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Energieräuber

Energievampire II – 9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

Wie du Dich energetisch schützen und reinigen kannst

Ich hatte Dir in der letzten Woche versprochen, dass ich Dir heute einige Methoden vorstellen will, wie Du dich gegen Energievampire schützen kannst. 

Und deshalb mache ich das jetzt auch. 

Also, es gibt in der Tat viele Möglichkeiten, sich gegen Energieräuber zu wehren. Da wird sicherlich auch für Dich die eine oder andere dabei sein, die Du gut anwenden kannst.

Claudia Dieckmann vom Institut für Energiearbeit in Wien nennt die Art, sich gegen Energievampire zu wehren „Energetische Selbstverteidigung“.

9 Möglichkeiten zur energetischen Selbstverteidigung

1. Aufmerksamkeitsentzug

Entziehe dem Energieräuber Deine Aufmerksamkeit, wenn Du merkst, dass Dir das Gespräch mit einer bestimmten Person nicht guttut. Brich das Gespräch ab und verlasse die Situation. 

Wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil es sich bei dem Energieräuber um eine Person handelt, die Du nicht einfach loswerden oder stehenlassen kannst (z. B. Chef, Partner etc.), dann schau in eine andere Richtung, höre nicht mehr hin bzw. lass Deine Gedanken schweifen. Drehe dich von der Person etwas weg, wende Dich zur Seite. 

Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Du kannst selbst abwägen, was Dir passend erscheint.

2. Arme vor dem Solar Plexus verschränken

Das ist ein hochwirksamer Schutz für dein Energiezentrum im 3. Chakra (Machtzentrum). Die Themen dieses Charkas sind: Gedanken, Glaubenssätze, Persönlichkeit, Selbstsicherheit, Wille, Macht, Handeln, Kontrolle. Indem Du die Arme vor dem Bauch verschränkst, hast Du in diesem Moment die Kontrolle und Macht über Dein Energiefeld und lässt keine Fremdenergien hinein. Du hast das sicherlich schon oft gemacht, ohne Dir dessen bewusst zu sein.

3. Beine übereinanderschlagen

Dies bietet Dir Schutz im 1. und 2. Chakra (Wurzelchakra und Sakralchakra). 

Themen des Wurzelchakras: 
Lebenskraft, Überleben, Sicherheit, Urvertrauen, Körperlichkeit, Beziehung zur materiellen Ebene des Lebens, Stabilität und Durchsetzungskraft.

Themen des Sakralchakras: 
Fluss der Lebensenergie, Kanal für die kreative Energie des Lebens (Schöpfungsenergie), Erfahren der Welt, Lebendigkeit, Verlangen/Begehren, Lebensfreude, Emotionen, Lust, Sexualität.

Das Übereinanderschlagen der Beine schützt diesen Bereich. Du machst im wahrsten Sinne des Wortes zu. Auch das tun wir unbewusst ganz oft. Meist haben wir dabei gar nicht die Absicht, unser Energiefeld zu schützen, aber das passiert ganz automatisch.

4. Füße kreuzen

Du sitzt, hast aber keine Möglichkeit, die Beine übererinanderzuschlagen. Dann kreuze einfach die Füße. Auch das unterbricht den Energiefluß. Dein Energiefeld ist damit nicht ganz offen für alles, was von außen auf die einprasselt.

traditional necklace5. Türkise tragen

Das Tragen von echten Türkisen, z. B. einer Türkiskette oder eines Türkisarmbandes lässt keine destruktiven Energien an dich ran bzw. in dein Energiefeld hinein. Sie wirken wie ein energetischer Schutzschild. Du solltest die Türkise allerdings nicht Tag und Nacht tragen, da sie leider auch nichts rauslassen. Daher immer mal für einige Stunden abnehmen, die Türkise mit Kristallsalz reinigen (einfach für 2 Stunden ins trockene Salz legen, bitte kein herkömmliches Speisesalz) und in anschließend in getrommelten Bergkristallchips wieder aufladen (2 Stunden). Bitte achte darauf, daß Du echte Türkise trägst. Im Handel werden oft nachgemachte angeboten, da sie günstiger sind.

6. Belastende Energie ableiten

Fühlst Du Dich schwer, weil jemand seinen Seelenmüll bei Dir abgeladen hat, so solltest Du diese belastende Energie schleunigst wieder loswerden. Es sei denn, Du leidest gern.

Setze dich bequem hin und stelle die Füße parallel auf den Boden. Stell dir nun vor, wie du über deine Fußsohlen deinen emotionalen und energetischen Müll an Mutter Erde übergibst. Bitte sie, Deine Belastungen aufzunehmen und sie in nährende Energien umzuwandeln. Ganz so wieder Wald, der das welke Laub in  nährstoffreichen Humus wandelt.

7. Energie auftanken

So, wie Du Belastungen an Mutter Erde abgegeben hast, kannst du auch nährende Energien von ihr aufnehmen, wenn Du dich leer und ausgelaugt fühlen solltest.

Stell Dir vor, wie aus Deinen Füßen Wurzeln wachsen, die sich tief in das Erdreich graben, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo sie von helfenden Wesen verankert werden. Bitte Mutter Erde, dich mit allem zu versorgen, was Du brauchst. Strecke Deine Arme in den Himmel und spüre das Sonnenlicht auf deinem Gesicht und deinem Körper. Nimm jetzt die nährenden und heilenden Energien der Erde und des Himmels in Dir auf. Tue dies so lange, bis Du das Gefühl hast, dass es genug ist.

Du kannst diese Übungen ganz bewusst, mit Bewegung und Wort ausführen oder sie Dir einfach nur vorstellen. So kannst du sie auch zwischendurch anwenden, wenn Du gerade in einer voll beladenen U‑Bahn oder im Aufzug fährst. Wann immer Du Gelegenheit hast, Dein Gesicht in die Sonne zu strecken, nutze sie. Licht ist enorm wichtig. Es hebt die Stimmung und stärkt Dein Energiefeld.

Schutzengel8. Das Blaue Licht von Erzengel Michael

Ich persönlich arbeite gerne mit der Energie von Erzengel Michael. Wenn Dir das komisch vorkommt oder zu spinnert, dann ist diese Übung vielleicht nichts für Dich. Aber vielleichst möchtest Du ja auch ein wenig experimentieren und mal was Neues ausprobieren: 

Erzengel Michael übermittelt mit der Energie des blauen Lichtstrahls Schutz, Kraft und Sicherheit. Das Blaue Licht wandelt lähmende Angst in Mut und bringt Dir Deine Handlungsfähigkeit zurück. 

Ich bitte Michael dazu um seinen blauen Mantel des Schutzes und der Führung. Ich nehme dabei wahr (vor meinem geistigen Auge wie auch energetisch am ganzen Körper), wie ich vom Blauen Lichtstrahl vollständig eingehüllt werde. Das schöne an dieser Übung ist, dass sie so schnell geht. Du brauchst Michael lediglich um Blaues Licht zu bitten und davon auszugehen, dass es geschieht. 

Erzengel Michael wird nicht umsonst mit Schwert und Schild dargestellt. Er hilft Dir dabei, destruktive Verbindungen, die Dich behindern und Dir nicht mehr dienlich sind, mit dem Schwert zu durchtrennen. Bitte ihn einfach darum, wann immer Du es brauchst. 

die_violette_flamme9. Die Violette Flamme

Die Violette Flamme der Transformation ist ein wundervolles Geschenk der Geistigen Welt. Ihr Hüter ist St. Germain, der zu seinen Lebzeiten als der Graf von St. Germain bekannt war. Er lebte viele Leben auf dem Planeten Erde und war Meister der Transformation und Manifestation. Mit dem Beginn des Wassermannzeitalters ist er der Hüter der Erde und für die Transformation auf unserem Planeten zuständig.

Bitte St. Germain um die Violette Flamme. Stell Dir vor, wie sie Dich einhüllt und Deine komplette Aura sowie alle Zellen deines Körpers reinigt und klärt. Die Violette Flamme reinigt negative Energien und Wunden auf allen Ebenen Deines Seins, also physisch und geistig. Sie holt alte Verkrustungen aus Deinem System und transformiert sie in kraftvolle, nährende Energien, die Dir dann wieder zur Verfügung stehen.

Ich mache es oft so, dass ich vor dem Einschlafen mit der Violetten Flamme arbeite. Ich bitte sie, wie ein Wirbelwind durch mein komplettes Energiesystem zu fegen und alles zu reinigen, was gereinigt werden muß. Ich vertraue darauf, daß sie weiß, was sie zu tun hat. Dabei schlafe ich regelmäßig ein.

Kommt Dir das komisch vor oder klingt Dir das zu esoterisch? Auch gut. Es gibt ja auch bodenständigere Methoden, um dein Energiefeld zu reinigen und dich vor Energievampiren zu schützen. Du hast einige davon jetzt kennengelernt oder wendest sie womöglich auch schon.

Lerne, Dein persönliches Kraftfeld zu stärken

Wie Du Dein persönliches Kraftfeld stärken, verankern und in bevorstehenden Situationen nutzen kannst, zeige ich Dir im persönlichen Gespräch. Wir brauchen hierfür ca. eine Stunde, dann kannst Du es alleine und brauchst mich dafür nicht mehr!

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Bildquellen:

Türkisschmuck: www.edelstein-koenig.de
Schutzengel gesucht: www.shop-027.de
Violette Flamme – http://kristallburg.ch/index.php/die-violette-flamme.html

Energieräuber

Energievampire – wer oder was raubt Dir Deine Lebenskraft?

Energieräuber

Kennst Du das: Du betrittst einen Raum und fühlst Dich sofort unwohl. Oder nach der Begegnung mit bestimmten Menschen fühlst Du Dich total ausgelaugt, kraftlos und erschöpft.

Vielleicht hast Du auch Kopfschmerzen oder Dein Körper fühlt sich schwer wie Blei an, Du bist total genervt. Vielleicht grübelst Du viel und kannst nachts nicht schlafen. Du schreibst derartige Symptome Deinem anstrengenden Arbeitstag zu oder sagst Dir, dass Du womöglich heute mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden bist oder, oder, oder...

Vielleicht ahnst Du aber auch schon, wer oder was die Ursache sein könnte oder Du weißt bereits intuitiv, was los ist.

Möglicherweise hast Du es hier mit Energieräubern zu tun, auch so genannten Energievampiren. Sie werden so genannt, weil sie Dir Deine Energie absaugen. Das ist natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern im übertragenen Sinn. Aber die Analogie zu Graf Dracula, der seinen Opfern den Lebenssaft aussaugt und sich von ihrer Lebensenergie nährt, ist gut geeignet, um deutlich zu machen, was da energetisch mit Dir passiert.

Beispiel:

Dein Chef nörgelt ständig an Dir herum, Du kannst ihm nichts recht machen. Egal, was Du tust, es scheint ihn nie zufriedenzustellen. Du strengst Dich noch mehr an, um seinen Wünschen und Vorstellungen gerecht zu werden, und doch reicht es nicht. Er hat trotzdem noch was auszusetzen...

Du nimmst das natürlich persönlich und denkst, DU bist nicht gut genug. Dein Selbstwertgefühl leidet und schrumpft, bis Du zum Schluss so klein bist, daß Du Dich selbst kaum noch wahrnimmst.

Dein Chef merkt vielleicht gar nicht, was er da tut, und solange ihn niemand auf sein Verhalten aufmerksam macht, kann er nicht damit aufhören, getreu dem Motto „...denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Jetzt wäre es angebracht, Deinem Chef den Spiegel vorzuhalten, damit er selbst sehen kann, was er da treibt. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, daß er dann damit aufhört. Es könnte immerhin sein, dass es ihn antörnt, Macht über seine „Untergebenen“  auszuüben. In diesem Fall ist er sich seiner Handlungen sehr wohl bewußt.

pair-707509_640Menschen benutzen andere Menschen als Energiequelle

Menschen, die andere Menschen dazu benutzen, ihre eigenen Bedürfnisse oder Süchte zu befriedigen oder für ihre Zwecke einspannen, begehen einen schweren energetischen Mißbrauch. Hier handelt es sich um eine Form von psychischer und emotionaler Gewalt.

Warum tun sie das?

  • Um ihre eigene innere Leere zu füllen.
  • Um ihre Ängste und Unsicherheiten zu kompensieren.
  • Um ihre (Sehn-)Süchte zu befriedigen.
  • Um ihren (Seelen-)Schmerz zu stillen.

Vielleicht fallen Dir noch andere Gründe ein, weil Du vielleicht selbst schon einmal Erfahrungen mit Menschen oder Situationen gemacht hast, die Dir Deine Kraft geraubt haben.

Wie kannst du Energie-Vampirismus erkennen? Woran merkst Du, daß Dir jemand oder etwas deine Lebensenergie raubt?

  1. Schwätzer: je mehr sie reden, desto mehr Aufmerksamkeit wollen sie von Dir. Wenn Du sie ihnen gibst, hast Du schon verloren, und zwar DEINE wertvolle Lebensenergie. Ich zum Beispiel verliere extrem viel Energie, wenn mich jemand zuquatscht, z. B. Versicherungsvertreter oder Leute, die mir etwas verkaufen wollen. Dann werde ich nach einer gewissen Zeit schlagartig müde. Manchmal bekomme ich sogar Kopfschmerzen.  Früher habe ich mich nicht getraut, das Gespräch dann abzusprechen. Ich war ja schließlich wohlerzogen und ein höflicher Mensch. Heute passiert mir das nicht mehr. Menschen, die mich schwächen mit ihrem Geschwätz, werden gnadenlos geblockt.
  2. Wenn jemand sich nah in Deiner Aura aufhält, z. B. fremde Personen, die den gebührenden Abstand (mind. 1 m) nicht wahren und Dir zu nah kommen.
  3. Wenn Dich jemand mit den Augen fixiert. Die Augen sind der Spiegel zur Seele. Schauen wir jemandem tiefer oder länger als einige Sekunden in die Augen, so gewähren wir ihm Zugang zu unserem Innersten. Dies sollte nur Menschen vorbehalten sein, die Du gut kennst, denen Du vertraust und bei denen Du Dich wohlfühlst.
  4. Neidische Menschen, Arbeitskollegen, die Dich mobben, Dein Partner, der Dich so sehr vereinnahmt, daß Du gar nicht merkst, wie Du ihm bereits hörig geworden bist.
  5. Wenn immer ein Mensch über einen anderen Macht ausübt.
  6. Wann immer Du Dich als Opfer fühlst und Dich klein machst bzw. machen läßt.
  7. Werbung im TV, Spam-Mails oder sonstige Maßnahmen, die Dir suggerieren, dieses oder jenes Produkt unbedingt zu brauchen und ohne dies nicht lebensfähig zu sein (passiert fast täglich).
  8. Ständige Negativmeldungen in den Nachrichten, Gewaltszenen in TV und Kino oder Videospielen.
  9. Denaturierte Nahrungsmittel, Medikamente, Drogen, Alkohol, Süchte schwächen Deine Lebenskraft.
  10. Vertrocknete Pflanzen ziehen Dir Lebensenergie ab. Wirf sie weg oder säubere die trockenen Stellen aus.
  11. Auch Gegenstände können uns Energie ziehen. Wenn Du zum Beispiel ein Bild in deiner Wohnung hängen hast, das Du überhaupt nicht magst, weil Dir die Farbe oder die Form nicht gefällt. Du kannst es aber nicht abnehmen, weil Deine Partnerin sonst Stress macht. Vielleicht hast Du einen Gegenstand geschenkt bekommen, der Dir Unbehagen bereitet, Du willst ihn aber nicht weggeben, weil Du den Schenkenden nicht enttäuschen möchtest. All dies raubt Dir deine Lebensenergie.

Der russische Parapsychologe und Autor Vadim Tschenze beschreibt seinerseits 12 Arten des Energie-Vampirismus. Die Seite ist kurz und knackig gehalten, so kannst Du es dort gut nachlesen.

Wie kannst Du Dich vor Energievampiren schützen?

Das Zauberwort heißt SELBSTACHTUNG. Ohne Deine Selbstachtung nützen alle Techniken und Übungen nichts. Wenn Du Dich selbst nicht achtest, wird es auch kein anderer tun, es sei denn, Du hast es tatsächlich mit höher entwickelten Wesen zu tun, die grundsätzlich wertschätzend und wohlwollend sind. Solche Menschen hast Du hoffentlich in Deinem näheren Umfeld sprich Familie, Arbeit, Freizeit etc.

Nur wenn Du Dich selbst achtest, kannst Du auch von anderen Achtung einfordern, und zwar Achtung vor dem Leben und Achtung vor Dir als Mensch.

alive-934671_640Nur wenn Du energetisch im Gleichgewicht bist, bist Du in deiner Kraft.

Energetischer Austausch muss auf beiden Seiten stattfinden. Wenn Dir jemand Energie zieht, ohne dies wieder auszugleichen, entsteht eine Dysbalance. D. h. der Energieräuber wird immer stärker, und Du wirst immer schwächer. Du kannst dies in nahezu allen Systemen des Lebens beobachten. Wie im Großen, so im Kleinen. Es passiert in Partnerschaften, Familien, Gemeinden, Staaten und Völkern.

Die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich sowie das ökologische Ungleichgewicht auf unserem Planeten sind das beste Beispiel dafür, daß wir gegen fundamentale Naturgesetze verstoßen.

Dysbalancen entstehen durch die Mißachtung des Universellen Gesetzes des Ausgleichs oder Harmonie.

Alles im Leben strebt zur Harmonie, zum Gleichgewicht. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Es ist ein immerwährender gegenseitiger Austausch von Energien. Im Idealfall sind wir in unserer energetischen Mitte, d. h. in Balance.

In seinem Buch „Die Prophezeihungen von Celestine“ geht James Redfield der Frage nach, warum es in Beziehungen immer wieder zu Machtkämpfen und Konflikten kommt.

Am Beispiel frisch Verliebter lässt sich das ganz gut erklären. Hier ein Auszug aus dem Buch:

"Wir haben uns immer gefragt, weshalb Glück und Euphorie in einer Liebesbeziehung irgendwann enden und es dann zu Konflikten und Auseinandersetzungen kommt. Jetzt wissen wir es. Es hängt mit dem Energieaustausch zwischen den Beteiligten zusammen. 
Am Anfang einer Liebe versorgen sich beide Partner unbewußt gegenseitig mit Energie, geraten als Folge davon in Hochstimmung und fühlen sich beflügelt. Dieses unwahrscheinlich intensive Hochgefühl nennen wir >Verliebtsein<. Wenn die Partner jedoch erwarten, der andere müsse ihnen dieses Gefühl vermitteln, so schneiden sie sich damit von der Energiezufuhr des Universums ab und werden im Lauf der Beziehung immer abhängiger von der Energie des Partners - unglücklicherweise ist sie dort zu diesem Zeitpunkt meistens nicht mehr im Überfluß vorhanden. Und so wird an der eigenen Energie gespart. Die Beteiligten verfallen wieder in ihre alten Dramen und versuchen einander zu kontrollieren, um die Energie des anderen in die eigene Richtung zu lenken. An diesem Punkt verkommt die Beziehung zu dem ja bestens bekannten stinkgewöhnlichen Machtkampf."

Du weißt jetzt, wer oder was Dir Energie zieht. Es liegt in Deiner Verantwortung, dein Energielevel wieder zu erhöhen und Dir Deine scheinbar verlorene Energie zurückzuholen, um im wahrsten Sinne des Wortes ein ausgeglichener Mensch zu sein.

Welche Erfahrungen hat Du mit Energievampiren gemacht? Was zieht Dir Energie?

Schreibe mir, ich freue mich auf Deine Erfahrungen.

In der nächsten Woche stelle ich verschiedene Methoden vor, wie Du Dich wirksam vor Energieräubern schützen kannst.


Buchtipp:

9 Gründe, die Dich daran hindern, gesund und glücklich zu werden

Was brauchst Du, um gesund und glücklich zu sein?

Du weißt, daß Du alles, was Du zu Deiner Heilung oder Lösung brauchst, bereits in Dir hast. Ich predige es oft genug, und du kannst es auch auf meinen Seiten immer mal wieder lesen.

  • Warum fühlst Du Dich dann trotzdem noch nicht besser?
  • Warum hast Du immer noch nicht die Lösung für Deine Herausforderung gefunden?
  • Warum wollen Deine Krankheitssymptome einfach nicht verschwinden?

9 Gründe, die Dich daran hindern, gesund und glücklich zu werden

1. Du glaubst noch nicht wirklich daran, dass es stimmt

Dein Kopf weiß es, daß Du alles in Dir hast, was Du brauchst. Du kannst aber noch nicht zur Lösung kommen, weil das dazugehörige Bauchgefühl fehlt. Die gedankliche Erkenntnis ist sozusagen noch nicht bis auf die Gefühlsebene vorgedrungen. Während ich das schreibe, fallen mir diese Liedzeilen von Mark Forster ein: „Bauch sagt Kopf ja. Doch Kopf sagt Bauch nein. Und zwischen den beiden steh’ ich...“

Wenn Du Dich noch an die 4 Schöpfungsschritte erinnerst: Alles beginnt mit einem Gedanken, dann taucht ein Bild auf, dem ein Gefühl folgt. Zum Schluss kommt die Handlung – oder auch nicht. Wenn das Gefühl z. B. Angst ist, und die Angst größer ist als das Bild, das du im Kopf hast, gewinnt der Teil mit der größeren Energie, in dem Fall die Angst, den Schöpfungsprozeß. Und das kann dazu führen, dass du handlungsunfähig wirst.

2. Du zweifelst noch an Deinen eigenen Fähigkeiten

Ängste und Unsicherheiten sind ein schlechter Ratgeber, wenn es darum geht, Deine eigenen Fähigkeiten zu entdecken und Stabilität aufzubauen. Diese niedrigschwingenden Energien können Dich immer wieder runterziehen. Sie können Dein System lahmlegen  und Dich daran hindern, zu erkennen, was wirklich in Dir steckt. Wenn dann noch ein blöder Spruch aus dem Umfeld kommt, á la „das schaffst du sowieso nicht...“ oder „denkst du, du bist schon soweit“ oder „also, ich würde mir das an deiner Stelle nochmal überlegen...“ etc. pp., dann trägt das nicht gerade zum Aufbau Deines Selbstwertgefühls bei.

Lass Dir von anderen nichts einreden, und lass Dir auch nichts ausreden. Wenn Du aus tiefster Überzeugung etwas tun oder nicht tun möchtst, bis Du der Einzige, der diese Entscheidung treffen kann.  Und letzten Endes bist Du auch dafür verantwortlich, nicht Dein Nachbar, Dein Friseur oder Dein Tennislehrer. Erlaube Dir, diese Gedanken zuzulassen und sich in Dir auszubreiten. So gewinnst Du nach und nach immer mehr Sicherheit.

3. Du traust Dir noch nicht so recht über den Weg, dass deine Unternehmungen tatsächlich erfolgreich sein könnten

Du hast schon einen Lösungsversuch unternommen, hast aber noch Angst, dass der erhoffte Erfolg ausbleibt? Hier möchte ich Dich wieder an die 4 Schöpfungsschritte erinnern. Deine Absicht mag kraftvoll gewesen sein, das Bild in Deinem Kopf auch. Wenn aber die Angst oder die Zweifel größer sind... den Satz muss ich nicht mehr zu Ende führen, Du weißt, wie es ausgeht.

Es kommt also darauf an, welche Energie Deiner Absicht folgt. Hilfreich ist es, eine Art Erfolgsjournal oder Erfolgstagebuch zu führen. Schreibe hier jeden noch so kleinen Erfolg hinein. Und wenn Dich mal wieder Zweifel überkommen, dann nimm Dir deine Notizen zur Hand, und Du wirst sehen, wie viele Erfolge Du schon erzielt hast. Es sind weit mehr als die Misserfolge.

Stelle Dir jeden Abend vor dem Schlafengehen die Frage: Was ist mir heute gut gelungen? Vielleicht fallen Dir auch während des Tages einige Dinge ein, dann warte nicht bis zum Abend, sondern notiere sie gleich, damit Du sie nicht vergisst.

4. Du hast Angst davor, dass Deine Unternehmungen tatsächlich erfolgreich sein könnten

Kommt Dir das jetzt komisch vor? Warum solltest Du Angst vor Erfolg haben? Schließlich ist es ja genau das, was Du dir wünschst. Oder etwa doch nicht? Stelle Dir einmal ernsthaft die Frage: Was bist Du ohne Dein Drama?

Was tust Du, wenn Du Deine Lösung gefunden hast? Was tust Du, wenn Du gesund und glücklich geworden bist und Du kein Drama mehr hast? Es könnte nämlich passieren, dass Du mit einem Mal in ein seelisches Loch fällst und sich eine gähnende Leere in Dir breit macht, wenn Du zu Deiner Lösung gelangt bist. Dann kannst Du Dir entweder ein neues Drama suchen, oder Du kannst die innere Leere mit etwas ausfüllen, dass Dir Freude und Segen bringt.

Dazu ist es hilfreich, wenn Du Dir vorher Gedanken darüber machst. Entwickle eine Zukunftsvision.

5. Du hast noch nicht zu 100 % die Verantwortung für Dich übernommen und suchst die „Schuld“ für Deine Situation noch bei anderen

Ich kann doch nichts dafür, dass ich krank geworden bin. Es sind die Viren, die Bakterien, Pilze oder sonst irgendwelche Parasiten, die mir das Leben schwermachen. Nein, lieber Leser, das sind – unter uns gesagt – faule Ausreden. Parasiten können uns nur befallen und Krankheitssysmptome hervorrufen, wenn wir vorher auf der seelisch/geistigen Ebene den Nährboden dafür gelegt haben. Ansonsten können sie nicht mit uns in Resonanz gehen.

Aber manche Menschen kommen doch schon krank oder mit Behinderungen auf die Welt, wirfst Du ein? Ja, das stimmt. Weil die Seele, die den Fahrplan des Lebens bestimmt, es sich so ausgesucht hat, um bestimmte Lernerfahrungen zu machen. Im Laufe unseres Lebens dürfen wir aber erkennen, daß wir eben diese oder jene Erfahrung nicht mehr brauchen und dürfen uns von unseren Krankheitssymptomen befreien. Mit Behinderungen verhält es sich ähnlich. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Blinder wieder sehen kann oder ein Lahmer wieder gehen. Oft sind mit diesen Leiden Lebensaufgaben verbunden, die wir nicht auf Anhieb verstehen. Und manchmal reicht ein Leben nicht aus, um heil zu werden.

Du bist für Deine Krankheit selbst verantwortlich. Du hast Dein Leben vor Deiner Inkarnation auf der Seelenebene geplant und Dir für Deine Lernaufgaben natürlich auch die entsprechenden Umstände geschaffen. Ebenso bist Du auch für Deine Gesundheit verantwortlich. Du weißt jetzt, wie Du Deine Selbstheilungskräfte aktivieren kannst. Vielleicht brauchst Du zusätzliche Unterstützung durch einen Therapeuten oder ein Heilmittel, alles hat seine Berechtigung.

6. Du hast Dir selbst noch nicht die Erlaubnis erteilt, wieder gesund und glücklich werden zu dürfen

Du weißt jetzt, dass Du dir erlaubt hast, krank zu sein bzw. dein Seelenplan hat es so vorgegeben. Wer, glaubst Du, kann Dir erlauben, wieder gesund zu werden? Dein Arzt wird es sicher nicht tun, denn er verliert damit einen „guten“ Kunden und eine Einnahmequelle. Die Pharmaindustrie wird es Dir ebenfalls nicht erlauben, für die gilt das gleiche. Je länger sich Dich in ihrer Abhängigkeit halten können, desto mehr verdienen sie an Dir. Mach bitte nicht den Fehler, zu glauben, die Medikamentenindustrie würde wollen, dass Du wieder gesund wirst. Das ist ein Trugschluss. Ich will damit nicht sagen, dass es keine wirksamen Medikamente gibt. Ich will auch nicht sagen, dass es keine verantwortungsvollen Ärzte und Heiler gibt. Das maße ich mir nicht an.

Aber, wenn Du Dir selbst nicht erlaubst, wieder gesund und glücklich zu werden, werden selbst die besten Medikamente und die besten Ärzte nichts für Dich tun können. Heilen kannst Du Dich immer nur selbst!

7. Deine Prioritäten liegen gerade ganz woanders

Vielleicht hast Du ja keine Zeit, Dich um Dich und Deine Herausforderung zu kümmern. Da gibt es womöglich ein krankes Familienmitglied zu pflegen oder Dinge zu erledigen, die keinen Aufschub dulden, weil die Konsequenzen zu drastisch wären. Das ist völlig in Ordnung. Du entscheidest, wann Du soweit bist.

Überprüfe aber hin und wieder den Zustand Deiner Lebensenergie-Akkus. Wenn die nämlich leer sind, kannst Du auch nicht mehr für andere da sein. Und welche Konsequenzen das für dich und deine Lieben hätte, kannst nur Du wissen.

8. Du bist mit deinen Unternehmungen schon einmal gescheitert und hast Angst zu versagen

Wollten tätest Du schon, aber trauen tust Du Dich nicht? Versagensängste können uns sehr lähmen. Die Angst vor Ablehnung, nicht gut genug oder nicht erfolgreich zu sein, betrifft viele Menschen. Warum ist das so? Ich denke, es liegt daran, daß wir ständig Dinge, Situationen und andere Menschen in Kategorien einteilen, sie bewerten, beurteilen und leider auch verurteilen.

Wenn wir damit aufhören würden, hätte alles Leiden ein Ende. Und wir hätten wir uns  über uns selbst hinaus entwickelt, hin zu wahrhaft weisen Geschöpfen. Schließlich nehmen wir uns in Anspruch, ein Homo sapiens (= wissender Mensch) zu sein. Dabei vergessen wir gern, daß Wissen und Weisheit zwei verschiedene Dinge sind und oft gar nichts miteinander zu tun haben. Wissen haben wir im Kopf und Weisheit im Herzen. Es kann nicht schaden, Herz und Verstand miteinander in Einklang zu bringen.

Vertraue Dir, es ist nicht schlimm zu scheitern. Im Gegenteil, Du hast bereits bewiesen, daß Du imstande bist, etwas zu unternehmen. Daß dabei auch mal was schiefgeht, ist kein Weltuntergang. Du kannst aus der Erfahrung lernen und daran wachsen. Jammern hilft da nicht viel. Erinnerst Du Dich, als du noch klein warst und mit Bauklötzchen einen Turm gebaut hast? Wenn er umfiel, hast Du ihn wieder aufgebaut. Wieder und wieder, ohne zu jammern und zu schreien. Das hat man Dir erst später beigebracht, richtig?

9. Du hast aufgegeben

Hier fällt mir eine Lebensweisheit ein:  „Schwach ist nicht der, der fällt, sondern der, der nicht mehr aufsteht.“

Vielleicht bist Du wirklich zu schwach zum Aufstehen, weil Deine Kräfte aufgebraucht sind. Wenn Du noch atmen kannst, wenn Du noch denken kannst, und wenn Du sprechen oder Dich anderweitig bemerkbar machen kannst, kannst Du Dir auch Hilfe holen. Es sei denn,  Du möchtest sterben. Das ist Deine Wahl.

Und schon kommt mir eine Liedzeile in den Sinn, diesmal von Xavier Naidoo: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen...“

Wenn Du also Hilfe brauchst, um wieder auf die Beine zu kommen, dann frage jemanden, notfalls auch einen Fremden. Menschen sind von Natur aus positiv und konstruktiv. Und sie lieben es geradezu, anderen einen Gefallen zu tun. Wer für andere etwas tun kann, tut damit auch immer etwas für sich.  Du kennst das sicher aus eigener Erfahrung. Niemand muss im Leben ganz alleine zurecht kommen. Dafür ist der Mensch nicht gemacht. Wir sind „Rudeltiere“ und brauchen die Gemeinschaft.

Was Du zur Aktivierung Deiner Selbstheilungskräfte brauchst, ist Deine SELBSTERMÄCHTIGUNG. Was Du für die Umsetzung Deines Lösungsansatzes benötigst, ist Deine SELBSTERMÄCHTIGUNG, ist Deine Erlaubnis, es zu tun!

Wann wirst Du Dir erlauben, gesund und glücklich zu werden?

Was heißt hier werden? Dostojewski wusste schon: „Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, daß er glücklich ist. Das ist alles... Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.“

Also nochmal:
Wann wirst Du Dir erlauben, gesund und glücklich zu SEIN?

Der Zauber der Weihnacht – so erzeugst du Frieden und Sicherheit

Denkst du, es ist noch zu früh, um jetzt schon über Weihnachten nachzudenken? Ich finde, über Weihnachten kann man gar nicht früh genug nachdenken. Nein, ich meine nicht den Spekulatius, die Dominosteine oder die Adventskalender, die schon bald wieder in den Supermartregalen zu finden sind. Ich meine den Gedanken oder besser gesagt den Zauber der Weihnacht...

In Zeiten wie diesen, 

wo wir täglich, ja sogar stündlich mit dem Flüchtlingsdrama in Europa konfrontiert werden, wo wir durch die veröffentlichte Meinung von Politikern und Regierungen über die Mainstream-Medien manipuliert und eingelullt werden, wo Menschen und Völker gegeneinander aufgehetzt werden, wo Kriege entfacht werden, um eine neue Weltordnung der so genannten Finanz-Élite durchzusetzen, haben die meisten Menschen ihren Blick für’s Wesentliche verloren.

Verwirrung, Unsicherheit, Angst und Hass sind ein Ausdruck fehlender LIEBE. Und wer Verwirrung, Unsicherheit, Angst und Hass absichtlich unter den Menschen verbreitet, der ist von der LIEBE so weit entfernt, wie man nur sein kann.

Und wir regen uns über alles Mögliche auf:  Politiker, Banken, Gesellschaft, Arbeitskollegen, Vorgesetze, Freunde,  ja sogar über unsere eigene Familie.

Außer an Weihnachten: Da sitzen wir mit der „buckligen Verwandtschaft“ unterm Christbaum und tun so, als gäbe es für uns nichts Schöneres als das traute Beisammensein im Kreise der Familie. Und soll ich dir was sagen: Viele empfinden das tatsächlich so. Sie streiten sich das ganze Jahr, aber an Weihnachten kehrt plötzlich Frieden ein.

Woran liegt das?

Es fängt schon in der Adventszeit an. Sicherlich sind die vier Wochen bis Heiligabend auch mit Stress verbunden. Da werden Plätzchen gebacken, auf den letzten Drücker Geschenke besorgt, Vorbereitungen getroffen und so weiter und so fort.  Alles, was wir das ganze Jahr über nicht tun und was dann zusätzlich noch auf uns einprasselt.

Und plötzlich, mit einem Mal spüren wir es:

In den ganzen Vorweihnachtsstress mischt sich so ein zartes Gefühl, ganz diffus, noch nicht wirklich spürbar, aber dennoch da. Wir ertappen uns dabei, wie ein Lächeln über unser Gesicht huscht.  Ist es Vorfreude oder vielleicht etwas anderes? Einerseits graut es uns vor den Feiertagen, die für viele ja auch mit Verpflichtungen verknüpft sind, auf die sie lieber verzichten würden. Andererseits lassen wir uns (bewusst oder unbewusst) ganz sanft einfangen vom Zauber der Weihnacht.

Ich spüre, wie ich mehr und mehr bei mir selbst ankomme (Advent = Ankunft).

Der Zauber der Weihnacht – was ist das eigentlich?

Das bunte Treiben des Sommers beruhigt sich, ebenso wie die Naur, draußen wird es still. Und in uns auch. Wir haben nunmehr Gelegenheit, uns auf uns selbst zu besinnen und auf das, was uns wichtig ist. Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen, Zeit für Selbstreflektion. 

Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten und behaupten, es sei das Fest der LIEBE.

Viele empfinden das sicher auch so. Außer diejenigen, bei denen die Geschenke an erster Stelle stehen und die Frage, wieviel es dieses Jahr abzusahnen gibt. Aber mit denen will ich mich hier nicht befassen.

Da, wo man die Bedeutung von Weihnachten noch kennt, weiß man, dass der Gedanke der Weihnacht geprägt ist von FREUDE und ZUVERSICHT.

Und jedes Jahr spüren wir es aufs Neue. Ich persönlich fühle mich an diesen Tagen besonders erfüllt von FRIEDEN, STILLE und einer sehr klaren, inneren ZENTRIERTHEIT.

Das ist der Zauber der Weihnacht. Es bedeutet, ganz bei uns zu sein, in unserer Mitte. Wenn wir in unserer Mitte sind, gibt es keine Unsicherheit, keine Angst, keinen Hass und keinen Krieg. Nur Stille, Zentriertheit und Klarheit. Das ist ein Zustand absoluter Sicherheit und Stabilität! Verstehtst du das? Sicherheit kann uns niemals von außen gegeben werden, durch keinen Job, durch keine Polizei und durch keine Regierung. Sicherheit kommt immer aus uns selbst, so wie auch alle anderen Qualitäten immer aus uns selbst kommen.

Jedes Jahr bitte ich darum, den Gedanken von Weihnachten übers ganze Jahr aufrechterhalten zu können. Das mache ich seit ca. 3 Jahren. Doch ich will offen sein: in den ersten beiden Jahren gelang es mir nicht. Spätestens nach Ostern war ich wieder total von meinem Alltag eingefangen und regte mich über Politiker, Banken, Gesellschaft, Arbeitskollegen, Vorgesetze, Freunde,  ja sogar über meine eigene Familie auf.

Den Zauber der Weihnacht weitertragen

In diesem Jahr ging es schon etwas besser. Ich habe zumindest zwischendurch an den Zauber der Weihnacht gedacht. Und es ist mir tatsächlich gelungen, ihn zu fühlen, in mir größer werden zu lassen und diesen wundervollen Gedanken in die Welt hinauszusenden.

Stell dir vor, was passiert, wenn sich plötzlich LIEBE und FRIEDEN überall breitmachen.

Kannst du ansatzweise erahnen, welche Macht jeder Einzelne von uns hat? Wenn immer mehr von uns in eine Haltung von LIEBE, FRIEDEN und ZUVERSICHT kommen, dann werden sich diese Qualitäten recht schnell verbreiten. Wenn wir diesen Gedanken einmal weiterdenken (pardon, aber als Systemikerin kann ich nicht anders) dann entsteht vor unseren Augen ein ganz neues Weltbild. Und es wird nicht nur ein Bild bleiben, sondern zu unserer REALITÄT werden! So funktioniert Schöpfung, du erinnerst dich?

Und dabei ist es gar nicht notwendig, dass ALLE Menschen das tun. Ein gewisser Prozentsatz genügt bereits, um uns aus der Dualität in höhere Qualitäten hineinzuentwickeln.

Das bedeutet, dass alles, was nicht mit diesen Qualitäten in Resonanz geht (also, was nicht auf der selben Wellenlänge liegt), verschwindet. Konstrukte aus Raffgier, Neid, Machtbesessenheit, Korruption, Angst und Krieg fallen in sich zusammen, ebenso wie ihre Konstrukteure.

Sage also bitte nie wieder: „Ich bin allein, ich bin zu klein, ich kann ja doch nichts machen!“ Du bist wichtig, so wie jeder Einzelne von uns.  Sonst wärst du nicht hier!

Der Zauber der Weihnacht ist nichts anderes als die BEDINGUNGSLOSE LIEBE zu allem was ist. An die kannst du dich jeden Tag aufs Neue erinnern, du kannst sie in dir erzeugen, allein mit deiner Absicht. Dann kannst du sie in dir fühlen, größer werden lassen und deinem Nachbarn schicken. Du kannst abends mit ihr einschlafen und morgens mit ihr aufwachen. Verstehst du, was ich meine?

Finger-Yoga: 5 Mudras, mit denen du deine Nerven beruhigst und Stress abbaust

Mit Fingerübungen zu innerer Ruhe und Gelassenheit

Unsere Alltagswelt ist sehr hektisch und von Terminen und Verpflichtungen bestimmt. Oft nehmen wir uns nicht einmal Zeit, um in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder eine Minute aus dem Fenster zu sehen und den Blick ins Grüne schweifen zu lassen.

Mudras, auch Finger-Yoga genannt, werden hauptsächlich während einer Meditation angewandt. Sie werden im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum, beispielsweise 30 oder 45 Minuten gehalten, um ihre volle Wirkung besser zu erreichen.

Doch wusstest du auch, wie einfach und bequem sich Mudras in den Alltag einbauen lassen?

Oft genügt schon eine kurze Fingerübung, um die Energien deines Körper zu harmonisieren, z. B. im Fahrstuhl, in der U‑Bahn, aber auch in der Badewanne, wenn du dich ohnehin einige Minuten entspannst.

Finger-Yoga ist hervorragend geeignet, um körperliche Beschwerden und seelische Belastungen zu behandeln und zu heilen. Mudras helfen dir, Stress abzubauen und steigern dein Wohlbefinden.

Wenn du Schwierigkeiten hast, in einen meditativen Zustand zu kommen, helfen dir Mudras dabei, deine Aufmerksamkeit von außen nach innen zu ziehen.

Es gibt komplexere Mudras, die zunächst ein wenig Übung erfordern. Es gibt aber auch ganz einfache. Wenn du dir die komplexen Fingerübungen nicht gut merken kannst oder nicht ausführen magst, sei unbesorgt. Oft genügt es bereits, wenn du einen Finger mit der anderen Hand hältst, um eine Besserung deines Befindens zu erreichen.

Dabei brauchst du dir nur zu merken, welche Emotionen den einzelnen Fingern zugeordnet werden:

  • Der Daumen             –   reguliert die Sorgen
  • Der Zeigefinger      –   verringert die Angst
  • Der Mittelfinger     –   vertreibt die Wut
  • Der Ringfinger        –   mildert die Trauer
  • Der kleine Finger  –   zügelt die Übereifrigkeit

Finger-Yoga: 5 Mudras, mit denen du deine Nerven beruhigst und Stress abbaust

Heute möchte ich dir fünf Fingerübungen vorstellen, mit denen du in kurzer Zeit zu innerer Ruhe und mehr Gelassenheit kommst:

1.Die Hakini-Mudra für einen tiefen Atem

Hakini-MudraMit der Hakini-Mudra kannst du deinen Atem vertiefen und deinen gesamten Organismus lockern. Das Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt, die Aufnahmefähigkeit gesteigert und gleichzeitig die Entspannung gefördert.

So gehts:

  • Lege alle Fingerspitzen aufeinander.
  • Atme tief durch die Nase ein und noch tiefer durch den Mund wieder aus. Lass deine Zunge dabei locker im Mundraum liegen.
  • Bereits nach den ersten Atemzügen wirst du spüren, wie deine Atmung tiefer und dein Zwerchfell weicher wird.
  • Du kannst die Übung im Stehen oder im Sitzen machen.

2. Die Shakti-Mudra bei innerer Unruhe

Shakti-MudraWenn du nervös und unruhig bist und keine Möglichkeit findest, diese innere Anspannung durch Bewegung, wie Radfahren, Joggen, Tanzen oder sonstiges wieder loszuwerden, kann eine kurze Meditation oder das Halten der Shakti-Mudra dir von großem Nutzen sein.

Die Shakti-Mudra verstärkt ebenfalls die Tiefenatmung. Überdies beruhigt sie und erleichtert das Einschlafen. Sie ist daher am Abend vor dem Zubettgehen gut geeignet.

So gehts:

  • Beuge die Daumen der Hände in die Handflächen und lege Zeige- und Mittelfinger locker darüber.
  • Die Ringfinger und kleinen Finger berühren die Spitzen der entsprechenden Finger der anderen Hand.
  • Halte die Shakti-Mudra höchstens für 10 Minuten und nicht öfter als dreimal am Tag, da sie sonst zu Trägheit führen kann.

3. Die Dhyani-Mudra – auf dem Weg zu innerer Stille

Dhyani-MudraDie Dhyani-Mudra ist eine klassische Fingerhaltung während einer Meditation. Du hast sie sicher schon oft gesehen oder auch selbst ausgeführt. Sie hilft dir, zu innerer Stille zu finden.

So gehts:

  • Lege beide Hände wie Schalen in deinen Schoß. Dabei liegt die linke Hand auf der rechten. Die beiden Daumen berühren sich an den Spitzen und bilden einen Henkel zu den Händeschalen.
  • Schließe die Augen und richte deinen Blick auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen (drittes Auge). Das bewusste Denken wird erschwert und die Versenkung in Entspannung unterstützt.
  • Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Wenn sorgenvolle Gedanken sich dazwischendrängen, kehre mit deiner Aufmerksamkeit immer wieder auf deine Atmung zurück.
  • Du kannst dir ein Mantra als Hilfestellung nehmen. Denke z. B.  das Mantra „Om“ oder „Ruhe“ oder „Frieden“. So kannst du beim Einatmen „Ruhe“ denken und beim Ausatmen „Frieden“. Dabei lenkst du dein Bewusstsein auf dein gewünschtes Ziel.

4. Die Ksepana-Mudra zum Loslassen

Ksepana-MudraDie Ksepana-Mudra wird auch als Geste des Loslassens bezeichnet. Sie hilft dir, dich leichter zu entspannen. Du kannst sie im Stehen oder Sitzen anwenden.

So gehts:

  • Lege deine gestreckten Zeigefinger aufeinander.
  • Die Daumen überkreuzen sich, die anderen Finger sind verschränkt.
  • Zwischen den Handflächen ist ein Hohlraum. Halte die Hände locker nach unten.
  • Atme ca. 10 bis 15 Mal ein und etwas tiefer wieder aus.
  • Nimm danach frischen Atem und neue Energie auf. Dazu strecke die Arme nach oben, so dass die Handflächen zum Himmel zeigen.
  • Nun atme tief ein, diesmal liegt die Betonung auf dem Einatmen.
  • Übe beide Haltungen ca. 3 Mal im Wechsel.
  • Die Ksepana-Mudra regt die Ausscheidung von Flüssigkeiten über den Dickdarm, den Schweiß und die Atemluft an. So findet gleichzeitig eine Entgiftung statt.

5. Die Tiefenentspannungs-Mudra bei Stress im Alltag

Damit du dich wirklich entspannen kannst, ist es hilfreich, Alltagsbelastungen loszulassen. Ja, ja, ich weiß. Das mit dem Loslassen ist so eine Sache, nicht wahr? Es fällt vielen Menschen schwer, den Kopf freizubekommen. Aber du kannst es lernen, es ist leichter als du denkst.

Wir beginnen mit einer kleinen Loslassübung, bevor wir in die Tiefenentspannungs-Mudra einsteigen:

  • Nimm dir einen kleinen Ball oder einen weichen Gegenstand, der gut in der Hand liegt. Während du ihn im Bogen von einer Hand in die andere wirfst, denke  oder – noch besser – sprich dabei die Worte „Werfen“ – „Fangen“.
  • Nun lass den Ball bewusst fallen. Sage dir laut und deutlich: „Loslassen“.
  • Danach schüttle deinen Körper kräftig aus.
  • Übe dies täglich einige Minuten.

Nach der Loslass-Übung eignet sich besonders gut die oben unter Punkt 4 beschriebene Ksepana-Mudra – Geste des Loslassens. Führe sie im Anschluss an die Loslassübung aus, aber nicht zu lange, da sonst auch unverbrauchte Energie mit abfließt, und das willst du ja nicht.

Tiefenentspannungs-MudraJetzt die Tiefenentspannungs-Mudra.

So gehts:

  • Setze dich bequem hin, schließe die Augen und richte deinen inneren Blick auf die Nasenwurzel zwischen den Augenbrauen (drittes Auge).
  • Bilde nun mit Daumen und Zeigefinger jeder Hand einen Kreis und lege die Fingerspitzen der übrigen Finger auf die der anderen Hand.
  • Die beiden Kreise berühren sich an den Verbindungspunkten.

Diese Mudra wirkt tief entspannend. Sie löst auch Spannungen im Kopf und fördert das Einschlafen.

Neugeboren – Wege aus dem Geburtstrauma

Wie der Geburtsprozess unser Leben prägt

Nicht nur Mütter und Väter können die Geburt ihres Kindes als belastend oder gar traumatisierend erleben, sondern auch das Baby selbst.

SchwangerWir verbringen viele Monate im Bauch unserer Mutter. Wir schwimmen geschützt und geborgen in der Schwerelosigkeit der Fruchtblase und erleben eine Zeit des Wachsens und Versorgtseins. Dieses „ozeanische Gefühl des Einsseins“ wird jäh unterbrochen, wenn der Geburtsprozess eingeleitet wird. Entweder durch den Embryo selbst oder durch künstliche Einleitung.

Geburtstrauma – jetzt wird’s eng

Der Embryo muss den Weg nach draußen finden, um zu überleben. Er macht sich auf den Weg ins Unbekannte. Dabei weiß er nicht, wie lange und mühsam dieser Weg werden wird. Eine Geburt kann schnell gehen, sie kann aber auch viele Stunden dauern, und das ist nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby extrem anstrengend.

Geburt im KreißsaalDer Geburtsprozess kann leicht und kurz sein, aber auch zu schnell (Sturzgeburt), zu schwer oder kompliziert (z. B. Steißlage, Zangengeburt etc.). Der Temperatursturz von ca. 15 Grad, das grelle Licht im Kreißsaal, laute Geräusche oder Stimmen sowie das technische Agieren der Geburtshelfer können das Nervensystem des Babys extrem belasten, so dass es in einen Schockzustand geraten kann. Dieser Schockzustand wird Geburtstrauma genannt.

„Der Beginn des Lebens auf der Erde ist der Moment des ersten Atemzugs. Die sofortige Durchtrennung der Nabelschnur unterbricht die Versorgung für das Neugeborene und es muss atmen, aus der panischen Angst heraus zu ersticken und zu sterben. So jedenfall sah der Beginn des Lebens auf dieser Erde für viele von uns aus. Es ist das große Verdienst von Frédérick Leboyer, einem französischen Gynäkologen, der einfühlsam die Torturen des Babys nachvollzog und uns darauf aufmerksam machte, wie früh wir der Autonomie und Selbstbestimmung beraubt wurden. Sein Buch „Geburt ohne Gewalt“ erschien Anfang der 70er Jahre und hat zu einer neuen Offenheit und zu bewussteren Geburtspraktiken geführt¹.“

Frédérick Leboyer (*1918) gilt als der Vater der sanften Geburtsmedizin.

GeburtNach seiner Forderung soll das Neugeborene sanft und liebevoll und ohne unnötigen Stress auf die Welt gebracht werden. Aus der Geborgenheit des Mutterleibes soll sich das Baby langsam an die körperliche Veränderung gewöhnen dürfen. Hierzu gehören folgende Maßnahmen:

  • Das Neugeborene soll der Mutter auf den Bauch gelegt werden, um die Wärme zu spüren und die Herztöne der Mutter zu hören. So soll sich das Baby von den Strapazen der Geburt erholen.
  • Die Nabelschnur wird nicht unmittelbar nach der Geburt durchtrennt, dadurch soll dem Kind die Umstellung auf die selbständige Atmung leichter fallen.
  • Kind und Mutter wird Zeit gegeben, sich erst einmal kennenzulernen. Erst danach wird das Neugeborene warm gebadet und dann zum ersten Mal an die Brust gelegt.
  • Mit dem Kind soll sanft umgegangen werden, falls keine besonderen medizinischen Maßnahmen erforderlich sind.
  • Das Entbindungszimmer soll besonders warm und das Licht gedämpft sein, damit sich das Kind an den Übergang gewöhnen kann.

Leboyers Bücher werden vielfach zu Geburtsvorbereitungen genutzt. Er lebt heute als Schriftsteller in der Schweiz².

MeergeborenDie Art, wie wir geboren werden, prägt unsere späteren Lebensmuster

Dr. Ines Howe, Atemtrainerin und Leiterin des Atman-Institutes in Berlin³ sagte in einem Interview mit der Zeitschrift „Sein“ im März 2011: „...die Muster, die unser Bewusstsein während der Geburt prägen, sind unsere Überlebensstrategien. Jedes Mal, wenn wir durch eine schwierige Phase der Veränderungen gehen oder in Stress-Situationen geraten, wird die Blaupause unserer Geburt aktiviert. Aber: Nicht, was faktisch während der Schwangerschaft und der Geburt geschieht, prägt unsere Persönlichkeit, sondern unsere „Antwort“ darauf, wie wir die Geburt erlebt und welche Entscheidungen wir während des Geburtsprozesses getroffen haben. Der Weg durch den Geburtskanal ist für den Embryo unter Einsatz seines ganzen Körpers, seiner ganzen Kraft und mit der wirksamen Unterstützung der mütterlichen Wehen zu bewältigen.“

Auf diesem Weg können Überzeugungen und Lebensmuster entstehen, wie z. B.

  • Das Leben ist schwer
  • Ich muss härter arbeiten als andere, um das gleiche zu erreichen
  • Ich fühle mich hilflos
  • Ich muss es alleine schaffen
  • Nur wer hart arbeitet, wird erfolgreich sein
  • Das Leben ist ein einziger Kampf
  • Ich muss mir alles mühevoll erwerben, während anderen alles zufällt
  • Es gibt keinen Ausweg
  • Ich muss kämpfen, um zu überleben
  • Ich schaffe es nicht

Wenn die Geburt künstlich herbeigeführt wurde, kann die Überzeugung entstehen, fremdbestimmt zu sein und nicht selbst über Art und Zeit des Geschehens bestimmen zu können. Diese Menschen werden später alles daran setzen, es alleine zu schaffen, um diesen Schmerz nicht mehr erleben zu müssen („Ich muss es alleine schaffen“).

TwinsWerden Zwillinge geboren, erleben sie nicht nur die Trennung vom schützenden Mutterleib, sondern auch die Trennung vom Zwilling. Diese Erfahrung löst einen tiefen Schmerz und ein Gefühl des Verlassenseins und Alleinseins aus.

Komplikationen bei der Geburt, wie z. B. Kaiserschnitt, Zangengeburt, Steißlage oder Nabelschnur-Umschlingung, ein extrem langer Geburtsprozess, der Gesundheitszustand der Mutter, die familiäre, finanzielle und/oder psycho-soziale Situation zur Zeit der Geburt hinterlassen entsprechende Geburtsblaupausen.

Um mit diesen schmerzlichen Erfahrungen überleben zu können, werden sie ins Unterbewusstsein verschoben. Dort wirken sie im Verborgenen und bestimmen, wie wir uns selbst, die Welt und andere Menschen sehen und auf Situationen und Anforderungen reagieren. Sie wirken sich auf viele unserer Lebensthemen aus, z. B. wie wir uns in Beziehungen verhalten, wie wir auf Druck und Stress reagieren, wie wir mit Problemen umgehen. Sie haben Auswirkungen auf unsere Angst, keinen Ausweg zu finden, beeinflussen unser Selbstwertgefühl, unser Ess- und Schlafverhalten, die Beziehung zu uns selbst, unserem Körper, unserer Sexualität und unsere Fähigkeit, Liebe und Freude zu empfinden und zu geben.

Neugeboren – Wege aus dem Geburtstrauma (Rebirth)

Ich selbst kam drei Wochen zu spät zur Welt, die Nabelschnur war ein paarmal um meinen Hals gewickelt und ich war schon blau angelaufen. Noch heute kann ich keine engen Rollkragenpullis tragen oder Halsketten, die nicht mindestens 45 cm lang sind. Auch trage ich immer noch Prägungen aus dem Geburtsprozess mit mir herum. So habe ich auch jahrelang die Überzeugung vertreten, dass ich es alleine schaffen muss, dass ich kämpfen muss, um zu überleben oder dass ich oft den Menschen am meisten weh tue, die ich am meisten liebe. Um Hilfe zu bitten, fiel mir oft schwer.

Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass alles, was verletzt wurde, auch wieder heilen kann.

„Es ist nie zu spät, die emotionalen und spirituellen Wunden der ersten prägenden Erfahrungen zu heilen, egal wie lange die Geburt zurück liegt. Im Körpergedächtnis der Zellen sind alle Erinnerungen gespeichert. Wenn wir die Tür zu unseren dort festgehaltenen Gefühlen aus der Vergangenheit zu öffnen beginnen, fangen wir an, uns zu erinnern und emotional und spirituell zu heilen“, so Dr. Ines Howe.

Auf welche Art du deinen Heilungsprozess angehst, ist deine persönliche Sache. Es gibt viele Möglichkeiten, an die Prägungen deiner Geburt heranzukommen, z. B. durch spezielle Atem-Meditationen (holotropes Atmen, integratives Atmen, Quantum Light Breath) oder  durch Trancearbeit (Hypnose, Rückführung), SeiFu, Somatic Experiencing und vieles mehr.

Hallo, hier bin ichUm diesen Artikel mit etwas Humorigem abzuschließen, möchte ich allen werdenden Eltern das Büchlein von Willy Breinholst „Hallo, hier bin ich!“ ans Herz legen. Es schildert die Schwangerschaft und Geburt aus Sicht des Babys im Mutterleib. Ich habe es während meiner eigenen Schwangerschaft vor vielen Jahren gelesen und habe mich köstlich amüsiert.

 


1, 3 Dr. Ines Howe, Praxis für Integratives Atmen und Leiterin des Atman-Instituts in Berlin: http://www.atman-institut.de

2 Wikipedia: Frédérick Leboyer

 

Literatur:

Breinholst, Willy (1980): Hallo, hier bin ich! – Bastei Lübbe
Griscom, Chris (1990): Meergeboren. - Goldmann Verlag

 

Mit Humor geht alles besser

Humor als Kraftquelle

„Die Zeit verödet alle Wunden, ernstlich ›heilen‹ kann sie allenfalls ein schier göttlicher Humor und all die positiven Emotionen, die er mit sich bringt.“
Peter Rudl

Der Spruch würde sich auch sehr gut für meine Montagszitate eignen. Aber ich möchte heute ein bisschen mehr über Humor schreiben. Gerade weil Humor eine großartige Kraftquelle ist, mit Stress und Belastungen umzugehen und die Dinge leichter zu nehmen.

Heute ist ein sehr heißer Sommertag, und mir steht der Sinn nach etwas Leichtigkeit und Lachen. In meinem Büchlein „Lache, wenn Dir zum Weinen ist!“ sind dem Humor einige Seiten gewidmet. Ohne Sinn für Humor hätten wir wahrscheinlich gar nichts zu lachen.

ostrich-502124_640 Was genau ist Humor eigentlich?

Das lateinische Wort „humor“ bedeutet Feuchtigkeit, Saft. Wo Humor ist, erscheint die Welt nicht als spröde oder trocken. Vielmehr wird sie von einer Feuchtigkeit durchdrungen, die die Objekte miteinander verbindet.

Die antike Medizin bezeichnete die Körpersäfte eines Menschen (Blut, Galle, Schleim) als „humores„¹. Nach der mittelalterlichen Temperamentenlehre hängt ein „guter Humor“ von einem ausgeglichenen Verhältnis dieser Säfte ab, woraus sich der entsprechende Gemütszustand herleitet.

Im 16. Jahrhunder bedeutete „humour“ im Englischen Stimmung, Laune, aber auch ein von den Normen abweichendes, exzentrisches Verhalten². Seite dem 18. Jahrhundert bezeichnet das Wort „Humor“ die heiter-gelassene Gemütsverfassung inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Lebens³.

„Humor sollte so trocken sein,
dass kein Auge trocken bleibt.“
Werner Hinz

Auf der Internteseite „Stupidedia“ habe ich vor einigen Jahren doch tatsächlich etwas über die Lebensgewohnheiten und Eigenarten des Humors herausgefunden, die ich dir auf gar keinen Fall vorenthalten will:

"Der Humor gilt als einer der Abkömmliche des Hummers, allerdings mit Ohren. Sein Bruder ist der Tumor. Bei einer Rektalgeburt ist oft die Rede vom 'Arsch mit Ohren'.
Der Humor ist bei den Franzosen eine beliebte Spezialität. Er wird eiskalt und je nach Geschmack auch staubtrocken serviert.
Meist erkennt man einen Humor daran, dass man trotzdem lacht. Dies ist aber sehr gefährlich, da der Humor dies wegen seiner Ohren hören kann und sich schnell beleidigt fühlt.
Der bayerische Humor ist eine Unterart des deutschen Humors. Er ist sehr scheu und zeigt sich meist nur in Hopfenblütentee getränkter Umgebung. Dann fällt er jedoch durch lautes Bellen auf, das aber nur durch die wilden Bewohner dieses Landes gedeutet werden kann. Auswärtige, so genannte 'Saupreißn', können das Bellen des bayerischen Humors kaum verstehen und leugnen daher vehement seine Existenz."

Verschiedene Arten des Humors

Der britische Humor besticht durch seine Bissigkeit und Trockenheit. Er kennt keine Grenzen und schreckt auch nicht vor realen Katastrophen oder dem Tod zurück. Nonsens ist ebenfalls charakteristisch für den britschen Humor. Hierbei wird ein Sachverhalt scherzhaft grob falsch dargestellt, losgelöst von Sinn und Logik.

funny-671759_640Schwarzer Humor behandelt als normalerweise ernst betrachtete oder makabre Themen, wie Verbrechen, Krankheit und Tod in satirischer oder bewusst verharmlosender Weise. Oft werden dabei von der Gesellschaft aktuell stark beachtete Themen verwendet. Nicht selten ist schwarzer Humor Gegenstand von Diskussionen, bei denen es um die Frage geht, ob man sich über bestimmte Dinge lustig machen darf und wo die Grenzen des guten Geschmacks liegen. Besonders gilt dies für religiöse oder sexuelle Themen.

Ich erinnere mich hier an die britischen Comedians Marty Feldman (Das Leben des Brian), Mr. Bean alias Rowan Atkinson, Monty Python’s Flying Circus oder die Benny Hill Show, die weit über die Grenzen Groß Britanniens bekannt sind.

„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“
Otto Julius Bierbaum

Galgenhumor ist eine Art von Humor, der zunächst ziemlich makaber anmutet. Aber ich finde, er ist eine große Ressource, mit den alltäglichen Widrigkeiten des Lebens ebenso wie mit größeren Belastungen, ja sogar traumatischen Erlebnissen fertig zu werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurden massenhaft Witze gerissen über die schrecklichen Geschehnisse im Holocaust. Das war damals eine wichtige Kraftquelle der Überlebenden, mit den Schrecken umzugehen. So konnten sie ihre Gefühle, Empfindungen und Gedanken externalisieren (nach außen verlagern).

Wirklich begreifen oder fassen, wie Menschen anderen Menschen solches Leid zufügen können, war aufgrund der schweren Traumata, die fast alle seinerzeit erlebten, gar nicht möglich.

Das Witzemachen über die Vorkommen dieser Schreckensherrschaft verlieh dem Ganzen etwas Abstraktes und Groteskes. So seltsam das vielleicht klingt, aber es ermöglichte Familien, Gemeinschaften und Völkern, den Horror und das Entsetzen gemeinsam besser zu ertragen.

Wer lachen kann, 
dort, wo er hätte heulen können,
bekommt wieder Lust am Leben
Werner Finck

traffic-sign-480725_640Warum müssen wir lachen, wenn jemand einen Witz erzählt?

Es ist das Kontrasterlebnis: Der Zusammenprall von Vernunft und Unvernunft bringt den normlen Ablauf unseres Denkens zu einer Art Entgleisung.

„Wir können nicht mehr...“, heißt es bei solchen Gelegenheitn häufig, und so überlassen wir uns eben der Spontanreaktion unseres Körper, die sich im Lachen entbindet.

Humor – männlich oder weiblich?

Worüber lachen Männer und Frauen? Das ist eine gute Frage. Humor an sich ist natürlich weder männlich noch weiblich. Allerdings sind die Vorstellungen davon, was lustig ist und was nicht, bei Männern und Frauen verschieden.

Es wird auch behauptet, dass Männer mehr Humor hätten als Frauen. Wahr ist wohl eher, dass Frauen nur selten lustig finden, worüber Männer lachen und umgekehrt.

Und dann gibt es da noch die These, dass der größte Witzbold bei den Frauen die besten Chancen hat. Stimmt das wirklich? Spürt doch einmal in euch hinein, liebe Geschlechtsgenossinnen. Und wenn ihr ganz ehrlich zu euch selbst seid, müsst auch ihr zugeben, dass es euch eben doch nicht egal ist, wie der Mann aussieht, der euer Herz zum Glühen bringt, sondern dass auch der Intellekt des Auserwählten eine große Rolle spielt. Oder, wie Michael Mittermeier, seines Zeichens Comedian, es in seinen Shows immer sehr treffend ausdrückte: „Du, ich hab ’nen neuen Freund. Der ist zwar strunzdoof und sieht aus wie Quasimodo, aber er ist soooooo witzig...“

Humor ist also eine Kraftquelle, um mit Stress besser fertigzuwerden.

Hast du Humor? Bist du ein frohsinniger Mensch, oder schaust du eher ernst und griesgrämig drein?

Lacher-im-Spiegel2Mit Humor geht alles besser

Auch wenn dir nicht zum Lachen zumute ist, so hilft es doch, Stresshormone zu reduzieren. Dabei muss es nicht einmal ein echtes Lachen sein, es genügt, wenn du mit dem Gesichtsmuskel auf einen Nerv drückst, der dem Gehirn signalisiert: Achtung, Freudehormone ausschütten.

Die 60-Sekunden-Strategie von Vera F. Birkenbihl zeigt dir, wie es geht.

Humor kann man lernen

Wenn du mehr über den Humor als Kraftquelle erfahren möchtest, empfehle ich dir einen Blick auf die Seite von tamala. Dort gibt es verschiedene Humor-Trainings, um die eigene Widerstandskraft zu stärken, die Kommunikation und damit Beziehungen zu verbessern und um die emotionale Intelligenz zu stärken.

Ich wünsche dir viel Vergnügen und immer eine Prise Humor im Repertoire.


¹ M. Titze/H. Gröner: „Was bin ich für ein Mensch?“ – Freiburg 1989

² Preisendanz in „Historisches Wörterbuch der Philosophie“, Band III, Darmstadt 1980

³ dtv Brockhaus Lexikon, BAnd 8, München 1984

Mentale Stresskompetenz

Mentale Stresskompetenz

Am Anfang war... der Gedanke!

Dieses Zitat kennst du sicherlich anders, nicht wahr? Heißt es nicht ursprünglich „Am Anfang war das Wort“? Ja, so lautet das bekannte Bibel-Zitat.

Aber es stimmt nicht ganz. Der altgriechische Ausdruck „logos“ hat einen großen Bedeutungsspielraum. So wird er im Sinne von Wort und Rede sowie deren Gehalt (= Sinn) gebraucht. „Logos“ bezeichnet auch das geistige Vermögen und dessen Schöpfungen (z. B. Vernunft), aber auch den Gesamtsinn der Wirklichkeit. Darüber hinaus deutet der Wortteil „-log-“ auch auf die philosophisch-mathematische Disziplin der Logik hin, also der Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns.

Wenn du dir einmal vor Augen führst, wie Schöpfungsprozesse ablaufen, wirst du feststellen, dass alles seinen Ursprung im Geistigen hat. Schöpfungsprozesse laufen immer, ob konstruktiv oder destruktiv, ob bewusst oder im Hintergrund, sie finden ständig statt. Sie funktionieren in 4 Zyklen:

1. Alles beginnt mit einem Gedanken

Jede Schöpfung beginnt mit einer Absicht, also dem bewussten Willen, etwas zu tun. Diese Absicht entsteht in deinen Gedanken. Und das ist auch logisch, denn bevor du ein Wort  hervorbringst, hast du dir in der Regel überlegt, was du sagen willst. Es soll auch Leute geben, die reden und dann erst nachdenken. Da kommen dann die unbewussten Schöpfungen zum Vorschein, wie z. B. Freud’sche Versprecher oder irgend ein unsinniges Zeug. Aber ob bewusst oder unbewusst: Wenn du den Mund aufmachst, um ein Wort hervorzubringen (sinnig oder unsinnig), musst du vorher die Absicht dazu gehabt haben, sonst funktioniert es nicht.

2. Die Vorstellung/das Bild

Je genauer ich mir etwas vorstellen kann, desto größer ist die Chance, dass sich mein Bild auch verwirklicht. Das Bild gibt der Schöpfung die Richtung. Wenn meine Absicht und meine Vorstellung nicht übereinstimmen, verwirklicht sich das Bild, auch wenn die Absicht noch so stark gewesen sein mag.

Das bedeutet im Klartext: Alles, was du dir vorstellen kannst, kann zu deiner Realität werden. Und damit das geschehen kann, braucht es Zyklus Nr. 3.

3. Die Emotion

Die Emotion ist der Motor, der die Dinge ans Laufen bringt. Sie sollte kraftvoll und positiv sein. Wenn die Emotion der Absicht und der Vorstellung widerspricht, dann verwirklicht sich die Emotion. Wenn meine Angst vor dem Scheitern also größer ist, als die Vorstellung von z. B. einer erfüllenden Beziehung oder einem erfolgreichen Job, siegt die Angst. Der Part mit der größeren Energie gewinnt den Schöpfungsprozess.

Emotionen gehören zu den wertvollsten Eigenschaften des Menschen. Es gibt, genau wie bei der Absicht, keine vergangenen und keine zukünftigen Emotionen. Emotionen und Gefühle spüren wir immer im Hier & Jetzt.

4. Die Handlung

Ohne Handlung keine Schöpfung. Nur das Tun ist der Maßstab für alles, was sich im Hier & Jetzt manifestiert. Wenn ich die drei vorherigen Punkte nicht umsetze, macht das Ganze keinen Sinn. Nur unser Tun vollendet den Schöpfungszyklus. Dabei gibt es keine Abkürzung, der Schöpfungszyklus muss vollständig durchlaufen werden, sonst kann er nicht funktionieren.

Förderliche Gedanken entwickeln

judge-300552_640Wie du bereits aus meinem letzten Blog-Beitrag „Die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst“ weißt, bestimmen deine Gedanken deine Realität und was du fühlst. Umgekehrt beeinflussen deine Emotionen wiederum deine Gedanken und wie du dich verhältst. Das kann zu einem Teufelskreis werden, zu einer Endlosspirale, aus der du möglicherweise ohne einen Hinweis von außen nicht wieder herauskommst.

Wenn du ständig in negativen Gedankenschleifen drinhängst und du schon auf dem Zahnfleisch gehst, weil dir das fast deine gesamte Lebensenergie raubt, solltest du dringend damit beginnen, förderliche Gedanken und Einstellungen zu entwickeln.

Wie kannst du das machen?

Zunächst einmal solltest du dir darüber bewusst werden, dass du dich jederzeit  entscheiden kannst, wie du Situationen, Dinge, die passieren und andere Menschen bewertest und einschätzt. Du hast die Macht dazu! Das ist doch schonmal ein förderlicher Gedanke, nicht wahr? Falls du es nicht glaubst, möchte ich dir kurz und knapp die Geschichte von Viktor Frankl erzählen:

Der österreichische Arzt und Psychotherapeut Viktor Frankl wurde von den Nazis ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo seine erste Frau und seine Eltern ermordet wurden. Er selbst wurde gefoltert und entwürdigt. Eines Tages wurde er sich dessen bewusst, was er “die letzte Freiheit des Menschen” nannte. Die Aufseher im KZ konnten ihn und seine Umgebung kontrollieren und mit seinem Körper machen was sie wollten. Er blieb trotzdem ein selbstbewusstes Wesen, das beobachten konnte, was mit ihm geschieht. Seine grundlegende Identität war intakt. Er konnte selbst entscheiden, welche Auswirkungen all diese Erlebnisse auf ihn haben würden.

„Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellungen zu den Dingen“
Viktor Frankl (1905−1997)

Dies zu erkennen ist der erste Schritt auf deinem Weg, dein eigener Stress-Experte zu werden. Darauf kannst du aufbauen.

board-765311_640Um deine mentale Stresskompetenz zu stärken, wird es also ab jetzt darum gehen, deine persönlichen Stressverstärker zu identifizieren, selbstkritisch zu reflektieren und neue förderliche Gedanken und Einstellungen zu entwickeln.

Mit der Zeit gewinnst du mehr und mehr die Kontrolle über deine eigenen, oft automatisierten stressverstärkenden Gedanken. Du lernst, dass du nicht nur das Opfer deiner früheren Erfahrungen oder deiner äußeren Umstände bist, sondern auch, dass du dich weiterentwickeln kannst.

Du kannst lernen, deine Stressverstärker – selbst wenn du sie nicht komplett loswirst –  dann doch zumindest abzumildern, aufzuweichen und nach und nach eine positivere Einstellung und förderlichen gedanklichen Umgang mit den Anforderungen des Lebens zu enwickeln.

Dabei ist es wichtig, keinen naiven Optimismus walten zu lassen, in Form von positiven Affirmationen, wie „Chaka, du schaffst es!“ – Das hilft vielleicht kurzfristig, aber nicht nachhaltig. Wichtig ist, dass du das, was du da sagst, auch so meinst, dass du es fühlen und umsetzen kannst. Nur dann wird es zu einer Erfahrung, die es dir erlaubt, einen gesunden Optimismus zu entwickeln und kompetent mit Belastungen umzugehen.

Optimismus besteht darin, aus einer Situation das Beste (= Optimum) zu machen
Viktor Frankl (1905−1977)

Ziel des mentalen Stressmanagements ist es also, dich dazu zu befähigen, aus jeder Situation das Beste zu machen.


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Montagsspruch
Stressverstärkende Gedanken

Die 5 höllischsten Stressverstärker-Strategien

Die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst

Unsere Erfahrungen machen uns zu dem, was wir sind. Jeden Tag machen wir Erfahrungen, die unser Denken, unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen, z. B.

  • Ein Autofahrer schnappt dir den letzten freien Parkplatz vor der Nase weg
  • Der Chef hat dir heute wieder mal eine extra Arbeit aufgebrummt
  • Die Bäckereiverkäuferin ist zickig und unfreundlich zu dir
  • Der Gemüsehändler hat dir einen angeschmuddelten Salat eingepackt
  • Deine Partnerin wirft dir vor, dass du ihr nie zuhörst…

Unsere Gedanken bestimmen unsere Realität und was wir fühlen


Prof. Gerd Kaluza, vom GKM-Institut für Gesundheitspsychologie in Marburg, unterscheidet grundsätzlich zwei verschiedene Bewertungsvorgänge:

1. Die Situation einschätzen:

„Bewertungen, die eine Einschätzung der Situation bzw. der jeweiligen Anforderungen beinhalten. Anforderungen können entweder als neutral-irrelevant, als angenehm-positiv oder als bedrohlich-schädlich bewertet werden.“

Wenn also eine Herausforderung als bedrohlich oder schädlich eingeschätzt wird, spricht man von einer stressauslösenden Bewertung.

„In eine solche Bewertung gehen die gespeicherten Erfahrungen mit früheren vergleichbaren Situationen ein. Persönliche Bedürfnisse, Motive und Ziele stellen […] die Messlatte dar, an der die persönliche Bedeutung der aktuellen Situation eingeschätzt wird, so Kaluza.“

2. Eigene Bewältigungsmöglichkeiten einschätzen:

Hier werden die eigenen Kompetenzen (interne Ressourcen) im Umgang mit der jeweiligen Herausforderung bewertet. Aber auch Unterstützungsmöglichkeiten durch Dritte, auf die bei der Bewältigung der Aufgabe zurückgegriffen werden kann (externe Ressourcen). Diese Bewältigungsmöglichkeiten werden entweder als ausreichend oder aus nicht ausreichend eingeschätzt. Die letztere Bewertung löst Stress aus, ist also ein stresserzeugender Gedanke.

Dabei spielen unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit eine wichtige Rolle. Welche Bewältigungsmöglichkeiten hatten wir früher in vergleichbaren Situationen? Diese Erfahrungen sind sehr prägend und können uns zu der Überzeugung gebracht haben „Ich bin hilflos“. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von der so genannten erlernten Hilflosigkeit (M. Seligman). Diese erlernte Hilflosigkeit wirkt auch in der aktuellen Situation, und wir fühlen uns bei einer bestimmten Anforderung, die an uns gestellt wird, hilflos ausgeliefert.

Haben wir die Erfahrung gemacht, sehr wohl über ausreichende Bewältigungsmöglichkeiten zu verfügen, können diese Erfahrungen unser Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten stärken. Für die aktuelle Situation kann dies bedeuten, dass wir uns selbst vertrauen und uns etwas zutrauen. Wir fühlen uns der Aufgabe gewachsen.

Ein Beispiel:

Dein Chef brummt dir eine neue Aufgabe auf mit der Äußerung, dass er dafür eine/n kompetente/n Mitarbeiter/in braucht. Jetzt kommt es darauf an, wie du die neue Herausforderung einschätzt und wie du deine eigenen Fähigkeiten bewertest.

  1. neutral-irrelevant: „Kein Problem. Das mach ich mit links.“
  2. bedrohlich-schädlich: „Oh, Gott, hoffentlich geht das mal gut. Was, wenn ich das ich das vergeige?“
  3. angenehm-positiv: „Endlich kann ich zeigen, was in mir steckt. Ich freue mich auf die neue Chance.“

Da du dich selbst am besten kennst, wirst du wissen, wie du dich in solchen Situationen fühlst und ob dir die neue Herausforderung eher angenehm oder eher unangenehm ist.

Stress ist das Ergebnis unserer persönlichen Bewertungen

Wenn du auf destruktiven Stress stehst und dich mal wieder richtig unter Druck setzen willst, gibt es eine Sache, die höchst wirksam ist und die du unbedingt tun solltest:

Stressverstärkende Gedanken denken!

Ja, du hast richtig gelesen. Fahre dazu alle stressverschärfenden Denkmuster ab, die du kennst. Dir fällt gerade keins ein? Kein Problem, ich habe die effektivsten für dich zusammengestellt.

Noch ein Tipp: Halte dich bitte genau an die Anweisungen, sonst funktioniert es nicht!

Und hier sind sie – die 5 wirksamsten Strategien, mit denen du schnurstracks in die Stress-Hölle fährst

Strategie 1: „Das darf doch nicht wahr sein“

Dieser Gedanke taucht auf, wenn du eine unangenehme oder schwierige Situation nicht hinnehmen willst. Du weigerst dich, diese Realität zu akzeptieren. Du hast z. B. im Straßenverkehr einen Unfall verursacht, beim Fußball einen Elfmeter verschossen, der die Meisterschaft kostet. Dein Partner hat dich einen Tag vor der Hochzeit sitzenlassen usw.

In diesen Situationen hat unser Gehirn mächtig viel Platz für Gedanken, wie „das darf doch nicht wahr sein“, „das gibt’s doch nicht“, „das glaube ich jetzt nicht“ usw.

Wenn du diese Gedanken denkst, kannst du darauf wetten, dass innerhalb kürzester Zeit die Kampfhormone in deinem System die Oberhand gewinnen. Ärger und körperliche Erregung machen sich breit und werden verstärkt. Du spürst einen Widerstand in der Magengegend und wahrscheinlich auch im Hals.

Ich wette, es gelingt dir mühelos, dich mit diesem Gedanken so richtig in deinen Ärger hineinzusteigern. Gut gemacht. Jetzt wird er dich garantiert daran hindern, dich konstruktiv mit der jeweiligen Situation auseinanderzusetzen und das Beste daraus zu machen. Herzlichen Glückwunsch, du hast es geschafft, dich schnurstracks in die Stress-Hölle zu katapultieren.

Es gibt jedoch noch eine andere Variante dieses „Nicht-wahr-haben-wollens“. Manche Menschen verleugnen regelrecht die Realität. Sie ignorieren, was passiert ist und blenden die Tatsachen aus. Hierbei handelt es sich jedoch um einen psychologischen Schutzmechanismus, der dich davor bewahrt, von allzu schmerzhaften Gefühlen, wie Angst oder Trauer überwältigt zu werden. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn du vom Tod eines geliebten Wesens erfährst oder eine schlimme Krankheitsdiagnose bekommen hast.

Strategie 2: „Alles Scheiße, deine Elli!“

Eine sehr einfache und effektive Strategie, um dir das Leben zur Hölle zu machen, ist es, wenn du deine Aufmerksamkeit ausschließlich auf die Dinge richtest, die schiefgelaufen sind, die dich stören oder dich sonst wie nerven. Das ist doch sicherlich kein Problem für dich, oder? Na bitte, das dachte ich mir doch.

Mit dieser Vorgehensweise gibst du deinen negativen Erfahrungen eine überdimensionale Bedeutung. Und das Beste daran ist, dass du jeglichen vernünftigen Maßstab verlierst und die positiven Dinge einfach ausblendest.

Eine blöde Bemerkung von deiner Freundin, eine kleine Kritik deines Chefs oder ein verschüttetes Glas Wein können dir das ganze Wochenende versauen.

Schließlich fängst du an, diese negativen Erfahrungen zu verallgemeinern mit Gedanken wie „Immer mache ich alles falsch“ oder „Ich bin einfach nicht gut genug“ usw.

Mit diesen Gedankenschleifen im Kopf kannst du dich mental so einstellen, dass du garantiert auch noch den Rest des Tages Frust verspürst und diesen sogar mit ins Bett nimmst. Jetzt hast du dich auch noch um den Schlaf gebracht. Ist es nicht faszinierend, wie gut das funktioniert?

Strategie 3: Horrorszenarien oder das Ausmalen negativer Konsequenzen

Du stehst vor einer wichtigen Prüfung, einem Vorstellungsgespräch oder einer Operation? Dann tust du gut daran, dir in allen Farben deren negativen Ausgang auszumalen. Bitte sei hier so kreativ wie möglich und entwerfe dir die fantastischsten Horrorszenarien, wenn du dir das Leben zur Hölle machen willst. Stell dir vor, wie du bei der Prüfung scheiterst und mit Pauken und Trompeten durchfällst. Stell dir vor, wie du beim Vorstellungsgespräch mit puterrotem Kopf dasitzt und keinen Ton hervorbringst. Und stelle dir vor, dass du während der Operation vorzeitig aus der Narkose aufwachst.

Das hilft ungemein, die Kampfhormone in deinem System in kürzester Zeit zum Blubbern zu bringen und zu spüren, wie die Angst dir die Kehle zuschnürt.

Auch solltest du tunlichst Gedanken an frühere, ähnliche Situationen oder Erfahrungen vermeiden, in denen du derartige Herausforderungen mit Bravur gemeistert hast.

In der bevorstehenden Situation selbst wird dann mit großer Wahrscheinlichkeit genau das eintreten, wovor du Angst hast. Aber das war ja der Sinn der Sache, oder etwa nicht?

Du siehst, auch diese Strategie funktioniert hervorragend, wenn du dich genau an die Anweisungen hältst.

Strategie 4: Nimm alles möglichst persönlich

Bist du heute Morgen auf dem Bettvorleger ausgerutscht? Hat deine Tochter eine schlechte Note nach Hause gebracht? Streikt der Drucker? Hat dein Nachbar dich schon wieder nicht gegrüßt? Oder bist du in ein Hundehäufchen getreten?

Dann solltest du diese Ereignisse oder Verhaltensweisen unbedingt persönlich nehmen. Rede dir immer wieder ein, dass all dies nur geschieht, um dich persönlich anzugreifen, zu beleidigen oder herabzusetzen.

Hilfreich ist es auch, wenn du dir selbst die Schuld an allem gibst. So wirst du im Laufe des Tages immer wieder Gelegenheiten finden, wo du dich aufregen kannst und in die Luft gehen, wie das HB-Männchen etc.

Praktiziere dies regelmäßig, wenn du deinen Blutdruck dauerhaft erhöhen möchtest oder dir sonst jegliche Aufregung im Leben fehlt.

Strategie 5: Betone stets deine Schwächen

Richte deine Aufmerksamkeit stets auf deine Schwächen, Defizite und Misserfolge. Setze dich ausschließlich mit deinen Schwächen auseinander und ignoriere deine Stärken und Erfolge. Das untergräbt dein Selbstvertrauen, das du eigentlich bräuchtest, um den täglichen Anforderungen des Lebens gelassen und sicher entgegengehen zu können.
Bedenke: Steter Tropfen höhlt den Stein!

So, nun weißt du, was du tun kannst, um dir selbst das Leben schwer zu machen.

Was denn? Du willst das gar nicht? Ja, wozu habe ich dir dann diese nützlichen Tipps zusammengestellt?

Okay, ich habe auch eine gute Nachricht für dich: Du hast nämlich die Wahl! Jawohl. Du kannst selbst bestimmen, was du denken und wie du dich fühlen willst. Positiv oder negativ.

Ist das nicht großartig? Welch eine Macht dir das gibt!

Das bedeutet allerdings auch, dass du für deine Gedanken verantwortlich bist. Denn sie bestimmen deine Realität oder, wie der französische Physiker J.E. Charon sagte:

„Die Welt ist, was ich von ihr denke!“

Du wirst dich vielleicht fragen, wie das gehen soll mit der freien Wahl der Gedanken. Schließlich hast du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht, die dich bis heute geprägt und dein Denken und Verhalten bestimmt haben. Und nun komme ich daher und verlange vor dir, den Schalter umzulegen und alles anders zu sehen als bisher? Diese Vorstellung läuft dem Gefühl in deiner Magengrube gerade total zuwider?

Oh ja, das glaube ich dir.

Nur, wenn du dir das Leben nicht selbst zur Hölle machen willst, indem du immer wieder die gleichen zerstörerischen Denk- und Verhaltensmuster abfährst, solltest du allmählich damit beginnen, etwas zu verändern.

Und Veränderungen sind (fast) immer mit einem unangenehmen Gefühl verbunden, nicht wahr? Schließlich müssen wir unsere Komfortzone verlassen und uns auf unbekanntes Terrain begeben, wenn wir etwas Neues lernen und uns weiterentwickeln wollen.

Die gute Nachricht: Es gibt nicht nur stressverstärkende Gedanken, sondern auch stressreduzierende, förderliche Gedanken. Darauf komme ich nächste Woche zu sprechen.

Bis dahin kannst du selbst einmal prüfen, welche der vorhin genannten stressverstärkenden Strategien bei dir mehr und welche weniger ausgeprägt sind.

Ach, übrigens: Kennst du die Geschichte von Peter Pan? Erinnerst du dich noch an seinen Ausspruch

„Ein wundervoller Gedanke, und du kannst fliegen“

Trage dich in den Verteiler  ein und erhalte jeden Montag von mir einen wundervollen Gedanken, der deine Flügel mehr und mehr wachsen lässt.

Montagsspruch

Keine Lust auf Sex?

Stress als Lustkiller

Keine Lust auf Sex

Couple in Live„Wir haben schon seit Wochen nicht mehr miteinander geschlafen“, erzählt Mona, eine 38-jährige Werbekauffrau und Mutter von zwei Kindern. „Und ehrlich gesagt, habe ich auch gar keine Lust auf Sex. Im Gegenteil, ich bin froh, wenn ich abends meine Ruhe habe. Mein Mann und ich sind beide berufstätig und fallen oft todmüde ins Bett. Dabei lieben wir uns sehr und haben unsere Zweisamkeit immer genossen.  Am meisten macht mir dieser Zwiespalt zu schaffen.“

„Was meinen Sie damit?“, frage ich sie.

Quickie im Büro„Nun ja, ich fühle mich oft hin und hergerissen. Manchmal habe ich schon Lust auf ein Schäferstündchen mit meinen Mann. Aber im selben Moment denke ich: Ach nee, dazu müsste ich mich erst im Büro freischaufeln, meine Eltern fragen, ob sie die Kinder nehmen oder einen Babysitter organisieren, um mit meinem Mann eine ungestörte Zeit zu verbringen. Das ist mir dann einfach zu stressig, und so lasse ich den Gedanken daran meistens wieder fallen. Und an einen spontanen Quickie zwischendurch, so wie wir das früher gemacht haben, ist überhaupt nicht mehr zu denken.“

Sex nach Terminkalender?

TerminkalenderEs gibt Sex-Berater, die ihren Klienten raten, einen Wochenplan auszuarbeiten und zu schauen, wann sie z. B. an drei Tagen in der Woche jeweils eine Viertel- oder halbe Stunde Zeit haben. Es müsse ja nicht gleich zum Sex kommen. Man solle z. B. überlegen, womit man seinem Partner oder seiner Partnerin eine Freude bereiten könnte und solle dann der Natur ihren Lauf lassen.

Aber mal ehrlich: Würde dir das gefallen? Sex nach Terminkalender? Selbst, wenn es nicht zum Geschlechtsverkehr kommt und ihr eure Zeit einfach nur zu zweit miteinander verbringt (hoffentlich nicht mit Fernsehen oder Diskussionen über die Schulnoten der Kinder etc.). Willst du dich wirklich von deinem Smartphone mit einem blinkenden Herzchen daran erinnern lassen, dass heute Abend um 18.30 Uhr ein strategisch geplantes Liebesdate stattfindet? Wie romantisch ist das denn?

Aber ok, ich bin ja nicht der Maßstab aller Dinge. Wenn du und dein Partner damit klarkommt, macht es ruhig so. Jeder muss für sich ausprobieren, was funktioniert. Und wie sagte der amerikanische Psychotherapeut Steve de Shazer zu seinen Lebzeiten immer:

„Wenn etwas gut funktioniert, mache mehr davon. Wenn etwas nicht funktioniert, höre damit auf und mache etwas anderes.“

Seid also kreativ darin, euch eure Zeitnischen zu schaffen. Zeit, die nur euch beiden gehört. Zeit für Intimität, Erotik, Sinnlichkeit und Nähe.

Ich weiß, auch das ist oft nicht leicht, denn mit zunehmendem Stress geht nicht nur die Lust auf körperlichen Sex flöten, sondern auch die geistige Kreativität.

Und genau da gibt es einen sehr wichtigen Zusammenhang. Beides ist nämlich Ausdruck ein und derselben Energie.

Sexualität ist Schöpfungsenergie

Diese Schöpfungsenergie, Sexualkraft oder Geschlechtstrieb, ist die stärkste Energie in unserem Körper. Aus dieser Schöpfungsenergie sind wir hervorgegangen. Diese Kraft hält uns am Leben, stellt uns die Energie für unseren kreativen Ausdruck zur Verfügung und lässt uns neues Leben erschaffen.

Doch Sexualität ist mehr als nur ein koitaler Akt zwischen zwei Menschen. Sie ist auch nicht beschränkt auf Fortpflanzung.

Sexualität ist das universal gültige, naturgesetzliche »Partnerprinzip«, das jedem Austausch zugrunde liegt.

Walter Russell

Wenn du ein Bild malst, ein Haus baust oder ein Lied komponierst, so ist dies ebenfalls ein Ausdruck der Schöpfungskraft, die jedem Menschen innewohnt. Manchmal wird die geistige Kreativität blockiert, z. B. wenn wir unter Stress stehen, aber auch, wenn sich unsere Schöpfungsenergie zu sehr oder ausschließlich in körperlichen Aktivitäten „er-schöpft“. Um ihre Schöpfungskraft in die von ihnen gewünschten Bahnen zu lenken, entscheiden sich manche Menschen sogar für sexuelle Enthaltsamkeit. Deshalb leben einige Schriftsteller z. B. während eines Buchprojektes eine Zeitlang in der Abgeschiedenheit. So werden sie nicht gestört, abgelenkt oder ihr kreativer Lauf durch sexuelle Aktivitäten blockiert.

KeineLustAufSexSind wir zu großem oder dauerhaftem Stress ausgesetzt, leidet zuerst unsere Schöpfungkraft. Sie schläft ein, und wenn wir sie nicht neu beleben können, verkümmert sie. Wir verlieren die Lust auf Sex, und unsere geistige Kreativität leidet über kurz oder lang auch. Uns gehen die Ideen aus. Wir funktionieren nur noch.

Woran liegt das?

Bei steigenden körperlichen und psychischen Belastungen schüttet der Körper vermehrt das Stresshormon Cortisol aus, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Cortisol und andere Stresshormone hemmen die Produktion des Sexualhormons Testosteron.

Darüber hinaus aktivieren sie das sympathische Nervensystem. Der Sympathikus versetzt den Körper in einen Zustand höherer Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft. Der Körper mobilisiert Energien, die er zum Kampf oder zur Flucht braucht. Die Pupillen weiten sich, das Herz schlägt schneller, die Muskeln spannen sich an und der Blutdruck steigt. Gleichzeitig wird die Durchblutung der Genitalien gehemmt.

Vegetatives NervensystemDer Sympathikus hat auch einen Gegenspieler, den Parasympathikus oder das so genannte parasympathische Nervensystem.  Es ist dann aktiv, wenn wir uns sicher, geborgen und entspannt fühlen. Der Parasympathikus regelt die Verdauung, den Schlaf und auch zentrale Bereiche unserer Sexualität. Die Anspannung, die wir für Sex brauchen, ist allerdings eine positive Anspannung. Negativer Stress legt unsere Lust lahm. Und das ist auch sinnvoll.

Stell dir mal vor, du befindest dich in einer Gefahrensituation, in der du weglaufen oder dich verteidigen müsstest. Da wäre eine Erektion nicht sonderlich hilfreich und würde dir im wahrsten Sinne des Wortes nur im Weg stehen Smily

Sex und Sinnlichkeit

Erinnerst du dich daran, wie es sich anfühlt, wenn du verliebt bist?

VerliebtKönnen Stress und Alltagsbelastungen dir etwas anhaben, wenn du bis über beide Ohren verknallt bist? Vielleicht, kommt drauf an, wie groß die Belastungen sind, nicht wahr? Aber irgendwie scheint im Zustand der Verliebtheit alles viel leichter zu gehen. Natürlich, es werden ja auch Unmengen an Freudehormonen ausgeschüttet. Wir strotzen vor Kraft und könnten die ganze Welt umarmen. Es fällt uns leicht, uns auf unseren Partner oder Partnerin einzulassen. Wir können auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch stundenlang miteinander im Bett herumtoben. Das ganze geht so lange, bis die erste Verliebtheit abebbt, das geschieht bei den meisten nach etwa eineinhalb Jahren. Und selbst dann ist noch genügend Energie für Lust und Sinnlichkeit da.

Der Stresstherapeut Louis Lewitan sagte bereits 1995 in einem Interview mit Focus Online: „Sex läuft über die Sinne. Wer gestresst ist, kann aber nicht mehr sinnlich sein, und damit verflacht sein Gefühlsleben.“

Der tägliche Lebenskampf erfordert Energie und kostet viel von unserer Lebenskraft. Wir verlieren die Lust an der Lust. Dieser ständige Stress führt dazu, dass wir oft nur noch funktionieren. Im schlimmsten Fall haben wir nicht einmal mehr Lust auf kulturelle Aktivitäten oder verlieren den Gefallen an den schönen Dingen des Lebens: Arbeiten – Essen – Schlafen – das war’s.

Je größer der negative Stress ist, desto stärker nimmt die sexuelle Lust ab.

Auch sexueller Leistungsdruck kann die Lust mindern. Die Erwartung, den Ansprüchen des Partners genügen zu wollen oder auch selbst Lust empfinden zu müssen, erhöhen den Druck nur noch mehr.

Umso wichtiger ist es, dass du mit deiner Partnerin oder deinem Partner über deine Gefühle und Sorgen diesbezüglich sprechen kannst. Oft sind es nämlich auch Scham oder Unsicherheit, die den Stress zusätzlich fördern. Das muss nicht sein. Eine vertrauensvolle Partnerschaft ist hier das A und O.

Wie kommt die Lust auf Sex zurück?

GemeinsamkeitSorge dafür, dass du zu einem Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung kommst. Das ist oft nicht leicht, ich weiß. Aber es ist notwendig, sonst brennst du aus und im schlimmsten Fall bricht dein System zusammen. Und dann geht gar nichts mehr.
Willst du eine Beziehung mit deinem Partner oder Partnerin führen, in der körperliche Nähe und Sinnlichkeit eine Rolle spielen, so kommt ihr nicht umhin, beide etwas dafür bzw. für euch zu tun.
Das Jahr hat 365 Tage. Einmal im Jahr ein Kurzurlaub oder alle paar Monate ein Wochenende zu zweit reichen da nicht aus, um eure Bedürfnisse nach Zweisamkeit, Nähe und Sex zu erfüllen. Zu schnell hat der Alltag euch wieder eingeholt, und zu schnell haben sich eingefahrene Muster wieder eingeschlichen.
Schaut, ob ihr bestimmte Aufgaben (beruflich oder privat) delegieren könnt. Macht euch frei von dem Gedanken, alles selber machen oder kontrollieren zu müssen.

Macht euch locker!

LeidenschaftDas ist vielleicht nicht ganz einfach, aber man kann es lernen und üben. Überdenkt eure Prioritäten und definiert sie ggf. neu.  Besucht zusammen einen Tantra-Kurs oder geht mal wieder zum Tanzen.
Entdeckt eure Sinnlichkeit wieder. Verliebt euch aufs Neue ineinander. Erinnert euch daran, wie es damals war, als ihr euch kennengelernt habt. Was hat euch am anderen so gefallen?

Findet heraus, was euch beiden gemeinsam Freude bereitet, und dann tut es bitte!

Glückliches PaarNiemand kann euch verbieten, eine glückliche Beziehung zu führen, außer ihr selbst.
Niemand kann euch erlauben, eine erfüllende Sexualität zu leben, außer ihr selbst.
Es ihr euer Leben. Wofür werdet ihr euch entscheiden?

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

So helfen dir Rituale, Stress abzubauen

Früher gehörten Rituale zum Alltag, wie das Ei zum Spinat. Der berufliche sowie der private Alltag wurde zu festen Zeiten und in festgelegten Abläufen gestaltet. Vor dem Essen wurde gebetet, samstags war Badetag und – nicht zu vergessen – sonntags ging man zum Gottesdienst (sofern man religiös war).

Heutzutage werden liebgewonnene Gewohnheiten eher belächelt, vielen sind sie sogar peinlich. Starre Traditionen sind out und müssen aufgebrochen werden. Nur wer flexibel ist, bringt es auf der Erfolgsleiter nach oben. Abenteuer und Adrenalinkicks liegen heute voll im Trend und treffen den Nerv der Zeit.

Dabei ist den meisten von uns gar nicht bewusst, dass unser Alltag trotzdem jede Menge Rituale enthält, die wir aber gar nicht als solche betrachten. Und manchmal handelt es sich um Rituale, die uns gar nicht guttun.

Was meine ich damit?

toothbrush-313768_640Ein Ritual ist, wie wir wissen, eine Handlung nach einem festgelegten und immer wiederkehrenden Ablauf. Die Handlung wiederholt sich immer auf die gleiche oder annähernd ähnliche Weise. Dabei können Rituale sich im Laufe der Zeit durchaus verändern. Zeit, Ort oder Dauer der Handlung sind variabel und ergeben sich aus der Situation heraus. Das heißt, dass sich ein Ritual nicht zwangsläufig in bestimmten Zeitabständen wiederholen muss, sondern dann ausgeführt wird, wenn die Situation es erfordert.

Der Gang ins Fitness-Studio zweimal pro Woche oder der Spaziergang am Sonntagnachmittag sind ebenso Rituale wie das Zähneputzen am Morgen oder die heiße Milch mit Honig vor dem Schlafengehen. Zeitunglesen beim Frühstück oder der Genuss des Feierabendbierchens nach getaner Arbeit gehören ebenfalls dazu.

Welche Rituale führst du täglich aus, ohne dass du dir dessen bewusst bist?

Mache dir einmal bewusst, welche regelmäßig wiederkehrenden Handlungen oder Gewohnheiten du jeden Tag, jede Woche, jeden Monat ausführst. Schreibe sie ruhig einmal auf. Du wirst erstaunt sein, was da alles zu Tage kommt. Und du wirst merken, dass ein Leben ohne Rituale so gut wie unmöglich ist.

Bei Stress und besonders nach traumatischen Erlebnissen können Rituale eine große Kraftquelle sein. Rituale

  • schaffen Struktur
  • geben Halt und Sicherheit
  • geben Orientierung
  • wirken beruhigend auf das Nervensystem
  • bauen Stress ab
  • machen Spaß

Ich habe einige Menschen gefragt, welche Rituale sie ausführen, wenn sie Stress abbauen wollen. Es kamen die unterschiedlichsten Antworten dabei heraus:

  • Eine Kollegin erzählte mir, dass sie eine zeitlang jeden Morgen, bevor sie zur Arbeit ging, erst einmal eine Viertelstunde badete. So machte sie sich fit für den anstrengenden Tag.
  • Eine andere badete jeden Tag nach der Arbeit bzw. vor dem Schlafengehen, um zu entspannen und die Anstrengungen des Tages hinter sich zu lassen.
  • Ich kenne jemanden, der setzt sich nach der Arbeit an seinen Computer zuhause und spielt Autorennen, Solitaire oder Ballerspiele. Er sagt, so könne er am besten entspannen und abschalten. Dazu komme ich später nochmal.
  • yoga-241609_640Eine Bekannte geht einmal in der Woche zum Tai Chi.
  • Ein Freund macht mit seiner Frau zweimal pro Woche Aqua-Gymnastik.
  • Eine Frau malt, wenn sie Stress hat. Wenn sie so richtig genervt ist und die Dinge nicht mehr fließen wollen, schnappt sie sich eine Leinwand und tobt sich mit verschiedenen Farben nach Herzenslust aus.
  • Meine ehemalige Lehrerin trinkt jeden Morgen vor dem Aufstehen eine Tasse Tee im Bett. Ihr Partner bereitet ihn für sie zu und serviert ihn ihr ans Bett.
  • BauchtanzEine Freundin besucht zweimal wöchentlich einen Zumba-Kurs und geht zusätzlich einmal pro Woche noch zum Tanzen, um ihren Alltagsstress abzubauen.
  • Eine andere macht lange Spaziergänge, um ihren Kopf frei zu bekommen.

Ich selbst habe auch verschiedene Rituale zum Stressabbau:

TeezeremonieSo mache ich kleine Achtsamkeitsübungen, wie z. B. einen Moment innehalten und eine Minute lang meinen Atem beobachten. Ich mag auch Kurzmeditationen. Dazu setze ich mich in den Schneidersitz, schließe die Augen und gehe in mich, ohne eine Absicht zu verfolgen oder etwas zu wollen. So komme ich in einen angenehm entspannten Zustand.

Wenn ich unruhig, unkonzentriert oder genervt bin, stehe ich auf und gehe auf meinen Balkon. Dort schaue ich ins Grüne, nehme einige Atemzüge oder setze mich hin und trinke einen Kaffee oder Tee. Manchmal gehe ich auch in den Wald und umarme einen Baum. Diese Mini-Rituale helfen mir, mich zwischendurch ein wenig zu entspannen, Druck und Stress loszulassen.

Rituale, die nicht guttun

ComputerspielSo, nun komme ich noch einmal auf den Freund zurück, der behauptet, mit Computerspielen könne er sich am besten entspannen.

Fakt ist: Das kann er nicht! Erwiesenermaßen können wir nicht entspannen, wenn wir am Computer arbeiten, auch wenn es sich dabei nur um ein Spiel handelt. Wir sind dabei in ständiger Anspannung. Wir fiebern mit und rutschen unruhig auf unserem Stuhl hin und her oder wechseln ständig unsere Sitzhaltung. Die Muskulatur ist angespannt, der Blutdruck erhöht, der Puls geht schneller, die Atmung ist flach, möglicherweise halten wir sogar den Atem an, wenns im Spiel gerade brenzlig wird.  Gewaltvolle Ballerspiele, bei denen wir andere Wesen abwehren oder töten sollen, wirken keinesfalls entspannend auf uns, weder auf Körper, Seele noch Geist.

Selbst wenn wir uns immer wieder sagen, dass es sich NUR um ein Spiel handelt, so nimmt unser Gehirn und unser Unterbewewusstsein die Handlung, die da läuft und in die wir beim Spielen eingebunden sind, als Realität wahr. Die elektrische Strahlung tut ihr Übriges dazu. Nächtliche Unruhe, Schlafstörungen oder Alpträume sind da keine Seltenheit. Wer da am nächsten Tag ausgeruht zur Arbeit oder zur Schule muss, sollte den Abend lieber ruhiger ausklingen lassen als mit Spätnachrichten im Fernsehen oder Computerspielen.

Was mein Freund hier tatsächlich meinte und auch geäußert hat, ist, dass er beim Computerspiel abschalten kann vom Alltagsgeschehen.  Und das glaube ich ihm aufs Wort, denn er ist ein Meister der Alltags-Dissoziation*. Wenn ihm etwas auf den Keks geht, schaltet er innerlich einfach auf einen anderen Kanal um, als hätte er eine eingebaute Fernbedienung. Ich gebe zu, dass ich ihn dafür manchmal beneide.

Allerdings ist er auch Meister im Verdrängen, und bekanntlich drängt das Verdrängte ja irgendwann nach oben. Verdrängung ist ein Schutzmechanismus, der bewusst oder unbewusst eingesetzt wird, um uns nicht zu überfordern. Allerdings ist dies auf Dauer nicht gesund. Manchmal ist die Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema sinnvoller. Dann kann der Konflikt offengelegt werden und der damit verbundene Stress und Druck kann ein Ventil finden und abgebaut werden. Über Jahre aufgestauter Druck kann irgendwann zu Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Im schlimmsten Fall schnappt die Psyche über und es kommt zu Spontanhandlungen, wie Suizidversuche oder Amokläufe.

Rituale, die guttun

Du hast vorhin schon einige Rituale kennengelernt, die Menschen anwenden, um  Spannungen und Blockaden zu lösen und wieder frei durchzuatmen oder gut schlafen zu können.

Hier fallen mir noch ein paar Rituale ein, die dir helfen können, Stress abzubauen und zu entspannen:

Rituale am Morgen

  • Kaffee trinkenVor dem Aufstehen ein paar Dehnungsübungen im Bett machen. Recke und strecke dich und gähne dabei laut.
  • Vor dem Duschen die Haut mit einem Handschuh oder einer Bürste trockenbürsten. Dabei von unten nach oben arbeiten zum Herzen hin. So fährst du dein System hoch und machst dich fit für den Tag.
  • Gemütlich frühstücken, ohne Hast...

Rituale am Abend

  • FußbadFrage dich eine Zeitlang vor dem Schlafengehen: was war heute schön – wofür bin ich dankbar – was habe ich heute gelernt – wen liebe ich – wer darf mich lieben?
  • Ein Fußbad oder Vollbad bei Kerzenschein und deiner Lieblingsmusik.
  • Vor dem Einschlafen kannst du gedanklich deinen Körper durchforsten und ihn wahrnehmen. Fang beim Kopf an und gehe dann runter bis in die Zehen. So fährst du dein System runter und kannst gut entspannen. Ich schlafe oft darüber ein.
  • Ein kurzer Spaziergang an der Abendluft (vielleicht musst du sowieso mit dem Hund raus?).
  • Ein Gebet...

Kennst du noch weitere Rituale? Wie verbringst du beispielsweise deine Mittagspause? Welche Rituale hast du für dich entdeckt, um mit Stress fertigzuwerden? Welche funktionieren gut? Welche weniger gut? Vieleicht hast du dir ja eigene Rituale geschaffen.

Beachte:

meditation-609235_640Rituale sollten nicht als Ersatzbefriedigung oder zur Verdrängung verwendet werden. Es hilft auch nichts, besonders viele verschiedene Rituale auszuführen oder ein und dasselbe Rituale dreißig Mal am Tag zu wiederholen. Das wäre kontraproduktiv. Vielmehr sollen Rituale dir helfen, deine Aufmerksamkeit für eine kurze Zeit nach innen zu richten. Je intensiver die damit verbundenen Gefühle sind (im positiven Sinne natürlich), desto besser ist die beruhigende Wirkung auf dein Nervensystem. Die gestörten Informationsflüsse zwischen Nervenzellen werden synchronisiert.

Führe daher deine Rituale achtsam und bewusst aus und lasse sie nicht zur Routine werden. Sonst verlieren sie ihre heilsame Wirkung.

Schreibe mir, ich freue mich auf deine Erfahrungen.


*Begriffserklärung: Alltags-Dissoziation

Dissoziation (= Ausblenden, Abschalten)

Dissoziieren hilft, ein Trauma zu überleben. Grundsätzlich ist Dissoziation ein Alltagsphänomen und das Gegenteil von Assoziation. Wir dissoziieren und assoziieren ständig. Wir fügen zusammen und trennen oder schieben zur Seite. Unser Gehirn filtert aus, was es als

  • zu unwichtig oder
  • zu brisant

einschätzt.

Es gibt Menschen, die im größten Trubel alles um sich herum vergessen. Sie blenden Geräusche und Bewegungen um sie herum aus und vertiefen sich in ein Buch. Wer gut dissoziieren kann, kann sich aus der zusammenhängenden Wahrnehmung der Alltagsrealität einfach „wegbeamen“[1].

Allerdings ist eine gute dissoziative Fähigkeit im Alltag kein unbedingter Hinweis darauf, dass Dissoziation auch in extremen Stress-Situationen als Abwehrmechanismus zum Einsatz kommt.

[1] Huber, M. (2007):  Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1, S. 53 ff. – 3. Aufl., Junfermann Verlag.

Der Stress mit dem perfekten Körper

Der Stress mit dem perfekten Körper

Übergewicht – warum Stress dick macht

StrandfigurDie Sommersonnenwende ist längst vorbei, die Tage werden allmählich wieder kürzer. Die Schafskälte schien dieses Jahr länger als sonst zu dauern, doch auch sie liegt hinter uns. Der Hochsommer ist da. Endlich können wir unsere muskelgestählten Körper in der Sonne räkeln und die bewundernden oder auch neidvollen Blicke unserer Mitmenschen auf uns ziehen.

WaageNanu, was ist denn das für ein gequälter Gesichtsausdruck? Hast du etwa keine Hollywood-Figur? Statt dessen Stress mit dem perfekten Körper? Du leidest unter Übergewicht? Du hast deine Ernährung umgestellt, rackerst jeden Tag im Fitness-Studio und nimmst trotzdem nicht ab? Du verstehst die Welt nicht mehr und bist der Verzweiflung nahe?

Ok, dann wollen wir uns einmal anschauen, warum das so ist.

Sofern du nicht unter einer Stoffwechselstörung, einer Schilddrüsenunterfunktion oder dergleichen leidest, keine Medikamente nimmst, die dich aufschwämmen, wie z. B. Cortison, oder sonstige körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, könnte Stress eine Erklärung dafür sein, dass du Übergewicht hast und nicht abnimmst.

Jeder zweite Deutsche leidet unter Stress. Sei es durch Zeit- und Termindruck auf der Arbeit oder Doppelbelastung durch Beruf und Familie, Stress wegen gesundheitlicher Probleme oder aus welchem Grund auch immer.

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Stress verhindert die Fettverbrennung

Längst ist der Zusammenhang von Fettleibigkeit (Adipositas), Diabetes und chronischem Stress nachgewiesen. Doch wenn du erst einmal weißt, wie Stress entsteht, was er mit dir macht und welche Auswirkungen er auf deinen Körper hat, kannst du dem entgegenwirken. Dann kann deine Psyche sich entspannen, die Körperfunktionen können sich wieder regulieren und du kannst endlich dein Übergewicht loswerden.

In meinem Blog-Artikel „Distress und Eustress“ erfährst du, dass es zwei Arten von Stress gibt, nämlich positiven und negativen Stress. Positiver Stress (Eustress) wird nicht als Belastung empfunden, selbst wenn wir vorübergehend unter großem Druck stehen, um eine Aufgabe in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu erledigen.

Eustress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit von Körper und Geist. Du fühlst dich stark und könntest Bäume ausreißen. Nach getaner Arbeit fühlst du dich super und kannst dich nach der großen Anspannung auch wieder gut entspannen.

Negativer Stress (Distress) hingegen wirkt auf Dauer zerstörerisch. Sind wir über einen längeren Zeitraum Distress ausgesetzt, kann dies schwere psychische und körperliche Folgen haben. Wir können nicht mehr entspannen und werden krank an Körper und Seele.

Weitere Faktoren für Stress und Stress-Symptome findest du im Artikel „Stressauslösende Umstände“.

Warum kann der Körper nicht abnehmen, wenn wir unter Dauerstress stehen?

Wenn wir unter Stress stehen, schüttet unser Körper Stress-Hormone aus, z. B. Adrenalin, Nor-Adrenalin und Cortisol. Cortisol zieht die Proteine aus den Muskeln und wandelt sie in Zucker (Glukose) um. Der Muskel baut sich ab. Ebenso hemmt Cortisol den Abbau von Körperfett. Da viele Menschen einen gestörten Cortisol-Zyklus haben, weil sie abends nicht in den Schlaf kommen, morgens erschöpft aufwachen und dazu womöglich noch jede Menge Kaffee brauchen, um überhaupt wach zu werden, führt dies früher oder später in eine zerstörerische Abwärtsspirale, die in einem chronischen Erschöpfungssyndrom, auch Burnout genannt, enden kann.

drug-621843_640Doch ich will hier nicht allzu wissenschaftlich werden. Wichtig zu wissen ist, dass der Körper nur Fett abbauen kann, wenn er im Gleichgewicht ist zwischen Anspannung und Entspannung. Chronischer Stress hat eine negative Wirkung auf unser körperliches und seelisches Gleichgewicht. Denaturierte Lebensmittel tragen ebenso dazu bei wie zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung, zu wenig Sonnenlicht und übermäßiger Zigaretten‑, Alkohol- oder Drogenkonsum. Medikamente, wie z. B. Cortison oder Antipsychotika können den Körper aufschwemmen und das Abnehmen ebenfalls behindern, im schlimmsten Fall sogar unmöglich machen.

Unser Belohnungssystem im Gehirn

woman-674977_640Musst du auch essen, wenn du Stress hast? Es gibt Menschen, die haben überhaupt keinen Appetit, wenn sie nervös sind. Und es gibt welche, die reagieren bei Stress so, als hätten sie Hunger. Dann stopfen sie jede Menge Süßigkeiten in sich hinein, um ihren emotionalen Notstand zu beruhigen. Nach einer Tafel Schokolade geht’s ihnen dann wieder gut.

gummibarchen-442543_640Blöd ist nur: Hast du dich erst einmal daran gewöhnt, deine Nervosität durch Essen, vor allem Süßes oder Fettiges zu beruhigen, wirst du bald nicht mehr anders können als zu essen, wenn du in einem emotionalen Ausnahmezustand bist. Du programmierst sozusagen dein Essverhalten um. Die ursprüngliche Aufgabe des Gehirns, dich vor dem Verhungern zu bewahren, wird praktisch überschrieben. Dann werden Gehirn-Areale aktiv, die dir suggerieren: „Wenn du jetzt etwas isst, fühlst du dich gut.“ Sich dem zu widersetzen schafft auf Anhieb nicht jeder, man kann es aber lernen und trainieren.

Die Zusammenhänge von Stress, Übergewicht und Diabetes

Das Gehirn versorgt sich immer zuerst mit Energie, bevor es dem restlichen Körper (Muskeln, Organen etc.) etwas davon abgibt. Unser Gehirn benötigt rund 50 Prozent unseres täglichen Glukosebedarfs.

In seinem Buch „Das egoistische Gehirn“ erklärt Prof. Dr. Achim Peters von der Uni-Klinik Lübeck, wie Stress mit Übergewicht und Diabetes zusammenhängt. Ist die Energieversorgung des Gehirns gestört, kommt es zu einem Stau in der Lieferkette, so Prof. Peters. „Es gelingt dem Gehirn nicht, ausreichend Energie aus dem Körper anzufordern. Es gleicht die Unterversorgung aus, indem es über ein System aus Botenstoffen den Appetit stimuliert.“

Das Ende vom Lied: Wir essen oft mehr, als wir brauchen und erhöhen unser Risiko, an Adipositas (Fettsucht) und/oder Diabetes zu erkranken.

Übergewichtige leben länger

thick-373064_640Hab ich’s doch gewusst, höre ich jetzt viele sagen. Jetzt kann ich doch so bleiben wie ich bin.

Wie jetzt? Wir haben doch gerade gelernt, dass viele Menschen viel zu viel essen und unter Übergewicht zu leiden haben.

Ja, wer unter seinem Übergewicht leidet, sollte dringend etwas dagegen tun. Angemessene Bewegung, angemessene Ernährung und ausreichend Psychohygiene lautet die Devise.

Jedoch: dick heißt nicht gleich krank, und dünn heißt nicht unbedingt gesund. Krank macht das so genannte viszerale Fett. Es sitzt am Rücken, im Bauchraum und um die Organe herum. Viszerales Fett fördert Entzündungen und die Entstehung von Krankheiten. Es gibt Übergewichtige, die kein viszerales Fett haben. Und ebenso gibt es Schlanke, die durchaus viszerale Fettansammlungen im Körper aufweisen. Die Gründe dafür werden in der Genetik vermutet.

Ein niedriger Body-Mass-Index (BMI) ist kein Garant für ein längeres Leben. Die Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhauser von der Universität Hamburg fand heraus, dass Menschen mit einem BMI von 27 die geringste Sterberate haben. Das sind Menschen mit einem Gewicht von 78 Kilo und einer Größe von 1, 70 Metern, also nach BMI Übergewichtige.

Menschen lagern Fett ein als Schutzmechanismus gegen dauerhaften Stress. Diese Fetteinlagerung wird durch das Gehirn gefördert, weil es in Stress-Situationen Energie braucht.

bodybuilding-685077_640Alles für den perfekten Körper

Aber auch wer sich täglich auf die Waage stellt, zu viel Sport treibt und wessen Gedanken um nichts anderes mehr kreisen können, wie um die perfekte Figur, die perfekte Ernährung und das perfekte Aussehen, setzt sich unter Druck. Extremsportler oder auch Bodybuilder, die ständig auf ihre Ernährung achten müssen, und die sich kaputt trainieren, leiden oft unter Dauerstress. Und man sieht es ihnen auch an. Ihr Gesichtsausdruck ist eher verkniffen als entspannt. Sie sehen auch wesentlich älter aus als andere im selben Alter.

Wenn du dich mit Gedanken der Gewichtsreduktion trägst, solltest du vorher einen Stress-Check machen. Je entspannter du bist, desto leichter kannst du abnehmen. Die Gründe dafür kennst du jetzt.

Willst du deine Stressfaktoren identifizieren und lernen, wie du am besten entspannen kannst? 

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