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7 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest

Eine liebe Kollegin sagte kürzlich zu mir, ich solle in meinem nächsten Blog- Artikel doch etwas über Schönheit schreiben. Ich hatte zuvor in einem gemeinsamen Gespräch geäußert, daß ich einen Sinn für Schönheit und Ästhetik habe und mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Bei meinem Partner hingegen müssen Dinge und Gegenstände in erster Linie zweckmäßig und praktisch sein. Bei mir müssen sie zweckmäßig, praktisch und schön sein. Und manchmal müssen sie gar keinen funktionellen Nutzen haben, sondern einfach nur schön sein. Ob das ein typisch weiblicher Spleen ist, weiß ich nicht. Denn sicherlich gibt es auch Männer, die der Schönheit nicht abgeneigt, ja zuweilen sogar verfallen sind.

Fragen über Fragen

Nun stehe ich also vor der Herausforderung, einen Artikel über Schönheit zu schreiben und grüble darüber, was Schönheit mit meinem Thema “Stress- und Traumaentalstung” zu tun hat und wie ich da einen Brückenschlag hinbekomme. Doch zuvor will ich einer ganz anderen Frage nachgehen, nämlich:

Was ist Schönheit?

Schönheit ist ein abstrakter Begriff. Mit der Bedeutung des Wortes Schönheit – als Gegensatz zur Häßlichkeit – beschäftigt sich vor allem die philosophische Disziplin der Ästhetik. Welche Wertmaßstäbe dem Ausdruck „Schönheit“ zu Grunde liegen und wie diese zustande kommen, ist auch Untersuchungsgegenstand von Natur- und Geisteswissenschaften. Im Alltag wird als „schön“ meist etwas bezeichnet, was einen besonders angenehmen Eindruck hinterläßt: Ein schöner Körper, ein schönes Musikstück, eine schöne Bewegungsabfolge im Tanz, aber auch Erlebnisse wie z. B. Gestreichelt-Werden. Eine Nähe zu Begriffen wie Harmonie und Symmetrie fällt auf, eine Abgrenzung gegenüber sinnlicher Überwältigung oder dem „nur“ Hübschen, dem das Besondere fehlt, ist nicht immer leicht (Wikipedia).

Schade, daß ich hier mit Dir keinen Dialog führen kann. Mich würde brennend interessieren, was Schönheit für Dich bedeutet? Wen oder was findest Du schön? Du kannst das auf Anhieb vielleicht gar nicht so sagen. Aber es läßt sich in einem ersten Schritt ganz gut über folgende Fragen herausfinden:

sea-418742_640Was ist zum Beispiel Deine Lieblingsfarbe, Lieblingslied, Lieblingstanz, Lieblingskleidungsstück, Lieblingsduft, Lieblingsblume, Lieblingsbaum, Lieblingstier, Lieblingsbuch, Lieblingskünstler… Welche Musikrichtung hörst Du am liebsten? Welche Filme magst Du am meisten? Welche Speisen ißt du am liebsten? Welchen Einrichtungsstil bevorzugst Du? Welcher Typ Mann oder Frau gefällt Dir am besten? Wohin fährst Du am liebsten in Urlaub?

Nun wollen wir einen Schritt weiter gehen:

Warum findest Du die o. g. Aufzählungen schön? Was genau gefällt Dir an jeder einzelnen so gut? Erinnere Dich und beschreibe.

abensberg-114292_640Und nun wollen wir noch etwas tiefer gehen:

Welche Gefühle erzeugen all diese Schönheiten in Dir? Was empfindest Du zum Beispiel, wenn Du Deine Lieblingsmusik hörst? Wie verändern sich Dein Gesichtsausdruck, Deine Körperhaltung, Deine Stimmung, Deine Gedanken?

Welche Gefühle entstehen in Dir, wenn Dir der köstliche Duft Deiner Lieblingsspeise in die Nase steigt? Welche Gedanken denkst Du dabei?

Was empfindest Du, wenn Du nach Hause kommst und es Dir in Deinem Lieblingssessel gemütlich machst? Aus welchem Material ist er gemacht, welche Farben hat er, wie fühlt sich der Stoff an? Wie fühlst Du Dich, wenn Du darin sitzt?

Was fühlst Du, wenn Du Deinem Lieblingsmensch in die Augen schaust? Welche Gedanken kommen Dir? Welche körperlichen Reaktionen nimmst Du wahr?

makeup-377618_640Schönheit ist relativ

Was der eine schön findet, findet ein anderer häßlich. Wir haben oben schon gelernt, daß jeder Mensch individuelle Wertmaßstäbe hat, an denen er Schönheit festmacht. Der eine findet ein ungeschminktes Gesicht schön, der andere steht auf dezentes Make-up, weil er der Meinung ist, daß damit die natürliche Schönheit noch unterstrichen wird. Wieder ein anderer findet starkes Make-up cool, weil sich damit die Partien kaschieren lassen, die nicht so schön sind. Maskenbildner und Photohop-Künstler können aus einem häßlichen Entlein einen schönen Schwan machen. Der eine findet Dünne schön, der andere steht auf Mollige.

man-63198_640Der eine verbindet Schönheit mit Jugend. Ein anderer findet Lachfalten toll und wettergegerbte Gesichter. Der eine mag blau, der andere grün. Warum wir bestimmte Vorlieben haben, will ich hier nicht ergründen, damit sollen sich die Wissenschaftler befassen.

Wir haben oben auch schon erfahren, daß Schönheit mit Begriffen wie Symmetrie und Harmonie in Verbindung gebracht wird. So finden wir harmonische Klänge schön und ebenmäßige Gesichter. Wir bevorzugen Menschen mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Ober- und Unterkörper, zwischen Oberweite und Taille usw. Diese optischen Merkmale haben wiederum Einfluß auf unser Balzverhalten…

Wahre Schönheit kommt von innen

Immer wieder hört man Aussagen wie: “Äußerlichkeiten sind nicht alles, auf die inneren Werte kommt es an.” Ja, das stimmt. Denn es gibt nach unseren individuellen Wertmaßstäben auch schöne und häßliche Charaktereigenschaften.

Aber ich meine noch etwas anderes, wenn ich sage, daß wahre Schönheit von innen kommt. Ich meine damit das Strahlen, das ein Mensch hat, wenn es ihm gut geht und er glücklich ist. Bei Verliebten kann man dies besonders gut beobachten. Auch Schwangere oder Frauen, die gerade ihre fruchtbaren Tage haben, bekommen oft weichere Gesichtszüge, die als angenehm und attraktiv empfunden werden. Auch wenn es sich um äußere Merkmale handelt, so kommt diese Schönheit doch von innen heraus, wenn z. B. bestimmte Hormone ausgeschüttet werden.

Selbst, wenn die Symmetrie in einem Gesicht nicht ganz stimmt, so finden wir mit Sicherheit Merkmale, die uns gefallen, ja für manche ist gerade das besonders anziehend. Sieht ein Mensch nicht gerade aus wie ein Model, so kann er trotzdem schön und attraktiv für uns sein. Vielleicht ist es ja gerade die Narbe auf der Wange, die ausgeprägte Nase oder das hervorstehende Kinn, an dem wir Gefallen finden. Manch einer ist äußerlich vielleicht unattraktiv, hat aber eine wunderschöne Stimme, die uns tief berührt.

fruits-562357_640Auch die Nahrung, die wir zu uns nehmen, hat großen Einfluß auf unsere Schönheit. Wenn wir unseren Körper mit allen Nährstoffen versorgen, die er braucht, fühlen wir uns nicht nur besser, wir sehen auch besser aus.

Wenn unsere Seele ebenfalls gut genährt ist, z. B. mit wohlwollenden Worten, Streicheleinheiten, Erfolgserlebnissen, einem gutem Selbstwertgefühl und Liebe, so wird diese innere Schönheit äußerlich sichtbar – wir strahlen das aus, was in uns ist. Und das ist es, was uns anziehend und schön für andere macht.

So, und nun kommen wir zu der Frage, über die ich zu Anfang grübelte: Wie passt Schönheit zum Thema Stress- und Traumaentlastung?

Nun, ich meine: super! Denn mit der Beantwortung der obigen Fragen hast Du gleich  mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen, genauer gesagt 7 auf einen Streich.

vincent-van-gogh-91991_6407 Gründe, warum Du einen Sinn für Schönheit haben solltest:

  1. Du hast Deinen Fokus auf Angenehmes gelenkt.
  2. Damit bist Du der Negativspirale destruktiver Gedanken und Gefühle entkommen.
  3. Du hast angenehme Gedanken und Gefühle in Dir erzeugt (selber!).
  4. Dabei hast Du jede Menge Freudehormone produziert, die die Stresshormone auffressen.
  5. Durch die Beschäftigung mit dem Angenehmen warst Du in einer positiven Trance und hast Deine beiden Gehirnhälften harmonisiert.
  6. Du hast Dein Stresslevel drastisch runtergefahren.
  7. Du hast aktiv etwas für Deine Gesundheit getan.

Ist es nicht herrlich, was Schönheit alles bewirken kann 😉 ? Zum Schluss möchte ich Dir noch eine letzte Frage stellen:

Wie viel Schönheit ist in Deinem Leben?


Mein Coaching-Tipp für Dich:

Sieh Dich um und nimm wahr, was schön für Dich ist. Wenn Du auf Anhieb nichts findest, suche danach. Suche so lange, bis Du etwas gefunden hast, das Du als schön empfindest, und wenn es noch so klein ist.

Wenn Du einem Menschen begegnest, den Du nicht magst: Finde etwas an ihm, das schön ist. Jeder Mensch hat irgendetwas Schönes an sich oder in sich. Suche, bist Du es gefunden hast. Und dann beobachte, was mit Dir passiert.


Fotos: pixabay

Wenn Dich mal wieder die Angst packt…

Angst ist kein guter Begleiter

In diesen Tagen höre ich von immer mehr Menschen, daß sie Angst haben bzw. daß sich Ängste in ihnen breit machen, die sie vor einiger Zeit noch nicht hatten:

  • “Angst vor dem Flüchtlingsstrom, der kein Ende nimmt.”
  • “Angst vor radikalem Islamismus und zunehmender Islamisierung in Deutschland und Europa.”
  • “Angst vor Zwangsenteignungen.”
  • “Angst vor großen Einbußen und Verlusten.”
  • “Angst vor (erneutem) Krieg.”
  • “Angst, daß mir oder meiner Familie etwas zustößt.”
  • “Angst, daß “es” wieder passiert.”
  • “Angst vor der Angst.”

Siehst Du Dir die Mainstream-Nachrichten im TV an, hörst Du Mainstream-Radio und liest Du Mainstream-Zeitungen, dann wird Dir ganz anders, nicht wahr? Da stehen nämlich nur negative Meldungen drin. Nachrichten, die den Menschen Angst machen. Nachrichten, die den Menschen Angst machen SOLLEN!

Du magst es glauben oder nicht, aber genau das ist gewollt. Daß Du und ich und alle Menschen Angst haben.

Da stellen sich gleich zwei Fragen:

1. Wer will das?

2. Wozu?

Im Grunde sind die beiden Fragen schnell beantwortet:

Zu 1: Die weltweite Finanzelite.

Zu 2: Um ihre Macht auszubauen und den Planeten zu beherrschen (Neue Weltordnung).

Du mußt wissen, daß es einige Großfamilien, so genannte Clans auf dieser Erde gibt, die seit einigen Jahrhunderten die Macht und die Ressourcen dieses Planeten unter sich aufteilen. Namen wie Rockefeller und Rothschild hast Du sicherlich schon gehört oder davon gelesen. Diese Clans haben so viel Geld, dass man die Zahl nicht einmal aussprechen kann. Seit dem sie die Menschen vom Geld abhängig gemacht haben, bestimmen sie, wo es lang geht. Sie verändern, ignorieren und verbiegen Recht und Gesetz, beeinflussen Politiker auf der ganzen Welt (ja, auch die US-amerikanischen), streuen Zwist und Zwietracht, bestimmen, wer wann gegen wen einen Krieg anzettelt, finanzieren beide Seiten und legen bereits vorher fest, wer “gewinnt”. Sie kontrollieren die Banken und die Medien und machen sich die Welt, wie es ihnen gefällt.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), Gründer der Rothschild-Bankendynastie
 
"Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."
 - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company
"Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, daß das System ihnen feindlich ist." - Gebrüder Rothschild, London, am 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner

euro-96594_640So, jetzt weißt Du’s. Die große Masse der Menschen auf diesem Planeten ist also zu blöd, um zu begreifen, was hier läuft. Das ist eine unverschämte Behauptung der Gebr. Rothschild, nicht wahr. Aber leider haben sie recht. Die breite Masse weiß tatsächlich nicht, was hier läuft. Zu behaupten, sie wären geistig nicht fähig zu begreifen, halte ich allerdings für ein Gerücht. Die meisten Menschen begreifen sehr wohl, wenn man es ihnen einfach erklärt.

Aber einfach ist in dieser Welt nichts – außer der Wahrheit, die ist immer einfach. Wann immer etwas kompliziert wird, weißt Du, daß es mit der Wahrheit nicht mehr viel zu tun hat. Die sollen wir nämlich gar nicht wissen. Wir sollen in Unwissenheit, Angst und Abhängigkeit gehalten werden.

Und wie macht man das am besten?

  • Indem man uns erzählt, daß die Rohstoffe knapp werden.
  • Indem man uns erzählt, daß wir von Terror bedroht sind.
  • Indem man uns erzählt, daß wir den Gürtel mal wieder enger schnallen müssen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Rassisten sind, wenn wir uns darüber beschweren, daß unsere Brüdern und Schwestern aus dem Ausland unseren Sozialstaat ausnutzen, während wir von den Jobcentern von einer Maßnahme in die nächste gesteckt werden und mit Sanktionen belegt werden, wenn wir unsere “Mitwirkungspflicht” vernachlässigen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, so etwas wie Nationalstolz zu fühlen oder darüber nachdenken, unsere Heimat zu verteidigen, wenn wir uns bedroht fühlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir eine Kollektivschuld haben und daß wir Nazis sind, wenn wir es wagen, darüber nachzudenken oder gar zu äußern, daß wir keine Lust mehr haben, immer noch unsere “Schuld(en)” aus dem 2. Weltkrieg abzuzahlen.
  • Indem man uns erzählt, daß wir Nazis sind, wenn wir uns weigern, Griechenland oder andere bankrotte Staaten unter den Rettungsschirm zu nehmen.

Und so weiter und so fort…

Merkst Du was?

Die Masse muss dumm und in Angst gehalten werden, sonst lehnt sie sich womöglich auf. Leider sind die Massen sehr leicht zu beeinflussen und zu lenken. Was glaubst Du wohl, warum das TV-Programm immer anspruchsloser wird? Tagsüber gibt es Hartz IV-TV. Und wenn doch einmal eine einigermaßen informative oder anspruchsvolle Sendung gezeigt wird, läuft sie meistens am späten Abend oder nachts.

Die Klatschmagazine sind voll von unnützen Nicht-Informationen, wie zum Beispiel der junge Lover von Heidi Klum, die neue Yacht der Geissens oder die Arsch-OP von Kim Kardashian.

Du fragst Dich jetzt vielleicht, wieso ich etwas über das Hinterteil von Kim Kardashian weiß?

Nun ja, auch ich gehe hin und wieder zum Friseur, habe einen Fernseher, einen Computer mit Internet und höre beim Autofahren Radio. Mein Mann schaut sich gerne die Nachrichten an, um im Bilde zu sein, wie er immer so schön sagt. Ich renne bei den Nachrichten meistens raus, weil ich diesen gequirlten Mist einfach nicht mehr sehen und hören will. Aber irgendwie läßt es sich nicht vermeiden, daß ich das eine oder andere doch mitbekomme. Und ganz ehrlich: Manchmal schaue ich mir auch was Unterhaltsames im Fernsehen an. Ich will mich nicht ständig mit hochgeistigen Dingen beschäftigen, und da kann ich auch schon mal über den Silikon-Pöter von Kim Kardashian lachen.

Freunde von uns meinen, man müsse sich doch informieren. Es könnte doch sein, daß der 3. Weltkrieg ausbricht, und dann? Nun, ich bin der Meinung, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte, erfahre ich es eben eine halbe Stunde später, was soll’s.

In Mary Wollstonecrafts Verteidigung der Rechte der Frau aus dem Jahr 1792 heißt es:

"...Die Masse der Menschheit muß in Unwissenheit erhalten werden, sonst würden die willfährigen Sklaven zur Erkenntnis ihrer Abhängigkeit kommen. Die Menschen beugen sich vor ihren Unterdrückern... Statt auf ihrem angeborenen Recht der Freiheit zu bestehen, kriechen sie im Staube und sagen, wir wollen essen und trinken, denn morgen können wir sterben. Von den Frauen gilt das selbe. Sie erniedrigen sich aus dem gleichen Hang, den Moment zu genießen, und schließlich verachten sie eine Freiheit, die zu erringen sie nicht Kraft genug haben."

Wie lenkt man das gemeine Volk am besten ab?

Vergnügungsparks, Sport- und Konzertveranstaltungen, Kinofilme, Videospiele sowie schlecht bezahlte Jobs halten die Menschen beschäftigt. Wer mit Sorgen um den Arbeitsplatz oder Sorgen um seine Krankheit, mit Kindererziehung oder der Pflege von Familienangehörigen beschäftigt ist, der ist viel zu müde, um sich mit den Geschehnissen in der Welt auseinanderzusetzen. Der kriegt auch nicht mit, daß unsere Politiker uns belügen, daß sich die Balken biegen. Wem das Wasser bis zum Hals steht, der ist nicht in der “Stimmung” über Fragen der Freiheit und des menschlichen Schöpfungspotenzials nachzudenken. Die Medien tun durch einseitige Berichterstattung bzw. Zensur ihr übriges dazu, die Masse der Menschen im Interesse der Machthaber zu manipulieren. Nein, wir haben keine Pressefreiheit, falls Du dieser Meinung gewesen sein solltest.

Minderwertige Nahrungsmittel, Drogen und Medikamente, Strahlung jeglicher Art, jegliche Art von Zwängen, die das System uns auferlegt sowie gezielte Desinformationen an Schulen und Universitäten tragen nicht dazu bei, daß der Mensch sein volles Potenzial entfalten kann. Im Gegenteil, dies soll ja gerade verhindert werden.

Gesetze, die schon lange keine Gültigkeit mehr haben bzw. die noch nie Gültigkeit hatten und dennoch angewendet werden, dienen nicht den Völkern und den Menschen, sondern ausschließlich der Machtelite. Warst Du schon einmal bei Gericht? Hast Du vielleicht selbst schon einmal einen Prozeß erlebt? Hast Du jemals erlebt, daß es bei Gericht um Gerechtigkeit geht? Ein weiser Spruch sagt: “Bei Gericht bekommst Du keine Gerechtigkeit, da bekommst Du ein Urteil.”

All diese Dinge zusammen genommen + Genderwahn + politische Korrektheit können einen Menschen schier in die Verzweiflung treiben. Und genau das, liebe Leserin und lieber Leser, ist gewollt. So, das war nun aber eine Ausnahme. Wie Du sicher schon bemerkt hast, verwende ich überwiegend die männliche Schreibweise. Nicht, um Dich, liebe Leserin zu diskriminieren, sondern weil ich diesen Genderwahnsinn nicht mitmache. Das ist alles.

Woher kommen unsere Ängste?

Ursprünglich sollte dieser Artikel gar nicht so politisch werden. Aber weil gerade in den letzten Wochen und Monaten so viele Menschen ihre Ängste geäußert haben, wollte ich das einmal aufgreifen und beleuchten, woran das liegt. Und da komme ich am Weltgeschehen nun mal nicht vorbei. Denn die Angst der Menschen gründet tief, sehr tief.

Manchmal sind es gar nicht unsere eigenen Ängste, die da ihr Spiel mit uns treiben, sondern wir haben die Angst als Muster von unseren Eltern oder Großeltern übernommen. Besonders, wenn diese den 2. Weltkrieg miterlebt haben. Vielleicht hast Du schon einmal von Second-Generation-Traumata gehört. Es handelt sich dabei um traumatische Symptome oder Ängste, die mit unserem Leben gar nichts zu tun haben, sondern die wir quasi geerbt haben. Schwere Traumata können das Ergbut verändern. Ein sehr empfehlenswertes Buch hierzu heißt “Wie Traumata in die nächste Generation wirken” von Udo Bear und Gabriele Frick-Baer.

challenge-73325_640Aber natürlich wirken sich auch unsere eigenen Erfahrungen auf unsere psychische, emotionale und mentale Stabilität aus und beeinflussen unser Selbstwertgefühl. Seien es Erfahrungen aus der Kindheit, dem Erwachsenenleben oder auch aus früheren Inkarnationen, die wir immer noch als Erinnerung in unserer DNA tragen und die unseren Charakter formen.

Angst wird durch vielerlei Dinge ausgelöst. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, z. B. Medikamente, schwaches Selbstwertgefühl, Verlust des Arbeitsplatzes uvm.

Und die Machtelite weiß genau, was Menschen Angst macht, sie sind Spezialisten darin. Macht über einen Menschen auszuüben, ist für viele sehr erregend, das geht bis hin zur sexuellen Erregung. Und es gibt auch Menschen, die es scheinbar erregend finden, sich runtermachen zu lassen. Aber die meisten Menschen wollen in Frieden und Harmonie leben. Sie wollen auf Augenhöhe mit ihren Mitmenschen kommunizieren. Sie wollen Freude geben und Freude empfangen. Sie wollen ein Leben in Liebe, Gerechtigkeit und im Einklang mit dem Kosmos.

Nicht die Menschheit, nicht die Völker sind es, die Krieg wollen, es sind immer nur einige wenige, die den Hals nicht voll bekommen und sich daran aufgeilen, andere zu beherrschen.

Was macht die Angst mit Dir?

Angst fühlt sich grauenhaft an, nicht wahr? Es ist ein Gefühl, wie wenn man unter sich macht. Als hätte man Flugzeuge im Bauch. Herz schlägt bis zum Hals, der Blutdruck steigt, das Blut rauscht in den Ohren. Wir bekommen schweißnasse Hände, der kalte Schweiß steht uns auf der Stirn. Wir werden unruhig und nervös, zittern. Wir spüren ein Beklemmungsgefühl in der Brust, wie die eiserne Faust, die sich um unser Herz schlingt. Die Stimme versagt uns, der Mund wird trocken, der Hals wird eng. Atemnot und Erstickungsgefühle, Bauchschmerzen, Taubheitsgefühle, Schwindel und Benommenheit können sich zeigen.

FreezeandFragmentAngst lähmt. Wenn es uns nicht gelingt, die Angstsituation zu verlassen bzw. bei Gefahr zu kämpfen oder zu fliehen, erstarren wir zu Eis (Freeze). In diesem Zustand von Todesangst, in dieser Schockstarre sind wir nicht mehr in der Lage, klar zu denken. In diesem Moment wird das Angsterlebnis innerpsychisch als Trauma verarbeitet, und das Erlebnis wird zersplittert (Fragment), so daß es nicht mehr zusammenhängend erinnert werden kann. Dies ist eine Überlebensfunktion, die unser Organismus automatisch abfährt. Hierzu habe ich bereits ausführlich geschrieben. Du kannst dies auch in meiner Publikation SystemischeAuswirkungenFremdtötung nachlesen. Einfach auf den Link klicken und kostenlos herunterladen.

Was machst Du mit der Angst?

Natürlich gibt es begründete Ängste. Und es ist auch gut so, wenn wir die spüren, denn sie schützen uns vor falschen Handlungen bzw. Gefahren. Es gibt aber auch unbegründete Ängste bzw. Angst, von der wir gar nicht wissen, wo sie herkommt. Dann geht es zunächst darum, dies herauszufinden.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Ängsten umzugehen. Verhaltenstherapie soll ja das Mittel der Wahl sein. Das behaupten aber nur “Mainstream-Experten”. Ich persönlich halte nichts davon, wenn den Menschen erzählt wird, sie müssten lernen, mit ihrer Angst zu leben bzw. sie müssten sich der Angst stellen (Konfrontation bzw. Exposition). Das ist meines Erachtens nur ein weiterer Ansatz, wie das System (Krankenkassen, Pharmaindustrie) Menschen in Unwissenheit und Abhängigkeit hält. Bewältigungsstrategien entwickeln und lernen, mit der Angst umzugehen, können allenfalls Schritte auf dem persönlichen Heilungs- oder Friedensprozeß sein, keinesfalls jedoch die Endlösung. Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich weiß nicht, wie Du das siehst.

Eine liebe Kollegin von mir half mir vor einigen Monaten, mit meinen eigenen Ängsten fertigzuwerden. In mir kam plötzlich eine Angst hervor, die mich eiskalt packte. Sie hatte mit meinem jetzigen Leben nur bedingt etwas zu tun. Es waren alte Ängste aus vergangenen Leben, die mein jetziges immer noch beeinflussen. Durch eine bestimmte Situation wurde diese Angst, ich möchte fast sagen, es war Todesangst, noch einmal präsent. Für meinen Geschmack zu präsent, aber ich mußte nun einen Weg finden, damit umzugehen.

Wir sprachen also eine Weile miteinander, und auf einmal sagte meine Kollegin einen Satz, für den ich ihr ewig dankbar sein werde, der mich auf der Stelle beruhigte und mich aus diesem grauenhaften Zustand herausbrachte:

“Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht!”

Ich ließ diesen Satz ein paar Sekunden in mir wirken und spürte sofort, daß er wahr ist.

Wann immer ich in einer Situation bin, die mir Unbehagen bereitet, fällt mir sofort dieser Satz wieder ein: Angst ist nur ein Gefühl, mehr nicht! Ich denke ihn ein paar Mal in Gedanken oder sage ihn mir vor, und augenblicklich stellt sich ein Gefühl der Ruhe und inneren Sicherheit ein.

Ich möchte Dich dazu ermuntern, das auch zu machen, wenn Du Angst in Dir verspürst. Einen Versuch ist es wert, und wenn Du alleine mit Deiner Angst nicht klarkommst, stehe ich Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Denn eins ist klar, Angst beeinflußt unser Denken und Handeln und hindert uns daran, in unsere Schöpferkraft zu kommen. Ein Blog-Beitrag, ein Text im Internet oder ein Buch helfen da nur bedingt und können allenfalls eine Information oder Anregung sein, Dir weitere Hilfen zu holen.

Ob ich noch Ängste habe? Ja, denn ich bin ein Mensch, genau wie Du. Auch bei mir kommen immer wieder Angstgefühle hoch. Auch ich habe Verlustängste und Existenzängste, besonders in diesen Tagen. Mir hilft es, mir diese Ängste anzuschauen und mich zu fragen, ob sie etwas mir mir zu tun haben oder nicht. Wenn sie mir das Leben gar zu schwer machen, hole auch ich mir Rat und Tat von Menschen, die es gut mit mir meinen.

Liebe & Licht,

Sissell

Neugeboren – Wege aus dem Geburtstrauma

Wie der Geburtsprozess unser Leben prägt

Nicht nur Mütter und Väter können die Geburt ihres Kindes als belastend oder gar traumatisierend erleben, sondern auch das Baby selbst.

SchwangerWir verbringen viele Monate im Bauch unserer Mutter. Wir schwimmen geschützt und geborgen in der Schwerelosigkeit der Fruchtblase und erleben eine Zeit des Wachsens und Versorgtseins. Dieses “ozeanische Gefühl des Einsseins” wird jäh unterbrochen, wenn der Geburtsprozess eingeleitet wird. Entweder durch den Embryo selbst oder durch künstliche Einleitung.

Geburtstrauma – jetzt wird’s eng

Der Embryo muss den Weg nach draußen finden, um zu überleben. Er macht sich auf den Weg ins Unbekannte. Dabei weiß er nicht, wie lange und mühsam dieser Weg werden wird. Eine Geburt kann schnell gehen, sie kann aber auch viele Stunden dauern, und das ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby extrem anstrengend.

Geburt im KreißsaalDer Geburtsprozess kann leicht und kurz sein, aber auch zu schnell (Sturzgeburt), zu schwer oder kompliziert (z. B. Steißlage, Zangengeburt etc.). Der Temperatursturz von ca. 15 Grad, das grelle Licht im Kreißsaal, laute Geräusche oder Stimmen sowie das technische Agieren der Geburtshelfer können das Nervensystem des Babys extrem belasten, so dass es in einen Schockzustand geraten kann. Dieser Schockzustand wird Geburtstrauma genannt.

“Der Beginn des Lebens auf der Erde ist der Moment des ersten Atemzugs. Die sofortige Durchtrennung der Nabelschnur unterbricht die Versorgung für das Neugeborene und es muss atmen, aus der panischen Angst heraus zu ersticken und zu sterben. So jedenfall sah der Beginn des Lebens auf dieser Erde für viele von uns aus. Es ist das große Verdienst von Frédérick Leboyer, einem französischen Gynäkologen, der einfühlsam die Torturen des Babys nachvollzog und uns darauf aufmerksam machte, wie früh wir der Autonomie und Selbstbestimmung beraubt wurden. Sein Buch “Geburt ohne Gewalt” erschien Anfang der 70er Jahre und hat zu einer neuen Offenheit und zu bewussteren Geburtspraktiken geführt¹.”

Frédérick Leboyer (*1918) gilt als der Vater der sanften Geburtsmedizin.

GeburtNach seiner Forderung soll das Neugeborene sanft und liebevoll und ohne unnötigen Stress auf die Welt gebracht werden. Aus der Geborgenheit des Mutterleibes soll sich das Baby langsam an die körperliche Veränderung gewöhnen dürfen. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:

  • Das Neugeborene soll der Mutter auf den Bauch gelegt werden, um die Wärme zu spüren und die Herztöne der Mutter zu hören. So soll sich das Baby von den Strapazen der Geburt erholen.
  • Die Nabelschnur wird nicht unmittelbar nach der Geburt durchtrennt, dadurch soll dem Kind die Umstellung auf die selbständige Atmung leichter fallen.
  • Kind und Mutter wird Zeit gegeben, sich erst einmal kennenzulernen. Erst danach wird das Neugeborene warm gebadet und dann zum ersten Mal an die Brust gelegt.
  • Mit dem Kind soll sanft umgegangen werden, falls keine besonderen medizinischen Maßnahmen erforderlich sind.
  • Das Entbindungszimmer soll besonders warm und das Licht gedämpft sein, damit sich das Kind an den Übergang gewöhnen kann.

Leboyers Bücher werden vielfach zu Geburtsvorbereitungen genutzt. Er lebt heute als Schriftsteller in der Schweiz².

MeergeborenDie Art, wie wir geboren werden, prägt unsere späteren Lebensmuster

Dr. Ines Howe, Atemtrainerin und Leiterin des Atman-Institutes in Berlin³ sagte in einem Interview mit der Zeitschrift “Sein” im März 2011: “…die Muster, die unser Bewusstsein während der Geburt prägen, sind unsere Überlebensstrategien. Jedes Mal, wenn wir durch eine schwierige Phase der Veränderungen gehen oder in Stress-Situationen geraten, wird die Blaupause unserer Geburt aktiviert. Aber: Nicht, was faktisch während der Schwangerschaft und der Geburt geschieht, prägt unsere Persönlichkeit, sondern unsere “Antwort” darauf, wie wir die Geburt erlebt und welche Entscheidungen wir während des Geburtsprozesses getroffen haben. Der Weg durch den Geburtskanal ist für den Embryo unter Einsatz seines ganzen Körpers, seiner ganzen Kraft und mit der wirksamen Unterstützung der mütterlichen Wehen zu bewältigen.”

Auf diesem Weg können Überzeugungen und Lebensmuster entstehen, wie z. B.

  • Das Leben ist schwer
  • Ich muss härter arbeiten als andere, um das gleiche zu erreichen
  • Ich fühle mich hilflos
  • Ich muss es alleine schaffen
  • Nur wer hart arbeitet, wird erfolgreich sein
  • Das Leben ist ein einziger Kampf
  • Ich muss mir alles mühevoll erwerben, während anderen alles zufällt
  • Es gibt keinen Ausweg
  • Ich muss kämpfen, um zu überleben
  • Ich schaffe es nicht

Wenn die Geburt künstlich herbeigeführt wurde, kann die Überzeugung entstehen, fremdbestimmt zu sein und nicht selbst über Art und Zeit des Geschehens bestimmen zu können. Diese Menschen werden später alles daran setzen, es alleine zu schaffen, um diesen Schmerz nicht mehr erleben zu müssen (“Ich muss es alleine schaffen”).

TwinsWerden Zwillinge geboren, erleben sie nicht nur die Trennung vom schützenden Mutterleib, sondern auch die Trennung vom Zwilling. Diese Erfahrung löst einen tiefen Schmerz und ein Gefühl des Verlassenseins und Alleinseins aus.

Komplikationen bei der Geburt, wie z. B. Kaiserschnitt, Zangengeburt, Steißlage oder Nabelschnur-Umschlingung, ein extrem langer Geburtsprozess, der Gesundheitszustand der Mutter, die familiäre, finanzielle und/oder psycho-soziale Situation zur Zeit der Geburt hinterlassen entsprechende Geburtsblaupausen.

Um mit diesen schmerzlichen Erfahrungen überleben zu können, werden sie ins Unterbewusstsein verschoben. Dort wirken sie im Verborgenen und bestimmen, wie wir uns selbst, die Welt und andere Menschen sehen und auf Situationen und Anforderungen reagieren. Sie wirken sich auf viele unserer Lebensthemen aus, z. B. wie wir uns in Beziehungen verhalten, wie wir auf Druck und Stress reagieren, wie wir mit Problemen umgehen. Sie haben Auswirkungen auf unsere Angst, keinen Ausweg zu finden, beeinflussen unser Selbstwertgefühl, unser Ess- und Schlafverhalten, die Beziehung zu uns selbst, unserem Körper, unserer Sexualität und unsere Fähigkeit, Liebe und Freude zu empfinden und zu geben.

Neugeboren – Wege aus dem Geburtstrauma (Rebirth)

Ich selbst kam drei Wochen zu spät zur Welt, die Nabelschnur war ein paarmal um meinen Hals gewickelt und ich war schon blau angelaufen. Noch heute kann ich keine engen Rollkragenpullis tragen oder Halsketten, die nicht mindestens 45 cm lang sind. Auch trage ich immer noch Prägungen aus dem Geburtsprozess mit mir herum. So habe ich auch jahrelang die Überzeugung vertreten, dass ich es alleine schaffen muss, dass ich kämpfen muss, um zu überleben oder dass ich oft den Menschen am meisten weh tue, die ich am meisten liebe. Um Hilfe zu bitten, fiel mir oft schwer.

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass alles, was verletzt wurde, auch wieder heilen kann.

“Es ist nie zu spät, die emotionalen und spirituellen Wunden der ersten prägenden Erfahrungen zu heilen, egal wie lange die Geburt zurück liegt. Im Körpergedächtnis der Zellen sind alle Erinnerungen gespeichert. Wenn wir die Tür zu unseren dort festgehaltenen Gefühlen aus der Vergangenheit zu öffnen beginnen, fangen wir an, uns zu erinnern und emotional und spirituell zu heilen”, so Dr. Ines Howe.

Auf welche Art du deinen Heilungsprozess angehst, ist deine persönliche Sache. Es gibt viele Möglichkeiten, an die Prägungen deiner Geburt heranzukommen, z. B. durch spezielle Atem-Meditationen (holotropes Atmen, integratives Atmen, Quantum Light Breath) oder  durch Trancearbeit (Hypnose, Rückführung), SeiFu, Somatic Experiencing und vieles mehr.

Hallo, hier bin ichUm diesen Artikel mit etwas Humorigem abzuschließen, möchte ich allen werdenden Eltern das Büchlein von Willy Breinholst “Hallo, hier bin ich!” ans Herz legen. Es schildert die Schwangerschaft und Geburt aus Sicht des Babys im Mutterleib. Ich habe es während meiner eigenen Schwangerschaft vor vielen Jahren gelesen und habe mich köstlich amüsiert.

 


1, 3 Dr. Ines Howe, Praxis für Integratives Atmen und Leiterin des Atman-Instituts in Berlin: http://www.atman-institut.de

2 Wikipedia: Frédérick Leboyer

 

Literatur:

Breinholst, Willy (1980): Hallo, hier bin ich! – Bastei Lübbe
Griscom, Chris (1990): Meergeboren. Goldmann Verlag

 

Seelenverlust nach traumatischen Erlebnissen

Seelenverlust nach traumatischen Erlebnissen

Körper und Seele bilden eine Einheit. Diese ist wiederum von einem universellen Geist, dem reinen Bewusstsein durchdrungen. Andernfalls wäre der Mensch unfähig, zu leben, zu fühlen, zu denken und zu lieben.

Durch ein traumatisches Ereignis, auf das der Organismus mit dem Schock-Mechanismus regiert, wird die Körper-Seele-Einheit auseinandergerissen. Sie zersplittert regelrecht.

Dissoziation = Seelenverlust

Splitter“Dissoziation bedeutet Auseinanderfallen der einheitlichen Erlebnisgestalt, der bewussten Erinnerung, des im Körper gespeicherten Schmerzes, der Angst, des Erschreckens, der tiefen Erschütterung durch ein Trauma. Dadurch werden diese Gefühle nicht mehr gespürt oder der traumatischen Situation nicht mehr zugeordnet”[1].

Das Trauma wird als Erinnerung im Körper abgelegt. Die körperorientierte Psychotherapie spricht hier von “Körpererinnerung” oder “Körpergedächtnis”. Solange das Trauma nicht gelöst ist, bleibt es im Energiefeld gespeichert. Dort wirkt es als Anziehungspunkt für ähnliche Erfahrungen.

Deine vielen Körper

Der Mensch besteht nicht nur aus seinem physischen Körper, er verfügt darüber hinaus über weitere, feinstoffliche Ebenen, die auch als Auraschichten bezeichnet werden. Ich möchte dies anhand des 5-Körper-Systems erklären, wenngleich es weit mehr Ebenen des menschlichen Seins gibt. Aber das würde hier zu weit führen, und ich möchte es einfach halten.5-Koerper-System

Die Abbildung zeigt, dass die verschiedenen Ebenen bzw. Auraschichten übereinanderliegen. Dies dient nur dem besseren Verständnis dafür, dass es mehrere Ebenen gibt, die uns als Menschen ausmachen. Vielmehr ist es so, dass sich die feinstofflichen Körper/Ebenen gegenseitig und alle unseren physischen Körper durchdringen.

Wir haben einen physischen Körper, mit Zellen, Organen, Muskeln, Knochen, DNS etc., mit dem wir unsere irdischen Aufgaben erledigen können, z. B. Schreiben, Sprechen, Laufen, Essen kochen, zur Arbeit gehen, Säen, Ernten usw. Er ist die dichteste Form unserer anderen Körper.

Es folgt der Ätherkörper, auch “ätherische Blaupause” genannt. Er besteht aus feinen Energielinien und hat die gleiche Struktur wie der grobstoffliche Körper. Ohne dieses ätherische Energiefeld kann der physische Körper nicht existieren. Der Ätherkörper enthält den informellen Bauplan für unseren physischen Körper. Wenn dir beispielsweise Gliedmaßen, Zähne oder Organe fehlen, so sind diese immer noch als Information in der ätherischen Blaupause vorhanden. Vielleicht kennst du Menschen, die Phantomschmerzen haben, nachdem ihnen ein Arm oder Bein entfernt wurde. Sie spüren Schmerzen in ihrem physisch nicht (mehr) vorhandenen Körperteil oder Organ. Diese Phantomschmerzen resultieren aus dem fehlenden grobstofflichen Gegenstück zur ätherischen Blaupause.

Unser Astralkörper ist der emotionale Körper, der Körper des Fühlens und Spürens, der Körper unserer Wünsche, Ängste, Träume und Hoffnungen. Mit dem Astralkörper manifestieren wir unsere Wünsche in unsere physische Realität. Der Astralkörper kann den physischen Körper verlassen und auf “Wanderschaft” gehen. Dies tut er meistens nachts, wenn wir schlafen. Aber auch tagsüber kann der Astralkörper sich loslösen, besonders in schmerzhaften, angstbesetzten und traumatischen Situationen.

Der Mentalkörper beinhaltet unsere Gedanken und Erinnerungen. Unsere Gedanken reichen über unseren Kopf hinaus, sie können nicht eingesperrt werden (“Die Gedanken sind frei…”). Der Mensch produziert täglich 40.000 bis 80.000 Gedanken. Bewusste und unbewusste Denkprozesse, Bewertungen und Vorstellungen sind dem Mentalkörper zuzuordnen. Unsere Gedanken und Vorstellungen bestimmen unsere Realität.

Der spirituelle Körper wird auch als Hohes Selbst bezeichnet. Er hat die höchste Schwingungsfrequenz und verbindet uns mit dem reinen Sein. Keine Trennung, keine Polaritäten, keine Bewertungen, sondern reiner Geist, reines Bewusstsein. Der spirituelle Körper ist jener Teil von uns, der unsterblich ist und ewig fortbesteht.

Wenn der Astralkörper fliehen will[2]

Der Astralkörper und die anderen energetischen Körper müssen synchron aufeinander ausgerichtet und miteinander verankert sein, während wir in unserem physischen Körper leben. Dies ist wichtig, um ganz und heil zu sein. Es gibt Menschen, besonders solche, die ein oder mehrere Traumata erlitten haben, bei denen der Astralkörper nicht fest im physischen Körper sitzt und sozusagen aus ihm heraushängt. Hellsichtige können dies sehen und wissen, dass Menschen, bei denen der Astralkörper sich losgelöst hat, “spacy” werden, d. h. nicht bei sich, abgehoben, abgekapselt, nicht im Körper sind (Depersonalisationszustände). Der Astralkörper ist der Körper, der in einer traumatischen Situation über das Kronen-Chakra (Energiezentrum am Scheitel) aus der Schädeldecke fliehen möchte. Er entkoppelt sich vom physischen Körper und will nur noch weg.

DepersonalisationDann kommt es zu so genannten Dissoziationsphänomenen. Der Mensch fühlt sich abgespalten von dem traumatischen Erleben und den damit verbundenen Gefühlen, Emotionen und Schmerzen. Ein Teil der Persönlichkeit möchte das Grauenhafte unzerstört überstehen, daher verlässt es den Menschen und flieht[3].

Ein Bekannter von mir wurde als Kind oft von Mitschülern geschlagen. Er berichtete mir, dass er den Schmerz und die Angst ausgeschaltet hat, weiß aber nicht, wie er das gemacht hat. Nun, dies geschieht unwillkürlich. Manche berichten, dass sie über der Situation “schweben” und von oben beobachten, was da passiert, ohne die damit verbundenen Emotionen oder Schmerzen zu spüren. Sie beschreiben es so, als hätten sie selbst mit dem Geschehen nichts zu tun, als würde dort eine andere Person misshandelt.

Warum will der Astralkörper weg?

GesichtDer Astralkörper hat gelernt zu fliehen, wenn es brenzlig wird. So fühlt er den Schmerz nicht bzw. weniger davon.

Bliebe er komplett im physischen Körper, wäre es für ihn zu schmerzvoll, zu grauenhaft. Er will mit Gefühlen von Angst, Wut und Schrecken nicht in Berührung kommen.

Der Mensch lernt über das Gefühl

Das vermittle ich besonders im Vorgespräch einer Rückführung. Eine Volksweisheit sagt: “Wer nicht hören will, muss fühlen.” Und über das Fühlen und den Schmerz lernen wir dann doch endlich unsere Lektionen. Du hast dir dieses Leben ausgesucht, um menschliche Erfahrungen zu machen und zu lernen, sei es auch noch so schmerzhaft. Wenn du dich vor deinen Gefühlen und Emotionen drückst, wenn du das Leben mit seinen Höhen und Tiefen nicht leben willst, wird deine Seele sich nicht weiterentwickeln können.

Wenn ein Mensch aufgrund des abgespaltenen Astralkörpers sehr “verkopft” ist und überwiegend im mentalen Bereich lebt, ist er unfähig, Zugang zu seinen Emotionen zu finden, positiven wie negativen. Ich kenne viele Menschen, bei denen dies der Fall ist. Einige davon haben schwere Traumata erlebt. Wird jedoch der Astralkörper wieder dauerhaft verankert, kannst du dich recht schnell durch dein Leiden hindurcharbeiten und wieder frei und ganz du selbst werden.

Schamanische Traumaarbeit – Seelenrückholung

Seelenverlust bedeutet im Schamanismus, dass dem bewussten Ich ein Teil der Seele verloren geht. Aber auch, dass dem Betroffenen durch den Schock ein Teil seiner Vitalität, seiner Lebendigkeit, seiner Lebenskraft, seiner “Seelenkraft” verloren geht[4].

foot-450378_640In der schamanischen Traumatherapie können abgespaltene Seelenanteile, die durch angstbesetzte Ereignisse “geflohen” sind, wieder zurückgeholt werden.

Zuvor wird ein “innerer sicherer Ort” errichtet, an den sich der Betroffene zurückziehen kann. Dies geschieht über Imaginationsübungen. Diesen inneren sicheren Ort kennt nur der Betroffene selbst, niemand sonst. An diesem Ort hat der Betroffene einen besseren Zugang zu seinen Kraftquellen, hier kann er positive Gedanken und Gefühle erzeugen und für die Traumaarbeit nutzen.

Im weiteren Verlauf werden die Informationen, die zum Trauma gehören und im Energiefeld des Betroffenen gespeichert sind, so weit es geht aufgelöst, damit keine oder so wenig wie möglich Anknüpfungspunkte für ähnliche Ereignisse mehr vorhanden sind.

Das gesamte Energiefeld, die Aura wird geklärt und stabilisiert. So kann der Betroffene in der anschließenden Seelenrückholung die verloren gegangenen Seelenanteile wieder annehmen und in seine Gesamtpersönlichkeit integrieren.

Wurde das Trauma, welches im aktuellen Leben entstand, aufgelöst, jedoch die Gedanken- und Verhaltensmuster bzw. Symptome ändern sich nicht im gewünschten Maß, so muss nach Ereignissen gesucht werden, die weiter zurückliegen, z. B. in der frühen Kindheit, im Mutterleib oder in anderen Leben (siehe Rückführung).

Übung: So kannst du dich erden

Sorge dafür, dass du für ca. eine Viertelstunde ungestört bist.

Setze oder lege dich hin und mache es dir bequem. Wenn du sitzt, stell die Füße flach auf den Boden. Wenn du liegst, achte darauf, dass deine Hände und Beine nicht gekreuzt sind. Schließe die Augen und spüre, wo dein Körper die Unterlage berührt. Dann beobachte für eine Weile deinen Atem, wie er durch deinen Körper fließt.

Nun stell dir vor, wie aus deinen Füßen – wie bei einem Baum – Wurzeln wachsen, die sich tief in die Erde graben. Sie wachsen weiter und weiter, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo sich ein strahlender Bergkristall befindet. Lass deine Wurzeln in den Kristall hineinwachsen, wo sie von helfenden Wesen liebevoll verankert werden. Spüre, wie Mutter Erde dich über deine Wurzeln nährt und mit allem versorgt, was du brauchst und was dir gut tut.

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Stell dir dann vor, wie du deine Hände in den Himmel streckst und deine Haare sich wie Antennen in den Kosmos richten. Über dein Kronen-Chakra, das Energiezentrum am Scheitel deines Kopfes, nimmst du nun die feinstofflichen Energien des Himmels in dich auf. Himmel und Erde fließen nun in deinem gesamten Körper, vom Kopf bis zu den Füßen und wieder zurück. Nimm es wahr, genieße es.


[1, 3 + 4] Madert, K.K. (2007): Trauma und Spiritualität: Wie Heilung gelingt.
Neuropsychotherapie und die transpersonale Dimension. – Kösel-Verlag.

[2] Eileen Nauman – www.medicinegarden.com

Kleiner Junge mit Hund

Tierische Therapeuten

Tiere als Helfer in Therapie und Pädagogik

Viele Menschen haben ein Haustier, ich behaupte einmal, die meisten von uns. Und jeder, der ein Haustier zu sich nimmt, tut das aus ganz bestimmten, individuellen Gründen.

TiereHelfer

Die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren vermehrt mit der Wirkung von Tieren auf Menschen befasst. Leider hinkt Deutschland mit der Erforschung der “animal assisted therapy”, wie die tiergestützte Therapie in den angelsäschischen Ländern heißt, mal wieder hinterher. In den USA erschien bereits im Jahr 1969 das erste Werk zu diesem Thema, und es gibt weiterhin dazu viel Fachliteratur.

Doch inzwischen interessieren sich immer mehr Pädagogen und Therapeuten aus verschiedenen Richtungen für die tiergestützte Therapie bzw. tiergestützte Interventionen und setzen auch Tiere bei ihrer Arbeit ein. Mittlerweile gibt es sogar professionelle Weiterbildungen für Heilpädagogen, Sozialarbeiter oder auch Ergotherapeuten in tiergestützter Therapie.

Tierische Therapeuten

Tiere haben beim Menschen positive Auswirkungen, z. B.

  • Senkung des Blutdrucks
  • Reduktion der Herzfrequenz
  • Hormonhaushalt
  • Muskeltonus
  • Wahrnehmung (wird gefördert)
  • Entspannung im Gesicht (Mund-/Augenpartie)
  • Stimme wird weicher (Frequenz steigt)
  • Erhöhung der Aufmerksamkeit
  • Erhöhung der Kommunikations- und Leistungsfähigkeit

Die Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Tier

elephant-375_640Menschen und Tiere leben schon seit Ewigkeiten zusammen. Im Lauf der Geschichte domestizierte der Mensch die Tiere und setzte sie für die Arbeit ein, z. B. auf dem Feld. Je mehr sich der Mensch kulturell entwickelte, desto mehr veränderte sich auch die Beziehung zwischen Mensch und Tier. In prähistorischen Hochkulturen spielten Tiere eine wichtige Rolle. So galten beispielsweise Katzen bei den alten Pharaonen als heilige Tiere. In Indien sind es bis heute noch die Kühe. In anderen Teilen der Welt gelten Elefanten als heilig.

Trotzdem wurden Tiere als niedere Wesen angesehen, die keine Seele besaßen. Erst Aristoteles (384-322 v. Chr.) sprach den Tieren eine Seele zu. Unter verschiedenen religiösen Einflüssen änderte sich diese Sichtweise jedoch immer wieder. Der Mensch ist in der Lage, über sich selbst nachzudenken, das Tier nicht, hieß es. Daher stellte man den Menschen über das Tier und nahm sich das Recht heraus, das Tier nach Belieben zu benutzen.

Erst im 18. Jahrhundert begann ein Umdenken. Der Philosoph und Naturforscher Jean-Jacques Rousseau fand heraus, dass Tiere sehrwohl ein Empfindungsvermögen haben. Und so nahm man nicht mehr allein die geistige Leistung als Maßstab, sondern entdeckte Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Tier, nämlich über das Fühlen und die Sensibilität. Damit veränderte sich erneut die Mensch-Tier-Beziehung. Nicht zuletzt durch die moderne Verhaltensforschung, die herausfand, dass Tiere leidensfähig sind.

War das Tier früher überwiegend Jagdgefährte oder Arbeitstier, so nimmt es heute einen immer wichtigeren Stellenwert im sozialen Bereich ein: das Tier als Freund und Familienmitglied.

Was ist tiergestützte Therapie?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sowohl in der Therapie als auch in der Pädagogik bzw. sozialen Projekten Tiere als Helfer eingesetzt werden mit dem Ziel, das psychische und körperliche Wohlbefinden oder das Sozialverhalten zu verbessern, Ängste abzubauen, Spannungen zu lösen und vieles mehr.

Welche Voraussetzungen muss ein Tier haben, um als Helfer eingesetzt zu werden?

Nicht jedes Tier eignet sich als Therapie-Tier. Um bei einer Therapie eingesetzt zu werden, muss das Tier bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es muss

  • gesund und gepflegt
  • kontaktfreudig und neugierig sein und
  • ein freundliches Wesen haben

Es kann vorkommen, dass jemand mit motorischen Störungen das Tier etwas fester anpackt als ein gesunder Mensch. Oder dass sich aufgrund von psychischen Beeinträchtigungen, Ängsten oder emotionalen Belastungen ein Mensch nicht so verhält, wie er es sonst tun würde. Daher ist ein freundlicher und geduldiger Charakter des Tieres unabdingbar.

Welche Tiere sind als Co-Therapeuten geeignet und wo werden sie eingesetzt?

HUNDE
Der Hund als BegleiterIm medizinischen Bereich werden Hunde gerne in der Logotherapie eingesetzt.

Aber auch Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, Erziehungsheime und sogar Justizvollzugsanstalten werden im Rahmen von Tierbesuchsdiensten besucht. In den USA wirkenTherapiehunde schon seit vielen Jahren in Krankenhäusern am Heilungsprozess von Patienten mit z. B. schweren Kopf- oder Rückenmarkverletzungen, Amputationen, Schlaganfällen und neuromuskulären Beeinträchtigungen mit.

Inzwischen gibt es sogar Hunde, die darin ausgebildet werden, Krebs zu erschnüffeln,  bevorstehende Epilepsie-Anfälle oder eine Unterzuckerung bei Diabetes-Erkrankten zu erkennen.

Aber nicht nur im körperlichen, sondern auch im seelischen Bereich sind Hunde eine große Hilfe. In psychiatrischen Abteilungen oder psychotherapeutischen Praxen wird gerne mit Hunden gearbeitet. Der Körperkontakt zum Hund durch Streicheln und Kuscheln wirkt sich wohltuend auf die Seele des Menschen aus.

PFERDE
arabian-horse-656756_640Auch mit dem Pferd ist ein enger körperlicher Kontakt möglich. Die Hippotherapie wird in der Hauptsache zur Lösung von Verkrampfungen und zur Förderung von Gleichgewicht und Bewegung eingesetzt. Heilpädagogisches oder therapeutisches Reiten wird beispielsweise gerne bei Suchtpatienten oder bei verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen eingesetzt.

Ebenso bei Menschen mit Sprachstörungen oder mit psychischen bzw. psychosomatischen Beeinträchtigungen ist die Pferdetherapie sehr beliebt. Pferde und Esel werden auch gerne im Rahmen einer Angsttherapie eingesetzt. Denn das Führen eines so großen Tieres baut Unsicherheiten ab und stärkt das Selbstvertrauen. Ein Pferd lässt sich nämlich nur führen, wenn man sich selbst ganz sicher ist, wohin man will und das auch ausstrahlt. Schon die kleinste Unaufmerksamkeit genügt, und das Pferd macht was es will und nicht, was der Patient möchte.

DELPHINE
DelfintherapieDelphin-Therapien gehören zu den bekanntesten Therapieformen mit Tieren. Sie werden hauptsächlich bei Kindern angewendet, z. B. bei Autismus, dem Down-Syndrom oder geistigen Behinderungen.

Die Therapie findet im Wasser statt, was einen besonderen therapeutischen Effekt auf den Patienten hat: das Getragenwerden im Wasser, die Wärme der Sonne, die Wellenbewegungen des Wassers und natürlich der Kontakt zum Delphin haben eine überaus positive Wirkung auf den Patienten.

Delphine können erkennen, ob eine Frau schwanger ist. Über ihr Sonar nehmen sie wahr, dass im Bauch der Frau noch ein Herz schlägt. Das zieht sie magisch an.

Entspannung, Zufriedenheit, Steigerung der Kommunikation, längere Phasen der Aufmerksamkeit sind positive Effekte der Delphin-Therapie.

NUTZTIERE:
Nutztiere als TherapeutenKühe, Schafe, Ziegen, Schweine, Gänse etc.
Nutztiere werden oft auf Bauernhöfen eingesetzt, die sich auf Tier-Therapien spezialisiert haben.

Hier wohnen und arbeiten Menschen mit geistiger Behinderung, psychisch oder psycho-sozial Beeinträchtigte, Suchtkranke, Demenzerkrankte oder verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Auch Ex-Häftlinge werden mit der Pflege eines oder mehrerer Tiere auf dem Therapie-Bauernhof betraut. Dies dient der Verbesserung des Sozialverhaltens im Rahmen von Re-Sozialisierungsmaßnahmen.

SONSTIGE TIERE
Haustiere als Therapeuten und BegleiterKatzen, Vögel, Meerschweinchen oder Fische werden in Krankenhäusern, Anstalten oder Kliniken eingesetzt, wo sie durch ihre bloße Anwesenheit wirken.

Dabei ist zu sagen, dass Katzen sich durch eine Besonderheit auszeichnen. Sie setzen oder legen sich gerne auf energetische Störfelder, z. B. Wasseradern.

Für wen sind Tiere als Co-Therapeuten geeignet?

Die Frage wurde zum Teil schon beantwortet, hier noch einmal zusammengefasst:

  • Verhaltensauffällige Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Kinder und Jugendliche in pschiatrischen und psychotherapeutischen Einrichtungen oder Praxen: Schwellenängste werden abgebaut. Tiere vermitteln eine entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre, die Angst vor dem Therapeuten oder der Therapie wird genommen.
  • Senioren und Bewohner von Pflegeheimen: Oft sind diese Menschen alleine und haben niemanden, der sie besucht. Auch das Knüpfen von neuen Kontakten gestaltet sich oft schwierig. Zärtlichkeiten können nicht mehr ausgetauscht werden, sind oft sogar ein Tabuthema. Die älteren Menschen erfahren wieder Gefühle und Emotionen. Sie erleben Körperkontakt mit dem Tier, spüren seine Wärme, seinen Atem, seine pulsierende Lebendigkeit. Sie dürfen dem Tier ihre Zuneigung und Zärtlichkeit geben, anstatt selbst nur versorgt zu werden. Mit einem Tier lassen sich auch leichter soziale Kontakte herstellen, und Tiere helfen gegen die gähnende Langeweile des Alltags. Tiere vertreiben die Einsamkeit und senken nachweislich die Medikamentendosis.
  • Demenz- und Parkinsonerkrankte
  • Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen
  • Patienten mit neurologischen Störungen
  • Depressive und Suchterkrankte
  • AIDS- und Krebspatienten
  • Koma-Patienten und Menschen, die im Sterben liegen: Hunde werden hier gerne eingesetzt, sie helfen Druck abzubauen.

Die Wirkung der Tiere auf Menschen

Durch die enge Beziehung zwischen Mensch und Tier, durch die gemeinsame Kommunikationsebene (non-verbal, Körpersprache), lösen sich Ängste und wird das Selbstbewusstsein gestärkt.

In der Begegnung mit einem Tier, z. B. mit einem Hund, erfährt der Mensch bedingungslose Liebe, Zuneigung und Akzeptanz. Dies erfahren sie von ihren Mitmenschen meist nicht. Das Tier nimmt uns so an, wie wir sind, ohne Vorurteile oder Zweifel. Die vertrauensvolle Öffnung des Patienten dem Tier gegenüber begünstigt den Heilungsprozess.

Auch tierische Therapeuten brauchen eine Auszeit

Tiere, die pädagogisch oder therapeutisch eingesetzt werden, sind oft einem hohen Maß an Stress ausgesetzt. Körperliche Zudringlichkeiten, raues Zupacken, zu viele Menschen, die sich um ein Tier drängeln, ungewohnte Gerüche oder Bewegungen durch die Patienten bedeuten für das Tier Stress.

Hunde am StrandWichtig ist daher, dass Personen, die therapeutisch mit Tieren arbeiten, das Tier oder die Tiere gut kennen, Stressreaktionen des Tieres erkennen und gut darauf reagieren können. Tierische Co-Therapeuten spüren Anspannungen und Ängste ihrer Patienten, was für sie eine zusätzliche Belastung darstellt. Deshalb braucht das Tier regelmäßige Pausen und Erholungszeiten. Tiere sind unsere Freunde und haben ein Recht auf ihre eigene Lebensfreude.

Alles in allem sind Tiere als therapeutische Helfer eine große Bereicherung. Eine verantwortlicher, artgerechter Umgang mit den Tieren, Sachkunde sowie eine spezielle Ausbildung ist bei tier-therapeutisch Arbeitenden unerlässlich.

Wie haben sich Tiere auf dein Wohlbefinden und auf deine Genesung ausgewirkt?

Schreibe mir. Ich freue mich auf deine Erfahrungen.

Hier noch ein paar Empfehlungen, falls Du Dich näher mit der tiergestützten Therapie oder Tieren in der Sozialen Arbeit mit Menschen befassen möchtest:

Alkohol als Überlebensstrategie

“Das Leben lässt sich nur noch im Suff ertragen…”

Hat man einmal einen über den Durst getrunken, kommt einem dieser Satz schon mal über die Lippen. Er ist allerdings selten ernst gemeint und kommt eher mit einem Augenzwinkern daher. Jammern wir doch nur allzugerne auf hohem Niveau. Doch das gilt nicht für alle.

Für viele Menschen ist dieser locker dahergesagte Spruch alles andere als witzig. Er ist bitterer Ernst. Denn ihr Leben lässt sich in der Tat nur noch im Suff ertragen. Viele haben über Jahre hinweg eine Alkoholabhängigkeit entwickelt, um sich zu betäuben, um den Schmerz, den sie in sich tragen, nicht fühlen zu müssen. 

Mit “Suffköppen” wollen wir nicht gerne etwas zu tun haben. Nun, wenn uns eine fremde Person nicht behagt, können wir naserümpfend die Straßenseite wechseln. Doch was, wenn dieser alkoholabhängige Mensch ein Familienmitglied ist? Was, wenn es sich bei diesem Alkoholsüchtigen um den eigenen Partner, die Eltern oder das eigene Kind handelt? 

Ein Schluck zur Erleichterung

Es gibt immer einen Grund, warum ein Mensch eine Alkoholabhängigkeit entwickelt. Niemand gerät per Zufall in eine Alkoholsucht. Abgesehen davon, dass es keine Zufälle gibt. Der Mensch trinkt, um seelische Belastungen leichter zu ertragen. Man spricht hier auch vom Erleichterungstrinker oder Alpha-Trinker (n. Jellinek).

Keine Feier ohne Meier

Es gibt Menschen, die keine Gelegenheit auslassen, zu denen Alkohol konsumiert wird (Gelegenheitstrinker bzw. Beta-Trinker). Sie lassen sich leicht zum Trinken verleiten und sind suchtgefährdet. Durch ihr Trinkverhalten schädigen sie ihre Gesundheit.

Immer mehr, immer mehr, immer mehr…

Ist der Mensch erst einmal zum Suchttrinker (Gamma-Trinker) geworden, kommt es beim Trinken häufig zu Kontrollverlust. Regelrechte Saufexzesse und unauffällige Phasen wechseln sich ab. Bereits der erste Schluck Alkohol löst ein unstillbares Verlangen (Craving) aus.

Entzugserscheinungen

Irgendwann schmeckt die Plörre nicht mehr. Leider ist es dann oft zu spät. Man kann nicht mehr aufhören zu trinken, kommt nicht mehr vom Alkohol los. Ohne ein gewisses Pensum an “Sprit” ist der Tag nicht mehr zu bewältigen (Spiegeltrinker bzw. Delta-Trinker). Sind alkoholische Getränke nicht sofort verfügbar, kommt Panik auf. Der Mensch leidet an Entzugserscheinungen, wird unruhig, nervös und fängt an zu zittern.

Spätestens jetzt ist klar, dass es sich bei diesem Trinkverhalten um eine ausgewachsene Alkoholabhängigkeit handelt.

War ich das etwa?

So genannte Quartalssäufer (Epsilon-Trinker) können über viele Monate abstinent leben und ohne Alkohol auskommen. Dann folgt eine Phase exzessiven Alkoholkonsums, wobei der Trinker keine Kontrolle über sein Trinkverhalten hat. Tagelange Saufgelage können zu vorübergehendem Gedächtnisschwund, dem berühmten Filmriss (Blackout) führen. Danach folgt in der Regel wieder eine Phase der Abstinenz.

Trinken als Überlebensstrategie

Wie ich vorhin schon angeführt habe, haben diese Menschen einen Grund für ihr Tun. Sie trinken, um innere Spannungen abzubauen und sich selbst vor unerträglichem Seelenschmerz zu schützen. Der Alkoholkonsum ist zunächst eine Bewältigungsstrategie, so absurd das auch klingen mag.

Menschen haben alles, was sie für ihre Lösung brauchen, bereits in sich. Und sie tun immer das Beste, was sie gerade tun können, um größeren Schaden von sich abzuwenden – bewusst oder unbewusst!

In der systemischen Therapie und Beratung spricht man von ressourcenorientiertem Verhalten. Und wenn die einzige Ressource darin besteht, durch Trinken diesen tiefen Schmerz nicht spüren zu müssen, ist dies erst einmal positiv zu sehen und entsprechend zu würdigen.

Dass dies auf Dauer keine Lösung ist, ist sonnenklar. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Doch wir sollten uns immer vor Augen halten, dass niemand aus Jux und Tollerei zum Säufer wird. Dahinter steckt immer ein Seelenschmerz, ein unüberwältigbarer Stress bzw. ein Trauma. Eine Alkoholentzugstherapie mit anschließender Traumatherapie ist hier dringend angesagt.

Verurteilen wir also nicht vorschnell den Penner auf der Straße. Wir kennen nicht seine Geschichte, sind nicht in seinen Schuhen gegangen und haben nicht sein Leben gelebt.

Love & Light,

Sissell

 

{Bildquelle Beitragsfoto oben: http://www.thinkstockphotos.de}