre kon­tra­pro­duk­tiv. Viel­mehr sol­len Ritua­le dir hel­fen, dei­ne Auf­merk­sam­keit für eine kur­ze Zeit nach innen zu rich­ten. Je inten­si­ver die damit ver­bun­de­nen Gefüh­le sind (im posi­ti­ven Sin­ne natür­lich), des­to bes­ser ist die beru­hi­gen­de Wir­kung auf dein Ner­ven­sys­tem. Die gestör­ten Infor­ma­ti­ons­flüs­se zwi­schen Ner­ven­zel­len wer­den synchronisiert.

Füh­re daher dei­ne Ritua­le acht­sam und bewusst aus und las­se sie nicht zur Rou­ti­ne wer­den. Sonst ver­lie­ren sie ihre heil­sa­me Wirkung.

Schrei­be mir, ich freue mich auf dei­ne Erfahrungen.


*Begriffs­er­klä­rung: Alltags-Dissoziation

Dis­so­zia­ti­on (= Aus­blen­den, Abschalten)

Dis­so­zi­ie­ren hilft, ein Trau­ma zu über­le­ben. Grund­sätz­lich ist Dis­so­zia­ti­on ein All­tags­phä­no­men und das Gegen­teil von Asso­zia­ti­on. Wir dis­so­zi­ie­ren und asso­zi­ie­ren stän­dig. Wir fügen zusam­men und tren­nen oder schie­ben zur Sei­te. Unser Gehirn fil­tert aus, was es als

  • zu unwich­tig oder
  • zu bri­sant

ein­schätzt.

Es gibt Men­schen, die im größ­ten Tru­bel alles um sich her­um ver­ges­sen. Sie blen­den Geräu­sche und Bewe­gun­gen um sie her­um aus und ver­tie­fen sich in ein Buch. Wer gut dis­so­zi­ie­ren kann, kann sich aus der zusam­men­hän­gen­den Wahr­neh­mung der All­tags­rea­li­tät ein­fach “weg­bea­men”[1].

Aller­dings ist eine gute dis­so­zia­ti­ve Fähig­keit im All­tag kein unbe­ding­ter Hin­weis dar­auf, dass Dis­so­zia­ti­on auch in extre­men Stress-Situa­tio­nen als Abwehr­me­cha­nis­mus zum Ein­satz kommt.

[1] Huber, M. (2007):  Trau­ma und die Fol­gen. Trau­ma und Trauma­be­hand­lung Teil 1, S. 53 ff. – 3. Aufl., Jun­fer­mann Verlag.